anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Montag, 8. Juni 2026
Viel Meinung und wenig Ahnung
Nach dem ich jetzt den dritten Text für heute angefangen und wieder verworfen habe, weil ich den Gedanken, den ich ausdrücken wollte, nicht zu Ende bringen konnte, ohne mir selber zu widersprechen, gebe ich den Versuch, einen tiefsinnigen Blogpost zu verfassen, fürs erste auf.

Ich halte einfach nur in Kurzform fest: Ich finde Politik schwierig und mag mich üblicherweise nicht damit beschäftigen, weil fast alle Themen unendlich komplex sind und mir für eine fundierte Meinungsbildung fast immer viel zu viele Informationen fehlen und weil ich gleichzeitig das Gefühl habe, dass es für viele Probleme niemals eine Lösung geben wird, die die Mehrheit gut findet, weil es dann ja nichts mehr zu meckern gäbe.

Ich gehe davon aus, dass den allermeisten Privatpersonen üblicherweise sehr viele Informationen fehlen, weshalb ich immer wieder erstaunt bin, wie viele Leute eine lautstarke Meinung, aber keine Ahnung haben.

Richtig schlimm finde ich es immer dann, wenn es sich um hauptberufliche Politiker handelt, die wilde Reden schwingen, die eindeutig nur polemische Stimmungsmache sind, weil sie ganz offensichtlich die Unmöglichkeit bzw. die schrecklichen Folgen der Umsetzung ihrer Forderungen ignorieren.

Was soll zB diese laute Forderung, die großen Wohnungskonzerne zu enteignen, damit es endlich wieder bezahlbaren Wohnraum gibt?
Wem ist denn damit geholfen, wenn die Wohnungen dann nicht mehr der Vonovia, sondern irgendwelchen Kommunen oder dem Staat gehören, der im Zweifel noch weniger Geld und vor allem noch weniger fachliche und sachliche Kapazitäten hat, sich vernünftig um die Bewirtschaftung zu kümmern?
Hat sich mal jemand Gedanken darüber gemacht, wie aufwändig es ist, Wohnraum vernünftig zu bewirtschaften?
Und unter vernünftig verstehe ich nicht gerwinnorientiert, sondern einfach nur substanzerhaltend und gleichzeitig interessengerecht.

So eine Enteignungsforderung ist einfach nur blödsinniger Aktivismus, weil die Umsetzung der Forderung wirklich nichts verbesserte.

Und wieso regen sich eigentlich alle Leute darüber auf, dass alles immer teurer wird? Haben sie eventuell übersehen, dass im Gegenzug auch die Löhne und die Renten immer weiter gestiegen sind?

Und überhaupt ist es ja gar nicht richtig, dass alles immer teurer wird, es gibt auch eine Menge Dinge, die sind deutlich billiger geworden, es hängt sehr davon ab, welche Zeiträume ich da zum Vergleich heranziehe und vor allem welchen Warenkorb.

Aus welchem Grund meint jeder, dass er ein Recht darauf habe, dass es ihm ständig besser geht und er deshalb berechtigterweise ein Riesengeschrei veranstalten dürfe, wenn ihm einzelne Privilegien, die er sich so nach und nach als Selbstverständlichkeit gesichert hat, wieder genommen werden?

Echt mal, mir geht dieses dauernde Genöle von allen und jedem inzwischen so verstärkt auf den Senkel, dass ich zunehmend bissig darauf reagiere.


Richtig gefreut habe ich mich heute dafür über das, was die Galabauer da in meinem Garten so machen, das wird wirklich sehr, sehr schön, viel schöner, als ich es mir vorher selber hätte vorstellen können.

Die neue Terrasse ist schon fast fertig, jetzt fehlt noch der Weg zum Haus und das Pflaster vor der Küchentür.
Ich denke, morgen kann ich schon schicke Angeberfotos vorzeigen
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