anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Samstag, 20. Juni 2026
Ruhe im Handy und Gartenordnung
Heute habe ich allen Handy-Warnungen die Stimmbänder durchgeschnitten. Will sagen, ich habe allen Warn-Apps verboten, Töne zu produzieren, weil ich diese mittlerweile inflationär auftretenden Warnungen vor großer Hitze nicht mehr ertragen kann.

Grundsätzlich finde ich die Idee gut, dass man über Warnmeldungen auf dem Handy vor Gefahren gewarnt wird und deshalb hatte ich Nina und Warnwetter erlaubt, Mitteilungen mit Tönen zu schicken.

Es gibt nur sehr wenige Apps, denen ich gestatte, mir Mitteilungen mit Tönen zu schicken, weil ich natürlich reflexartig auf mein Handy schaue, wenn es dingelt und selbstverständlich will ich nicht jedesmal aufgescheucht werden, wenn komplett unwichtige Dinge passieren, deshalb dingelt mein Handy nur bei wirklich wichtigen Dingen.

Alle Banking-Apps dürfen Töne senden, denn wenn mir eine Bank etwas mit Push-Nachricht mitteilen möchte, nehme ich das ernst. Auf Banken, die mir per Push-Nachrichten (mit Gedingel) Werbung schickten, reagierte ich mit einer ausführlichen Beschwerdemail, als es danach noch mal vorkam (bisher nur einmal), wurde das Konto gekündigt.

Messengerdienste dürfen auch Töne senden, außer Whatsapp, das ist rigoros stumm geschaltet.

Ich habe viele verschiedene Messengerdienste als App auf meinem Handy, damit mich jeder auf dem Kanal seiner Wahl erreichen kann, diejenigen, die mich regelmäßig erreichen wollen, wissen aber, dass es besser ist, nicht Whatsapp zu verwenden, weil ich diese Nachrichten nur wahrnehme, wenn ich aktiv nachschaue, ob dort jemand etwas geschrieben hat.

Weshalb Whatsapp immer noch der beliebteste Messengerdienst ist, habe ich bis heute nicht verstanden, aber wahrscheinlich liegt es daran, dass eben fast jeder Whatsapp installiert hat und man über diesen Kanal auch Menschen erreichen kann, mit denen man bisher noch nicht geschrieben hat.

Für meine Kommunikation mit Handwerkern und Architekten finde ich es interessanterweise sogar ganz praktisch, denn hier verspüre ich keine Notwendigkeit, die auf einen "privaten" Dienst umzustellen.

Allen anderen Apps, die mir Push-Nachrichten schicken dürfen, habe ich das Töne machen ausdrücklich verboten, ab sofort also auch den WarnApps, weil ich wirklich ganz von alleine weiß, dass es heiß ist, dafür brauche ich keine extra Warnung von Nina.

Ich kann ja noch verstehen, dass vor Unwetter gewarnt wird, das kann einen plötzlich treffen bzw. es kann an verschiedenen, dicht nebeneinander liegenden Orten unterschiedlich intensiv ausfallen.

Vor der eigenen Haustür meint man noch, dass es nicht so schlimm ist und wenn man dann drei Kilometer weit gefahren ist, wird man von plötzlich umfallenden Bäumen erschlagen, von einer Windhose aufgesogen und hochgewirbelt oder von einer Orkanböe von der Straße geweht. Von Glatteis kann man auch überrascht werden, in all diesen Fällen halte ich Warnungen für sinnvoll.

Aber wie bitteschön soll man von Hitze überrascht werden? Hitze ist überall, wenn es vor der eigenen Haustür nicht warm ist, ist es drei Kilometer weiter auch nicht warm, es gibt keine lokal begrenzte, plötzlich über einen hereinbrechende Hitze. Außer in der Sauna.

Eine Warnung vor großer Hitze hat also ungefähr die gleiche Wichtigkeit wie die mütterliche Ermahnung, dass man unbedingt vorsichtig fahren solle auf dem Heimweg.
Und wenn sich die WarnApps benehmen wie mütterliche Ermahnungsgeneratoren, nun, dann behandele ich sie eben auch genauso und lasse sie ungehört verhallen.

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Sonst ist hier aber auch nicht viel passiert, hier passiert ja selten viel, weil ich das Leben am schönsten finde, wenn nichts passiert, weshalb ich ungern vorsätzlich Aktivitäten produziere.

Allerdings hat K Aktivitäten entwickelt, nämlich das Grünzeug in dem Teil des Gartens gemäht, wo noch Grünzeug wächst und wo grade keine Baustelle ist.
Jetzt kann man die Tretminen, die der Hund hinterlässt, wieder besser finden, ohne reintreten zu müssen.

Außerdem hat er den Baustellenbereich, der sich wie Unkraut ausgebreitet hatte, eingehegt und die überall rumliegenden alten Pflastersteine eingesammelt und an einer Stelle ordentlich zusammengestapelt.

Als die Galabauer die erste Fuhre Steine verpflastert hatten, sind sie ohne irgendetwas aufzuräumen zu einer anderen Baustelle weitergezogen und haben hier einfach alles stehen und liegengelassen.
Hier tauchen sie erst wieder auf (hoffentlich), wenn die zweite Lieferung Steine angekommen ist, mit der sie dann alles fertigstellen können und ich gehe davon aus, dass sie dann auch aufräumen würden, aber solange wollte K nicht warten.

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Bei den Krautreportern habe ich eine Geschichte gefunden, die mir gut gefiel, weil sie so gut geschrieben ist. Ich finde es immer erwähnenswert, wenn ich Texte von Journalisten finde, bei denen das Lesen nur wegen des Schreibstils und der Sprache schon Spaß macht.

Ich sehe ein, dass Journalisten Journalisten sind und keine Schriftsteller, dass sie also einen Schwerpunkt auf den Inhalt legen und nicht auf die Sprache, trotzdem wundert es mich immer, warum jemand unbedingt Journalist werden wollte, wenn er doch ganz offensichtlich keine besondere Schreibbegabung hat. Da das allerdings auf sehr viele Journalisten zutrifft, also das Fehlen einer erkennbaren Schreibbegabung, scheint es für Journalisten selber wohl kein Problem zu sein.

Wie auch immer, ich freue mich immer sehr, wenn ich von Journalisten geschriebene Texte lese, die mir einfach nur Spaß machen zu lesen und den Inhalt fast zur Nebensache machen, weil das genau die Texte sind, die ich am liebsten lese.

Für den bei den Krautreportern erschienen Beitrag von Marcus Ertle mit der schönen Überschrift "Erst entdeckte ich eine fremde Kartoffel in meinem Beet, dann den Spießer in mir" habe ich einen Freigabelink erstellt, so dass er damit für jeden frei lesbar ist
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Freitag, 19. Juni 2026
Auch hier wird es heiß
Auch wenn es hier auf der Insel mit nur 28°C verglichen mit dem Rest des Landes und vor allem mit NRW und Greven noch fast kühl ist, also im Vergleich, ist mir auch das schon entschieden zu viel und ich bin sehr froh, dass dieses Haus sich nur sehr langsam aufheizt, d.h. es ist hier innen drin noch immer erträglich, nur vor die Tür zu gehen, das verweigerte ich energisch.

Weil es hier nachts immer noch ganz angenehm abkühlt, wird der Schlaf nicht durch zu warm gestört, im Ergebnis schliefen wir beide bis nach 9h und es war dann sogar nach 12h bis ich geduscht und bekleidet in der Küche stand, um meinen Frühstücksdrink (Läusepulver Flohsamenschalen) zu mir zu nehmen - soweit man bei den drei Kleidungsstücken, die ich momentan noch anziehe, überhaupt von bekleidet sprechen kann.

Dann sortierte ich die Wäsche, sammelte sie in zwei Waschkörben für einmal 60° und einmal 40°, schmiss die erste Maschine Wäsche an und sank nach so viel Arbeit erstmal ermattet aufs Sofa.

Als die erste Maschine durchgelaufen war ging ich dann doch vor die Tür, Wäsche aufhängen, und wusste sofort, weshalb ich ansonsten nicht nach draußen gehen wollte.

Gegen 18h fühlte es sich langsam etwas erträglicher an, K fuhr zum Onkel, um dort Brennholz zu sägen (logisch, heiß gesägtes Brennholz ist besonders wertvoll), ich fuhr einkaufen und anschließend auch zum Onkel.

Als wir nach Hause kamen war für die Autos schon Sperrstunde (ab 21h ist Autofahrverbot hier auf der Insel), wir machten uns zwei Portionen Hühnersuppe in der Mikrowelle warm (Rest aus Greven mitgebracht, hilft ja nicht, muss weg), ich nahm die Wäsche ab und irgendwie fühlt sich der Tag heute an, als wäre ich einen Marathon gelaufen.

Und morgen soll es noch wärmer werden, na herzlichen Glückwunsch
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Donnerstag, 18. Juni 2026
Hitzeflucht
Wir haben uns jetzt seit einigen Tagen die verschiedensten Wettervorhersagen angeschaut, sie waren sich alle erstaunlich einig und blieben in ihrer Aussage auch noch konstant auf Linie: Es gibt für die nächste Zeit (unbestimmte Länge, aber mehr als eine Woche) eine Hitzewelle, die ganz Deutschland betrifft, NRW aber stärker als Niedersachsen und die Inseln sind ja eh immer im Vorteil wegen Wind und Wasser.

Was liegt also näher, als kurzerhand wieder den aktuellen Kühlschrankinhalt in eine Kühltasche zu verpacken und den Haushalt in die deutlich erträglichere Gegend zu verlegen.

Wir sind also wieder auf Borkum und wenn das Wetter jetzt so bleibt, dann gehe ich hier erst im Herbst wieder weg.

K sagt, der Flieger muss spätestens nächsten Freitag zurück aufs Festland, da hat der Flieger nämlch einen Termin in der Werft, sowas wie TÜV steht an (heißt bei Flugzeugen Jahresnachprüfung). Ich habe ihm gesagt, er könne dann ja den Flieger zurückbringen und anschließend mit dem Auto wieder hierhin kommen, dafür ,muss ich nicht mit hin und her und überhaupt verweigere ich Festlandsaufenthalte bei 35°C.

Hier auf Borkum ist sehr angenehmes Strandwetter. Das Wasser ist noch ziemlich kalt, logisch, wir haben ja erst Mitte Juni, das braucht noch ein wenig, bis es sich auf vernünftige Temperaturen erwärmt hat. Ich finde das Wasser so mit Temperaturen ab 19° völlig okay, sehr viel wärmer muss es dann nicht mehr werden, denn dann taugt es nicht mehr als Abkühlung.

Der Hund war schon ausgiebig im Wasser, wir nur bis zu den Knien, der Hund hat aber auch mehr Fell an den Beinen als wir, ich fand es noch durchaus fußkalt.

Die Galabauer haben natürlich nicht weitergebaut nachdem wir wegwaren, ich befürchtete es fast, wir haben aber heute einen provisorischen Zaun gebaut, der Garten ist also wieder hundesicher und damit bin ich jetzt auch erst mal komplett zufrieden.

Ich hoffe nur, dass sich die Handwerker in Rheda nicht genauso benehmen wie die Handwerker hier auf Borkum, dass sie also sofort alles fallen lassen, wenn man nicht persönlich daneben steht und sie anfeuert, aber in Rheda haben wir ja noch den Architekten, der sich darum kümmern kann und deshalb gehe ich davon aus, dass es dort auch ohne unsere Anwesenheit weitergeht.

Im Moment ist aber auch nicht sehr viel los, der Fliesenleger legt Fliesen und freut sich, wenn er dabei nicht gestört wird und im Keller laufen die Trocknungsgeräte, da kannst sonst auch niemand was machen., für uns im Grunde eine perfekte Zeit zum Nichtdasein
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Mittwoch, 17. Juni 2026
Noch mehr Bautermine
Unerwartet anstrengender Tag heute, wir waren erst nach 20h wieder zu Hause, bis dann mit Kochen und Essen und Aufräumen das Wesentliche erledigt ist, ist der Tag schon fast komplett vorbei.

Gegen Mittag fuhren wir hier in Greven los, zunächst zum Küchenbauer, um die Schlafzimmermöbel zu besprechen.
Der Küchenbauer ist sehr besorgt, dass wir ausreichend breite Verkehrswege im Schlafzimmer haben, ich sagte, wir wären keine 30 mehr, das mit dem Verkehr wäre in den Prioritäten etwas nach hinten gerutscht, er sagte daraufhin, man bräuchte im Alter halt mehr Platz, da könnte man sich nicht mehr so gelenkig überall durchschlängeln.

Ich weiß nicht, ob bzw. wie er meine Bemerkungen verstanden hat, er kam nur immer wieder auf seine breiten Verkehrswege zurück. Als Kompromiss haben wir ihm jetzt versprochen, dass wir mal Kisten und Zollstöcke mitnehmen und im künftigen Schlazimmer die Schrank-Bett-und Verkehrswegesituation so realitätsnah wie möglich simulieren.

Dafür konnten wir uns aber problemlos auf Oberflächen, Fronten, Optik und Griffe bzw. Schließmechanismen einigen, das ist schon mal praktisch. Und für die Stelle mit dem Wäscheabwurfschacht haben wir sogar eine besonders gute Lösung entwickelt, wenn das technisch umsetzbar ist, bin ich sehr zufrieden.

Um 17.30h war der nächste Termin, diesmal auf der Baustelle, wo der Mensch von der Bautrocknungsfirma zusammen mit den Architekten und dem Installateur die Restfeuchtigkeit im Kellerestrich prüfte - und alle waren sehr besorgt. Da muss wohl immer noch gewaltig nachgetrocknet werden und es ist alles nicht wirklich gut.

Erfreulich: Der Kran ist endlich abgebaut, die Dohlenküken sind flügge und ausgeflogen, zurück blieb ein ziemlich stinkender Haufen alter Zweige
Nestreste nach dem Kranabbau
dafür kann man endlich wieder vor dem Haus parken, weil der Kran den Platz nicht mehr blockiert.

Auch erfreulich: Die Fliesenleger haben angefangen, die ersten Fliesen in dem gestern besprochenen Muster (römischer Verband) zu kleben und es sieht immer noch sehr gut aus
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Dienstag, 16. Juni 2026
Bodenbeläge beauftragt und freigegeben
Heute haben wir die Auftragsbestätigung für den neu ausgesuchten Dielenboden unterschrieben, dieser hat nur eine Lieferzeit von 3-4 Wochen, d.h. der geplante Verlegetermin Mitte August kann gehalten werden und das bedeutet, dass auch die Folgearbeiten nicht geschoben werden müssen und insgesamt beruhigt mich das alles sehr.

Ursprünglich hatten wir einen Boden von einem italienischen Hersteller ausgesucht, der aber Lieferschwierigkeiten hat.

Der Parkettleger meinte, diese Firma würde immer komplizierter in der Zusammenarbeit. Die machen zwar sehr schicke Böden und gewinnen damit einen Designpreis nach dem anderen, aber sie wären inzwischen derart abgehoben, dass es nur noch anstrengend sei, mit denen zusammenzuarbeiten und wenn es eventuell später doch mal ein Problem mit dem Boden geben sollte (Unglück, Unfall, Fleck, kaputt, was eben so passieren kann), dann wären wir mit dem jetzt beauftragten Boden von dem österreichischen Hersteller Trapa deutlich besser bedient.

Nun, wir werden sehen. Wir werden auch sehen, wie der Boden nachher in der Fläche aussieht, erfahrungsgemäß ganz anders als so ein kleines Musterstück beim Händler.

Die Fliesen haben wir heute dafür schon mal in einem größeren Zusammenhang gesehen, der Fliesenleger hat probeweise ein paar Quadratmeter einfach nur lose ausgelegt, weil wir unser Okay zu dem Verlegemuster geben und die Fugenfarbe bestimmen sollten.

Fürs Foto habe ich noch das Musterstück des künftigen Holzbodens im Obergeschoss dazugelegt, auch wenn die beiden Böden nicht nebeneinander liegen werden, so passen sie doch ganz gut zusammen, finde ich.

Die künftigen Bodenbeläge probeweise ausgelegt

Das Musterstück für den Holzboden haben wir dann sofort dem Treppenbauer mitgegeben, der heute zum Aufmaß da war. Mit Glück passt die Treppe dann genau zum Dielenboden, denn die beiden treffen aufeinander, die letzte Treppenstufe ist im Grunde schon der Dielenboden oben.

So nach und nach nimmt das Haus immer mehr Gestalt an, ich freue mich schon sehr darauf, da künftig wohnen zu können.

Wegen Feuchtigkeit im Keller hat K sich wieder gewaltig aufgeregt. Diesmal hat der Installateur beim Abbau der provisorischen Fußbodenheizung, die zur Estrichtrocknung angeschlossen worden war, hemmungslos mit Wasser rumgesaut und die Schläuche an einer Stelle entleert, wo das Wasser zwangsläufig wieder in den Keller laufen musste. Manchmal fragt man sich echt, was in den Köpfen der Leute so vorgeht, denn ausgerechnet der Installateur war intensiv in das Kellertrocknungsprogramm eingebunden.

Am Nachmittag fuhren wir noch mal mit Bixa zur Hundewiese und dann war der Tag auch schon wieder um.

Morgen haben wir einen Termin beim Küchenbauer, der ja auch die Schlafzimmermöbel bauen soll, das wird bestimmt auch interessant
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Montag, 15. Juni 2026
Dividenden ETFs
Heute hatte ich mir vorgenommen, verschiedene Dinge am PC zu erledigen, blieb dann aber länger als geplant an einer Excel-Tabelle hängen, die ich unbedingt fertig und vor allem schön und übersichtlich machen wollte.

Das Schwierigste bei Excel-Tabellen sind ja nicht die Formeln oder die Frage, wie man externe Daten am bequemsten in eine selbstgebaute Excel-Tabelle übernehmen kann, denn wenn man da einmal einen PackAn hat, läuft das meist zügig von alleine weiter, nein, das Schwierigste ist meiner Meinung nach immer das Festlegen von Struktur und Aufbau, wenn man eine neue Tabelle programmiert.

Damit habe ich heute eine Menge Zeit verbracht, jetzt finde ich meine neue Tabelle dafür aber auch sehr schön und mache sie jede halbe Stunde wieder mal neu auf, um sie ein bisschen zu bewundern. Ich LIEBE schöne Excel-Tabellen.

Diese habe ich jetzt erstellt, um endlich mal selber etwas systematischer in die Analyse von ETFs einzusteigen, denn ich kam auf die gute Idee, mein vorhandenes Depot so umzustrukturieren, dass ich künftig jeden Monat irgendwelche Ausschüttungen bekomme, die ich dann als Rentenaufstockung nutzen kann.

Grundsätzlich geht das mit ETFs am einfachsten, denn es gibt viele ETFs, die quartalsmäßig ausschütten und wenn man die dann so kombiniert, dass ein Teil in 1-4-7-10 ausschüttet, ein anderer in 2-5-8-11 und ein dritter in 3-6-9-12, dann hat man jeden Monat einigermaßen planbare Einkünfte.

Meine freie Liquidität habe ich schon immer in Aktien gesteckt, deshalb habe ich natürlich auch eine Menge Einzelaktien, weil ich das so gelernt habe und weil man so am allerbesten Einzelchancen nutzen kann.
Leider steckt in jeder Chance ein Risiko mit dem gleichem Volumen und ich habe mit einigen Aktien sicherlich spektakuläre Kursgewinne erzielt, ich habe aber auch oft genug daneben gegriffen und ebenso spektakuläre Verluste eingefahren.

Deutsche Aktien schütten traditionell meist nur einmal jährlich im Frühjahr aus. Deshalb empfinde ich den Mai natürlich immer als einen besonders angenehmen Monat, weil ich in diesem Monat fast jeden zweiten Tag irgendwelche zusätzlichen Plusbeträge auf meinem Konto entdecke. Dafür gibt es andere Monate, da kommt fast gar kein Extrageld an und genau das wollte ich jetzt endlich mal etwas gleichmäßiger ausbalancieren.

Insgesamt habe ich für mich persönlich beschlossen, künftig die Finger vom "stockpicking" zu lassen (so nennt man das Kaufen von Einzelaktien) und nur noch ETFs zu kaufen. Außerdem möchte ich mich auf Dauer von allen aktiv gemanagten Fonds trennen, auf lange Sicht ist keiner dabei, der den Markt bzw. seinen Benchmark-Index wirklich schlägt.

ETFs, wie wir sie heute kennen, gibt es erst seit rund 30 Jahren, wirklich flächendeckend auch für Kleinanleger attraktiv wurden sie aber erst in den letzten 10-15 Jahren.

Als ich nach CWs Tod (das ist jetzt auch schon 12 Jahre her, irre!) begann, sein Firmenimperium und die Immobilienbeteiligungen zu verkaufen, kam nach und nach eine Menge Liquidität rein, die angelegt werden musste. Außerdem zahlten zeitgleich nicht nur CWs Lebensversicherungen wegen Tod, sondern auch meine eigenen wegen Zeitablauf, ich hatte also erhöhten Anlagebedarf und entschied mich damals für über 30 verschiedene Fonds und ETFs, die ich im Rahmen von maximal ausgereizten Sparplänen (jeweils 2000 €/Monat) gebühren- und ausgabeaufschlagsfrei kaufen konnte.

Inzwischen habe ich natürlich eine Menge Titel aus dem Depot verkauft, weil der Neubau ja bezahlt werden muss, insgesamt aber wohl zu viel, denn es ist noch Liquidität da, die ich wohl nicht verbauen werde, weshalb ich angefangen habe, mein vorhandenes Depot in einer Excel-Tabelle zu erfassen, die mir Auskunft darüber gibt, welche Ausschüttungen in welchem Monat geflossen sind, wie sich der aktuelle Kurswert zu den ursprünglichen Anschaffungskosten verhält und wie hoch die Ausschüttungsrendite bezogen auf den Einstandskurs ist, aber auch bezogen auf den aktuellen Kurswert.

Schließlich habe ich mich entschieden, einen Schwerpunkt auf Dividenden-ETFs zu legen, weil ich erstens noch genug anders investiertes Kapital im Depot habe und weil ich zweitens das Depot nicht mehr zum Vermögensaufbau führe, sondern wirklich gezielt als Einkommenslieferant.

Deshalb habe ich mir heute 10 verschiedene Dividenden ETFs rausgesucht und sie miteinander verglichen. Sie sollten vorzugsweise zu verschiedenen Zeiten ausschütten, mindestens 3% Rendite liefern und es sollte keine unbemerkte Klumpenbildung entstehen, d.h. ich habe kontrolliert, in welche Firmen die ETFs investieren und dann dafür gesorgt, dass ich eine gute Streuung erreiche.

Übriggeblieben sind fünf Dividenden-ETFs (zwei iShares, Vanguard, SPDR und VanEck), zwei andere, die ich derzeit besitze, werde ich genauso wie die restlichen aktiv gemanagten Fonds verkaufen und gegen die aus der Liste tauschen - und dann habe ich tatsächlich einen einigermaßen gleichmäßig verteilten Dividendeneingang über das gesamte Jahr.

Ich finde, ich hatte einen sehr produktiven Tag heute
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Sonntag, 14. Juni 2026
Hundenamensschild mit Telefonnummer
Es ist ja schon witzig, wie lange man immer noch an alten Mustern klebt, obwohl die längst völlig irrelevant geworden sind.

Heute ist Sonntag und deshalb hatte ich einen massiven inneren Widerstand, mich an den PC zu setzen und Dinge zu erledigen, denn heute ist schließlich Sonntag.

Dabei ist es ja nun wirklich wurscht. Wenn man keine fremdbestimmte Arbeitsverpflichtung mehr hat, ist jeder Tag Sonntag, oder jeder Tag Montag, oder irgendwas, weil man es sich einfach komplett selber aussuchen kann, wann man was macht und wann nicht.

Das einzige, was an kalendarischen Sonntagen blöd ist, ist, dass da die Läden geschlossen sind und man viel weniger machen kann als an anderen Tagen. Einkaufen zB fällt im Wesentlichen aus.
Eigentlich sind Sonntage in einem Rentnerleben die blödesten Tage, weil man an Sonntagen deutlich eingeschränkter ist als an anderen Tagen. Aber nun ja, irgendwas ist ja immer.

Dafür finden an Sonntagen eigentlich immer irgendwo irgendwelche Flohmärkte statt, Einkaufen geht also doch, heute war sogar hier vor Ort in Greven Flohmarkt.

Die Sonntagsflohmärkte sind allerdings längst nicht so schön wie die Samstagsflohmärkte, denn Sonntags gibt es überwiegend (ausländische) Händler, die die Märkte mit Billigwaren fluten, Menschen, die ihren eigenen, alten Kram anbieten gibt es kaum.

Deshalb habe ich heute auch nur an einem Stand etwas gefunden, aber immerhin: vier Sektgläser mit Stiel und ohne Fuß, jetzt habe ich zehn und langsam lohnt es sich, damit eine richtig schicke Strandfete zu feiern.

Sonst habe ich nur noch einen Hundeknochenanhänger aus Edelstahl gekauft, auf den ich vorne Bixas Namen und auf der Rückseite unsere Telefonnummern habe eingravieren lassen, hängt schon an ihrem Geschirr und wenn sie das nächste Mal auf dem Festland abhaut, wissen die Hundefängerfinder wenigstens, wen sie anrufen können, um den Hund wieder ins richtige Zuhause zu bringen.

Letzten Donnerstag, auf der Geburtstagsparty der Mutter, ist der Hund nämlich ein bisschen abgehauen, weil sich grade niemand dafür zuständig fühlte, auf sie aufzupassen.
Als wir merkten, dass sie nicht mehr da ist, war sie schon recht lange nicht mehr da und in der Zwischenzeit von einer Frau eingefangen worden, die grade dabei war, den herrenlosen Hund ins Tierheim bringen zu lassen.

Am Ende ist aber alles gut gegangen, wir haben den Hund gefunden, bevor er abtransportiert worden wäre, doch für künftige Situationen trägt sie jetzt ein Schild mit ihrem Namen und unseren Telefonnummern am Geschirr.

Auf Borkum ist das alles nicht so dramatisch, da kennt inzwischen jeder diesen Hund, Dalmatiner sind zum Glück selten und gut zu erkennen, wenn sie dort abhaut, weiß jeder, wo sie hingehört und dann wird sie direkt nach Hause gebracht.

Insgesamt war der heutige Flohmarkt also längst nicht so ergiebig wie der gestrige, dafür war ich sehr begeistert davon, dass dort ein Schmuckverkäufer stand, der nicht nur solche Hundeknochenanhänger verkaufte, sondern auch gleich die Gravur darauf kostenlos mit erledigte
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