anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Donnerstag, 3. April 2025
Dacharbeiten vergeben, Fliesen ausgesucht und angespargelt
Um 11h hatten wir heute einen Termin mit der mindestbietenden Firma für die Zimmermann- und Dachdeckerarbeiten und wenn ich zunächst Sorge hatte, ob die mindestbietende Firma auch wirklich die beste Firma für uns sei, so verflog diese Sorge in dem Gespräch komplett und ich bin sehr zufrieden, dass wir dieser Firma jetzt den Zuschlag erteilt haben.

Der Chef der Firma war selber da, er ist Zimmermannmeister und Dachdeckermeister, 29 Jahre alt, hat die alteingesessene Firma letztes Jahr von seinem Vater übernommen und machte einen wirklich rundum kompetenten und vor allem auch engagierten und mitdenkenden Eindruck.

Grade weil unser Bau so viele individuelle Besonderheiten und damit auch technische Herausforderungen aufweist und weil das begleitende Architekturbüro als kleines Zwei-Mann-Büro nicht die fachlichen Ressourcen hat wie ein Großbüro mit Experten für jedes Sonderdetail, so ist es für uns besonders wichtig, dass alle beteiligten Handwerker selber mitdenken und nicht einfach nur stur nach vorgegebenem Plan ausführen.

Dieser Zimmermann-Dachdecker gefiel mir heute genau deshalb so gut, weil er bereits beim ersten Gespräch aktiv Verbesserungsvorschläge machte und die schwierigen Details sofort erkannte.
Er fragte gezielt nach, wo unsere Prioritäten liegen, was uns mehr und was nicht so wichtig ist und gab sich viel Mühe, ein Gefühl für den Bau und die gewünschte Atmosphäre zu bekommen, um sich vor diesem Hintergrund nun ausführlich Gedanken zu machen, wie die noch offenen Problempunkte am sinnvollsten gelöst werden können.

Dadurch, dass wir Zimmermann- und Dachdeckerarbeiten an eine Firma vergeben, müsste es auch hoffentlich gut mit dem Timing und dem "Aufeinanderabstimmen" funktionieren, wir haben bei dieser Firma jetzt alle beide ein gutes Gefühl.

Anschließend fuhren wir zum Fliesenleger und suchten die noch nicht final festgelegten Fliesen für den Keller, die Garage und die Bäder aus. Wir wollten für den Keller gerne Fliesen mit Holzoptik und die Firma hatte jetzt extra für uns mehr als zehn verschiedenen Holzoptik-Musterfliesen bestellt.

Am Ende entschieden wir uns für diese:
Kellerfliesen
Die gemusterten Fliesen kommen in die Waschküche, ich finde, die passen da besser als ein Holzoptikboden.

Nach diesen zwei sehr erfolgreichen Terminen fuhren wir noch kurz Einkaufen (das Auto musste geladen werden) und weil das Angebot in der Gemüseabteilung so verlockend aussah, haben wir heute zum Abendessen angespargelt.
Wir haben angespargelt

Ich mag grünen Spargel viel lieber als weißen und am liebsten einfach in Olivenöl auf der Teppanyakiplatte gebraten, dazu gab es Ofen-Kartoffelspalten, ein richtig frisches Frühlingsessen
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Mittwoch, 2. April 2025
Zwei Tage Finanzmarktkonferenz
Nach zwei Tagen Frankfurt bin ich eben erst wieder nach Hause gekommen, in der Kurzzusammenfassung kann ich aber schon mal festhalten, dass mir die zwei Tage sehr gut gefallen haben.

Eigentlich ist das eine Konferenz nur für institutionelle Investoren und seit dem ich nur noch Privatinvestor bin, gehöre ich da ganz klar nicht mehr hin. Aber wenn man einmal auf der Teilnehmerliste steht (und ich habe letztes Jahr schon gesagt, dass ich mich über eine Einladung für dieses Jahr sehr freuen würde), wenn man also einmal gelistet ist, dann kann man sich auch nach dem Ausscheiden aus dem beruflichen Umfeld noch weiter dort einschmuggeln.
K habe ich gleich mit eingeschmuggelt, wir hatten deshalb gemeinsam zwei wirklich interessante Tage.

Neben deutschen Finanzgrößen wie Axel Weber oder Veronika Grimm waren auch einige internationale Stars als Redner dort, ich fand es sehr interessant, die verschiedenen Sichtweisen aus den unterschiedlichsten Perspektiven so direkt nebeneinander vorgetragen zu bekommen.

Geschwänzt haben wir den Galaabend, weil wir nicht mehr Netzwerken müssen (bester Vorteil überhaupt am Privatierdasein).
Da wir im Hotel von einem einfachen Doppelzimmer auf eine echte Suite upgegradet worden waren, haben wir stattdessen den Abend höchstzufrieden in der Suite auf dem Sofa vorm Fernseher verbracht, die passende Getränkebegleitung hatte ich vorher aus der Konferenzverpflegung mitgehen lassen und aufs Zimmer geschmuggelt. Ein Paket mit Nüssen und Salzstangen hatte ich in weiser Voraussicht von zu Hause mitgenommen.

Die Hotelbetten waren grundsätzlich gut und groß, aber gelernt habe ich, dass ich auf keinen Fall eine zweigeteilte Matratze mit Ritze haben möchte, wenn wir für Rheda ein neues Bett kaufen. Wie lästig ist denn bitteschön so eine Ritze?

Und eine zweigeteilte Bettdecke will ich auch nicht. Jetzt haben wir eine 2m x 2,20m große Bettdecke und das ist perfekt. Wie sind beide sehr zufrieden damit. In dem Hotelbett hatte jeder eine Bettdecke von 1,35m x 2m, in Summe also mehr Decke, aber irgend ein Körperteil guckte bei mir ständig raus und es war ungemütlich und zog oder war zu warm oder zu kalt oder zu einsam, kurzum, ich möchte bitte immer nur ein Bett mit einer Matratze und einer Zudecke, alles davon einfach nur groß genug.

Auf dem Rückweg haben wir in Eschborn in einem Gewerbepark einen Zwischenstopp eingelegt, da gibt es nicht nur Lidl und Aldi und einen Riesenmarkt namens Globus, sondern auch einen Tesla-Supercharger und um nach Hause zu kommen, musste das Auto erstmal geladen werden.
Praktischerweise kann man während das Auto lädt sehr bequem einkaufen gehen, wir gingen zunächst zu Lidl, weil ich da weiß, was es gibt, was ich davon mag und was ich haben möchte. Als die wichtigen Einkäufe erledigt waren, war das Auto immer noch mit Laden beschäftigt, also schlug ich vor, dass wir zu Globus gehen, das kenne ich nicht und dann bin ich immer extra neugierig.

Globus ist ein Riesensupermarkt, wo es nicht nur alles gibt, sondern alles auch in mindestens 17 Ausführungen, deshalb ist der Markt auch so gigantisch groß.
Für mich aber auch gigantisch überflüssig, denn ich kann von allem ja immer nur eines gebrauchen, die anderen 16 Varianten sind für mich also nutzlos. Warum brauche ich ein Regal, wo es 17 (oder mehr) verschiedene Sorten von Leberwurst gibt? Ich weiß, welche ich mag, von mir aus kann der Laden noch Auswahl im Stil von "grob/fein/mit Zutaten" anbieten, aber dann ist es auch gut, mehr braucht es aus meiner Sicht nicht. Die zusätzlichen 16 Varianten machen das Einkaufen nur umständlich und anstrengend.

Ich bin deshalb sehr zufrieden mit dem Angebot von Lidl, alles, was es dort nicht gibt, kaufe ich dann einmal im Monat in so einem Superriesenladen - aber öfter hätte ich keine Lust, da durch die Gänge zu irren
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Dienstag, 1. April 2025
Über Fächer
Da ich gebeten wurde, heute hier einen Text zu verfassen, aber leider keinen Geisteblitz hatte worüber, gibt es ein besonderes Konzept: Einer der zig geschriebenen, aber unveröffentlichten Texte meiner Mutter wird von mir kommentiert.
Eine Art nicht-öffentlicher Pre Print


Der Text handelt von Schulfächern.
Schon immer war meine Mutter sehr begeistert davon, dass sie Physik und Chemie abgewählt hat. Ich glaube, das ist mit eine ihrer Lieblingsgeschichten.
Meine Vermutung ist ja, dass sich die Geschichte irgendwie verselbstständigt hat. Wenn man nämlich versucht, ihr Dinge zu erklären, die genau so eindeutig und logisch sind wie die Mathematik, die sie so liebt, dann stößt man nur auf polterndes Unverständnis.
Wobei, das war schon immer einer ihrer Lieblingssätze: "Brauch ich nicht! Kenn ich nicht! Will ich nicht!". Das hab ich sie bestimmt hundertmal sagen hören (vielleicht auch, weil sie mich damit nachgemacht hat).

Ich dagegen habe Chemie abgewählt, weil ich es verstanden habe.
Unsere Gründe sind also im Prinzip die gleichen, aber ich kann mit einem wohligen Gefühl der Überlegenheit sagen, dass ich mir das erarbeitet habe.


Was ich dagegen schon früh in der Schule abgewählt habe war Kunst und Musik. Das geht schon in der 5. Klasse, wissen die meisten nur nicht (Schulbehörde inklusive). Aber doch, wirklich, das geht, man muss es nur konsequent durchziehen. Irgendwann werden sie mürbe und lassen einen in Ruhe.

Warum Kunst und Musik, zwei Themen, deren unbestritten einziger (!) Sinn und Zweck ist, Freude zu bereiten, Pflichtfächer sind hat sich mir nie erschlossen.
Ich bin definitiv dafür, dass man die Option hat das zu lernen, wenn man will. Aber warum es Pflicht ist erschließt sich mir nicht.
Ein Gegenargument, was ich da mal gehört habe, ist: "Die Kinder wissen doch gar nicht ob ihnen das Spaß macht!"
Was natürlich doppelt überzeugt, weil 1. sollte man Leute zu ihrem Glück zwingen und 2. kann man sowas nur nach 7-8 Jahren Zwang herausfinden. Is klar.


Ein anderes Fach, was mich persönlich nie überzeugt hat, ist Latein.
Meine Mutter schwört ja auf Latein.
Sie behauptet steif und fest, dass man andere Sprachen viel besser lernen kann, wenn man Latein erstmal als Grundlage gelernt hat. Spanisch, Italienisch, Französisch - alles viel leichter.

Wieso nicht stattdessen direkt Französisch lernen und das dann als Grundlage für die anderen Sprachen verwenden und sich die Zeit mit Latein sparen?
Außerdem habe ich ja Latein nur über meine Englischkenntnisse mühsam bestanden - vielleicht liegt das ja darin, dass in Englisch noch französische Überreste enthalten sind...


Zu Geschichte und Erdkunde verliert meine Mutter auch noch ein paar Sätze. Sie kritisiert die "Auswendiglernerei".
Das finde ich interessant, ich habe diese Fächer nie als auswendig-lernen empfunden.
Viel eher waren Geschichte, Politik, Erdkunde, Religion und auch Deutsch am Ende im Prinzip das selbe Fach:
Lies einen Text, fass ihn gut zusammen, erkläre die Argumente und nimm kritisch Stellung.
Immer wurden die gleichen Softskills abgefragt - Textverständnis, Kontextualisierung und Kritischer Blick. Jedes Fach hatte natürlich seinen eigenen Flavour, aber das bisschen Wissen eignet man sich nebenbei an und darauf kam es auch nie an.

Ich kann das deshalb mit so einer Gewissheit sagen, weil ich nachweislich das Spiel "Schule" am Ende besiegt habe. Seltsamerweise scheinen aber selbst einige Lehrer nicht in der Lage zu sein, ihre eigene Position dahingehend kritisch zu reflektieren:
In einem Essay, den ich im "Seminarfach" (Erfindung des niedersächischen Abiturs) zu exakt diesem Standpunkt verfasst habe, hat die beleidigte Deutsch und Geschichte Lehrerin folgende Anmerkung hinterlassen: "Nein. 5 Punkte"

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Montag, 31. März 2025
Kisten packen und aussortieren
Heute habe ich die ersten beiden Umzugskisten gepackt und beschriftet.
Wenn man irgendwo einzieht, dauert es oft Monate, wenn nicht Jahre, bis man die letzten Kisten ausgepackt hat, dementsprechend normal finde ich es, wenn ich mit dem Kisteneinpacken auch schon jetzt anfange und die fertig gepackten Kisten dann noch ein paar Monate lagere.
Einziges Problem: Wenn man irgendwo einzieht ist der Keller am Anfang üblicherweise leer, man kann also problemlos seine Kisten dort reinstellen, um sie dann irgendwann auszupacken.
Beim Auszug ist der Keller dagegen noch rappelvoll und ich musste erst mal etwas räumen, bis ich eine Stelle fand, wo man die gepackten Kisten lagern kann.

Aber nun stehen da zwei fertig gepackte Kisten voll mit Kochbüchern. Jede Kiste ist so schwer, dass K sie grade eben noch tragen konnte, aber ich habe in der aktuellen Wohnsituation keinen regulären Platz, wo ich diese Bücher unterbringen könnte, außer in einem meterhohen Stapel in einer Ecke des Wohnzimmers, der mir heute spontan derart auf die Nerven ging, dass ich etwas dagegen unternahm. Immerhin werden wir noch rund ein halbes Jahr hier ganz normal wohnen, und außerdem gilt: Was schon gepackt ist, ist erledigt. Mir wird allerdings etwas flau, wenn ich mir überlege, wie viele Bücher es sonst noch in diesem Haushalt gibt, das wird noch ein ganz eigenes Thema, die alle umzuziehen.

Vorgenommen habe ich mir, jeden Tag mindestens eine Stelle im Haus durchzusortieren, sauber zu machen und aufzuräumen.
Gestern haben wir die Kugelschreiber durchsortiert, jeden ausprobiert und nur noch die, die gut schreiben, behalten, alle anderen wurden ausrangiert. Das waren erstaunlich viele, zwei 1l Eiscremeboxen voller Kugelschreiber flogen raus. Ich werde die Flohmarktkochbuchfrau fragen, ob sie die auch haben möchte.
Trotzdem blieben immer noch zwei andere Schalen voller Kugelschreiber übrig, wir müssen dringend etwas gegen die fortwährende Vermehrung dieser Kugelschreiberinvasion unternehmen. Vielleicht hilft es ja schon, wenn man keinem Bürojob mehr nachgeht, dann bekommt man auch keine längst nicht mehr so viele Werbekulis mehr.

Heute habe ich die Kochbuchecke aufgeräumt und die Batterievorräte überprüft und geordnet.
Gefunden haben wir dabei eine uralte Laptopbatterie (von einem Mac, das schränkt den Kreis derjenigen, die sie hier hinterlassen haben, ein), die sich schon wölbte. Ich bin sehr froh, dass wir die gefunden haben, bevor sie explodierte, jetzt ist sie aus dem Haus geschafft und alle anderen leeren Batterien wurden auch gleich entsorgt.

Morgen fahren wir schon morgens sehr früh nach Frankfurt, wo wir bis übermorgen an einer Finanzmarktkonferenz teilnehmen. Das Teilnahmeticket habe ich mir noch über meine ehemalige Tätigkeit erschlichen, weil ich genau diese Konferenz in den letzten Jahren immer sehr, sehr interessant fand. Da die alte Firma es nicht bezahlt, sondern es ein Gästeticket auf Kosten des Veranstalters ist, hatte ich auch wenig schlechtes Gewissen, mich um eine Einladung zu bemühen
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Sonntag, 30. März 2025
Zeitumstellung und Uhren
Dass wir es trotz eines Mehrheitsbeschlusses aller EU-Bürger immer noch nicht geschafft haben, uns auf eine einheitliche und vor allem ganzjährig gleiche Zeit in der EU zu einigen, ist wirklich ein Armutszeugnis.

Als späte Eule bin ich grundsätzlich zwar für die Sommerzeit, aber wenn man nur mit der Winterzeit eine Ganzjahreszeit darstellen kann, dann von mir aus, Hauptsache, diese völlig schwachsinnige Zeitverschiebung zweimal im Jahr hört endlich auf. Ich hasse, hasse, hasse es.

Das liegt vor allem auch daran, dass ich Uhrenfan bin und durch diese Zeitumstellungen zweimal jährlich insgesamt rund 50 Uhren verstellen muss (Greven und Borkum zusammen), es sind nur zwei Funkuhren dabei, der Rest muss manuell verdreht werden. Das ist lästig, weil so ungemein überflüssig und macht deshalb gewaltig schlechte Laune.
Vor allem gelingt es mir nie, in einem Hausdurchgang alle Uhren zu erwischen, als ich heute verkündete, dass ich fertig bin, hatte ich die Küche komplett vergessen, dort hängen drei Uhren. Jetzt, wo ich das schriebe, fällt mir ein, dass Herd und Mikrowelle ja auch eine Uhr haben, die müssen natürlich auch noch umgestellt werden, manno.

Früher waren es noch viel mehr Uhren, die umgestellt werden mussten, denn ich besitze nicht nur 50 Wanduhren, sondern mindestens auch so viele Armbanduhren. Das Einstellen dieser Uhren hat sich dadurch erübrigt, dass ich seit vier Jahren eine Smartwatch trage. All die vielen, teils wirklich wunderschönen Armbanduhren liegen nun einsam und unbeachtet in einer Schublade, aber was soll ich machen, so eine Smartwatch ist einfach praktisch und vor allem sehr bequem, ich möchte sie nicht mehr missen.
Die Hauptaufgabe meiner Smartwatch besteht darin, mein Handy zu finden. Es gibt nämlich einen Knopf an der Uhr, der lässt mein Handy klingeln und die Uhr selber zeigt mir an, wie weit weg es ist, so eine Art Heiß-und-Kalt-Spiel, das ich täglich mehrfach spiele, weil ich mein Handy ständig irgendwo hinlege und dann nicht mehr weiß wo.

Die zweite, wichtige Aufgabe ist das Bezahlen, ich bezahle fast alles mit der Uhr und das ist deutlich bequemer als mit dem Handy, weil ich die Uhr immer zahlbereit am Handgelenk habe, das Handy müsste ich dagegen erst mühsam aus der Handtasche kramen.
Gekauft habe ich mir die Uhr während Corona, weil die Uhr kein FaceID zum Entsperren braucht und ich deshalb auch mit Maske ohne Umstände problemlos damit bezahlen konnte. Das Handy dagegen hat mich mit Maske nicht erkannt und verlangte eine Pin, die aber, je nach Qualität der verwendeten Handschuhe, nur sehr umständlich eingegeben werden konnte, kurz, ich habe mich so über die durch Corona induzierten Probleme beim Bezahlen mit dem Handy aufgeregt, dass ich mir trotz meines bis dahin laut geäußerten Widerstands (so ein unnützes Teil, so teuer, braucht kein Mensch, was soll der Blödsinn etc. etc. pp) so eine Smartwatch zulegte - und sie seitdem nur für eine Stunde täglich zum Laden ablege.

Eine dritte und sehr wichtige Funktion der Uhr ist nämlich auch, dass ich nicht mehr auf mein Handy achten muss (deshalb ist es jetzt ja auch ständig weg, was aber nicht schlimm ist, ich kann es ja anklingeln.)
Wenn ich angerufen werde, kann ich das Gespräch im Notfall auch an der Uhr annehmen, auf alle Fälle bekomme ich von der Uhr ein Signal (sie vibriert leicht und ruckelt an meinem Handgelenk), wenn mich jemand anruft.
Das gleiche gilt für Nachrichten, die ich sogar sofort auf der Uhr lesen und beantworten kann, wenn ich will (zumindest die, die ich dafür freigeschaltet habe), so dass ich keinerlei Bedarf mehr habe, regelmäßig mein Handy zu checken oder es ganz dicht bei mir zu führen. Ich finde das höchst komfortabel und möchte meine Uhr nicht mehr missen.

Praktisch finde ich auch, dass sie auf Sprachbefehle reagiert, ich erstelle mir häufiger mal einen Timer durch Zuruf und wenn der abgelaufen ist, ruckelt es an meinem Handgelenk. Ich kann also problemlos das Zimmer verlassen und im Haus umherwandern, ich kann den Timer nicht verpassen. Im Unterschied zu dem Küchentimer überm Herd, den ich natürlich nicht mehr höre, wenn ich grade im Keller rumkrame.

Das, was mich sozusagen gar nicht oder auf alle Fälle nur sehr untergeordnet interessiert, sind meine Trainingsdaten. Die Uhr zählt natürlich meine täglichen Schritte etc., mir ist das aber völlig wurscht und ich schaue sie mir so gut wie nie an. Ich laufe so viel, wie ich eben laufe, um mich während des Tages durch meinen Alltag zu bewegen, aber sinnloses Laufen, nur um Schritte zu generieren, das käme mir wirklich nie in den Sinn. Seitdem ich denken kann, lehne ich Sport nur um des Sportes willen auf das Schärfste ab. Hätte der liebe Gott gewollt, dass ich laufe, hätte er mich als Pferd gemacht.

Ich trage die Uhr auch nachts und kann dann theoretisch am nächsten Morgen nachschauen, wie gut ich geschlafen habe. Praktisch mache ich das aber nur sehr selten, ich schlafe einfach immer gut, was soll ich da groß hinterherrecherchieren?

Ich weiß ja nicht, wie andere Menschen ihre Smartwatch benutzen, aber die Features, für die diese Uhren am meisten beworben wurden, die nutze ich überhaupt nicht, dagegen sind mir die Möglichkeiten, für die ich die Uhr gezielt brauche, so wichtig, dass ich nicht mehr darauf verzichten möchte.
Und eine weitere, praktische Eigenschaft hat sie natürlich auch noch: Sie stellt sich selbständig auf die grade geltende Zeit ein und sie geht immer genau, damit war diese Uhr heute meine Referenzuhr, als ich durchs Haus lief, um all die anderen Uhren manuell vorzudrehen
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Samstag, 29. März 2025
Normgerecht
Das war heute ein Samstag mit regelkonformem Verlauf.
Wir standen spät, aber immer noch früh genug auf, damit sich ein Flohmarktbesuch noch lohnt.
Mir war das heute vor allem wegen der Flohmarkt-Reverse-Aktion wichtig. Ich hatte knapp hundert weitere CDs eingelesen und wollte sie nun auch loswerden, außerdem standen hier noch diverse CD-Regale, die ebenfalls verschwinden sollten. Ein Samstag mit gutem Wetter war also fest verplant für dieses Vorhaben.

Und, wie gesagt, alles funktionierte genau wie geplant, die Kochbuchfrau freute sich über die CDs samt Regalen, ich freute mich, das Zeug so sinnvoll loszuwerden.
Gekauft habe ich selber heute kaum etwas, es wird auch immer komplizierter, noch etwas zu finden, was mich zum Kaufen reizt, der Aussortiermodus ist schon sehr dominant und wehrt Neuzugänge immer erfolgreicher hartnäckig ab.

Anschließend fuhren wir noch mal auf die Baumesse, weil ich gestern nicht alles ausführlich angeguckt hatte, aber wirklich etwas verpasst hätte ich nicht, wenn wir uns den zweiten Besuch geschenkt hätten, denn im Grunde ist es nachher immer wieder das Gleiche. Aber egal, bin ich heute nach dem Flohmarkt eben mal nicht im Mediamarkt, sondern auf der Baumesse auf Toilette gegangen, das war nämlich auch ein Grund, weshalb wir nicht direkt in den nächsten Einkaufsladen gefahren sind, bei Lidl haben sie keine Besuchertoiletten.

Selbstverständlich erledigten wir am Nachmittag dann auch noch die Samstagseinkäufe, alles so, wie es sich gehört. Jetzt sind die Vorräte wieder aufgefüllt, zum Abendessen gab es Ratatouille und Rösti.
Ratatouille

Am Abend telefonierte ich mit J, der sich freute, dass die Wahrscheinlichkeit, dass demnächst eine kleine Dalmatinerdame bei uns einzieht, schon recht hoch ist und wir unterhielten uns über einen passenden Namen.
J hatte mir ja schon vor Jahren vorgeschlagen, eine Hündin auf alle Fälle "Herrmann" zu nennen, das wäre gendertechnisch so etwas wie ein Salto Mortale und passte deshalb sehr gut zu mir, der es bis heute nicht gelingt, diesen verbalen Emanzipationszirkus ernst zu nehmen.
Andererseits ist es für einen Hund einfacher seinen Namen zu verstehen, wenn der mit einem Knall- oder Explosivlaut beginnt, also mit P oder K oder so etwas. Herrmann mag gendertechnisch perfekt sein, hundetechnisch ist er aber relativ schlecht zu verstehen.

Es wird also wahrscheinlich wieder auf eine Kombination aus Vor- und Zunamen rauslaufen, die Neufundländerin hieß seinerzeit Frau Cleo Patra, für die Dalmatinerin könnte ich mir deshalb einen Namen wie Frau Doktor Herrmann Pixel vorstellen, da ist dann alles drin, was so ein Hund als Name braucht
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Freitag, 28. März 2025
PC-Kram, Baumesse und Airporthotel
Am Vormittag habe ich allerlei Büroarbeiten am PC erledigt, E-Mails mit der Züchterin getauscht, die wir neulich besucht haben und mich gefreut, dass wir jetzt als feste Interessenten akzeptiert und registriert sind, Belege eingescannt, die Buchhaltung aktualisiert und mich über eine Telekomwerbung amüsiert, die mir mitteilt, dass die Kommunikation mit der Telekom jetzt noch einfach wird, ab sofort kann ich die Telekom nämlich auch über WhatsApp ansprechen - und ich frage mich, was ist an WhatsApp einfacher als an einer popeligen E-Mail? Wo genau ist hier der Fortschritt?
Was hat die Telekom für eine Zielgruppe? Muss ich mir Sorgen machen?

Am Nachmittag fuhren wir nach Münster, da ist grade Baumesse und K wollte mit Viessmann reden, weil der Installateur uns eine Wärmepumpe von Viessmann empfohlen hat, aber K hat noch Fragen und hoffte, von den Experten des Herstellers eine passende Antwort zu bekommen. Hätte klappen können, wenn Viessmann einen Messestand gehabt hätte. Hatten sie aber nicht, es war nur Buderus da, die wollte K aber nicht fragen.

Ich habe an einem Stand erfolgreich ein Maßstabslineal als Werbegeschenk ergattert, das hat mich sehr gefreut,
das wollte ich schon lange haben.

Sonst gab es kaum etwas Neues.

Anschließend fuhren wir nach Paderborn, da war heute Funk-Refresher-Kurs im Airporthotel. Das war interessant und kurzweilig. Am lustigsten fand ich aber das Schild vor den Toiletten, da hatten sie nämlich allerlei Klopapiersorten ausgestellt

Klopapier

Auf den Toiletten selber gab es zum Glück aber ganz normale Papierrollen
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