anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Mittwoch, 26. Juli 2017
Vögelyoga
Nachdem es gestern hier wirklich den ganzen Tag über ungemütlich und nass war, schien heute wieder bereits ab früh morgens die Sonne und es war bestes Strandwetter. Spontan setzte die typische Hochsaison-Massenpilgerei der schwer bepackten Strandtouristen ein, von denen große Mengen bei uns am Haus vorbeilaufen, da wir in der direkten Einflugschneise zum offiziellen Zugang zum Badestrand wohnen.
Ich frag mich ja immer, wie man bei diesem Hardware-Stress noch Spaß an einem Tag am Strand haben kann, diese Frage scheinen sich aber die meisten Urlauber nicht zu stellen. Wie die Lemminge streben sie alle hochbeladen mit Strandkram zum offiziellen Badestrand, um sich dort im wilden Getümmel, Geschrei und Getute mitten in der Masse von ihrem Alltagsstress zu erholen.

Jetzt ist es nicht so, als ob Borkum nicht genug Strand hätte, um sich gleichmäßig zu verteilen, aber das meiste ist ja kein offizieller Badestrand, dort steht keine DLRG-Bude und dort läuft kein Animationsprogramm. Deshalb geht dort auch keiner hin.

Mein Glück, denn so habe ich selbst in der Hochsaison noch ziemlich nah bei große weite Strände, die fast menschenleer sind.


Das Wasser ist dort ausgesprochen sauber und man sieht seltsame Schiffe vorbeifahren.


Außerdem steht da draußen im Wasser ein seltsamer Mast, ich habe keine Ahnung, wofür der ist, aber es sitzen regelmäßig große schwarze Vögel darauf, die seltsame Turnübungen machen. Ich tippe auf Kormorane und ich glaube, die machen da Yoga. Der eine Vogel saß da heute mindestens fünf Minuten komplett unbeweglich auf der alleräußersten Spitze dieses Mastes und hielt die Flügel weit ausgebreitet. Ohne zu wackeln. Dann kam ein zweiter Vogel, der guckte erst zu - und breitete dann auch seine Flügel aus. Währenddessen paddelte unten im Wasser ein Mann auf einer Luftmatratze um die Szenerie herum. Es war irgendwie reichlich surreal.
Vögel beim Yoga

Auf dem Weg nach Hause bin ich noch einmal Richtung Badestrand gelaufen, um dort ein paar Strandzeltinnenansichten zu fotografieren und musste dann auch noch meinen Lieblingsleuchtturm knipsen, ich bin immer wieder aufs neue von diesen Farben fasziniert.


Wenn ich die Insel von oben oder von weitem sehe, orientiere ich mich immer an diesem Leuchtturm, denn nur ein paar hundert Meter daneben wohne ich
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