anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Sonntag, 3. Juli 2016
Sonntagsputz
Bis 8h schlafen, dann bis 11h im Bett liegen und lesen, was für ein wunderbarer Start in einen Sonntag, der ansonsten vorwiegend aus Aufräumen, Aktenablage und ganz viel Saubermachen bestand. Immer wieder erstaunlich in welchem Tempo sich größere Stapel an Papieren in meiner privaten Posteingangskiste sammeln, die ich gefühlt alle zwei Wochen, tatsächlich aber wohl nur alle sechs Monate in die passenden Ordner ablege. Und noch viel erstaunlicher, welche Mengen an Belegen, Rechnungen, Schreiben, - Papierzeug eben - ich nur rein privat, unabhängig von jedem Beruf, so bekomme und aufbewahren muss.
Ich frag mich oft, wie das andere Leute machen, weil ich immerhin den Vorteil habe, dass ich aus rein beruflicher Erfahrung weiß, wie ich damit umzugehen habe und es im Zweifel deshalb einigermaßen effizient und zeitsparend erledigen kann. Aber wenn ich schon finde, der private Papierkram braucht viel Zeit, wie geht es dann wohl anderen Menschen, die sonst nix mit Bürokram am Hut haben?
Plötzlich war es also schon wieder 17h und ich habe noch schnell die von Joscha im letzten Jahr so sehr vermisste Spinatsuppe gekocht und Knoblauchbrot geröstet. Deshalb habe ich den Heißluftofen in der Kombi-Mikrowelle vorgeheizt, der kurz danach begann, gewaltig zu qualmen und ungeheuerlich zu stinken. Da muss wohl vorher mal irgendwas in der Mikrowelle explodiert sein, was jetzt an den Heizstäben klebte und dort erst viel Qualm und dann sogar offenes Feuer produzierte. Jedesmal wieder ein Abenteuer, so eine brennende Mikrowelle. (Passiert so alle zwei Jahre einmal, was die Schweinerei nicht kleiner macht, aber inzwischen reagieren wir einigermaßen gelassen und rufen nicht mehr sofort die Feuerwehr.)
Um dieses Drama dann aber noch zu toppen, habe ich anschließend im Keller entdeckt, dass in dem alten Gefrierschrank, dessen Inhalt ich vor ein paar Wochen komplett in den neuen Gefrierschrank umgeräumt und dann abgeschaltet habe, leider noch zwei Tüten Gemüse lagen, die ich einfach vergessen hatte umzuräumen. Das hatte sich jetzt wirklich zu einer Riesensauerei entwickelt, aber immerhin habe ich so endlich den Grund für den seltsamen Geruch im Keller gefunden.
Jetzt ist der Keller grundgereinigt, das ganze Haus riecht nach Sagrotan und ich werde wohl einen dicken Muskelkater haben morgen, stöhn
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