anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Samstag, 30. April 2016
Instabile Verbindung
Heute morgen 7h: Ich werde unaufgefordert wach und bin sofort hellwach. Versuche im selben Moment einen Traum, von dem ich das Gefühl habe, da könnte einer gewesen sein, festzuhalten und mich an den Inhalt zu erinnern. Gelingt mal wieder nicht. Wenn ich mich auf meine Erinnerungen beziehe, muss ich feststellen, dass ich so gut wie nie träume.
Schlafforscher haben herausgefunden, dass jeder Mensch träumt, dass es in jedem Schlaf Traumphasen gibt, also glaube ich fest daran, dass auch ich träume, es ist nur so, dass ich meine Träume nie zu fassen bekomme. Dabei bin ich so neugierig auf meine Träume, ich fände es entsetzlich spannend, zu wissen, was ich mir da so zurecht träume, aber ich komme einfach nicht dran.

Normalerweise ist es so, dass zwischen wach werden und wach sein bei mir meist über eine halbe Stunde Zeit vergeht. In der Zeit dämmere ich in einer Art Halbschlaf vor mich hin und nehme immer wieder neue Anläufe, zunächst mal die Augen zu öffnen. Augen öffnen ist das Schlimmste, wenn das geschafft ist, geht der Rest auch.
Dass ich mich sonst nicht an meine Träume erinnern kann, erkläre ich deshalb gern mit diesem langem Dämmerschlaf zwischen nicht mehr dort aber noch nicht hier.
In der Zeit verschwinden die Träume einfach, lösen sich auf, denn jeder weiß, dass man Träume nach dem Wachwerden sofort festhalten muss, wenn man sie in irgendeiner Form konservieren möchte.
Wenn ich es an normalen Tagen endlich geschafft habe, meine Augen zu öffnen, dann ist auch das Gefühl verschwunden, dass ich überhaupt etwas geträumt haben könnte. Das einzige Gefühl, was beim Augen öffnen noch da ist, ist eine übermächtige, alles verschlingende Müdigkeit, die so stark ist, dass sie jedes andere Gefühl gnadenlos wegdrückt. Kraft, Schwung oder Energie, um mich dann aktiv an einen Traum zu erinnern, habe ich dann ganz sicher nicht.
Normalerweise bleibt also von irgendeinem Traum wirklich überhaupt nichts übrig.

Heute habe ich nach dem Aufwachen aber auch sofort meine Augen aufgemacht und dann war da dieses diffuse Gefühl. Ein Gefühl, als ob ich eben noch irgendwo anders war, als ob eben noch irgendetwas spannendes passiert ist, aber in einem Leben, was neben meinem jetzigen Leben existiert. Und ich habe das Gefühl, dass es entsetzlich wichtig ist, dass ich weiß, wo ich eben war. Dass ich ein Wissen, dass ich dort habe, hier in dem anderen Leben auch unbedingt brauche und dass ich es irgendwie schaffen muss, es durch diesen Tunnel rüberzuretten.
Das Wort "VPN-Tunnel" wabert durch meinen Kopf, und die Überlegung, dass ich die Daten auf dem Server auch über den VPN-Tunnel nicht rüberholen kann, sondern nur ansehen, weil sie zu groß und zu dick für den kleinen, schmalen Tunnel sind. Aber ich muss sie wenigstens ansehen, das ist wichtig, doch die Verbindung bricht ständig zusammen.
WLAN taugt einfach nicht für eine stabile Verbindung. Ich muss mich dringend um eine LAN-Verbidnung zu meiner Traumwelt kümmern
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