anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Donnerstag, 16. Mai 2019
Es wird
Ich scheine es überstanden zu haben, denn ich war heute den ganzen Tag wach und sogar außerhalb des Bettes unterwegs ohne weitere Tablettenunterstützung und ohne größere Beschwerden. Okay, wenn man fast fünf Tage nonstop geschlafen und so gut wie nichts gegessen hat, muss man sich nicht wundern, dass man zunächst noch etwas schlapp ist, ich habe deshalb auch langsam gemacht, aber ich war auf. Aufgestanden bin ich gegen 9h und bin erst einmal durchs Haus gewandert und mich gefreut, dass noch alles steht und gar nicht viel Durcheinander passiert ist. Okay, K. ist morgens verschwunden, hat irgendwas unterwegs zu essen bekommen und wenn er abends nach Hause kam, saß er nur vor seinem Rechner und ging dann auch ins Bett, viel Gelegenheit Unordnung zu machen hatte er also nicht - und ein Haushalt, der nicht bewegt wird, verändert sich auch nicht, auf gewisse Weise auch ganz praktisch. Der Inhalt der Kühlschranks hatte sich allerdings doch verändert, ich habe erstmal aussortiert, weggeworfen, saubergemacht und festgestellt, dass es heute dringend ganz viel mit Gemüse geben muss, oder ich muss noch mehr wegwerfen.
Beschlossen, dass es Backofengemüse und Gemüsesuppe geben wird, dabei kriege ich den Feta auch gleich mit weg, eigentlich fehlte also nur ein Brot und Milch.
Frau Zuckerzimtundliebe hat grade ein Brotrezept auf ihrem Blog, das sich interessant liest (angeblich wird es ganz fluffig mit Kruste aber ohne Teigkneten, das hört sich doch ausprobierenswürdig an, oder?), Zutaten nur einfaches Mehl, Trockenhefe, Wasser und Salz, habe ich alles im Haus, mache ich, Milch reicht bestimmt noch bis morgen, ich muss also gar nicht einkaufen. Sehr gut.

Dann habe ich mich an den Rechner gesetzt und die Mails der letzten fünf Tage abgerufen. Ohjeh.
Außerdem habe ich die Wiedervorlageliste von Montag nachgearbeitet und festgestellt, dass halt doch eine Menge liegengeblieben ist. Noch mehr jeh.
Gegen elf hatte ich einen Durchhänger und überlegte, ob es nicht doch klüger wäre, wieder ins Bett zu gehen, aber dann beschloss ich rigoros, das jetzt durchzuziehen, ich habe schließlich lange genug geschlafen und am besten gehe ich endlich mal unter die Dusche und wasche mir die Haare.
Schon spannend, wie neu man sich nach so einer Dusche/Wäsche fühlt, auch hier ist halt fünf Tage nichts passiert.
Danach habe ich mit Schwung drei Stunden lang erst mal den privaten Kram abgearbeitet, der regelmäßig erledigt werden muss, fühlt sich deutlich besser an, wenn man hier einigermaßen à jour ist. Es ist zwar noch ein bisschen was übrig geblieben, aber das Wochenende steht ja an, da wird dann kurzfristig auch der Rest noch erledigt.
Anschließénd eine Stunde berufliche E-Mails und Telefonate, plötzlich war es 15h und mir fiel mein Brot ein.
Aus Mehl, Wasser, Trockenhefe und Salz einen Teig nur durch Rühren herzustellen gelang, leider habe ich dann erst den zweiten Teil der Rezeptanweisung gelesen, denn dieser Teig muss jetzt 12-16 Stunden gehen.
Tja dumm, ich nehme dann die 16 Stunden und lege noch ein paar Minuten drauf, denn ich werde nicht heute Nacht um 3h den Backofen anheizen und die große Bäckerei beginnen, vor 8h morgen früh wird das nichts und gleichzeitig hieß das aber auch, wir brauchen für heute doch wieder Brot.

N. schrieb, er ist gegen 17.30h mit einem voll beladenen Auto hier in Greven, packt aus, montiert die Anhängerkupplung, die hier liegt und fährt dann weiter nach Hannover, da kann er sich günstig einen Anhänger leihen, von Hannover dann wieder nach Hamburg und am Wochenende dann mit Anhänger und Sack und Pack wieder nach Greven, dann ist sein Zimmer in Hamburg leer.
Sein Job an der Uniklinik Münster beginnt am Montag um 9h.
Geplante Punktlandung würde ich sagen.

Hieß aber auch, dass ich bestimmt noch Brot besorgen solle und überhaupt wurde es Zeit, sich ums Essen zu kümmern.
Also kurz Einkaufen, dann Gemüse schälen und schnibbeln, hat aber alles gut geklappt.
N. kam mit einem Freund so gegen 17.30h, sie packten größere Mengen Kisten aus, die N. irgendwo im Haus verteilte, dann war die Suppe fertig und wir konnten essen. K. war inzwischen auch nach Hause gekommen und nach dem Essen montierten die drei Männer dann die Anhängerkupplung, was sich als unerwartet einfach erwies, N. und sein Kumpel stiegen wieder ins Auto - und das Auto sprang nicht mehr an.
Durch* die Montage der Anhängerkupplung hatte sich die Benzinpumpe verabschiedet.
* Ob diese Kausalität richtig dargestellt ist, weiß keiner, aber es liegt so nahe, oder nicht?
Eine andere Erklärung fand sich auf alle Fälle nicht, es ist auch eindeutig die Benzinpumpe, wie ein kundiger Schraubernachbar feststellte. Er konnte sie aber durch mehrfaches, kräftiges Draufhauen noch mal Reanimieren, also fuhr N. dann mit seinem Kumpel leicht verspätet doch los, vorsichtshalber aber erst mal Tanken, um zu schauen, was die Benzinpumpe dazu sagt, wär ja blöd, wenn sie sich irgendwo weit weg von jeder Homebase endgültig verabschiedet, denn dass bis Hamburg noch mal getankt werden müsse, war klar. Beim Anlassen nach dem Tanken zickte die Benzinpumpe wieder, aber N. wusste ja jetzt, wo er hauen musste, nach ein paar Schlägen sprang der Wagen an und die zwei fuhren weiter Richtung Hannover, drehten aber nach 10km dann doch wieder um, weil der Wagen ständig bockte, hustete und spuckte und sie ernsthafte Zweifel hatten, ob er wirklich bis Hamburg durchhält.
Jetzt steht der Wagen vor der Werkstatt hier in Greven, ich habe die zwei dort wieder eingesammelt und dann nach Münster zum Bahnhof gebracht (für den Zug ab Greven waren wir genau 1 Minute zu spät), was N. sich jetzt für ein Umzugsgefährt organisiert, muss er noch überlegen, auf alle Fälle ist Plan A wohl nicht mehr umzusetzen.
Spannend wird es, was die Werkstatt morgen zu den Reparaturkosten sagt und ob sich das bei der alten Kiste überhaupt noch lohnt. N. ärgert sich vor allem, dass er sie auch noch voll getankt hat. Der uralte Witzklassiker.

Nun, wir werden sehen.

Ich habe heute erstaunlich gut durchgehalten, für morgen habe ich eine Stippvisite im Büro angekündigt, weil der Zahlungsverkehr dringend raus muss und weil am Abend eine große Ausstellungseröffnung ist, für die ich eine Zutrittsberechtigung habe. Jaha, nicht einfach nur Einladung, sondern richtig personalisiert erteilte Zutrittsberechtigung nach Kontrolle meiner gesamten Biographie, die ich in einem ausführlichen Fragebogen vorab mitteilen musste, weil der Bundespräsident Schirmherr dieser Ausstellung ist und deshalb die Eröffnungsrede hält und da gelten dann ganz andere Sicherheitsvorschriften. Ich frage mich, ob die DSGVO auch für das Bundeskriminalamt gilt, aber wahrscheinlich haben die irgendwelche guten Ausreden.
Naja, auf alle Fälle möchte ich dort gerne hingehen, weil ich ja vorab schon mit allen meinen Daten bezahlt habe und wenn ich dorthin gehen kann, dann muss ich auch ins Büro gehen können, denn erstens liegt dort meine Zutrittsberechtigung und zweitens sähe das ja sonst schon etwas seltsam aus, wenn ich nur feiern gehe, aber nicht arbeiten kann.
Aber ich bin ja auch wieder fit und morgen bestimmt noch viel mehr
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