Mittwoch, 13. Mai 2026
Erben
anje, 21:17h
Auch heute habe ich den Tag sehr langsam angehen lassen und bin erst gegen Mittag aufgestanden, aber statt irgendwas zu lesen, habe ich heute Mediathek geschaut.
Wenn ich alleine im Bett liege und etwas aus der Mediathek sehen will, reicht mir mein iPad als Bildschirm völlig, es hat vor allem den Vorteil, dass die Mediathek auf dem iPad viel bequemer zu starten und zu steuern ist und ich kann es mir so dicht vor die Nase halten, dass ich problemlos alles erkennen kann.
Es gibt in der ZDF-Mediathek die Serie "Die Wahrheit über" und hier habe ich mir die allererste Folge "Die Wahrheit übers Erben" noch einmal angeschaut. Ich hatte die Doku 2021 schon gesehen, mir war aber danach, es noch mal anzuschauen.
"Die geheime Welt der Superreichen" und "Die geheime Welt des Adels" sind auch aus dieser Staffel und beide gleichermaßen beeindruckend, denn sie zeigen eine Welt, die man sich sonst eigentlich gar nicht vorstellen kann.
In der "Erben-Folge" kommen keine Superreichen vor, nur "Hochvermögende", das ist die Reichtumsklasse unter Superreich, also alle Leute mit mehr als 100 Millionen Vermögen, Superreich ist man erst ab mindestens 1 Milliarde Vermögen.
Die Hochvermögenden halten sich nicht für besonders reich, denn sie sehen ja die Superreichen, die alle noch deutlich viel reicher sind als sie, so dass sie alle das Gefühl haben, sie sind doch ganz normale Leute.
Ein Satz gleich zu Anfang hat mir gefallen, als der Reporter (Louis Klamroth) von einem Treffen mit einem erwachsenen Sohn aus so einer hochvermögenden Familie erzählte, der meinte, er führe ein ganz normales Leben, und Louis Klamroth das kommentierte mit: Sein Normal ist nicht mein Normal.
Interessant fand ich auch eine Szene, in der er mit drei Erben aus hochvermögenden Familien sprach und sie fragte, ob es etwas gäbe, was sie sich nicht leisten könnten und alle drei völlig spontan und überzeugt sofort "Ja selbstverständlich. Ständig. Unentwegt" antworteten, aber keiner etwas Konkretes nannte, sondern nur sehr fest davon überzeugt waren, dass es ganz viele Dinge gibt, die sie sich nicht leisten können.
Klamroth bohrte dann mehrfach nach und fragte nach Beispielen, alle drei wichen immer wieder aus und versuchten mit "Es gibt ganz vieles, was ich mir nicht leisten kann" eine exakte Antwort zu vermeiden.
Es endete damit, dass schließlich einer sagte:"Na, es gibt doch immer etwas Neues, das bessere Auto, ein größeres Schiff, ein Flugzeug, eine tollere Reise. Ich mache Instagram auf und dann will ich das sofort alles haben."
An der Stelle wurde mir klar, wieso ich mich, mit einem Vermögen, das auch von hochvermögend noch 100 Millionen Euro weit entfernt ist, wieso ich mich trotzdem richtig reich fühle, denn ich will das alles gar nicht haben.
Ich habe sozusagen keinen Ausgabebedarf, ich will ja noch nicht mal bei Rewe einkaufen, weil ich mich bei Lidl wohler fühler.
Ich möchte bitte nicht in Urlaub fahren müssen, essen gehen reizt mich auch nicht sehr, Anziehsachen machen mir eigentlich nur Spaß, wenn ich sie auf dem Flohmarkt kaufen kann und mein Auto werde ich fahren, bis es tot unter mir zusammenbricht, denn das gibt es nicht mehr in neu und ein anderes will ich nicht.
Das einzige, wofür ich grade ziemlich viel Geld ausgebe, dass ist der Bau des Hauses - aber wenn es fertig ist, spare ich mir dafür eine Menge Miete und dann sinken meine monatlichen Ausgaben wahrscheinlich auf einen dreistelligen Betrag, weil es einfach nichts gibt, was ich sonst noch so kaufen wollen würde.
Ob man sich reich fühlt bzw. wie reich man sich fühlt, hängt wohl vor allem davon ab, mit wem man sich vergleicht und woran man sich orientiert.
Ich kann mir auf alle Fälle alles kaufen, was ich haben möchte und das ist doch schon fast mehr als superreich, oder?
Das Thema "Erben" sehe ich vor allem seitdem ich die Folge mit dem Adel geschaut habe, noch viel kritischer als eh schon immer.
Diese Adelsfritzen meinen doch ernsthaft, es gäbe so etwas wie ein "Geburtsrecht" und sorry, aber das finde ich derart abstrus, dass ich mich nur schaudernd abwenden kann
.
Wenn ich alleine im Bett liege und etwas aus der Mediathek sehen will, reicht mir mein iPad als Bildschirm völlig, es hat vor allem den Vorteil, dass die Mediathek auf dem iPad viel bequemer zu starten und zu steuern ist und ich kann es mir so dicht vor die Nase halten, dass ich problemlos alles erkennen kann.
Es gibt in der ZDF-Mediathek die Serie "Die Wahrheit über" und hier habe ich mir die allererste Folge "Die Wahrheit übers Erben" noch einmal angeschaut. Ich hatte die Doku 2021 schon gesehen, mir war aber danach, es noch mal anzuschauen.
"Die geheime Welt der Superreichen" und "Die geheime Welt des Adels" sind auch aus dieser Staffel und beide gleichermaßen beeindruckend, denn sie zeigen eine Welt, die man sich sonst eigentlich gar nicht vorstellen kann.
In der "Erben-Folge" kommen keine Superreichen vor, nur "Hochvermögende", das ist die Reichtumsklasse unter Superreich, also alle Leute mit mehr als 100 Millionen Vermögen, Superreich ist man erst ab mindestens 1 Milliarde Vermögen.
Die Hochvermögenden halten sich nicht für besonders reich, denn sie sehen ja die Superreichen, die alle noch deutlich viel reicher sind als sie, so dass sie alle das Gefühl haben, sie sind doch ganz normale Leute.
Ein Satz gleich zu Anfang hat mir gefallen, als der Reporter (Louis Klamroth) von einem Treffen mit einem erwachsenen Sohn aus so einer hochvermögenden Familie erzählte, der meinte, er führe ein ganz normales Leben, und Louis Klamroth das kommentierte mit: Sein Normal ist nicht mein Normal.
Interessant fand ich auch eine Szene, in der er mit drei Erben aus hochvermögenden Familien sprach und sie fragte, ob es etwas gäbe, was sie sich nicht leisten könnten und alle drei völlig spontan und überzeugt sofort "Ja selbstverständlich. Ständig. Unentwegt" antworteten, aber keiner etwas Konkretes nannte, sondern nur sehr fest davon überzeugt waren, dass es ganz viele Dinge gibt, die sie sich nicht leisten können.
Klamroth bohrte dann mehrfach nach und fragte nach Beispielen, alle drei wichen immer wieder aus und versuchten mit "Es gibt ganz vieles, was ich mir nicht leisten kann" eine exakte Antwort zu vermeiden.
Es endete damit, dass schließlich einer sagte:"Na, es gibt doch immer etwas Neues, das bessere Auto, ein größeres Schiff, ein Flugzeug, eine tollere Reise. Ich mache Instagram auf und dann will ich das sofort alles haben."
An der Stelle wurde mir klar, wieso ich mich, mit einem Vermögen, das auch von hochvermögend noch 100 Millionen Euro weit entfernt ist, wieso ich mich trotzdem richtig reich fühle, denn ich will das alles gar nicht haben.
Ich habe sozusagen keinen Ausgabebedarf, ich will ja noch nicht mal bei Rewe einkaufen, weil ich mich bei Lidl wohler fühler.
Ich möchte bitte nicht in Urlaub fahren müssen, essen gehen reizt mich auch nicht sehr, Anziehsachen machen mir eigentlich nur Spaß, wenn ich sie auf dem Flohmarkt kaufen kann und mein Auto werde ich fahren, bis es tot unter mir zusammenbricht, denn das gibt es nicht mehr in neu und ein anderes will ich nicht.
Das einzige, wofür ich grade ziemlich viel Geld ausgebe, dass ist der Bau des Hauses - aber wenn es fertig ist, spare ich mir dafür eine Menge Miete und dann sinken meine monatlichen Ausgaben wahrscheinlich auf einen dreistelligen Betrag, weil es einfach nichts gibt, was ich sonst noch so kaufen wollen würde.
Ob man sich reich fühlt bzw. wie reich man sich fühlt, hängt wohl vor allem davon ab, mit wem man sich vergleicht und woran man sich orientiert.
Ich kann mir auf alle Fälle alles kaufen, was ich haben möchte und das ist doch schon fast mehr als superreich, oder?
Das Thema "Erben" sehe ich vor allem seitdem ich die Folge mit dem Adel geschaut habe, noch viel kritischer als eh schon immer.
Diese Adelsfritzen meinen doch ernsthaft, es gäbe so etwas wie ein "Geburtsrecht" und sorry, aber das finde ich derart abstrus, dass ich mich nur schaudernd abwenden kann
.
17 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
... older stories