anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Mittwoch, 1. Mai 2019
Tag mit Arbeit und Feuer
Wunderschöner Feiertag heute.
Den ersten Mai mochte ich schon immer gern als Feiertag, weil er auch in der Kindheit nur mit positiv besetzten Erinnerungen verknüpft ist. Es gab keine lästigen, kirchlichen Verpflichtungen, die Eltern hatten nix mit der Arbeiterbewegung zu tun, der Tag ging also eigentlich niemanden wirklich etwas an, es war einfach nur geschenkt frei und das war toll.
Außerdem durfte man ab dem 1. Mai die verhassten Strumpfhosen weglassen und endlich kurze Strümpfe tragen, was ich auch kompromisslos tat, egal wie kalt oder warm das Wetter war.
Das mit den Strümpfen kontrolliert schon lange keiner mehr, aber der Rest ist immer noch gleich. Ich habe immer noch nichts mit irgendeiner Art von Arbeiterrevolution am Hut und dass dieser freie Tag nicht irgendeinem kirchlichen Anlass geschuldet ist, gefällt mir immer noch sehr.
Außerdem war heute schönes Wetter und so gegen Mittag waren wir tatsächlich ausgeschlafen genug, um freiwillig aufzustehen, um endlich mal den Garten und die Terrasse sommerfit zu machen.
Rasenmähen haben wir vorsichtshalber unterlassen, wir wussten nicht, ob man das am 1. Mai tun darf, aber es gab ja noch genug sonstige, leise Arbeiten und so haben wir den Tag der Arbeit genutzt, um mal wirklich zu arbeiten.


Wir haben die Terrasse freigeräumt und gesäubert und außerdem noch den Bambus im Garten abgeschnitten und am Abend im Feuertopf verbrannt.
Trockener Bambus brennt ganz hervorragend, es war ein Fest


Im Garten blühen seltsame Pflanzen, die Vergißmeinnicht haben sich gewaltig vermehrt, die anderen kenne ich nicht, sie sehen aber hübsch aus.


Weil es gestern kein Brot mehr gab, als ich abends einkaufte, habe ich heute kurzerhand selber welches gebacken und weil ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich ein helles oder ein dunkles Brot haben möchte, habe ich gleich von jeder Sorte eines gebacken und beide noch warm angeschnitten und probiert - selbstgebackenes Brot ist schon etwas sehr Feines.

Als noch alle Kinder im Haus waren, habe ich unser Brot fast ausschließlich selber gebacken, da lohnte sich das auch, denn es kam regelmäßig vor, dass ein Brot noch vor dem Abkühlen komplett verschwunden war. Jetzt, wo wir nur noch zu zweit sind, hat mich da ein wenig der Schwung verlassen, ich weiß gar nicht warum, ich sollte mich doch öfter mal aufraffen, weil es halt schon deutlich leckerer ist als ein gekauftes.

Am Abend haben wir auf der frisch geputzten Terrasse gegrillt und dem Bambusfeuer zugesehen, insgesamt ein wirklich schöner Tag, schade, dass jedes Jahr nur einen 1. Mai hat
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