Montag, 6. April 2026
Heimatgefühle und Verlustängste
anje, 23:39h
Der Ginster beginnt zu blühen

und plötzlich habe ich einen Ohrwurm
Wa de Nordseewellen
trecken an de Strand,
wa de geele Ginster
bleuht in Dünensand,
wa de Möwen skrien
hell int Störmgebrus,
da is miene Heimat,
da bin ick tau Hus.
Ich suche online nach diesem Lied und lerne, dass es im Original wohl die Ostseewellen waren, die besungen wurden, was mich fasziniert, denn ich habe früher sogar lange gedacht, dass es extra für Borkum geschrieben wurde, schließlich sang/singt der Borkumer Männerchor es bei jeder Gelegenheit
Dann hörte ich irgendwann die Version von Lale Andersen, die ein ganz seltsames Platt singt (Festland.....) und ich begriff, dass es wohl doch nicht speziell für Borkum geschrieben wurde.
Und jetzt also sogar eigentlich für die Ostsee, na sowas, geklautes Heimatlied, Sachen gibt's.
Trotzdem läuft mir das Lied nach, seit dem ich den Ginster gesehen habe.
Sonst so:
Gestern habe ich noch gesagt, ich möchte einen Artikel aus dem Spiegel lesen - heute ist er schon in meinem E-Mail-Postfach, was für ein wundervoller Bloggerservice, vielen herzlichen Dank.
Am Vormittag habe ich lange mit meiner Tochter telefoniert und unter anderem sprachen wir über das Thema "Verlustangst". Sie sagt, sie möchte lieber nicht so viele oder so tolle Dinge haben, weil dann ja die Gefahr besteht, dass sie die nicht auf Dauer behalten kann bzw. sich eine Ersatzbeschaffung nicht leisten kann und dann wäre sie unzufrieden, weil sie dann ja wüsste, was ihr fehlt. Um diese Unzufriedenheit nicht zu riskieren, möchte sie sich lieber gar nicht erst an besonders gute Dinge gewöhnen.
Ihr Beispiel waren Falke-Socken. Bevor sie Falke-Socken kennenlernte, war sie auch mit den einfachen Socken vom Discounter zufrieden, weil sie ja nichts anderes kannte. Aber dann schenkte ich ihr FalkeSocken und jetzt findet sie die billigen Socken nicht mehr gut und muss für immer die teuren FalkeSocken kaufen, weil die FalkeSocken ihren Geschmack nach oben verdorben haben.
Mich fasziniert diese Einstellung, weil ich komplett anders ticke. Ich möchte immer genau wissen, was es für besonders edle und hochwertige Dinge gibt, damit ich weiß, wonach ich auf dem Flohmarkt gezielt Ausschau halten muss. Wenn ich die besonders gute Markenkleidung gar nicht kenne, kann ich sie auch nicht erkennen und irgendwie geht dann viel vom Sinn des Flohmarktes für mich verloren.
Ich kaufe meine Kleidung ja nicht auf dem Flohmarkt, weil ich dringend etwas zum Anziehen brauche, sondern weil ich eben den Genuss, richtig hochwertige Kleidung zu tragen, sehr schätze, aber nicht bereit bin, dafür den regulären Preis zu bezahlen.
So ähnlich geht es mir auch mit Weinen, das erzählte ich neulich schon mal, denn ich kann die richtig guten Weine beim Discounter ja nur dann erkennen und finden, wenn ich überhaupt weiß, wie ein richtig guter Wein schmecken kann.
Ein weiterer, sehr großer Unterschied ist, dass ich keinerlei Verlustängste habe. Im Gegenteil, ich stelle mir zwischendurch immer mal wieder vor, dass der Luxus und der Reichtum, in dem ich lebe, ja durchaus auch mal wieder verschwinden kann. Drei schwarze Schwäne auf einmal, Black Friday und kein Ende - es kann durchaus sein, dass plötzlich alles weg ist.
Für solche Gedanken habe ich dann mein worst case scenario, wo ich mir ausmale, was im schlimmsten Fall alles passieren kann und dann beruhige ich mich damit, dass ich mich im schlimmsten Fall halt hier auf meiner Insel einigel, den Garten zu einem Nutzgarten umbaue, das gleiche mache ich auch mit dem Garten beim Vaterhaus und dann lebe ich eben vor allem von Kartoffeln und Möhren - und so schlimm finde ich das auch nicht.
Immer, wenn ich mir so etwas vorstelle, überkommt mich gleichzeitig aber auch eine große Dankbarkeit, dass ich jetzt schon seit so langer Zeit in meinem bisherigen Luxus leben konnte, das hat sich doch alles schon gewaltig gelohnt. Wie schade wäre es gewesen, wenn ich mich aus Sorge, den Luxus nicht halten zu können, immer nur beschieden hätte? Was für ein vergeudetes Leben.
Ich finde, das Leben ist wie ein Mensch-ärger-dich-nicht-Spiel, es kann immer mal passieren, dass man rausgeworfen wird, kein Grund, sich aufzuregen. Aber bloß, um das Risiko, rausgeworfen zu werden, zu minimieren, laufe ich doch nicht freiwillig lieber hinter den anderen her, weil mir da weniger passieren kann.
Genau zu dem Bild meinte meine Tochter, doch, sie wäre lieber immer nur bei den Verfolgern, dann müsste sie sich nur kurz vor Schluss einmal anstrengen und könnte dann ja noch überholen, hätte aber vorher deutlich weniger Stress.
Wenn sie Erster wäre, würde sie das enorm stressen, weil sie dann ja von allen gejagt würde und deshalb auch viel eher rausgeworfen werden könnte.
Mich fasziniert das sehr, denn diese Grundeinstellung kann sie weder von ihrem Vater noch von mir geerbt haben und beigebracht haben wir ihr das auch alle beide ganz sicher nicht. Die Mendelsche Erblehre geht manchmal seltsame Wege
.

und plötzlich habe ich einen Ohrwurm
Wa de Nordseewellen
trecken an de Strand,
wa de geele Ginster
bleuht in Dünensand,
wa de Möwen skrien
hell int Störmgebrus,
da is miene Heimat,
da bin ick tau Hus.
Ich suche online nach diesem Lied und lerne, dass es im Original wohl die Ostseewellen waren, die besungen wurden, was mich fasziniert, denn ich habe früher sogar lange gedacht, dass es extra für Borkum geschrieben wurde, schließlich sang/singt der Borkumer Männerchor es bei jeder Gelegenheit
Dann hörte ich irgendwann die Version von Lale Andersen, die ein ganz seltsames Platt singt (Festland.....) und ich begriff, dass es wohl doch nicht speziell für Borkum geschrieben wurde.
Und jetzt also sogar eigentlich für die Ostsee, na sowas, geklautes Heimatlied, Sachen gibt's.
Trotzdem läuft mir das Lied nach, seit dem ich den Ginster gesehen habe.
Sonst so:
Gestern habe ich noch gesagt, ich möchte einen Artikel aus dem Spiegel lesen - heute ist er schon in meinem E-Mail-Postfach, was für ein wundervoller Bloggerservice, vielen herzlichen Dank.
Am Vormittag habe ich lange mit meiner Tochter telefoniert und unter anderem sprachen wir über das Thema "Verlustangst". Sie sagt, sie möchte lieber nicht so viele oder so tolle Dinge haben, weil dann ja die Gefahr besteht, dass sie die nicht auf Dauer behalten kann bzw. sich eine Ersatzbeschaffung nicht leisten kann und dann wäre sie unzufrieden, weil sie dann ja wüsste, was ihr fehlt. Um diese Unzufriedenheit nicht zu riskieren, möchte sie sich lieber gar nicht erst an besonders gute Dinge gewöhnen.
Ihr Beispiel waren Falke-Socken. Bevor sie Falke-Socken kennenlernte, war sie auch mit den einfachen Socken vom Discounter zufrieden, weil sie ja nichts anderes kannte. Aber dann schenkte ich ihr FalkeSocken und jetzt findet sie die billigen Socken nicht mehr gut und muss für immer die teuren FalkeSocken kaufen, weil die FalkeSocken ihren Geschmack nach oben verdorben haben.
Mich fasziniert diese Einstellung, weil ich komplett anders ticke. Ich möchte immer genau wissen, was es für besonders edle und hochwertige Dinge gibt, damit ich weiß, wonach ich auf dem Flohmarkt gezielt Ausschau halten muss. Wenn ich die besonders gute Markenkleidung gar nicht kenne, kann ich sie auch nicht erkennen und irgendwie geht dann viel vom Sinn des Flohmarktes für mich verloren.
Ich kaufe meine Kleidung ja nicht auf dem Flohmarkt, weil ich dringend etwas zum Anziehen brauche, sondern weil ich eben den Genuss, richtig hochwertige Kleidung zu tragen, sehr schätze, aber nicht bereit bin, dafür den regulären Preis zu bezahlen.
So ähnlich geht es mir auch mit Weinen, das erzählte ich neulich schon mal, denn ich kann die richtig guten Weine beim Discounter ja nur dann erkennen und finden, wenn ich überhaupt weiß, wie ein richtig guter Wein schmecken kann.
Ein weiterer, sehr großer Unterschied ist, dass ich keinerlei Verlustängste habe. Im Gegenteil, ich stelle mir zwischendurch immer mal wieder vor, dass der Luxus und der Reichtum, in dem ich lebe, ja durchaus auch mal wieder verschwinden kann. Drei schwarze Schwäne auf einmal, Black Friday und kein Ende - es kann durchaus sein, dass plötzlich alles weg ist.
Für solche Gedanken habe ich dann mein worst case scenario, wo ich mir ausmale, was im schlimmsten Fall alles passieren kann und dann beruhige ich mich damit, dass ich mich im schlimmsten Fall halt hier auf meiner Insel einigel, den Garten zu einem Nutzgarten umbaue, das gleiche mache ich auch mit dem Garten beim Vaterhaus und dann lebe ich eben vor allem von Kartoffeln und Möhren - und so schlimm finde ich das auch nicht.
Immer, wenn ich mir so etwas vorstelle, überkommt mich gleichzeitig aber auch eine große Dankbarkeit, dass ich jetzt schon seit so langer Zeit in meinem bisherigen Luxus leben konnte, das hat sich doch alles schon gewaltig gelohnt. Wie schade wäre es gewesen, wenn ich mich aus Sorge, den Luxus nicht halten zu können, immer nur beschieden hätte? Was für ein vergeudetes Leben.
Ich finde, das Leben ist wie ein Mensch-ärger-dich-nicht-Spiel, es kann immer mal passieren, dass man rausgeworfen wird, kein Grund, sich aufzuregen. Aber bloß, um das Risiko, rausgeworfen zu werden, zu minimieren, laufe ich doch nicht freiwillig lieber hinter den anderen her, weil mir da weniger passieren kann.
Genau zu dem Bild meinte meine Tochter, doch, sie wäre lieber immer nur bei den Verfolgern, dann müsste sie sich nur kurz vor Schluss einmal anstrengen und könnte dann ja noch überholen, hätte aber vorher deutlich weniger Stress.
Wenn sie Erster wäre, würde sie das enorm stressen, weil sie dann ja von allen gejagt würde und deshalb auch viel eher rausgeworfen werden könnte.
Mich fasziniert das sehr, denn diese Grundeinstellung kann sie weder von ihrem Vater noch von mir geerbt haben und beigebracht haben wir ihr das auch alle beide ganz sicher nicht. Die Mendelsche Erblehre geht manchmal seltsame Wege
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Sonntag, 5. April 2026
S-Magazin, Wind und Hose
anje, 20:07h
Manchmal interessieren mich einzelne Beiträge in Zeitungen oder Zeitschriften, zu denen ich keinen online Zugang habe und seitdem die Umgehung der Paywall über archive.xy nicht mehr vernünftig funktioniert, gehe ich den etwas umständlicheren Weg über die onleihe.
Heute habe ich dort einmal durch das Angebot an verfügbaren Magazinen geblättert und bin dabei auf das S-Magazin vom Spiegel gestoßen.
Ich weiß, ich bin gemein, aber die selbstgewählte Beschreibung dieses Magazins triggert massiv meine Lästergene.
"Journalistisch anspruchsvoll und visuell opulent werden zeitgeistliche Themen mit exklusiven Features in verschiedene Stil-Welten übersetzt."
Ich kann ihn mir sofort vorstellen, den typischen Leser dieses Leifsteil-Magazins.
"Das S-Magazin überzeugt durch einen modernen, minimalistischen und gleichzeitig großzügig-eleganten Auftritt."
Modern-minimalistisch beschreibt dabei wahrscheinlich ziemlich treffend die intellektuelle Flughöhe, mit der dieses Magazin unterwegs ist. Die visuelle Opulenz ergänzt den Minimalismus der Moderne vor allem durch Masse. Bild sticht Text, wie praktisch.
Dazu passend die statistischen Daten aus der eigenen Leserbefragung: 59% sind unter 49, was im Umkehrschluss bedeutet: Mehr als die Hälfte der Leser sind 50 und älter.
Also nicht wirklich ein Jugendmagazin, eher was für den gutsituierten Jung-Rentner von heute, der gerne auch schon mal mit Mitte 50 in den vorgezogenen Ruhestand geht, Altersteilzeit lässt grüßen.
Weil immer mehr Arbeitgeber ihre alten, viel zu teuren Arbeitnehmer loswerden möchten, um hohe Kompetenz lieber durch nützliche Produktivität zu ersetzen, ist es für sie sogar wirtschaftlich, das Modell der Altersteilzeit noch extra zu bezuschussen, bloß um die teuren Jungsenioren loszuwerden.
Ich kenne es vor allem von Banken, wo dieses Modell schon seit Jahren üblich ist.
So viel übrigens zu längerer Lebensarbeitszeit und Fachkräftemangel……
Nun, und all diese aktiven Silverfifties suchen natürlich nach einem neuen Sinn im Leben und da kommen so Angebote wie die des S-Magazins grade recht:
"Feste Rubriken und Kolumnen um Fragen des guten Stils runden das journalistische Angebot ab."
Die Pflege des guten Stils, das ist doch mal eine Aufgabe für den gepflegten Frührentner.
Schade nur, dass es so viele verschiedene Meinungen dazu gibt, was man unter gutem Stil versteht.
Ich habe das Magazin dann natürlich auch sofort neugierig ausgeliehen und durchgeblättert.
Zusammenfassung: Auch der optische Inhalt bestätigt alle meine Vorurteile. Was für eine unsägliche Langeweile.
Dieses Magazin war übrigens spontan verfügbar, für die aktuelle Ausgabe des Spiegels, mit der Titelstory: "Die Tyrannei des Duzens" musste ich mich in die Warteschlange einreihen, aber da ich dieses Thema sehr spannend finde, warte ich gerne.
Sonst so:
Hier war heute Wind.
Sehr viel Wind.
Man könnte es schon fast als zu viel Wind bezeichnen, ich war auf alle Fälle froh, als ich von der windigen Promenade wieder in der geschützteren Bereich hinter den Dünen wechseln konnte.
Vorher habe ich noch fix ein paar es schicke Meerschaum-Wellen-Bilder gemacht.
Und außerdem hat K meine neue Hose nicht nur fotografiert, sondern sogar mit: Oh, das sieht echt schick aus" kommentiert.

Auf der Skala westfälischer Begeisterung ist das ziemlich weit oben
.
Heute habe ich dort einmal durch das Angebot an verfügbaren Magazinen geblättert und bin dabei auf das S-Magazin vom Spiegel gestoßen.
Ich weiß, ich bin gemein, aber die selbstgewählte Beschreibung dieses Magazins triggert massiv meine Lästergene.
"Journalistisch anspruchsvoll und visuell opulent werden zeitgeistliche Themen mit exklusiven Features in verschiedene Stil-Welten übersetzt."
Ich kann ihn mir sofort vorstellen, den typischen Leser dieses Leifsteil-Magazins.
"Das S-Magazin überzeugt durch einen modernen, minimalistischen und gleichzeitig großzügig-eleganten Auftritt."
Modern-minimalistisch beschreibt dabei wahrscheinlich ziemlich treffend die intellektuelle Flughöhe, mit der dieses Magazin unterwegs ist. Die visuelle Opulenz ergänzt den Minimalismus der Moderne vor allem durch Masse. Bild sticht Text, wie praktisch.
Dazu passend die statistischen Daten aus der eigenen Leserbefragung: 59% sind unter 49, was im Umkehrschluss bedeutet: Mehr als die Hälfte der Leser sind 50 und älter.
Also nicht wirklich ein Jugendmagazin, eher was für den gutsituierten Jung-Rentner von heute, der gerne auch schon mal mit Mitte 50 in den vorgezogenen Ruhestand geht, Altersteilzeit lässt grüßen.
Weil immer mehr Arbeitgeber ihre alten, viel zu teuren Arbeitnehmer loswerden möchten, um hohe Kompetenz lieber durch nützliche Produktivität zu ersetzen, ist es für sie sogar wirtschaftlich, das Modell der Altersteilzeit noch extra zu bezuschussen, bloß um die teuren Jungsenioren loszuwerden.
Ich kenne es vor allem von Banken, wo dieses Modell schon seit Jahren üblich ist.
So viel übrigens zu längerer Lebensarbeitszeit und Fachkräftemangel……
Nun, und all diese aktiven Silverfifties suchen natürlich nach einem neuen Sinn im Leben und da kommen so Angebote wie die des S-Magazins grade recht:
"Feste Rubriken und Kolumnen um Fragen des guten Stils runden das journalistische Angebot ab."
Die Pflege des guten Stils, das ist doch mal eine Aufgabe für den gepflegten Frührentner.
Schade nur, dass es so viele verschiedene Meinungen dazu gibt, was man unter gutem Stil versteht.
Ich habe das Magazin dann natürlich auch sofort neugierig ausgeliehen und durchgeblättert.
Zusammenfassung: Auch der optische Inhalt bestätigt alle meine Vorurteile. Was für eine unsägliche Langeweile.
Dieses Magazin war übrigens spontan verfügbar, für die aktuelle Ausgabe des Spiegels, mit der Titelstory: "Die Tyrannei des Duzens" musste ich mich in die Warteschlange einreihen, aber da ich dieses Thema sehr spannend finde, warte ich gerne.
Sonst so:
Hier war heute Wind.
Sehr viel Wind.
Man könnte es schon fast als zu viel Wind bezeichnen, ich war auf alle Fälle froh, als ich von der windigen Promenade wieder in der geschützteren Bereich hinter den Dünen wechseln konnte.
Vorher habe ich noch fix ein paar es schicke Meerschaum-Wellen-Bilder gemacht.
Und außerdem hat K meine neue Hose nicht nur fotografiert, sondern sogar mit: Oh, das sieht echt schick aus" kommentiert.

Auf der Skala westfälischer Begeisterung ist das ziemlich weit oben
.
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Samstag, 4. April 2026
Hosenkauf und Spitzkohlsalat
anje, 23:03h
Für heute war noch mal der Tierheimflohmarkt angekündigt und selbstverständlich wollte ich da wieder hingehen. Sie bekommen regelmäßig neue Ware, es gibt also immer wieder etwas Neues zu entdecken und selbst wenn es immer das gleiche Zeug ist, was sie anbieten, so findet man doch bei jedem Durchgang noch mal etwas, was man bisher übersehen hat.
In meinem Hinterkopf hatte sich 10h als Startzeit festgesetzt, ich fuhr also kurz nach Halb Elf hier los und war so gegen Viertel vor Elf im Dorf, wo auch schon das große Hinweisschild mit "Heute hier Flohmarkt" auf der Straße fand, allerdings war die Tür noch verschlossen und bei genauerem Hinsehen stand dort ziemlich deutlich, dass Beginn für Publikum erst ab 11h ist.
Ich musste also noch einen Viertelstunde warten und schlenderte deshalb durch die Fußgängerzone und schaute mir die Schaufenster der Geschäfte an. Ich bin so selten im Dorf, dass ich es durchaus interessant fand, mir anzusehen, was es für neue Geschäfte gab und was überhaupt so angeboten wurde.
In einem Klamottengeschäft sah ich eine Hose, die mir ausnehmen gut gefiel.
Die allermeisten Läden im Dorf sind entweder Klamottengeschäfte oder Läden mit typischem Meer-Merge, also so Touristen-Mitbringsel-Krimskrams.
Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal ein Anziehteil in einem Laden gekauft habe, was vor allem auch daran liegt, dass ich ja nie in solche Läden gehe. Aber heute musste ich Zeit totschlagen und außer Läden anzuschauen gab es dort in der Nähe wirklich nichts anderes zu tun und so begann mein Ausflug zum Flohmarkt mit dem Kauf einer Hose in einem normalen Geschäft.
Damit hatte ich dann auch gleich das Budget für locker 10 Wochen Flohmarkt verjubelt, aber mir gefiel die Hose wirklich richtig gut, ich konnte sie anprobieren und mich daran freuen, wie gut sie passt und alle fünf Jahre mal eine Hose in einem normalen Laden zu kaufen, wird dann auch noch finanzierbar sein.
Auf dem Flohmarkt selber fand ich heute weniger Teile als letzte Woche, aber einige doch und so war das insgesamt ein erfolgreicher Einkaufsvormittag.
Am Nachmittag waren wir fast zwei Stunden am Strand und haben zugeschaut, wie der Hund mit vielen anderen Hunden spielte, es war richtig viel los, am Hundestrand herrschte Hochbetrieb.
Zum Abendessen gab es ein Brathähnchen aus dem Airfryer, sehr praktische Zubereitungsmethode. Das Hähnchen war sehr zart und saftig geworden mit einer angenehm krossen Haut, das alles ohne größere Mengen an Dreck oder Fettspritzerein im Umfeld zu verteilen, so werde ich künftig immer Brathähnchen zubereiten.
Als Beilage gab es unseren neuen Lieblingssalat.

Felix hatte schon vor längerem mal erzählt, dass es bei ihnen regelmäßig Krautsalat aus Spitzkohl gibt und das Rezept dazu gepostet.
Das machte mich neugierig, Spitzkohl hatte ich bisher nur als Ofengemüse verarbeitet, auf die Idee, dass man ihn auch roh als Salat machen könnte, wäre ich von mir aus nicht gekommen.
Ich habe mich zunächst genau an Felix Rezept gehalten, dann ein wenig rumprobiert und inzwischen haben wir unsere eigene Lieblingsmischung gefunden. Bei uns kommt außer roter Zwiebel immer noch ein wenig frische Paprika mit dazu und heute habe ich auch noch gerösteten Sesam drübergestreut. Als Sauce mache ich meine normale Himbeervinaigrette und wir finden den Salat beide richtig toll. Da sich Spitzkohl problemlos länger hält, habe ich seit einiger Zeit immer einen Spitzkohl im Kühlschrank, so dass ich jederzeit spontan diesen Salat machen kann. Ich bin sehr zufrieden, diesen Salat bei Felix entdeckt zu haben, er ist inzwischen aus unserem Alltagsspeiseplan auch nicht mehr wegzudenken
.
In meinem Hinterkopf hatte sich 10h als Startzeit festgesetzt, ich fuhr also kurz nach Halb Elf hier los und war so gegen Viertel vor Elf im Dorf, wo auch schon das große Hinweisschild mit "Heute hier Flohmarkt" auf der Straße fand, allerdings war die Tür noch verschlossen und bei genauerem Hinsehen stand dort ziemlich deutlich, dass Beginn für Publikum erst ab 11h ist.
Ich musste also noch einen Viertelstunde warten und schlenderte deshalb durch die Fußgängerzone und schaute mir die Schaufenster der Geschäfte an. Ich bin so selten im Dorf, dass ich es durchaus interessant fand, mir anzusehen, was es für neue Geschäfte gab und was überhaupt so angeboten wurde.
In einem Klamottengeschäft sah ich eine Hose, die mir ausnehmen gut gefiel.
Die allermeisten Läden im Dorf sind entweder Klamottengeschäfte oder Läden mit typischem Meer-Merge, also so Touristen-Mitbringsel-Krimskrams.
Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal ein Anziehteil in einem Laden gekauft habe, was vor allem auch daran liegt, dass ich ja nie in solche Läden gehe. Aber heute musste ich Zeit totschlagen und außer Läden anzuschauen gab es dort in der Nähe wirklich nichts anderes zu tun und so begann mein Ausflug zum Flohmarkt mit dem Kauf einer Hose in einem normalen Geschäft.
Damit hatte ich dann auch gleich das Budget für locker 10 Wochen Flohmarkt verjubelt, aber mir gefiel die Hose wirklich richtig gut, ich konnte sie anprobieren und mich daran freuen, wie gut sie passt und alle fünf Jahre mal eine Hose in einem normalen Laden zu kaufen, wird dann auch noch finanzierbar sein.
Auf dem Flohmarkt selber fand ich heute weniger Teile als letzte Woche, aber einige doch und so war das insgesamt ein erfolgreicher Einkaufsvormittag.
Am Nachmittag waren wir fast zwei Stunden am Strand und haben zugeschaut, wie der Hund mit vielen anderen Hunden spielte, es war richtig viel los, am Hundestrand herrschte Hochbetrieb.
Zum Abendessen gab es ein Brathähnchen aus dem Airfryer, sehr praktische Zubereitungsmethode. Das Hähnchen war sehr zart und saftig geworden mit einer angenehm krossen Haut, das alles ohne größere Mengen an Dreck oder Fettspritzerein im Umfeld zu verteilen, so werde ich künftig immer Brathähnchen zubereiten.
Als Beilage gab es unseren neuen Lieblingssalat.

Felix hatte schon vor längerem mal erzählt, dass es bei ihnen regelmäßig Krautsalat aus Spitzkohl gibt und das Rezept dazu gepostet.
Das machte mich neugierig, Spitzkohl hatte ich bisher nur als Ofengemüse verarbeitet, auf die Idee, dass man ihn auch roh als Salat machen könnte, wäre ich von mir aus nicht gekommen.
Ich habe mich zunächst genau an Felix Rezept gehalten, dann ein wenig rumprobiert und inzwischen haben wir unsere eigene Lieblingsmischung gefunden. Bei uns kommt außer roter Zwiebel immer noch ein wenig frische Paprika mit dazu und heute habe ich auch noch gerösteten Sesam drübergestreut. Als Sauce mache ich meine normale Himbeervinaigrette und wir finden den Salat beide richtig toll. Da sich Spitzkohl problemlos länger hält, habe ich seit einiger Zeit immer einen Spitzkohl im Kühlschrank, so dass ich jederzeit spontan diesen Salat machen kann. Ich bin sehr zufrieden, diesen Salat bei Felix entdeckt zu haben, er ist inzwischen aus unserem Alltagsspeiseplan auch nicht mehr wegzudenken
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Freitag, 3. April 2026
Zum Glück schlechtes Wetter
anje, 22:29h
Karfreitag, Nixlostag, das war schon vor 45 Jahren so, geändert hat sich da bis heute nix.
Ich erinnere mich noch gut an Gründonnerstage Ende der 70er/Anfang der 80er. Es war meist richtig was los in der Disco, schließlich waren Osterferien und da war die Insel schon fast ausgebucht.
Doch Punkt Null Uhr war alles vorbei. Die Musik ging aus, das Licht an und die gesamte Stimmung war vorbei.
Um sich nach Mitternacht dann noch igendwie knutschend in den Dünen rumzudrücken, dafür war zu Ostern noch eindeutig zu kalt, es blieb nichts anderes übrig als traurig nach Hause zu trotten und sich zu fragen, was man mit einem Feiertag soll, wenn man ihn nicht zum Feiern benutzen kann.
Heute stört mich das nicht mehr so sehr wie früher, aber auch heute finde ich diese Feiertage, an denen das gesamte Leben durch vorgegebenen, äußeren Zwang auf Null heruntergefahren wird, öde.
Grundsätzlich gibt es in meinem Leben inzwischen zwar viele Tage, an denen ich wirklich exakt gar nichts mache und auch das Haus nicht verlasse, aber es ist das übliche Phänomen der verschlossenen Tür: So lange die Tür offen steht, verspüre ich keinerlei Bedürfnis, rauszugehen. Aber knapp schließt jemand diese Tür und sagt mir, ich dürfe jetzt nicht rausgehen, na, da will ich natürlich nichts dringender als unbedingt nach draußen.
Zum Glück war es heute draußen auch noch eher ungemütlich. Kalt, feucht, Wind, da konnte ich mir gut einreden, dass ich freiwillig zu Hause bleibe.
Am späten Abend gingen wir dann aber noch mal zum Onkel, K hatte eine neue Fritzbox für ihn bestellt, weil die bisherige mit Baujahr 2010 nicht mehr so wirklich aktuell ist. Zwei Stunden später war alles eingerichtet und lief wieder, jetzt dürften auch die Gästebeschwerden über das schlechte Wlan aufhören
.
Ich erinnere mich noch gut an Gründonnerstage Ende der 70er/Anfang der 80er. Es war meist richtig was los in der Disco, schließlich waren Osterferien und da war die Insel schon fast ausgebucht.
Doch Punkt Null Uhr war alles vorbei. Die Musik ging aus, das Licht an und die gesamte Stimmung war vorbei.
Um sich nach Mitternacht dann noch igendwie knutschend in den Dünen rumzudrücken, dafür war zu Ostern noch eindeutig zu kalt, es blieb nichts anderes übrig als traurig nach Hause zu trotten und sich zu fragen, was man mit einem Feiertag soll, wenn man ihn nicht zum Feiern benutzen kann.
Heute stört mich das nicht mehr so sehr wie früher, aber auch heute finde ich diese Feiertage, an denen das gesamte Leben durch vorgegebenen, äußeren Zwang auf Null heruntergefahren wird, öde.
Grundsätzlich gibt es in meinem Leben inzwischen zwar viele Tage, an denen ich wirklich exakt gar nichts mache und auch das Haus nicht verlasse, aber es ist das übliche Phänomen der verschlossenen Tür: So lange die Tür offen steht, verspüre ich keinerlei Bedürfnis, rauszugehen. Aber knapp schließt jemand diese Tür und sagt mir, ich dürfe jetzt nicht rausgehen, na, da will ich natürlich nichts dringender als unbedingt nach draußen.
Zum Glück war es heute draußen auch noch eher ungemütlich. Kalt, feucht, Wind, da konnte ich mir gut einreden, dass ich freiwillig zu Hause bleibe.
Am späten Abend gingen wir dann aber noch mal zum Onkel, K hatte eine neue Fritzbox für ihn bestellt, weil die bisherige mit Baujahr 2010 nicht mehr so wirklich aktuell ist. Zwei Stunden später war alles eingerichtet und lief wieder, jetzt dürften auch die Gästebeschwerden über das schlechte Wlan aufhören
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Donnerstag, 2. April 2026
Für mich reicht das
anje, 22:56h
In den letzten Tagen passte das tatsächliche Wetter überraschend gut zum vorhergesagten Wetter, was mich vor allem deshalb freut, weil gestern wirklich der beste Tag zum draußen Wäsche trocknen war und es sich gelohnt hat, dass ich gestern extra deshalb etwas früher aufgestanden bin.
Heute war es schon wieder deutlich kälter und dass bei Temperaturen knapp über 0°C Wäsche nur sehr schlecht trocknet, habe ich im Januar und Februar zur Genüge ausprobieren können, das muss ich nicht noch mal testen.
Für heute gab es damit keine zeitgebundenen, konkreten Aufgaben, weshalb ich auch keinen Grund sah, mich mit dem Aufstehen zu beeilen. Wenn ich vor dem Abendessen geduscht und angezogen bin, ist das immer noch früh genug.
Hier auf der Insel klappt das mit dem Verlottern noch viel besser als auf dem Festland, vor allem deshalb, weil es hier noch weniger zu tun gibt und wenn noch nicht mal das Wetter Grund zum Aufstehen bietet, was soll ich mich dann sinnlos disziplinieren?
Während ich also heute Vormittag höchst zufrieden im Bett rumlungerte, habe ich bemerkt, dass genau das, also das bewusste sich nicht Disziplinieren müssen, echte Glückgefühle auslöst. D.h. die Glücksgefühle wurden dadurch ausgelöst, dass mir klarwurde, wie gut es mir geht, dass ich nichts mehr muss.
Dass ich nicht mehr gegen Bezahlung aktiv arbeiten muss, ist dabei nur ein "nicht mehr müssen", ich habe in den letzten Monaten aber auch viele andere Zwänge abgelegt, nämlich dadurch, dass ich mich gefragt habe: Für wen sollte ich das tun? Wenn sich da keine sinnvolle Antwort findet, fällt es plötzlich leicht, es einfach nicht mehr zu tun.
In unserer Familie gibt es einen geflügelten Satz, der lautet: "Für Borkum reicht das."
Anziehsachen, die fürs Festland nicht mehr schön genug waren, kamen mit nach Borkum, denn für Borkum reichten auch die aussortierten Klamotten.
Überhaupt alles, was den Festlandsansprüchen nicht mehr genügte: Für Borkum reicht das.
Auf Borkum war das Leben leichter, die Ansprüche, die man an sich selber und sein durchgetaktetes Leben stellte, die konnte man auf der Insel einfach mal abstreifen und beiseite legen.
Hier konnte man ungeschminkt und in bequemen Freizeitklamotten den Tag verbringen, ohne Sorge zu haben, schief angesehen zu werden.
Aber knapp war man wieder zurück im Arbeitsleben, waren sie auch alle wieder da, die sonstigen Themen wie: Wie sehe ich aus?
Was denken die anderen von mir?
Was ziehe ich an?
Muss ich zum Friseur?
usw. usw.
Ich trug unbequeme Kleidung (es gibt keine bequemen Highheels!), weil ich meinte, einem bestimmten Rollenklischee genügen zu müssen
Ich schminkte mich und investierte Zeit und Geld in Stylings, um dem eigenen Rollenklischee zu genügen.
Ich besuchte langweilige Veranstaltungen, weil es dazugehört
Ich war nett und höflich zu schrecklichen Menschen, weil es dazugehört.
Überhaupt tat ich ungemein viele Dinge, zu denen ich keine Lust hatte, einfach weil es dazu gehört.
Und all das tue ich jetzt nicht mehr, weil ich nicht mehr dazu gehöre.
Weil ich nicht mehr dazugehören muss.
Weil ich gar nichts mehr muss, außer mit mir selber zufrieden zu sein.
Und für mich selber reicht das
.
Heute war es schon wieder deutlich kälter und dass bei Temperaturen knapp über 0°C Wäsche nur sehr schlecht trocknet, habe ich im Januar und Februar zur Genüge ausprobieren können, das muss ich nicht noch mal testen.
Für heute gab es damit keine zeitgebundenen, konkreten Aufgaben, weshalb ich auch keinen Grund sah, mich mit dem Aufstehen zu beeilen. Wenn ich vor dem Abendessen geduscht und angezogen bin, ist das immer noch früh genug.
Hier auf der Insel klappt das mit dem Verlottern noch viel besser als auf dem Festland, vor allem deshalb, weil es hier noch weniger zu tun gibt und wenn noch nicht mal das Wetter Grund zum Aufstehen bietet, was soll ich mich dann sinnlos disziplinieren?
Während ich also heute Vormittag höchst zufrieden im Bett rumlungerte, habe ich bemerkt, dass genau das, also das bewusste sich nicht Disziplinieren müssen, echte Glückgefühle auslöst. D.h. die Glücksgefühle wurden dadurch ausgelöst, dass mir klarwurde, wie gut es mir geht, dass ich nichts mehr muss.
Dass ich nicht mehr gegen Bezahlung aktiv arbeiten muss, ist dabei nur ein "nicht mehr müssen", ich habe in den letzten Monaten aber auch viele andere Zwänge abgelegt, nämlich dadurch, dass ich mich gefragt habe: Für wen sollte ich das tun? Wenn sich da keine sinnvolle Antwort findet, fällt es plötzlich leicht, es einfach nicht mehr zu tun.
In unserer Familie gibt es einen geflügelten Satz, der lautet: "Für Borkum reicht das."
Anziehsachen, die fürs Festland nicht mehr schön genug waren, kamen mit nach Borkum, denn für Borkum reichten auch die aussortierten Klamotten.
Überhaupt alles, was den Festlandsansprüchen nicht mehr genügte: Für Borkum reicht das.
Auf Borkum war das Leben leichter, die Ansprüche, die man an sich selber und sein durchgetaktetes Leben stellte, die konnte man auf der Insel einfach mal abstreifen und beiseite legen.
Hier konnte man ungeschminkt und in bequemen Freizeitklamotten den Tag verbringen, ohne Sorge zu haben, schief angesehen zu werden.
Aber knapp war man wieder zurück im Arbeitsleben, waren sie auch alle wieder da, die sonstigen Themen wie: Wie sehe ich aus?
Was denken die anderen von mir?
Was ziehe ich an?
Muss ich zum Friseur?
usw. usw.
Ich trug unbequeme Kleidung (es gibt keine bequemen Highheels!), weil ich meinte, einem bestimmten Rollenklischee genügen zu müssen
Ich schminkte mich und investierte Zeit und Geld in Stylings, um dem eigenen Rollenklischee zu genügen.
Ich besuchte langweilige Veranstaltungen, weil es dazugehört
Ich war nett und höflich zu schrecklichen Menschen, weil es dazugehört.
Überhaupt tat ich ungemein viele Dinge, zu denen ich keine Lust hatte, einfach weil es dazu gehört.
Und all das tue ich jetzt nicht mehr, weil ich nicht mehr dazu gehöre.
Weil ich nicht mehr dazugehören muss.
Weil ich gar nichts mehr muss, außer mit mir selber zufrieden zu sein.
Und für mich selber reicht das
.
355 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
Mittwoch, 1. April 2026
Hundecontent und zu viel Frischluft
anje, 21:09h
Das Wetter war heute bestens, wir machten einen langen Spaziergang durch die Dünen und über den Strand

Oben links die aktuelle Situation am Zaun, sie steht da dauerhaft hochaufgerichtet und jammert, dass sie rüber möchte.
Um den Hund abzulenken, gingen wir an den Strand, danach war sie müde und dachte nicht mehr an den Nachbarsgarten.
Weil das gute Wetter für heute angekündigt war, hatte ich gestern schon die Wäsche sortiert und die erste Maschine lief (vorprogrammiert) schon am frühen Morgen durch, gegen Mittag hingen zwei Waschladungen auf der Leine, am späten Nachmittag war alles trocken, sogar die dicken Jeans trockneten anstandslos, so gefällt mir das.
Durch die viele frische Luft bin ich jetzt ziemlich müde und verschwinde deshalb heute früh im Bett
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Dienstag, 31. März 2026
Neuer Bauzeitenplan
anje, 22:29h
Da kuck, ein Viertel des Jahres ist schon um, das ging mal wieder schnell.
Die Zeit verfliegt sowieso grade in einem besonders atemberaubenden Tempo kommt es mir vor. Ich habe grade noch Witze darüber gemacht, dass ich seit Ewigkeiten damit rechne, dass das Haus in einem halben Jahr bezugsfertig sein wird, dass ich jetzt aber wirklich davon ausgehe, dass es jetzt wirklich nur noch sechs Monate braucht und wir irgendwann im Sommer umziehen können. Aber natürlich war diese Planung genauso obsolet wie alle vorhergehenden, jetzt grade haben wir den aktuellen Bauzeitenplan anpassen müssen (Wasser im Keller, frag nich……) und vor Oktober wird das sicher nix mit Umzug usw. Und Oktober ist wann? - Genau, in einem halben Jahr.
Allerdings haben wir auch gestern mit dem Küchenbauer telefoniert, der ja noch einige andere Dinge bauen soll, unter anderem eine Sitzecke in der Deele mit einem thekenhohen Tresentisch. Die Tischplatte wird auf ein Metallgestell montiert, das wiederum unter den Estrich direkt auf den Betonboden geschraubt werden soll, damit man die Bodenplatte später nicht sieht. Da der Estrich für April geplant ist, wird es jetzt Zeit, dass das Metallgestell gefertigt wird. Das besprachen wir also gestern und kamen in dem Zusammenhang auch auf die weiteren Termine.
Der Küchenbauer fragte nach unserem Zeitplan, K sagte, er sähe die Fertigstellung so im Juni, worauf der Küchenbauer sagte, er sähe das nicht so, er sei heute auf der Baustelle gewesen und nach seiner Erfahrung dauert das noch länger, aber sowieso hätte er in seinem eigenen Montageplan als frühest möglichen Termin erst ab Ende August Zeit.
Daraufhin bat ich darum, diesen Termin doch auf alle Fälle schon mal fest zu reservieren, dann haben wir ein Druckmittel, bis wann wenigstens Boden und Wände in der Küche endgültig fertig sein müssen, ohne zeitlichen Druck dauert alles immer noch viel länger.
Damit gibt es jetzt ein festes Datum: Am 24. August wird die Küche eingebaut.
In meiner Planung kann ich dann ab September damit beginnen, Kleinteile rüberzubringen und vor Ort sofort einzuräumen, damit bin ich mindestens einen Monat gut beschäftigt, so dass der offizielle große Umzug sicher nicht vor Oktober stattfinden wird.
Dies auch als Info an alle, die bereit sind, beim Umzug zu helfen, ich hoffe, das sind viele.
Am Vormittag war ich mit dem Hund bei den Nachbarn, weil Bixa zunächst auf unserer Seite am Zaun stand und heulte. Die Nachbarn haben zwei Irish Terrier, die einen Monat jünger sind als Bixa, die drei standen sich in ihren Gärten nun durch einen Zaun getrennt gegenüber und wollten doch so unbedingt gerne miteinander toben.
Also ging ich mit Hund rüber zu den Nachbarn, damit das Geheule aufhörte und sie ungehindert von trennenden Zäunen zu dritt durch den Garten jagen konnten.
Immerhin Bixa hatte dann schon mal ausreichend Bewegung.
Am Nachmittag bin ich mit ihr noch mal an den Strand gegangen, damit sie endlich auch mal eine längere Strecke voll Speed rasen kann, das Wetter war strandspaziertauglich, der Hund hat es genossen.
K war derweil beim Onkel und hat allerlei Reparaturen für ihn erledigt.
Am Abend hatten wir einen Telefontermin mit dem Architekten und haben den Bauzeitenplan mal wieder überarbeitet und aktualisiert.
Den Estrich im Keller vorzuziehen und schon mal fertigzumachen, haben wir als Idee verworfen, erst muss die Garage fertig sein, damit es nicht mehr durch die Kellertreppe reinregnet, dann wird anschließend der Estrich im gesamten Haus auf einen Rutsch vergossen. Bis dahin können die Putzer ungestört arbeiten und im Außenbereich können schon mal die Leitungen zusammengeführt werden. Laut Plan passt das mit der Küche am 24.8. völlig problemlos
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Die Zeit verfliegt sowieso grade in einem besonders atemberaubenden Tempo kommt es mir vor. Ich habe grade noch Witze darüber gemacht, dass ich seit Ewigkeiten damit rechne, dass das Haus in einem halben Jahr bezugsfertig sein wird, dass ich jetzt aber wirklich davon ausgehe, dass es jetzt wirklich nur noch sechs Monate braucht und wir irgendwann im Sommer umziehen können. Aber natürlich war diese Planung genauso obsolet wie alle vorhergehenden, jetzt grade haben wir den aktuellen Bauzeitenplan anpassen müssen (Wasser im Keller, frag nich……) und vor Oktober wird das sicher nix mit Umzug usw. Und Oktober ist wann? - Genau, in einem halben Jahr.
Allerdings haben wir auch gestern mit dem Küchenbauer telefoniert, der ja noch einige andere Dinge bauen soll, unter anderem eine Sitzecke in der Deele mit einem thekenhohen Tresentisch. Die Tischplatte wird auf ein Metallgestell montiert, das wiederum unter den Estrich direkt auf den Betonboden geschraubt werden soll, damit man die Bodenplatte später nicht sieht. Da der Estrich für April geplant ist, wird es jetzt Zeit, dass das Metallgestell gefertigt wird. Das besprachen wir also gestern und kamen in dem Zusammenhang auch auf die weiteren Termine.
Der Küchenbauer fragte nach unserem Zeitplan, K sagte, er sähe die Fertigstellung so im Juni, worauf der Küchenbauer sagte, er sähe das nicht so, er sei heute auf der Baustelle gewesen und nach seiner Erfahrung dauert das noch länger, aber sowieso hätte er in seinem eigenen Montageplan als frühest möglichen Termin erst ab Ende August Zeit.
Daraufhin bat ich darum, diesen Termin doch auf alle Fälle schon mal fest zu reservieren, dann haben wir ein Druckmittel, bis wann wenigstens Boden und Wände in der Küche endgültig fertig sein müssen, ohne zeitlichen Druck dauert alles immer noch viel länger.
Damit gibt es jetzt ein festes Datum: Am 24. August wird die Küche eingebaut.
In meiner Planung kann ich dann ab September damit beginnen, Kleinteile rüberzubringen und vor Ort sofort einzuräumen, damit bin ich mindestens einen Monat gut beschäftigt, so dass der offizielle große Umzug sicher nicht vor Oktober stattfinden wird.
Dies auch als Info an alle, die bereit sind, beim Umzug zu helfen, ich hoffe, das sind viele.
Am Vormittag war ich mit dem Hund bei den Nachbarn, weil Bixa zunächst auf unserer Seite am Zaun stand und heulte. Die Nachbarn haben zwei Irish Terrier, die einen Monat jünger sind als Bixa, die drei standen sich in ihren Gärten nun durch einen Zaun getrennt gegenüber und wollten doch so unbedingt gerne miteinander toben.
Also ging ich mit Hund rüber zu den Nachbarn, damit das Geheule aufhörte und sie ungehindert von trennenden Zäunen zu dritt durch den Garten jagen konnten.
Immerhin Bixa hatte dann schon mal ausreichend Bewegung.
Am Nachmittag bin ich mit ihr noch mal an den Strand gegangen, damit sie endlich auch mal eine längere Strecke voll Speed rasen kann, das Wetter war strandspaziertauglich, der Hund hat es genossen.
K war derweil beim Onkel und hat allerlei Reparaturen für ihn erledigt.
Am Abend hatten wir einen Telefontermin mit dem Architekten und haben den Bauzeitenplan mal wieder überarbeitet und aktualisiert.
Den Estrich im Keller vorzuziehen und schon mal fertigzumachen, haben wir als Idee verworfen, erst muss die Garage fertig sein, damit es nicht mehr durch die Kellertreppe reinregnet, dann wird anschließend der Estrich im gesamten Haus auf einen Rutsch vergossen. Bis dahin können die Putzer ungestört arbeiten und im Außenbereich können schon mal die Leitungen zusammengeführt werden. Laut Plan passt das mit der Küche am 24.8. völlig problemlos
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