anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Sonntag, 1. Februar 2026
Kommunikationsvorlieben
Ich habe einen relativ festen Bestand an Blogs, die ich regelmäßig und vor allem gerne lese. Am liebsten ist es mir, wenn die Leute einen festen Rhythmus haben, wann sie ihre Beiträge veröffentlichen, dann kann ich nämlich gezielt auf die Links in meiner eigenen Blogroll klicken, weil ich dann weiß, dass ich eine gute Chance habe, da einen neuen Beitrag vorzufinden. Feedreader sind irgendwie nicht so mein Ding.*

* Ich mochte mal Bloglovin sehr, aber das ist seit ein paar Jahren als App irgendwie kaputt und seitdem trauere ich diesem Zugang hintereinander und finde alle anderen nicht so toll. Ich möchte bitte das zurück, was ich früher mal hatte. So viel übrigens zu dem Thema, ich sei nicht nostalgisch, ähem…

Bei einigen Blogs lasse ich mich aber auch per E-Mail informieren, wenn es etwas Neues gibt, was praktisch ist, wenn sie keinen konkreten Rhythmus haben oder mal von ihrer sonst gewohnten Veröffentlichungssystematik abweichen.
Bei Carsten lese ich also ganz fest immer jeden Montag mit, aber gestern kam überraschend ein Beitrag außer der Reihe und brachte mich dazu, mir Gedanken über mein eigenes Kommunikationsverhalten zu machen.

Nach einigem Nachdenken habe ich mich entschieden, auf den letzten Drücker ebenfalls bei der monatlichen Blogparade #relevant mitzumachen, wo diesen Monat im Januar (läuft bis morgen), gefragt wird: "Brief, E-Mail, Chat – Wie kommunizierst du schriftlich?"

Ich interpretiere die Frage für mich selber insoweit etwas um, als dass ich mich zunächst ganz allgemein gefragt habe, wie ich mit dem Rest der Welt (also mit allen außer meinem Westfalenmann, der ist ja einfach körperlich anwesend, mit dem muss ich üblicherweise nur reden) kommuniziere und stelle fest, dass ich sehr zufrieden darüber bin, dass ich mit dem Rest der Welt mangels direkter Anwesenheit nicht reden muss, sondern überwiegend nur schriftlich kommuniziere, weil ich im Laufe der Jahre eine immer größere Telefonabneigung entwickelt habe.
Wobei diese Telefonabneigung monodirektional ist, ich muss mich nur aktiv überwinden, andere Menschen anzurufen, selber angerufen zu werden und dann auch mit jemandem zu sprechen, finde ich dagegen meist völlig okay.
Wobei ich aber schon bei einem für mich sehr wichtigen, schriftlichen Kommunikationsmittel bin: Ich schreibe hier im Blog alles auf, was ich wichtig finde, das erspart mir gefühlt eine Menge Telefonate.

Seitdem ich nicht mehr ins Büro gehe, ist mein Außenkontakt zu anderen Menschen zu meiner großen Zufriedenheit massiv runtergefahren, was konkret bedeutet, ich muss längst nicht mehr so viel kommunizieren wie früher, was ich als echten Komfortgewinn empfinde.

Aber um auf die eigentliche Frage dieser Blogparade zurückzukommen: Ich bevorzuge E-Mail, wenn es um Themen/Infos geht, die ich gezielt beantworten oder bearbeiten und archivieren will, weil ich über Outlook ein funktionierendes Ablage- und Abarbeitungssystem eingerichtet habe.
Kommunikation per Papierbrief finde ich umständlich. Die Briefe, die ich immer noch als Papierpost erhalte, scanne ich alle ein, wenn sie wichtige Infos oder Details enthalten, die ich jederzeit und überall verfügbar haben möchte. Das Leben mit Informationen in der Cloud ist ein Komfortmerkmal der heutigen Technik, das ich ganz ungemein schätze und nicht mehr missen möchte.

Ich gehe mal davon aus, dass mit "Chat" Messengerdienste wie WhatsApp, Telegram & Co. gemeint sind. Die Chatfunktion in Videokonferenzsystemen wie Zoom oder Teams nutze ich nicht, weil ich keine Notwendigkeit mehr für Videokonferenzen habe. Als ich es noch hatte, habe ich alle, die versuchten, mich dort von der Seite per Chat anzuquatschen strikt ignoriert, weil in meinem Profil ausdrücklich stand: "Ich lösche jeden chat nach der Besprechung. Wer etwas von mir will, schicke bitte eine E-Mail." - Zum Glück hatte ich im Büro eine derart hervorgehobene Position, dass ich mir diese Zickerei entspannt leisten konnte.

Einen Messengerdienst (mein bevorzugter Anbieter ist Telegram, weil er sich über alle Geräte problemlos synchronisiert) nutze ich dagegen aktiv und gerne, vor allem auch in unserer Familiengruppe, wo alles besprochen, weitergereicht, verlinkt wird, was nicht ins Blog gehört und ansonsten als schnellen Austausch für private Infos mit Freunden und Bekannten. Wenn es um Dinge geht, die ich erledigen/bearbeiten/archivieren muss, kopiere ich mir Nachrichten aus so einem Chat auch schon mal in eine E-Mail, die ich mir dann selber schicke, wenn ich weiß, dass es für den anderen zu kompliziert wird, wenn ich von ihm verlange, den Kommunikationskanal zu wechseln.

Die letzten Faxe, die ich verschickt/bekommen habe waren im Austausch mit dem Onkel, der mit einem Faxgerät umgehen kann, aber nicht mit einem Scanner oder einem E-Mail-Anhang. Ansonsten ist das für mich veraltete Technik, die in die Bedeutungslosigkeit versinken wird.

Und schließlich zu Briefen und Handschrift: Ja, es kommt durchaus vor, dass ich noch handgeschriebene Briefe verschicke, die fallen für mich aber nicht in die Kategorie "Kommunikation", sondern in "Geschenk", weil ich damit dem anderen eine Freude machen möchte.
Oft beginnt es damit, dass ich eine Karte bastele, weil ich halt gerne selbstgebastelte Karten verschicke (sozusagen die erwachsene Version von: "Ich habe dir ein Bild gemalt") und dann möchte ich natürlich noch etwas dazu schreiben und weil ich nicht kurz schreiben kann, sondern immer nur lang, gibt es dann oft nicht ein, sondern gerne auch mehrere Einlegeblätter in die Karte, so dass die Karte am Ende das Anhängsel zu einem Brief wird.

Früher hatte ich viele Brieffreundschaften, da waren Briefe aber auch noch ein probates Mittel, um zu kommunizieren und den Kontakt zu halten, weil es kaum andere Kanäle gab. Damals habe ich auch wirklich nur rein beschriebene Blätter Papier (ohne Karte) in einen Umschlag gesteckt und verschickt, aus Komfortgründen sehr früh und sehr gerne auch lieber getippt als handgeschrieben, weil Tippen (auch auf der Schreibmaschine) halt schneller ging und mehr Spaß machte, als mit der Hand zu schreiben.
Heute ist ein reiner Brief für mich ähnlich veraltete Technik wie ein Fax, wenn er nur zur Kommunikation dient. Unter dem Aspekt "Geschenk" und dem anderen eine Freude machen, finde ich Briefe/Karten aber unverändert gut und nutze sie auch, wenn ich mich dazu aufraffen kann
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Samstag, 31. Januar 2026
Welche Apps und Systeme bei mir im Einsatz sind
Da kuck, der erste Monat des Jahres 2026 ist schon vorbei, in 49 Tagen ist Frühlingsanfang, das ging fix.

Flohmarkt ist für heute auch wieder abgesagt worden, inzwischen habe ich mir angewöhnt, das immer vorher im Internet nachzuschauen. Der Veranstalter postet das auf seinem Facebook-Account, deshalb bin ich jetzt doch wieder zweimal die Woche bei Facebook online. Ich schließe die App zwar anschließend jedesmal bewusst wieder vollständig, habe aber keine Ahnung, ob das einen Unterschied in der Hinterherspioniererei macht, für die der Meta-Konzern ja nun sehr berüchtigt ist.

Genauso halte ich es auch mit Instagram und Whatsapp, beides Apps, die ich immer nur benutze, wenn ich gezielt etwas suche oder erledigen möchte, was nur in/mit diesen Apps funktioniert, ansonsten versuche ich sie soweit es geht zu vermeiden.

Bei Facebook und Instagram fällt mir das relativ leicht, weil ich das meiste, was da zu sehen ist, eh nicht so besonders spannend finde und, noch viel wichtiger, weil die Dinger ja dermaßen randvoll mit Werbung sind, dass ich spätestens nach fünf Minuten Pickel und Ausschlag bekomme und vor allem deshalb nicht in der Lage bin, mich länger mit diesem Müll zu beschäftigen.

Whatsapp benutze ich nur, wenn ich mit Menschen kommunizieren möchte, die mit E-Mails nicht umgehen können und keinen anderen Messenger im Einsatz haben. Es mag sich diskriminierend anhören, aber sehr häufig sind das Handwerker oder ältere Menschen, deren Umgang mit moderner Bürotechnik eher hakelig ist.

Ich selber habe sieben verschiedene Messenger-Apps auf meinem Handy installiert, einfach deshalb, weil es immer wieder Situationen gab, wo irgendjemand nur auf diesem einen Weg kommunizieren konnte und dann ist es für mich einfacher, mir noch eine weitere MessengerApp runterzuladen und zu bedienen als in eine Debatte über technische Möglichkeiten mit fremden Menschen einzusteigen.
Dass Microsoft Skype letztes Jahr beerdigt hat, fand ich super, ein Kanal weniger.

Weshalb ausgerechnet Whatsapp die beliebteste und verbreitetste MessengerApp geworden ist, erschließt sich mir bis heute nicht, ich finde sie, zB im direkten Vergleich zu Telegram viel umständlicher und unbequemer, aber nun, grundsätzlich kann es mir wurscht sein, ich benutze es wirklich nur, wenn es keine Ausweichmöglichkeit gibt und seitdem ich gelernt habe, dass ich Gruppen nur für mich auf stumm stellen kann, stört es mich auch nicht mehr.

Dass ich mich komplett von der Nutzung amerikanischer Softwaregiganten verabschiede, kann ich mir im Moment noch nicht vorstellen, schlicht aus Bequemlichkeit und fehlendem Wissen über adäquate Alternativen.

Meine Daten liegen alle in einer Nextcloud, immerhin hier bin ich schon auf dem richtigen Weg unterwegs. E-Mail-Accounts habe ich sehr viele, der einzige, an dem ich wirklich hänge, ist mein uralter gmx.de Account.Alle gmail-Accounts würde ich ohne Bedauern auf etwas anderes umstellen, bin nur noch zu faul dazu, es läuft grad alles so problemlos. Wenn es irgendwelche Änderungen dabei gibt, wird das für mich das Signal, mir einen neuen Anbieter zu suchen.

Mein Rechner läuft auf Windows und ich nutze das Officepaket (gekauft) intensiv, auch hier scheitert eine Umstellung an Feigheit, mangelndem Wissen und Bequemlichkeit.

Dasselbe gilt für Handy und Tablet und Uhr, die sind alle von Apple, weil die mir immer den höchsten Bedienkomfort boten, sprich, ich konnte es meist intuitiv bedienen und ich bin viel zu faul, hier etwas zu ändern.

Dass ich mich in nächster Zeit technisch von den großen Tech-Konzernen lossage, sehe ich deshalb eher nicht, bin allerdings für alle Alternativ-Anwendungen offen, wenn die so komfortabel zu bedienen sind, dass ich sie zügig begreife
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Freitag, 30. Januar 2026
Baufortschritte und FIS Vortrag
Es schneit regelmäßig weiter.
Das, was tagsüber wegtaut, weil die Temperaturen knapp über 0°C liegen, fällt nachts, wenn die Temperaturen knapp unter 0°C liegen, wieder neu, der Garten ist jeden Morgen ein frisches gezuckertes Schneeparadies und der Hund muss es jeden Morgen neu entdecken.

Erst dreht sie einige Runden Vollgas

Bixa tobt im Schnee

bis sie genug Bewegung hatte und die Gedärme gelockert sind

Bixa kackt

Im Schnee sind ihre Hinterlassenschaften gut erkennbar, da tritt man beim Aufsammeln zum Glück längst nicht so leicht mal daneben wie im Herbst, wenn alles voller Blätter liegt, der Rasen selber auch grau-grün-schwarz-braun ist und man nie weiß, ob es Natur ist, die dort hingehört oder grade frisch als Tretmine verlegt wurde.

K meinte, die unteren beiden Bilder wären doch nichts für das Blog, ich denke, auch so was gehört zum Leben.

Gegen Mittag fuhren wir zur Baustelle, weil wir einen Termin mit einem weiteren Putzer hatten und trafen dort auf den Dachdeckertrupp, der grade in den letzten Zügen war, die Innendämmung anzubringen, die Folie für die Dampfbremse wurde grade verlattet und sofort bekommen die Räume im Dachgeschoss eine andere Kontur. Der Treppenbauer war auch schon da gewesen und hatte die Träger für die Stufen in die Betonwand geschraubt und im Keller war die unterste Isolierschicht auf dem Boden verschweißt, jetzt kann geputzt werden und dann kommt der Estrich.

Baufortschritte

Anschließend fuhren wir nach Büren und holten die Topfspüle ab, die hatte ich vor drei Monaten schon gekauft und vereinbart, dass ich sie bis Ende Januar dort stehen lassen kann. Heute war der vorletzte Tag der vereinbarten Lagerdauer, aber immerhin noch nicht überzogen.

Mit der Spüle im Kofferraum fuhren wir weiter nach Paderborn zum Flughafen, dort war heute ein Vortrag einer Dame von FIS (Flight Information Service), die sehr anschaulich erklärte, wie der FIS arbeitet, welchen Nutzen er für Piloten hat, also welche Dienste er alle anbietet und was er nicht kann und was Piloten in der Zusammenarbeiten (also beim Funken) besser machen können.

Das war sehr interessant, wir waren beide zufrieden, dass wir uns dort angemeldet hatten. Außerdem trafen wir viele Kollegen aus dem Paderborner Flugverein, in dem wir beide auch noch Mitglied sind, auch da ergaben sich einige gute Gespräche.

Der Hund war die ganze Zeit dabei und benahm sich einwandfrei, insgesamt war es ein sehr erfolgreicher Tag
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Donnerstag, 29. Januar 2026
Brillenkauf
Der einzige Termin heute war eine Verabredung mit J und seiner Freundin zum Brillenkaufen in Münster.
J hat festgestellt, dass er mit einer Brille auffällig besser gucken kann, so dass ich ihm versprochen habe, dass wir gemeinsam eine Brille für ihn aussuchen, alles, was uns dafür seit Wochen fehlt, ist ein Termin.

Weil ich gerne zusätzlich zu meiner Gleitsichtbrille auch noch eine Einstärken-Lesebrille haben wollte, war der Plan, dass wir zusammen zu eyes+more gehen und uns dort ein Mehrbrillen-Angebot teilen.

Ich kaufe meine Brillen seit vielen Jahren bei dieser Optikerkette und bin bisher immer sehr zufrieden gewesen.
Weil unser Plan des gemeinsamen Brillenkaufs aber nun schon seit längerer Zeit existiert und es uns schon mehrfach nicht gelang, ihn auch umzusetzen, hatte sich J bei einem anderen "Einzeloptiker" eine Brille ausgesucht und anbieten lassen. Als er dann aber erfuhr, was er dafür hätte bezahlen müssen, schreckte er zurück und erinnerte sich wieder daran, dass ich ihm gesagt hatte, dass ich finde, mehr als 100 Euro muss man nicht für eine normale, Einstärken-Brille bezahlen.

Als Besonderheit kam nun gestern noch dazu, dass Js Freundin Ce ihre Brille, die sie dringend braucht, um überhaupt vernünftig sehen zu können, verloren hat und nun ziemlich dringlich eine neue braucht.

So entstand der Plan, dass wir uns heute zu dritt in Münster beim "meinem" Optikerladen treffen, weil es sich sinnvoller anfühlte, dass die zwei (kostenlos) mit dem Zug nach Münster fahren statt dass ich bei diesem Wetter mit dem Auto einmal quer durch Westfalen rutsche.

Mein Dilemma ist, dass ich mich in Brillenläden immer nur sehr schlecht für nur eine Brille entscheiden kann, weshalb ich eyes+more so gut finde, denn die haben regelmäßig starke Rabatte, wenn man mehr als eine Brille kauft, das bedient genau meine Schnäppchengene.

Aktuell gibt es ein 3 für 2 Angebot, die dritte ist dann sozusagen umsonst und na ja, deshalb eskalierte das mit dem Brillenkauf heute etwas.

J bekommt jetzt eine richtig schöne Brille, die er auch noch sehr "gemütlich" fand. (Das war für ihn das wichtigste Kriterium)
Für Ce haben wir zwei Brillen ausgesucht, weil ich denke, dass es wichtig ist, eine in Reserve zu haben, wenn mal eine kaputt geht, damit die lästige Blindfisch-Zeit, die sie jetzt für drei Wochen aushalten muss, nicht noch mal passiert.
Damit war das erste Dreier-Set komplett und ich musste mir dann leider selber auch noch drei Brillen aussuchen, sonst hätten wir ja nicht gespart.

Ich bekomme jetzt also zwei Lesebrillen (eine für jedes Bett) und eine Klavierbrille.
Beim Klavierspielen habe ich einen anderen Abstand zu den Noten als beim Lesen, weshalb dafür eine andere Brilleneinstellung notwendig ist und insgesamt bin ich sehr zufrieden mit all diesen Entscheidungen heute.

Insgesamt kosten diese sechs Brillen jetzt übrigens nur unwesentlich mehr als die eine, die J sich bei dem anderen Optiker dann doch nicht gekauft hat und ich habe kein schlechtes Gewissen, stattdessen mein Geld bei so einem Billigoptiker auszugeben
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Mittwoch, 28. Januar 2026
Abgerutscht
Und noch so ein schlapper Tag.
Bis mittags haben wir zu zweit lesend im Bett rumgegammelt, um uns dann mit einem seeehr langen Anlauf irgendwann an die Rechner zu setzen und begonnen, liegengebliebenen Kram nachzuarbeiten.

Der Termin, für den wir eigentlich hätten nach Rheda fahren müssen, wurde abgesagt und auf Freitag verschoben, damit fühlte sich der Tag plötzlich wie ein extra Ferientag an und keiner von uns hatte Lust, sich mit seriösen Dingen zu beschäftigen.

Auch wenn wir beide zum Geld verdienen nicht mehr in ein fremdes Büro gehen müssen, so haben wir immer noch genug sonstigen "Admin-Kram", der regelmäßig erledigt werden muss und mindestens den Zeitumfang eines Halbtagsjobs verbraucht. Ab und zu bewundere ich mich selber dafür, dass ich das früher alles noch nebenher erledigt habe.

Die Info für den Lacher des Tages habe ich heute in einer Borkumgruppe gefunden. Weil ich derzeit nicht auf der Insel bin, kommen die Nachrichten immer mit etwas Zeitverzug bei mir an, aber es ist auch vier Tage später noch saukomisch.

Da ist nämlich ein Lieferauto, das die Gastronomie auf der Promenade beliefern wollte, auf der vereisten Promenade ins Rutschen gekommen, runtergefallen und kopfüber auf dem Strand gelandet.
So weit so tragisch, der Fahrer war zwar in seinem Sitz eingeklemmt, ist aber nicht ernsthaft zu Schaden gekommen.
Die Polizei kam, um den Unfall aufzunehmen und als sie wieder abfahren wollte, ist sie auf der vereisten Promenade ebenfalls in Rutschen gekommen - und auch kopfüber auf dem Strand gelandet.

Auch die Polizisten sind mit einem Schrecken davon gekommen, sie werden jetzt nur damit leben müssen, für immer damit aufgezogen zu werden ;-)

Hier der Link zu einer kurzen Berichterstattung mit Fotos im NDR.

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Markus erzählt davon, dass er aus beruflichen Gründen mit einem Privatjet von Hamburg nach Belgrad geflogen ist und nennt zwei Zahlen, nämlich dass für den Ausflug 2000 Liter Kerosin verbrannt wurden und dass er für die Zeit vom Büro bis zum Take Off nur 25 Minuten gebraucht hat.

Ich kenne mich nicht mit dem Fliegen in Privatjets aus, wohl aber mit dem Fliegen mit privaten Kleinflugzeugen,
weshalb ich die Zahlen-Zusatz-Infos spannend fand und automatisch mit den Zahlen verglich, die ich bei so einem Flug "normal" fände.

Mit 2000 Litern Sprit kommt man in einem kleinen Privatflugzeug ca. 10.000km weit, ich habe mal nachgeschaut, von Hamburg nach Belgrad sind es ca. 1.250km, man kann mit 2000 Litern also ca. achtmal hin und her fliegen.

Dass Markus von Abfahrt Büro bis Take Off nur 25 Minuten brauchte, hat mich schwer beeindruckt, denn in meiner Fliegerwelt ist das sozusagen nicht möglich, weil ja alleine der Preflight-Check, also die Überprüfung des Fliegers, ob alles funktioniert und man damit losfliegen kann, schon rund 15 Minuten dauert, wenn man sich sehr beeilt. Dann muss man den Motor starten, die Kiste warm laufen lassen, auf eine Roll- und dann auf eine Startfreigabe warten, das dauert alles und da habe ich dann noch nicht die Fahrtzeit bis zum Flughafen und die Zeit in der Fummelbude mitgerechnet.

An Internationalen Flughäfen geht nichts ohne Sicherheitscheck, alles, was kein offizieller Linienflug ist wird dort am GAT (General Aviation Terminal) abgewickelt, also auch der Security Check in der Fummelbude, durch die jeder durch muss, der vom Außengelände aufs Flugfeld gehen möchte. Dass es am GAT üblicherweise keine oder nur geringe Wartezeiten gibt, ist mir natürlich klar, trotzdem muss man auch dafür Zeit einkalkulieren, ungefähr 5 Minuten braucht der Zirkus bestimmt, abhängig davon, wie viel Gepäck man mitschleppt.

Dann noch die Zeit für die Fahrt zum Flugplatz, Auto parken, bis zum GAT laufen, nein, 25 Minuten sind auch mit beschleunigter Sicherheitsabfertigung für mich nicht machbar.

Ich fragte also meinem persönlichen Privatpiloten, ob er eine Erklärung dafür hat, weshalb das bei Markus so schnell ging und er lachte mich aus und sagte nur: Na, Privatjet heißt Privatjet. Da gibt es einen eigenen Piloten, der macht die Maschine selber startklar und wartet dann neben der abflugbereiten Maschine auf das Eintreffen der Passagiere und wenn die da sind, geht es sofort los. Außerdem werden die wahrscheinlich von einem Fahrer zum Flugplatz gebracht oder wenigstens von einem Taxi, das vorm GAT hält, laufen muss von denen auch niemand mehr.

Irgendwie habe ich das Gefühl, diese Privatjet Menschen leben in einer Welt, die ist mir noch viel fremder als die der Pauschaltouristen, die sich als Massenware nach Malle fliegen lassen, weil mir das wirklich alles nicht von alleine eingefallen wäre
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Dienstag, 27. Januar 2026
Schlapper Tag
Termine gab es heute nur für K, der hatte Dinge rund um seine eigenen Immobilien zu erledigen, ich blieb mit dem Hund zu Hause und räumte erst mal ein wenig auf, dann ging ich mit dem Staubsauger durch die Räume und anschließend hatte ich das Gefühl, ich hätte schon sehr viel und sehr hart gearbeitet und machte erst mal Pause.

Dann sorgte ich dafür, dass der Hund Bewegung bekam und irgendwie war der Tag dann auch schon fast um.

Am Abend kam K wieder nach Hause, ich war unglaublich müde und konnte mich zu nichts mehr aufraffen, zum Glück war K bereit, sich ums Abendessen zu kümmern.

Als er rief "Essen ist fertig" musste ich nur vom Sofa an den Esstisch wechseln, sehr bequemes Leben.

K hatte großartig gekocht, die aufgewärmten Käsespätzle von gestern schmeckten hervorragend. Dazu gab es frischen Gurkensalat.
Damit da nichts falsch läuft, hatte ich ihm vorher noch gezeigt, in welcher Küchenschublade er die Tüte mit der passenden Knorr-Salatmischung findet und wie die aufgedruckte Anleitung zu verändern ist. (Nicht drei Esslöffel Wasser und drei Esslöffel Öl, sondern nur ein Esslöffel Milch mit drei Esslöffeln Öl und der Salatmischung gut verrühren, Gurken bringen genug eigene Flüssigkeit mit.)

Die Knorr Salatmischung Dill-Kräuter ist ansonsten die ideale Grundlage für einen perfekten Gurkensalat
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Montag, 26. Januar 2026
Bilder vom Bau
Heute hatten wir uns um 10h auf der Baustelle in Rheda mit den Architekten und dem Installateur verabredet, weil es noch einige technische Details zu klären und zu entscheiden gab.

Als wir um 9h in Greven losfuhren, schneite es seit einer halben Stunde und es lag ca. 1 cm Schnee.
Den Rest des Vormittags schneite es gleichmäßig weiter, wir kamen deshalb auch mit fast einer halben Stunde Verspätung an, wurden im Haus dann aber belohnt durch eine schöne Winterlandschaft direkt vor den Fenstern.

Hier einmal der Blick auf den See, oben von oben, also im Obergeschoss fotografiert und unten von unten, also der Blick aus dem Küchenfenster

Blick auf den verschneiten See, aus der ersten Etage und aus dem Küchenfenster

K will die Stadt bitten, die Bäume, die direkt vor unserem Grundstück stehen, zu entfernen, das haben die Nachbarn auch gemacht, alle anderen haben freie Sicht auf den See.

In der Küche wurde das Loch für den Dunstabzug (der nach unten entlüftet) gebohrt und ordnungsgemäß gesichert

Ein Loch

Immer wieder aufs neue begeistert bin ich von der Deele, die wird wirklich so groß und so geil wird, wie ich mir das erträumt habe

Die Deele

Ansonsten haben wir die zu lösenden Technikthemen einigermaßen sinnvoll und pragmatisch gelöst bzw. entschieden. Der Pragmatismus bestand darin, dass wir schwierige Themen einfach mit Geld beworfen haben, dann lässt sich fast alles lösen.

Aber seitdem ich weiß, was nur der blöde Garten kosten soll, bin ich bei Themen rund um die Installation, Sicherheit und Funktionalität des Hauses sehr großzügig geworden.

Auf dem Rückweg hielten wir bei Action, das, wenn keine Flohmarktsaison ist, mein Lieblingseinkaufladen geworden ist. Es gibt dort mindestens so viel unnützen Kram wie auf dem Flohmarkt und teurer ist es dort auch nicht.
Diesmal wollte ich aber gezielt nach Acrylfarbe Ausschau halten.
Wenn das Zeug sowieso eintrocknet, dann brauche ich auch keine teure Markenfarbe, dann tut es auch die von Action.
Ein Test zu Hause ergab, dass die Farbe wunderbar deckt, ich bin sehr zufrieden damit
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