Immerhin aktualisierten sich die WetterApps regelmäßig und meldeten ab Mittag dann auch tatsächlich, dass es wohl nicht so dolle ist (das hatte ich allerdings schon durch einen simplen Blick aus dem Fenster festgestellt), aber sie sagten auch, dass es halt noch schlechter wird und deshalb warfen wir kurzfristig unseren Abflug-Zeitplan um und beschlossen, nicht erst um 18:30 Uhr, sondern vorsichtshalber schon um 16.30h zurückzufliegen, sicher ist sicher.
Das hieß aber auch, dass J schon zwei Stunden eher zu Hause sein musste, denn der wollte heute mit aufs Festland fliegen, weil er sich morgen eine Wohnung in Berlin ansehen möchte. Da wir ja ursprünglich erst abends abfliegen wollten, war er heute noch arbeiten gegangen, jetzt musste er seinem Chef kurzfristig mitteilen, dass er dann noch viel früher als schon angekündigt weg wäre. Blöd, vor allem für den Chef, der wohl Schwierigkeiten mit einem Ersatz hatte und die Milchbude war rappelvoll - im Moment sind grade Beachdays und da das Wetter zu schlecht zum rumliegen am Strand war, saßen alle Gäste in den Milchbuden und machten einen auf Stimmung, aber tja nun, hilft nix, das ist die Folge für einen Chef, der seine Mitarbeiter nur nach Anwesenheitsstunden bezahlt....
Als klar war, dass wir zwei Stunden eher abfliegen, wurde ich etwas hektisch und begann das Haus abreisefertig zu machen, als erstes mal die Spülmaschine anwerfen, damit ich die noch ausräumen kann, bevor wir gehen.
Der Teufel ist bekanntlich ein Eichhörnchen, ich denke allerdings, heute war er eine Spülmaschine, denn die weigerte sich, ihren Dienst zu verrichten. Sie pumpte nicht mehr ab und das hieß, es ist alles eine ziemliche Sauerei.

K. hat alle Anschlüsse freigelegt, es scheint aber die Pumpe in der Maschine zu sein, die hängt, neulich ist ein Glas in der Maschine kaputtgegangen und davon werden sich wohl Glassplitter Richtung Pumpe verselbstständigt haben und blockieren dort alles.
Wir haben jetzt erstmal alles nur ausgeräumt und von Hand abgewaschen, Reparatur dann nächste Woche.
Gegen 16.30h waren wir aber tatsächlich in der Luft, das Wetter war nicht schön, aber fliegbar. J ist ja der weltgrößte Flugzeugschläfer, K meinte schon während des Startes, dass J schon schläft, aber da war er wohl nur kurz davor, auf alle Fälle hat er mitbekommen, dass ich ihn fotografieren wollte und hat mir noch die Zunge rausgestreckt, kurz danach konnte man ihn aber leise von hinten schnarchen hören.

Wir sind ja vor allem mit C und
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K war schon um 5h wach und aufgestanden, da er heute seine letzte Theorieprüfung für den IFR-Schein auf dem Programm hatte und deshalb spätestens um 9:00 Uhr in Braunschweig sein musste.
Er sagt, es ist gut gelaufen und er hat ein sehr gutes Gefühl, so dass ich davon ausgehe, dass das tatsächlich alles geklappt hat und er endlich, endlich mit dieser lästigen Theorie fertig ist. Immerhin hat er vor anderthalb Jahren damit angefangen, nach drei Monaten aber keine Zeit mehr gehabt, unterbrochen und es dann in den Osterferien wieder von vorne begonnen.
Aber jetzt ist es hoffentlich endlich abgehakt, dann folgen jetzt die Praxis Schulungen und irgendwann hat er dann den kompletten IFR-Schein und wir können sogar fliegen, wenn das Wetter schlecht ist. Das ist dann wirklich sehr praktisch.
Als ich nach Hause kam, wartete schon ein Riesenbücherpaket auf mich, ich bin letzte Woche in einen Bücherkaufrausch gefallen und habe rebuy aufgekauft. Hauptsächlich habe ich Kochbücher bestellt, mir hat das Kochen und vor allem das Kochbuch schmökern in den letzten vier Wochen so viel Spaß gemacht, dass ich dringend noch mehr Kochbücher haben wollte. Vor allem von Sebastian Dickhaut habe ich jetzt circa zehn Bücher bestellt, der gefällt mir einfach ausgesprochen gut als Kochbuchsutor, ich mag seine Rezepte und ich mag seine Art, die Zubereitungsmethoden zu beschreiben, er benutzt eine angenehme Mischung aus erklärter Technik und Pragmatismus, genau mein Geschmack.
Und „Backen für Dummies“ habe ich mir gekauft, weil ich hoffe, dass in diesem Buch endlich die chemischen Zusammenhänge erläutert werden, die mir beim Backen bisher noch nicht klar sind und die mir auch mein Chemikerkind bisher nicht sinnvoll beantworten konnte.
Außerdem war noch ein Kochbuch über Molekularküche dabei, finde ich sehr spannend, muss ich dringend ausprobieren.
Für heute bin ich mit dem Tag aber fertig, ich werde jetzt einfach der Müdigkeit nachgeben und ins Bett gehen
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Das lag vor allem natürlich auch daran, dass kaum Menschen da waren, allein in meiner Abteilung, in der normalerweise heute neun Leute hätten anwesend sein sollen, waren nur drei da (mich eingeschlossen) alle anderen waren entweder krank oder haben Urlaub.
Wenn man so ganz in Ruhe gelassen, langsam und friedlich wieder reinkommen kann und nicht im fünf Minutentakt jemand auf der Matte steht und irgendetwas von einem will, sich über irgendetwas beschwert, irgendetwas nicht verstanden hat, für irgendetwas eine Einweisung braucht, dann ist arbeiten gar nicht so schlimm.
Und gefühlt habe ich sogar eine Menge geschafft, zumindest alle dringenden Sachen, die unbedingt heute fristgebunden erledigt werden mussten, sind auch tatsächlich rausgegangen.
Ich habe ein sehr konstruktives Telefongespräch mit dem Finanzamt geführt (manchmal trifft man da echt auf nette Leute) und ein anderes, sehr nettes Telefongespräch mit einem neuen Kollegen in unserer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, es ist toll, wenn man neue Kollegen kennen lernt, mit denen man sofort einen Draht hat.
Heute Abend habe ich im Fernsehen dann einen Film in der ARD gesehen, Monsieur Claude und seine Töchter, und war ganz fasziniert von der Leichtigkeit, mit der dieser Film die Absurdität des verallgemeinernden Integrationsanspruchs aufgezeigt hat.
Mittlerweile macht mich diese immer wieder wiederholte Forderung nach Integration bzw. die umgekehrte Beschwerde, über existenten Rassismus=Ausgrenzung von anderen nur noch böse.
Wenn ich mir diese Mengen an #metwo Beiträgen ansehe, möchte ich nur noch auswandern. Dorthin, wo es keine Menschen gibt, wo deshalb niemand sich darüber beklagen kann, dass er ausgegrenzt wird.
Denn nur wer ganz alleine lebt ist wirklich frei und muss sich keine Sorgen machen, dass er von irgendjemandem angefeindet wird, weil er anders ist.
Mich macht das deshalb so böse, weil ich mein Leben lang schon immer anders war und weil ich oft genug ausgegrenzt wurde und regelmäßig das Gefühl hatte, nicht dazuzugehören, aber weil ich natürlich ein weißes Mädchen bin, nennt sich das nicht Rassismus der anderen, sondern ich habe Probleme, mich sozial anzupassen.
Merkste selber, nich?
Hätte ich irgendwie einen ausländischen Hintergrund, könnte ich vollständig problemlos permanent die große #metwo Integrationskeule schwingen, habe ich aber nicht und deswegen bin ich selber schuld. Beziehungsweise ich jammere vor allem deshalb nicht, weil ich ja auch denke, es ist mein Problem.
Und weil ich denke, dass man einfach damit leben muss, dass man nicht überall sofort mit offenen Armen aufgenommen wird, wenn man neu in eine Gruppe kommt. Das ist einfach ein ganz normales menschliches Verhalten.
Der Film, den ich heute Abend gesehen habe, der hat mir deshalb so gut gefallen, weil er so deutlich machte, dass jeder Mensch "rassistische" Grundveranlagungen hat, denn jeder hat ja ein Menschenbild, das von ihm und seiner eigenen Person als "positivem Normalzustand" ausgeht.
Außerdem ist niemand pauschal daran interessiert, Fremde in seine eigene Gruppe zu lassen. Vor allem keine Fremden, die sich aufdrängen, die anstrengend sind oder gar Besserwisser. Das war jetzt kein Thema des Films, aber das halte ich für eine ganz normale Erkenntnis über den menschlichen Charakter. Denn im Grunde sind doch die allermeisten Menschen zunächst mal an ihrem eigenen Wohlergehen interessiert, und in meinem minikleinen subjektiven Mikrokosmos habe ich bisher ja sehr gut gelebt, jetzt kommt ein Fremder von außen - na, ist doch klar, dass der eine potentielle Gefahr darstellt, weil er mir etwas wegnehmen könnte. Freunde, Bequemlichkeit, Ansehen, was man halt so braucht, um zufrieden durchs Leben zu kommen.
Als Kind konnte ich nicht in den katholischen Kindergarten gehen, da ich evangelisch war, die wollten keine Ketzer, heute hieße das Rassismus und würde mit bösen #Hashtags angeprangert.
Auf Borkum dagegen bin ich weitestgehend akzeptiert, weil meine Vorfahren von der Insel stammen. Dort mag man allerdings erst recht keine Fremden, und schon Leute, die aus Emden kommen, sind ja keine echten Insulaner, und werden deshalb ausgegrenzt. Das ist dort schon immer so gewesen, und ist auch heute noch so, ich habe schon immer ein bisschen darüber gegrinst, wenn man zB über Familie XY redete und dann hieß es: Ja, aber die Erna, die ist ja nicht von hier, die kommt irgendwo vom Festland. Zu dem Zeitpunkt war Erna dann 85 Jahre alt, mit 20 Jahren auf die Insel gekommen und hatte dort geheiratet. Würde Erna einen Twitteraccount haben, könnte sie sich schrecklich darüber beschweren, dass sie auch nach 65 Jahren noch nicht dazugehört. Oder gilt das nicht?
Darf man zwar Deutsche vom Festland problemlos ausgrenzen, aber ausländische Flüchtlinge müssen zwingend integriert werden, weil sich das so gehört?
Und ja kein falsches Wort sagen, sonst hat schon wieder eine arme, unschuldige Seele ein Trauma fürs Leben, weshalb ja dieser #metwo-Hashtag so wichtig ist, weil man endlich mal drüber reden kann?
Und was ist mit all den anderen Leuten, die nicht wegen ihrer Hautfarbe oder ihrer Herkunft oder ihres Geschlechtes oder ihrer sexuellen Vorlieben oder ihrer Behinderung (ich glaube, jetzt habe ich die meisten, die sich bisher mit Hashtag beschwert haben, oder?) ausgegrenzt werden? Was ist mit den Rothaarigen oder den Krussellockigen oder den zu Dicken oder zu Dünnen oder denen, die nicht hübsch genug sind oder seltsame Eltern hatten oder einfach nur zu wenig Geld haben? Es gibt ganz bestimmt 82,5 Millionen Gründe Menschen in Deutschland auszugrenzen - nämlich für jeden Bewohner mindestens einen und natürlich ist das nicht nett und für den jeweils Betroffenen mal gleich gar nicht, aber wenn die öffentliche Beschwerderitis in diesem Tempo weitergeht, dann muss man sich nicht wundern, wenn sich ganz normale 08/15 Durchschnittsmenschen intellektuelle Alternativen suchen. Denn grade diejenigen, die andere ausgrenzen, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit selber auch ausgegrenzt, von nix kommt nix.
Der Film im Ersten hat mir heute so gut gefallen, weil er so deutlich zeigte, dass natürlich auch all die Gruppen von Menschen, die man klischeemäßig besonders gut ausgrenzen kann, ihrerseits wiederum die Masse der "anderen" Bevölkerung ausgrenzt.
Und ich frage mich dann immer, warum darf man das nicht? Was ist so schrecklich verkehrt daran, manche Menschen einfach nicht zu mögen und zu sagen: nein, mit dir möchte ich einfach nichts zu tun haben.
Je mehr wir mangelnde Integration vor allem auf der sprachlichen Ebene anprangern, umso mehr wird sie wahrscheinlich schon aus Trotz ausgelebt, ich merke es ja bei mir selber.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich als Kind mal ganz alleine in Wald gegangen bin, um dort ungehemmt und vor allem ungestört und unverboten stundenlang alle umstehenden Bäume auf das sprachlich gröbste zu beleidigen. "ScheißeScheißeScheiße" - dreimal ganz schnell und ganz laut gebrüllt - tolles Gefühl.
Und neulich habe ich mich dabei ertappt, wie ich dachte, ich könnte doch mal wieder "Neger" sagen, besser noch "NegerNegerNeger" - einfach nur so, weil es verboten ist
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Wir hatten ja gestern schon gut vorgearbeitet, so dass das Hausputzen heute überschaubar blieb, zumal J ja auf Borkum bleibt und das Haus deshalb nicht komplett stillgelegt wird. Da ich in den letzten vier Wochen aber hauptsächlich Urlaub und damit wenig Alltagsputzen ausgelebt habe, war es nun durchaus nötig, wenigstens einmal alles gründlich zu saugen und zu wischen. Die Bäder hatten es auch nötig, aber jetzt ist wieder alles schön und vor allem aufgeräumt. Ich finde es immer wieder erstaunlich, in was für einem Tempo ich im gesamten Haus überall irgendwelchen Kram verteile. So gesehen ist meine Pendelei zwischen zwei Haushalten schon sehr praktisch, zwinge ich mich dadurch doch selber, regelmäßig aufzuräumen.
Sonst hat auch alles gut geklappt, wir haben die letzte Fähre nach Eemshaven genommen und unseren obligatorischen Stop bei McDov in Appingedam gemacht, geht doch nichts über liebgewonnene Rituale.
Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem Windradflügel vorbei, der zur Reparatur oder zum Weitertransport oder was weiß ich, auf alle Fälle der auf dem Boden lag und wenn man so dicht dran ist, an so einem Windradflügel, dann bemerkt man erst mal, wie gigantisch groß die Dinger tatsächlich sind.

Am Kai dahinter lag ein Schiff mit Nase

Wir sind extra noch einen Schlenker gefahren, damit ich es gut fotografieren kann, denn K meinte, das ist doch bestimmt was für deinen Blog.
Das Grevenhaus erwartete uns mit kuscheligen 28° Innentemperatur, draußen sind es aber zum Glück nur 19°, jetzt lüften wir seit 2 Stunden und haben es immerhin schon auf 24° runtergekühlt.
J hat seine Studienplatzzusage für Pharmazie in Berlin, damit sind jetzt alle drei Kinder in ihren Wunschstudiengängen an ihren Wunschunis angekommen, wieder ein Haken mehr auf der Checkliste zur Erlangung der Unabhängigkeit
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Laut aller Wettervorhersagen, Apps und anderer Weissagungen werden hier an der Nordsee Gewitter mit Orkanboen in Windstärke 12 erwartet. Vulgo also Weltuntergang, weshalb wir heute Vormittag schon mal das Außengelände wetterfest aufgeräumt haben.
Es passierte aber nix. Deshalb haben wir uns überlegt, am sichersten zwingen wir das Schicksal, wenn wir jetzt einfach schwimmen gehen. Eigentlich also eine totsichere Sache, klappte aber auch nicht. Das Wasser war zwar schon arg kabbelig und wir waren auch relativ alleine im Meer, aber die DLRG-Wächter standen brav am Strand und ließen uns gewähren, der Weltuntergang blieb aus.
Irgendwann fing es auch tatsächlich an zu regnen, der Wind hielt sich aber in Grenzen und es war immer noch ziemlich warm.
Deshalb von hier kein Unwetterbericht, sondern nur ein ausdauerndes Warten auf Abwechslung
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Man hatte nichts zu tun und man tat auch nichts, eben außer sich entsetzlich zu langweilen.
Aber ich weiß heute nicht mehr, wie sich Langeweile anfühlt, das Gefühl ist mir wohl abhanden gekommen.
Dabei ist die "Action", die hier den Tagesablauf markiert, bei genauem Hinsehen durchaus der gehobenen Langeweile würdig.
Wir haben uns ausführlich damit beschäftigt, wie man ohne größeren Umstand, seine Haare "hochklemmt", ich fand, meine Schwester macht wuschelwuschel und hat dann schwupps, einen wunderschönen Haarknoten (oben links), sie sagte, bei mir sähe das doch genauso aus, einfach die Haare zu einem Strang drehen, dann den Strang um sich selbst drehen und dann ein Haargummi drumrum - und tatsächlich, es sieht bei mir genauso aus (rechtes Foto) und ich habe es auch schon immer so gemacht. Ich habe mich nur noch nie von hinten beguckt.
Eine längere Zeit habe ich über das Phänomen der sich unterschiedlich verbrauchenden Zahnpastatuben nachgedacht. Seit Jahren benutzen wir die "Doppelzahncreme", blau für morgens, orange für Abends. Wir benutzen die vor allem deshalb, weil wir uns auf den Geschmack einigen konnten, der Geschmack ist für mich äußerst entscheidend, was die Auswahl der passenden Zahnpasta angeht, und weil es halt immer gleich zwei Zahnpastatuben sind, die man in Gebrauch hat, was bedeutet, man muss nur halb so oft eine neue kaufen.
Da ich diese Morgens-/Abendszahncreme grundsätzlich als Kombipaket kaufe, finde ich es auch sinnvoll, wenn beide Zahnpastatuben gleichzeitig leer werden, dann können sie sofort beide ersetzt werden, ich kaufe ein neues Kombipaket für den Vorrat und alles ist ordentlich geregelt.
Gemeinerweise werden die Zahnpastatuben aber nie gleichzeitig alle, in einer ist immer noch für mindestens ein-zwei Wochen Zahnpasta drin, was mich jedesmal aufs neue schwer fasziniert, schließlich putzen wir uns beide doch eigentlich einigermaßen zuverlässig und regelmäßig jeweils morgens und abends die Zähne.
Was mich allerdings noch mehr fasziniert, ist die Tatsache, dass in Greven immer die Aronaltube als erste alle ist, während auf Borkum immer die Elmextube als erste leer ist. Ich finde das einfach nur schräg und wundere mich jedesmal wieder aufs Neue.
Ich meine, wenn zB immer die Aronaltube als erstes leer wäre, hätte ich ja sogar noch eine einigermaßen plausible Erklärung dafür, denn ich gebe zu, dass es tatsächlich ab und zu mal, zwar nicht oft, aber eben schon manchmal vorkommt, dass ich zu faul bin, mir abends die Zähne zu putzen und dann tatsächlich mit ungeputzten Zähnen einschlafe, bevor ich es geschafft habe, mich nur fürs Zähneputzen noch mal aufzuraffen.
Dass sich mit dieser Erklärung die Abends-Elmex-Zahnpasta weniger schnell verbraucht als die Morgens-Aronal-Zahnpasta könnte ich wenigstens ansatzweise verstehen. Aber hier auf Borkum ist es genau andersrum - und interessanterweise eben nur hier auf Borkum: Hier ist regelmäßig die Elmex-Zahnpasta als erste alle (und nein, das liegt nicht daran, dass nach einmal schief angefangen, es immer so schief weiterläuft, wir benutzen aktuell die Aronalpasta komplett vorschriftswidrig auch am Abend, einfach um beide Tuben erst mal leer zu machen, bevor etwas neues angefangen wird.
Ich bin sehr gespannt, welche der Tuben bei diesem Durchgang dann als erste leer sein wird.
Das letzte Foto dokumentiert nur meine heutige Entdeckung, wie man gebackenes Gemüse besonders lecker hinbekommt: Man taucht es roh in Backteig und wirft es dann in eine Friteuse. Ich gehe davon aus, dass auch schon andere Leute vor mir diese Entdeckung gemacht haben, zB. unser Lieblingsgrieche in Greven, der ausgesprochen leckere gebackene Zucchini- und Auberginenscheiben auf der Karte hat, ich bin aber immerhin jetzt, nach rund 10 Jahren Stammgastdasein bei diesem Griechen hinter das Rezeptgeheimnis gekommen und sehr zufrieden mit dieser Entdeckung
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Deshalb gleich erstes, die Fallschirmspringer:

Die sind seit Anfang der Woche mal wieder auf der Insel zu Besuch, haben ihr Zeltcamp direkt am Flugplatz aufgeschlagen und springen in einem weg, haste was, kannste, in großer Höhe über der Insel aus einem Flugzeug, um dann unten tatsächlich wieder relativ zielgenau auf dem Flugplatz zu landen. Ich habe das vor Jahren auch mal ausprobiert (weil ich allen Blödsinn ja wenigstens einmal selber ausprobieren muss, bevor ich mir erlaube, es als Blödsinn zu bezeichnen) und dabei festgestellt, dass der Thrill des Fallschirmspringens an mir vorbeifliegt, ich fand es weder besonders aufregend noch besonders beeindruckend, sondern hauptsächlich ziemlich kalt, denn pro 1000 Fuß Höhe nimmt die Temperatur um 2° ab, wenn man also in 10.000 Fuß Höhe rausspringt, ist es dort selbst bei den jetzigen Hitzetemperauren noch immer ziemlich frisch und wenn man dann noch den Fahrtwind addiert, der im freien Fal auch nicht grade gering ausfällt, kann man vielleicht verstehen, weshalb ich bei meinem ersten (und einzigen) Fallschirmsprung bisher hauptsächlich gefroren habe. Für alle anderen Gefühle war schlicht kein Platz, mir war kalt, sehr kalt!
Geht aber nicht allen Menschen so, einige sind total angefixt und springen immer wieder aus einem Flugzeug, die Piloten nennen das „Deppenwerfen“ - aber wenn man Spaß dran hat, ja nun, dann sollen sie halt runterspringen.
Und ansonsten habe ich noch diverse Mondbilder im Angebot.
Noch immer nicht nachgereicht habe ich meine selbstgemachten Fotos von der Mondfinsternis, deshalb voilà:

In der oberen Reihe kann man den selbstgeknipsten Blutmond über Eemshaven bewundern, (mit Mars darunter), irgendwann waren ja die Wolken weg und man sah tatsächlich einen roten Mond.
Da ich nur ein iPhone zum Knipsen benutze und ansonsten auch keine Ambitionen in Punkto Filter oder Bildbearbeitung besitze, sind die Fotos eben so simpel, wie sie sind.
Dadrunter habe ich denselben Mond dann drei Stunden später fotografiert, so, wie er direkt vorm Haus (und knapp über der Straßenlaterne) zu sehen war - das linke Foto ist dabei das handwerklich bessere, denn auf dem Foto gibt es keine grünen Punkte, weil ich sie genau in den beiden Monden habe verschwinden lassen. Das rechte Foto zeigt dagegen eine typische iPhone-Macke: Es werden grüne Punkte produziert, wenn die Belichtung an einer Stelle zu intensiv ist. Auf dem rechten Foto habe ich also einfach nur abgedrückt, links dagegen habe ich so lange den Bildausschnitt verschoben, bis beide grünen Punkten „in“ den Leuchtquellen verschwunden waren.
Letzte Woche, als nicht nur Vollmond, sondern eben auch jener besondere Blutmond zu sehen war (oder zu sehen gewesen wäre), war der Mond ständig hinter Wolken versteckt. Heute, als er sowieso nur noch zur Hälfte am Himmel leuchtete, tat er das dafür nicht nur nachts, sondern auch noch den ganzen Tag lang.

Mond gesehen?
Nicht?
Jetzt aber:

Und hier auch noch mal über der Zughaltestelle:

Ich war nämlich heute vormittag schon unterwegs, um J zur Fähre zu bringen, der das Wochenende in Hamburg verbringt. Nik ist allerdings nicht in Hamburg, der ist grade in Berlin, weil er dort eine Famulatur macht, irgendwie geht das mit den Städten und den Kindern grade etwas durcheinander, aber Hauptsache, die finden sich selber zurecht, mehr braucht es nicht.
Wesentliche Taten von heute: zwei Säcke Altkleider entsorgt, zwei Maschinen Wäsche gewaschen und zwei Gläser Alkohol getrunken. Danach zwei mal umgefallen, irgendwie war früher mehr Lametta
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Das dauert aber noch sechs Jahre und dieses....
Allerdings sind auch die Temperaturen hier schon wieder außerhalb jedes entspannten Urlaubserholungsgefühls geklettert, die Abkühlungsphase ist vorbei, heute hatten wir schon wieder über 30°. Mit der Folge, dass ich mich mal wieder den ganzen Tag im Haus verkrochen habe, bei diesen Temperaturen muss ich nicht vor die Tür gehen.
Dafür habe ich es aber auch endlich geschafft, den Wasserschaden aus März mit der Versicherung abzurechnen, jetzt bin ich gespannt, ob sie meiner Abrechnung folgt oder einzelne Forderungen streicht.
C. hat heute eine E-Mail mit der Zulassung zum Master bekommen. Da die Zulassungen für ihren gewünschten Masterstudiengang immer nur zum Wintersemester vergeben werden und dann auch jedes Jahr nur für elf bis maximal 15 Studenten, war es schon ein bisschen aufregend, ob sie dabei ist, andererseits waren ihre Vornoten so gut, dass es mehr als unwahrscheinlich gewesen wäre, wenn es nicht gereicht hätte, aber leichte Restzweifel bleiben halt immer und jetzt ist es offiziell und bestätigt und damit schon ein wirklich gutes Gefühl.
In spätestens 14 Tagen erfährt J, ob er seinen gewünschten Studienplatz in Pharmazie in Berlin bekommt, auch hier ist es eher unwahrscheinlich, dass er den Platz nicht bekommt, aber sicherer ist es schon, wenn man es offiziell bestätigt bekommen hat.
Ansonsten ist es hier inzwischen fast windstill, wir haben mal wieder gegrillt und sitzen jetzt auf der Terrasse und belauschen fasziniert den Lärm des Meeres. Wer meint, dass das Meer gleichmäßig und beruhigend vor sich hin rauscht, der hat nie in einer windstillen Nacht auf Borkum am Meer gesessen. Es ist eher ein ziemliches Gepolter, Getute, Gebrause und Geklicker, was da aus Richtung Nordsee über die Dünen zu uns rüberschallt, irgendwelche Baggerschiffe baggern die Fahrrinne aus, das poltert und rumst gewaltig, und alle möglichen Tanker fahren die Westerems lang und müssen dabei immer mal wieder tuten, das romantische Wellengemurmel geht dabei ziemlich unter.
Immerhin schlafen die Austernfischerterroristen. Von denen wohnen nämlich fünf halbstarke Möchtegernrowdies schräg gegenüber und wenn die miteinander in Zoff geraten, dann ist hier wirklich was los. Ruhe im Kurbad geht anders
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Ich schlage zB ámmoskrustakristi vor, vergnügliches/geliebtes Sandkrustenzertreten.
Denn genau das habe ich heute Morgen getrieben, als ich mit K zum Strand gegangen bin, weil er wieder schwimmen wollte und die Kinder als Begleitung schwächelten. Ich war übrigens auch im Wasser und bin sogar ca. 10 Schwimmzüge lang geschwommen (damit will ich sagen, ich war bis zum Hals im Wasser und nicht nur bis zu den Fußknöcheln, aus reinem Chronistenverpflichtungsgefühl möchte ich das hier ausdrücklich erwähnen).
Die Außentemperatur war ca. 26°, das Wasser ca. 23° und es wehte ein recht frischer Nordostwind, was dazu führte, dass das Wasser beim Reingehen noch recht kühl war, beim Rausgehen war dagegen die Luft recht kühl, so habe ich gleich zweimal gefroren, wurde aber durch das herrliche Sandkrustentreten reichlich dafür entschädigt
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Hat alles gut geklappt, nur C war völlig frustriert als sie bemerkte, dass es hier auf Borkum genauso heiß ist wie auf dem Festland, weil hier die Luftfeuchtigkeit deutlich höher ist, fühlt es sich sogar noch heißer bzw, unangenehmer an als auf dem Festland, einziger Vorteil: hier gibt es ein Meer zum Abkühlen.
C und K sind beide begeisterte Schwimmer, ich bin da eher keine brauchbare Begleitung, mir reicht Duschen, mehr Wasser brauche ich nicht. Aber jetzt hatten sie sich ja gegenseitig als Begleitung und sind auch sofort gemeinsam losgezogen.
Ich habe ein wenig meine Beine ins Wasser gehalten und mich dann damit beschäftigt, mir die anderen Leute am Strand anzuschauen. Es gibt da durchaus bemerkenswerte Typen zu beobachten, leider vergesse ich immer sofort alles, was ich da so sehe und höre, ich glaube, das nächste Mal nehme ich mein Telefon mit an Strand und nutze es dann heimlich als Diktiergerät, um sofort an Ort und Stelle meine Beobachtungen festzuhalten, denn während ich mir die Menschen dort am Strand so anschaute und fetzenweise Gesprächsstücke belauschte, hatte ich immer wieder das starke Gefühl, einem seltsamen Schauspiel beizuwohnen, über das ich ganz wunderbar etwas bloggen könnte. Wenn ich die Details nicht alle so schnell wieder vergessen hätte.
Nächstes Mal.
Sonst noch so: Als wir nach Bielefeld unterwegs waren, waren hier im Haus die Klempner und haben einen Außenwasseranschluss gelegt, jetzt habe ich endlich die Möglichkeit, einen Schlauch außen am Haus anzuschließen und muss nicht mehr mühsam aus dem Keller quer durchs Haus den Schlauch legen, wenn ich draußen im Garten mal sprengen möchte.
Gekocht habe ich heute einen Topf Kartoffeln und einen Topf Nudeln, die ich heute Abend zu Nudelsalat bzw. Kartoffelsalat verarbeitet habe, beides sehr gut gelungen.
Außerdem habe ich eine Gazpacho zusammenpüriert, die heute Abend schon perfekt durchgezogen war, von der ist nur noch ein winzigkleines Schüsselchen übrig.
Insgesamt also ein sehr schöner Tag, jetzt sind wir zu viert und das Essen war auch lecker, wenn die Temperaturen nicht langsam Höhen erreichten, die echt nicht mehr gut zu ertragen sind, gäbe es überhaupt nichts zu meckern
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