anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Samstag, 28. Januar 2017
Hintereinanderweg
So, ich sitze.
Uff.
Gefühlt das erste Mal heute, denn bisher war ich den gesamten Tag über durchgängig mit irgendwas beschäftigt.
Es ging los mit einem Termin mit den Stadtwerken in Vaters Haus. Da es die Wasserleitung der Stadtwerke war, die letzten Sommer undicht wurde und dadurch diesen Riesenwasserschaden in Vaters Haus verursacht hat, haben die sich bisher auch darum gekümmert, das ganze wieder zu reparieren - und jetzt meinten sie, wären sie erst mal fertig. Alles, was nass war, wurde entfernt, dann wurde das entkernte Haus drei Monate getrocknet und jetzt wurde der Estrich wieder neu verlegt. Nur ein Haus mit nackichtem Estrich ist ja noch nicht fertig. Jetzt fehlt noch der Bodenbelag und die Wände müssen auch alle noch gemacht werden. Die Stadtwerke meinen nun, dass sie dafür nicht mehr zuständig seien, denn der alte Bodenbelag sei ja schon sehr alt gewesen und deshalb wertlos und etwas wertloses müssen sie nicht ersetzen. Und das gleiche gelte für die Wände bzw. Tapeten.
Ich glaube allerdings, wir werden da jetzt Streit bekommen.
Nach den Stadtwerken habe ich dann sofort den Maler angerufen, der auch spontan Zeit hatte, sich das Haus im derzeitigen Zustand beguckte, immer wieder nur den Kopf schüttelte und betrübt feststellte, dass da noch sehr viel zu machen sei. Gut fünfstellig, meint er.
Jetzt wird es also so sein, dass wir den Maler beauftragen und mit seiner Rechnung erst mal in Vorleistung gehen müssen, dann müssen wir noch einen Anwalt beauftragen und auch den erst mal bezahlen - und dann schauen wir mal, was die Stadtwerke davon so übernehmen werden oder müssen. Hilft alles nix, denn sonst wird das Haus nie mehr fertig und ich habe einen Dauerbewohner in meinem Haus gewonnen. Ich kümmere mich also aus reinem Selbstnutz.
Nach diesen Handwerker- und Bauterminen war es Mittag und ich bin umgehend ins Dorf gefahren, die nächste Liste an Erledigungen abarbeiten. Fahrkarte kaufen für die Fähre morgen und bei Rossmann einkaufen und die Drogeriebestände wieder auffüllen. Mittlerweile bin ich schon so weit, dass ich auch die notwendigen Drogeriebestände für das Festlandhaus hier auf der Insel kaufe, denn hier habe ich tatsächlich einen Drogeriemarkt in erreichbarer Nähe und so habe ich heute Zahnpaste und Deo und Shampoo und Müllbeutel gekauft - was ich morgen alles mit nach Greven nehme. Irgendwie schon arg bekloppt, erst wird der Kram hier aufwendig mit der Fähre hingeschafft und jetzt karre ich ihn mit der Fähre wieder zurück - aber wann soll ich unter der Woche Drogerieartikel einkaufen? Deshalb eben so.
Dann Weiterfahrt zum Onkel und dort stundenlang den Computer und das Handy wieder resettet und ans Laufen gebracht. Wenn man alte Leute länger als vier Wochen mit irgendeinem EDV-Kram alleine wurschteln lässt, ist in der Regel alles so sehr verstellt, dass man am allerbesten gleich eine Recovery-CD reinschiebt und alles neu aufsetzt.
Erst gegen 17.30h waren wir da fertig, dann Weiterfahrt zu Lidl, noch fix die Dinge kaufen, die wir gestern vergessen hatten.
Und außerdem mussten wir auch noch im Getränkemarkt vorbei, die Kiste mit Malzbier zurückgeben, die K. aus Versehen erwischt hatte. K. behauptet ja, dass er durch seine Brille, die ihm der Optiker angepasst hat, nicht gut gucken kann, weshalb er sie höchst selten trägt. Ohne die Brille kann er aber eigentlich gar nichts mehr gucken, zumindest nichts lesen, und dann erwischt er halt schon mal Malzbier statt Pilsbier.
Jetzt haben wir das richtige Bier und genug zu essen, gegen 18.30h war ich endlich wieder zu Hause. Dann aber noch Kochen und Kuchenbacken - Vater hat morgen Geburtstag und deshalb erwartet auf alle Fälle sein Enkel, dass es die traditionelle Familienschwarzwälderkirschtorte gibt, die schon meine Großmutter immer zu Geburtstagen hergestellt hat.
Aber nu ist alles geschafft, alle sind satt und zufrieden, Küche ist wieder aufgeräumt, die fünfte Maschine Wäsche ist nicht nur fertig getrockent, sondern auch schon gelegt und wieder eingeräumt, Torte steht im Kühlschrank, nur der Ofen, den kriegt K. nicht zum Brennen.
Heize ich eben von innen nach und hole mir noch einen Rotwein.
Prost
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