anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Montag, 2. Januar 2017
Nicht hetzen lassen
Diesen Vorsatz lebe ich jetzt schon seit einer Woche.
Heute war ich aber schon gegen 12h "unten" und damit ungewöhnlich früh für meine Verhältnisse.
Da mein Vater ja immer noch bei mir im Haus wohnt, habe ich mich weitestgehend in die erste Etage ins Schlafzimmer und vor den Computer zurückgezogen, zum Essen bleibt mir aber nichts anderes übrig, als runter zu gehen, das Haus hat leider nur eine Küche.
Es hat aber zum Glück zwei Bäder. Hier oben ist nämlich noch ein kleines Duschbad, was normalerweise ausschließlich von K. und mir benutzt wird, ein Privatbadluxus, den ich sehr liebe und auf den ich üblicherweise auch immer bestehe.
In den letzten 10 Tagen habe ich es aber auch für die Kinder freigegeben, die ansonsten unten ihre Schlafzimmer haben und eigentlich das große Bad im Erdgeschoß benutzen könnten, aber das wollte ich ihnen in der aktuellen Situation nicht zumuten. Denn dorthin geht mein Vater und da ekeln sich halt alle. Wenn er irgendwann wieder ausgezogen ist, werden wir einfach das gesamte Bad im Erdgeschoß neu machen, haben K. und ich schon beschlossen. Wir hatten es ja eh vor, aber jetzt ist es erste Priorität. Denn auch mit viel Chlorbleiche und Sagrotan lässt sich das latente Ekeln vor diesem von meinem Vater nun mal sehr strapazierten Raum nicht ganz wegputzen.

Weil ich in der bürofreien Zeit nun überhaupt keinen Grund habe, früh aufzustehen, war es meist der Hunger, der mich so gegen 14h aus dem Bett und in die Küche trieb - und heute war ich dort halt schon um 12h. Heute hatte ich aber auch viel Frühstücksappetit, was bei mir dann heißt, ich stelle eine große Portion Baked Beans mit Bacon und Spiegeleiern her - immer wieder ein schöner Start in den Tag.

Nun ja, es ging dann auch geruhsam weiter, nach dem Frühstück sattelten K. und ich die Räder samt Anhänger und brachten einen vollen Müllsack zur Kippe. Das ist jetzt nämlich die perfekte Lösung für mein Müllproblem hier auf der Insel: Ich fahre den Müll einfach selber ab, direkt zur Kippe. Warum ich da nicht früher drauf gekommen bin, sondern immer einen Riesenhampeltanz mit meiner Müllentsorgung veranstaltet habe, kann ich nicht erklären - aber heute war es soweit, wir haben probeweisen einen vollen gelben Sack in den Fahrradanhänger gepackt und sind zur Müllkippe gefahren. - Und - Überraschung - die nehmen auf der Müllkippe tatsächlich Müll an. Auch fertig in Tüten verpackten.
Morgen bringen wir deshalb noch den schwarzen Müllsack zur Kippe - und ich habe keinerlei Restmüllproblem bei der Abfahrt. Was für ein wunderbares Gefühl.

Und dann ist der Urlaub auch schon wieder rum, zum Heulen, wenn ich genau drüber nachdenke. Ich könnte jetzt locker noch mindestens ein Jahr länger Urlaub machen. Aber nur, wenn K. auch Urlaub macht, alleine hätte ich dann doch wieder keine Lust. Es ist also kompliziert. K. meint nämlich, er müsse wieder arbeiten gehen, weil er noch jung ist und das Geld braucht. Oder so ähnlich begründet.

Also gehe ich auch wieder arbeiten, hilft wohl nix, in Kombination immer noch besser als alleine zurückzubleiben, morgen wird dann erst hier das Haus geschrubbt und dann aufs Festland übergesetzt.
Ab Mittwoch wieder Büro
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