anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Samstag, 28. Dezember 2019
Donnerstag bis Samstag
Was das Tagebuchbloggen angeht, habe ich heute ja sogar schon drei Tage aufzuholen, da die letzten beiden Tage zwar lange Texte veröffentlicht wurden, aber eine Tageszusammfassung fehlte komplett.

Ich gebe es zu, erstens gab es nicht viel zu erzählen, weil hier hauptsächlich Abhängen galore stattfindet, was außer der darin liegenden Ereignislosigkeit auch eine ungemeine Antriebslosigkeit nach sich zieht, zweitens habe ich mich aber auch sehr über das Weihnachtsgeschenk von N gefreut, der mir nämlich "Jokerblogbeiträge" geschenkt hatte und wenigstens einen davon wollte ich schon mal gleich als erstes auch einsetzen.

Jetzt ist alles eingerichtet, N ist registrierter Contributor für dieses Blog und wenn ich künftig mal einen akuten Durchhänger habe und keine Zeit, etwas zu Bloggen, dann rettet N die Familienehre und springt mit einem medizinischen Notfallbeitrag in die offene Wunde Lücke und sorgt für eine unterbrechungsfreie Bloghistorie.
Bisher hatte ich nur J als Backoffice-Partner, jetzt ist auch N dabei. Mir gefällt das ungemein gut.

Vorgestern ist aber auch wirklich nicht sehr viel passiert.
Tagsüber haben wir eine Runde mit den Rädern gedreht, einmal bis ans Ende des Deckwerks und Strandholz gesammelt. N hat einen sehr genialen, sehr großen Strandholzbalken gefunden, der jetzt im Schuppen steht, um langsam zu trocknen. Anschließend möchte ich ihn als Gestell für eine Esstischleuchte verwenden. Kann man für 589 € bei einem Lampendesigner kaufen - oder einfach selber machen. K hat sich schon seufzend in sein Schicksal gefügt.
Am Abend kam der Onkel zum Essen, wir hatten einen Nudeltopf mit Filetspitzen und frischen Champignons und eine vegetarische Lasagne vorbereitet, Hühnersuppe als Vorspeise, nach Nachspeise hat keiner mehr gefragt, wir waren pappsatt. Nur Bier ging noch rein. Und ein Basil-Smash, vielleicht war das der Grund, weshalb die Stimmung durchaus gehoben war, der Onkel fuhr auf alle Fälle erst nach Mitternacht sehr fröhlich nach Hause.
Als mir N im Laufe des Abends anbot, dass dies doch eine ideale Gelegenheit wäre, um einen seiner Beiträge einzusetzen, konnte ich ihm nur zustimmen, so passte alles perfekt zusammen.

Gestern war dann ja theoretisch ein normaler Arbeitstag und ich hatte mir Großes vorgenommen, denn ich habe ja noch eine langsam immer dringlicher werdende Liste an Dingen, die bis zur deadline 31.12. erledigt sein müssen.
N fuhr mit der 7.30h Fähre zurück aufs Festland, C hatte sich angeboten, ihn zur Fähre zu bringen, ich war ebenfalls aufgestanden, um Tschüss zu sagen, aber knapp waren die beiden abgefahren, lag ich auch schon wieder im Bett und schlief erst mal bis 10h.
Nach dem Aufstehen wollte ich unbedingt erst mal einkaufen gehen, zwei Tage ohne Ladenkontakt, das fühlte sich ja schon fast wie Entzug an. Außerdem hatte sich ohne Ende Glasmüll angesammelt, das Bier war alle und eine Riesentüte sonstiges Pfandzeug wollte auch weggebracht werden, es lohnte sich also, den Fahrradanhänger rauszukramen, das Wetter war kalt aber trocken, da kann man sehr gut Fahrradfahren.
Danach habe ich mich brav an den PC gesetzt, eine Veröffentlichung habe ich geschafft, dann verließ mich Energie und Motivation und ich bin wieder ins Bett gegangen.
Nach vier Stunden Nachmittagsschlaf war ich fit fürs Abendessen, es gab Bratkartoffeln und Reste vom Vortag, anschließend einen fast fertigen Blogtext nur noch feinpolieren, dann wieder Bett, so kriegt man Tage auch rum.

Zu meinem Kummer werde ich von der ganzen Schlaferei nicht wacher, sondern groove mich nur immer mehr ein, in dieser Dauererschöpfung. Heute also auch wieder lange geschlafen, dann aber an den Schreibtisch gehechtet und nicht wieder aufgestanden, bis ich endlich die beiden Nebenkostenabrechnungen fertig hatte, die ansonsten in drei Tagen verjähren.
Ich muss noch mehr Nebenkostenabrechnungen fertigstellen, aber die anderen Mieter kriegen alle was zurück, da wird das mit der Verjährung wohl eher kein Problem sein.
Für diese beiden Abrechnungen habe ich fast vier Stunden gebraucht, weil ich jedesmal, wenn ich dachte, jetzt ist alles fertig, doch noch wieder einen Fehler entdeckte und alles noch mal neu machen musste. Wenn man derart unmotiviert seine Arbeit erledigt, wie ich das derzeit mache, scheint das mit der Qualität ein ernstes Problem zu sein.

Jetzt noch als to-dos bis Dienstag: vier Steuererklärungen und zwei E-Bilanzen. Dann ist alles erledigt. Stay tuned, es bleibt spannend.

Nach den vier Stunden am Schreibtisch hatte ich ausdrücklich keine Lust mehr und wollte vor die Tür.
Draußen war es aber a****kalt, ganz plötzlich und unerwartet, gestern war es noch dick über Null Grad, heute fror ich schon beim Haustüröffnen.
Wir sind deshalb einfach nur so eine Runde mit dem Auto einkaufen gefahren, um vor Ort festzustellen, dass wir eigentlich nichts brauchen, aber ich habe mal eine Tüte Tiefkühlerbsen gekauft, man weiß nie, ob sich da nicht plötzlich ein akuter Mangel zeigt, wenn keine Tiefkühlerbsen im Haus sind.
Anschließend noch beim Onkel vorbeigefahren, um die Hilti zurückzubringen und einen vollen Komposteimer hatte ich auch gesammelt, der Onkel war aber unterwegs, so waren wir schnell wieder zu Hause.

Zum Abendessen gab es gebackenen Hasselback Kürbis, ein Rezept, was ich schon mehrfach gemacht habe und was immer sehr lecker war. Diesmal hatte ich einen kleinen Butternut Kürbis und einen Spaghettikürbis, weil ich die nebeneinander probieren wollte, um rauszufinden, welcher mir besser schmeckt.



Ich glaube, ich mag den Butternutkürbis mehr, C sagte, sie zieht den Spagghetiitkürbis vor, so sind die Geschmäcker halt unterschiedlich.
Als Beilage gab es Quinoa und Kartoffelspalten (Kartoffelspalten, weil Kartoffelspalten, damit kann ich nie etwas falsch machen und ich wusste nicht, wie die Kinder Kürbis und Quinoa finden werden.)

Kartoffelspalten sind natürlich alle, aber von beiden Kürbissen ist noch jeweils die Hälfte übrig und Quinoa ist auch noch da, morgen werde ich das einfach untereinandermengen und mit Käse überbacken.

Im Fernsehen kommt nur Müll, die Kinder sind nach dem Essen sofort wieder in Cs Zimmer verschwunden, um weiter Papermario zu spielen. Sie haben die Gamecube aus den 90ern rausgekramt und nach den Geräuschen zu urteilen, die bis hier nach oben dringen, haben die beiden viel Spaß.

K hat den Ofen angeworfen und sich über die Anfeuerungsflamme gefreut
Er hat schon letztes Jahr größere Mengen dieser Pressholzbriketts mit Loch in der Mitte gekauft, jedes Mal, wenn er damit den Ofen anfeuert, ruft er vorher: "Komm mal mit der Kamera, gibt ein tolles Foto zum Bloggen."
Er hat natürlich recht, weshalb ich es diesmal auch endlich pflichtschuldigst hochlade.
Voilà, Anfeuerungsflamme durch Loch im Brikett:


Mehr ist nicht passiert, für morgen ist ein weiterer Aktivitätsschub geplant
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