Schon am Samstag bastelte der Monteur bis spät abends daran herum, tauschte alles mögliche und telefonierte stundenlang mit Buderus.
Relativ erfolglos.
Als wir gestern Abend hier auf Borkum ankamen, fanden wir einen recht verfrorenen J. in einem ziemlich ausgekühlten Haus vor.
K. hat als erstes den Ofen angemacht, so dass es wenigstens ein warmes Zimmer gab, mehr war nicht drin.
Heute war der Heizungsmonteur wieder da und hat weiter geschraubt, am Nachmittag lief die Heizung eine Zeit lang, ging gegen Abend zwar wieder auf Störung, ließ sich aber anschließend durch einen Druck auf die Reset-Taste anstandslos neu starten. Den Grund für den Fehler weiß immer noch keiner, eigentlich weiß auch keiner wie es jetzt weitergeht, wenn nicht ständig jemand im Haus ist, der die Heizung neu startet, wenn sie muckert. Es wird auf alle Fälle so ein spannender Winter. Vor knapp acht Jahren ist die Heizung auch schon einmal ausgefallen als es einige Tage minus Temperaturen gab, so dass eine Wasserleitung im Haus platzte und einen Großschaden verursachte. Wenn so etwas erneut passiert, wird sich die Versicherung wahrscheinlich nicht mehr so großzügig zeigen.
Immerhin läuft die Heizung zwischendurch lange genug, um den Wasserboiler zu erhitzen. Duschen mit kaltem Wasser wäre in einem unterkühlten Haus sicherlich eine noch größere Strafe
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Grundsätzlich ist das auch richtig, ich habe dabei nur zwei Kleinigkeiten übersehen: Den Überblick verliert man in dem Moment, wo die To-do Listen so lang geworden sind, dass man dreimal scrollen muss, um alles anzuschauen.
Und man kann auch nur dann etwas durchstreichen, wenn man es erledigt hat. Oder anders ausgedrückt: ohne erledigte Punkte, wächst die To-do-Liste in immer frustrierende Längen, ohne dass sie einem die Freude des Durchstreichens bietet.
Ich habe jetzt erst mal die App gelöscht, weil ich mittlerweile schon Panikattacken bekam, wenn ich die Liste nur aufgemacht habe und realisierte, was da inzwischen alles stand.
Pro Tipp: statt umfangreiche To-do Listen anzulegen, lieber einfach mal Dinge erledigen
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Okay, sie ist auch noch zuständig für Kommunales, Bau und Gleichstellung, wenn durch eine Wahl die Regierungspartei wechselt, kommt es immer wieder zu seltsamen Neumischungen der Zuständigkeitsbereiche von Ministerien. Aber "Heimat" ist neu. Für Heimat war bisher noch keiner zuständig.
Ich war heute Abend auf einer Veranstaltung, wo es um regionale Identität und damit gleichzeitig auch um den Begriff "Heimat" ging und die neue Ministerien war auch da und hat kluge Dinge gesagt.
Ihr gehe es vor allem darum, dass der Begriff "Heimat" niemanden ausschließe, sondern dass Heimat die Menschen vereinen soll. Oder wenigstens zusammenführen. Dass "Heimat" als etwas offenes, gleichzeitig aber auch Gemeinsamkeit schaffendes Gefühl beschrieben werden soll.
Ich drück ihr kräftig die Daumen, dass ihr das gelingt. Denn schön wär's ja. Unbestritten, keine Frage.
Und der richtige Ansatz ist es auch. Heimat verbindet und grenzt nicht aus, was für ein wunderbarer Ansatz.
Leider fürchte ich, dass dieser Satz nur stimmt, soweit es die Leute betrifft, die schon immer dazu gehört haben.
Wenn es um Heimat geht, gehört plötzlich auch der frühere Klassenaußenseiter dazu. Er war schließlich schon immer da. Aber Leute, die heute erst dazu kommen, die sind vielleicht später für meine Kinder ein Teil ihrer Heimat, aber nicht für mich, denn meine Heimat ist ja schon fertig - das ist ja grade das Besondere daran. Und gleichzeitig das Vertrackte.
Heimat hat was mit Vertrautheit zu tun.
Heimat hat auch was mit zu Hause zu tun.
Aber vor allem hat Heimat ganz viel mit Emotionen und verklärten Kindheitserinnerungen zu tun.
Für mich ganz persönlich hat Heimat vor allem was mit Gerüchen, Geräuschen und dem Gespür auf der Haut zu tun.
Ich wär wahrscheinlich nie in der Lage, irgendwo im Süden ein Gefühl von Heimat zu entwickeln. Falsche Gerüche, falsche Geräusche und viel zu warm.
Und weil bei Heimat so viel falsch werden kann, reagieren die Menschen sehr viel schneller ablehnend statt einladend auf Veränderungen.
Weil es so viele Dinge gibt, die sicherlich auch ganz nett sind und für andere Menschen ganz bestimmt einen Teil ihrer Heimat ausmachen, aber eben nicht für alle, sondern jeder hat seine eigenen, festen Bestandteile, die sich auch nicht so mir nix dir nix erweitern lassen, eben weil das alles so schrecklich kompliziert und noch viel schrecklicher emotional besetzt ist, ist Heimat meiner Meinung nach nur was für zu Hause - aber kein Thema, um sich politisch zu profilieren.
Andererseits ist es aber vielleicht auch der einzig richtige Schritt, den diffusen Angstgefühlen der Menschen, die ihre Heimat bedroht sehen durch all die Veränderungen, die in immer schnellerer Folge über uns und unsere Gesellschaft hereinbrechen, um diesen Angstgefühlen offen zu begegnen und ihnen zu vermitteln, dass Heimat unbedingt wichtig ist, dass Heimat aber keine starre, unveränderliche Grundumgebung ist, sondern dass sich Heimat auch verändern kann und trotzdem nichts von der notwendigen Vertrautheit verliert. Dafür muss man dann einfach nur offen sein.
Ich finde ja, Strandkörbe haben auf Borkum am Strand nichts zu suchen. Falscher, nordfriesischer Kram.
Erst waren es nur ein paar wenige, die so nach und nach zwischen den Strandzelten auftauchten, mittlerweile ist es mehr als die Hälfte. Ein Schande ist das, ehrlich. Und nur weil einige Strandzeltvermieter den Hals nicht voll genug kriegen können und die Schietdinger angeschafft haben, ist jetzt der gesamte Strand damit verseucht. Aber zum Glück weht der Wind noch so wie immer und das Rauschen des Meeres ist immer noch lauter als das Geplapper der Badegäste, da soll das mit den Strandkörben dann wohl auch nicht so schlimm sein, echte Heimat ist unverwüstlich
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Ich war kurz davor, sie zu fragen, mit wem sie einen Termin habe, als der Aufzug hielt und sie ohne zu zögern sofort hinaus lief und die Treppe runter rannte.
Weshalb sie den Aufzug nicht einfach auf einer unteren Etage hat halten lassen ist schwer zu verstehen, aber ich glaube, sie war derart schüchtern, dass sie sich nicht getraut hat, meinen Aufzug durch einen Zwischenstopp auszubremsen, denn schließlich war ich schon vor ihr in dem Lift.
Im Moment kursiert ja dieser #metoo Hashtag und ich war anfangs völlig verwirrt von all diesen Berichten, wo Männern aus meiner Sicht völlige Lappalien vorgeworfen wurden wie „Hat mir zweideutige Sachen gesagt“, oder „hat mich ohne zu fragen einfach berührt“ (am Arm zum Beispiel).
Bei vielen Frauen, die reihenweise von solchen Vorkommnissen berichteten, löste dieser Hashtag einen wahren Dammbruch an Lebensbeichten aus. Endlich trauten sie sich, über etwas zu reden, dass sie viele Jahre in sich verschlossen hatten, unter dem sie aber immer gelitten hatten, eben weil sie sich von den Vorkommnissen, die mir als völlig unspektakuläre Lappalie erscheinen, zutiefst belästigt gefühlt haben.
Mir ist erst durch all die Berichte zu diesem Hashtag noch einmal ganz bewusst klar geworden, was ich für ein Glück habe, mit einer derart unbeschwerten Unbekümmertheit durch mein Leben laufen zu können, dass ich all diese #metoo Vorkommnisse gar nicht als Problem wahrnehme. Ich bin ganz sicher auch schon betatscht und angegrapscht worden und anzügliche Zweideutigkeiten gehörten eigentlich immer als normale Sprüche zu meinem Leben, schließlich habe ich sehr viel mit Handwerkern zu tun gehabt, nur wäre ich eben einfach nie auf den Gedanken gekommen, das in irgendeiner Weise als Problem für mich zu sehen. Ich fand es eher umgekehrt, nämlich dass die armen Jungs ein Problem haben, wenn sie derart platte Anmachversuche starten. Ist doch wirklich peinlich für so einen armen Kerl, wenn er mehr nicht drauf hat, oder etwa nicht?
Ich würde allerdings auch nie auf den Gedanken kommen, den Aufzug nicht in der Etage halten zu lassen, wo ich aussteigen möchte, nur weil noch andere Leute im Aufzug sind, deren Fahrt ich dadurch unterbreche.
Vielleicht sollte man mal einen #fürmichdietreppe starten und den nächsten Dammbruch beobachten
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Ich hatte einfach keine Lust ins Büro zu gehen, das Wetter lockte mit lautstarken Verweisen auf den Wetterbericht: „Es ist nur noch heute und morgen schön, dann wird es kalt und nass.“ - und am Stadion war Flohmarkt. Was braucht es mehr, mich zu überzeugen, dass ein Vormittag auf dem Flohmarkt eindeutig mehr Lebensfreude bedeutet als ein pünktliches Erscheinen im Büro.
Also habe ich im Büro angerufen und versprochen, nicht vor mittags zu erscheinen, ich habe bei solchen Nachrichten meine Mitarbeiter ja im Verdacht, dass sie erleichtert aufatmen....
Gekauft habe ich gar nicht viel, aber trotzdem den Vormittag an der frischen Luft bei diesem Wetter extrem genossen. Es war die perfekte richtige Entscheidung.
Als ich abends nach Hause kam, war endlich der Brief von DHL da mit dem ich meine Registrierung als Paket-Kunde abschließen kann. Künftig kann ich meine Pakete an eine Abholstation liefern lassen und dort dann 24/7 abholen. Ich denke, das ist eine perfekte Lösung.
Ich bin ja bekennender online Käufer, alles, was ich nicht auf dem Flohmarkt oder bei Lidl oder Aldi bekomme, kaufe ich im Internet. Wenn ich nun meine Warensendungen künftig an eine Abholstation liefern lassen kann, wo ich sie dann einfach selber zu jeder beliebigen Tages – oder Nachtzeit abholen kann, wird das eine enorme Entlastung für meine Nachbarin bedeuten.
Und gleichzeitig wieder ein Grund weniger, mit anderen Menschen zu reden
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In all den Fällen geht es um Geld - und in all den Fällen frage ich mich, wie die Leute mit Geld umgehen oder wie sie rechnen.
So war neulich ein Schäfer im Fernsehen, der sich darüber beklagte, dass es jetzt wieder wild lebende Wölfe gibt und die würden seine Schafe reißen und er könnte gar nichts dagegen tun. Und nur weil es jetzt diese Wölfe gibt, wäre er gezwungen, die Lämmer im Stall zu lassen und sie könnten nicht mehr wie früher einfach frei draußen rumlaufen und sich selber versorgen. Er müsste sie deshalb jetzt im Stall versorgen und das wäre nicht nur eine Heidenarbeit, sondern kostet auch entsetzlich viel Geld. 30.000 Euro kostet das, mindestens, hieß es in dem Beitrag, und die müsse alle der arme Schäfer ganz alleine tragen, nur weil jetzt draußen Wölfe unter Naturschutz stehen und er deswegen seine Lämmer im Stall lassen muss.
Ich habe dann mal grob überschlagen, wie viele Lämmer er einfach dem Wolf opfern könnte, bevor der Verlust durch den Wolf größer ist als die Kosten durch die Stallhaltung. Jetzt weiß ich nicht, was ein Lamm kostet, aber rechnen wir mal ganz großzügig mit 300 Euro (kann man so schön teilen), dann müsste der Wolf mehr als 100 Lämmer reißen, bevor es sich für den armen Schäfer lohnt, die Lämmer doch lieber drinnen zu lassen.
Wenn der Wolf aber wirklich mehr als 100 Lämmer in einer Saison von einem Schäfer reißen würde - dann würde es garantiert eine andere Lösung als nur simplen Naturschutz für den Wolf geben. Ich glaube, dann würde der Wolf sehr schnell auch wieder durch Gitter geschützt......
Das ist nur ein Beispiel von vielen, dass Journalisten in Berichten mit Zahlen um sich werfen, die einfach nicht stimmen können.
In einem anderen Bericht ging es um die Renten. Dass es eine Schande ist, dass Leute 40 Jahre hart gearbeitet haben und dann von ihrer Rente nicht leben können.
Ich frage mich dann, was die Leute erwarten, wer ihre Rente bezahlt. Das mit dem Generationenvertrag, dass die Renten der alten von den Rentenbeiträgen der jungen, die grade einzahlen, finanziert werden, das müsste langsam auch dem letzten klar sein, dass es da demnächst ein gewaltiges Ungleichgewicht geben wird, das klappt also sicher nicht. Es werden immer mehr Rentner und immer weniger Leute, die arbeiten,
Also kann eigentlich jeder nur das als Rente ausgezahlt bekommen, was er selber mal eingezahlt hat. Und wenn man das mal ausrechnet, wie viel ein Arbeitnehmer in 40 Jahren Berufsleben eingezahlt hat, dann bekommt man schnell eine Ahnung, dass das nicht reichen kann für eine Rente ab 63 und dann noch 18 Jahre durchschnittliche weitere Lebensdauer. Selbst wenn jeder nur noch 15 Jahre Rente bezieht und erst mit 65 anfängt, wird es eng, wenn er nicht mindestens 45 Jahre eingezahlt hat und auch nur 60% seines letzten Bruttogehaltes raushaben will.
Das ist eine ganz einfache Rechnung:
Wenn man sagt, dass der Rentenbeitrag 20% des Arbeitslohnes ist (ist er nicht, er ist viel niedriger, aber wir wollen ja glatte Zahlen nehmen, das rechnet sich leichter), dann zahlt ein Arbeitnehmer in 45 Arbeitsjahren genau 900% seines Arbeitslohnes ein. (20%x45). Wenn diese 900% dann auf 15 Jahre verteilt wieder als Rente ausgezahlt werden, dann bekommt er jedes Jahr genau 60% seines bisherigen Arbeitslohns als Rente. (900% : 15).
Für jedes Jahr, was einer dann länger lebt als 80, muss ein anderer eher sterben. Und wehe, das Durchschnittsalter steigt insgesamt - bloß nicht dran denken.
Klar gibt es so was Zinsen und Zinseszinseffekte. Aber erstens haben die Leute früher auch weniger verdient, so dass sie dementsprechend ihre "20%" auch von einem niedrigeren Gehalt bezahlt haben, aber natürlich nachher die Rente gerne auf dem Einkommensniveau von heute beziehen möchten.
Und zweitens nähern sich die Zinsen schon seit Jahren immer mehr der Nulllinie.
Und ja, natürlich kann ich auch die korrekte Rentenformel rechnen, das ist Teil meines Berufes. Aber warum soll man so komplizierte Zahlenberge bewegen, wenn man anhand einer ganz einfachen Überschlagsrechnung schon erkennen kann, dass hier was ganz gewaltig daneben geht? Ist übrigens nicht neu, das konnte man schon vor 30 Jahren so ausrechnen, mich fasziniert nur immer wieder, wie viele Leute noch immer blauäugig ohne weitere, eigene Altersvorsorge durch ihr Leben traben und sich dann wundern, dass sie im Alter nicht von ihrer Rente leben können.
Oder nur so wenig Rente bekommen, dass sie als Rentner noch einen Zweit- oder Drittjob annehmen müssen, nur um sich mal ein ganz kleines bisschen was leisten zu können, denn von 980 Euro Rente kann man ja nicht leben und nicht sterben. Heißt es in den Berichten der Journalisten. Und ich mache mir dann immer sofort Sorgen um meine völlig minderbemittelten Studentenkinder. Der BaFöG-Höchstsatz ist nur 649 Euro und liegt damit deutlich unter der Durchschnittsrente, selbst die Durchschnittsrente für Frauen ist noch deutlich höher, und da frage ich mich, weshalb alte Leute so viel mehr Geld brauchen als junge? Und wieso sollte jemand "der 40 Jahre hart gearbeitet hat" (O-Ton Journalistendeutsch) mehr Recht auf ein Leben "in Würde" haben als jemand, der noch nie gearbeitet hat, weil er immer noch in der Ausbildung steckt?
Und warum sollte jemand, der 40 Jahre gearbeitet hat und nie Geld für Extras hatte, plötzlich in der Rente Geld für Extras haben? Warum sollte er also in der Rente mehr Geld haben als vorher? Und wenn er vorher Geld für Extras hatte, warum hat er es dann komplett für Extras verplempert und nicht mal ein klein wenig davon in seine private Altersvorsorge?
Weil ihm das keiner gesagt hat? Ach geh mir weg, das predigt der Staat doch schon seit 30 Jahren, dass man sich auch zusätzlich privat kümmern soll. Und außerdem werden wenigstens die Grundrechenarten doch schon in der Grundschule gelehrt, d.h. dass man einfach seinen eigenen Rentenbeitrag mit den Jahren, die man arbeitet, multipliziert, um das Ergebnis durch die Jahre, die man Rente bekommen will, wieder zu dividieren - ist das so kompliziert, dass man es von einem einfachen Arbeiter nicht erwarten kann?
Tja nu, dann weiß ich auch nicht, aber ich schätze, dann muss man die Leute einfach weiter jammern lassen
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Der neue Thermomix unterscheidet sich vom alten Thermomix vor allem dadurch, dass er deutlich viel sauberer ist. Ich glaube, da habe ich echt einen glücklichen Schnapper gemacht, nicht nur weil das Gerät für seine Jugend sehr günstig war, sondern auch die Verkäuferin scheint eine von der besonders sorgfältigen, peniblen und bemühten Sorte zu sein. Sie hatte das Gerät tatsächlich so sauber geputzt, dass es aussah wie frisch aus dem Laden, machte sich aber Gedanken, weil der Spatel, der zu dem Gerät gehört, schon einige Kratzer hatte und war jetzt in Sorge, ob ich mich darüber beschweren würde. Leute gibt‘s....
Ich werde im Rahmen eines Ringtausches jetzt den Thermomix, den ich bisher hier in Greven stehen hatte, mit nach Borkum nehmen, um dann schließlich das bisherige Borkumgerät zu verkaufen. Am besten gefällt mir, dass ich jetzt ja sogar einen Versandkarton dafür habe, denn selbstverständlich kam der Mixer, den ich gekauft habe, in der Originalverpackung.
Außerdem kamen heute auch die Ugg-Boots an, die ich auf Borkum lassen werde. In der Beschreibung bei eBay wurde ausdrücklich auf zwei Flecken hingewiesen, die sichtbar mitten auf den Schuhen prangten. Da ich sowieso der Meinung bin, dass es kaum etwas hässlicheres gibt als diese Schuhe und weil ich ausgerechnet dieses Paar auch noch nur für Borkum haben wollte (geflügelter Spruch in meiner Familie:“Für Borkum reicht das.“), haben mich die Flecken natürlich überhaupt nicht gestört, im Gegenteil, ich fand das eher positiv, denn dadurch konnte ich dieses Paar Schuhe extrem günstig ersteigerten. Laut Beschreibung sollten sie trotz der Flecken aber nur sehr wenig getragen worden sein, was ich bei gebrauchten Schuhen ein sehr wichtiges Qualitätsmerkmal finde.
Und so war’s dann auch, die Schuhe sind wirklich nur sehr wenig getragen worden. Diese Ugg-Boots haben eine Lammfell-Innensohle, die fast überhaupt nicht platt getreten ist, vom Tragegefühl her, fühlen sie sich an wie fast neu. - und die Flecken sind nach zweiminütiger Behandlung mit einem Wildleder-Radiergummi komplett wegradiert. Jetzt sehen die Schuhe auch von außen aus wie neu. Allerdings nur zu einem Fünftel des Preises von neuen Schuhen, das finde ich alles sehr erfreulich
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In aller Regel spiele ich jeden Montagmorgen die klassischen "was-wäre-wenn-Szenarien" durch und überlege, was passieren würde wenn ich jetzt
• einfach kündige und nie mehr arbeiten muss,
• kurzfristig ein Sabbatical nehme
• meine Wochenarbeitszeit halbiere
• oder zumindest heute einfach mal krank bin
Nach kurzer Überlegung stelle ich dann fest, dass die ersten drei Optionen keine brauchbaren Alternativen sind, denn nur weil ich nicht mehr arbeite, heißt das ja nicht, das K. dann auch nicht mehr arbeitet - und was soll ich bitteschön den ganzen Tag alleine zu Hause?
Wirklich attraktiv ist im Grunde nur Option 4 - nur mal einen Tag aussetzen. Einen einzelnen Tag verbringe ich auch ohne K. ohne Entzugserscheinungen und akuter Langeweile. Einen einzelnen Tag bringe ich schon dadurch wunderbar um, dass ich einfach im Bett bleibe und blödsinniges Trash-TV gucke. Sehr verlockende Vorstellung.
Andererseits kann man das auch nicht zu häufig machen, nicht dass die Vermutung aufkommt, ich mache einfach blau, weil ich keine Lust habe. Das wäre fatal, denn schließlich gehöre ich in dem Laden zur Geschäftsführung und habe eine entsprechende Vorbildfunktion.
Deshalb stellt sich natürlich auch die Frage, was ich mache, wenn ich wirklich mal krank bin, aber schon jede Menge wertvoller Krankheitstage einfach wegen mangelnder Motivationslaune verplempert habe, wär ja dann auch blöd.
Und genaugenommen bringt das auch gar nichts, denn wenn ich nicht da bin, macht meine Arbeit auch kein anderer, am nächsten Tag habe ich also einfach nur doppelt so viel zu tun.
Und wenn ich das dann hinreichend lange hin- und hergedacht habe, stehe ich auf, ziehe mich an und fahre ins Büro.
Auch montags.
Hilft ja nix.
Heute habe ich die Personalauswertung für Q1-Q3 gemacht und dabei festgestellt, dass ich dieses Jahr noch gar nicht krank war.
Deshalb habe ich mir für die nächsten zwei Montage mal fix Termine gemacht, damit mich dieses Wissen nicht doch in Versuchung führt
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C. ist gestern Vormittag auch nach Greven gekommen, hat kurz ihren Bruder getroffen, der am frühen Nachmittag mit dem Zug nach Emden fuhr, weil dort sein Auto stand, um dann mit dem Auto nach Hamburg zu fahren. Er hat noch eine Woche Ferien und gedenkt in dieser Woche gemeinsam mit seinem Bruder die Standfestigkeit seiner Leber zu testen. In Hamburg läuft nämlich grade die Initiation der Erstsemester Medizin, die von seinem Bruder als Tutor begleitet wird, was somit einen recht freien Alkoholzugang gewährleistet.
C. fuhr am Abend nach Osnabrück weiter, auch in anderen Städten laufen wohl Semesterstartpartys, so dass wir seit gestern abend wieder alleine, zu zweit unsere Freiheit genießen.
Ich freue mich immer, wenn die Kinder da sind, es ist aber auch schön, wenn sie wieder weg sind, beide Zustände haben ihre Vorteile und es ist perfekt, wenn sie sich regelmäßig abwechseln.
Gestern Abend sind wir früh ins Bett gegangen und haben einen Film geschaut, der hier schon etwas länger als DVD rumliegt. Da wir beide viel zu wenig "bewegte Bilder" gucken, lohnt sich für uns ein Netflix-Abo oder irgendwelche TV-Kanal-Abos oder was es sonst als Möglichkeiten zum Filmgucken gibt, überhaupt nicht. Wenn wir tatsächlich mal das Gefühl haben, einen Film sehen zu wollen und auf keinem Kanal der öffentlich rechtlichen (das sind die Sender, die man ja auch ohne Zusatz Abo gucken kann), kommt irgendetwas interessantes, dann liegen hier noch stapelweise DVDs auf Vorrat, so dass wir für die nächsten Jahre noch gut versorgt sind.
Gestern haben wir "Toni Erdmann" geguckt.
Mich hatte der Rummel, der um diesen Film gemacht wurde, fasziniert, die Inhalts- und sonstige Beschreibung hörte sich ausreichend interessant an, um einfach mal die DVD zu kaufen, die lag hier nun seit ein paar
Zusammenfassung: Wir haben den Film auch bis zum Schluss geguckt, mein Westfalenmann, weil er ein gründlicher Mensch ist und angefangene Dinge stets zu Ende bringt und ich, weil ich bis zum Schluss die Hoffnung hatte, dass doch irgendwann noch mal was sinnvolles kommen müsste - kam aber nicht.
Ich habe wirklich selten einen derart dämlichen, überflüssigen Film gesehen, wie diesen gehypten Toni Erdmann Müll. Was daran auch nur im entferntesten preisverdächtig genial sein sollte, entzieht sich komplett meinem Verständnis. Ich habe allerdings auch kein Verständnis für abstrakte Kunst, vielleicht ist das der Grund für das Nichtverständnis, das mir hier passierte. Toni Erdmann ist nämlich kein Film, bei dem man einfach zusieht, sich gut unterhalten fühlt und fertig, sondern Toni Erdmann ist eher sowas wie Zero Art - man braucht eine ausführliche Erklärung, um überhaupt zu verstehen, was auf einer Leinwand, die dick mit weißer Farbe bepinselt wurde und den raffinierten Titel "Weißweißweiß" trägt, wirklich zu sehen ist.
Eine interpretierende Erläuterung oder Anleitung habe ich zu dem Toni Erdmann Film nicht gefunden, deshalb habe ich ihn unter "Kulturerlebnis" abgelegt und denke, damit ist jetzt für eine Weile auch wieder genug von diesem schrägen Genre.
Einen Abend vorher hatten wir auch einen Film geschaut, "Das Labyrinth der Wörter", da hatte ich vorher aber auch schon das Buch gelesen und wusste, das zumindest die Handlung mir sehr gut gefällt - und dieser Film war dann auch tatsächlich genauso schön wie das Buch. Für diesen Film von meiner Seite also eine dicke "lohnt sich" Empfehlung.
Ansonsten befinde ich mich aktuell in einem akuten Kaufrauschfieber und habe viel Spaß daran, all die Dinge online "von privat" zu erjagen, von denen ich finde, es wäre schön, sie zu haben, weiß aber, dass ich sie normal auf dem Flohmarkt wohl nie finden werde.
Letztes Jahr habe ich ja all meine Eitelkeitsvorbehalte über Bord geworfen und mir diese unsäglich hässlichen, gleichzeitig aber auch unsäglich gemütlichen, warmen, bequemen, kuscheligen UGG-Boots gekauft.
Und weil ich mich den letzten Winter jeden Tag, den ich diese Stiefel getragen habe, darüber gefreut habe, dass ich die Dinger besitze, habe ich mir jetzt noch ein Paar gekauft, die ich auf Borkum stehen lassen werde, damit ich dort grundsätzlich auch immer ein Paar tragen kann, selbst wenn ich nicht damit angereist bin. (Ich packe ja üblicherweise keine Koffer, sondern habe einen vollen Kleiderschrank auf Borkum und einen (noch volleren) in Greven).
Außerdem habe ich mir einen neuen (alten) Thermomix ersteigert. Ich arbeite mit diesem kochenden Mixer schon seit fast 25 Jahren und habe bei vielen Dingen komplett verlernt, wie man sie auf "herkömmliche" Weise herstellt, bzw. fände es viel zu mühsam. Jetzt ist mein aktuelles Gerät aber mittlerweile auch in die Jahre gekommen, genaugenommen wird er inzwischen 13 Jahre alt und manchmal bilde ich mir ein, der Motor läuft unrund. Bevor es hier also größere Probleme gibt, sollte ich schauen, dass ich dieses Gerät loswerde und es gegen ein neueres eintausche. Das ganz neue Modell finde ich blöd, ich möchte am liebsten genau das gleiche, was ich schon habe, nur eben jünger, und genau das habe ich jetzt ersteigert. Eines der allerletzten Geräte, die in der alten Modellserie gebaut wurden habe ich bei ebay ergattert, jetzt muss ich nur mein altes noch verkaufen. Kann ich aber erst, wenn das andere da ist, denn dann kann ich dessen Verpackung weiter benutzen. Ich gehe davon aus, dass ich als Differenz nicht mehr als maximal 200 Euro draufzahle, und das finde ich einen angemessenen Preis für 10 Jahre jünger.
Und dann haben wir heute schließlich noch ein Apple TV bei ebay Kleinanzeigen gefunden, gekauft, abgeholt und schon installiert.
Auch hier das Vorvorgängermodell (also dritte Generation), da das für unsere Bedürfnisse vollkommen ausreicht, aber jetzt kann ich endlich alles, was ich auf dem iPhone sehe auch über den großen Fernseher laufen lassen und da wir ja so gut wie nie pünktlich Fernsehen gucken, sondern regelmäßig in der Mediathek rumkramen, ist das eine praktische Sache. Genaugenommen möchte ich natürlich jetzt noch eins für Borkum, aber das wird sich schon finden, bei ebay Angeboten muss man einfach nur Geduld haben, dann bekommt man auch irgendwann das, was man sucht, zu einem angemessenen Preis
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...ich weiß es nicht.
Ich weiß nicht, was mich an Geburtstaghaben so stört - oder sollte ich sagen "gestört hat"? - denn dieses Jahr ist sowohl der bisher übliche "the day after-Kater" ausgeblieben noch hatte ich vorher oder während irgendwelche geburtstagstypischen Stresssymptome.
Weder bin ich in irgendeine bockige Verweigerungshaltung gefallen, noch habe ich mir besonders viel Mühe gegeben. Es war ein ausgesprochen entspannter Mittelweg, ich habe Kuchen fürs Büro gebacken, das hat mir sogar Spaß gemacht, die traditionelle Schwarzwälderkirschtorte für die Familie gibt es erst am Wochenende, da ist dann auch C. da und wir haben mehr Ruhe, die Torte auch zu genießen. Ansonsten habe ich einfach gar nichts gemacht, gleichzeitig habe ich aber auch gar nichts erwartet. Vielleicht ist das der Trick.
Bei Facebook habe ich schon letztes Jahr meinen Geburtstag auf den 29. Februar geändert, deshalb blieb die typische Facebookgratulationskolonne aus, das fand ich sehr gut. Bei Xing trudelten ein paar Glückwünsche ein, da ich dort aber seit Jahren schon nicht mehr aktiv bin, gestatte ich den paar entfernten Geschäftsfreunden, die dort reflexartig alle aufploppenden Geburtstage durchgratulieren, mir die immer gleichen Glückwunsch-Nachrichten zu schicken, ohne dass ich mich dadurch in irgendeiner Weise bedrängt oder verpflichtet fühle.
Und ansonsten habe ich Glückwünsche per Facebook-Messenger, Whatsapp, iMessage, E-Mail, Brief, Paket, Fleurop-Bote, Telefon, Händedruck und Blogkommentare bekommen - und habe mich über alle gefreut, denn alle waren persönlich und für mich und nicht, "weil man das so macht."
Ich überlege schon die ganze Zeit, was ich all die letzten Jahre so schrecklich fand, aber irgendwie kann ich das gar nicht so genau benennen. Ich glaube, es war das Gefühl der inflationären Beliebigkeit, was mir den Spaß am Geburtstaghaben verdorben hat. Durch die sozialen Medien war das alles so öffentlich geworden, man wurde überhäuft mit floskelartigen Gratulationspostings von Leuten, mit denen man im Grunde nichts zu tun hatte und außer einem Posting auf der eigenen Pinwand hinterließen sie das schale Gefühl der gegenseitigen Verpflichtung. Jeden Morgen zeigt Facebook die Liste der Menschen, denen man an diesem Tag gratulieren muss - und dann wird das abgearbeitet.
Ich habe schnell festgestellt, dass ich dazu nicht tauge, aber nur mit dem Löschen der Geburtstagsbenachrichtigungen ändert sich ja nichts, was bleibt ist das Gefühl nicht dazu zu gehören, den Anforderungen der Gruppe mal wieder nicht zu genügen, und am eigenen Geburtstag wird das besonders deutlich.
Doch dieses Jahr ist es anders. Vielleicht weil ich Facebook erfolgreich ausgebremst habe, vielleicht aber auch, weil ich langsam, ganz langsam, aber kontinuierlich beginne, wieder einen eigenen Kreis von Menschen zu haben, die ich mag und von denen ich mich nicht verfolgt fühle.
Auf alle Fälle ist es ein interessantes Gefühl, Glückwünsche zu bekommen über die man sich wirklich freut.
Und ein Geschenk, über das ich mich wirklich gefreut habe, habe ich heute auch noch bekommen.
Ich hatte mir eine Feuerschale gewünscht. Für draußen, groß genug, dass man auch dicke Holzscheite verbrennen kann, aber klein genug, dass man noch einen Grillrost drauflegen kann, mit Löchern, damit das Feuer Luft bekommt und ordentlich brennt, aber ohne Löcher, durch die ständig brennende Holzstücke aus dem Feuerkorb fallen und den Rasen verbrennen, möglichst nicht rostend und nicht so schwer, dass ich es alleine nicht mehr tragen kann.
Und genau so etwas habe ich bekommen:

Ich glaube, perfekter hätte man meine Vorstellung nicht treffen können.
Danke Carlina
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