anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Freitag, 14. Mai 2021
Freier Werktag
Heute war ein normaler Werktag und ich hatte frei.
Ein Werktag nach einem Feiertag und vor einem Wochenende wird Brückentag genannt, aber bei mir hat sich heute kein Brückengefühl eingestellt, denn ich habe den Brückentag ja nicht zur Wochenendverlängerung genutzt, also kein Minikurzurlaub oder so, sondern ich bin einfach nur zu Hause geblieben und habe den Werktag als Werktag benutzt - allerdings ohne Büroarbeitsverpflichtung.
Ein freier Werktag ist nämlich grundsätzlich etwas anderes als ein Sonn- oder Feiertag und auch etwas anderes als ein Samstag, weil der Rest der Welt ja ganz normal arbeitet, was bedeutet, dass alle Behörden, Banken, Betriebe, Läden etc. ganz normal geöffnet sind und man deshalb an einem freien Werktag Dinge erledigen kann, die an einem Wochenende halt nicht möglich sind.

Ich hatte heute deshalb einen Termin mit einem Handwerker und wir haben besprochen, was zu tun ist, damit ich demnächst vorm Haus aber auf dem Grundstück einen Stellplatz für das Auto habe, denn seit dem hier auf der Insel die "blaue Zone" eingeführt wurde, dürfen in der Saison Autos nachts nicht mehr auf der Straße stehen. Zumindest nicht in der Straße wo ich wohne.
Das war ein sehr gutes Gespräch, ich bekomme jetzt ein Angebot und es sieht so aus, als ob wenigstens schon mal die Mauer kurzfristig entfernt wird.
Nur Mauer weg ist noch kein endgültiger Stellplatz, dafür muss noch die bisherige Erde ausgekoffert, mit Schotter unterfüttert und befestigt werden, dann wird die alte Erde wieder aufgefüllt und mit Rasengittersteinen gepflastert, und dann muss noch eine neue Mauer gemauert werden, außerdem brauchen wir ein Tor vor der neuen Einfahrt - insgesamt ist das also noch ein weiter Weg, bis der Stellplatz endgültig fertig ist, aber wenn die Mauer weg ist, kann ich immerhin schon mal aufs Grundstück fahren, alles andere kommt dann danach, und das gefällt mir schon mal sehr.

Ansonsten habe ich vier Stunden lang den Bürgersteig, Rinnstein und Zuweg vorm Haus intensiv von Grünzeug und Dreck befreit, das sieht jetzt alles sehr schnieke aus, wenn die Mauer fällt, fällt sie immerhin sauber.

Vier Stunden Unkraut zupfen, hacken, kratzen und fegen ist für jemanden, dessen sportlicher Trainingsstatus irgendwo im dreistelligen Minusbereich liegt, eine echte körperliche Herausforderung. Entsprechend platt war ich danach auch. Aber auch sehr zufrieden.

K hat sich den gesamten Tag mit seiner IFR-Theorie beschäftigt und ist ausgesprochen übellaunig deshalb. Denn die Theorie, mit der er sich jetzt beschäftigen muss, hat den Nachteil, dass sie praxisrelevante Theorie ist und eigentlich hat er die komplette Theorieprüfung ja schon vor drei Jahren gemacht, aber das Gesamtwissen aus der Zeit wurde natürlich längst in heute nicht mehr erreichbare Gehirnregionen verdrängt, vor allem weil es damals auch alles nur theorie- und eben noch nicht praxisrelevant war.
Jetzt muss er große Teile dieser Theorie also wiederholen, nur diesmal mit der zusätzlichen Auflage, dass er den Kram auch wirklich verstehen muss. Das macht alles keine gute Laune, das kann ich verstehen
.

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