anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Sonntag, 11. Januar 2026
Akuter Anfall von Winterschlaf
Vorherrschendes Gefühl in diesem Haushalt heute: Müde!

Wir waren alle beide ganz ungemein müde, zum Glück war der Hund auch sehr müde, das war praktisch, denn so haben wir alle drei einfach unendlich viel geschlafen.

Erst bis 10h morgenn ein Mittagsschläfchen von 12h-13h (wobei wir um 10h nicht aufgestanden sind, sondern einfach nur lesend im Bett lagen), dann haben wir uns langsam fertig gemacht und am Nachmittag haben wir uns sogar zu einem Spaziergang aufgerafft.
Wenigstens einmal am Tag muss auch ein müder Hund ein wenig bewegt werden.
Den ursprünglichen Plan, den Weg von gestern zu wiederholen und wieder am Strand lang bis ins Dorf zu laufen, haben wir schon am Strandaufgang verworfen, denn dort war Wind. Kein Sturmwind, aber doch genug um den Aufenthalt am Strand kalt und ungemütlich zu machen.

Ohne Wind sind auch Minustemperaturen im zweistelligen Bereich gut auszuhalten, aber mit Wind fühlen sich schon 0°C an wie "boahistdasscheisskalthierichwillrein".

Heute war also wieder Wind und wir gingen deshalb auf dem direkten Weg zum Onkel und verabschiedeten uns, denn morgen wollen wir trotz schon wieder neu eintreffender Wetterwarnungen wirklich aufs Festland fahren.

Das mit dem Eisregen und der gefrierenden Nässe soll aber vor allem Vormittags ein Problem sein, wir werden erst gegen 12h in Eemshaven sein und ich hoffe, dass dann das Schlimmste schon vorbei ist. Sonst fahren wir halt langsam und pumpen jede Stunde ein bisschen den Reifen auf.

Denn K hat sich in die funkelnagelneuen Reifen gleich als erstes eine Schraube eingefahren, dadurch verliert der eine Hinterreifen jetzt kontinuierlich Luft, aber wir haben eine akkubetriebene Reifenpumpe dabei, der dicke Akku ist schon geladen und dann pumpen wir unterwegs halt mehrfach nach. Wird schon klappen.

Am Abend haben wir schon den größten Teil des Hauses abreisebereit gereinigt, alles ist gründlich gestaubsaugt und gewischt, die Küche auf Hochglanz poliert und der Rest des Hauses gut aufgeräumt.
Ich habe zu Weihnachten einen Besserwischer bekommen, einen Staubsauger mit Wischmopaufsatz. Ich wollte genau dieses Gerät haben, weil ich den Namen so schön finde und ich bin jetzt, nach dem ich inzwischen schon zweimal damit gewischt habe, sehr begeistert von diesem Teil, plötzlich macht Bodenwischen richtig Spaß.

K muss morgen extra früh aufstehen, weil er noch zum Baumarkt am Hafen muss und die Bestellung der Gartenzäune endgültig klären und abschließen, das hat er am Freitag vergessen, also hat er morgen vor der Abfahrt noch einen Zusatzjob
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Samstag, 10. Januar 2026
Strand, Schnee, Spaziergang und Fladenbrot
Elli hatte sich hier heute komplett verzogen, es war sozusagen windstill und bei +1°C begann der Schnee schon langsam wieder zu tauen.

Die Bürgersteige waren meist gut geräumt, die Straßen dagegen von einer komplett festgefahrenen Schneeschicht bedeckt und stellenweise noch richtig glatt. Als wir am Abend vom Onkel nach Hause liefen, waren wir komplett alleine unterwegs, es gab nirgendwo irgendein Geräusch, dafür roch es intensiv nach Kaminfeuer. Eine schöne Atmosphäre war das.

Straßen mit Schnee

Überhaupt nicht glatt war es am Strand, da hatte Elli gestern die Schneeschicht komplett mit Sand abgestreut, das sah witzig aus.
Wenn man drüberlief, dann hinterließ man weiße Schneespuren im Sand, eben weil unter dem Sand Schnee war.

Auf dem Strand wurde Sand über den Schnee gestreut

Leuchtturm im Schnee war auch ein schönes Motiv, überhaupt machte der Spaziergang heute wegen der Windstille viel Spaß.

Leuchtturm im Schnee

Am Abend gab es gefüllte Fladenbrote, wir hatten noch Ofengemüse als Rest, eine perfekte Füllung für die Brote.
Als erstes gießt man geschlagenes Ei als Omelett in die Pfanne, lässt es stocken, legt das Fladenbrot obendrauf, wendet das Ganze, gibt die Füllung auf die Omelettoberfläche, klappt alles einmal zusammen und wartet, bis der Käse geschmolzen ist.

Gefüllter Fladen

Ist schnell gemacht, eine gute Resteverwertung, aber auch sehr mächtig, man braucht viel Hunger, wenn man eine komplette Portion aufessen möchte
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Freitag, 9. Januar 2026
Küchenaufteilung
Bixa ist es ausdrücklich untersagt, sich ohne konkrete Aufforderung aufs Sofa zu setzen.
Das respektiert sie natürlich auch, zumindest wenn noch jemand im Raum ist, der den Verbotsübertritt bemerken und ahnden könnte.

Manchmal passiert es ihr aber, dass sich das Sofa einfach so unter sie schiebt, sie kann dann wirklich nichts dafür, das war das Sofa, das hat von hinten gedrängelt, was soll sie tun, aber sie sitzt da nicht drauf, ist doch klar.

Bixa sitzt nicht auf dem Sofa

Und so sitzt sie mit vollkommen ruhigem Gewissen nicht auf dem Sofa und schaut sich die Gegend an.

Sonst noch:
Wie erwartet war hier von einem dramatischen Schnee- oder Unwettersturm wenig zu bemerken. Es weht ganz ordentlich, das schon und der Wind ist eiseeisekalt, außerdem hat es auch wieder neu geschneit, aber nur in überschaubaren Mengen.
In Summe nichts, was stundenlange Wettersondersendungen samt aller entsprechenden Warn- und Vorsichtsmaßnahmen rechtfertigen würde. Aber auf dem Festland war offensichtlich mehr los, so dass wir mit der Entscheidung, da heute nicht durchzufahren, sehr zufrieden sind.

K hat eine kurze Runde mit dem Hund gedreht, ansonsten waren wir nicht vor der Tür.
Am Nachmittag haben wir uns mit der Feinplanung der Küche in Rheda beschäftigt, Aufteilung der Schränke usw.
Dazu haben wir uns genau angeschaut und gemessen, wie sich das hier in dieser Küche anfühlt, haben überlegt, wo wir was hinräumen wollen, was wir mindestens brauchen und an welchen Stellen wir uns luxuriös ausbreiten können.

Grundsätzlich ist mir klar, dass die neue Küche riesig sein wird - und trotzdem habe ich sie im Geiste jetzt schon ziemlich vollgeräumt. Ich glaube "zuviel Platz" in einem Satz als beschreibung einer Küche ist eine contradictio in adiecto
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Donnerstag, 8. Januar 2026
Wetterkapriolen und Gummistiefel
Das Wetter ist echt seltsam, die Riesenschneemengen, die hier gestern runterkamen und sich an einigen Stellen zu hohen Bergen auftürmten, die sind heute zu 90% weggetaut. Aber das dramatische Schneeunwetter, vor dem auf allen Kanälen gewarnt wird, das soll ja auch erst morgen einsetzen.
Auf meinem Handy kamen mindestens vier Wetterwarnungen an, der NDR brachte eine Sondersendung, in Niedersachsen ist schulfrei und in Emden stellen sie die Fertigung im VW-Werk ein. Außerdem wurden für morgen zwei Fähren abgesagt.

Dass bei Sturmflut der Fährverkehr nur eingeschränkt funktioniert, gilt eigentlich nur für die anderen Ostfriesischen Inseln, Borkum ist komplett tidefrei erreichbar, weshalb die Fähren eigentlich immer fahren.

Außer, sie gehen unterwegs kaputt, das ist neulich auch mal passiert, da dauert die Überfahrt dann halt etwas länger. In diesem Fall so lange, wie die Mannschaft brauchte, das Schiff wieder manövrierfähig und fahrbereit zu bekommen. Ist ihr aber gelungen, ein Ausborden auf einen Rettungskreuzer oder so blieb den Fahrgästen immerhin erspart.

Jetzt hat die AG Ems für morgen aber zwei Fähren abgesagt und das verunsicherte mich dann doch.
Eigentlich nehme ich all diese offiziellen Wetterwarnungen nicht mehr ernst. Wenn jemand ständig schreit: Der Wolf kommt - aber dann kommt er nie, na, dann reagiert man eben irgendwann nicht mehr.
Aber wenn sogar die AG Ems Fähren absagt, hmmm, vielleicht ist das Wetter morgen dann doch nicht so perfekt, um genau morgen quer durch Niedersachsen bis ins Münsterland zu fahren?

Wir hatten nämlich eigentlich geplant, morgen zurück aufs Festland zu wechseln, aber nach all diesen Warnungen und dem Bohei um Sturmtief Elli haben wir jetzt umgebucht und fahren dann doch erst Montag.

Heute habe ich dafür dann noch erfolgreich die Übergabe aus einem Kauf bei Ebay-Lokal erledigt und ab sofort haben unsere Zahnbürsten Gummistiefel.

Zahnbürstenhalter

Nur durch Zufall entdeckte ich im Dezember, dass Ebay die separate Plattform "Ebay-Kleinanzeigen" zwar verkauft hat, weshalb die jetzt nur noch Kleinanzeigen heißt, dass sie das Geschäft mit dem lokalen Verkauf aber keineswegs drangegeben haben, sondern jetzt einfach in die normale Ebay-Webseite integriert haben.
Dort gibt es nämlich, wenn man genau hinschaut und ein bisschen sucht, einen Button, der "Lokal" heißt - und wenn man den anklickt, bekommt man nur Angebote aus dem eigenen, regionalen Umfeld, die man selber abholen kann.

Ich fand das spannend und habe natürlich sofort geschaut, was auf Borkum so alles angeboten wird. Ist ja im Grunde so wie Flohmarkt: Man sucht nicht nach einem konkreten Artikel, sondern lässt sich überraschen von dem, was man kaufen kann.
Gefunden habe ich dabei noch vor Weihnachten diese Gummistiefelzahnbürstenhalter, angeboten von einem Verkäufer zur Abholung auf Borkum.
Weil ich die prima fand, habe ich dem Verkäufer einen Preisvorschlag gemacht, den er akzeptierte (4€), dann habe ich angefragt, wo ich sie abholen könne und dann schrieb er mir, er sei grade in Hamburg und komme erst am 7.1. wieder nach Borkum.

Gestern, am 7.1. meldete er sich dann wieder und sagte, er käme erst heute auf die Insel und wir könnten uns dann ja am Freitag im Dorf treffen.
Das passte mir nicht, weil ich da noch davon ausging, dass wir am Freitag selber aufs Festland fahren und bat um einen Termin am Donnerstagabend. Seine Antwort: "Okay, Donnerstagabend um 20h bei Lidl auf dem Parkplatz."

Ich fand das zwar ziemlich seltsam, denn warum gibt er mir nicht einfach seine Adresse und ich komme direkt bei ihm zu Hause vorbei, aber nun denn, wenn er ein konspiratives Treffen bei Lidl auf dem Parkplatz vorzieht, so sei es drum.
Weil ich mir Sorge machte, wie wir uns erkennen, denn die Gummistiefel sind zwar gelb, aber nicht so groß, dass man sie von weitem als Erkennungszeichen nutzen könnte, sagte ich ihm, dass wir einen dunkelblauen VW-Bully fahren, der Leroy heißt.

Das stellte sich als praktisch heraus, denn als wir um Punkt 20h bei Lidl auf den Parkplatz fuhren, wartete dort schon ein Mann und kam dann mit einem Karton in der Hand direkt auf uns zu.

Unterm Strich hat also alles perfekt funktioniert, der Mensch war sehr nett und sehr freundlich, meine Zahnbürsten fühlen sich wohl in ihren neuen Gummistiefeln und weil ich eh schon einmal da war, konnte ich auch gleich noch ein paar Dinge bei Lidl einkaufen, aber ein bisschen skurril fand ich diese Übergabeaktion auch
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Mittwoch, 7. Januar 2026
Eingeschneit
Das mit dem Schnee ist heute dann ja wohl mal richtig eskaliert. Rund 30cm sind wirklich eine beachtliche Menge, vor allem hier für die Insel.

Der Hund fand es zunächst noch witzig, als sie in den Garten sprang, ging ihr der frische Schnee fast bis zum Bauch und sie machte einige hohe Hüpfer, freute sich, wie es staubt und begann immer schneller im Kreis zu rasen. Dann sah sie die fallenden Schneeflocken und versuchte, sie zu fangen und zu fressen, so war sie eine Zeitlang beschäftigt, bis ihr schlagartig kalt wurde und sie mit vollem Speed wieder ins Haus schoss.
Alles etwas extremer heute.

Ich war heute noch nicht mal bis zum Gartenschuppen vor der Tür - ich hätte mir Stiefel anziehen müssen und dazu war ich zu bequem, zum Glück war K dazu aber bereit, sonst wäre es kalt geworden, wir brauchten nämlich frisches Brennholz aus dem Schuppen.

Zum Abend hin frischte der Wind auf, jetzt bläst es draußen so doll und so eisig kalt, dass man das Gefühl hat, man ist am Nordpol, es ist auf das äußerste ungemütlich.

Weil ich nur im Haus war, habe ich ein wenig housekeeping gemacht und überall gestaubsaugt, Wäsche gewaschen und das Bad geputzt. So ein sauberes Haus fühlt sich sofort frischer an.

Am Computer habe ich mich erst mit Buchhaltung beschäftigt und dann beschlossen, mein Depot neu zu allokieren. Die Börsen steigen und steigen, es ist wahrlich unheimlich, aber einige meiner Anlagen laufen deutlich schlechter als der Durchschnitt und deshalb habe ich jetzt beschlossen, alle Fonds, die sich in den letzten fünf Jahren kaum bewegt haben, zu verkaufen und dafür lieber andere Produkte zu kaufen, von denen ich mir mehr verspreche.

Zu dem Zweck habe ich mich mal wieder ausgiebig mit der Analyse von ETFs und Fonds beschäftigt und dabei bemerkt, dass sich im letzten Jahr viele Bewertungen verschoben haben, dass aber ausgerechnet die, die ich jetzt loswerden will, immer noch mit fünf Sternen ausgezeichnet sind. Ich frage mich deshalb ernsthaft, ob diese Finanzbewertungssterne käuflich sind
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Dienstag, 6. Januar 2026
Too much information
Als ich meinen Westfalenmann kennenlernte, sagte er mir, dass er es es für unabdingbar hält, regelmäßig wenigstens eine Tageszeitung zu lesen.
Menschen, die keine Zeitung lesen, wären grundsätzlich nicht richtig informiert und bekämen viele wichtige Dinge nicht mit.

Er selber las früher drei-vier verschiedene, heute mindestens noch zwei ausführlich und zwei-drei weitere kursorisch.

Ich glaube, ich habe in meinem Leben vielleicht 100x eine Tageszeitung komplett durchgeblättert - früher noch analog, wenn ich durch Zufall irgendwo eine Tageszeitung in die Finger bekam, heute wische ich ab und zu (vielleicht einmal im Jahr, wenn mir sehr langweilig ist) auf dem iPad durch eine der Tageszeitungen, für die ich einen digitalen Zugang habe. (Nicht selbst bezahlt, natürlich, sondern über weitergegebene Zugangsdaten, was mir keinerlei schlechtes Gewissen macht, da ich sie ja üblicherweise nicht benutze.)

Was ich sagen will: Ich lese keine Tageszeitungen, obwohl ich es theoretisch könnte. Habe ich aber noch nie getan, denn es gelingt mir nicht, ich finde den allermeisten Kram, der da drin steht, unsäglich uninteressant, langweilig, schlecht geschrieben und vor allem redundant, so dass ich mich beim Lesen schon innerlich weigere, so etwas zu lesen, was das Vorhaben "Zeitunglesen" unweigerlich zum Scheitern bringt.

Gleichzeitig bin ich aber auch der festen Überzeugung, dass die Quellen, aus denen ich meine Informationen beziehe, ausreichen, um mir alle wichtigen Informationen mundgerecht anzureichen und ich gleichzeitig ein gut funktionierendes Gespür dafür entwickelt habe, bei welchen Informationshäppchen es sich lohnt, aktiv hinterherzurecherchieren.

Meine Hauptinformationsquelle sind Überschriften. Ich behaupte, dass die wesentliche Nachricht in 80% der Fälle ausreichend durch die Überschrift transportiert wird. Deshalb lasse ich mir auch von vielen verschiedenen Nachrichtendiensten/Zeitungen Push-Nachrichten aufs Handy schicken. Wichtige Nachrichten (Trump überfällt Venezuela) greifen alle Medien auf, dazu bekommt man 20x die gleiche Pushnachricht von 20 verschiedenen Diensten, da muss man sich dann nicht weiter drum kümmern, bei solchen Themen verfolgen einen die entsprechenden Informationen eh überall.

Überschriften, die nur eine Zeitung hat, klicke ich dagegen ab und zu gezielt an, weil ich mir davon interessante Infos zu einem speziellen Thema verspreche. (Das Problem von Wärmepumpen im Winter)

Außerdem verfolge ich (einige) Links zu Zeitungsartikeln, die mir in Blogs oder Newslettern empfohlen werden und ich habe das Gefühl, dass ich damit ausgesprochen breit und gut informiert durchs Leben komme.

Weshalb ich das jetzt so ausführlich beschreibe? - Weil ich es interessant finde, dass in den Blogs und Newslettern, die ich verfolge, immer häufiger das Thema behandelt wird, dass Leute aktiv keine Nachrichten mehr wahrnehmen wollen, weil alles immer nur noch schrecklicher wird um uns herum.

Spontan erinnert mich das an so ein Kleinkindverhalten: Finger in die Ohren und laut lalala singen, dann kriegt man keinen Ärger.

Gleichzeitig stelle ich aber auch für mich fest: Infos über alles, was Herr Trump so treibt, ignoriere ich genauso wie alles, was Herr Putin so macht und andere Gegenden der Welt, wo sich die Menschen prügeln. Ich bekomme die Überschriften per Push-Nachricht auf mein Handy, schaue inzwischen aber kaum noch hin, weil es ja doch immer dasselbe ist und igendwann ist man eben einfach abgestumpft. Da werden mir selbst die Überschriften schon zu viel und dann frage ich mich: Liest das überhaupt noch irgendwer?

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Montag, 5. Januar 2026
Nichts tun
Das Wetter ist für meinen Geschmack gleichbleibend ungemütlich, Schnee war noch nie etwas, was ich besonders favorisiert hätte, aber da ich verreisen noch schrecklicher finde, muss ich wohl damit leben, dass derzeit an den Standorten, an denen ich mich üblicherweise aufhalte, überall Schnee liegt.

Die Gassirunden erledigt K alleine (also alleine mit Hund), ich bin sehr froh, wenn ich nicht vor die Tür muss.
Der Hund ist bei dem derzeitigen Wetter allerdings auch mit kurzen Gassirunden zufrieden und sichtbar froh, wenn sie wieder im Warmen ist.

Laut Müll-App (und auch laut Online-Plan) sollte heute der Papiermüll abgeholt werden.
Wurde er aber nicht, die blaue Tonne steht immer noch randvoll und zugeschneit an der Straße - ich lasse sie dort jetzt einfach stehen, irgendwann wird hoffentlich mal ein Müllauto hier vorbeikommen und sich erbarmen.

Einkaufen waren wir heute nicht - seitdem die Feiertage vorbei sind und ich jeden Tag und jederzeit wieder so viel einkaufen kann, wie ich will, ist mein Drang verflogen und ich finde es gemütlicher, einfach im Schlamperlook zu Hause zu bleiben.

Ansonsten feiere ich jeden Tag mehrfach die Tatsache, dass ich wirklich nirgendwohin mehr fahren muss, wenn ich keine Lust habe. Die Vorstellung, ich müsste bei diesem Wetter aufs Festland und mich dort mit dem Auto durch das Verkehrschaos wühlen - entsetzlicher geht es kaum
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