anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Donnerstag, 19. April 2018
Immer noch Excel
Im Büro kämpfe ich immer noch mit diesen Excel-Tabellen, am liebsten würde ich mich ja so lange einschließen, bis ich damit fertig bin, aber das klappt natürlich nicht, da doch immer wieder irgendein Mitarbeiter vor der Tür steht und vorsichtig um die Ecke linst: "Darf ich Sie nur mal ganz kurz stören, dauert nicht lange, aber...."
Deshalb nutze ich für das hochkonzentrierte Arbeiten an diesen Tabellen am liebsten den späten Abend, da bin ich garantiert und alleine und kann ungestört arbeiten.
Ich habe ja mit jeder Art von Computerspielen normalerweise nix am Hut, weil ich mich viel zu schnell dabei langweile. Aber dieses Rumprogrammieren und Tüfteln an so einer Excel-Tabelle, das finde ich schon enorm faszinierend und da fällt es mir auch wirklich regelmäßig schwer, die Datei zu schließen und erst am nächsten Tag wieder weiterzumachen. Ein bisschen süchtig macht das schon....

Aber jetzt habe ich eben die Tabellen alle geschlossen, morgen ist auch noch ein Tag und ich bin auch schon ziemlich weit.

Für das Wochenende habe ich mir zum einen die Steuererklärungen für 2017 vorgenommen, inzwischen sind alle Nebenkosten- und Verwalterabrechnungen da, so dass ich nur noch die Zahlen sauber zusammenstellen muss. Mal schauen wie weit ich komme, denn außerdem möchte ich auch endlich mal einen Schwung Krempel bei ebay Kleinanzeigen einstellen, mein Drang, hier Ordnung und "Licht" reinzubringen ist ungebrochen
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Mittwoch, 18. April 2018
Nix geht mehr
Hmmm, ich fürchte fast, das wird nix heute, mit einem brauchbaren Blogeintrag.
Erst war ich mal wieder ziemlich lange im Büro (ich habe begonnen, eine Excel-Tabelle für einen ganz speziellen Sachverhalt zu entwickeln, was einerseits wirklich Spaß macht, da es eine echte Herausforderung ist, andererseits aber auch sehr viel Zeit frisst, eben weil es nicht so einfach mal nebenbei zu erledigen ist), und dann sind wir anschließend noch zum Griechen gegangen. Diese Kombination - langer Bürotag und anschließend sofort zum Griechen - garantiert ein schlagartiges Ansteigen des Promillelevels von Null auf ziemlich betrunken und verhindert nachhaltig jedes vernünftige Bloggen.
Morgen vielleicht wieder, wenn ich wieder nüchtern bin
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Dienstag, 17. April 2018
Der ganze alte Schrott muss raus
Dass das mit dem Sperrmüll so gut funktioniert hat, hat mich heute morgen auch noch mal gefreut, denn als ich nach dem Aufstehen aus dem Fenster guckte, war wirklich alles weg, es ist also nichts übrig geblieben, was die Sperrmüllmänner verweigert hätten. Sehr fein.

Ich liebe ja Wegwerfen und je älter ich werde, umso mehr kann ich mich für Wegwerfen begeistern. Der wirklich irrsinnige Krempelberg, den CW hinterlassen hat, der hat mich sehr nachdenklich gemacht, so möchte ich nicht enden. CW hat so viel Kram hinterlassen, dass es schlicht unmöglich war, es alles zu sichten und vor allem weiter zu verwenden, so dass wir alle miteinander vor der schieren Menge kapituliert haben. Letztlich sind dadurch auch viele wirklich schöne oder wertvolle Dinge untergegangen, aber keiner von uns hatte mehr die Kraft, sich damit zu beschäftigen.

So ähnlich ging es jetzt auch meinem Onkel mit dem Kram, den seine Ex hinterlassen hat. Das war auch so viel, dass man es nicht mehr einzeln händeln konnte, letztlich blieb nur die Bestellung von mehreren Containern, in die ohne weitere Sortierung einfach alles reingeworfen wurde.

Als ich vor 10 Jahren die riesige Loftwohnung im Rheinland verlassen habe, um hier in Westfalen in ein Reihenhaus zu ziehen, hatte ich das erste Mal die Gelegenheit, mich von sehr vielen Dingen einfach durch "hinterlassen" zu befreien, das habe ich auch ausgiebig ausgenutzt. Anfangs hatte ich das Gefühl, das ist hier alles sehr übersichtlich.
Heute, 10 Jahre weiter, sind alle drei Kinder ausgezogen und sie hatten das Haus noch nicht ganz verlassen, da haben wir schon die Umräum- und Renovierungsaktivitäten gestartet, um die freigewordenen Kinderzimmer sofort selber in Beschlag zu nehmen. Heute ist nicht nur das Haus komplett voll, auch der Dachboden (dort sind vor allem hiergebliebene Kindersachen) und der Keller (und der ist riesig), und ich beginne mir immer mehr Gedanken darüber zu machen, was ich von dem gesamten Kram eigentlich noch brauche und welche Dinge ich, ohne sie je wieder zu vermissen, problemlos entsorgen kann.

Der Sperrmüll gestern war ein kleiner Anfang, für das Wochenende habe ich mir jetzt endlich die große Verkaufsaktion über ebay-Kleinanzeigen vorgenommen, nicht nur die Riesenwoll- und -stoffberge vom Onkel, sondern auch jede Menge aussortierter Küchen- und Dekokram von mir stapelt sich in einem der ehemaligen Kinderzimmer.
Und wenn das alles weg ist - dann gehe ich auf den Flohmarkt.
Endlich wieder einkaufen.

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Montag, 16. April 2018
Viel geplant und nur ein wenig umgesetzt
Der Tag heute war vor allem dadurch gekennzeichnet, dass ich mich fast die Hälfte der Zeit damit beschäftigt habe, mir zu überlegen, was noch alles erledigt werden muss und zu planen, auf welche Art und Weise das dann erledigt werden könnte. Wenn ich so weitermache, bewerbe ich mich um einen Job bei den Sozialwissenschaftlern, die Grundvoraussetzung, mehr planen als erledigen, habe ich dann schon mal gut trainiert.
Es gab aber auch viel zu bedenken und zu planen heute. Es begann damit, dass ich dachte, ich könnte mich mal mit Ablage beschäftigen, so nach und nach stapelten sich die Dinge, die ich selber und höchstpersönlich ablege. Da ich in bestimmten Dingen ja nur mittelgut bis ziemlich schlecht im Delegieren bin, mache ich auch die Ablage selber, soweit es meine höchstpersönlich geführten Steuerakten betrifft.
Dabei fiel mir dann auf, dass ich dringend meine Übersichtsliste, für welche Gesellschaft wann welche Erklärungen und Bilanzen abgegeben und veröffentlicht wurden, aktualisieren muss, dabei fiel dann natürlich auf, was dringend sehr kurzfristig erledigt werden muss und dann kam die Sekretärin mit der Postmappe rein und die Liste wurde noch länger.
Zwischendurch kamen verschiedene Mitarbeiter rein, um zu berichten, wie weit sie mit den Arbeiten sind, die ich ihnen letzte Woche aufgetragen hatte, auch hier mussten natürlich dann die Planungen für „wie geht es jetzt weiter?“ sorgfältig ausgearbeitet werden.
Mitten in all diesen Planungen fiel mir dann außerdem ein, dass ich ja auch immer noch meinen neuen Computer weiter einrichten muss. Mittlerweile habe ich zwar meine iTunes Mediathek erfolgreich übernommen, aber noch keine einzige Playlist. Auch hier musste also geplant, gegoogelt und umgesetzt werden.
Meine Mittagspause habe ich der Einfachheit halber auf die Toilette verlegt und dort ausführlich Handy gelesen und mal wieder probiert, ob ich mich inzwischen bei Instagram anmelden kann. Positive Zwischenmeldung: ich kann. Ich bin jetzt auch auf dem Handy wieder instagramfähig.
Am Nachmittag klingelte meine Mülltermin-App und teilte mir mit, dass morgen Sperrmüll ist.
Die letzten zwei Termine habe ich verpasst, deshalb wollte ich jetzt sichergehen, dass ich alles, was ich schon länger wegwerfen möchte, auch wirklich zusammensammele und an die Straße stelle.

Die Sperrmüllaktion hat wunderbar funktioniert, Wir haben genau zum richtigen Zeitpunkt unseren Kram an die Straße gestellt, nämlich als die Polentransporter in erhöhter Schlagzahl ständig an unserem Haus vorbei fuhren. Eine halbe Stunde nachdem wir unseren Kram raus gestellt hatten, waren schon 80 % wieder verschwunden. So gefällt mir das, denn so kriege ich auch all meinen Elektroschrott weg, ohne extra zur Spezialentsorgung fahren zu müssen
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Sonntag, 15. April 2018
Wie ich mal probierte, ein Instagramer zu werden
Grundsätzlich würde ich mich auch heute, im mittlerweile ja schon fortgeschrittenen Alter, immer noch als technikaffin bezeichnen und auch wenn ich regelmäßig über alle möglichen Technikprobleme jammere, so bilde ich mir doch ein, dass ich im Großen und Ganzen ganz gut mit der Technik von heute klarkomme und mich auch mit neuen Entwicklungen und Programmen noch immer als einer der ersten beschäftige. Zumindest wenn ich mich mit anderen Menschen aus meinem privaten aber auch dem beruflichen Umfeld vergleiche.
Mein privates Umfeld mag vielleicht keine passende Referenz sein, aber auch im beruflichen Umfeld treffe ich selten auf Menschen, die einen derart selbstverständlichen Umgang mit PC und Technik haben, dass ich das Gefühl habe, ich müsste sie mir als Tipp- oder Ratgeber dringend warm halten.

Ich meine damit natürlich nur die "Anwender", nicht die IT-Fachkräfte, aber mit denen habe ich sowieso sehr selten zu tun, wir beschäftigen dafür eine externe Firma.
Ich meine damit "normale" Kollegen, denn von denen arbeitet ja jeder als Haupttätigkeit mit einem PC und inzwischen auch mit einem Smartphone und/oder Tablet, aber wenn eines der Geräte mal zickt oder sich Anwendungssituationen außerhalb des alltäglich eingeübten ergeben, dann sind die allermeisten Menschen in meinem beruflichen Umfeld sehr schnell überfordert und stehen so lange hilflos schultzerzuckend vor dem Problem, bis jemand von der IT-Firma auftaucht oder sie ergeben sich klaglos in ihr Schicksal und arbeiten künftig mit seltsamen Fehlermeldungen, weil sie wohl der Meinung sind, so etwas gehört dazu.
Auch der Umgang mit den Programmen ist meist eher auf der unteren Anwenderebene steckengeblieben. So kann zwar jeder mit dem Wordprogramm schreiben, wenn ich aber sehe, wie viele Leute Spaltenformatierungen oder ähnliches einfach dadurch lösen, dass sie ganz viele Tab-Schritte machen, dann sagt das schon eine Menge über den Umgang des einzelnen mit Technik im weiteren Sinne aus.
Viele Tabs in einem Worddokument sind nur ein Beispiel, mit Excel können die meisten Menschen noch viel weniger umgehen, bei manchen Kollegen habe ich das Gefühl, sie benutzen es wie ein Wordprogramm für Zahlen, denn sehr viele Leute haben neben ihrem Computer auch immer noch einen Taschenrechner liegen, damit sie "mal eben schnell" das Ergebnis direkt eintragen können.
Wenn ich mich also in diesem Umfeld vergleiche, dann habe ich das Gefühl, was den Umgang mit Technik angeht, gehöre ich auf alle Fälle zum oberen Drittel.

Im Laufe der Jahre ist meine natürliche Neugier auf alles Neue zwar sichtbar zurückgegangen, aber spätestens wenn ich zum wiederholten Mal von einer neuen App oder einer neuen Software höre, die jetzt immer mehr Leute benutzen, muss ich mir das wenigstens anschauen und mindestens einmal selber ausprobieren, bevor ich dann (immer öfter) entscheide "ne, brauche ich doch eher nicht."
So habe ich auf allen größeren Social Media Plattformen natürlich ein Konto, (nur LinkedIn habe ich zuletzt hartnäckig verweigert, ich brauche einfach keine beruflichen Netzwerke mehr) und weder bei SchülerVZ noch bei StudiVZ war ich dabei - dafür war ich schon damals zu alt.
Aber ich habe einen Twitteraccount (übrigens schon seit 2005, allerdings habe ich mir vor vier Jahren noch mal einen neuen Account angelegt, mein alter Verfolgungswahn hat mich da wieder eingeholt), ich bin bei Facebook angemeldet, bei YouTube und bei Pinterest und natürlich auch bei Xing und Instagram. Ich habe Snapchat ausprobiert und Tumblr und noch mindestens 27 andere Social Media Aktivitäten, die meisten habe ich inzwischen allerdings wieder vergessen. Ich war bei allen möglichen Foren und Groups dabei, in meiner "sozial aktiven Zeit" teilweise sogar als Admin. Auf meinem Handy habe ich sieben verschiedene Messengerdienste aktiviert und bin durchaus in der Lage, die zu unterscheiden und nebeneinander bzw. parallel zu nutzen.
Um es zusammenzufassen: Ich habe mich schon immer mit allen möglichen Kommunikationsformen im Internet beschäftigt und grundsätzlich bin ich auch über alle möglichen Kanäle zu erreichen - aber wenn ich selber wählen darf, dann finde ich persönlich eine E-Mail immer noch am allerpraktischsten von allen.

Aber egal, andere sehen das anders und ich will ja auch mit der Zeit gehen, im Moment scheint Instagram immer wichtiger zu werden, also habe ich mir gedacht, ich beschäftige mich auch mal etwas eingehender damit und lerne endlich, welche neuen Möglichkeiten es dort alles gibt außer nur ein einsames Bild hochzuladen.

Seit einiger Zeit verfolge ich mich wachsender Faszination die zunehmende Zahl an Instastorys und auch wenn ich selber nicht vorhabe, dort aktiv zu werden, so will ich wenigstens wissen, wie es geht.
Also habe ich heute mit Instagram rumgespielt.
Weil ich aber Sorge hatte, dass sich da etwas verselbständigt und die App plötzlich Bilder oder Filme ins Internet hochlädt, die ich doch nur zum Testen mal gedreht habe, habe ich das Handy in den Flugzeugmodus gesetzt und dann fröhlich rumprobiert.
Es kam wie erwartet, ich habe einen Film gedreht aber statt den Knopf zum Löschen zu finden, habe ich wohl aus versehen auf Abschicken gedrückt - und schwupp, wäre es passiert, wenn ich dem Handy nicht in weiser Voraussicht vorher schon den Internetzugang geklaut hätte.
Das Problem war dann nur, dass ich den Knopf zum Löschen auch nach ausgiebigem Suchen nicht fand und ich mich dann auch nicht traute, das Handy wieder online zu setzen, weil - eben.
Ich habe dann im Familychat die Kinder befragt (zum Glück besitze ich ja noch ein iPad, was nicht offline war), ob einer von ihnen wüsste, wie ich eine gedrehte Instastory wieder löschen kann - aber meine drei digital natives waren ausgesprochen unhilfreich, weil sie ungefähr so viel Ahnung davon hatten wie ich, also gar keine.
C. meinte, sie würde vorsichtshalber das Handy verbrennen und J. meinte, er würde wenigstens die App löschen.
Ich fand App löschen dann auch die sinnvollste Vorsichtsmaßnahme allerdings bin ich dadurch wohl für immer bei Instagram rausgeflogen, denn als ich mich nach löschen und Neuinstallation wieder anmelden wollte, bekam ich ständig dies:


Ein Gegoogle zu dem Fehler erbrachte den Hinweis, dass man sich den Zugang per E-Mail schicken lassen könnte, was ich dann auch probierte und eine E-Mail mit einem Link von Instagram erhielt.
Zwar funktionierte es damit auch nicht - aber seitdem ich weiß, wo Instagram wohnt, bin ich mir auch gar nicht mehr sicher, ob ich überhaupt noch möchte, dass es funktioniert. Warum hat diese Adresse eigentlich noch niemand näher thematisiert?

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Samstag, 14. April 2018
Platt, k.o. und alle
Bad geputzt, Fenster geputzt, abgedankt.
Die Zeiten meiner körperlichen Leistungsfähigkeit sind eindeutig vorbei.
Mit letzter Kraft habe ich mich eben in die erste Etage geschleppt, weil da das Schlafzimmer ist, vorher aber ernsthaft erwägt, im Erdgeschoss auf dem Boden zu schlafen. (Sofa ist grade belegt mit Krempel, den wegzuräumen ist noch anstrengender als die Treppe hochzuwanken).
K. ist mindestens genauso platt, der hat sechs Stunden Gartenarbeit hinter sich und rührt sich auch nicht mehr. Wir sind schon ein ziemlich runtergerocktes Alteleutepaar
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Freitag, 13. April 2018
Douglas Adams
Damit ich es künftig schneller finde, verlinke ich hier mal eben dieses wundervolle Zitat von Douglas Adams,
1. Alles, was es schon gibt, wenn du auf die Welt kommst, ist normal und üblich und gehört zum selbstverständlichen Funktionieren der Welt dazu.
2. Alles, was zwischen deinem 15. und 35. Lebensjahr erfunden wird, ist neu, aufregend und revolutionär und kann dir vielleicht zu einer beruflichen Laufbahn verhelfen.
3. Alles, was nach deinem 35. Lebensjahr erfunden wird, richtet sich gegen die natürliche Ordnung der Dinge.

(The Salmon of Doubt)

denn es ist so ungemein richtig, dass man fast täglich Gelegenheit hat, es zu zitieren.

Ich stecke ja grade in der intensiven Phase der Neueinrichtung meines Computers - und ich sag mal so: Dieses Grät wurde ganz klar erst nach meinem 35. Geburtstag erfunden.

Früher hatten wir keine federleichten, DIN A4 großen Netbooks mit i7 Prozessoren, 1TB SSD und 24GB RAM, früher gab es noch solide, 3kg schwere Schlepptops, die fünf Minuten brauchten, bis sie hochgefahren waren und weitere zwei Minuten, um das erste Excel- Lotus-Sheet zu laden.
Das waren noch Zeiten als ein Computer noch ein echter Gegner war, da hat man es sich dreimal überlegt, ob man versuchte, das Gerät mit einem herzhaften Fußtritt zu überzeugen, im Zweifel endete das nämlich mit einem verstauchten Knöchel.
Die Sissi-Geräte von heute nehmen doch schon übel, wenn man nur mal zu fest auf das Touchpad drückt
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Schnitzeltrick und Steuerbescheide
Hintereinanderweg nur ungeplante Beschäftigungen.
Im Büro ergab sich ein Problem mit dem Reporting einer (zweier/dreier/vieler miteinander verknüpfter) Excel-Tabellen, was dazu führte, dass ich erst nach 21h zu Hause war.
Dort fand ich dann Steuerbescheide für vier Jahre für eine der Firmen, für die ich die gesammelten Steuererklärungen (eben auch für vier Jahre) vor sechs Wochen in diesen langen Wochenend- und Nachtsitzungen erstellt habe.
Das war natürlich unglaublich spannend, zu prüfen, ob das Finanzamt hier meinen Erklärungen gefolgt ist.
Zu meiner unglaublichen Begeisterung hat das Finanzamt hier tatsächlich alles exakt so akzeptiert, wie ich es erklärt habe und das ist schon ein wirklich phantastisches Ergebnis. Ich konnte mich vor Freude kaum halten - und musste mich sofort hinsetzen und die Abschlüsse für 2017 vorbereiten. Wenn ich keine Abweichungen aus den Vorjahren mehr berücksichtigen muss, macht das richtig Spaß.
Damit war ich bis eben beschäftigt, morgen bin ich natürlich gewaltig unausgeschlafen, aber jetzt wollte ich auch unbedingt damit weitermachen.

Weil ich erst so spät aus dem Büro kam, hatte sich mein Westfalenmann höchstselbst und persönlich zum Küchenmeister ernannt und telefonisch angefragt, was er denn so kochen könne für heute Abend.
Ich habe ihm gesagt, dass ich neulich zwei Riesenschnitzel eingefroren hätte, die müsste er nur aus dem TK holen und kurz braten, dazu Kartoffeln schälen und kochen und den Rest der ebenfalls tiefgefrorenen Rotkohlpackung in eine Schale füllen und in die Mikrowelle stellen, wäre ein komplettes Essen ohne viel Aufwand.
Hörte sich für ihn machbar an, als ich nach Hause kam, war das Essen fast fertig, allerdings hatte er nur ein Schnitzel gebraten, weil die Dinger so riesig waren, dass nur eines in die Pfanne passte.
Er meinte, das könnten wir uns auch teilen, dann könnten wir das zweite ein anderes Mal essen.
Fand ich okay - außerdem war ich ja mit den Steuerbescheiden beschäftigt und hatte eh keine Zeit, mich um Küchenkram zu kümmern.
Nach dem Essen bin ich sofort im Arbeitszimmer verschwunden, habe dann allerdings noch nebenbei mitbekommen, dass er dabei war, das zweite Schnitzel doch noch zu braten, er meinte, das könne man dann ja auch morgen sehr gut kalt essen.
Als ich mir eben noch ein Getränk aus der Küche holte, habe ich die leere Pfanne gesehen und müsste über diesen Trick dann doch etwas grinsen: Das erste Schnitzel haben wir uns geteilt, das zweite konnte er dann komplett alleine essen, weil ich ja beschäftigt und ohne lange zu trödeln vom Esstisch verschwunden war. Hätte ich mir eigentlich denken können, dass das von Anfang an der Plan war
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