anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Samstag, 31. Dezember 2016
An MWM
Weißt du noch, damals, als wir um Mitternacht gemeinsam am Strand standen, dem Feuerwerk zusahen und uns über unseren ersten gemeinsamen Jahresanfang freuten?
Du sagtest mir damals, ein neues Jahr ist für dich wie ein Berg, der vor dir liegt und bestiegen werden muss. Am Anfang sieht man noch wenig und weiß auch nicht, was noch alles vor einem liegt. Man kann nicht beurteilen, was das Jahr einem bringen wird, welche Probleme einen erwarten, aber auch welche Glücksmomente das Jahr für einen bereithält. Ein ganzes Jahr liegt vor einem, frisch und unberührt, unentdeckt und unbestiegen, voller Abenteuer, Herausforderungen und Chancen.

Das Jahr beginnt an Silvester mit einem Feuerwerk im Dunkeln. Es folgen kurze Tage, lange Nächte, doch das Feuerwerk sagt einem, dass es noch ganz viel zu entdecken gibt, dass nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint und dass sich alles ständig verändert.
Je höher dann die Sonne steigt, je länger die Tage werden, umso weiter voran man im Jahresverlauf schreitet, umso klarer werden die Konturen, bis man zur Midsommernacht auf dem Berggipfel angekommen ist. Lange Tage, kurze Nächte, der Aufstieg ist geschafft, jetzt liegt die zweite Hälfte des Jahres vor einem, aber von jetzt an geht auch alles viel schneller. In sechs Monaten ist schon wieder Weihnachten, die Zeit fliegt nur so an einem vorbei, die Aufgaben des Jahres sind längst gestellt, aber noch lange nicht erfüllt, der Abstieg vom Berg ist längst nicht so geheimnisvoll wie der Aufstieg. Noch sind die Tage lang und man möchte sie am liebsten anhalten und auf ewig genießen, aber das Jahr dreht sich weiter, der Berg ruft und mahnt zum Weitergehen. Noch so viel zu tun und nur noch so wenig Jahr.
Und dann ist auch schon wieder Herbst und das Jahr neigt sich dem Ende zu, man blickt zurück, sieht den Berg, den man bestiegen und gemeistert hat, schaut nach vorne und sieht den nächsten Berg.

Heute ist Silvester, wir haben in den letzten Jahren viele Berge gemeinsam bestiegen und gemeistert und ich schaue voraus.
Noch sieben Berge, dann beginnt eine ganz neue Landschaft.
Denn dort hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen, da liegt das Schneewittchenland, im Mondweg am See. Darauf freue ich mich schon sehr, doch bis dahin besteigen wir die zunächst die sieben Berge und durchwandern dabei noch viele unbekannte Länder.
Der erste der sieben Berge beginnt Morgen, ich bin schon sehr gespannt
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