anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Sonntag, 15. Mai 2016
MWM #5
Heute Morgen in der Küche, wir wollen frühstücken und bereiten dafür die Dinge vor, die wir üblicherweise zum Frühstück auf den Tisch stellen.
K. steht vor dem geöffneten Kühlschrank und fragt: "Was möchtest du denn für einen Aufschnitt zum Frühstück?"
A: "Ich brauche nur Honig und Marmelade."
K. trägt einen Stapel Aufschnitt zum Tisch.
A: "Bringst du meine Marmelade auch mit?"
K: "Wo ist die denn?"
A: "Im Kühlschrank."
K. starrt so lange in den geöffneten Kühlschrank bis der beginnt zu piepsen: "Wo im Kühlschrank?"
A: "Na, irgendwo da halt."
K: "Hier ist ein Glas sundried tomato with balsamico - ist das Marmelade?"
A: "Auf der Marmelade steht gar nichts drauf, weil ich die selber eingekocht habe."
K: "Hier ist keine Marmelade. Weißt Du, ob wir noch Sardellenpaste haben?"
A: "Da ist ganz bestimmt Marmelade, ein großes Glas Erdbeermarmelade. Und Sardellenpaste haben wir auch noch. Liegt da, wo sie immer liegt."
K: "Oh schau mal, ich habe Käse gefunden." schließt den Kühlschrank und setzt sich an Frühstückstisch.
A. geht zum Kühlschrank. Ein großes Glas Erdbeermarmelade steht gleich vorne im mittleren Fach. In der Tür über den Eiern liegt eine Tube Sardellenpaste, die liegt immer in der Tür über den Eiern. A. bringt Marmelade und Sardellenpaste zum Tisch.
K: "Wo hast du das denn jetzt gefunden?"

Dies beschreibt eine ganz typische "K-vor-dem-Kühlschrank-Szene" und ich frage mich immer, was er eigentlich sieht, wenn er in den Kühlschrank schaut.
Ich habe da heute den Tag über draufrumgegrübelt und dabei auch extra mal den geöffneten Kühlschrank fotografiert. Im Ergebnis habe ich dann diese Collage gefertigt:



Ich glaube, wenn K. in den Kühlschrank schaut, wird für ihn alles bunt und unscharf, die profane Realität (unteres Bild) ist ihm wahrscheinlich einfach nur zu langweilig
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