anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Dienstag, 22. März 2016
MWM #3
Meine Freundin U. hatte mal eine Katze, die war unendlich scheu und verbrachte ihr Leben deshalb vorwiegend versteckt. Zumindest wenn Menschen in der Wohnung waren. Ich bekam die Katze nie zu sehen, weil sie sich natürlich erst recht besonders versteckt hielt, wenn fremde Leute im Haus waren, so dass ich begann ernsthaft zu bezweifeln, dass U. überhaupt eine Katze besaß und sie mit allerlei schrägen Bemerkungen über nicht existente schwarze Katzen in dunklen Räumen aufzog.
Das wiederum ärgerte U., so dass sie eines Tages energisch durchgriff, in die Küche ging und nachhaltig den elektrischen Büchsenöffner betätigte. Es dauerte ca. 20 Sekunden, dann erschien eine neugierige, kleine schwarze Katze, die um den Futternapf herumschlich.

Ich glaube, mein Westfalenmann war in seinem früheren Leben eine kleine scheue, schwarze Katze. Zumindest ist er ähnlich konditioniert.
Er versteckt sich vielleicht nicht vor fremden Menschen, aber gerne vor artfremder Arbeit. Besonders Küchenarbeit steht er sehr ablehnend gegenüber, die zwei werden in diesem Leben keine Freunde mehr. Um hier keine unnötigen Konfrontationen zu provozieren, hält er sich eher ungern in der Küche auf und versteckt sich viel lieber hinter seinem Computer.
Wenn da nicht der Futternapf wäre.
Und der elektrische Büchsenöffner ist in diesem Fall der Thermomix.
Wenn ich meinen Westfalenmann zuverlässig in die Küche locken will, muss ich nur den Thermomix anwerfen und keine 20 Sekunden später steht da ein schnurrender Kater neugieriger Mann und fragt, was es da leckeres zu essen gibt.....
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