anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Sonntag, 30. Juni 2019
Gebügelt, Besuche und Tatort
Das Wochenende an der Nordsee zu verbringen, war eine hervorragende Idee, ich fand es zwar auch dort noch warm, aber verglichen mit den Berichten vom Festland war es dort wohl fast sibirisch kalt.
Ich habe auf alle Fälle heute Nacht sehr gut geschlafen und als ich heute morgen aufwachte, war mir nach Bügeln, denn immerhin habe ich ja seit gestern einen neuen Bügeltischüberzug und außerdem gab es kaum noch Abtrockenhandtücher.

Ich habe durchgezählt, 15 Stück warteten in der Bügelwäsche und ja, ich bügele meine Geschirrtücher, weil das gute Borkumer Tradition ist, das hat schon meine Oma so gemacht - und aus der Zeit stammen auch die meisten meiner Handtücher, allerdings nicht von meiner Oma selber, deren Handtücher benutzt heute noch mein Onkel, der hat ja auch den sonstigen Hausstand übernommen, ich habe mir vergleichbar ähnliche auf dem Flohmarkt zusammengekauft.
K findet das albern und als wir heute Nachmittag beim Onkel waren, fragte er ihn, ob er seine Geschirrtücher etwa auch bügeln würde und erwartete natürlich ein männersolidarisches "selbstverständlich nicht", bekam aber ein kurzes "ja" zur Antwort und muss jetzt damit leben, dass die Leute auf Borkum alle bekloppt sind. Die bügeln Handtücher. Allerdings nicht die aus Frottee, schränkte mein Onkel noch ein und das stimmt, die bügelt man natürlich nicht, nur die Leinentücher.

So, und weil der Handtuchberg so hoch war und weil auch noch ein paar Leinenhemden und sonstige Hemden auf Glättung warteten, beschloss ich heute morgen, das einfach mal wegzubügeln.
Jetzt war es zwar nicht backofenheiß im Haus, aber wirklich kalt war es auch nicht, es war eher genau so warm, dass ich zum bügeln nur eine Brille trug, das reicht ja auch, fand ich. Geduscht habe ich auch erst danach, dann war es allerdings auch nötig.
Aber ich hatte das Bügelbrett vors offene (gekippte) Fenster gestellt, im Schlafzimmer stand das Fenster auch auf Kipp, das gab einen angenehmen Luftzug, denn wir hatten einen schönen frischen Wind heute, grundsätzlich also gute Bügelbedingungen.
Das ist mein Ergebnis:


Anschließend habe ich geduscht und dann das Haus abreisefertig gemacht. Danach sind wir noch eine Runde Fahrrad gefahren, haben den Müll weggebracht, den Onkel besucht und ein Eis gegessen. Am Nachmittag sind wir erst nach Leer geflogen, haben dort den Vater besucht und waren dann gegen 19.30h zu Hause.

Nach einem schnellen Abendessen (Spaghetti mit selbstgemachtem Pesto und griechischen Bauernsalat, weil sowohl das Pesto als auch der Fetakäse wegmussten) haben wir einen Münstertatort aus 2005 im WDR geguckt - und ich habe mich sehr darüber amüsiert, wie jung die Schauspieler da alle noch aussahen.
Tja, 14 Jahre gehen wohl auch an Menschen, die man ansonsten für alterslos hält, nicht spurlos vorbei
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