anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Sonntag, 24. Juni 2018
Sonntag
Wenn mir schon als Überschrift nicht anderes als der aktuelle Wochentag einfällt, ist das meist ein untrügliches Zeichen dafür, dass nichts Besonderes passiert ist und ich gleichzeitig aber auch keine Zeit oder keine Lust habe, mich elaboriert über irgendein anderes Thema auszulassen.
Heute war einfach nur Sonntag.
Mehr nicht.
Das ist natürlich schon eine Menge, denn Sonntage sind meistens schöne Tage, da sie üblicherweise extrem verpflichtungsarm sind, was grundsätzlich eine sehr gute Voraussetzung für einen Tag ist, der ein schöner Tag werden soll.
Tage mit Verpflichtungen sind üblicherweise Bürotage, die starten deshalb per se mit einem Handycap, denn wer mag schon Verpflichtungen.
Sonntage sind also meist frei, wenn überhaupt mit lockeren Vorhaben besetzt. Heute zB wäre ich gerne auf meinen Lieblingsflohmarkt gefahren, der nur alle drei Monate stattfindet und den ich mir deshalb extra im Kalender eingetragen hatte.
Hat aber nicht geklappt, weil... - naja, weil es letztlich einfach zu spät war und es sich nicht mehr gelohnt hätte, um 15.30h erst zu einem Flohmarkt aufzubrechen, zu dem man eine halbe Stunnde fährt und der um 16h schließt. Deshalb habe ich stattdessen Guacamole gemacht, das ist auch nett.
Und lecker.
Und insgesamt waren es denn auch alle zufrieden.

Außerdem habe ich vier Maschinen Wäsche gewaschen und bin die letzten 12h erfolgreich um die letzten 10% Arbeit für meine Steuererklärung herumgeschlichen, die ich ganz unbedingt morgen abgeben muss, wenn ich nicht eine saftige Verspätungsstrafe riskieren will.

Deshalb erledige ich das jetzt ohne weiteren Aufschub und deshalb ist der Blogeintrag für heute damit auch beendet
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Samstag, 23. Juni 2018
Und wieder ein Lebensabschnitt beendet
Jetzt ist das letzte Kind nicht nur mit der Schule fertig (und hat damit den höchstmöglichen Schulabschluss der Bundesrepublik Deutschland, wie es pathetisch in den Abireden hieß), sondern es ist jetzt auch endgültig wieder aus der Schule ausgezogen.
Fünf Jahre hat J. Im Internat gelebt, unterbrochen durch ein Jahr Kanada, aber vor fünf Jahren haben wir einen wesentlichen Teil seines Hausstandes ins Internat transportiert - und heute war der Rücktransport.
Er hat alle Schlüssel abgegeben, sich aus den schulischen Gruppen abgemeldet, sein Schulaccount ist geschlossen und die Gefährten der letzten Jahre verteilen sich jetzt in der Weltgeschichte.
Ich denke, für einen Internatsschüler ist das Abitur ein noch größerer Einschnitt im Leben als für einen „normalen“ Abiturienten, der mit der Zeugnisübergabe nicht automatisch auch sofort sein bisheriges Zuhause aufgibt. „Normale“ Abiturienten haben eine etwas gleitendere Übergangszeit, sie starten aus ihrer gewohnten Umgebung und leben zwischen Schule und Uni nicht in einem halben Schwebezustand mit gepackten Kisten, die zwischengelagert sind.
Für J. kommt dann noch erschwerend hinzu, dass er ja auch noch zwischen zwei Zuhauses pendeln muss und sich deshalb jetzt noch nicht mal an einer Stelle vernünftig ausbreiten kann, weil in beiden Häusern sein Zimmer aktuell nicht für eine Dauerbewohnung eingerichtet ist - und weil es sich ja eigentlich auch nicht lohnt, das für die Übergangszeit von drei Monaten, bis er zum Studieren ja sowieso wieder auszieht, zu ändern.

Aber andererseits hat er genau so ja auch die letzten Jahre gelebt, er war an vielen Stellen immer ein bisschen zu Hause, jetzt ist nur eine Stelle davon weggefallen. Zugegeben die, wo er sich am meisten aufgehalten hat, aber die Perspektiven, dass er in Zukunft ein deutlich normaleres Leben führt, sind ja gar nicht so schlecht.

Für mich als Mutter ist es allerdings eine große Erleichterung, dass dieser Lebensabschnitt für ihn jetzt schon mal geschafft ist. J. und Schule, das war viele, viele Jahre kein glückliches Pärchen, und ich habe mir unterwegs oft Sorgen gemacht, ob es mir gelingen wird, ihn da erfolgreich durchzulotsen, aber den fulminanten Schlussspurt, mit dem er jetzt ja jedem Skeptiker bewiesen hat, dass er kann, wenn er nur will, der war nicht nur erfolgreich, der war vor allem beeindruckend.

Er war nicht nur mit großem Abstand Jahrgangsbester, er hat auch den Förderpreis der deutschen Gesellschaft für Chemie gewonnen und die Schule hat ihn für ein Stipendium der deutschen Studienstiftung vorgeschlagen.
Wenn ich mir überlege, dass ihn das Gymnasium im Rheinland, wo ich ihn ursprünglich angemeldet hatte, abgelehnt hat, weil er keine uneingeschränkte Gymnasialempfehlung von der Grundschule bekam, dann ist ja letztlich nun doch alles gut ausgegangen.
Er hat Zeit seiner Schulzeit die Fächer Kunst, Musik und Sport hartnäckig verweigert, weil er stets sagte, dass Schule für Lesen, Schreiben und Rechnen da ist und nicht für den sonstigen Hobbykram, den man nur zum Leben braucht, wenn man Spaß dran hat, eine Einstellung, die ich grundsätzlich respektiere, die ihm aber viel Gegenwind in der Schule eingebracht und ihm im übrigen auch die 1,0 als Abischnitt verhagelt hat, denn er hat es tatsächlich geschafft, Musik nur als Minderkurs in den Gesamtschnitt einzubringen.

Ich glaube nicht, dass mir irgendjemand vorwerfen kann, meinen Kindern grade in Musik und Kunst nicht genug Vorbild, Möglichkeiten, Anregung gegeben zu haben, ich kenne wenige Haushalte, in denen Musik und Kunst im Alltag präsenter waren als bei uns - aber grade deswegen habe ich es auch immer abgelehnt, die Kinder dazu zu zwingen. Anders als bspw. Orthographie, die ich stets als zentrale Schlüsselfunktion für jede Art von intelligentem Leben definiert habe (ja, ich bin bekennender Rechtschreibfanatiker), empfand ich Kunst und Musik eher als „freie Künste“, was nun unterm Strich dazu führte, dass J. nie genug Lust dazu hatte, um sich freiwillig damit zu beschäftigen, was notentechnisch aber eben suboptimal ist.
Dafür hat sein Chemielehrer seine Abiturklausur nicht nur wegen der 98% der erreichten Punkte als bemerkenswert bezeichnet, sondern und vor allem auch deshalb, weil J. keine Rechtschreibfehler in der Klausur gemacht hat. Das war für ihn wirklich eine Besonderheit. Es gibt wohl immer mal wieder Kinder, die wirklich gut in Chemie sind, aber welche, die dann zusätzlich auch noch eine saubere Orthographie beherrschen, die scheinen wirklich selten zu sein. - Das kann man jetzt bewerten wie man möchte, aber ich bleibe dabei, dass ich es sinnvoller finde, ein Kind zu einer sauberen Rechtschreibung zu erziehen, dafür muss es aber weder malen noch musizieren, wenn es das denn partout nicht will
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Freitag, 22. Juni 2018
Party


Hier ist Party.
Richtig viel Action
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Donnerstag, 21. Juni 2018
Komplexe Logistik erfolgreich gelöst
Die Aufgaben für heute:
Büro bis mindestens 15.30h
Abholen der fertigen Brillen in der Innenstadt von Münster
Friseur um 17h in Greven
C. vom Bahnhof abholen, 17:45h
Restliche Sachen packen, Auto beladen
Fahrt nach Aurich (200km)
Einchecken im Hotel
J. einsammeln
Ankunft im Restaurant in Aurich um 22h (Tischreservierung)

Ergebnisse:
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Check
Check

Cool, oder?
Auf der Fahrt nach Aurich wurden wir von einem Regenbogen verfolgt, der sich irgendwann sogar in die Heckwolke heftete



K. sagte, nach dem durchgezogenen Unwetter, beeindruckt das Rückseitenwetter in der Regel mit tollen Wolken.
Er hatte recht
i

Morgen dann Abiturentlassveranstaltung, wird bestimmt lustig
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Mittwoch, 20. Juni 2018
Das wird hart
So sorry, aber keine Zeit.
Ich muss packen.
Ja, richtig gelesen, ich muss tatsächlich packen, und weil ich das bekanntlich ganz, ganz gräßlich finde, habe ich entsprechend gute Laune, aber hilft ja nix.
Morgen fahren wir direkt nach dem Büro nach Esens, um Freitag früh und ausgeschlafen den ganzen Tag J.s Abi-Übergabe mit Ball zu feiern.
Und deshalb muss ich jetzt entscheiden, was ich anziehen will. Mindestens zwei Outfits brauche ich bestimmt, im Zweifel drei (Kirche und Zeugnisübergabe, Wartezeit während des Tages, Ball am Abend) und zu meinem großen Verdruss kann ich die nicht einfach aus meinem normalen Alltagskleiderschrank sammeln, sondern muss natürlich irgendetwas Anlasspassendes finden, wobei ich das dumpfe Gefühl habe, dass die Betonung hier auf "passen" liegt. Ich halte nun schon recht gleichmäßig seit zwei Monaten dieses Teilzeitfasten durch, nach glänzenden Anfangserfolgen hat sich der Stoffwechsel hierzu mittlerweile aber wohl auf "Dauerzustand" eingestellt und per Saldo sind nach zwei Monaten erst zwei Kilo weg, was ich jetzt noch nicht so richtig beeindruckend finde. Ja ich weiß, langsam abnehmen ist sinnvoller und nachhaltiger und gesünder, man bleibt aber eben auch länger fett, grummel.

So, und deshalb muss ich jetzt den "Spezial-Kleiderschrank" durchprobieren, denn natürlich habe ich reichlich anlasspassende Klamotten, ich weiß halt nur nicht, ob sie mir noch passen
...

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Dienstag, 19. Juni 2018
Ganztagsjob
J. hat neulich ein 14tägiges Praktikum in einer Apotheke gemacht, weil er sich erhofft hat, in der Zeit rauszukriegen, was ein Apotheker eigentlich so den ganzen Tag macht.
Das Ergebnis war relativ ernüchternd, denn er hat festgestellt, dass Apotheker tatsächlich nichts besonders Spannendes machen, eigentlich machen sie genau das gleiche wie die Angestellten PTAs: Medikamente verkaufen, sich immer wieder die gleichen Geschichten von alten Omas anhören, Regale einräumen, Bestände kontrollieren, Bestellungen aufgeben und außerdem unendlich viel Buchführung und Abrechnungen.
Weshalb man dafür zwölf Semester studieren muss, erschließt sich einem wirklich nicht, aber mit einem Pharmaziestudium muss man ja nicht zwingend Apotheker werden, in der Pharmaindustrie gibt es garantiert auch einige spannendere Jobs.
Ich habe leider nicht nur überhaupt keine Ahnung von Naturwissenschaften, ich habe dummerweise noch weniger Ahnung, welche Jobs es in diesen Fächern überhaupt gibt und wodurch sich der Job eines Chemikers von dem eines Biochemikers, von dem eines Pharmazeuten letztlich unterscheidet, wenn nachher alle drei in der Forschung arbeiten. Aber vielleicht sind die Unterschiede auch gar nicht von so großer Bedeutung, ich kann mir sogar sehr gut vorstellen, dass sich die tatsächliche Spezialisierung erst im Job ergibt und nicht schon durch das Studium.
Ich bin deshalb durchaus gespannt, für welches Studium sich J. letztlich entscheidet, ich persönlich fände ja Pharmazie attraktiv, dann hätte ich einen Mediziner Sohn und einen Apotheker Sohn, und müsste mir um meine medizinische Versorgung im Alter keine Gedanken mehr machen.

Eine ernüchternde Zusatzerkenntnis, die J. aus seinem Praktikum gewonnen hat, ist die Feststellung, dass von einem Tag nur sehr wenig übrig bleibt, wenn man tatsächlich acht Stunden arbeitet. Das habe ich dann nur mit „Ach was“ kommentiert
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Montag, 18. Juni 2018
Unreisig
Ich verreise nicht gerne.
Ich finde Reisen in den meisten Fällen eher unbequem, anstrengend und meist sehr lästig.
Das gilt nicht nur für Dienstreisen, vor denen ich mich so oft wie möglich versuche zu drücken, das gilt auch für Urlaub machen.
Soweit es das Reisen im allgemeinen betrifft, mache ich keine großen Unterschiede, auch private Urlaubsreisen stehen bei mir nicht sehr weit oben auf der Liste der Dinge, die ich unbedingt tun möchte.
Was Urlaubsreisen angeht, liegt das vor allem daran, dass ich ausgesprochen gerne zu Hause bin.
Und weil ich gleich zwei Zuhauses habe, zwischen denen ich ständig hin und her pendele, habe ich sowieso schon das Gefühl, unentwegt auf Achse zu sein.
Außerdem liegt eines dieser beiden Zuhauses auch noch an einem Ort, wo andere Leute extra zum Urlaub machen hinfahren und ich deshalb sehr wenig Sinn darin sehe, selber an einen anderen Ort zu fahren, um endlich mal Urlaub am Meer zu machen.
K. hielt mir neulich wunderschöne Bilder von einem todschicken Strandhotel irgendwo auf einer griechischen oder kroatischen Insel vor die Nase und fragte mich, wie ich das finde. Ich sah viel blaues Meer, sehr blau, beeindruckend photoshopblau, dazu ein Hotel mit einem tollen Pool, flirrend weiße Mauern und eine Felsenküste - und sagte spontan: "Langweilig." Wenn K. mir solche Fotos vor die Nase hält, habe ich nämlich sofort die Sorge, er versucht mich zu einem Urlaub irgendwo außerhalb meiner Zuhauses zu überreden und bei der Vorstellung, ich sitze dann nachher 14 Tage als Massentourist in so einem Hotel auf einer Insel und muss die Zeit totschlagen, bis ich endlich wieder nach Hause darf, bei dieser Vorstellung zucke ich spontan zusammen, weil ich konstant das Gefühl habe, ich habe eh schon zu wenig Zeit, um einfach nur zu Hause zu sein und die wenige freie Zeit, die ich habe, soll ich dann noch in so einem langweiligen Hotel verplempern.
Nein danke. Kein Bedarf.
Für Urlaub in Bergen bin ich allerdings auch nicht geeignet, da meine Abneigung gegen Berge mit wachsendem Alter doppelt proportional schlimmer wird. CW hatte ja diese Wohnung in den Hautes-Alpes , und natürlich sind wir mindestens einmal im Jahr dorthin gefahren, so dass ich denke, ich war in meinem Leben ausreichend oft in den Bergen, um das für den Rest meines Lebens nicht mehr zu müssen. Berge und ich - das wird keine Freundschaft mehr.
Wenn man sich sonst überwiegend am Meer aufhält, ist man daran gewöhnt, dass man den Blick zur Entspannung einfach so ziellos grade in die Ferne richtet, dabei die Seele baumeln lässt und sich über die Unendlichkeit freut.
In den Bergen geht das nicht. Wenn ich dort meinen Blick einfach so, ziellos gradeaus in die Ferne richte, knallt er Zack! sofort gegen den nächsten Berg und ich schrecke beklommen zusammen. Nach einer Woche Aufenthalt in den Bergen habe ich nicht nur immer stärker werdende klaustrophobische Schübe, sondern auch jede Menge blaue Flecken an den Augen, von all den Blicken, die ich unaufmerksam gegen Bergwände geschleudert habe.
Jetzt gibt es sicher noch mehr Urlaubsalternativen als nur Meer und Berge und ja, ich lasse da auch durchaus mit mir reden, aber es wird wohl nie so sein, dass es mir fehlt, wenn ich mal nicht in Urlaub fahre.
Wenn ich jetzt grade so darüber nachdenke, habe ich mich schon seit sehr vielen Jahren ziemlich erfolgreich vor diesem lästigen "in den Urlaub fahren" gedrückt, mein armer Westfalenmann ist deshalb schon ganz deprimiert, denn in seinem Weltbild fährt eine ordentliche Familie eben mindestens einmal im Jahr auch ordnungsgemäß in Urlaub.
Ich frage mich dagegen immer öfter, was die Leute wirklich umtreibt, weshalb so viele Leute ständig meinen, sie müssten "mal raus". Finden die ihr eigenes Zuhause so gräßlich, dass sie sich regelmäßig davon erholen müssen? Und dafür dann auch noch ein horrendes Geld ausgeben und neben einer unstreitig meist sehr umständlichen, unbequemen und nervigen An- und Abreise auch gleichzeitig noch jede Menge Komfortverzicht in Kauf nehmen? Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass eine Unterkunft in einem dieser Massenhotels komfortabler ist als das eigene Bett in der eigenen Wohnung mit den eigenen Sachen.
Ich kann mir genaugenommen halt gar nicht vorstellen, was an einem Urlaub mit Verreisen so toll sein soll.
Und wenn ich mir dann noch ansehe, was solche Urlaube kosten, dann verstehe ich es endgültig nicht mehr. Für die Kohle, die manche Leute einfach nur für Urlaub verballern, könnten die sich auch jedes Jahr zweimal neu einrichten - und irgendwann muss es dann doch zuhause so gemütlich sein, dass man das auch mal in Ruhe genießen will.
Aber nein, der gemeine Deutsche ist reisewütig.
Wenn es dann wenigstens darum ginge, andere Länder und andere Kulturen zu entdecken, dann könnte ich das ja noch mit Neugier und Abenteuerlust erklären, aber Palma de Mallorca ist deutscher als Wanne-Eickel und Abenteuerlust würde ich auch anders definieren.

Nun, egal, soll der Rest der Welt ständig verreisen, ist mir im Grunde ziemlich egal, solange ich in Ruhe zu Hause bleiben darf und keine Koffer packen muss. Kofferpacken ist nämlich meine Hassbeschäftigung Nummer 1 bis 17, lieber bügele ich 153 Hemden und putze alle Fenster, solange ich bloß keine Koffer packen muss. In meiner Kofferpackabneigung habe ich es schon mehrfach fertiggebracht, dass ich einfach ohne gefahren bin und mir dann vor Ort alles gekauft habe, was man eben so braucht, wenn man keinen Kofferinhalt dabei hat. Habe ich als perfekte Alternative entdeckt, nachdem mir auf einem Flug mal ein Koffer weggekommen ist und ich dann schauen musste, wie ich klarkomme. Geht erstaunlich einfach, wenn man die allerallernotwendigsten Basics in der Handtasche hat, was ich sowieso immer habe, denn auch Handtaschenpacken ist ätzend, also schleppe ich stets eine riesengroße Handtasche mit mir rum, in der immer alles drin ist, was man für ein 10tägiges Survivalcamp braucht. K. sagt, meine Handtaschen sind unterkellert, ich will das nicht bestreiten.
Aber auch wenn ich das verhasste Kofferpacken durch Verweigern von mir schieben könnte - einen echten Grund, weshalb ich überhaupt in Urlaub fahren sollte, habe ich dann immer noch nicht gefunden
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