anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Donnerstag, 17. September 2020
neues vom Fuß
Heute hatte ich also den Termin beim Unfallchirurgen und der war dann der erste Arzt, bei dem ich das Gefühl hatte, er weiß auch, was er tut bzw. kann beurteilen, was er sieht.
Ergebnis: Der Bruch ist noch gar nicht vollständig verheilt, deshalb kommt es zu der Entzündung im Mittelfuß, die sich hochzieht bis in den Knöchel, die Bänder sind dafür aber komplett schmerzfrei. Er hat ein CT angeordnet und dafür gesorgt, dass es sofort und auf der Stelle gemacht wurde und nun habe ich einen neuen Aircast-Schuh, eine Verordnung für Lymphdrainagen und Kompressionsstrümpfe und eine AU für die nächsten drei Wochen.

Außerdem hat er mir empfohlen, den Fuß viel hochzulegen und Umschläge mit Retterspitz zu machen. Nach dieser doppelten Empfehlung (einmal Arboretum hier im Blog und nun auch der Arzt) habe ich mir das Zeug heute Nachmittag in der Apotheke gekauft, einen ausgemessenen und angepassten Kompressionsstrumpf habe ich inzwischen auch, die erste Lymphdrainage ist gelaufen, morgen zweiter Termin, jetzt muss es doch endlich mal voran gehen mit der Fußreparatur, schließlich hat die Behandlungsseite richtig Schwung gewonnen.

Mit der neuen AU bleibe ich jetzt aber hier in Greven, einmal die Woche soll ich zur Kontrolle vorstellig werden - und zum Autofahren darf ich den Aircastschuh abnehmen. Ziemlich komfortable Bedingungen
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Woran ich immer merke, dass ich noch nie festangestellt war: Bei AU denke ich an Abgasuntersuchung. ;-)

Hoffe, Sie können bald wieder unbeschwert auf- und zutreten.

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hihi, genauso ging es mir früher auch. Die Abgassonderuntersuchung hieß zwar früher ASU, dafür nannte man eine Krankschreibung aber gemeinhin „gelber Schein“, weil die Formulare dafür früher wohl gelb waren und genau das konnte ich viele Jahre nicht einsortieren, schlicht weil ich nie so etwas in echt gesehen habe.
Aber seit 12 Jahren genieße ich die Vorteile eines Arbeitnehmerlebens und finde das schon sehr angenehm.

 
Die ASU wurde irgendwann in AU umgetauft, ist aber schon länger her und sorgte bei mir anfangs für Verwirrung.

 
Jetzt habe ich es mal gegoogelt, weil es mich neugierig gemacht hat. Dass die ASU in AU umbenannnt wurde, war mir klar, aber ich hätte überhaupt kein Zeitgefühl dafür gehabt, wann das war. Und nachdem ich den Wikipedia Artikel dazu gelesen habe, weiß ich also, dass die ASU erst 1985 eingeführt wurde - und damit fünf Jahre nach meinem Führerschein. Ich musste mein für den Führerschein gelerntes Wissen also aktiv anpassen, so etwas fällt mir grundsätzlich ja immer extra schwer. Ich meine, erst zwingt einen irgendeine Vorschrift irgendwelche Dinge auswendig zu lernen, um mit diesem Wissen die Erlaubnis zu erlangen, Dinge tun zu dürfen und dann ändert der Gesetzgeber die Dinge, die man mal extra lernen musste, das gesamte Wissen ist also wertlos, aber den Führerschein darf man trotzdem behalten. Irgendwie fühle ich mich da doch auch verschaukelt.

Ich habe übrigens auch bis heute keine Ahnung, welche Länder aus der ehemaligen Sowjetunion hervorgegangen sind, weil es die halt während meiner Schulzeit alle nicht gab. Meine Erdkundekenntnisse waren vielleicht nur zu einem marginalen Teil Bestandteil meines Abiturs, aber auch hier ist das ein Beispiel dafür, dass abgelegte Prüfungen vielleicht kurzfristig dokumentieren, dass jemand irgendetwas weiß, aber doch nicht auf Dauer. Eigentlich will ich damit auch nur sagen, dass bei jemandem, der einen Schein oder Abschluss in irgendwas hat, deshalb noch lange nicht garantiert ist, dass er auch heutzutage noch immer Ahnung von diesem Fach oder Thema hat. Sehr virulent (Achtung, schlechter Wortwitz) wird das übrigens auch bei vielen Ärzten und Virologen, die sich zum Thema Corona als Experten in den Medien drängeln.
Aber ich sschweife ab.
Es ging um die ASU, die es nur von 1985-1993 gab, danach hieß sie dann AU und seit 2006 offiziell UMA, ein Wort, was ich überhaupt noch gar nie gehört habe.

Spannend fand ich übrigens auch, dass es bereits seit 2010 keine extra Plaketten mehr dafür gibt, dass das schon seit 10 Jahren abgeschafft ist, hätte ich auch nicht geglaubt.
Früher mussten die ASU/AU Plaketten nämlich vorne auf das Nummernschild geklebt werden und die TÜV-Plaketten hinten, da die ASU/AU Plaketten sechseckig waren und nicht rund, wie die TÜV Plaketten, konnte man bei einigen Autobesitzern auch gut erkennen, dass sie hinten und vorne nicht unterscheiden konnten....

Hach, all dieses historische Wissen, das man heutzutage gar nicht mehr braucht, mir aber spontan das Gefühl gibt, Oma erzählt vom Krieg, ab und zu ist das schon nett, noch mal in die Vergangenheit abzutauchen.

 
Hm, das Autohaus meines Vertrauens schreibt immer noch HU und AU auf die Rechnung. Dass die Abschaffung der Abgasplakette aber schon so lange her ist, überrascht mich jetzt. Da hat sich eh viel getan, Nummernschilder von irgendwo kann man jetzt auch am neuen Wohnort behalten, wenn es das vor 15 Jahren schon gegeben hätte, würde ich immer noch mit MA-RK 793 rumfahren. Bin in den Nullerjahren ja in den Landkreis Darmstadt-Dieburg gezogen, und von DA-RK 7930 leitet sich der Kfz-Kosename Darkmobil her.

Mit den früheren Sowjetrepubliken (vor allem mit denen, sie auf -stan enden) fremdle ich teilweise auch noch, wohingegen ich die Nachfolgestaaten der einstigen Bundesrepublik Jugoslawien mühelos zusammenkriege und auch problemlos Slawonien, Slowenien und die Slowakei auseinanderhalten kann. ;-)

 
Nur die Extra-Plakette wurde abgeschafft, die AU gibt es nach wie vor. Sie ist jetzt Teil der Hauptuntersuchung HU. Man bekommt auch nach wie vor ein Prüfprotokoll als Prüfbescheinigung, die auf Verlangen vorzuzeigen ist, deshalb bewahrt man es am besten irgendwo im Auto auf. Offiziell heißt das Ganze jetzt übrigens "Untersuchung des Motormanagements und Abgasreinigungssystems" (UMA).

 
Um das zunehmende Alter des Autos und damit seine vergleichsweise sicherlich geringere Ausstattung verglichen mit Neuwagen zu demonstrieren, hätten sie von Darmstadt nicht in den Kreis Neuss, sondern nach Karlsruhe ziehen sollen :-) Hätte auch sonst besser in die Reihe gepasst

 
Aber dann hätte Herr Mark seine Buchstabenfolge ändern müssen, damit es stimmt. ;-)

 
Bitte vortreten, wer auf Anhieb Land Moldau, Transnistrien und Walachei auf der Karte zeigen kann. Nieeeeemand.

Nummernschilder am neuen Wohnort zu behalten, also im eigenen Bundesland geht das schon lange, beim Umziehen in andere Bundesländer wäre es mir neu.

Ziemlich albern, dass egal wo im Bundesland man wohnt, man alle Kürzel des Bundeslandes (oder war es der Landkreis?) wählen kann, alte und neue. Da nimmt der Karl aus Aachen zum Geigel ein Schild von Bielefeld, das gefühlt auf einem andern Planeten liegt und das es bekanntlich sowieso nicht gibt. Oder ein Kölner das von Düsseldorf, haha.

 
Och, so in etwa könnte ich Molwanien Moldawien, Transnistrien und die Walachei schon verorten, im Gegensatz zu Berg-Karabach oder Süd-Ossetien.

Selbst mein Vater kam manchmal ins Schwimmen, wenn er erklären sollte, wo er ursprünglich herkäme. Galizien, aber nicht das in Spanien, sondern in der Ukraine, aber in dem Teil unter polnischer Verwaltung, der vorher zur Kuk-Monarchie gehörte. Also ein Karpatho-Ruthene? Kann man so auch nicht sagen...

 
Gibt es also noch mehr Ärzte, die Retterspitz empfehlen. Die Flasche muss man im Kühlschrank aufbewahren und das Zeugs für Umschläge verdünnen - das hat man Ihnen in der Apotheke hoffentlich gesagt. Und es hält auch nur ein paar Wochen. Ich habe mal eine angebrochene Flasche im Kühlschrank vergessen. Nicht gut.

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Ne, in der Apotheke haben sie mir gar nichts dazu gesagt, die wussten noch nicht mal, dass es das Zeug gibt und waren sehr erstaunt, dass es tatsächlich in ihrem Bestand vorhanden war (stand im Ausziehschrank übrigens direkt neben Sterilium, so viel konnte ich erkennen, interessante Sortierung), aber im Internet gibt es dazu ausreichend Informationen und so wusste ich, wie es zu benutzen ist.
Retterspitz bietet ja auch sogenannte "nasse Strümpfe" für 40€ das Paar an, das fand ich ein wenig teuer, die Idee habe ich aber sofort übernommen. Perfekte Fußwickel macht man mit einer alten Baumwollsocke, die man in dem verdünnten Retterspitzzeug tränkt und dann eine dicke Wollsocke drüber zieht. Funktioniert prima und ist echt praktisch.

 
Retterspitz muss erst nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahrt werden, das vergaß ich zu erwähnen. Von den "nassen Strümpfen" wusste ich noch gar nichts, aber Ihre Methode finde ich bessser.