anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Donnerstag, 28. Januar 2016
Der Notfallkoffer
Heute abend war ich auf einer Veranstaltung zum Thema Risikomanagement.
Was ich da alles für wichtige Dinge gelernt habe.
Beruflich kümmere ich mich ja schon lange um dieses Thema und aus beruflicher Sicht war das eher ein sehr schlapper Vortrag (aber hey, die Referenten waren so zwei Jungs vom frischen Gelde, also solche aus einer dieser überflüssigen hochgelobten Consultantfirmen, die ganz viel fluentliches Denglisch sprachen und unglaublich wichtig waren, was soll man da also auch an nutzbarem content schon erwarten.)
Aber der Spaßfaktor für die private Anwendung war hoch.
Ich brauche jetzt unbedingt einen papiernen Notfallkoffer, in dem alle entscheidenden Informationen und Dokumente für meine potentielle Nachfolger oder Erben hinterlegt sind.
Natürlich sorgfältig sortiert nach Rubriken wie Vollmachten, Ausweisdokumente, Versicherungspolicen, Pins und Zugangspasswörter, Bankunterlagen, Schlüssel, Patientenvollmacht, Testament, Handlungsanweisungen und noch verschiedenes mehr. Zum Glück bekomme ich noch die Präsentationsunterlagen von dem Vortrag zugeschickt, das konnte ich mir so schnell ja gar nicht alles merken.
Und man stelle sich vor: Nur in 15% alle deutschen Unternehmen hat die Geschäftsführung so einen Notfallkoffer vorbereitet und aktualisiert ihn regelmäßig.
Also, wenn ich so ein Ding jetzt demnächst für meinen nur halbunternehmerischen Kram habe, damit meine Nachfahren den Müll, den CW mir hinterlassen hat, wenigstens schon mal in der von mir mittlerweile ganz gut durchorganisierten Übersichtsordnung übernehmen können, dann bin ich oder besser gesagt, meine Erben, also dann sind die ja wohl ganz weit vorne.

Zur Vorbereitung habe ich dann eben schon mal sofort die private Ablage auf Vordermann gebracht. Gefühlt habe ich das zwar erst neulich noch gemacht, aber erstaunlicherweise waren von vielen Versicherungen sogar noch Schreiben von 2013, 2014 und 2015 dabei. Sehr seltsam, aber dass die Zeit mit zunehmendem Alter immer schneller verfliegt und man selber kaum noch hinterherkommt mit dem Unterlagen ablegen, das ist ja ein bekanntes Phänomen.
Dabei wird das auch alles überbewertet, diese Ordnung, meine ich. Ich habe eine recht große Holzkiste, in der sammele ich einfach alle Post, die noch abgelegt werden muss, und alle drei Monate Jahre, also immer bevor die Kiste endgültig überläuft, hefte ich dann mal Papiere darauf in die passenden Ordner um.
Nu, und aufgeschreckt von diesem Risikomanagementkram habe ich das heute also mal wieder gemacht - ob ich es aber tatsächlich jemals bis zu so einem kompletten, papiernen Notfallkoffer bringe, hmm, naja, schauen wir mal
.

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