anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Mittwoch, 12. Mai 2021
Nicht aufregen
Sehr viel mehr Schwung als gestern konnte ich heute auch nicht entwickeln, ich dümpelte mehr oder minder unmotiviert durch meinen Home-Office Tag. Erfreulich war, dass es nicht das Home-Office war, was mich nervte, sondern eher so eine allgemeine Generalunlust. Das ist doch mal eine Abwechslung, muss ja nicht immer nur das Büro an allem schuld sein.

Ich habe darüber nachgedacht, was diese über allem liegende Demotivationsstimmung verursacht haben könnte und konnte wenigstens als erstes schon mal den sonst überall genannten Hauptverursacher ausscheiden, die durch die Pandemie veränderten Lebensumstände sind es ganz sicher nicht. Eher im Gegenteil, gäbe es keine Pandemie, hätte ich deutlich mehr Probleme, das mit dem Home-Office auf Borkum einfach mal so umzusetzen und das gefällt mir grundsätzlich schon sehr gut. Gestern hat sich sogar eine weiter entferntere Bekannte bei mir gemeldet und angefragt, ob sie nicht mal eine Woche zu Besuch kommen könnte, um dann auch von hier aus Home-Office zu machen. Die Idee finde ich tatsächlich sehr attraktiv, Home-Office zu zweit ist bestimmt schöner als alleine, ich habe hier im Haus ja sogar mindestens vier einzelne Home-Office taugliche Zimmer, eigentlich könnte ich das Konzept noch viel weiter ausbauen, wir haben auf alle Fälle spontan schon weitere Details verabredet.

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Hier stand bis eben ein langer Rant über - ach, egal. ich habe das alles wieder gelöscht, weil ich beschlossen habe, mich nicht aufzuregen, sondern bestimmte Sachverhalte und bestimmte Menschen einfach nur zu ignorieren.
Wenn man Dinge nicht ändern kann, weil Menschen eben sind wie sie sind, dann lohnt es sich nicht, sich aufzuregen, dann ist es wesentlich pragmatischer nur gelassen die Schultern zu zucken, vielleicht dazu noch ein wenig trauriges Kopfschütteln, dann muss es aber auch reichen, mit der Anteilnahme, dem Interesse und überhaupt dem Umgang ganz allgemein, mit Menschen, mit denen die gemeinsam geteilte Schnittmenge an Meinung, Denkmuster und Selbstreflektion von einem Mathematiker als leere Menge bezeichnet würde.

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Die Fotos des Tages hat mir heute mein Westfalenmann geschickt, der war nämlich irgendwo in der Umgebung von Düsseldorf unterwegs und hat dort eine Tiefgarageneinfahrtsampel mit Blattgrün entdeckt und einen Friseur mit negativem Gebiss.


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