anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Mittwoch, 21. Oktober 2026
Flohmarkt und Baustelle
Ich hatte in der Nacht für meine Verhältnisse extrem schlecht geschlafen, weil ich erst nicht einschlafen konnte und dann mehrfach wegen Krämpfen im Bein wach wurde. Nach drei Magnesiumtabletten ging es besser, um 7h schlief ich tief und fest ein und wachte um 9h auf, weil K mit der Kaffeetasse klimperte.

Als mir einfiel, dass heute Mittwoch und damit Flohmarkttag in Münster ist, stand ich ruckartig auf und begann alles zusammenzusuchen, denn wenn man erst nach 10h losfährt, dann lohnt sich das nicht mehr, dann packen die meisten Händler schon wieder ein.

Ich hatte aber nochmal zwei große, volle Taschen mit Kram abzugeben und K musste eine Bestellung im Mediamarkt abholen, der direkt beim Flohmarkt um die Ecke ist, es war also gesetzt, dass wir heute dorthin fahren und deshalb legte ich einen Blitzstart für Aufstehen, Anziehen, Sachen zusammenpacken und Abfahren hin, um halb elf waren wir am Flohmarkt.

Die Borkumfrau war da, freute sich über meine Sachen, eine halbe Stunde später war schon wieder alles verkauft, das finde ich gut, so muss das.

Ein anderer Händler hatte einen großen Wühltisch voll mit Klamotten - jedes Teil 50 Cent. Schon auf den ersten Blick fielen mir T-Shirts ziemlich hochwertiger Markenhersteller auf und alles in XL - eine Größe, mit der man ja kaum etwas falsch machen kann.

Ich schaute mir die Sachen also genauer hin und am Ende habe ich 20 Teile für 10 € gekauft, trotz meines akuten Aussortierwahns konnte ich die Teile dort nicht ungekauft liegenlassen, sie waren einfach zu toll.

Anschließend fuhren wir nach Rheda, besprachen dort einiges mit den anwesenden Handwerkern und packten die mitgebrachten Umzugsgüter aus.

Die wichtigsten Dinge werden als erstes umgezogen

Bei jeder Fahrt nach Rheda nehme ich jetzt schon mal Dinge mit, das verkleinert das Volumen am großen Umzugstag und natürlich werden die wichtigsten Dinge als erstes umgezogen, die Hühner sind auf alle Fälle schon alle in Rheda.

Dann fuhren dann in den Mediamarkt nach Gütersloh, wo K die zweite Bestellung abholte.
Nochmal zwei Wandhalter für Sonos-Boxen, denn es war ihm unmöglich gemacht worden, dass er vier Wandhalter in einer Bestellung in einem Mediamarkt kaufte. Sehr seltsam, aber so war das, deshalb kaufte er zwei in Münster und zwei in Gütersloh. Das ging.
Ich fragte die Servicekraft an der Ausgabe, welche Begründung es dafür geben könne und sie sagte nur: "Abgabe nur in haushaltsüblichen Mengen." Mehr als zwei Wandhalter für Sonos-Boxen sind also offensichtlich nicht haushaltsüblich, nun denn.

Außerdem kauften wir noch einen Staubsauger, den zweitbilligsten, den es in dem Laden gab, immerhin ein bekannter Markenhersteller und nicht den allerbilligsten eines Herstellers, von dem wir noch nie gehört hatten.
Damit wollen wir auf der Baustelle den Dreck wegsaugen, um anschließend wischen zu können - unsere teuren Staubsauger sind uns für diese echte Drecksarbeit zu schade.

Dann fuhren wir noch mal zur Baustelle, trafen dort auf den Architekten und die Putzer, die grade ihren Kram aus der Garage räumten, denn dort soll morgen der Estrich gegossen werden.
Mit dem Architekten besprachen wir noch diverse anstehende Arbeiten, ich gehe allerdings davon aus, dass wir auch selber jetzt künftig täglich auf der Baustelle sein werden.

Zuhause waren wir erst nach 20h, ich machte etwas zu essen und setzte mich dann an den PC, um die liegengebliebene Buchhaltung nachzuarbeiten
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Dienstag, 20. Oktober 2026
Überwiegend Bau- und Umzugsthemen
Heute war der Disponent der Umzugsfirma bei uns in Greven, weil er das Umzugsvolumen, was wir ihm per Excel-Tabelle gemeldet hatten, nicht glauben konnte.
Als er nach anderthalb Stunden wieder ging, hatte er das Volumen, was wir ausgerechnet hatten, allerdings dann selber sogar noch erhöht und uns mindestens zehnmal bestätigt, dass unser Umzugsgut wirklich sehr kleinteilig sei und dass er in der Form nicht damit gerechnet hätte.
Nun denn, ich dachte mir sowas ja schon.

Einen Termin haben wir auch schon festgelegt, 17. und 18.11. - vorsichtshalber hat er gleich mal zwei Tage geblockt, weil er Sorge hat, dass ein Tag nicht ausreicht, aber immerhin gibt es jetzt ein Datum und das macht die gesamte Sache gleich deutlich konkreter.

Anschließend fuhren wir nach Rheda und trafen uns dort zunächst in seiner Firma mit dem Trockenbauer, der unter anderem noch alle Türen im Haus einbauen muss. Eigentlich ist er gerade komplett ausgelastet und hat keine Kapazitäten mehr frei, am Ende verabredeten wir aber, dass er ab dem 2.11. mindestens einen, besser zwei Mitarbeiter fest für die noch zu erledigenden Arbeiten für unsere Baustelle abstellt.

Danach fuhren wir zum Abhollager von Euronics und holten den Fernseher ab, bevor wir schließlich zur Baustelle fuhren, wo der Möbelbauer und der Elektriker schon auf uns warteten.

Der Möbelbauer hatte eine schlechte Nachricht, weil er sich vermessen hatte und nun passte das vorgefertigte Möbel nicht unter die Schräge. Deshalb muss das Teil zunächst mit den richtigen Maßen im Werk neu gefertigt werden und kann heute nicht eingebaut werden, was aber gleichzeitig leider auch bedeutet, dass ein anderer Schrank auch nicht aufgebaut werden kann, weil das was mit Reihenfolge und Platz für den Gesamtaufbau zu tun hat. Ursprünglich sollten alle Schlafzimmerschränke bis morgen fertig eingebaut sein, das klappt nun nicht, ich hoffe, sie kommen wenigstens nächste Woche irgendwann wieder und bauen die letzten Möbel auf, damit ich schon mal mit dem Umzug der Kleidung beginnen kann.

Mit dem Elektriker besprachen wir, wie er die Haustür an unser KNX-System anschließt und dann besprachen wir mit beiden Handwerkern, wie der gerade gekaufte Fernseher an den noch aufzubauenden Schrank angebracht wird und wie man am besten die dafür notwendigen Kabel durch den Schrank führt und stellten fest, dass es sehr gut ist, dass der Schrank noch nicht aufgebaut wurde, denn er muss noch mal umgebaut werden, damit das mit dem Fernseher nachher auch wirklich funktioniert. Dass wir den Fernseher in echt dabei hatten und nicht nur die Anschlüsse, sondern auch die sonstigen Befestigungsmaterialien sofort vor Ort abgleichen konnten, war ein großer Vorteil.

Am Abend besuchte ich meine Schwester in Bielefeld, während K einen eigenen Termin hatte und mich im Anschluss abholte, damit wir gemeinsam wieder nach Greven fuhren
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Montag, 19. Oktober 2026
Autoumzug, Grabrede und Fruchtfliegenfalle
Ich habe heute mein Auto aufs Festland mitgenommen.

Ich finde das deshalb erwähnenswert, weil es jetzt für über drei Monate auf Borkum stand und ich es in der Zeit auf dem Festland kaum vermisst habe.

Das liegt natürlich daran, dass ich überwiegend mit K gemeinsam im Multivan unterwegs war und wenn ich alleine etwas in Greven zu tun hatte, bin ich Fahrrad gefahren. Dass ich alleine mit dem Multivan unterwegs war, kam nur sehr selten vor.

Seitdem wir beide nicht mehr täglich in ein Büro fahren müssen, hat sich unser Mobilitätsverhalten deutlich geändert, im Grunde verbringen wir über 90% der Zeit gemeinsam, weshalb ein zweites Auto längst nicht mehr so zwingend nötig ist, wie früher, weil wir ja fast immer zusammen unterwegs sind.

Für die nächsten Wochen fühlt es sich aber sinnvoller an, wenn wir zwei Autos parallel benutzen können, außerdem gehe ich davon aus, dass wir in der nächsten Zeit so intensiv mit dem Umzug beschäftigt sein werden, dass keine Zeit bleibt, um zwischendurch nach Borkum zu wechseln und außerdem muss mein Auto bald zur Inspektion, deshalb habe ich diese Logistik jetzt schon mal erledigt.

Das Haus haben wir heute winterfest verlassen, wahrscheinlich werden wir erst im Dezember wiederkommen, deshalb erscheint es sinnvoll, das Wasser vorsichtshalber abzudrehen und alle Gartenmöbel sind nun auch im Schuppen verstaut.

Ich hatte das Auto für die 14.40h Fähre eingebucht und vorher noch K und Hund am Flugplatz abgesetzt. Während ich dann am Fähranleger darauf wartete, auf die Fähre fahren zu können, flog K bereits über mich drüber.

K fliegt über mir nach Hause

Als die Fähre in Eemshaven anlegte, war K schon in Osnabrück gelandet, dabei hatte er unterwegs sogar noch einen Tank-Stopp in Leer eingelegt, es geht mit dem Flieger halt wirklich deutlich schneller.

Ich habe dann auch einen Tank-Stopp in Leer eingelegt - und ein bisschen gezittert, ob der Sprit überhaupt soweit reicht, denn das letzte Mal habe ich im Juli in Münster getankt. Es passte aber haargenau und weil wir zur Zeit schon wieder eine Tankrabattphase haben, war der Sprit diesmal sogar preiswerter als vor drei Monaten…

In Leer habe ich dann natürlich auch den Vater besucht, der mir unter anderem ein handschriftlich eng beschriebenes Blatt Papier überreichte, was ich bitte abtippen und dann der zuständigen Pastorin geben möge, er hat jetzt nämlich schon mal alle wichtigen Details für seine Grabrede zusammengestellt.
"Das spart doch Arbeit." war sein Kommentar dazu und wo er Recht hat, hat er Recht.

Einer seiner früheren Freunde ist dieses Jahr umgezogen, es war ihm sehr wichtig, dass ich die neue Adresse unbedingt aufnehme und in der Übersicht der künftigen Trauerkartenempfänger aktualisiere.

Er selber kann aber noch nicht sterben, erst muss er noch miterleben, wie einer seiner Nachkommen promoviert wird und dann künftig Dr. heißt. Sein Name mit einem Dr. davor - für ihn ist so ein Titel das Höchste, Größte und Tollste, was es überhaupt geben kann.

Als ich heute Abend nach Hause kam, freute ich mich sehr über die Fruchtfliegenfalle, die ich am Freitag noch kurz vor der Abfahrt gebastelt und in der Küche stehengelassen hatte - die hat ja wohl mal mehr als perfekt funktioniert.

Fruchtfliegenfalle

Ein zu einem sehr spitzen Trichter zusammengerolltes Stück Papier wird über einem Stückchen Banane so in ein Glas gestellt, dass die Fruchtfliegen von oben hereinkrabbeln können, dann aber den Ausgang nicht mehr finden und damit in dem Glas gefangen sind.

Ich überlege jetzt nur, wie weit weg vom Haus ich mit dem Glas gehen sollte, wenn ich den Papiertrichter da wieder rausziehe, denn die allermeisten Fliegen krabbeln noch sehr munter umher. Es geht ihnen ja auch gut, mit dem großen Stück Banane als Verpflegung
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Sonntag, 18. Oktober 2026
Akuter Lustmangel
Sehr schlapper Tag, der für mich vor allem von dem vorherrschenden Gefühl "ich habe keine Lust" geprägt war.

Es hätte durchaus eine Menge Dinge gegeben, die hätten erledigt werden können oder sogar sollen, wenn nicht gar müssen - aber: "Ich habe keine Lust!"
Dieser Satz spukte als festsitzender Gedankenwurm dauerhaft den gesamten Tag durch meinen Kopf und immer, wenn ich mich doch mal aufraffen wollte, schrillte es mich besonders laut an.

So kann ich nicht arbeiten, ich ergab mich seufzend meiner mentalen Gesamtverweigerung, manchmal sind die Dinge eben wie sie sind.

2-3 Dinge habe ich trotzdem erledigt, aber es war mühsam.

Am Nachmittag machten wir mit dem Hund einen Spaziergang am Strand lang, über die Promenade bis ins Dorf, die Wetterapp machte uns Hoffnungen auf drei trockene Stunden und das funktionierte auch, wir wurden nicht nass, sondern nur sehr durchgepustet und freuten uns nach der Rückkehr sehr über einen heißen Sanddorngrog.
Das Wetter war heute vor allem schlecht, mit einem fiesen Ostwind, der sich schon fast nach Winter anfühlte.

Borkum kann grundsätzlich tideunabhängig auch von den großen Fähren jederzeit angefahren werden, die kleineren Inseln haben da deutlich mehr Probleme und nach Juist z.B. fahren ausgerechnet an diesem Wochenende (Herbstferienbeginn) nur die kleinen Expressfähren, die natürlich sofort ausgebucht waren. Für die regulären Fähren ist nicht genug Wasser da, da der starke Ostwind es alles wegpustet. Per Saldo heißt das, dass weder eine Ab- noch eine Anreise auf die Insel derzeit möglich ist, ein herrliches Durcheinander für die Hotels und Ferienwohnungsverwalter.

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Ich habe seit einigen Jahren einen Account bei readly, wo ich ab und zu einfach mal so in dem gesamten Angebot rumstöbere und so manchmal Zeitschriften oder Magazine entdecke, die ich sonst niemals wahrgenommen hätte. Das Konzept, Zeitungen so zu vermarkten, finde ich ausgesprochen sinnvoll.

K liest vor allem alle Autozeitschriften und so stieß er auf ein Magazin namens "Electric Drive", wo in der aktuellen Ausgabe die geplante Neuauflage des Citroen Klassikers 2CV als Elektroversion vorgestellt wird, mir gefiel die Überschrift dieses Artikels sehr:
Die Ente ist gelandet
Das Auto selber gefällt mir auch und wenn irgendwann mal mein jetziges Auto aufgrund akuter Fahruntüchtigkeit ersetzt werden muss, dann könnte ich mir so etwas als Alternative durchaus vorstellen.

Am Abend setzte ich die Aktion "Kühlschrank leeressen" erfolgreich fort, heute gab es Quiche mit einer Füllung diverser Gemüsereste, sehr gute Resteverwertung, werde ich sicherlich noch öfter machen
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Samstag, 17. Oktober 2026
Seltsame Rabatte und viel Nichtstun
Mediamarkt wirbt damit, dass sie mir dieses Wochenende die Mehrwertsteuer schenken.
Mich machen solche Werbesprüche aus rein steuerfachlicher Sicht immer ganz strubbelig, weil das natürlich völliger Blödsinn ist.
Die Mehrwertsteuer gehört dem Finanzamt, die kann mir Mediamarkt gar nicht schenken, denn sie können ja nichts verschenken, was ihnen gar nicht gehört.

Die können mir nur Rabatt geben bzw. ihre Produkte günstiger verkaufen.
Wenn sie das machen, dann bekommt das Finanzamt auch weniger Mehrwertsteuer, aber nur anteilig so viel weniger wie Mediamarkt Rabatt gibt. Wenn sie ein Produkt mit 19% Rabatt verkaufen, dann bekommt das Finanzamt eben auch 19% weniger Mehrwertsteuer, pro Euro mit 19 % Rabatt rabattiertem Umsatz macht das 3 Cent weniger Mehrwertsteuer für das Finanzamt aus, die restlichen 16 Cent sind einfach ein Preisnachlass von Mediamarkt.

Aber wenn man von der rein formal unsinnigen Formulierung der Werbung mal absieht, bleibt es doch dabei, dass Produkte, die man dieses Wochenende bei Mediamarkt kauft, mit 19% Extrarabatt angeboten werden und das war für K Grund genug, den neulich ausgesuchten Fernseher nun dieses Wochenende zu kaufen, sehr viel günstiger kann es am black Friday dann auch nicht werden.

Ausgesucht hatten wir uns einen Fernseher von LG aus der G-Serie, weil die eine besonders flache Rückwand mit besonders flacher Wandhalterung bieten und für die Stelle, wo wir den Fernseher hinhängen wollen, ist das essentiell.

K klickte sich also in seinem Mediamarktkonto bis zu diesem Fernseher durch, ich googelte unabhängig davon mal nach einem allgemeinen Preisvergleich - und am Ende haben wir den Fernseher jetzt bei Euronics gekauft, weil er da noch mal deutlich günstiger war als das Angebot von Mediamarkt mit Sonderrabatt.

Ich finde es immer wieder irre, welch gewaltige Preisunterschiede es auf der Anbieterseite gibt.

Wir haben also heute einen Fernseher für das Schlafzimmer gekauft, damit der jetzt gleich mit installiert werden kann, denn bis Mittwoch sollen alle Schlafzimmermöbel geliefert und fertig aufgebaut sein und wenn der Fernseher dann auch schon da ist, nun, dann steht einer perfekten ersten Nacht wirklich nichts mehr entgegen.

Ansonsten war der Tag heute geprägt von aktivem Nichtstun, endlich mal wieder, wir haben es beide sehr vermisst
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Freitag, 16. Oktober 2026
Triage
Das Wort "Triage" lernte ich, wie vermutlich die meisten anderen auch, erst in der Pandemie kennen. Da ich persönlich aber, wie vermutlich die meisten anderen nicht, Tod und Sterben völlig normal und überhaupt nicht als Drama oder als unbedingt zu verhinderndes Sonderschicksal betrachte, ist das Wort Triage bei mir nicht negativ, sondern im Gegenteil eher pragmatisch positiv konnotiert.

Für mich bedeutet Triage die Priorisierung von Tätigkeiten bei beschränkten Kapazitäten, wenn also nicht für alles, was man gern tun würde, genug Zeit, Kraft und Möglichkeiten zur Verfügung stehen, dann werden eben Dinge nicht getan, die weniger schlimme Folgen haben, wenn sie unerledigt bleiben, oder zumindest werden diese Dinge so lange aufgeschoben, bis wieder ausreichend Kapazitäten vorhanden sind.

In gewissem Widerspruch dazu stehen in meinen persönlichen Triagierungsprozessen so Tätigkeiten wie Bügeln oder Fensterputzen, die bei ausreichenden Kapazitäten sozusagen niemals ausgeführt werden, sondern immer nur dann in den Fokus rücken, wenn andere, wirklich super dringlich wichtige Aufgaben kurz vor ihrem endgültigen Existus vielleicht doch noch mal eine Runde in die Warteschleife geschoben werden, denn irgendwann müssen die Hemden ja schließlich auch mal gebügelt und die Fenster geputzt werden.

Ich glaube allerdings, dass man das nicht Triage, sondern zwanghafte Verdrängung nennt, aber nun denn, der Weg zur Prokrastination ist eben mit Leichen gepflastert.

Wie auch immer, bedingt durch den Endspurt beim Neubau und den anstehenden Umzug werden meine Kapazitäten zur Zeit regelmäßig mehr als nur ein bisschen überausgelastet, oder anders ausgedrückt: Ich habe schlicht viel zu wenig Zeit zum Nichtstun.

Das ist insofern schlecht, als dass ich während meiner aktiven Nichtstu-Phasen nicht nur Zeit verbrenne, sondern vor allem Energie und Kapazitäten wieder auflade, rein strategisch betrachtet ist es also unklug, meine Nichtstuzeiten hinten runterzukippen, weil ich dadurch insgesamt weniger Energie für alles andere habe.

Ich muss also andere Aktivitäten streichen und in meinem Fall ist das Lesen und Schreiben.
Zwar halte ich verbissen an meinen täglichen Blogeinträgen fest, die entstehen zur Zeit aber alle spät abends kurz bevor es zu spät ist und bestehen nur aus einem grob zusammengeklöppelten Tagesbericht, für alle anderen Texte fehlt es schlicht an Zeit und Energie.
Ich beantworte keine private Post mehr, weder Papierpost noch E-Mails - sorry, aber es geht halt grad nicht.
Und ich lese auch andererleuts Blogs nur noch sehr eingeschränkt und dann schwallartig, weil: es geht grad nicht.

Es kommen sicherlich auch wieder bessere Zeiten, aber aktuell habe ich das Gefühl, ich lebe quasi dauerhaft Unterwasser und allein dieses Gefühl saugt durch die darin enthaltene hohe Frustration eine große Menge Energie ab.

Dieses Wochenende sind wir noch mal auf Borkum, ich muss unbedingt demnächst mein Auto aufs Festland bringen und hier im Haus noch einmal für Ordnung sorgen, denn ich werde dann wahrscheinlich frühestens im Dezember wieder dazu kommen, hier nach dem Rechten zu schauen.
Allein die Vorstellung, die nächsten sechs Wochen dann komplett ohne Haushaltspendelei zu leben, entspannt allerdings sofort sehr
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Donnerstag, 15. Oktober 2026
Baufortschritte
Der Wecker klingelte heute schon um 6.30h, Abfahrt nach Rheda war für 7.45h geplant, die tatsächliche Abfahrtszeit lag dann noch genau im cum tempore Bereich, insoweit also alles passend.

Um 9h setzte K mich an der Baustelle ab und fuhr selber weiter zu einem Mietshaus, wo heute Glasfaser gelegt werden sollte und da musste er dabei sein.

Die angekündigten Handwerker waren alle erschienen und jeder hatte ein großes Auto mit ganz viel Material dabei, was ausgeladen werden musste, es erwies sich als logistische Herausforderung zu dirigieren, wer wo und möglichst dicht am Haus wie lange parkt und dabei die anderen so wenig wie möglich behindert.

Die Installateure brachten die Badewanne und die gesamte sonstige Keramik für die Bäder und die WCs, die Trockenbauer schleppten jede Menge Türen und Türzargen an, der Küchen-/Möbelbauer brachte die Schlafzimmermöbel und der andere Schreiner brachte die Haustür.

Zwischendrin wuselten die Fliesenleger rum, weil sie immer noch im Keller beschäftigt sind und der Maler, malert auch noch rum, außerdem erschienen die Treppenbauer noch mal und erledigten kleine Restarbeiten, um die wir gebeten hatten, es war also reichlich Betrieb auf der Baustelle.

Am Ende des Tages war die Haustür fertig eingebaut und die Treppe ist jetzt ohne Mängel rundum schick.
Alle anderen Arbeiten werden morgen fortgesetzt, insgesamt sieht es aber sehr positiv aus, dass das Haus bald einzugsbereit ist.

Der Unterbau der Brücke im Entstehen

Die Brücke ist jetzt soweit unterfüttert, dass der Parkettleger die Oberschicht legen kann, auch das ist ein sehr positiver Fortschritt.

Der Kleiderschrank im Schlafzimmer ist halbfertig, morgen wird er wohl komplett aufgebaut sein, nächste Woche kommen noch mehr Möbel und spätestens Ende nächster Woche kann ich beginnen, meine Kleidung umzuziehen.

In der Küche und im Badezimmer sind die Armaturen schon angeschlossen und im Waschkeller sind die Wasserleitungen verlegt und meine Topfspüle ist auch schon angeschlossen.

Aus Greven habe ich eine erste Kiste mit Küchenkram mitgebracht, um die Dinge probehalber schon mal einzuräumen, bis auf die Putzmittel passt bisher alles genau in den Schrank, für den ich es auch ursprünglich eingeplant hatte, das ist erfreulich.

Meine Putzmittel stehen in allen Küchen quasi seit immer unter der Spüle - in dieser Küche ist aber ein großes Mülleimersystem dort eingebaut und so stand ich heute mit meiner Sprühflasche Fettreiniger etwas ratlos in der Küche und fand keinen Platz, wo ich solche Dinge unterbringen kann.
Vielleicht putze ich ja demnächst einfach nicht mehr, in gewisser Weise wird Putzen auch wirklich sehr überbewertet
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