anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Samstag, 21. September 2019
Viel geschafft
Tendenziell neige ich ja dazu, den Haushalt verlottern zu lassen, weil es immer so viele andere Dinge gibt, die wichtiger sind. Schlafen, Ausruhen und im Bett liegen und Lesen zum Beispiel sind große Konkurrenten um die für Haushaltsdinge überhaupt zur Verfügung stehende Zeit. Unter der Woche gewinnt immer Schlafen und Ausruhen, nur am Wochenende bin ich überhaupt bereit mich wenigstens gedanklich mit der Planung und Organisation von Haushaltsdingen zu beschäftigen, denn vor das Aufräumen, Putzen und sonstige Haushaltsdinge erledigen hat der liebe Gott eindeutig das Planen und Listen zum Abhaken erstellen gesetzt.
Außerdem habe ich ja noch die Ausrede Erschwernis, dass ich zwei Haushalte habe, an vielen Wochenenden bin ich also gar nicht da, wo am dringendsten mal wieder geputzt werden müsste, denn das ist meistens der Greven-Haushalt.

Es ist schon faszinierend wie sehr sich das Interesse und Engagement, ein Haus in Ordnung zu halten, unterscheidet, wenn das eine Eigentum ist und das andere gemietet. Das Borkumhaus wird definitiv deutlich mehr geputzt und gepflegt als das Grevenhaus, weil das Grevenhaus halt nur gemietet ist und ich ziemlich sicher weiß, dass ich hier in fünf Jahren einfach weggehe und dann nichts mehr mit dem Haus zu tun habe.

Aber dieses Wochenende bin ich nicht nur in Greven, dieses Wochenende passiert auch das, was mich immer in hektischen Putzwahn treibt, denn dieses Wochenende werden wir Besuch bekommen. Zum Glück erst morgen Abend, so dass ich zwei Tage Zeit habe, das Haus in einen vorzeigbaren Zustand zu versetzen. Es ist allerdings nicht "mein" Besuch, sondern Ks Sohn samt Freundin kommt, deshalb ist es mir noch viel wichtiger, einen ordentlichen Eindruck zu hinterlassen, denn aus Ks Erzählungen weiß ich, dass die Mutter seiner Kinder stets enorm viel Wert auf Ordnung und Sauberkeit gelegt hat, die Benchmark ist also durchaus anspruchsvoll.

Aber ich denke, wir sind bereit.
Außer dem Standardprogramm, wie Aufräumen, Küche sauber machen, Staubsaugen, Wischen und Gästebad putzen haben wir es sogar noch geschafft, die Eingangstür von außen und innen zu putzen (jene Tür, durch die ich selber nur sehr selten gehe, weil ich das Haus ja stets durch den Keller verlasse bzw. betrete) und die Glastür, die den Flur vom Wohnzimmer trennt glänzt ebenfalls wieder blitzesauber. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich diese Türen das letzte Mal geputzt habe oder ob ich sie überhaupt schon mal geputzt habe, seitdem ich hier wohne. Vom Eindreckungszustand her zu urteilen, kann auch das gut sein, ich meine, dass ich diese Türen noch nie geputzt habe... Es hat sich auf alle Fälle gelohnt, sehr gelohnt, und das macht dann ja auch Freude.
Außerdem haben wir das Bett neu bezogen und K hat die Hecke beschnitten, wir sind also richtig perfekte Musterspießerbürger.

Am Vormittag war ich übrigens noch in Münster auf dem Flohmarkt (dem kleinen, kuscheligen, am Stadion, nicht auf dem riesigen Promenadenflohmarkt, für den Münster berühmt ist, der ist nämlich vor allem groß und voll und macht viel weniger Spaß), ich war also auf dem kleinen Flohmarkt, der aber auch so groß war, dass ich fast anderthalb Stunden brauchte, um alles anzugucken - und wenn ich eher da gewesen wäre, hätte ich auch noch mehr gucken können, aber um 12.30h packten viele Leute schon ein, weil der kleine Flohmarkt halt mittags wieder schließt.
Es war perfektes Flohmarktwetter, 20°C und Sonne, ich habe ein paar nette Schätze ergattert und den Vormittag sehr genossen.

Am Nachmittag dann den Haushalt hier auf Vordermann gebracht, jetzt bin ich platt und k.o. - aber auch sehr zufrieden
.

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