anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Dienstag, 30. April 2019
Wenig los
Ein Tag mit erstaunlich wenig Vorkommnissen, liegt vielleicht daran, dass auch insgesamt nicht viel passiert ist.

Tagsüber halt Büro, allerdings ohne jeden Besprechungstermin und außerdem kaum telefoniert, damit wenig Gelegenheit, mich aufzuregen, außer über unseren tiefbegabten Assistenten der Geschäftsleitung, aber das gehört sowieso zum normalen Alltag, das fällt schon kaum noch auf.

Gestern Abend, als ich noch dringlich ein paar Überweisungen ausführen wollte, aber zu der Zeit nur noch der tiefbegabte GF-Assistent im Haus war, ergab sich die Situation, dass ich ihn zu für ihn völlig ungewohnten Aktivitäten gezwungen habe. Er hat eine B-Vollmacht für das Bankprogramm, so dass er Überweisungen in das Programm eingeben kann, die ich dann mit meiner A-Vollmacht zur Ausführung autorisiere, eine Tätigkeit, die ihm jedesmal sehr ungeheuer ist, wenn er nicht zusätzlich noch die Unterschrift vom Chef erster Ordnung hat (ausgedruckt auf Papier), der ihm schriftlich bestätigt, dass er das alles so machen darf. Weil der Chef erster Ordnung aber auch nicht mehr im Haus war, habe ich ihn gezwungen, auf eigene Mitverantwortung innerhalb des Konzernkreises siebenstellige Beträge hin und her zu überweisen - und er hat sich fast in die Hose gemacht deswegen.
Heute morgen hat er natürlich sofort kontrolliert, ob das auch alles richtig war, was er da mitunterzeichnet hat (war es), aber weil ich erst gegen 10h im Büro erschien, hatte er ausreichend Zeit, vorher zunächst zwei andere Kollegen damit zu nerven, indem er brühwarm berichtete, was er da gestern Abend für gefährliche, aber firmenintern notwendige Überweisungen ausführen musste, die aber dann doch tatsächlich auch heute morgen alle zusammen richtig verbucht wurden, nur der Chef erster Ordnung weiß immer noch nichts davon (weil ich den mit so einem organisatorischen Kleinkram sonst nie behellige).
Als ich heute Morgen also mit leichter Verspätung im Büro eintraf, wurde mir sofort von diversen Kollegen berichtet, dass tatsächlich alles ordnungsgemäß gebucht wurde, was ich nur mit einem dicken Fragezeichen quittierte, denn da ich derartige Überweisungen ständig veranlasse, normalerweise halt nur mit einer anderen Kollegin, komme ich nicht auf den Gedanken, dass auch nur irgendwie zu kommentieren. Wenn da also so viel drüber geredet wird, erscheint es mir sofort hoch suspekt, denn wenn es wäre wie immer, redet ja keiner drüber.
Es brauchte also eine Zeit lang bis ich begriff, dass genau NICHTS passiert war, aber wenn jemand so viel Wind um nichts macht, dann macht man sich ja zunächst mal Sorgen. Kein Rauch ohne Feuer, oder so, aber dieser tiefbegabte Oberidiot erzeugt ständig nur Rauch und niemals Feuer. Ich hätte es also wissen sollen.

Das war aber auch schon das hauptsächliche Aufregerhighlight des Tages, der Rest verlief wirklich komplett unaufgeregt, ich habe viele Urlaubsmails abgearbeitet und bin jetzt fast wieder à jour.

Morgen frei fühlt sich toll an, ich plane das Unkraut im Vorgarten zu bekämpfen und ansonsten viel am Rechner zu sitzen, weil noch so viel Privatkram zu erledigen ist
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