anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Dienstag, 5. November 2019
Ein wenig genervt und ganz viel Kaiser
Jetzt, wo der Tag fast um ist, würde ich sagen, im Gesamtergebnis war es ein schöner Tag.
Zwischendurch war ich sehr genervt und stark versucht, einigen Leuten mal ganz klipp und klar zu sagen, dass ihr Narzissmus einfach nur anstrengend ist und es doch sicher für alle Beteiligten von Vorteil wäre, sie würden sich mal einen Therapeuten ihres Vertrauens suchen, aber dann siegte doch wieder die Vernunft, ich habe einfach nur die Klappe gehalten, innerlich (und vielleicht ein ganz klein wenig auch äußerlich sichtbar) die Augen verdreht und abgewartet, dass es vorbei geht.
Es geht ja auch immer vorbei, aber Menschen mit einer Narzissmusstörung finde ich regelmäßig sehr schwer zu ertragen.
Liegt vielleicht auch an meiner familiären Vorbelastung, aber genau solche Definitionen finden sich in meiner Familie sehr häufig:
(Zitat aus der oben verlinkten Seite): Schon als Kind und Jugendlicher hatte er geglaubt, dass ihm eigentlich mehr zustand als er bekam

Das mit dem "zustehen", das macht mir ja fast grundsätzlich Probleme.

Aber egal, anderes Thema.
Am Nachmittag war ich am Kaiser. Der ist übrigens erst kürzlich gekärchert worden und das Reinigungsgerüst ist noch nicht komplett wieder abgebaut.

Wie man aus den Fotos unschwer ableiten kann, war ich sogar bis abends am Kaiser, als ich fuhr, war es schon arg dunkel, der Nebel wallte hinter dem Denkmal hervor und Porta Westfalica lag wunderbar illuminiert im Wesertal.

Das, was auf dem unteren Foto so hell leuchtet, habe ich auf dem oberen Foto mal rangezoomt, es ist der örtliche Puff in Porta, der aber wegen seiner exponierten Lage über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist.

Obwohl ich solche Etablissements ja schon wegen ihrer unbestreitbaren Verruchtheit immer wieder faszinierend finde, (und das ist auch ein Punkt auf meiner ewigen Bucketlist, von dem ich fast fürchte, ich werde unerfüllter Dinge versterben, aber was soll ich machen, ich möchte halt schon schrecklich gern mal einen echten Puff von innen live begucken, bisher habe ich aber noch keine Möglichkeit gefunden, dieses Verlangen umzusetzen.) Also, obwohl ich Puff immer spannend finde, war der Weg vom Kaiser zum Parkplatz heute Abend so rein vom optischen Erlebnisfaktor her auch schon ganz weit vorne

Nacht, Wald, Nebel und Lichter - eine unschlagbare Kombination.

Für morgen habe ich einen Friseurtermin.
Mit meiner Friseurphobie wird das bestimmt lustig, aber ich habe zum Geburtstag einen Gutschein für "einen Kalligraphiecut" bekommen und obwohl ich nicht weiß, was Schönschreiben mit Haareschneiden zu tun hat, bin ich doch neugierig genug, es wenigstens auszuprobieren. Viel passieren kann ja auch nicht, ich bin inzwischen so alt und hässlich, da kommt es nun wirklich auf eine mehr oder weniger misslungene Frisur auch nicht an, Hauptsache ich kann nachher noch immer alles zum Knoten zusammenbinden, der Rest ist egal
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