anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Freitag, 28. April 2017
Freier Nachmittag
Den Stress, heute noch die letzte Fähre um 16.45h zu kriegen, haben wir uns nicht angetan, wir fahren morgen um 9.15h rüber, da müssen wir nur etwas früher aufstehen.
Dafür hatten wir heute einen freien Nachmittag, wir waren beide schon gegen 16.30h zu Hause und sind dann noch mal losgezogen zum Optiker, weil ich eine Brillenversicherung gekündigt habe, die aber erst im Mai beendet ist und bis dahin habe ich noch Anspruch auf eine kostenlose, neue Brille.
Die habe ich mir heute Nachmittag also ausgesucht und bin schließlich bei einem runden Gestell mit Goldrand hängengeblieben. Das sieht so sehr retro aus, dass ich mich spontan verliebt habe.
Dann waren wir noch im U-Bahn-Sandwichladen, weil ich von dieser Kette eine App auf dem Handy habe, die mich alarmiert hat, dass alle meine Punbkte verfallen, wenn ich nicht mindestens einmal jährlich bei dieser Kette etwas verzehre und dieser Verfall steht kurz bevor. Unglaublich, wie die Zeit verfliegt. Jetzt sind meine Punkte gerettet (nicht, dass ich wüsste, wofür ich die überhaupt brauche, aber natürlich kann man so etwas nicht verfallen lassen) und satt bin ich auch. Im Grunde also alles gut.

Leider bin ich nicht nur satt, sondern auch gründlich müde, was blöd ist, weil ich eigentlich noch einen Stapel Kram hier auf dem Schreibtisch liegen habe. Aber hilft wohl nichts, ich schlafe gleich im Sitzen ein, deshalb bleibt der Kram da eben noch weiter auf dem Schreibtisch liegen
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Donnerstag, 27. April 2017
Sonderlinge
Und noch ein Tag, der überwiegend auf einer Hauptversammlung verbracht wurde.
Lustig war ein Versprecher in der Rede des Vorstands, der statt "wir liefern zuverlässig" aus Versehen "wir liefern zufällig" gesagt hat und sich anschließend noch mehrfach mit dem Themenfeld "power to gas" beschäftigte, was ich in meiner Vorstellung dann sofort mit "power to guess" buchstabierte und damit für noch mehr Heiterkeit bei den umstehenden Personen sorgte.

Die anschließenden Wortbeiträge der Aktionäre waren überwiegend langweilig, einige allerdings auch reichlich skurril bis hin zu völlig abstrus. Ich frage mich, was die Menschen treibt, sich auf solchen Veranstaltungen so zwanghaft ans Rednerpult stellen zu wollen, um sich dort in aller Öffentlichkeit lächerlich zu machen. Eine Dame war dabei, die eine feurige Rede gegen die zu geringe Frauenquote in diesem Unternehmen hielt und sich maßlos darüber echauffierte, dass von zehn Aufsichtsratsmitgliedern nur drei weiblich sind, dass aber ausgerechnet diese drei Frauen völlig ungeeignet für den Job wären, weil sie doch tatsächlich noch woanders auch einen Job hätten, eine sogar in Österreich und warum sie denn nicht dann bitte auch in Österreich bliebe und sich dort um ihren eigenen Kram kümmerte, denn sie persönlich wäre wesentlich besser geeignet, immerhin hätte sie in Wirtschaftswissenschaften promoviert und derzeit reichlich Zeit, sich ausschließlich um nur diese Aufgabe zu kümmern.
Es war ein beeindruckender Auftritt und sie erinnerte mich schwer an einen Bewerber, den wir neulich in einem Bewerbungsgespäch bei uns hatten, der uns ausführlich erzählte, wie schlecht er von den diversesten Chefs in Vorgängerjobs behandelt worden sei, denen er dann aber jeweils gerichtlich mal gründlich gezeigt hätte, was eine Harke ist.
Jawoll, so jemanden möchte man doch ganz unbedingt gleich als erstes in seinem Team haben....

Sie war übrigens nicht der einzige promovierte Sonderling, es gab noch einen Hochschulprofessor, der so viel Müll verzapfte, dass man sich fragte, ob er eine Bruderschaftswette verloren hatte und jetzt gezwungen war, sich öffentlich zu demütigen.
Bei solchen Veranstaltungen nehme ich mir jedesmal vor, noch unbedingt Psychologie zu studieren, wenn ich mal nicht mehr jeden Tag arbeiten muss, weil ich so viele Fragen zu dem seltsamen Verhalten von Menschen habe, dass es dazu wohl ein ganzes Studium braucht, um die alle zu beantworten
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Mittwoch, 26. April 2017
Schwamm drüber
Der Tag begann heute mit einer ganzen Kette von Versäumnissen und Missverständnissen, wurde dann etwas besser ( zwei sehr gute Telefonate erweckten in mir sogar kurzfristig das Gefühl, es wäre eigentlich ein Supertag), fiel aber am Nachmittag wieder deutlich ab und endete so wirr wie er begonnen hatte.
Da hilft jetzt nur noch: Schwamm drüber und Neustart morgen früh
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Dienstag, 25. April 2017
Bargeld oder Karte?
Es gibt ja sone und sone, "2kindsofpeople" wie es ein Tumblrblog nennt und dort meisterhaft die Situationen skizziert, in denen sich Fraktionen bilden.
Klopapier zur Wand oder in Raum abrollen?
Senf/Ketchup im Zickzack oder in Kreiseln aufs Burgerbrötchen drücken?
Mayo neben oder auf die Pommes?
Klingelton an oder aus am Handy?
Alle Apps wirr und einzeln oder in Ordnern sortiert?
Bier aus der Flasche oder mit Glas?
Kennzeichenzähler an oder aus?

Ich muss immer sehr grinsen, wenn ich mich mal wieder selber dabei ertappe, in welchen Situationen es für mich so ohne jeden Zweifel und unverrückbar feststeht, wie dies oder jenes gemacht oder gehandhabt wird und wie wenig Spielraum ich habe, eine andere Methode auch nur zu dulden.
Klopapier, das sich zur Wand hin abrollt, ist so ein Ding. Das kann ich schlicht nicht ertragen und ich fühle mich zwanghaft getrieben, jede Klopapierrolle, die derart verkehrt installiert ist, auf der Stelle umzubauen. Nicht nur bei mir im Haus - auch bei anderen, das ist ja das schlimme.
Verständnis für einen Klopapierzurwandhinabroller habe ich exakt gleich Null. Geht doch gar nicht, wie kann man das nur gut finden? Ich kann noch nicht mal die Leute verstehen, denen dieses Thema ganz herzlich egal ist und die das Klopapier auch gefaltet vom Stapel nehmen würden, weil "ist doch wohl völlig egal". - Wie kann es einem egal sein, wie das Klopapier serviert wird? Das ist doch eine ganz entscheidend zur alltäglichen Lebensqualität beitragende Frage.

Heute war im Radio auch so eine "2kindsofpeople" Geschichte: Die Bargeldbezahler oder die Kartenjunkies.
Das Thema hat für mich vielleicht nicht eine ganz so hohe Priorität wie die Klopapierrichtung, als ich aber die Argumente der Bargeldbezahler hörte, konnte ich nur noch verständnislos den Kopf schütteln.
Die Sorge vor dem "gläsernen Mensch" finde ich ja nun wirklich völlig daneben und ungefähr so ernst zu nehmen, wie die Angst vorm schwarzen Mann. Wir hinterlassen jeden Tag solch eine immense Menge an Spuren, dass es auf das bisschen Barzahlen nun weiß Gott auch nicht mehr ankommt. Und vor allem: Vor wem genau fürchten sie sich denn? Wer soll denn ihre Daten missbrauchen? Zu viel Orwell und Huxley gelesen, damals in der Schule, als das für jeden 10er Jahrgang die Pflichtlektüre war? Immer noch Sorge vor dem Überwachungsstaat? Oder will man nur der bösen Industrie nicht noch mehr Daten liefern, weil die einen dann nur übern Tisch ziehen, mit ihrem gesammelten Wissen über uns? Sicher, habe ich Verständnis für, wenn sich jemand davor fürchtet, dann sollte er aber auch besser die Finger vom Internet lassen, denn nur mit Barzahlen alleine kann man sich da nicht rausretten.
Dann meinte jemand, Kartenzahlungen dauerten viel zu lange, die Leute wüssten erst nicht, wie sie die Karte in das Gerät stecken müssen, dann würde die Pin falsch eingegeben oder müsste erst umständlich auf einem Geheimpapier im Portemonnaie nachgeschaut werden.
Ich dagegen finde ja, Barzahlen dauert länger, denn regelmäßig steht jemand vor mir an der Kasse, der sagt: "Moment, ich hab's klein." - um dann ewig Cent um Cent zusammenzukramen, nur um nach fünf Minuten festzustellen: "Reicht leider doch nicht." und mit einem 50-Euro-Schein zu bezahlen.

Ich finde Bargeld nur lästig und bezahle in Geschäften schon seit Jahren nur mit Karte. Erleichtert auch die Buchführung ganz gewaltig, die modernen Onlinekontobankprogramme liefern einem da ganz von alleine eine sehr brauchbare Auswertung.
Und weil ich ja finde, dass Übersicht in Gelddingen nie schaden kann, habe ich einfach viele Bankkonten und damit auch viele Bankkarten und bin mir ziemlich sicher, dass ich damit jeden, der versucht, meine Einkaufswege zu tracken, ziemlich verwirre.
Seitdem es diese NFC-Karten gibt, bin ich ja erst recht Freund des Kartenbezahlens. Nix mehr Pin eingeben für Kleinbeträge und vor allem nix mehr Karte umständlich in Automat fuddeln. Kurz dranhalten, pieps und fertig, bezahlt und weiter. Absolut und unbestreitbar schneller als jede Barzahlung.
Meine Lieblingskarte für Alltag und alle Kleineinkäufe ist die Karte der N26 Bank. Ich überweise mir selber regelmäßig "Einkaufsgeld" auf dieses Konto (größere Beträge würde ich dort aber ungern bunkern und ich halte es auch für ratsam, immer noch mindestens ein Zweitkonto als Ausweichmöglichkeit zu haben, so 100% sicher und stabil, sprich also jederzeit erreichbar und zickenfrei, war das Konto bisher nicht. Aber das wird ja vielleicht noch.) Auf alle Fälle bezahle ich dann in allen Lidl, Aldi, Netto und Rewegeschäften mit dieser Karte (in andere Geschäfte gehe ich so gut wie nie, deshalb ist das eine überschaubare Liste und alle diese Läden haben auch schon NFC-Lesegeräte). Was mir so gut gefällt ist die Verbindung von Karte und Handy. Jedesmal, wenn es eine "Kontobewegung" gibt, gibt es eine Push-Nachricht aufs Handy. Ich finde das einen enormen Sicherheitsgewinn, denn so ist es fast ausgeschlossen, dass jemand diese Karte mehr als einmal ohne mein Wissen missbraucht, weil ich es ja sofort merke.
Und wo jezt wirklich der Vorteil von Bargeld sein sollte - das erschließt sich mir nicht. Außer natürlich ich bin Mafiaboss und kann meine Geschäfte eh nur mit Bargeld abwickeln
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Montag, 24. April 2017
Erster Arbeitstag
Der erste Arbeitstag nach dem Urlaub startete gleich mit der Hauptversammlung einer wichtigen Beteiligung, so dass der normale Bürokram erst ab mittags begonnen werden konnte.
Es wartete ein neuer Rechner, der jetzt zwar noch konfiguriert werden muss, aber schon mal auspacken und die äußere Erscheinung gut finden, war natürlich möglich.
Da ich mich schon seit längerem über das iPad regelmäßig gründlich ärgere, weil die Officeprogramme darauf nur sehr eingeschränkt laufen und ich dann doch wieder den großen Rechner anschmeißen muss, wenn es um mehr geht als nur eine E-Mail zu beantworten, habe ich den dringlichen Wunsch nach einem Tablet mit Windowsbetriebssystem entwickelt. Letzte Woche gab es das Surface Pro 4 im Angebot und da hat unser Chef oberster Ordnung kurzerhand angewiesen, dass so ein Teil bestellt wird, damit ich ausprobieren kann, ob ich damit besser arbeiten kann als mit dem iPad. Jetzt bin ich sehr gespannt, wie handlich so ein Surface ist, aber der erste Eindruck war schon mal sehr positiv.

Auch sonst lief eigentlich alles ganz gut, allerdings muss in den nächsten Tagen sehr viel fertig werden, so dass ich heute auch erst um kurz vor 22h das Büro verließ. Aber insgesamt war heute tatsächlich alles gut
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Sonntag, 23. April 2017
Urlaubsende
Das Büro ruft:


Zurück ging es heute mit Fähre und Auto, für unsere interne Geschwindigkeits-Messlatte "Von Haustür zu Haustür" läuft diese Reisemethode natürlich hoffnungslos außer Konkurrenz, aber mit genau vier Stunden in der Unterkategorie "nicht Flugzeug" doch noch ziemlich schnell.

Das Wetter, Himmel, Wolken, Sonne, bot unterwegs wunderschöne Bilder und ich habe festgestellt, dass man aus dem Auto mindestens so gut fotografieren kann wie aus dem Flugzeug.



Ab morgen dann wieder Alltag
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Samstag, 22. April 2017
Lammkeule Teil II
Die Zubereitung der Lammkeule gestaltete sich unerwartet kompliziert. Nach Rezept sollte die über Nacht vor sich hin marinierte Lammkeule heute nur noch mit einem halben Liter Wasser angegossen und dann drei Stunden für 180°C im heißen Ofen gebraten werden, halbe Stunde vor Schluss noch die Möhren dazu und fertich. Sagte Rezept.
Ich dachte mir, ich mache lieber fünf Stunden bei 150°C, denn ich finde ja Niedrigtemperaturgaren immer prima und damit etwas falsch machen kann man ja eher nicht, ausser dass es vielleicht nicht so knusprig wird oder doch noch nicht ganz durch ist, aber mit dem Risiko kann ich leben.
Ich gieße also das Wasser an, drehe den Ofen auf 150°C - und komme zum Glück schon nach zweieinhalb Stunden mal nachgucken, denn da war schon alles verbrannt.
Nicht das Fleisch, dem ging es noch gut, aber das gesamte Wasser war verschwunden und die ausgewaschene Marinade zu einer dicken, tiefschwarzen Anbrennerkruste auf dem Backblech verschmurgelt. Ich konnte es gar nicht fassen.
Ich habe dann eine halbe Stunde das Blech gescheuert, anschließend das Fleisch wieder draufgesetzt, mit einem Liter Brühe frisch aufgegossen und Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln dazugeworfen - was blieb mir anderes übrig. Den Ofen habe ich dann noch anderthalb Stunden auf 150°C laufen lassen, dann wieder reingeschaut, die Kartoffeln waren noch hart, das Wasser bzw.die Brühe noch komplett vorhanden und das Fleisch unverändert. Also habe ich den Ofen auf 200°C hochgedreht und noch eine halbe Stunde gewartet, die Kartoffeln wurden nicht weich und die Brühe kochte nicht ein. Nur die Möhren, die waren nachher durch.
Das Fleisch war auch okay, aber insgesamt werde ich dieses Rezept wohl eher nicht mehr wiederholen, sondern die nächste Lammkeule wieder im Crockpot machen, da geht deutlich weniger schief.
Vater und Onkel waren trotzdem zufrieden, sie hatten wohl mit Hammel gerechnet und sich schon gefürchtet, aber es war wirklich richtig leckeres Lammfleisch, so dass das gute Fleisch dann nachher alles rausgerissen hat.

Anschließend bin ich noch einmal zum Strand gegangen - Abschiedsspaziergang, morgen geht's wieder aufs Festland.
Die letzten Tage war reichlich Wind und die bereits aufgestellten Zelte und Körbe sind schon ganz schön verweht.



Wenn ich ehrlich bin, mag ich schlechtes Wetter ja fast lieber als gutes Wetter - bei schlechtem Wetter hat man den Strand für sich alleine
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