anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Sonntag, 14. Juni 2026
Hundenamensschild mit Telefonnummer
Es ist ja schon witzig, wie lange man immer noch an alten Mustern klebt, obwohl die längst völlig irrelevant geworden sind.

Heute ist Sonntag und deshalb hatte ich einen massiven inneren Widerstand, mich an den PC zu setzen und Dinge zu erledigen, denn heute ist schließlich Sonntag.

Dabei ist es ja nun wirklich wurscht. Wenn man keine fremdbestimmte Arbeitsverpflichtung mehr hat, ist jeder Tag Sonntag, oder jeder Tag Montag, oder irgendwas, weil man es sich einfach komplett selber aussuchen kann, wann man was macht und wann nicht.

Das einzige, was an kalendarischen Sonntagen blöd ist, ist, dass da die Läden geschlossen sind und man viel weniger machen kann als an anderen Tagen. Einkaufen zB fällt im Wesentlichen aus.
Eigentlich sind Sonntage in einem Rentnerleben die blödesten Tage, weil man an Sonntagen deutlich eingeschränkter ist als an anderen Tagen. Aber nun ja, irgendwas ist ja immer.

Dafür finden an Sonntagen eigentlich immer irgendwo irgendwelche Flohmärkte statt, Einkaufen geht also doch, heute war sogar hier vor Ort in Greven Flohmarkt.

Die Sonntagsflohmärkte sind allerdings längst nicht so schön wie die Samstagsflohmärkte, denn Sonntags gibt es überwiegend (ausländische) Händler, die die Märkte mit Billigwaren fluten, Menschen, die ihren eigenen, alten Kram anbieten gibt es kaum.

Deshalb habe ich heute auch nur an einem Stand etwas gefunden, aber immerhin: vier Sektgläser mit Stiel und ohne Fuß, jetzt habe ich zehn und langsam lohnt es sich, damit eine richtig schicke Strandfete zu feiern.

Sonst habe ich nur noch einen Hundeknochenanhänger aus Edelstahl gekauft, auf den ich vorne Bixas Namen und auf der Rückseite unsere Telefonnummern habe eingravieren lassen, hängt schon an ihrem Geschirr und wenn sie das nächste Mal auf dem Festland abhaut, wissen die Hundefängerfinder wenigstens, wen sie anrufen können, um den Hund wieder ins richtige Zuhause zu bringen.

Letzten Donnerstag, auf der Geburtstagsparty der Mutter, ist der Hund nämlich ein bisschen abgehauen, weil sich grade niemand dafür zuständig fühlte, auf sie aufzupassen.
Als wir merkten, dass sie nicht mehr da ist, war sie schon recht lange nicht mehr da und in der Zwischenzeit von einer Frau eingefangen worden, die grade dabei war, den herrenlosen Hund ins Tierheim bringen zu lassen.

Am Ende ist aber alles gut gegangen, wir haben den Hund gefunden, bevor er abtransportiert worden wäre, doch für künftige Situationen trägt sie jetzt ein Schild mit ihrem Namen und unseren Telefonnummern am Geschirr.

Auf Borkum ist das alles nicht so dramatisch, da kennt inzwischen jeder diesen Hund, Dalmatiner sind zum Glück selten und gut zu erkennen, wenn sie dort abhaut, weiß jeder, wo sie hingehört und dann wird sie direkt nach Hause gebracht.

Insgesamt war der heutige Flohmarkt also längst nicht so ergiebig wie der gestrige, dafür war ich sehr begeistert davon, dass dort ein Schmuckverkäufer stand, der nicht nur solche Hundeknochenanhänger verkaufte, sondern auch gleich die Gravur darauf kostenlos mit erledigte
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