anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Sonntag, 30. Oktober 2016
Zeitrückgabe
"Zeit ist Geld" sagte schon Benjamin Franklin - und mit fortschreitender Industrialisierung bekommt diese Aussage natürlich auch immer mehr Gewicht.

Meine Theorie ist ja, dass die Einführung der Sommerzeit nur ein supergeschickter Schachzug der Regierung ist, mit dem sie klammheimlich zusätzliche Steuern eingeführt hat, ohne dass es jemand bemerkt hat.
Denn jedes Jahr im Frühjahr müssen alle Bürger eine Stunde ihrer Zeit abgeben. Sie wird ihnen einfach weggenommen, per Regierungsbeschluss - schwupps, Zeitumstellung und alle haben eine Stunde Zeit hergegeben.
Zurück bekommt man sie erst im Herbst.

Hat mal jemand gefragt, was mit dieser Stunde in der Zwischenzeit passiert? Wo sie hingekommen ist? Wer sie benutzt?
Denn es ist ja nicht nur eine Stunde - es sind 82 Millionen Stunden, schließlich muss jeder Bürger der Bundesrepublik eine Stunde abgeben, das summiert sich dann plötzlich zu ganz schönen Summen.
82 Millionen Stunden sind 3,4 Millionen Tage oder 9.360 Jahre.
Wenn ich jetzt mal das deutsche Durchscnittseinkommen unterstelle, das liegt bei 32.643 € pro Jahr, dann sind das 305 Millionen Euro, die in dieser Zeit erarbeitet werden.
Okay, diese Zeit wird uns nur für ein halbes Jahr vorenthalten, aber auch die Hälfte ist noch immer ganz schön viel, über 150 Millionen Euro, und die sackt sich komplett der Staat ein, denn der nimmt uns ja die Stunde weg. Aber in keinem Etat, in keinem Bundeshaushalt, nirgendwo taucht diese Zahl als Einnahme wieder auf. Mich wundert, dass der Bund der Steuerzahler hier nicht schon lange eingegriffen hat und diese Praktik im Schwarzbuch der Steuertrickserei ganz oben erwähnt.

Ich habe ja immer das Gefühl, ich bin von dieser Zeitumstellung extra stark betroffen, denn ich habe nicht nur eine Uhr, ich habe richtig viele.
Ob man diese Stunde nun per Uhr oder pro Person hergibt, diesen Gedanken habe ich noch nicht fertig zu Ende gedacht, pro Uhr wäre es ja definitiv noch viel dramatischer, das mit der versteckten Steuereinnahme, meine ich. Auf alle Fälle fällt aber pro Uhr extra Arbeit für das Umstellen der Uhrzeit an, soviel ist mal fraglos klar.
Hier auf Borkum habe ich heute 22 Uhren umgestellt, die Armbanduhren sind dabei aber nicht mitgezählt, denn davon sind die meisten mechanisch und dann entfällt das mit dem Umstellen, weil sie sowieso ständig neu aufgezogen und gestellt werden müssen.



Was mir noch aufgefallen ist: Die Zeitrückgabe ist im Grunde gar nicht einstellbar, zumindest nicht so einfach wie die geklaute Stunde im Frühjahr, wo ich die Zeiger einfach nur eine Stunde nach vorne drehen muss, denn Zeiger rückwärtsdrehen ist ein echtes NoGo für eine analoge Uhr
.
(Abgelegt in ausjedacht und bisher 363 x anjeklickt)

... ¿hierzu was sagen?