anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Sonntag, 16. August 2026
Alles außer PC
Die Temperaturen mäßigen sich, das ist angenehm.
Trotzdem bin ich immer noch sehr schlapp und habe zu nichts Lust.
Insbesondere habe ich keine Lust, mich an den PC zu setzen und dort Dinge zu erledigen, die schon seit sehr langem auf Erledigung warten. Im Moment mache ich immer größere Bögen um den PC und suche mir handwerkliche Hausarbeit, um anderweitig beschäftigt zu sein.

Heute habe ich alle frisch gewachsenen Unkrautpflanzen zwischen den frisch gelegten, neuen Pflastersteinen entfernt. Es ist bewundernswert, in welchem Tempo Unkräuter wachsen und vor allem auch an welchen Stellen. Allerschmalste Stellen zwischen zwei Pflastersteinen, gefüllt mit salzigem Dünensand, eine ausgesprochen ungastliche Stelle, aber vor allem der Acker-Schachtelhalm empfindet das als ideale Lebensbedingung und wächst dort wie blöd. Kuriose Pflanze.

Außerdem habe ich aufwändig gekocht, es braucht ja mehr als einen Grund, warum man keine Zeit hat, sich an den PC zu setzen.

Zwischendurch habe ich auch noch den Onkel besucht, ihm ein wenig im Garten geholfen und als Geschenk einen ganzen Eimer voller Obst und Gemüse mitgenommen, die nächsten Tage wird es außer Schmorgurken auch eine große Portion Zucchinisuppe geben, irgendwie muss man das Zeug ja verbrauchen.

Bei solchen Geschenken merke ich jedesmal, dass so etwas wie eine wöchentliche Biokiste ganz eindeutig nix für mich ist. Ich fühle mich jetzt schon wieder bedrängt davon, dass ich nächste Woche zwingend Gurken und Zucchini verarbeiten muss, ohne dass ich mich selber aktiv dafür entschieden habe. Ich möchte mir so etwas einfach nicht von irgendwem oder irgendwas vorschreiben lassen. Auch nicht von der Natur.

Ich bin bekennender Fan von Tiefkühlgemüse, das ist praktisch, preiswert, jederzeit verfügbar und von einer erstaunlich hohen Vitamindichte, denn da es üblicherweise direkt nach der Ernte schockgefrostet eingefroren wird, hatten die Vitamine kaum Zeit zu entkommen. Übrigens anders als bei dem "frischen" Gemüse, was man so an den Gemüsetheken der Supermärkte findet
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Samstag, 15. August 2026
Spezial-Salat mit Krabben
Der Husten hat sich weiterentwickelt, wenn ich nur doll genug huste, kommen jetzt Bröckchen, das ist ein deutlicher Fortschritt und ich bin sehr hoffnungsvoll für die nächsten Tage.

Die Schnieferei ist völlig vorbei, die Nase ist noch nicht mal mehr verstopft, sondern einfach nur noch eine normale Nase ohne Auffälligkeiten, sehr angenehm.

Alles in allem sieht es so aus, als ob ich diesmal doch nicht versterbe.

Am Vormittag war heute Tierheim-Flohmarkt, diesmal aber ohne besondere Highlights.
Ich habe zwei Kochbücher mitgenommen, die schon in die Tasche fürs Festland gepackt wurden und außerdem zwei uralte Goethe-Ausgaben in Frakturschrift sowie einen Bildband mit schönen Fotos - die kann ich alle sehr gut für meine Collagen-Projekte gebrauchen, muss ich demnächst also unbedingt mal mit rumspielen.

Am Nachmittag flog K einen Bekannten nach Emden, der keinen Platz mehr auf dem ausgebuchten Kat bekommen hatte aber dringend rüber musste. Ich besuchte derweil den Onkel und holte K anschließend am Flugplatz wieder ab.

Zum Abendessen gab es Hähnchenunterschenkel aus dem Airfryer und einen neu komponierten Salat, der uns beiden ausgesprochen gut schmeckte.

Weil wir ihn beide so gut fanden, wollen/werden wir ihn sicherlich noch mal wiederholen und deshalb halte ich das Rezept hier fest, dann kommt es nicht weg.

Salat Mischung Spezial

Zutaten für zwei Personen:
ca. 8 große Radieschen - in feine Scheiben gehobelt
2 Frühlingszwiebeln - in schmale Ringe geschnitten
1 Schalotte - klein gewürfelt
1/2 Paprika - in kleine Würfel geschnitten
eine Scheibe (ca. 2-3 cm dick) Spitzkohl, in kleine Stücke geschnitten, mit etwas Räuchersalz bestreuen und dann gut kneten
200g Nordseekrabben

alle Zutaten in einer Schüssel vermengen, dann mit einer Vinaigrette übergießen.

Ich habe jahrelang sehr sorgfältig nach einem klassischen Rezept eine Himbeer-Vinaigrette von Hand angemischt - bis ich irgendwann die fertige Himbeer-Vinaigrette-Sauce von Kühne entdeckte und seitdem ist das meine Standardsalatsauce.
Ich schütte einfach zwei oder drei gute Schuss dieser fertigen (geschüttelten) Himbeervinaigrette in den Salat, dazu noch etwas Balsamico, gerne Apfelbalsamico (weil der einfacher zu kaufen ist als Himbeerbalsamico und meine Zunge nicht fein genug ist, hier noch Unterschiede rauszuschmecken) und zusätzlich auch noch extra Olivenöl. Menge rein aus dem Handgelenk gefühlt, ich weiß nicht wie viel das ist, es passt aber immer.

Dann alles untermischen - und fertig ist ein nahezu perfekter Salat.

Dazu gab es bei uns heute Hähnchenunterschenkel, die abgekauten Knochen sammelten wir auf einem Teller am Tischrand. Wir aßen heute draußen auf der Terrasse, der Hund saß daneben.

Bixa tropft vor Begeisterung, aber sie benimmt sich

Sie benahm sich wirklich vorbildlich. Sie saß einfach neben unserem Tisch und fixierte die Hähnchenschenkelknochen. Sie rührte sich nicht und sie bettelte nicht. Das einzige, was sie nicht beherrschen konnte, war das Wasser, was ihr im Mund zusammenlief, bei den Gerüchen, die da ihre Nase fluteten.
Für einen Hund, der sonst nie sabbert, waren es schon bemerkenswert lange Speichelfäden, die ihr da aus dem Mund hingen und auf den Boden tropften.

Es ist aber auch gemein, wenn die Menschen da einfach direkt vor ihrer Nase solche Leckerein auftischen und sie bekommt nichts ab
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Freitag, 14. August 2026
Immer noch krank
Die Nase ist verstopft, juchu, endlich, denn verstopfte Nasen tropfen nicht mehr, das ist ein großer Fortschritt.

Dafür eskaliert das mit dem Husten langsam in Sphären, die vor allem erschöpfend sind. Inzwischen habe ich Muskelkater in den Rippen, einen wunden Hals und bin ziemlich heiser. Es wäre schon angenehm, wenn die Nummer jetzt demnächst mal durch ist.

K kam heute Abend wieder, ebenfalls völlig erschöpft, auch ohne Husten, dafür hatte er sehr anstrengende zwei Tage hinter sich hat.
Außerdem ist es auf dem Festland noch mal 8°C wärmer als hier und hier finde ich es schon fast unerträglich.
Was für ein Glück, dass ich da nicht mit musste, ich stelle immer wieder fest, dass ich Hitze wirklich komplett unerträglich finde, sie macht mich gleichzeitig depressiv und aggressiv.

Heute also wieder früh ins Bett und versuchen, trotz Hitze lange zu schlafen
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Donnerstag, 13. August 2026
Jetzt richtig
Na endlich, der Stillstand hat eine Ende, ab jetzt werde ich nicht mehr krank, sondern bin es.
Aktuell sichere ich mein Überleben mit regelmäßigen Gaben von Aspirin, mir fiel ein, dass bei solchen Krankheiten Aspirin noch viel besser wirkt als Ibu und habe diese Vermutung mit einem direkten Vergleichstest sofort validiert.

Ich tauge grade also zu überhaupt nichts mehr außer schlapp im Bett zu liegen und mich selber zu bemitleiden.

K ist nach Münster geflogen, er hat dort heute seinen jährlichen IFR-Checkflug, fährt dann morgen einmal nach Rheda, um nach dem Rechten zu sehen und kommt morgen Abend zurück. Bis dahin kann ich also ungestört vor mich hin leiden
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Mittwoch, 12. August 2026
Geldgeschenke an Kinder
Der ich-werde-krank-Zustand ist unverändert, es wurde bisher nicht schlimmer, aber auch nicht besser, am Nachmittag war ich von diesem unsympathischen Schnoddergefühl so genervt, dass ich es mit einer Ibu beworfen habe, eine halbe Stunde später ging es mir schon deutlich besser. Ich bin immer wieder erstaunt, was Ibus so können, dabei tat mir ja nichts weh, ich fühlte mich einfach nur allgemein sehr jämmerlich.

Vorhin ließ die Ibu-Wirkung nach, sofort habe ich eine frische Ibu nachgelegt und gehe jetzt gleich wieder früh ins Bett, so ein festgefahrener Krankheitsanfang taugt zu gar nichts, noch nicht mal ausführlich Jammern mag ich darüber, sonst schäme ich mich vor mir selber.

Für die nächsten zwei Stunden bin ich also wieder fit, was mir gut passt, denn ich muss noch ein Gespräch verarbeiten, das ich mit einer Mandantin führte und jetzt immer noch darüber nachgrübele, warum Leute so sind wie sie sind.

Ich habe gestern zwei Stunden mit einer Mandantin telefoniert, die mir vorher eine lange E-Mail geschrieben hatte, weil sie ursprünglich mal plante, ihrer Tochter Geld zu schenken, dann ihre Meinung aber wieder änderte und jetzt doch gerne noch meine Meinung dazu wissen wollte.

Sie hatte bereits sehr ausführlich irgendeine KI dazu konsultiert, die ihr am Ende ausdrücklich davon abgeraten hat, der Tochter das Geld zu geben.
Denn die Tochter hat einen Mann, den die Mutter nicht leiden kann, weshalb die Mutter Sorge hat, dass der Mann sich die Kohle untern Nagel reißt, was der Mutter natürlich sehr missfiele.
KI sagt ihr also "tu's nicht" und im Grunde war sie mit diesem Rat sehr zufrieden. Weil sie aber seit fast 30 Jahren meine Mandantin ist und ich ihr beigebracht habe, keine größeren finanziellen Transaktionen zu tätigen, ohne mich vorher zu fragen (sie hat es auf die harte Tour gelernt), fragte sie dann vorher doch noch mal vorsichtshalber nach meiner Meinung.

Der Sachverhalt hat noch viel mehr Details, die tun aber nichts zur Sache, denn im Kern ging es um folgende Themen:

- Die Mutter findet, die Tochter kann nicht mit Geld umgehen, weil die sich Dinge kauft, die sich die Mutter nie kaufen würde, weil das in ihren Augen zu viel Luxus ist

- Die Mutter will unbedingt und hofft sehr, dass sich die Tochter wieder von diesem Mann trennt, den sie unmöglich findet

- Die Tochter tut eigentlich nie das, was die Mutter vernünftig findet, sondern immer das ziemliche Gegenteil.

Jetzt muss man allerdings noch dazu wissen, dass die Tochter kein durchgeknallter Freak ist, sondern nur einen Mann liebt, der frech zu ihrer Mutter ist und eben etwas weniger bürgerliche Idealvorstellungen hat als ihre Mutter.

Und: Die Mutter hat grade einen sehr hohen Geldbetrag aus dem Erbe ihrer eigenen Mutter bekommen, den sie selber aber eigentlich gar nicht braucht, weil sie längst alles hat, was sie sich so vom Leben wünscht.

Nach zwei Stunden hatte ich die Mutter dann aber doch überzeugt, dass es durchaus klug und sinnvoll ist, wenn sie ihrer Tochter jetzt schon mal Geld gibt und ich Mittel und Wege weiß, es so sicher zu übertragen, dass der freche Mann der Tochter es sich nicht unter den Nagel reißen kann.

Und dass ich es außerdem sehr sinnvoll fände, wenn sie ihren anderen Kindern bei der Gelegenheit dann auch allen den gleichen Betrag geben würde, erstens ist es gerecht und zweitens finde ich es sinnvoll, wenn man seinen Kindern schon in jungen Jahren ein Sicherheit vermittelndes Finanzpolster überträgt und sie das nicht erst dann als Erbe bekommen, wenn sie es eigentlich gar nicht mehr als Sicherheit brauchen.

So wie meine Mandantin selber, die zugibt, dass sie es schon ärgerlich fand, dass ihre Mutter bis zu ihrem Tod auf ihrem Geld saß, obwohl sie es eben auch selber gar nicht mehr brauchte, sie sich dagegen als junger Mensch schon sehr strecken musste bzw. sich einige Dinge nicht traute, weil sie die finanziellen Folgen fürchtete.

Das, was mich bei der ganzen Geschichte am meisten stört, ist die Tatsache, dass sie zunächst eine KI befragt hat, die ihr ausdrücklich abriet, ihrer Tochter das Geld zu geben. - Ich bin sehr sicher, dass wir hier einen Fall von akuter Arschkriecherei bei der KI haben.
Meine Mandantin wird ihre Fragen im Zweifel so formuliert haben, dass die KI sofort erkannte, dass die Mutter sich unwohl fühlt, wenn sie der Tochter das Geld gibt und es dann bei dem verhassten Schwiegersohn landet, weshalb es für die KI das einfachste war, sie in diesem Unwohlsein massiv zu bestärken und ihr zu raten, jedes Risiko zu vermeiden.

Diese Art von KI finde ich ganz gruselig. Didaktisch hochtrainierte Schleimscheißer - wenn sich so etwas verbreitet und die Leute sich von der KI ihre eigene Meinung gut formuliert aktiv unterstützen lassen, na, dann Prost Mahlzeit, dann hören wir sehr schnell wirklich auf, selber zu denken.

Was mich auch fasziniert ist die Tatsache, wie wenig es Eltern gelingt, ihre Kinder als selbstständige Lebewesen mit eigenen Wünschen, Vorstellungen, Meinungen und Werten zu akzeptieren.

Und dass es offensichtlich ein großes Problem ist, wenn man jemandem Geld schenkt, der sich dann davon etwas gönnt, was man sich selber nicht gönnen würde, weil man eine andere Einstellung zu Geld hat.

Es hat insgesamt also fast zwei Stunden gedauert, aber dann habe ich sie doch überzeugen können, dass es eine gute Idee ist, ihren Kindern jetzt schon mal Geld und Vertrauen zu schenken
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Dienstag, 11. August 2026
Nix los
Insgesamt ein sehr ruhiger Tag, ich habe allerdings das Gefühl, ich werde krank.
Hals kratzt, Nase schnieft und ich muss ständig husten, außerdem habe ich dieses latente Empfindlichkeitsgefühl an der gesamten Hautoberfläche, wenn das mal nicht die Vorboten einer gepflegten Erkältung sind. Zwar habe ich keine Ahnung, wo ich mir das geholt haben könnte, aber das ist ja auch nicht notwendig, um sich mit einem ordentlichen Männerschnupfen von den aktuellen weltlichen Vorgängen vorläufig zu verabschieden.

Da es auch keine besonderen Vorkommnisse zu berichten gibt, gehe ich heute einfach mal früh ins Bett
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Montag, 10. August 2026
Im Bauch von Flugzeugen
Gestern Abend hatte ich noch meinen persönlichen Aufreger, denn kurz vor 21h donnerte mit sehr viel Krach eine sehr tieffliegende Cessna über unser Haus und ich war ernsthaft empört.

Weil Flieger ja üblicherweise sehr gut getrackt werden können, habe ich sofort nachgeschaut, was das für eine Maschine war und stellte fest, dass es eine Cessna von Sylt Air war, und die machte nicht einfach nur einen verbotenen tiefen Überflug im Rahmen eines vom Festland gestarteten Rundflugs, nein, die war tatsächlich grade erst auf Borkum gestartet und hatte dann zusätzlich noch die Dreistigkeit, über den bebauten Teil der Insel zu fliegen, statt nach dem Start nach rechts zu drehen und außen rum über den Strand und das offene Meer Richtung Festland zu steuern.

Sonderflug für Oli P

Weil der Flugplatz um 19h schließt, muss das ein sogenannter PPR-Start gewesen sein, d.h. man meldet an (prior permission requested), dass man an einem bestimmten Tag zu einer Zeit außerhalb der Öffnungszeiten starten oder landen will und zahlt dann eine entsprechende Gebühr für jede angefangene Stunde, die man später oder früher dran ist. Der PPR-Start gestern hat also 360€ extra gekostet.
Syltflieger zahlen das aber wahrscheinlich aus der Portokasse, auf Sylt kostet ein PPR-Anflug nämlich rund 1.000€ für jede angefangene Stunde, nur mal so nebenbei bemerkt.

Dass man dann aber nach dem Start auch noch viel zu niedrig über die bebaute Zone der Insel fliegt, das ist in dem Zusatzentgelt ganz bestimmt nicht enthalten und ich bin dann heute erst mal höchst empört zum Flugplatz gefahren, um mich zu erkundigen, welcher Honk denn da gestern Abend PPR gestartet ist. Wenn man weiß, wer das ist, regt es sich viel besser auf.

Und natürlich war es ein "Promi" - nämlich Oli P, der gestern Abend (noch während der offiziellen Öffnungszeiten) mit einem Piloten und einer weiteren Person in diesem Flieger ankam, um am Abend auf den Beach Days Borkum aufzutreten. Nach seinem Auftritt ist er dann offensichtlich schnell wieder verschwunden und flog zurück nach Paderborn (von dort war er vorher auch gekommen), konnte aber natürlich nicht darauf verzichten, noch einmal über die große Bühne am Hauptstrand zu fliegen, war ja schließlich alles sein Publikum.

Und außerdem hatte er vorher ja schon in seiner persönlichen Nachmacherversion allen vorgesungen, dass er Flugzeuge im Bauch hat, da wird ihm ja wohl keiner übelnehmen, wenn er im Bauch eines Flugzeugs anschließend über sie drüberfliegt.

Damit er beim rechts aus dem Fenster gucken aber überhaupt den Strand und seine Fans sehen konnte und nicht nur das Wasser, musste der Pilot eben über den bebauten Teil der Insel fliegen.
Geschlafen hat auf der Insel ja eh noch keiner, es war schließlich noch ausreichend Krach am Boden.

Wenn ich mir überlege, was hier normalerweise für ein Geschiss wegen Ruhe und Rücksicht auf zahlende Kurgäste veranstaltet wird, nach 21h zB gilt ein generelles Fahrverbot für Autos, von Baustopp und privaten Partyverboten gar nicht zu reden, dann finde ich es schon extra dreist, dass dieser Typ einfach aus Gaudi alle Regeln und Vorschriften missachtet, aber manche Schweine sind eben gleicher als die anderen.

Unabhängig übrigens davon, dass mir auch für diese Krachmacherparty, die da gestern Abend ganz offiziell genehmigt und von der Stadt selber beworben und veranstaltet wurde, jede Sorte Verständnis fehlt.
Mallorca-Feeling direkt am Nordbad lautete der Slogan und obwohl ich noch nie am Ballermann war, so bin ich doch sicher, dass sie es gestern hier auf Borkum sehr gut imitiert haben. Diese ufziufziufzi-Beats donnerten mit so einer Lautstärke über die gesamte Insel, dass es mir noch drei Kilometer entfernt in meinem Garten draußen zu laut war und ich lieber ins Haus ging und alle Fenster schloss.

Da ich mal davon ausgehe, dass der allergrößte Teil der grade auf der insel weilenden Urlauber nicht auf dieser Party war, wird es wohl dem einen oder anderen auch so gegangen sein, aber hey, nur Spießer haben etwas gegen Partys, also ist es natürlich unfein, diesen Krach Scheiße zu finden.

Ansonsten bin ich heute morgen sehr schwungvoll in die neue Woche gestartet: Ich habe gleich mal alle Physiotermine für diese und nächste Woche abgesagt, weil ich nicht beabsichtige, in der erneut anrollenden Hitzewelle wieder aufs Festland zu gehen.

Anschließend stand ausführlich Buchhaltung, Baucontrolling und Rechnungen bezahlen auf dem Programm, es ist ein gutes Gefühl, wenn die Woche derart aufgeräumt loslegt.

Ach, und einen Link-Lesetipp habe ich auch noch, auf Rivva gefunden, wo er bereits von Herrn Buddenbohm und von Heiko Bielinski empfohlen wurde, aber weil ich den Text wirklich richtig gut finde, verteile ich den Link auch noch mal:
Die lautesten fünf Prozent von Stefan Weichelt, der hier sehr sauber ausführt, wie Online-Debatten ablaufen können und was es da für beteiligte Typen gibt.

Mich hat an dem Text am meisten fasziniert, dass diese Menschen sich auch im analogen Leben nicht anders benehmen, weil das dann wahrscheinlich die sind, die mir ab und zu begegnen und ich mich dann frage, wer oder was genau denen ins Hirn geschissen hat
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