anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Freitag, 21. April 2017
Endspurt
Vor 14 Tagen war ich relativ gestresst und hektisch mit tausenderlei Dingen beschäftigt, weil der Urlaub vor der Tür stand und noch so viel getan werden musste - heute war es ein vergleichsweise ähnlich hektischer Tag, denn diesmal geht der Urlaub zu Ende und es muss natürlich auch am Ferienende noch alles auf den letzten Drücker erledigt werden, was vorher nicht getan wurde.
Die Aktenlage ist ein Thema, hier habe ich heute noch blitzschnell ein paar Schreiben fertig gemacht, weil K. heute schon wieder zurückflog und er diese Schreiben gleich mitnehmen und vor Ort einwerfen konnte, aber außer Akten und Papierkram sind ja so Dinge wie "leckere Sachen kochen" typische Urlaubsvorhaben für mich, für die ich zu Beginn des Urlaubs durch entsprechende Einkäufe gleich nachhaltig Pflöcke einschlug.

Gestern war mir jedoch schon klar, dass ich mit der aktuellen Vorratslage hoffnungslos überbevorratet bin, was zu dieser spontanen Gambas-Fress-Orgie führte, aber es sind natürlich noch immer reichlich leckere Dinge da, die in irgendeiner Weise verarbeitet werden müssen.
Die Tatsache, dass K. heute mit dem selbstorganisierten Flugtaxidienst reiste, habe ich deshalb gleich genutzt, ihm eine volle Kühltasche mit Tiefkühlkram mitzugeben, da die Reisezeit per Flieger eben schon deutlich kürzer ist als mit Fähre und Auto, was für Tiefkühlteile sehr sinnvoll ist.

Allerdings noch verarbeitet werden muss die Lammkeule, die ich gleich zu Beginn des Urlaubs mit einigen Tricks und Beziehungen hocherfreut ergattert habe, die aber seitdem im Kühlschrank geduldig wartet, weil ich es natürlich bisher nicht geschafft habe, so ein zeitaufwändiges Gericht passend vorzubereiten.
Aber heute war es dann soweit - im Zuge der allgemeinen Abreisehektik habe ich dann mal begonnen, mich mit der Lammkeule zu beschäftigen.
In einer Zeitung hatte ich ein Rezept entdeckt, dass ich unbedingt ausprobieren wollte: Dazu wird die Lammkeule gesalzen, dann mit einer Mischung aus Senf, Honig und Knoblauch eingerieben und anschließend rundrum mit gehackten Kräutern "paniert" (Basilikum, Estragon und Petersilie mit Olivenöl verrührt). Die so begrünte Lammkeule wird dann zum Marinieren über Nacht in den kalten Backofen geschoben und am nächsten Tag dann noch rund vier Stunden im heißen Backofen gebraten.

Ich bin schon sehr gespannt, wie das schmecken wird, aussehen tut es im Moment so:



K. hat dann Pech, der ist ja nicht mehr da, dafür habe ich Vater und Onkel eingeladen, so ein bisschen Shishi fürs Sozialkarma kann bestimmt nicht schaden.

Am Abend habe ich den Ofen hochgeheizt, ich bin sicher, im letzten Leben war ich Pyromane, ich finde Feuer einfach toll.



Der Rauchmelder im Schlafzimmer fand das übrigens auch toll und teilte das mit einem Höllengepiepse mit... Bis man so ein elektronisches Teil dann aber wieder abgestellt hat, das ist gar nicht so einfach.
Ich hätte mich jetzt in Ruhe aufs Sofa setzen können, die passende App öffnen und dem Rauchmelder mitteilen können, dass alles in Ordnung ist, ich die Sache im Griff habe und er sein Gepiepse wieder einstellen kann - aber im Wohnzimmer war alles voller Rauch (weil ich ein wenig die Ofentür geöffnet hatte, um das Feuer von ganz nah zu bewundern) und ich traute mich nicht, ein Fenster zu öffnen, weil der Rauchmelder so einen Radau machte, dass ich Sorge hatte, das alarmiert gleich die Feuerwehr und dann habe ich noch mehr Dinge zu erklären, und im Schlafzimmer war es so laut, dass ich mich dort nicht aufhalten konnte, ohne einen Hörsturz zu befürchten, es war also kompliziert.

Aber ich habe es letztlich geschafft, es piepst nicht mehr und der Rauch ist inzwischen auch abgezogen, dafür habe ich eine SMS auf meinem Handy, in der mir mein Rauchmelder mitteilt, dass bei mir im Schlafzimmer eine kritische Situation ist, um die ich mich dringend kümmern muss - was'n Glück, dass die Dinger keine Kamera installiert haben, sonst müsste ich sicher noch öfter mit dem kommunizieren.

J. hat heute übrigens festgestellt, dass es unter dem (für ihn) neuen iOS nun möglich ist, die bisherigen "Zwangsapps" doch zu löschen, was er sofort tat, um dann wiederum zu testen, ob das Handy noch rechnen kann, wenn er die Rechner App gelöscht hat.
Ergebnis: Kann es, die Sprachsteuerung arbeitet ohne App.
Und weil er einmal dabei war, hat er dann per Sprachsteuerung auch gleich versucht, das Löschen zu organisieren, was wohl auch funktioniert.
Das ging dann so:
J: "Siri, lösche meine Erinnerungen!"
Siri: "Welche Erinnerung möchtest du löschen?"
J. "Lösche die Erinnerung vom 10. Februar."
Siri: "Ich habe die Erinnerung vom 10. Februar gelöscht."

Für mich hört sich das sehr praktisch an und ich frage mich, wann die ersten Psychotherapeuten gegen Siri protestieren, so wie die Taxifahrer gegen Uber.
Oder so
.

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