anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Donnerstag, 22. Januar 2026
Entstehungsgeschichte und Gedanken zum Bloggen
Felix hat mein Blog verlinkt, weil er sich über Blogger freut, die täglich etwas schreiben.

Für mich Anlass, meine eigene Bloghistorie einmal nachzuschlagen und ich habe dabei festgestellt, dass auf diesem Blog seit dem 9.10.2015 jeden Tag ein Beitrag erschienen ist. Wenn man das als Serie durchnummeriert, dann sind das bis heute immerhin 3.758 Beiträge ohne Unterbrechung.

Dabei habe ich mich insgesamt 25 mal vertreten lassen, das erste Mal am 26.12.2016, weil da die Serie für das Blog schon über ein Jahr gehalten hatte und ich sie nicht reißen lassen wollte, aber offensichtlich mehr getrunken hatte, als es einem halbwegs akzeptablen Blogbeitrag zuträglich gewesen wäre. Deshalb bat ich J einen Beitrag als Blogvertretung für mich zu schreiben.

Im Jahr 2019 schenkte mir N zu Weihnachten fertig geschriebene Texte, in denen er medizinische Themen erklärt, damit ich sie als Joker auf dem Blog veröffentlichen kann. Den ersten habe ich dann sofort am 26.12. eingesetzt, der zweite Weihnachtstag scheint für mich traditionell mit zuviel Alkohol verbunden zu sein....

An den restlichen 3.733 Tagen habe ich den täglichen Beitrag selber geschrieben, knapp 500 davon habe ich in die Kategorie "quick`n dirty" einsortiert, weil ich sie wirklich in sehr kurzer Zeit einfach nur runtergetippt habe, um einen Beitrag zu veröffentlichen.

Grundsätzlich habe ich den Ehrgeiz, jeden Tag einen Beitrag einzustellen, damit das rechts eingeblendete Archiv keine schwarzen=beitragslosen Tage enthält. Diesen Ehrgeiz habe ich nicht immer halten können, da ich meine Beiträge üblicherweise abends als Tageszusammenfassung schreibe und es gab Tage, da war es plötzlich nach 0 Uhr und damit zu spät, um im Archiv noch als Beitrag des Vortages zu gelten. Ich habe meinen Tagesbeitrag dann zwar irgendwann kurz nach Mitternacht hochgeladen und am Abend desselben Tages dann noch einen für den abgelaufenen Tag, wenn man also das Blog immer erst am Morgen liest, merkt man es nicht, aber wenn man sich rückwärts durchs Archiv klickt, sieht man an den schwarzen Tagen, wann ich die Mitternachtslinie gerissen habe.

Rein theoretisch könnte ich es ja auch so machen wie zB die Kaltmamsell, dass ich meinen täglich Blogpost nicht als letztes am Abend hochlade, sondern immer erst am nächsten Morgen, dann wäre ich das Mitternachtsproblem ein für allemal los.
Aber das geht nicht, da es meinem Biorhythmus derart entgegenläuft, dass es völlig ausgeschlossen ist.
Morgens bin ich grundsätzlich zu gar nichts in der Lage, außer schlechter Laune zu haben, wenn ich Dinge tun muss. Morgens kann ich Texte lesen, aber nicht schreiben. Und deshalb werde ich eben weiter mit der Mitternachtsproblematik leben müssen.


Den Vorsatz, wirklich jeden Tag einen Beitrag auf diesem Blog zu veröffentlichen, habe ich gefasst, nach dem dieses Blog schon zweieinhalb Jahre bestand und ich etwas suchte, was mich dazu brachte, meine angefangenen Texte fertigzuschreiben.

Denn in den ersten zweieinhalb Jahren dieses Blogs hatte ich exakt 33 Beiträge veröffentlicht, davon vier in 2013 und sechs in 2014. In 2015 bis Oktober dann immerhin schon 23 und ich merkte, wie sehr es mir gefällt, meine allgemeinen Gedanken schriftlich zu sortieren, wie hoch ich aber auch meine Ansprüche setzte, bis mir ein Text gut genug war, um ihn zu veröffentlichen.

Irgendwo las ich damals ein Interview mit einem Künstler, der sagte, er würde jeden Tag einen Text schreiben, 364 davon wären nicht gut, aber der eine 365ste, der wäre super, nur hätte er den nie geschrieben, wenn er die anderen 364 nicht auch geschrieben hätte.

Durch den selbst auferlegten Zwang, jeden Tag etwas abliefern zu müssen, egal was, Hauptsache irgendetwas, gelänge es ihm, seine eingebaute, eigene, oberkritische Qualitätskontrolle zu überwinden, die ansonsten so kritisch wäre, dass sie auch gute Texte gnadenlos verrisse.

Ich fand das eine ausgesprochen nachvollziehbare Begründung und deshalb kam ich auf die Idee, dass ich mich mit meinem Blog auch einfach selber zwinge, jeden Tag einen Text abzuliefern, egal was, Hauptsache da steht irgendwas.

Nun bin ich kein Künstler und habe exakt gar keine Absicht, Texte zu schreiben, die anderen gefallen. Ich möchte aber gerne Texte schreiben, die mir gefallen, weil ich durch das Schreiben Dinge begreife, erkenne oder erst dadurch umfassend von allen Seite betrachte und versuche zu beurteilen. Ich sortiere meine Gedanken also am einfachsten durch Schreiben - und das finde ich nicht nur praktisch, es fühlt sich auch gut an.

Und damit ich mich nicht selber beschummele (denn ich neige sehr zum Schummeln), muss es ein Blog im Internet sein, das die gebloggten Texte fein säuberlich zählt, archiviert und kontrollierbar macht.

Weil ich deshalb aber ganz vorsätzlich und bewusst das allgemeine, tägliche Alltags-Qualitätsniveau meiner Texte gesenkt habe, hatte ich nie ein Interesse daran, mein Blog vorsätzlich bekannt zu machen. Ich schreibe vor allem, damit ich schreibe und nicht, damit andere es lesen. Deshalb habe ich dieses Blog noch nie bei einem "Blogportal" wie uberblogger oder webring oder was es da alles gibt, angemeldet und ich verteile den Link zu den täglichen Beiträgen auch nicht bei Twitter, Mastodon oder Bluesky. Ich selber gebe mir also keine aktive Mühe, die Blogtexte weiter zu verteilen.

Dass andere es lesen stört mich allerdings auch nicht und ich freue mich sogar, wenn es Menschen gibt, die meinen Kram interessant finden und ich freue mich auch, wenn andere Blogger meinen Blog in ihrer Linkliste haben, aber ich würde exakt genau das gleiche schreibe, wenn es niemand läse.

Heute, nach über 10 Jahren täglichen Blogschreibens, hat sich meine Absicht des Bloggens etwas verändert. Heute schreibe ich meine täglichen Texte in erster Linie immer noch für mich, aber auch für meine Familie und meine Freunde, weil es eine unaufdringliche Art ist, sie an meinem Leben teilhaben zu lassen, ohne dass ich mit jedem einzelnen ständig telefonieren muss und ohne dass ich alles, was ich erzählenswert finde, mehrfach erzählen muss.

Ich mag es, wenn ich in einem Blogtext schreibe, dass der Galabauer viel teurer wird als erwartet und kurze Zeit später im Messenger eine Nachricht aufploppt: Was kostet Gala denn nun?

Und außerdem weiß ich nach über 10 Jahren täglichen Bloggens auch die Nachschlagfunktion des Blogs zu schätzen. Alleine deshalb würde ich diese inzwischen absolut feste Routine nur sehr ungern aufgeben.

Was ich übrigens auch sehr mag, ist die blogger.de Plattform. Ich habe ja zwischendurch überlegt, ob ich mit dem Blog nicht umziehe und mir eine "modernere" Blogumgebung suche, aber nachdem ich noch mal ausführlicher darüber nachgedacht habe, bin ich höchstzufrieden hier, denn es funktioniert alles immer noch so, wie ich es seit 20 Jahren kenne (den allerersten Blog hatte ich hier 2006, den ich nach ein paar Jahren dann allerdings gelöscht habe), warum also sollte ich dann etwas ändern, wenn ich doch selber sage, ich schreibe in erster Linie für mich?

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Mittwoch, 21. Januar 2026
Kaffee und Maschinen
Heute morgen gab die Kaffeemaschine genau während der Zubereitung der zweiten Tasse Kaffee ihren Geist auf. K gab mir etwas von seinem Kaffee ab, so dass wir beide wenigstens jeder eine dreiviertel volle Tasse Kaffee trinken konnten.

Ich trinke jeden Morgen eine Tasse Kaffee, wenn ich die nicht bekomme, bekomme ich stattdessen im Laufe des Tages Kopfschmerzen, weshalb mir diese erste Tasse Kaffee am Morgen sehr wichtig ist.
Im weiteren Verlauf des Tages trinke ich dann üblicherweie keinen Kaffee mehr, ab und zu vielleicht mal einen Cappuccino, hängt immer ein bisschen davon ab, wo ich bin und wer mir was anbietet.

Meinen Morgenkaffee trinke ich schwarz - ohne Milch und ohne Zucker.
Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, in welchem Alter ich begann, Kaffee zu trinken, aber seitdem ich das tue, trinke ich Kaffee schwarz.
Ich weiß auch nicht mehr, wann ich anfing, exzessiv viel Kaffee zu trinken, aber ich habe bestimmt 25 Jahre lang mindestens eine Thermoskanne voll Kaffee am Tag getrunken, oft mehr. Aufgehört habe ich damit erst 2008 - nach dem ich in Münster begonnen hatte zu arbeiten, war ich auf Kräutertee als Bürogetränk umgestiegen, weil es in dem Büro in Münster nur so einen riesigen Kaffeevollautomaten gab und keine einfache Filterkaffeemaschine. D.h. es gab schon Filtermaschinen, denn bei Besprechungen stand natürlich Kaffee in Thermoskannen parat, aber der dabei verwendete Kaffee war eine Sorte, die ich schrecklich fand und Kaffee aus dem Automaten fand ich schon immer fies.

Zuhause besaß ich schon früh eine "normale" Kaffeemaschine, in die wurde Kaffeepulver in einen Papierfilter gegeben und da lief das Wasser aus dem Wassertank dann drüber. Die Menge Kaffeepulver war also abhängig von der Menge Wasser, die man in den Tank goss. Der Einfachheit halber kochte ich immer genau acht Tassen Kaffee, dafür brauchte es vier leicht gehäufte Kaffeelöffel Jacobs Krönung, wenn der Kaffee durchgelaufen war, wurde er in eine Thermoskanne umgefüllt. Und da die Dosierung immer gleich war, schmeckte der Kaffee auch immer gleich.

Wichtig war das Kaffeepulver - ich mochte nur Jacobs Krönung und auch nur in dem von mir ausgeklügelten Mischungsverhältnis, war der Kaffee stärker, brauchte ich heißes Wasser zum Verlängern, war er schwächer, ließ ich die Plörre stehen. Wenn wir in Urlaub fuhren, stieg ich meist auf Kräutertee um, bei Tee habe ich sozusagen gar keine Pingeligkeiten, grundsätzlich trinke ich lieber Kamillentee aus Teebeuteln als schlechten Kaffee.

Nach dem ich in dem Büro irgendwann in die Geschäftsführungsebene aufgestiegen war, sorgte ich dafür, dass nur noch Jacobs Krönung als Filterkaffeepulver verwendet wurde, aber ich selber hatte mir zu dem Zeitpunkt das Kaffeetrinken tagsüber schon abgewöhnt und war mit meiner Thermoskanne voll heißem Wasser und einer größeren Auswahl an Kräuterteebeuteln vollkommen zufrieden.

Seit 1991 kocht irgendjemand für mich morgens den Kaffee und bringt mir eine Tasse ans Bett.
1991 war das CW, der diese Aufgabe irgendwann an die Kinder delegierte, die das dann solange machten, wie sie zu Hause wohnten, seitdem kein Kind mehr dauerhaft im Haushalt lebt, hat K diese Aufgabe übernommen.

Die Kinder hielten sich früher sklavisch genau an die Mengendosierung für die Kaffeemaschine. K nahm es damit nicht so genau und als ich irgendwann entdeckte, dass ich Senseo-Kaffee auch völlig akzeptabel finde, kauften wir eine Senseo Kaffeepadmaschine, sortierten die alte Filterkaffeemaschine aus und seitdem trinke ich jeden Morgen einen großen Becher mit Senseo Guten Morgen Kaffee - die einzige Herausforderung ist jetzt, diese Kaffeepads immer nur im Sonderangebot zu erwerben.

So eine Senseomaschine hält bei uns ca. 6 Jahre, kann ich jetzt als Erfahrungswert vermelden, heute kauften wir für 64€ die dritte Maschine für Greven. Umgerechnet auf die Nutzungsdauer liegen die Maschinenkosten für Kaffee bei rund einem Euro pro Monat, das finde ich akzeptabel.
Im Mediamarkt, den wir nach dem heutigen Tod der bisherigen Maschine umgehend zwecks Ersatzbeschaffung aufsuchten, gab es fast nur Kaffeeautomaten. Ich kenne mich mit den Teilen nicht aus, ich weiß nur, dass ich den Kaffee daraus meist nicht mag und dass ich überhaupt keine Lust hätte, so ein Teil ständig sauberzumachen, aber offensichtlich sehen das die meisten Leute anders, sonst gäbe es ja nicht dieses riesige Angebot. Worüber ich allerdings am meisten staune, das sind die Preise dieser Maschinen. Ein Thermomix ist im Vergleich dazu schon fast günstig.

Ich bin sehr zufrieden, dass ich so einen speziellen Kaffeegeschmack habe, dass ich mit der preiswertesteten Maschine von allen wunderbar zurechtkomme, es kommt nicht so oft vor, dass ich einen derart günstigen Geschmack habe und dann macht es gar nichts, wenn sie alle sechs Jahre mal kaputt gehen, für so eine Ersatzbeschaffung muss man zum Glück keine Rücklagen gebildet haben
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Dienstag, 20. Januar 2026
Teurer Garten
Heute hätte ich fast schon wieder ein Vorabendschläfchen eingelegt, weil ich am späten Nachmittag so müde wurde, dass ich mich sehr zusammenreißen musste, um dem dringenden Bedürfnis nach Bett nicht nachzugeben.
Aber diese Schläfchen am frühen Abend bringen den Tagesrhythmus wirklich endgültig komplett durcheinander, besser ist es, ich gehe heute einfach extra früh ins Bett und hoffe, dass ich dann morgen zu einer angemessenen Aufwach-Uhrzeit ausgeschlafen bin.

Ansonsten war heute Physio-Tag und anschließend bin ich noch in die Stadt gefahren, um mir das aktuelle Telekomgeschenk (ein Paket Tee) im Telekomshop abzuholen. In dem Moment als ich den Shop wieder verließ, klingelte mein Handy und es meldete sich ein Telekom Callcenter-Mitarbeiter, der von mir wissen wollte, ob ich nicht auch an Festnetz/Internet über die Telekom interessiert wäre.

Dieses zeitliche Zusammenfallen fand ich sehr schräg, der Callcenter-Mensch versicherte mir aber hoch und heilig, dass es wirklich reiner Zufall sei und er sich nicht deshalb bei mir melde, weil mein Besuch im Telekomshop sofort weitergeleitet worden sei, sondern eben weil ich nur Handyverträge, aber kein lokales Internet über die Telekom gebucht hätte.

Ich erklärte ihm, dass ich sehr gerne und sofort zur Telekom wechseln würde, wenn die denn ein vergleichbar schnelles Internet wie die Konkurrenz anböten, was sie weder auf Borkum noch in Greven tun, und künftig in Rheda werden wir die ersten zwei Jahre auch bei e.on sein, weil die dort den Glasfaseranschluss anbieten.

Er versprach, dass er dieses Thema an die zuständigen Kollegen weiterleitet, ich versprach, dass ich sofort zur Telekom wechsele, wenn die an meinen Standorten Glasfaser anbieten. Insgesamt war es ein etwas verdrehtes Verkaufsgespräch, hat aber Spaß gemacht.

Dann kam das Angebot vom Gala-Bauer für die Außenanlagen in Rheda - und ich sag mal so: Preiswert ist anders.
Ich schaue ja ab und zu diese Serie "Duell der Gartenprofis", wo die Bauherren immer ein festes Budget vorgeben (meist irgendwas zwischen 15.000-30.000 €) und für dieses Budget bekommen die dann die tollsten Gärten mit Pflasterung, Terrasse, Wasserspielen, Teichanlagen, Deko und was es sonst noch so an Dingen gibt, die einen Garten schön machen.

Grundsätzlich habe ich mich immer schon gewundert, wie billig diese im Fernsehen gestalteten Gärten sind und habe für unsere Außenanlagen deshalb auch etwas mehr einkalkuliert, was aber, wenn wir dieses Angebot umsetzen wollen, immer noch lange nicht reicht.
Wir werden die Gartengestaltung wohl noch mal überdenken
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Montag, 19. Januar 2026
Zu spät mit Nichtstun beschäftigt
Aktuell hab ich wieder eine intensive Müdigkeitsphase, ich muss unbedingt früher ins Bett gehen.
Die letzten Tage waren wir viel unterwegs und dann habe ich abends spät noch das Nichtstun nachholen müssen, was ich den Tag über nicht geschafft hattee - und dann ist es plötzlich spät und - naja, der Rest erklärt sich von alleine. Ich schlafe zu wenig, weil ich bis in den frühen Morgen mit Nichtstun beschäftigt bin, das ist blöd.

Heute habe ich immerhin schon mal ein Frühabendschläfchen von 19h-21h gemacht, das fühlte sich gut an, aber dann musste ich noch mal aufstehen, weil ich noch halb bekleidet war und die Zähne mussten auch noch geputzt werden - und jetzt bin ich wieder munter, aber ich habe mir fest vorgenommen, gleich wieder weiterzuschlafen.

Das Wetter war heute schön, mir war aber nicht nach Spaziergang, zum Glück übernimmt K die Hunderunden, das finde ich angenehm.

Ich habe dafür im Garten das Laub zusammengeharkt und anschließend gemeinsam mit K in die braune Tonne gestopft, die ist jetzt randvoll, wird aber morgen geleert.

Außerdem habe ich den Boden im Erdgeschoss gründlich sauber gemacht. Bixa ist das erste Mal in ihrem Leben läufig und die weißen Fliesen sind voll mit roten Blutflecken, deshalb fand ich es sinnvoll, einmal überall durchzuwischen. Wir haben auch so ein Höschen, was wir ihr anziehen könnten, aber das findet sie so schrecklich, dass wir sie nicht weiter dazu zwingen wollten, sie ist schon genug damit beschäftigt, sich an ihre eigenen Körperveränderungen zu gewöhnen
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Sonntag, 18. Januar 2026
Hochzeitsvorbereitungen
Heute waren wir eingeladen bei einem Paar, das schon seit einigen Jahren in dem gemeinsam gebauten Haus (kinderlos) zusammenlebt, inzwischen mittleren Alters ist und weil sie noch mal Abwechslung in ihr Leben bringen wollen, haben sie beschlossen, zu heiraten.

Als sie vor sechs oder sieben Jahren den Hausbau planten, habe ich ihnen damals einen GbR-Vertrag gemacht, über den das Eigentum an der Immobilie vollkommen fair und sicher geregelt ist, so dass damals eine Ehe noch als überhaupt nicht notwendig erschien, zumindest nicht, um die finanzielle Seite abzusichern.

Inzwischen haben die zwei schon eine Menge großer Partys gefeiert, von Richtfest über Einweihung und 50. Geburtstag (der Frau), weshalb eine Hochzeit jetzt eine willkommene Möglichkeit für die nächste große Party bietet. Die Frage nach Kindern hatte die biologische Uhr inzwischen final erledigt, so dass so etwas wie Taufe oder Einschulung nicht mehr als Partyanlass zur Verfügung steht.

Deshalb ist jetzt also eine Hochzeit geplant und weil ich die zwei immerhin schon so gründlich gebrieft hatte, dass wenn Heirat, dann bitte nur mit Ehevertrag, sollte der heute besprochen werden.

Mich fasziniert es ja immer sehr, wenn ich mit Menschen zu tun habe, die wirklich überhaupt keinen Schimmer von den normalen Grundlagen des Deutschen Rechts haben und völlig hemmungslos erstaunt sind, wenn ich ihnen offenbare, dass ein Trauschein den romantischen Liebesschwur des "was mein ist, ist auch dein" nicht automatisch beeinhaltet, sondern dass auch verheiratete Ehepartner immer noch ihr eigenes, individuelles Vermögen haben und dass, ohne Ehevertrag, der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft nur bedeutet, dass bei Beendigung der Ehe derjenige einen finanziellen Ausgleichsanspruch an den anderen hat, dessen Vermögen in der Ehe weniger gewachsen ist.

Mich fasziniert das deshalb so, weil für mich der Unterschied zwischen Eigentum und Besitz genauso selbstverständlich ist, wie der zwischen Tag und Nacht. Und auch wenn man durchaus die Nacht zum Tag machen kann, so bleibt auch bei Eigenbesitz die definierte Unterscheidung sauber bestehen, durch einen Trauschein geht kein Eigentum über.

Nach dem ich heute den beiden diesen Unterschied ausführlich und mit mehrfachen Wiederholungen und Beispielen erklärt habe, erkannten sie, dass so ein Ehevertrag überhaupt nicht kompliziert ist und dass sie im Zweifel mit einem modifizierten Zugewinn am besten beraten sind, denn wenn die Ehe nicht durch Scheidung, sondern durch Tod endet, dann wäre eine echte Gütertrennung schon rein steuerlich keine sinnvolle Sache.

Am Ende des Tages waren die zwei also sehr zuversichtlich und zufrieden, dass sich das Thema recht problemlos regeln lässt, sie machen jetzt einen Termin bei einem Anwalt, lassen einen passenden Vertrag aufsetzen und können sich vor allem ohne Zeitdruck erst mal entspannt ihren Hochzeitsvorbereitungen widmen.

Damit wäre dieses Thema also erledigt, sehr viel mehr habe ich heute aber auch nicht gemacht, denn mit Fahrtzeit waren wir für diesen Besuch fast zwölf Stunden unterwegs - das heißt also, der Tag ist schon vorbei und was ich mit der Nacht jetzt mache, kann ich mir ab sofort überlegen
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Samstag, 17. Januar 2026
Haus gemessen
Der Plan heute war, dass wir früh aufstehen, um endlich mal wieder auf den Flohmarkt zu gehen, vor allem auch, weil wir einen Stapel an Dingen hier liegen hatten, die wir dort abgeben wollten.

Das mit dem früh aufstehen gelang so mittel, aber immerhin noch früh genug als dass wir rechtzeitig am Flohmarkt angekommen wären, wenn der heute nicht ausgefallen wäre, weil die blöden Fußballer ihren Parkplatz selber brauchten. Hatte ich vorher natürlich nicht nachgeschaut.

Nun denn, so gingen wir direkt zu Teil 2 des Tagesplans über: Wir fuhren nach Rheda, weil wir dort alle Wände einmal selber und genau nachmessen wollten, um das Angebot des Putzers, das wir inzwischen bekommen haben, kontrollieren zu können.
Der hat nämlich anhand der Pläne des Architekten kalkuliert und irgendwie haben wir das Gefühl, dass nach diesen Plänen unser Haus locker 20% größer sein müsste als es in echt ist.

Deshalb wollten wir selber messen.

Als wir in Rheda ankamen, war strahlender Sonnenschein und mit 12°C fühlte es sich schon fast wie Frühling an.
Wir gingen mit dem Hund eine Runde und erkundeten schon mal unsere künftigen Gassirouten.

Wir schlugen einen großen Bogen und kamen von der Hinterseite wieder zum Haus zurück, da ist keine Autostraße, wohl aber ein Fußweg und so konnte ich das Haus von der anderen Seite des Sees fotografieren, also des Sees, den wir sonst vom Küchenfenster aus sehen.

Haus mit See im Vordergrund

Der See selber ist eingezäunt (weil es eigentlich ja nur ein Regenrückhaltebecken ist, aber wie hört sich das denn an, selbstverständlich nennen wir das Gewässer See) und wenn man an diesem Zaun entlangläuft, kommt man direkt hinter unserem Haus wieder an.

Haus vom Wanderweg aus fotografiert

Dass mit dem Messen und den Maßen notieren war dann komplizierter als wir uns das vorher vorgestellt hatten, wir machten es nachher so, dass wir jede Wand fotografierten (mit dem iPad) und dann die Maße direkt auf das Foto schrieben. Im Ergebnis sieht das jetzt so aus

Das Haus wird Wand für Wand nachgemessen

Welche Wand zu welchem Raum gehört erkennt man nur im Zusammenhang der Bilder, wir müssen jetzt die Maße in Ruhe in die Pläne übertragen.

Insgesamt dauerte das deutlich länger als gedacht, nach zwei Stunden hatten wir den Keller fertig, aber der Lasermesser hatte auch fertig, der brauchte neue Batterien und wir waren inzwischen gut durchgefroren, wir brauchten erst mal frische Wärme.

Das Haus ist ganz offensichtlich sehr gut isoliert, denn drinnen und vor allem im Keller war es deutlich kälter als draußen.

Also fuhren wir einkaufen, wärmten uns bei Lidl ausführlich auf, fuhren wieder zurück zum Haus, maßen das Obergeschoss aus und dann wurde es schon dunkel und wir hatten auch keine Lust mehr. Erdgeschoss wird erst demnächst gemessen
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Freitag, 16. Januar 2026
Tag ohne Plan
Heute wurde ich den gesamten Tag über von einer seltsamen Unruhe begleitet. Ich wusste nicht so genau, was ich überhaupt wollte, wozu ich Lust hatte, was ich mir vorgenommen hatte, was wichtig gewesen wäre, alles verschwommen und ungreifbar.
Ich hatte irgendwie überhaupt keinen Plan für den Tag und machte deshalb überwiegend Pause und wartete auf eine Eingebung.

Kochen musste ich nichts, es gab noch Suppe von Vorgestern, dazu ein paar Scheiben Baguette mit Frischkäse und schon waren wir beide so satt, dass wir erst mal ein Schläfchen machten.

Dann fiel mir ein, dass meine Freundin Geburtstag hat und dass die sich sicher über eine Karte freuen würde. Ich hatte nur überhaupt keine Idee, was für eine Art Karte ich machen könnte.
Außerdem habe ich auch einige persönliche Weihnachtskarten bekommen, die möchte ich gerne beantworten, mal wieder in die Kartenproduktion einzusteigen lohnt sich also, alles, was mir fehlte, war Inspiration.

Also habe ich erst mal im Stempelzimmer aufgeräumt, dabei festgestellt, dass viele meiner Acrylfarben eingetrocknet sind und jammerte darob leise vor mich hin. Knapp benutzt man sie mal 18 Jahre nicht, schon sind sie beleidigt eingetrocknet, zickiges Zeug.

Dann fand ich aber eine ungeöffnete Tube Schwarz, die funktionierte noch und außerdem fand ich eine vom Hund angefressene Garnrolle, die ich wieder in einen einigermaßen ordentlichen Zustand brachte und damit begann ich dann eine ganze Reihe von Hintergründen aus Fadenmalerei herzustellen.

Als ich mich, meinen Arbeitsplatz und den Fußboden gründlich mit schwarzer Farbe eingekleckert hatte, waren aber auch gut 10 Hintergrundkarten fertig, damit kann ich morgen weiterarbeiten, dazu fällt mir jetzt bestimmt was ein
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