anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Mittwoch, 2. September 2020
Nadel ist raus
Den aufregendsten Tag hat heute wohl N verbracht, der am Morgen mit dem Kat aufs Festland fuhr, um sich dort in die Unfall-Ambulanz des Kreiskrankenhauses zu begeben, damit ein nur mittelgut begabter Landchirurg eine Stunde erfolglos versuchte, die Nadelspitze aus seinem Fuß rauszuporkeln, was wohl große Ähnlichkeit mit der Suche im Heuhaufen hatte und ähnlich erfolglos verlief. In Folge wurde er mit dem mittlerweile recht weit aufgeschnittenen Fuß stationär aufgenommen, damit am Nachmittag ein ganzes Chirurgenteam in einem richtigen OP das gleich noch mal versuchten, die waren allerdings erfolgreicher und die Nadel ist jetzt draußen.
Immerhin.
Dafür ist der Fuß jetzt richtig dolle kaputt, der wird ihm also noch einige Tage viel Freude machen, bis das alles wieder soweit verheilt ist, dass er den Fuß schmerzfrei benutzen kann, das wird dauern.

Blöd, aber nun auch nicht mehr zu ändern.

Für die anderen Menschen hier im Haus war es ein sehr ruhiger Tag, vor allem weil am Vormittag das Internet ausfiel, flächendeckende Störung bei Vodafone, und erst am Nachmittag wieder verfügbar war. Ohne Internet ist Home-Office quasi nicht nutzbar, ich habe also ohne jedes schlechte Gewissen ganz entspannt gechillt, ich fand , es war ein schöner Tag.
J war in der Milchbude und Ns Besuchsfreundin hat für ihr Staatsexamen gelernt, die kommt nämlich aus München und dort hat man die Staatsexamenstermine im Frühjahr wegen Corona alle abgesagt, next try im Oktober, mit so einer langen Pause dazwischen bedeutet das aber ganz konkret, dass man das allermeiste einfach noch mal lernen muss.
Guter Beweis, dass die Mediziner (ich bin übrigens sicher, dass das nicht nur für Mediziner gilt) heute nichts lernen, um es wirklich zu wissen und nutzen zu können, sondern ausschließlich examensorientiert und die tatsächliche Ausbildung als Arzt erfolgt erst nach dem Examen. Beruhigt ja ungemein, das zu wissen.

Im Job: Wir haben grade eine Stelle ausgeschrieben und suchen einen Architekten als Projektleiter. Neben der klassischen Ausschreibung über eine Anzeige in der regionalen Presse haben wir dann auch noch eine Anzeige bei Stepstone geschaltet. Ergebnis aus Sicht des Arbeitgebers: Über Stepstone bewerben sich nur Leute, die sich wohl standardmäßig überall bewerben, wenn die ausgeschriebene Stelle auch nur im entferntesten zu ihrem Jobprofil passt. Die wirklich interessanten Bewerbungen kamen dagegen alle über die "richtige" Anzeige. Hätte ich so auch nicht erwartet, war aber interessant zu beobachten und Stepstone kann man sich künftig wohl schenken
.

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