Der Tag begann mit einem Glas Prosecco um Mitternacht, mit dem haben wir nämlich (noch auf Borkum)auf meinen Geburtstag heute angestoßen.
K. lief schon seit Wochen durch die Gegend und erklärte ständig, dass er dieses Jahr das aller Welt tollste, hypermegageilfantastischste Geburtstagsgeschenk aller Zeiten für mich hätte und ging mir damit durchaus schon ziemlich auf die Nerven.
Jetzt, wo ich weiß, was es ist, muss ich allerdings zugeben, dass es wirklich ein absolut bewundernswert fantastisches Geschenk ist und ich verstehen kann, weshalb er so stolz darauf war, so etwas überhaupt bekommen zu haben.
Er hat es nämlich geschafft, zwei Konzertkarten für Element auf Crime in der Elbphilharmonie zu ergattern.
(Einschub/nachträgliche Korrektur: Ich habe grade erst festgestellt, dass die Autokorrektur aus "Element of Crime" Element auf Crime gemacht hat, was ich so lustig finde, dass ich es stehen lasse. Passt meiner Meinung auch sehr gut zu der Truppe.)
Außer den Karten bekam ich allerdings auch noch einen Zeitungsausschnitt zu der Vorankündigung des Konzertes, in dem berichtet wurde, dass alle Karten - sämtliche und vollständig - schon 10 Minuten nach Eröffnung des online Verkaufs vergriffen waren.
Und mein Westfalenmann hat nicht nur zwei Karten nebeneinander, sondern auch noch sehr weit vorne in der vorderen Mitte besorgt, das ist schon eine beachtenswerte Leistung.
Das Konzert ist erst am 27. Mai, aber das heißt, ich kann mich jetzt acht Monate lang im Vorhinein darauf freuen. Und ich bin sicher, es wird ziemlich toll.
Nach der ersten Geburtstagsstunde sind wir alle noch mal ins Bett gegangen, nur um relativ früh wieder aufzustehen, denn wir mussten mit der ersten Fähre heute wieder aufs Festland.
Da ich dieses Jahr einen Schnapszahl-Geburtstag feiere, dachte ich, es ist an der Zeit, mehr als nur drei Tüten Gummibärchen auf den Tisch in der Kaffeeküche zu stellen und habe deshalb gestern schon größere Mengen an Kuchen gebacken.
Aufstehen gegen 6h, snschließend noch das Nötigste kurz sauber machen (so Aktionen wie staubsaugen und Boden wischen hatten wir schon gestern erledigt), Auto gepackt und Abfahrt.
J. wollte mit nach Greven, er ist dann erst nächste Woche alleine auf Deutschland Tournee unterwegs.
Gegen 13h war ich im Büro, der Kuchen kam gut an.
Während des Tages diverse Anrufe und Nachrichten auf allen möglichen Kanälen. Es ist schon faszinierend, wer sich so alles mit herzlichen Glückwünschen meldet.
Und Abendessen dann im kleinen Kartoffelhaus, insgesamt ein schöner Tag mit einem perfekten Abschluss.
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Plubb
So macht es hier ständig aus meinem iPhone, man kann das Gefühl haben, das iPhone tropft.
Ich habe der App Buienalarm erlaubt, mir Mitteilungen zu senden und davon macht sie heute ausgiebig Gebrauch. Immer wenn ein neuer Regenguss erwartet wird, dann schickt mir die App eine Nachricht, die mit dem Geräusch eines tropfenden Wasserhahns eintrifft.
„Kans op lichte neerslag in Borkum rond 19.20h“ steht dann z.B. auf der Nachrichtenseite, denn Buienalarm ist die holländische Variante der App "Drops", die aber seit ein paar Wochen einen Fehler hat und in einer Zeitschlaufe hängengeblieben ist. In der deutschen App ist es immer 16h, das ist etwas unpraktisch, weshalb ich die holländische Variante aktiviert habe, die fehlerfrei funktioniert. Und mir deshalb aber eben auch holländische Nachrichten schickt, was mich immer ein wenig grinsen lässt. Auch wenn ich holländisch brauchbar gut verstehe, finde ich es doch immer wieder eine witzige Sprache.
Ich habe nicht nur mein Leben lang direkt an der Grenze gewohnt, sondern über all die südafrikanischen AuPairs und diverse Reisen nach Südafrika auch viel Kontakt zu Afrikaans gehabt, was im übrigen dazu geführt hat, dass kein Niederländer mich versteht, wenn ich versuche diese Sprache aktiv zu benutzen und dass ich ABN (das niederländische "Hochdeutsch") deutlich schlechter verstehe als das Niederländisch, was in Limburg oder Flandern gesprochen wird. ( was im holländischen Fernsehen übrigens oft mit Untertiteln versehen wird, wenn Leute aus diesen Regionen im Fernsehen reden, was dann bei mir wiederum dazu führt, dass ich dann erst recht einen Lachflash bekomme.)
Das ist natürlich politisch überaus unkorrekt, denn selbstverständlich sind die Niederländer eine sehr ehrenwerte Nation, über die man nicht kichern sollte, aber sie reden nun mal in dieser witzigen Sprache, bei der es mir immer schwerfällt, sie ernst zu nehmen. Das Borkumer Platt ist als niederdeutsche Sprachvariante dem holländischen natürlich auch sehr nah - aber Plattdüts wird ausschließlich als "Zweitsprache" benutzt. Wenn es um wichtige Dinge geht, kann hier jeder auch normales Hochdeutsch und ich glaube, deshalb finde ich Holländisch so besonders witzig: Es ist so eine Art Plattdüts, was aber in den Niederlanden durchgängig und hochoffiziell als Sprache benutzt wird, einfach, weil die keine andere haben.
Bei dem feuchten Wetter waren wir heute nur kurz vor der Tür, Briefwählen, damit ist jetzt auch die zweite Wahl hier in Niedersachsen erledigt, am Nachmittag habe ich mit J. einen Baum ofengerecht kleingesägt und begonnen, die Wäscheberge, die J. mitgebracht, abzuarbeiten. Der Rest des Tages war gefüllt mit Nichtstun
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Zwar schellte der Wecker ordnungsgemäß um 5.30h, doch bis wir soweit wach, und angezogen und abfahrbereit waren, war es dann doch wieder 7.30h und damit mal wieder deutlich später als geplant.
Dann kam noch eine Straßensperrung mit Riesenbaustelle in Holland dazu, so dass wir mal wieder als letztes Auto auf die Fähre rollten, aber egal, wir haben es ja geschafft.
Dabei war die Fahrt ansonsten wunderschön. Auf den Feldern und Wiesen, durch die wir fuhren, waberte ein ziemlich dicker Nebel, den die aufgehende Sonne zwar meist erfolglos versuchte aufzulösen, der stellenweise aber auch von ganz klarer Sicht durchbrochen war, so dass die Landschaft wie ein impressionistisches Gemälde aussah. Ich konnte mich gar nicht sattsehen.
Auf der Insel angekommen war die erste Feststellung, dass die Heizung auf Störung stand und sich auch durch mehrfaches Drücken der Resettaste nicht bewegen ließ, wieder anzuspringen. In solchen Situationen ist es von großem Vorteil, dass man sich auf der Insel kennt und der Installateur natürlich auch am Samstag mal eben vorbeikommt, der weiß ja, dass wir unter der Woche meist nicht da sind.
Am Nachmittag lief die Heizung wieder, was bedeutet, dass wir auch wieder warmes Wasser haben. Sonst wäre es hier doch eher ungemütlich geworden.
Am Abend sind wir Essen gegangen, etwas, was wir hier sehr selten machen, da ich hier meist genug Zeit zum Kochen habe und finde, selbst gekocht schmeckt dann doch immer noch besser als Restaurant, aber heute hatte keiner Lust zu kochen und es war dann auch im Restaurant sehr lecker.
Wir sind zu Fuß gegangen, weil es sich seit Mittags hier gründlich eingeregnet hatte und Fahrradfahren bei Regen ist noch übler als Laufen mit Schirm.
Als wir gegen 21h wieder nach Hause gingen, hatte der Regen aufgehört und es war komplett windstill, relativ mild und extrem dunkel.
Erst dachte ich, wir haben Neumond, weil absolut kein Mond zu sehen war, aber der Kalender sagt, wir haben schon wieder Halbmond. Wo allerdings der Mond hin ist, das weiß ich nicht, auf alle Fälle nicht da, wo er hingehört. Vielleicht macht er Urlaub.
Egal.
Was ich aber heute Abend positiv entdeckt habe, sind die Nachtfotografiefähigkeiten meines neuen iPhone. Ich habe seit letzter Woche das neue 8 plus iPhone und wenn ich auch sonst keine bemerkenswerten Verbesserungen zu dem alten 6s feststelle, so ist doch die Kamera tatsächlich deutlich besser.

So scharfe Nachtaufnahmen habe ich von diesem Leuchtturm noch nie machen können und ich finde, er sieht nachts besonders schön aus.
Faszinierend war auch die Lichtersilhouette von Eemshaven. Dort stehen zwei Kohlekraftwerke nebeneinander und jede Menge sonstige Hafenindustrie, die nachts immer ausgiebig beleuchtet ist und heute waren die Sichten besonders klar, so dass man auch auf 30km Entfernung das Geblinker und Geblitze noch gut erkennen konnte.
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Den Abend heute noch in Münster zu verbringen, passte wunderbar, denn es war Abend-Flohmarkt am Stadion und bei dem Wetter heute war das eine tolle Veranstaltung. Hat richtig Spaß gemacht und ich habe auch ein paar hübsche Dinge gefunden.
Auf dem Rückweg bin ich bei unserer Eisdiele in Greven vorbeigefahren und habe noch zwei Spaghetti Eis gekauft. Die schließen am Sonntag und ziehen sich zur Winterpause nach Italien zurück. Das werden damit also unsere letzten Eis für dieses Jahr gewesen sein. In 86 Tagen ist auch schon wieder Weihnachten, man glaubt es kaum.
Für die Fahrt morgen habe ich mir eben das neue Buch von Mariana Leky „Was man von hier aus sehen kann“ als Hörbuch aufs Handy geladen, in das erste Kapitel habe ich schon reingehört, ich glaube, das Buch wird mir sehr gut gefallen, da freue ich mich jetzt schon drauf
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Wenn sich die Hinweise verdichten, tatsächlich aber immer noch nicht klar ist, wie es nachher endgültig weitergeht, dann macht mich das ganz krank.
Je nach Situation reagiere ich verschieden. Bei Büchern zum Beispiel lese ich die ersten 20-30 Seiten, wenn die Handlung dann spannend wird, lese ich grundsätzlich zuerst den Schluss. Wenn ich dann weiß wie es ausgeht und wo drauf alles hin abzielt, dann kann ich ganz in Ruhe das Buch genießen. Wenn ich den Schluss nicht als erstes lesen kann, lese ich das Buch einfach gar nicht. Deshalb habe ich Fortsetzungsromane in Zeitungen nie gelesen, das hätte mich wahnsinnig gemacht, immer nur häppchenweise voranzukommen und dann die nächste Ausgabe abwarten zu müssen, bis man weiß wie es weitergeht. No never, dann lieber gar nicht.
Das gleiche gilt für Fernsehen Serien. Wenn es einzelne, abgeschlossene Episoden sind, dann ist es für mich o. k., aber eine Serie, die einen geschlossenen Handlungsstrang hat und man ständig gespannt ist, wie es weitergeht, die lehne ich komplett ab. Die will ich nicht sehen.
Fernsehen gucken ist sowieso problematisch, da kann man ja nicht vorspulen. Deshalb gibt es viele Filme, die würde ich definitiv niemals gucken.
Das war bei mir schon als Kind so. Wenn es spannend oder gefährlich wurde, bin ich hinter den Sessel geflüchtet und habe mir auch gleich noch die Augen zu gehalten. Schwierig waren zum Beispiel so Filme wie Lassie oder Flipper. Denn in jeder Folge gab es ja mindestens eine Stelle wo es für Lassie oder Flipper gefährlich wurde. Da saß ich dann immer hinterm Sessel.
Horrorfilme oder Psychothriller sind schon mal gleich gar nichts für mich. Was für eine entsetzliche Vorstellung, niemals never ever je würde ich solche Filme gucken. Wenn man mich dazu zwänge, würde ich wahrscheinlich mittendrin vor Angst und Schreck versterben.
Dass es Leute gibt, die so etwas toll finden, wird mir für immer in Rätsel bleiben
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CWs Hinterlassenschaften sind immer noch nicht fertig abgewickelt oder geklärt und ploppen deshalb von Zeit zu Zeit immer mal wieder mit viel Getöse auf.
Als ich mein altes Leben vor ca. zehn Jahren verlassen habe, habe ich mich bereits damals entschieden, dass ich von CWs Geld nichts brauche, sondern dass ich mit dem auskomme, was ich selber verdiene.
Und mit dieser Entscheidung bin ich bis heute auch sehr gut zurecht gekommen. Ich brauche einfach nicht mehr Geld, schon gar nicht, wenn es mit zusätzlicher Arbeit, Stress, Ärger, Theater und unüberschaubaren Risiken verbunden ist. Egal wie groß die Beträge sind, ist es kein Geld der Welt wert, sich deshalb sein Leben zu ruinieren, was man bisher ja ohne dieses Geld sehr zufrieden geführt hat.
Mag ja sein, dass man sich damit nette Sachen kaufen kann, aber ich brauche gar nichts, ich habe schon alles. Und zum sinnlos Geld verplempern tauge ich nicht, das macht mir nur schlechte Laune denn statt wilde Orgien zu feiern, sammele ich lieber die Pfandflaschen ein, die kann man doch nicht einfach liegen lassen.
Ich brauche kein Geld für Urlaub und auch keines für Klamotten oder Einrichtung. Ich kaufe viel lieber auf dem Flohmarkt oder bei ebay, und dort haben die Dinge keinen Preis, sondern man bezahlt im Grunde nur eine "Mitnahmegebühr".
Ich gehe nicht auf Konzerte oder Veranstaltungen, weil ich Menschenmengen nicht mag, ich habe ein Haus am Meer und ein Cabrio, damit bin ich doch per Definition schon reich, was soll ich also mit noch mehr?
Nur leider funktioniert das Leben nicht so schwarz weiß, es klappt nicht immer, einfach nur sagen "Nein Danke, ich möchte nicht mehr" - CW hat sich vom Acker gemacht und jetzt bin ich zuständig, ob mir das gefällt oder nicht. Und deshalb müssen diese Dinge jetzt erledigt werden. Wenn alles gut geht, bin ich nachher wirklich reich, wenn es allerdings nicht gut geht, habe ich nachher noch mehr Probleme als ich mir überhaupt vorstellen kann. Und weil es eben alles noch viel schlimmer kommen kann, möchte ich das Spiel eigentlich gar nicht spielen. Ich verzichte lieber schon im Vorfeld auf den Gewinn, egal wie gut meine Chancen insgesamt sind. Auch eine Quote von 1:1000 reizt mich nicht, ich möchte am allerliebsten nur meine Ruhe.
Doch das hilft mir nicht weiter, K. sagt, wir ziehen das jetzt durch, na, dann, auf in den Kampf
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Google Fotos bietet kostenlos unbegrenztes Speichervolumen und ist von überall zu erreichen.
Das Synchronisieren der Foto geschieht völlig problemlos im Hintergrund immer wenn das iPhone mit einem W-LAN verbunden ist. (Habe ich so eingestellt, man kann es auch einzeln manuell anstoßen, aber ich wollte ja grade, dass immer alle Fotos gesichert sind.) Und, was mir besonders gut gefällt, das Programm sortiert alle Aufnahmen selbstständig nach Inhalten und erfindet von ganz alleine eigene Überschriften für die Themenordner, die es ebenfalls selbstständig anlegt. Je mehr Fotos man speichert, umso so mehr Themenordner entstehen.
Das ist nicht nur praktisch, sondern manchmal auch sehr lustig, denn ab und zu kommt es zu witzigen Zuordnungen.
Dass der Heinkel-Kabinenroller meines Onkels unter Fahrräder sortiert wird, ist zwar eigentlich eine Frechheit, dass aber die zwei kopulierenden Schnecken, die ich neulich fotografiert habe, unter „Essen“ ausgewiesen werden, dass gibt mir dann nicht nur zu denken, sondern lässt mich auch ziemlich grinsen.

Ich glaube, ein Google Restaurant würde ich lieber meiden
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Ich habe keine Ahnung, was das für ein Kraut ist, was sich da großflächig in diesem Garten verteilt hat, aber wenn man es mäht, riecht es einfach nur toll und ich habe mal wieder intensiv bedauert, dass es keine Geruchsfotografie gibt.
Es wurde ja schon dunkel, so dass das Licht nicht mehr viel hergab, aber dieser Geruch, der über dieser frisch gemähten, verwuschelten Idylle eines Reihenhausgartens waberte, dieser Duft nach Wildkräutern, Gras und altem Holz, der ist einfach unbeschreiblich und wenn ich hier je ausziehe, dann nehme ich einfach den Garten mit.

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Da für die Organisation und das anschließende Stimmenzählen sowie die Übermittlung der Ergebnisse an den Bundeswahlleiter grundsätzlich der einzelne Wahlbezirk und das heißt, die jeweilige Kommune oder der Kreis zuständig ist, wird das im Zweifel natürlich überall anders gehandhabt. Die fragliche Software wird also nicht bundesweit eingesetzt, sondern nur in einzelnen Kommunen oder Kreisen.
Wie es aber überhaupt dazu kommen konnte, dass eine Kommune/ein Kreis eine derart primitive und fehleranfällige Software überhaupt einkauft, um sie für die Auswertung der Wahlergebnisse einzusetzen, das kann ich mir allerdings sehr gut vorstellen und mich wundert, dass nicht noch viel mehr und viel öfter Probleme aufploppen, wo die öffentliche Verwaltung mal wieder Müll eingekauft hat.
Denn selbstverständlich musste die Beschaffung dieser Software europaweit ausgeschrieben werden.
Doch blöderweise haben nur sehr wenige Menschen überhaupt eine Ahnung, auf welche Parameter bei so einer Software besonders geachtet werden muss, denn wer hat schon Ahnung von einer Software, die er wahrscheinlich noch nie benutzt hat? Und genau deshalb merkt auch niemand, wenn da minderwertiger Kram angeboten wird, und dann nimmt man im Zweifel den günstigsten Anbieter, denn das ist so vorgeschrieben - und schwupp, hat sich die öffentliche Verwaltung mal wieder blamiert. Aber es ist alles streng nach den Vorschriften gelaufen
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Deshalb gehe ich bestimmten Diskussionen in der Regel schon von vornherein durch eine aktive Meinungslosigkeit aus dem Weg.
Politik ist so ein Thema, wo ich sehr ungern eine Meinung habe und noch ungerner mit Leuten darüber spreche, die sich ihrerseits oft sehr sicher sind, welches die einzig richtige Meinung sein kann.
Das geht immer so lange gut, bis ich auf jemanden treffe, der (irgendeine) politische Meinung nur deshalb hat, weil (irgendeine) Partei bestimmte Programmpunkte hat, von denen er persönlich sehr profitiert. Dann rege ich mich jedesmal auf und dann gibt es auch jedesmal Ärger.
Aber ich finde es einfach nur billig, schäbig, niveaulos, dumm und überhaupt eben komplett verachtenswert, wenn man eine Partei nur deshalb wählt, weil man sich davon den größten, persönlichen Vorteil verspricht.
"Was die wollen ist für mich persönlich super. Wie viele andere davon dann einen Nachteil haben interessiert mich genausowenig wie die Frage, welche Langfristfolgen daraus entstehen können. Ich habe heute einen Vorteil, der Rest ist mir schnuppe." - Klar, so denken sehr viele Leute, ändert aber nichts daran, dass ich genau diese Beweggründe einfach nur Kacke finde.
(Je nach persönlicher Wunschvorstellung/Ausrichtung kommen solche Leute bei mir gleich nach Kinderschändern, es gibt da so eine bestimmte Parteien, da kann ich mit den Wählern dieser Partei wirklich gar nichts anfangen. Mit denen rede ich allerdings auch tatsächlich nicht, denen versuche ich nur so weiträumig wie möglich aus dem Weg zu gehen.)
Grundsätzlich habe ich tatsächlich keine einheitliche politische Meinung, weshalb ich auch keine Partei besonders gut finde. Ich kann eher sehr ausführlich begründen, was ich an welchen Parteien alles besonders grässlich finde.
Etwas, mit dem ich vor allem bei kleinen Parteien ein großes Problem habe, ist das "Personal". Einzelne Leute mögen ja sogar völlig okay sein, und auch das Parteiprogramm kann abstrakt betrachtet sogar große Spitze sein, aber die Alltagsarbeit nach den Wahlen wird nicht nur von einer Person gemacht, sondern von ganz vielen und wenn ich mir dann ansehe, mit was für einem Personalstamm einige der kleineren Parteien so antreten, dann gruselt's mich.
Mich erinnert das immer an so große Friseurläden von Starfigaros. Das Kundengewinnungs- und Erstberatungsgespräch, das macht der Meister persönlich, wenn es dann aber ans Haareschneiden geht, erscheint irgendeine Aushilfskraft, die mehr nach optischen als nach fachlichen Gesichtspunkten eingestellt wurde und schneidet einem die Haare krumm und schief.
Das ist dann dumm gelaufen, dabei hat der Meister selber das doch alles so toll skizziert, wie er sich das vorstellt, aber ich laufe dann monatelang mit einer Mütze rum, weil nach der Behandlung durch die hübsche Assistentin die Haare erst mal wieder nachwachsen müssen, bevor man überhaupt was retten kann.
Ich bin da sowohl beim Friseur als auch bei der Wahl von Parteien schon drauf reingefallen, seitdem achte ich immer sehr genau darauf, was für Personal eigentlich überhaupt vorhanden ist und wem ich es zutraue, auch brauchbare Alltagsarbeit abzuliefern.
Die FDP zum Beispiel ist für mich genau aus diesem Personalaspekt absolut nicht wählbar. Der Lindner ist ja sicherlich ein toughes Kerlchen (den Kubicki finde ich übrigens auch gut), aber das war's auch schon, was die FDP an brauchbarem Personal zu bieten hat.
Mehr Namen sind aktuell sowieso nicht prominent, Herr Lindner erledigt das alles als One-Man-Show, und wenn ich genauer hinsehe und mir überlege, welche Menschen ich persönlich kenne, die FDP-Politiker sind, dann zucke ich doch sehr schnell zusammen. In meinem Umfeld (und ich habe schon recht viel mit Politikern zu tun), zeichnen sich grade die FDP-Vertreter nicht durch ein Übermaß an Intelligenz aus. Im Gegenteil, da sind einige bei, da wundert man sich, wie die unfallfrei zu einem Schulabschluss gelangt sind, dafür sind sie durch die Bank alle Experten im Netzwerken. Das ist sicherlich eine sehr wichtige Eigenschaft, aber eigentlich wäre es mir lieber, sie würden mit diesen Fähigkeiten als Staubsaugervertreter eingesetzt und nicht als Politiker, die als "Volksvertreter" ja doch etwas mehr Kompetenz und Verantwortung haben (sollten.)
Ähnlich sieht das mit dem Personal der anderen kleinen Parteien aus, was daran liegt, dass hier einfach die Bewerberlage eine andere ist. Um in einer kleinen Partei als Kandidat aufgestellt zu werden, muss man sich nicht sehr anstrengen, im Gegenteil, oft suchen die händeringend nach Leuten, der Personalmangel bei den kleinen Parteien ist mindestens so groß wie bei der freiwilligen Feuerwehr. (Ging neulich durch die Presse, dass die auch keine Leute mehr finden.)
Einer meiner Lieblingspolitiker ist Gregor Gysi, wenn ich mal irgendwo in einem Quiz "einen Abend mit einem Politiker Ihrer Wahl" gewinnen würde, würde ich mir immer den aussuchen. Der ist klug, schlagfertig, witzig, selbstironisch und hat sehr oft schon sehr viel gesunden Menschenverstand bewiesen. Auch Sarah Wagenknecht gefällt mir, ich denke, sie sagt viele kluge Dinge, nur leider ist diese Partei aus meiner Sicht genausowenig wählbar wie die FDP, man schaue sich nur mal das sonstige Personal dieser Truppe an.....
Sehr viel besser sind die großen Parteien da im Moment auch nicht, weshalb ich eben auch wirklich keine echte Meinung habe, welche Partei ich jetzt gut und welche weniger gut finde.
Große Sympathien habe ich für Die Partei, die sind wenigstens kreativ und lustig und haben ganz sicher noch keinen faulenden Parteiensumpf ausgebildet, aber ich fürchte, es nutzt nichts, die zu wählen, oder genauer: Es nutzt genau der Partei, die ich ganz, ganz sicher nicht wählen will, weil die von allen Stimmen profitiert, die nicht abgegeben werden oder bedeutungslos, weil unter 5%, im Wahläther verpuffen.
Aber ich habe jetzt gewählt. Ich weiß zwar nicht genau, was, denn ich habe wählen lassen (ist bei Briefwahl ja kein Problem), aber so kann ich mir jetzt einreden, dass ich bestimmt das richtige getan habe und damit sind für mich die Diskussionen über Politik auch beendet
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