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Freitag, 15. Mai 2026
Slip-on Sneaker
Die Frau von dem Doodle-Pärchen, mit dem wir letzte Woche Zeit verbracht haben, hatte jeden Tag so ein Paar dieser modernen Riesen-Sneaker an, also das, was in meiner Boomer-Sprache immer noch "Turnschuhe" heißt, allerdings mit einer superdicken Schaumgimmisohle, die so eine Art eingebauten Trampolineffekt bewirkt oder zumindest einen ungemein hohen Tragekomfort bietet, weil jeder Schritt gründlich abgefedert wird.

Seitdem K mit dem Fersensporn Ärger hat, habe ich mich für Schuhe mit gepolsterter Sohle interessiert und festgestellt, dass es die Dinger mittlerweile in Massen gibt und dass sie auch noch hochmodern sind - also zumindest, wenn man das, was gefühlt jeder zweite an den Füßen hat, als modern bezeichnen will.

Ich selber habe mir ja vor knapp sechs Jahren den Fuß einmal derart gründlich zerfetzt, dass ich seitdem auch nur noch flache Schuhe tragen kann und den Komfort dieser Giesswein-Schuhe, die ich ja inzwischen in Mengen besitze, sehr zu schätzen lernte.
Nach dem der Gips ab war und ich mit dem kaputten Fuß wieder laufen durfte, habe ich mir offensichtlich eine neue Lauf- oder Aufsetz-und Abrollhaltung angewöhnt, die inzwischen dazu führte, dass ich auf hartem Boden überhaupt nicht mehr barfuß gehen kann und dass sich alle Socken nach kurzer Zeit vorne um die Zehen wickeln und nicht mehr richtig am Fuß sitzen.

Beides sehr unschön.

Das Sockenproblem habe ich inzwischen dadurch gelöst, dass ich nur noch Kompressionsstrümpfe trage, die sitzen so fest, dass sie nicht verrutschen und nach dem ich herausgefunden hatte, dass es die auch in bunt und hübsch und vor allem in bezahlbar im Internet gibt, habe ich einmal einen Großeinkauf getätigt und damit ist jetzt wenigstens das Thema "Socken, die sich um die Zehen kringeln " erledigt.

Schuhe mit einer weichen, gepolsterten Sohle tragen sich auch für mich deutlich angenehmer als die klassischen Chucks von Converse, in denen unterm Fuß so gut wie nichts gepolstert ist. Nachdem ich ausreichend Giesswein-Schuhe gekauft hatte, habe ich alle Chucks, die ich besaß (und das waren eine Menge) einem guten Zweck gestiftet (der Flohmarktdame geschenkt, die sie gut verkauft hat) und dachte, ich hätte auch das Schuhthema perfektioniert.

Dann habe ich mir vor zwei Jahren aber in Berlin ein Paar weiße Sneaker gekauft, die sogar noch bequemer waren als die Giessweinschuhe und dann hatte K diesen Fersensporn und ich wusste, dass es dafür passende Schuhe geben musste.
Also habe ich irgendwann aktiv nach Schuhen mit besonders weicher Sohle gegoogelt und naja, so entstand also mein Interesse für diese Art von Schuhen.
Ich hatte solche Monster-Sneaker schon häufiger bei anderen Leuten gesehen, hatte sie aber bis zu dem Zeitpunkt stets als derart hässlich und damit schon aus rein ästhetischen Gründen als vollkommen untragbar abqualifiziert, dass ich mich nicht weiter damit beschäftigt hatte. Aber wenn man aus medizinischen Gründen gezwungen ist, orthopädische Schuhe zu tragen, nun, dann verliert der Schönheitsaspekt zunehmend an Bedeutung.

Zu Weihnachten hatte N uns allen jeweils ein Paar Schlappen von Pammys geschenkt. Die haben auch diese wunderbar federnde Gummisohle, aber das waren natürlich nur Schlappen. Dann sah ich irgendwo, dass Pammys auch Riesen-Sneaker anbietet, dann gab es ein Sonderangebot, zwei Paare zum Preis von einem und kurz darauf besaßen K und ich jeweils ein Paar Pammy Monster-Sneaker. Riesig, hässlich, aber saubequem.
Das, was mir daran am besten gefällt: Es sind sogenannte Slip-on Sneaker, d.h. es gibt zwar optisch Schnürsenkel, in echt muss man die aber nicht binden, sondern kann einfach so in die Schuhe schlüpfen. (Okay, Schuhanzieher ist hilfreich, aber man muss halt keine Schleife mehr machen)

Um jetzt zum Anfang der Geschichte zurückzukommen: Ich besitze nicht nur längst so ein Paar Moonboot-Sneaker, ich bin auch wirklich dafür sensibilisiert, darauf zu achten, was es noch für andere Marken gibt, die ähnliches anbieten und vor allem bin ich längst über den Zustand hinaus, wo ich mich dafür schäme, solche Schuhe zu tragen.
Und diese Doodle-Frau trug auch solche Schuhe, sie besaß sogar verschiedene Paare in unterschiedlichen Farben, und alle von derselben Marke, die gut lesbar an der Seite aufgedruckt war, es war also davon auszugehen, dass sie mit dieser Marke sehr zufrieden war.
Ich kannte die Firma zwar nicht, aber sowas lässt sich ja googlen und die offiziellen Preise standen dann auch daneben und ließen mich leicht schlucken. Allerdings hatte ich einen gehobenen Preis schon erwartet, denn das Doodle Pärchen hatte ganz eindeutig ausreichend Geld, das merkte man an vielen Stellen.

Aber wofür gibt es ebay und genau dort fand ich dann ein Paar für ein Viertel des Listenpreises, in extrem guten Zustand, also fast wie neu und natürlich kaufte ich die sofort, weil ich neugierig war, wie bequem nun diese Schuhe sind.

Sneaker mit Riesensohlen

Dass die Schuhe etwas dreckig sind, liegt daran, dass ich sie jetzt schon seit drei Tagen trage und viel mit dem Hund im Garten gespielt habe. Als sie hier ankamen waren sie wirklich so gut wie neu, ich bin sehr zufrieden mit diesem Kauf.

Das einzige, was mich ärgerte, waren die Schnürsenkel, denn die waren so eingefädelt, dass man sie mit einer Schleife zubinden musste und die ging bei mir dann ständig auf und ich fand es extrem lästig.
Bis ich heute morgen einen Geistesblitz hatte, denn mir fiel ein, dass ich doch mal irgendwo so ein Video gesehen hatte, wie man solche Sneaker zu Slip-on Sneaker umfunktionieren kann, man muss nur die Schnürsenkel richtig einfädeln.
Kurze Suche bei YouTube und gleich das dritte Video ein Treffer, ich fädelte also die Schnürsenkel nach Anleitung anders ein und voilá, ich habe jetzt Slip-on Sneaker

Schnürsenkelschnürung  ohne Schleife

Von oben fotografiert finde ich sie auch gar nicht mal soo hässlich
.
(Abgelegt in anjesagt und bisher 9 x anjeklickt)

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