anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Donnerstag, 20. Dezember 2018
Was man ohne störende Büroarbeit so alles an einem Tag geschafft bekommt
Erwartungsgemäß war heute ein richtig schöner Tag. Nicht ins Büro zu gehen bekommt mir, stelle ich immer wieder fest, es ist schon erstaunlich.
Dabei habe ich heute gar nicht rumgegammelt, sondern eine Menge Dinge geschafft. Noch vor 9h war ich beim Arzt, um mir die Ergebnisse der Blutabnahme und neue Rezepte für die gleichen Tabletten zu holen. Die Schilddrüse ist gut eingestellt und für die Hüfte habe ich jetzt entzüngungshemmende Schmerzmittel, die gut wirken, gefunden, davon gab es auch eine neue 50er Packung.
Unterwegs schrieb mich der neue Mieter für die Wohnung in MG an, das Jobcenter hat die Wohnung genehmigt, der zieht da also zum 01.01. ein und ich hatte insgesamt nur zwei Monate Leerstand, das ist unterm Strich angenehm erfreulich.
Überhaupt macht die neue Mieterfamilie einen deutlich netteren Eindruck als die Familie, die da vorher wohnte (und abgeschoben wurde). Die bisherigen Mieter waren Albaner, die neuen sind Syrier. Ich glaube, rein vom Herkunftsland sind die deutlich weniger schnell von Abschiebung bedroht, wissen aber auch, dass sie wohl so schnell keine Chance haben, freiwillig zurückzugehen, weil ihr Land halt wirklich richtig kaputt ist. Dementsprechend mehr Engagement verwenden sie auch auf die Integration hier in Deutschland, das macht richtig Spaß, mit denen umzugehen.

Dann habe ich mich heute das erste Mal seit 10 Jahren wieder damit beschäftigt, ein Buch zu binden. J. wünscht sich mein Thermomixrezeptebuch, weil er ja jetzt auch so einen Mixer hat. Ich habe mir vor vielen Jahren mal meine Lieblingsrezepte alle passend für den Thermomix umgeschrieben, in Word als Buch formatiert, ausgedruckt und dann gebunden. Früher habe ich häufiger Bücher gebunden, nach dem ich das in einem Buchbindekurs mal richtig gelernt habe.
Die Rezepte erneut auszudrucken, war schnell getan, seit vier Wochen lagen die gefalteten Seiten jetzt schon hier rum, nur wusste ich nicht mehr so genau, wie es weitergeht, weil ich vom Kopf her irgendwie komplett vergessen hatte, wie das mit dem Nähen der Signaturen funktioniert. Aber Google weiß alles und nach dem ich mein Wissen kurz theoretisch aufgefrischt hatte, klappte es wie am Schnürchen. Interessant war, dass meine Hände die einzelnen Arbeitsschritte nicht vergessen hatten. Jetzt ist der Buchblock fertig genäht, geleimt und geschnitten, das Cover ist vorbereitet, den Rest werde ich dann auf Borkum erledigen.

Eine ganze Zeit war ich dann damit beschäftigt, 23 Bücher aus dem Verlag meines Vaters versandfertig zu machen. Ein Kunde hatte 20 Exemplare bestellt, ein anderer 3 und ich hatte die Bücher am Sonntag schon auf Borkum ins Auto geladen, heute musste ich mich endlich darum kümmern, dass sie auch verschickt werden.
Teufel, sind Bücher schwer. Und sperrig. Es war gar nicht so leicht, passende Kartons zu finden, die 20 Bücher habe ich auf zwei Pakete aufgeteilt, weil sie über 10kg wogen und dann wird das Porto exorbitant teuer. Letztlich habe ich aber alles verpackt bekommen, habe die Rechnungen dazu geschrieben, das Porto online gekauft und bin dann zur Packstation gefahren, im Ergebnis kann ich feststellen: dann lieber Bürojob, Bücher verpacken und verschicken ist ja noch ätzender....

Dann habe ich angefangen, die Weihnachtsgeschenke für die Kinder zu verpacken und anschließend das Haus gesaugt und gewischt. Jetzt bin ich körperlich ziemlich erledigt, aber zufrieden mit dem Tag
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