anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Dienstag, 24. Februar 2026
Nachhausekommen aus verschiedenen Perspektiven
Seitdem wir den Hund haben, habe ich auch einige Hundetrainerkanäle bei Instagram abonniert, weil die (am Anfang) interessante Infos boten. Inzwischen habe ich einige wieder deabonniert, weil die wenig sinnvolle Infos, dafür aber Unmengen an Werbung boten, wenig überraschenderweise waren das vor allem die, die besonders viele Follower hatten.

Ich verstehe ja, dass die das beruflich machen und damit Geld verdienen müssen wollen, aber gleichzeitig nervt mich diese dauernde Werbung so sehr, dass ich richtig sauer werden kann. Vor allem, weil immerzu derselbe Scheiß beworben wird, ich habe das Gefühl, das Konzept dahinter ist das gleiche wie beim Hundetraining: Man muss die Übung nur oft genug wiederholen, irgendwann macht der Hund dann schon Männchen auf Zuruf.
Bei mir funktioniert das allerdings so ähnlich wie bei meinem Hund, wenn ich es übertreibe mit den Anforderungen: Bixa verweigert dann alles und versteckt sich unterm Tisch - bei zu viel Werbung verweigere ich ebenfalls alles und entfolge diesen Kanälen. Und nein, einen Tractive-Tracker werde ich auch ganz sicher nicht kaufen.

Für die Hundetrainer bin ich aber sowieso keine attraktive Zielgruppe, denn ich bin viel zu selten und dann auch immer nur viel zu kurz mit Instagram beschäftigt, vielleicht alle 2-3 Tage mal für vielleicht 5-10 Minuten, dann nervt es mich schon wieder und ich mache die App wieder zu.

Außer dieser wirklich ermüdenden Dauerwerbung finde ich es auch maximal ätzend, dass alle ihre Beiträge, auf denen nicht gesprochen, aber Text eingeblendet wird und man also etwas länger dort lesen muss, mit Musik unterlegen müssen.
Ich meine: WARUM??? Wegen dieser überall sinnlos dudelnden Musik habe ich den Lautsprecher fast immer ausgeschaltet, wenn dann aber doch mal jemand etwas redet, muss ich ihn wieder anschalten, um beim nächsten Beitrag erschrocken zusammenzuzucken, wenn dann wieder laute Musik ertönt.
Ich hasse es, wirklich!!

Einen lustigen Moment hatte ich heute, als in einem Hundetrainerkanal erklärt wurde, weshalb ein Hund beim Nachhausekommen ein Spielzeug anschleppt. Erklärt wurde das als eigenes Regulierungsverhalten des Hundes, weil der sich so sehr freut, dass er die Erregung, die diese Freude bei ihm auslöst, versucht runterzuregulieren, um nicht völlig auszuflippen.
Ich fand das interessant und las auch die Kommentare dazu und wunderte mich, wie viele Hundehalter das bestätigten, also dass ihr Hund ein Spielzeug braucht, um runterzukommen und dass sie ebenfalls regelmäßig beim Nachhausekommen von einem Hund mit "Schnuller" im Maul begrüßt werden.
Nicht nur über die Menge an Hunden, die dieses Verhalten zeigten wunderte ich mich, sondern fragte mich auch, wie es einem so stark erregten Hund gelingt, beim Nachhauskommen erstmal in Ruhe ein Spielzeug zu suchen, bevor er sich in die Begrüßung stürzen.
Ich bin nämlich ganz selbstverständlich davon ausgegangen, dass mit "beim Nachhausekommen", der Hund von einem Spaziergang nach Hause kommt, und den zu Hause gebliebenen Teil seines Rudels dann überschwänglich begrüßen muss.
So ist das nämlich bei uns. Wenn K von einem Spaziergang mit dem Hund wieder zurückkommt, muss als
allererstes ich richtig wild begrüßt werden, denn schließlich war ich ja 1-2 Stunden "weg". Also, für den Hund war ich weg, weil ich ja nicht da war, wo sie war. Und was ist es doch für ein Glück, wenn das komplette Rudel wieder vollständig zusammen ist.
K schließt die Haustür auf, lässt den Hund ins Haus und der rast los und springt mir sozusagen mit Anlauf auf den Schoß und um den Hals und kann gar nicht mehr aufhören zu küssen. Dass er da vorher noch ein Stofftier sucht, um sich selber runterzuregulieren - wow, nein, soviel Disziplin hat unser Hund nicht.

Erst als ich immer mehr Kommentare las und dann einer schrieb, "wenn der Hund länger als drei Stunden alleine war", dämmerte mir, dass mit "Nachhausekommen" nicht gemeint ist, dass der Hund wieder nach Hause kommt, sondern seine Besitzer. Und ähem, die Situation gab es bei uns noch nicht, wir hatten bisher noch keine Notwendigkeit, den Hund alleine im Haus zu lassen, wir nehmen sie einfach immer mit und im Zweifel bleibt sie alleine im Auto, aber da gibt es kein besonderes Begrüßungsritual, wenn wir zum Auto zurückkommen, einsteigen und losfahren.

Und sonst so:
Den heutigen Hundespaziergang habe ich absolviert, weil K gehandwerkert hat, heute hat er nämlich endlich die Umrandung zur Dachbefestigung auf dem neuen Gartenhaus montiert und damit er ungestört werkeln konnte, gehe ich gerne mit dem Hund spazieren, zumal sich ja auch die Temperaturen im steilen Aufwärtstrend befinden.

Als Abwechslung bin ich heute mal eine Runde andersrum gegangen und dabei an diesen beiden Türmen vorbeigekommen

Stürzende Linien machen die Türme schief

Ich finde es immer witzig, wenn durch eine Weitwinkelperspektive so schiefe Türme entstehen.
K sagt, es heißt stürzende Linien, ich kann mir diesen Begriff regelmäßig nicht merken, mir fallen dann immer nur fliehende Pferde und einstürzende Neubauten ein, ich fürchte, ich bin NDW geschädigt
.

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Montag, 23. Februar 2026
Ich habe jetzt eine Zoll-ID
Hah-püh, das war umständlich.

Ich habe heute versucht, das Konto zu ändern, von dem die Kfz-Steuer für den Bully abgebucht wird.
Als ich das Auto letztes Jahr zugelassen habe, habe ich nicht weiter nachgedacht und eine Kontonummer zur Abbuchung der Kfz-Steuer angegeben, die mir im Nachhinein unpraktisch erscheint, weil die Autokosten eigentlich sonst alle von einem anderen Bankkonto bezahlt werden und in meiner privaten Buchhaltung führt das zu zusätzlichen, internen Umbuchungen. Mir erschien es deshalb einfacher, einmalig das Bankkonto für den Bankeinzug zu ändern, als ständig intern umzubuchen.

Auf dem Kfz-Steuer-Bescheid steht:
Falls die IBAN unzutreffend ist oder künftig Änderungen zum SEPA-Lastschriftmandat eintreten, müssen Sie dies Ihrem
zuständigen Hauptzollamt mitteilen:
• Hierzu können Sie das Zoll-Portal auf der Internetseite www.zoll-portal.de nutzen und nach Registrierung -
beispielsweise mit ELSTER oder dem elektronischen Personalausweis - die Bankverbindung online ändern.
• Alternativ ist eine formlose Mitteilung in Textform (z.B. auf dem Postweg oder per Telefax) unter Angabe des
amtlichen Kennzeichens der Kraftfahrzeugsteuernummer, der Mandatsreferenznummer und der IBAN des
Zahlers möglich. Die Mandatsänderung ist durch den Girokontoinhaber entsprechend zu zeichnen.


Das hört sich ja zunächst mal ganz einfach an und da ich Papierpost möglichst versuche zu vermeiden, E-Mail mit PDF-Post im Anhang nicht vorgesehen ist und das mit dem Fax auch keine echte Alternative ist, mache ich das natürlich online, sollte ja wohl kein Problem sein.
Ich besitze einen elektronischen Personalausweis und ein ELSTER-Konto habe ich natürlich auch, wo ist das Problem.

Nun, das Problem entstand im ersten Schritt dadurch, dass ich ein ELSTER-Konto mit Steuerberatermerkmal habe, ein rein privates Elster-Konto habe ich nicht, warum auch.
Für die Registrierung im Zoll-Portal sind aber nur rein private Elster-Zertifikate zugelassen, allerdings stand das so nirgends, weshalb ich mich natürlich wunderte, dass mein Registrierungsversuch im Zoll-Portal fehlschlug. Als Fehlerhinweis wurde angezeigt, dass mein Elster-Konto nicht ausreichend legitimiert sei.

Ich versuchte deshalb, die Berechtigungen meines Elster-Konto zu erweitern und beantragte die Freischaltung für weitere eGoverment-Dienste, was auch immer das sein mag. Danach wurde angezeigt, dass der Antrag "in Bearbeitung" sei und ich vertagte deshalb den Versuch, mich im Zoll-Portal zu registrieren und wartete auf Antwort von Elster.

Zwei Tage später erfuhr ich dann von Elster, dass mein Konto nun für weitere eGovermernt-Dienste freigeschaltet sei, also probierte ich erneut eine Registrierung im Zoll-Portal, die wieder nicht erfolgreich war und dieselbe Fehlermeldung mit nicht ausreichender Legitimation zeigte.
Nach ausführlichem Rumgegoogle mit Unterstützung diverser KIs habe ich dann die Antwort gefunden, dass mein Elster-Zertifikat ein Organisationszertifikat sei und ich mich deshalb nicht privat damit legitimieren könne. Tolle Sache.

Aber man kann sich ja auch mit dem elektronischen Personalausweis registrieren, dann eben so.
Dafür muss man nur das Telefon als Kartenleser mit dem PC verbinden und über das Telefon den Personalausweis erkennen lassen. Das habe ich schon mehrfach gemacht, in meiner AusweisApp stand auch, dass mein Telefon dafür freigeschaltet ist - nur die blöde App erkannte das Telefon nicht, wenn ich sie über das Zoll-Portal öffnete.
Also habe ich versucht, das Telefon erneut zu koppeln, das gelang, die AusweisApp erkannte das Telefon und meinen Ausweis, alles bestens, dann klickte ich den RegistrierungsButton im Zoll-Portal an - und die AusweisApp erkannte mein Telefon nicht mehr.

Das habe ich ungefähr viermal probiert, dann habe ich alle Apps deinstalliert und neu installiert, aber keine Chance, wenn ich über das Zoll-Portal die AusweisApp öffnete, war mein Telefon nicht mehr gekoppelt.

Also probierte ich es mit dem iPad. Das ist immerhin nicht ganz so fimmelig wie das kleine Telefon, ich hasse es, irgendwelche "Aktionen" am Telefon zu erledigen, weil ich es hasse auf dem Telefon mit diesem kleinen Bildschirm und der kleinen Tastatur rumzutippen.
Interessante Erkenntnis: Das iPad ist schlicht nicht dafür vorgesehen, sich mit der Ausweis-App zu verbinden, es kann den elektronischen Personalausweis nicht einlesen und es kann sich auch nicht mit dem Telefon als Kartenleser verbinden. Es geht einfach nicht.

Also habe ich schließlich zähneknirschend und widerstrebend doch mein Telefon benutzt, damit funktionierte dann alles, ich wurde über den Personalausweis identifiziert und konnte mich im Zoll-Portal registrieren, so erhielt ich eine Zoll-ID, mit ich mich nun über eine entsprechende App auf dem Telefon für den Zugriff auf dem PC legitimieren kann, dort konnte ich dann beantragen, dass mir angezeigt wird, welche Fahrzeuge auf mich zugelassen sind.
Beantragen heißt, es dauerte ca. eine Viertelstunde, bis mein Antrag geprüft und genehmigt war und immerhin wurden mir dann drei der vier auf meinen Namen zugelassenen Fahrzeuge angezeigt, witzigerweise ausgerechnet das Cabrio nicht, was schon seit 2014 auf mich zugelassen ist, aber vielleicht war das vor der Digitalisierung, wer weiß.

Aber der Bully wurde angezeigt und so konnte ich den anklicken und eine Änderung der IBAN beantragen. Auch wiederum nur beantragen, dieser Antrag hängt immer noch in der Bearbeitung, ich geh morgen mal gucken, wie weit hier die Bearbeitung gediehen ist.

Ich meine, ich finde es ja toll, dass die deutschen Behörden so nach und nach digitale Zugänge bekommen, aber echt mal, wenn die damit Geld verdienen müssten, wären sie sofort pleite.

Sonst so: Die Teile für den Gartenzaun, mit dem wir den hinteren Teil des Gartens hundeausbruchsicher machen wollen, wurden geliefert, jetzt können wir uns aktiv mit dem Abreißen des alten Gartenhauses beschäftigen
.

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Sonntag, 22. Februar 2026
Über das Faulsein
Seit 10 Tagen bin ich wieder auf Borkum und im Grunde habe ich in den letzten 10 Tagen hauptsächlich nichts getan. Meine Hauptbeschäftigung bestand darin, zu existieren und währenddessen immer wieder darüber nachzudenken, wie angenehm ich es finde, das Leben derart verlangsamt zu haben.

Ich war schon immer gerne faul, die meiste Energie habe ich stets vor allem dafür aufgebracht, mir strategischen Freiraum für eine maximale Faulheit zu schaffen.

Es gibt dieses Zitat, das wahlweise Bill Gates oder Henry Ford zugeschrieben wird, dass sie für eine schwierige Aufgabe am liebsten faule Menschen engagieren würden, weil die üblicherweise die einfachste Lösung dafür fänden und ich fühlte mich von diesem Zitat immer sehr bestätigt.

Deshalb stecke ich viel Zeit in den Aufbau einer effizienten Ordnungsstruktur (sowohl in der Küche als auch auf dem Computer oder bei allen beruflichen Aufgaben), weil ich mir dadurch sehr viel Suchen und doppelte Arbeit erspare. Wichtig sind mir dabei kurze, einfache und schnelle Erreichbarkeiten sowie Skalierbarkeit für Mengenveränderungen. Relativ unwichtig ist mir dagegen das optische Erscheinungsbild, niemals wäre ich bereit, nur aus optischen Gründen Zusatzarbeit oder extra Umständlichkeiten zu akzeptieren.

Zierleisten an Küchenfronten finde ich genauso überflüssig, wie fehlende Griffe oder gar, aus rein optischen Gründe, innenliegende Auszüge, weil ich eine Schublade definitiv öfter öffne als putze. Ich pfeife auch auf die Symmetrie, wenn ich konkrete Gründe habe, weshalb ich unterschiedliche Höhen, Breiten oder Aufteilungen in meinen Küchenschränken brauche. Mein Küchenbauer zuckt nur noch ergeben die Achseln.

Ich war schon immer gerne und absichtlich faul und habe gleichzeitig früh gelernt, dass es klug ist, das nicht zu öffentlich zu zeigen, denn diese protestantische Arbeitsethik, die vor allem der Nachkriegsgeneration eingebläut worden war, prangert Faulheit ja gerne als etwas Unethisches an.

Böll schrieb seine "Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral" bereits im Jahr 1963 und ich habe bis heute nicht begriffen, weshalb sie nicht für absolut jeden, der immer noch dieser seltsamen Strebsamkeitsehtik anhängt, der ultimative Augenöffner ist.



Weshalb, um alles in der Welt, sollte man beständig arbeiten und immer mehr und mehr wollen?
Klar, wenn man von Null kommt, muss man sich erst mal anstrengen, um sich ein Grundgerüst aufzubauen, auch der Fischer musste sein Boot ja irgendwoher bekommen haben. Für die Nachkriegsgeneration, die eine Welt in Schutt und Asche vorfand, ist es also ganz natürlich, dass sie sich erst etwas aufbauen mussten, um es dann in Ruhe genießen zu können, aber warum ist Herr Merz heute noch der Meinung, dass Lifestyle-Teilzeit etwas Negatives ist?

Ich begreife seine Absicht nicht, wenn er sagt, dass wir uns anstrengen müssen, wenn wir unseren Wohlstand erhalten wollen, denn grade DASS wir es uns heute leisten können, nicht mehr so viel zu arbeiten, ist doch ein wunderbarer Luxus. Und den will Herr Merz dadurch retten, das er das verbieten will? Merkste selber, nicht wahr?

Lifestyle-Teilzeit ist exakt mein Lebensstil. Ich finde ihn erstrebenswert und positiv. Warum soll ich mehr arbeiten als notwendig?*
Und notwendig ist Arbeit nur solange, bis ich das, was ich damit erreichen möchte, auch erreicht habe.

*Genau genommen verbringe ich die letzten 15 Jahre meines Arbeitslebens in Lifestyle-Freizeit, denn ich habe in meiner aktiven Zeit zwar Fulltime gearbeitet, ließ mich aber nur für Teilzeit (2/3 Stelle) bezahlen. So sammelte ich zehn Jahre lang jedes Jahr 1/3 meiner Arbeitszeit als Überstunden an, die ich jetzt, in den fünf Jahren bevor die offizielle Rente greift, "abfeiere".


Jetzt mag jeder unterschiedliche Ziele haben, was er erreichen möchte, aber mein Ziel war es immer zu arbeiten, um damit Geld zu verdienen, das ich brauche, um mir ein schönes Leben leisten zu können und zu einem schönen Leben gehört nach meiner Überzeugung, dass man eben nicht ständig arbeitet.

An dieser Stelle mache ich jetzt einen harten Schnitt, denn ich habe im ersten Überschwang des Schreibens auch noch sehr ausführlich dargestellt, was genau ich mir unter einem schönen Leben vorstellen und wie ich für mich den Zielkonflikt "Geldverdienen versus Leben genießen" gelöst habe, aber das ist ein komplett anderes Thema und den bereits getippten Text habe ich jetzt einfach in ein neues Dokument kopiert, wo ich ihn bei Gelegenheit mal weiter überdenken kann, denn eigentlich ist mein Ausgangspunkt "Faulheit" und auf dieses Thema bin ich gekommen, weil ich heute gleich zwei Texte dazu bei den Krautreportern gelesen habe.

Der erste Text heißt
Was für eine blöde Idee: Stress als Statussymbol
und stammt ursprünglich aus dem Jahr 2021.

Weil das Thema offensichtlich immer wieder aufs Neue aktuell ist, wurde er am 12.2.2026 aktualisiert und schwamm damit wieder nach oben, sonst hätte ich ihn gar nicht mehr wahrgenommen.
Außerdem passt er natürlich wunderbar zu dem zweiten Text, dessen Überschrift lautet:
So wirst du Friedrich Merz’ größter Feind
Eine Anleitung zum Faulsein in vier Schritten.

Weil ich ein KrautreporterAbo habe, konnte ich beide Links ohne Bezahlschranke freischalten, um sie hier zu teilen, eine Möglichkeit, die mir bei den Krautreportern sehr gefällt.

Ich mag den ersten Text besonders, weil er so unschlagbar überzeugend erklärt, warum Faulheit eine wirklich gute Sache ist und obwohl das Wort "faul" so negativ besetzt ist, wird es hier aktiv genutzt:
Ich möchte aber trotzdem bei dem Wort Faulheit bleiben. Aus einem einfachen Grund: Weil alle anderen Begriffe dem Nichtstun einen Zweck geben. „Muße“ ist ein philosophischer Rückzug, auch genüssliches Nichtstun und Entspannung können Ziele sein, an denen man sich aufreibt. Hier ist also meine Definition von Faulheit: Das Recht zu existieren, ohne zu produzieren, noch nicht einmal schöne Gedanken. Und ohne schlechtes Gewissen.
Genau auf diese Art bin ich auch sehr gerne faul.

Theresa Bäuerlein, die den ersten Text geschrieben hat, hat als Vorbereitung auf das Thema eine Umfrage gestartet und darin unter anderem gefragt, wie faul man sich jeweils selber einschätze.
Eine Frage, die ich gestellt habe, war: „Wie faul schätzt du dich ein?“ Die Antwort lag im Durchschnitt bei 6, also ein bisschen mehr als mittelfaul. Wir müssen davon ausgehen, dass die wirklich Faulen an dieser Umfrage nicht teilgenommen haben.
Manche Antworten stechen heraus. Weil sie von Teilnehmer:innen kommen, die ihren Frieden mit dem Nichtstun gefunden haben. Es sind wenige, wie Angela. „Ständig wird davon geredet, man solle aus seiner Komfortzone heraus. Ich bin heilfroh, nach vielen Jahren jetzt endlich mal hereinzufinden. Zu tun, was ich möchte, auch wenn es ‚nichts‘ ist, empfinde ich als totalen Luxus. Ich bin kein Geldmillionär, sondern ein Zeitmillionär“, schreibt sie.


Mir geht es exakt genau so. Ich finde es zwar wichtig, dass ich die finanzielle Seite erst vernünftig geregelt hatte, bevor ich mich in dieses ausführliche Nichtstun stürzte , was ich inzwischen seit fast anderthalb Jahren genieße, aber als wahren Reichtum sehe ich auch die unendliche Menge an Zeit pro Tag an, die ich frei nach eigenem Gusto verbringen kann. Gleichzeitig ist das für mich auch die Definition von Freiheit, denn Freiheit besteht für mich nicht unbedingt daraus, dass ich tun kann, was ich will, sondern dass ich nichts tun muss, was ich nicht will.

Die meisten anderen Teilnehmer:innen der Umfrage reden davon, dass sie gerne fauler wären, aber es nicht können. „Faulheit ist nie entspannend, weil immer ein schlechtes Gefühl da ist, dass ich etwas nicht tue, was ich erledigen sollte“, sagt Michaela. Ein:e anonym:e Leser:in hat im vergangenen Jahr aus gesundheitlichen Gründen weder arbeiten, noch einen Job suchen können. „Ich hätte also viel Zeit zum Faulsein gehabt, war aber trotzdem gestresst wegen schlechtem Gewissen.“
Damit hatte ich zum Glück in meinem ganzen Leben noch nie ein Problem, ich habe auch heute noch eine Liste mit Dingen, die ich erledigen muss (das liegt daran, dass die Admin-Dinge des Lebens auch im Alter nicht aufhören) und manche davon können echt böse enden, wenn man sie zu lange vor sich herschiebt, aber einer meiner Wahlsprüche, der mich schon mein gesamtes Leben begleitet, lautet:
Zum Glück gibt es ja immer noch die letzte Minute, sonst würde nie etwas getan
.

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Samstag, 21. Februar 2026
Pfotencreme und Tierarztunterschiede
Der Hund hatte sich in all dem Schnee mit Salz und Schotter die Ballen unter den Pfoten ganz rauh gelaufen und ich suchte nach einer Pflegecreme für Hundepfoten.

Die meisten Seiten, die sich mit Hundepflege beschäftigen, empfehlen, so eine Creme einfach selber zu machen und das empfohlene Rezept war überall ähnlich.

3 Teile Kokosöl
3 Teile Sheabutter
1 Teil Bienenwachs
1-2 Teile Olivenöl
alles im Wasserbad erwärmen, wenn alles flüssig ist, gut durchrühren und in einen passenden Cremetopf umfüllen.

Sheabutter war auf der Insel nicht zu bekommen, deshalb habe ich es bestellt, alles andere hatte ich eh im Haus und als heute die Sheabutter geliefert wurde, habe ich mich sofort an die Herstellung der Pfotencreme gemacht.

Pfotencreme

Obwohl ich jeweils nur 25g Kokosöl und Sheabutter benutzt habe, wurde es am Ende doch so viel, dass es nicht alles in meinen leeren Vichy-Cremetopf passte, zum Glück fand ich noch einen Pröbchencremetopf und ein leeres Nutella-Miniglas, jetzt kann ich die Pfotencreme sogar auf zwei Haushalte aufteilen.
Den Rest aus dem Schmelztopf werde ich jetzt als erstes vercremen, Ergebnis der heutigen Abend-Creme-Aktion: Dem Hund gefällt's und, viel wichtiger: sie schleckt es nicht sofort wieder ab.

Aktuell muss sie sich sowieso wieder jede Menge "Behandlung" gefallen lassen, denn sie hatte sich schon wieder eine Ohrenentzündung eingefangen.
Deshalb waren wir erneut bei der Tierärztin, diesmal bei der anderen Tierärztin hier auf Borkum.

Die Tierärztin, bei der ich im Sommer für die notwendigen Welpenmpfungen war, hatte grade ihre Zweitpraxis auf Borkum eröffnet und ich dachte damals, es sei ganz praktisch, eine Tierärztin zu haben, die sowohl in Münster als auch auf Borkum praktiziert, aber nach den ersten Erfahrungen mit dieser Tierärztin war ich mit dem Thema durch, das war mir dann doch alles etwas zu dumm.
Die berechnet zusätzlich zu ihrem Tierarzthonorar noch extra Fahrtkosten, was ich als reine Abzocke empfinde, sie ist schließlich nicht extra wegen mir hier angereist, sondern hat hier eine richtige Zweitpraxis. Und wenn sie von jedem Patienten Fahrtkosten extra nimmt, ist das ein sehr gutes Extrageschäft. Ich könnte mich ohne Ende darüber aufregen.

Da wollte ich also ganz sicher nicht noch mal hingehen, die "richtige" Borkumer Tierärztin ist dagegen super nett und war mir sofort sympathisch.
Sie sagte, dass, wenn ein so junger Hund in so kurzer Zeit schon zum zweiten eine Ohrenentzündung hat und dann auch noch in beiden Ohren, dass das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Hinweis auf eine Allergie sei. Da haben wir dann für die Zukunft ein spannendes Thema, was wir beobachten müssen.

Fürs erste gab es wieder Ohrentropfen, die haben schon sehr gut angeschlagen, das akute Problem dürfte damit so gut wie erledigt sein, jetzt müssen wir nur den Allergieauslöser noch rausfinden
.

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Freitag, 20. Februar 2026
Peters Schnäppchenecke und Ordnung geschaffen
Ein Mensch, dem ich auf seinen SocialMedia Kanälen schon länger folge, ist Peter Wittkamp, weil ich seinen Humor mag.
Ich mochte seinen Podcast "Außer Tresen nichts gewesen" mit Andreas O. Loff und die Werbekampagne der Berliner Verkehrsbetriebe, für die er entscheidend mit verantwortlich war, ist ja sowieso legendär.

Seit einiger Zeit hat er einen täglichen Newsletter, in dem er Schnäppchen bei Amazon vorstellt und verlinkt, der Newsletter ist kostenlos, er verdient daran, wenn jemand über seine Links wirklich etwas kauft.

Ich habe diesen Newsletter abonniert, weil ich seine Schreibe einfach mag, ich kenne wenige Leute, über deren Texte ich so regelmäßig und so verlässlich grinsen kann.
Außerdem amüsiere ich mich jeden Tag aufs Neue über den regelmäßig von ihm vorgestellten "Trennungsgrund", das sind besonders abstruse Gadgets, die er bei Amazon entdeckt hat und die Vorstellung, dass der eigene Partner so etwas gut finden könnte, ist ein sehr nachvollziehbarer Trennungsgrund.

Normalerweise bin ich überhaupt kein Freund von Amazon, aber normalerweise lese ich auch nur die Texte und klicke die Links an, um neugierig zu schauen, was dahinter verborgen ist, dass ich dann wirklich etwas bestelle, kommt eigentlich nicht vor, ich bin nicht nur durch meine Amazon-Abneigung, sondern vor allem durch meine Gewöhnung an Flohmarktpreise auch für sehr reduzierte Preise bei Amazon relativ immun.

Heute habe ich aber tatsächlich etwas über den von Peter vorgegebenen Link bestellt:
OTOTO Red, die Kochlöffelhalter Krabbe, die musste ich haben. (Ich habe hier den Link aus dem Newsletter hinterlegt, falls also noch jemand über diesen Link etwas kauft, verdient Peter daran, was ich ihm uneingeschränkt gönne.)

Und sonst so:
Ich habe heute mein Stempelzimmer aufgeräumt, etwas, was ich das letzte Mal vor ca. 5 Monaten getan habe, seitdem wurde der Raum eigentlich nur als Ablage genutzt und müllte systematisch zu.

Da der Raum keine Heizung hat, ist es dort im Winter unangenehm frisch, immer, wenn ich meinte, ich könnte ja mal an einer Karte oder irgendeinem anderen Teil arbeiten, verließ mich nach fünf Minuten die Lust, wegen kalt.

Dementsprechend sah es da mittlerweile aus, inzwischen hätte ich auch mit Heizung in dem Raum nichts Sinnvolles mehr tun können, weil die eigentliche Arbeitsplatte von gut fünf bis sieben Schichten Kram bedeckt war.
Aber das habe ich heute alles beseitigt bzw. geordnet, der Wetterbericht sagte, es wird ab sofort wärmer, da wurde es Zeit, dass auch die sonstigen Umstände, die neben der Kälte eine Nutzung meines Stempelzimmers verhinderten, beseitigt wurden.

Morgen prüfe ich mal die Materialvorräte, die ich hier im Haus lagere, ich befürchte (oder erhoffe, aber das sage ich nur heimlich), dass ich auf dem Festland dringlich eine Einkaufstour bei Action einlegen muss, um auch in diesem Haushalt meine neu erwachte Kartenbastelleidenschaft mit einer breit aufgestellten Materialvielfalt unterstützen zu können
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Donnerstag, 19. Februar 2026
Immerhin eine kleine Aktivität
Das Leben hier auf der Insel läuft eindeutiger langsamer als das Leben auf dem Festland, schon allein deshalb, weil man gar nicht so viel machen kann bzw. machen muss.

Auf dem Festland gibt es immer nur vereinzelt mal Tage, an denen ich das Haus nicht verlasse, an den allermeisten Tagen gibt es irgendetwas außerhalb des Hauses zu tun.

So fahren wir viel nach Rheda, weil wir dort irgendwelche Baustellentermine haben und das fühlt sich dann schnell wie ein ganzer Arbeitstag an, denn alleine die Fahrt dauert hin und her ja schon fast drei Stunden.
Dazu dann die Zeit auf der Baustelle, Besichtigung, Besprechung, eventuell noch mal hier gucken und dort schauen, schnell sind dann noch mal 3-4 Stunden um.
Dann geht man noch mal mit dem Hund eine Runde, weil der ja auch noch Bewegung braucht und schon ist man insgesamt mehr als acht Stunden unterwegs und wenn man abends wieder zurück ist, ist man müde und k.o. bwie von einem kompletten Arbeitstag, denn man ist das alles ja gar nicht mehr gewöhnt.

Aber auch ohne Baustelle ist man auf dem Festland mehr unterwegs, einfach weil es mehr Möglichkeiten gibt. Nicht nur diverse Einkaufsmöglichkeiten, sondern vor allem auch Arzttermine, Physio, Brille, nur der Gesundheitskram beschäftigt ja schon. Okay, wenn man ausschließlich hier auf der Insel lebte, so wie der Onkel zB, dann würde der Gesundheitskram noch viel mehr beschäftigen, denn dann müsste man für jeden Termin extra aufs Festland fahren, das ist noch viel umständlicher, schon aus diesem Grund bin ich natürlich froh, dass ich für diese Dinge immer noch einen zweiten Standort habe.

Grundsätzlich gibt es auch hier auf der Insel eine Menge Dinge, die wir tun wollen, sollten oder müssten, nicht nur der gesamte Adminkram am Computer, der ja eh ortsungebunden ist und hier fast noch mehr drängelt als auf dem Festland, eben weil man den ganzen Tag zu Hause ist, sondern auch allgemeine Handwerksdinge am und ums Haus fallen eigentlich ständig an oder stehen teilweise auch schon seit Ewigkeiten auf der to-do-Liste, es müsste jetzt nur noch gelingen, dass man sich dazu auch aufrafft, was aber aus so einem langsamen Leben heraus noch viel schwerer fällt, weil man schon gleich keinen Anfangsschwung hat.

Heute ist es uns immerhin gelungen, eine Fuhre Sperrmüll zum Müllplatz zu bringen, denn der Onkel hatte aussortiert und uns gebeten, ob wir ihm das Zeug zur Kippe fahren, weil vor seinem Haus eine Baustelle ist und er nur sehr schlecht aus der Garage kommt.

Seitdem wir den Bully haben, ist das ja alles kein Problem mehr, wir haben die Gelegenheit genutzt und auch gleich Kram von uns mitentsorgt, denn vom Ausräumen des alten Schuppens steht hier noch genug Müll rum, der auf eine Entsorgung wartet.

Müllloswerden ist fast so befriedigend wie einen dicken Pickel auszudrücken, es ist ein wunderbares Gefühl, wenn das Zeug endgültig verschwunden ist, dementsprechend gute Laune hatte ich heute.

Anschließend haben wir beim Vaterhaus noch Batterien in einer der Kameras gewechselt, zwei Dinge an einem Tag erledigt, es grenzt schon fast an Hyperaktivismus.

Die Umsortierung meines Depots schreitet auch voran, offensichtlich hatte ich da ein gutes Händchen, denn bis auf einen Fonds, der bisher noch knapp 1% weiter gestiegen ist, notieren alle anderen deutlich unter dem Wert, zu dem ich sie verkaufte, das finde ich sehr beruhigend.
Gleichzeitig ist auch noch einer der ETFs (der schwerpunktmäßig in Australien, Südkorea und Hongkong investiert), den ich stattdessen gekauft habe, inzwischen schon um 10% gestiegen, das finde ich faszinierend, denn damit hätte ich wirklich nicht gerechnet, ich beschwere mich aber auch nicht. Die anderen schwanken in ihrer Entwicklung zwischen -1% bis 0%, per Saldo habe ich bisher also alles richtig gemacht
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Mittwoch, 18. Februar 2026
Ich habe erfolgreich KI benutzt
Das Wetter in echt ist hier längst nicht so schrecklich wie die WetterApps behaupten, heute hat es relativ wenig geregnet und die meiste Zeit schien die Sonne von einem blauen Himmel.
Mit einer Temperatur von um die 0 Grad ist es aber noch nicht wirklich strandtauglich, deshalb fand ich es völlig okay, dass K heute alleine mit dem Hund eine sehr große Runde drehte, ich beteilige mich an längerdauernden Draußenaktivitäten erst wieder, wenn die Luft nach Frühling riecht.

Während K mit dem Hund über die Insel zog, habe ich mich mit dem Drucker/Scanner beschäftigt, der in der letzten Zeit vermehrt rumzickt.

Wir haben in Greven und hier auf Borkum jeweils exakt den gleichen Drucker/Scanner, so ein Multifunktionsgerät von Brother, das ich überwiegend zum Scannen benutze, weil ich ja wirklich konsequent jede aufhebenswerte Papierpost (also alles außer Werbung) digitalisiere und in der Nextcloud ablege.

Solange ich immer nur einen Laptop besaß, den ich beim Pendeln zwischen den Haushalten immer mitnahm, gab es regelmäßig Schwierigkeiten dadurch, dass ich den falschen Drucker/Scanner ansteuerte, weil sie blöderweise ja beide gleich hießen. Da ich eine Druckoption auch vom Handy aus nutzen wollte, hingen beide Drucker im Internet und es passierte mir mehr als einmal, dass ich von Borkum aus den Drucker in Greven ansteuerte, der dann sinnlos vor sich hindruckte. Bei dem Versuch, die Drucker eindeutig zu benennen haben sie sich anzeigetechnisch dann irgendwie vervierfacht, wobei jeweils einer offline und der andere aktiv war, es hat mich regelmäßig wahnsinnig gemacht.

Seit dem ich die Nextcloud und einen zweiten Laptop habe, ist das alles etwas einfacher geworden, jeder Laptop ist genau einem Drucker zugeordnet, die Verwechslungsgefahr ist also gebannt, dafür hatte nach kurzer Zeit der Scanner in beiden Standorten regelmäßig Schluckauf.
Da ich viel mehr scanne als drucke, nervte mich das viel mehr.

In Greven habe einmal alles gelöscht und komplett neu eingerichtet, bis ich begriff, dass der Fehler dadurch passierte, dass ich direkt in die Nextcloud scannen wollte, was sich irgendwie nicht kompatibel einrichten ließ. Seitdem ich den Scan-Empfangsordner auf einem lokalen Laufwerk eingerichtet habe, klappte alles bestens, in beiden Standorten.

Obwohl ich also nichts mehr geändert habe, konnte ich in der letzten Zeit hier auf Borkum nicht mehr vom Scanner auf den PC scannen, also auch nicht auf das lokale Laufwerk. Wenn man doch nichts an den Einstellungen ändert, erscheint es immer sehr wunderlich, warum es plötzlich nicht mehr funktioniert.

Ich wusste, dass es ein Update der Drucker/Scanner-Software gegeben hatte und dass ich auch ein Update für die Hardware aufgespielt hatte, also vermutete ich die Fehlerquelle natürlich irgendwie dort.
Ich löschte wieder alles, spielte alles neu auf und nix war, unverändert kein Zugriff vom Scanner auf den PC. Ich war ratlos.

Dann fiel mir ein, dass ich doch mal die KI fragen könne, was sie in so einem Fall vorschlägt und zack, kam sie mit der passenden Lösung an: Es lag an der Firewall auf meinem Rechner, die nach einem Update den Scanner nicht mehr auf den Rechner ließ. Nachdem ich dort das Häkchen auf "Zugriff erlauben" gesetzt hatte, lief es wieder mit dem Scanner.

Mag ja sein, dass KI viele schlechte Seiten hat, aber als Problemlöser in Recherchedingen finde ich jede Art von KI tausendmal besser als Google&Co.

Generative KI dagegen finde ich nach wie vor komplett überflüssig bzw. bin davon überzeugt, dass es sich als Modeerscheinung über kurz oder lang von alleine erledigen wird. Denn Dinge aus der eigenen Kreativität zu erschaffen macht Spaß, warum sollte ich mir also für etwas, was ich gerne selber machen, künstliche Unterstützung holen?
Und außerdem ist das Ergebnis eben doch nicht das gleiche, für diejenigen, die selber kreativ sind, fühlt sich eine KI-Unterstützung an wie Malen nach Zahlen für einen Kunstmaler.
Diejenigen, die selber keine Kreativität besitzen und deshalb so etwas aus eigener Kraft nie erschaffen könnten, die finden das natürlich toll, das Ergebnis ist aber halt nur ein Malen nach Zahlen Ergebnis und alle Konsumenten werden sehr schnell lernen, die Unterschiede zu erkennen, so dass die Zeiten, in denen man mit KI-Kunst noch jemanden beeindrucken kann, demnächst eh vorbei sein werden.

Ach so, und KI einzusetzen, um stumpfe Verwaltungsjobs von Maschinen erledigen zu lassen, finde ich natürlich auch eine sehr gute Idee. Wenn dadurch dann demnächst jede Menge Bürojobs wegfallen, haben vielleicht bisher eher unbeliebte Jobs im zwischenmenschlichen Bereich (Pflege zB) endlich eine Chance als attraktiv zu gelten. So schlimm fände ich das wirklich nicht
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