anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Freitag, 8. Mai 2020
Blumen, Lifehack und Fischstäbchen
Einige von ihnen blühen immer noch, auch wenn die größte Pracht schon vorbei ist ist.



Als ich letzte Woche ins Büro fuhr, kam ich an diesen Mohnblumen vorbei, die in dem Moment grade wirklich klatsch voll auf der Höhe ihrer Blüte standen, und so wie das Jahr davor und davor das Jahr auch und so wie eigentlich jedes Jahr der letzten 12 Jahre, an denen ich im Frühjahr an diesen beeindruckend großen Mohnblumen vorbeikam, nahm ich mir vor, dass ich unbedingt ein Foto davon machen müsse, weil ich es einfach so wunder, wunderschön finde, wie groß und voll und leuchtend diese Blumen dort an der Straßenecke blühen, aber all die Jahre fuhr ich dann doch jedesmal weiter, denn es gibt keinen Parkplatz dort in der Nähe und einfach anhalten geht auch schlecht, weil die Straßenecke eben wirklich eine Straßenecke ist und dort Autos aus allen Richtung vorbeifahren und eben auch fahren wollen und nicht warten, weil ein anderes Auto auf der Straße rumsteht und ihnen den Platz versperrt.
Aber heute habe ich doch angehalten, heute war es mir egal, was die anderen dachten, wir haben grade Corona, da geht eh alles langsamer.

Letzte Woche habe ich mich noch nicht getraut, diese Woche bin ich deutlich mutiger, ich merke, wie sich so nach und nach eine seltsame, coronabedingte Lässigkeit breitmacht. "Was soll schon sein? Es gibt Schlimmeres und im Grunde ist doch auch alles nicht so wichtig." - Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Satz in den letzten Wochen gedacht und gefühlt habe, aber es nimmt definitiv immer mehr zu, also dieses schulterzuckende nuisauchegal Gefühl.

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Ich habe mal wieder die falsche Farbe aus meinen Haaren vertrieben. Zu meiner Begeisterung gab es neulich in einem Drogeriemarkt genau meine Haarfarbe, so dass ich sofort alle drei Pakete, die im Regal standen, aufkaufte, weil genau dieser Farbton sonst ungemein schwer zu bekommen ist. Ich hatte also Vorrat und habe nun den Inhalt von einem der Pakete benutzt, um meinen Haaren endlich wieder ihren Originalfarbton wiederzugeben. Seit einigen Jahren schleicht sich da ein immer dominanter werdender Grauton ein, dem habe ich heute entschieden entgegengefärbt.
Da ich das häufiger mache, muss ich vor allem den Haaransatz intensiv behandeln, denn nur da macht sich die falsche Farbe so besonders lästig breit.
Das bedeutet, ich ziehe einen Scheitel, reibe auf dem Scheitel die Haarfarbe ein, ziehe 2cm daneben wieder einen Scheitel und reibe dann da noch mehr Farbe ein usw. Dazu muss ich die Flasche mit der Haarfarbe ständig absetzen, weil ich zum Scheitel ziehen dieselbe Hand brauche wie zum Farbeauftragen und ich habe mich jedesmal geärgert, dass beim Absetzen der Flasche der Inhalt, den ich grade mühsam nach vorne geschüttelt hatte, wieder nach hinten floss. Da die Flasche aber obendrauf eine spitze Tülle zum Farbeauftragen hat, kann man sie auch nicht umgekehrt hinstellen. Vertrackt.
Bis ich heute eine spontane Idee hatte:



Wenn ich den Stöpsel rausnehme, passt sie perfekt umgekehrt in den Abfluss, eine ideale Stelle, um die Flasche zwischendrin abzustellen. So fließt auch keine Farbe mehr zurück. Heute heißt so eine gute Idee "lifehack" und so etwas wollte ich ja schon immer mal selber erfinden.

Eine zweite gute Idee hatte ich übrigens als ich mir extra ein schwarzes Handtuch suchte, was ich mir beim Haarefärben über die Schultern legen wollte, weil es ja schon mal sein kann, dass man mit der Farbe kleckert und das gibt sehr unschöne Flecken.



Ich kann bestätigen: Es gibt sehr unschöne Flecken und ja, es kleckert eigentlich fast mit Sicherheit irgendwas irgendwohin und das Handtuch ist wirklich eine gute Idee.
Das nächste Mal lege ich es allerdings nicht nur neben das Waschbecken, sondern das nächste Mal lege ich es mir wirklich um die Schultern. Habe ich heute fest beschlossen.

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Zum Abendessen gab es Fischstäbchen, Spinat und Kartoffelbrei, wobei ich feststellte, dass ich beim Einkaufen keine normalen Fischstäbchen erwischt hatte, sondern "Backteigfischstäbchen". Die sind nicht nur teurer als normale, da sind auch noch weniger drin, also doppelter Betrug, aber ich hätte ja besser aufpassen können.
Allerdings frage ich mich, welcher begnadete Streitanzettler auf die Idee gekommen ist, in ein Paket Fischstäbchen 13 Stück reinzupacken?
13?!!!? - Eine Primzahl, die nur für Singles oder 13köpfige Familien akzeptabel ist, alles andere lässt sich nicht gerecht teilen.
Wir haben schnick-schnack-schnuck gespielt, so ging es auch, aber blöd finde ich es doch, 13 Fischstäbchen in ein Paket zu packen
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