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Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Samstag, 13. Juni 2026
Flohmarktschätze und Flüssigkeitszufuhr
K kramte heute früh schon um 7h im Haus rum, gegen halb acht war ich dann auch soweit wach, dass ich einen Kaffee wollte, gegen halb zehn hatte ich keine Lust mehr, weiter im Internet rumzulesen, weil mir einfiel, dass heute ja Samstag und kein Regen vorhergesagt ist und dass wir deshalb doch sehr gut nach Münster zum Flohmarkt fahren könnten.

Das war eine wunderbare Entscheidung, denn ich habe ganz phantastische Dinge gefunden und bin hochbeglückt mit zwei vollen Taschen wieder nach Hause gefahren.

Außer den bekannten Händlern, die ihren Warenbestand aus Spenden oder Haushaltsauflösungen rekrutieren, waren heute auch zwei Stände dabei, wo Leute ihren eigenen Kram anboten, den sie zu Hause aussortiert hatten.
Das sind immer meine Lieblingsstände, denn hier verlangen die Leute meist extrem wenig für ihr Zeug, weil sie ja nicht zum Geldverdienen da sind, sondern einfach nur ihre eigenen Dinge, die sie nicht mehr haben wollen, mit einem guten Gefühl an andere weiterzugeben.

Ich habe ja nie Lust, mich selber als Verkäufer auf einen Flohmarkt zu stellen, obwohl ich unbestritten genug Kram zum Weitergeben habe, aber meine Anziehsachen bringe ich zum Kleiderkreisel und alle anderen Dinge zu der Borkumfrau auf dem Flohmarkt, die mit ihren Verkaufserlösen irgendein Kinderheim in Afrika, unterstützt.

Insofern habe ich auch ein gutes Gefühl beim Aussortieren, weil ich weiß, dass meine Dinge sinnvoll weiterverwendet werden und benutze meine Flohmarktzeit lieber zum Ein- statt zum Verkaufen.

Gekauft habe ich heute mal wieder eine Menge Kochbücher, unter anderem zwei Bücher von Lutz Geissler, über die ich mich sehr gefreut habe, denn die sind auch gebraucht nur schwer zu bekommen bzw. immer noch ziemlich teuer. Heute habe ich aber die beiden Basicbücher: Brotbacken in Perfektion mit Hefe undBrotbacken in Perfektion mit Sauerteig für zusammen 1 € kaufen können und so was macht mich dann schon sehr zufrieden.

Außerdem eine selbstgebaute kleine Steh- bzw. Sitzlampe (man kann die Lampe wirklich richtig hinsetzen), die mir sehr gut gefällt, den Deckel einer kleinen Butterdose mit der Aufschrift "Butter bei die Fische" (das Unterteil fehlt, aber ich werde etwas Passendes als Ersatz finden), zwei schöne Blusen und zwei T-Shirts und 12 Messerbänkchen aus blauen Glasfischen (genau solche verkauft hier jemand auf ebay, ich habe allerdings heute zwei Kartons für 3 € gekauft).

Außerdem habe ich noch an einem Stand mit Neuware drei Metallbürsten als Aufsätze für einen Akkuschrauber gekauft, ich hoffe, dass ich damit meine alten Holzkisten, die ich alle noch restaurieren will, vor allem in den Ecken gut sauber bekomme.

Insgesamt also ein sehr erfolgreicher Flohmarkt, ich bin rundum zufrieden und sehr beschwingt wieder nach Hause gefahren.

In Greven haben wir dann noch eingekauft, wir brauchten Bier, weil K einen festsitzenden Husten hat.

Ich hatte am Vormittag J gefragt, welche Mittel sinnvoll als Schleimlöser funktionieren und seine Antwort war: "Keines".
Für einen Apotheker eine erstaunlich ehrliche Antwort, obwohl ich fast so eine Antwort befürchtet hatte. Wenn es ein wirksames Medikament gegen verschleimte Bronchien gäbe, wäre das sicherlich schon durch die Presse gegangen bzw. sicher nicht an mir vorbei.

J sagte, dass Flüssigkeitszufuhr das Beste wäre, alternativ könne man sich einen (hochwertigen) Vernebler kaufen und mit Kochsalzlösung inhalieren, das würde auch funktionieren.

K reagierte sofort auf "Flüssigkeitszufuhr" und sagte, dann sollten wir jetzt mal Bier kaufen gehen.
J hielt das auch für eine gute Idee und sagte: "Schon 10l Bier decken den täglichen Vitamin C Bedarf."
Das ist doch mal angewandte Pharmazie.

Als wir wieder zu Hause waren und ich meine Schätze und Einkäufe ausreichend befreut und dann weggeräumt hatte, setzte ich mich an den PC, um ein wenig Buchhaltunf und allgemeine Verwaltung zu machen - und merkte dann, dass mir immer wieder die Augen zufielen.

Also ging ich ins Bett und schlief erstmal zwei Stunden.
Als ich wieder wach war, brach K mit dem Hund zu einem längeren Spaziergang auf. Ich räumte derweil das Haus auf, freute mich noch mal über meine Flohmarktschätze und begann, in den sonstigen Kochbüchern zu schmökern.

Zum Abendessen gab es Hähnchenspieße mit Pfannengemüse. Ich finde Kochbücher toll, aber vor allem zum Angucken, nicht unbedingt zum Nachkochen
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