anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Freitag, 11. September 2020
Fußbad
Dritter Tag ohne Gips und der Fuß ist steif, geschwollen, heiß und tut weh, Gehen mit Abrollen ist nicht möglich ebenso wenig wie Belasten des Vorfußes, N hat Sorge, dass eine Thrombose im Fuß steckt und hält es für klug, die blöden Thrombosespritzen weiter zu benutzen, also spritze ich mir fleißig weiter blaue Flecken in den Bauch, ist dann auch egal.

Weil ich weiß, dass es wichtig ist, den Fuß, die Muskeln, Sehnen und Gelenke nun eifrig zu bewegen und zu trainieren, bin ich gestern und heute jeweils eine Zeitlang am Strand durchs Wasser gelaufen, das kalte Meerwasser kühlt angenehm und der unebene Untergrund trainiert natürlich alle möglichen Muskeln usw., anschließend war ich dann jedes mal so k.o., das ich eigentlich nur noch ins Bett wollte.
Gestern wollte ich vorher noch unbedingt Schnaps trinken, N hat freundlicherweise den Blog-Befülldienst übernommen, heute ging es nach dem Strandspaziergang schon etwas besser, also habe ich noch genug Energie, um hier ausführlich zu jammern und ein paar Bilder hochzuladen.



Das Ei am Knöchel ist immer noch sehr gut zu erkennen, keine Ahnung, wann das weggeht.

Außerdem gab es heute ein echtes Erlebnis am Strand: Irgendein anonymes* Kreuzfahrtschiff fuhr ziemlich langsam, dafür wirr in Schlangelinien vor der Insel lang als ein Riesenfrachter von hinten ankam und da auch lang wollte. Als der Frachter zum Überholen ansetzte, drehte das Kreuzfahrtschiff plötzlich nach rechts und nahm so direkt Kurs auf den Frachter, der wie wild anfing zu hupen, während der Kapitän wahrscheinlich "Maschinen volle Kraft voraus" brüllte. So Riesenschiffe haben ja relativ lange Bremswege und sind auch sonst nicht sehr flink, was Manöver angeht, da war es deshalb schon spannend zu beobachten, wie da direkt vor der Insel in letzter Sekunde eine dicke Kollision vermieden wurde.
*anonym, weil das Kreuzfahrtschiff keinen erkennbaren Namen trug und auch den Transponder nicht eingeschaltet hatte.


Weil das alles so aufregend war, blieben wir etwas länger am Strand als geplant, als wir gingen, färbte die Sonne das Wasser schon leicht oranggold



Lustige Geschichte des Tages: N informiert sich grade über vermögenswirksame Leistungen, Sparpläne, Geldanlagen und was es da sonst noch so gibt. Ich habe versucht, ihm einige Dinge zu erklären, bin aber intellektuell an seinem Auffassungsvermögen gescheitert, der gute Mensch ist schließlich Arzt, was will man da bei solchen Themen als Verständnis erwarten.
Um den Familienfrieden zu schonen, bemühte er also Tante Google und landete schließlich auf einer Finanzseite für Frauen. "Herfinance" oder so ähnlich, auf alle Fälle war er hell begeistert, endlich wurden ihm die Dinge so erklärt, dass er was verstand.
Ich habe das dumpfe Gefühl, das wirft kein gutes Licht auf die Frauen, denn ein Werbeslogan "was sogar der Arzt N versteht, das verstehen auch Frauen" könnte falsch verstanden werden
.

129 x anjeklickt (9 mal hat hier schon jemand geantwortet)   ... ¿selber was sagen?