anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Donnerstag, 2. Mai 2019
Von der Schwierigkeit, die Augen zu öffnen
Manchmal gibt es Tage, da werde ich so gegen halb sieben morgens von ganz alleine wach und habe auch Lust, die Augen auf zu machen. Meist liege ich dann noch so eine Stunde im Bett, schaue das Morgenmagazin im Fernsehen und lese nebenher auf dem iPad, was Neues in der Nacht passiert ist.
Gegen halb acht steige ich dann aus dem Bett aus, gehe unter die Dusche, putze die Zähne und suche mir etwas zum Anziehen zusammen.
Gegen acht bin ich fertig hergerichtet, packe meinen Laptop ein, schmiere mir ein paar Butterbrote und suche mir ein paar Stücke Obst als tagsüber-Büro-Essen. Dieses Rumgekrame dauert dann auch noch mal ca. 20 Minuten, so dass ich gegen 8.20h im Auto sitze, halbe Stunde Fahrtzeit (mit Parken und Fußweg), Ankunft im Büro dann kurz vor 9h.

Das sind die guten Tage.
Leider gibt es davon nicht sehr viele.

Heute wurde ich gegen 7h von Ks Wecker geweckt, der zwar dafür sorgte, dass ich vom Kopf her soweit wach war, dass ich wusste, dass ich nicht mehr schlafe, aber die Augen aufmachen konnte ich deshalb noch lange nicht. Eine halbe Stunde lang habe ich mich gequält, bis ich endlich wenigstens ein Auge öffnen konnte, mittlerweile war es halb acht und ich musste außerdem dringend Pipi. Also bin ich mit einem offenen und einem immer noch halb zuen Auge zur Toilette getapst, auf dem Rückweg ins Bett war immerhin auch das zweite Auge inzwischen offen und ich war wach genug, das Morgenmagazin einzuschalten und die Mails auf dem iPad zu checken. Dann brachte K mir einen Pott Kaffee und ich begann meine Lese- und Aufwachstunde. Aufstehen, Zähneputzen und Duschen war deshalb erst ab halb neun möglich, um zehn nach neun saß ich im Auto, um kurz nach halb zehn war ich im Büro.
Die ganz normale, reguläre Anwesenheitszeit im Büro beträgt achteinhalb Stunden, weil eine halbe Stunde für die Mittagspause mitgerechnet wird. Wenn ich also abends um 18h das Büro verlasse, habe ich keine Minute Überstunde gemacht, meist bleibe ich aber bis 19h, damit ich von Montag-Donnerstag vier Überstunden aufbauen kann, die mir die Gelegenheit geben, am Freitag schon mittags Schluss machen zu können. Wenn ich bis 19h im Büro bleibe, bin ich also erst gegen 19.30h wieder zu Hause - und irgendwie ist damit der Tag auch um und es ist nichts außer Aufstehen, Büro, nach Hause kommen, etwas essen und wieder ins Bett gehen passiert. Es bleibt gar keine Zeit übrig, damit außer diesem relativ ereignislosen Rhythmus noch etwas anderen passieren könnte.
So ein Tag war heute und überhaupt sind solche Tage wie heute in der Mehrzahl.

Die guten Tage, wo ich morgens nach dem Aufwachen die Augen öffnen kann, die sind so selten, dass ich sie schon fast im Kalender markieren kann.
Weshalb ich allerdings ständig so müde bin, das habe ich noch nicht raus
.

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