Okay, ich habe jetzt nicht ausschließlich fremde Büro-Dinge getan, sondern auch jede Menge Kram, der privat erledigt werden musste, aber ich habe ja sowieso keine saubere und strikte Büro ./. Privat Trennung, weshalb ich auch das Erledigen privater Dinge als produktive Arbeit empfinde und mit dem Tag heute bin ich ausgesprochen sehr zufrieden.
Das Erledigen von Büroarbeit (also die klassische "bezahlte Arbeit") fällt mir grundsätzlich leichter als das Erledigen privater Dinge, weil es bei bezahlter Arbeit halt noch ein externes Framing gibt, was meine ansonsten eher lasche Selbstdisziplin einigermaßen aufrecht hält.
Aber für heute hatte ich zwei Termine und in der Zeit dazwischen bin ich quasi im Überschalltiefflug durch all die Dinge gefegt, die ich unbedingt vor dem zweiten Termin erledigen wollte, damit ich im Anschluss an den zweiten Termin frei bin in der Tagesgestaltung. Das hat ausgesprochen gut geklappt, allerdings nur, weil der erste Termin unerwartet eine Stunde früher war und der zweite unerwartet eine Stunde später.
Ich hatte heute nämlich als erstes einen Termin beim TÜV und seitdem ich bemerkt habe, dass die örtliche Autoschrauberwerkstatt für die TÜV-Abnahme exakt dasselbe berechnet, wie der TÜV, wenn ich dort höchstselbst vorbeifahre, fahre ich natürlich nicht mehr selber zum TÜV, sondern mache einen Termin mit der Werkstatt, gebe mein Auto dort morgens ab und hole es mir irgendwann im Laufe des Tages fertig betüvt wieder ab. Da ich bekanntlich ungern laufe, bat ich K, dass wir morgens fix gemeinsam das Auto wegbringen und so kam es, dass ich mich nach Ks Zeitplan richten musste - und K hatte heute morgen sehr früh einen Termin, so dass ich deshalb bereits vor acht Uhr schon mit Auto wegbringen fertig war.
Der zweite Termin war ein Telefonat, das ich verabredet hatte und ich hatte angegeben, dass ich ab 10h zu erreichen bin. Wenn man wirklich konzentriert und ergebnisorientiert arbeitet, kann man in zwei Stunden sehr viel schaffen, vor allem, wenn man nicht im Büro ist und damit auch von niemandem gestört wird. Um 10h habe ich mein headset aufgesetzt, war also fortan gesprächsbereit, und hatte plötzlich das Gefühl, ich warte auf Besuch und begann deshalb das Haus zu putzen. Je mehr ich putzte, umso mehr wuchs mein Ehrgeiz, das Haus wirklich präsentabel herzurichten, damit ich mich vor dem Besuch nicht schämen muss. Als die Küche blitzte, das Wohnzimmer aufgeräumt war und das Bad grundgereinigt nach Zitrone duftete, wurde mir klar, dass mein Besuch mich nur telefonisch besucht und die ganze Pracht gar nicht bemerken wird, aber schaden kann es ja nie, wenn man mal sauber macht.
Der Anruf kam als ich grade im Keller die Wäsche sortierte, aber klug wie ich war, hatte ich das Telefon so auf der Treppe liegen gelassen, dass es grade noch Empfang nach oben hatte, gleichzeitig aber auch noch den Kontakt zum Headset hielt, ich kam mir schon sehr geschickt vor.
Mit dem Telefonat war ich dann sehr, sehr zufrieden, ich glaube, ich habe hier etwas angeschoben, was sich mit etwas Glück genauso entwickeln wird, wie ich es mir bisher nur in einer sehr optimistischen Version vorgestellt habe, das fände ich schon ziemlich genial.
Ich habe nämlich wahrscheinlich jemanden gefunden, der sich mit mir gemeinsam darum kümmern wird, dass der Onkel seine Ferienwohnungen wieder vermieten kann, was aktuell vor allem daran scheitert, dass niemand weiß, dass der Onkel leerstehende Ferienwohnungen auf Borkum hat. Es braucht also eine website und jemanden, der Ideen hat, wie man die website bekannt macht, weil die alte Methode der Vermarktung, nämlich freie Zimmer an die Kurverwaltung zu melden, die früher zentral die Vermittlung übernahm, die ist seit Jahren abgeschafft. Bis zu ihrem Auszug vor sieben Jahren hatte sich die Onkelfrau um die Vermietung gekümmert, die hat bei ihrem Auszug aber nicht nur die gesamte Gästeliste, sondern auch die alte Telefonnummer mitgenommen, so dass seitdem die Ferienwohnungen leer stehen.
Und nu hat der Onkel schon mehrfach erwähnt, dass er die Wohnungen doch eigentlich gerne wieder vermieten würde - nur wie findet man die Gäste?
Ich bewege dieses Problem jetzt seit fast einem Jahr in meinem Herzen - bis ich neulich einen Aktivitätsschub hatte und einen webdesigner anschrieb, ob er Lust hätte, sich um dieses Thema zu kümmern.
Denn es ist ja schon etwas komplexer als einfach nur eine website machen, es braucht vor allem Ideen, wie man die Kommunikation und die Buchung organsiert, denn der Onkel kann nur Telefon, Fax und Whatsapp als Kommunikation, E-Mail funktioniert nur, wenn ich die E-Mail cc bekomme und sie ihm dann als Fax weiterleite, was ich auf Dauer etwas schwierig finde. Und dann brauchen wir noch eine originelle Idee, die website bekannt zu machen - sich Werbeplatz bei Google zu kaufen dürfte den Umsatz, der mit den drei Ferienwohnungen gemacht werden kann, deutlich übersteigen, es ist also vor allem ein Problem, das kreative Lösungen verlangt und deshalb habe ich mich auch so schwer getan, einen webdesigner dafür anzusprechen, weil die, mit denen ich beruflich arbeite, die taugen dafür alle ganz sicher nicht, das war mir klar.
Aber nun, nach diesem Telefonat heute, da habe ich echt ein gutes Gefühl, ich bin sogar sehr zuversichtlich, dass das was werden könnte und dass unterm Strich dann etwas wirklich gutes rauskommt. Nicht mehr für diese Saison, das ist klar, aber vielleicht für nächstes Jahr, auf alle Fälle ist es jetzt schon mal angeschoben und ich bin sofort selber auch wieder sehr motiviert, weil es nun jemanden gibt, der sich ebenfalls kümmert und das macht das gesamte Projekt doch schon mal deutlich übersichtlicher.
Und wenn alles so läuft, wie ich es mir in meinen richtig kühnen Träume ausdenke, dann habe ich heute auch noch jemanden gefunden, den ich als Personal Trainer engagieren kann, der mir helfen könnte, all die Anwenderwissenslücken zu schließen, die zwischen mir, dem PC und dem Internet in den letzten 10 Jahren kontinuierlich gewachsen sind. Ich habe da leider sehr eigene Vorstellungen, wie mir jemand Wissen vermittelt, das mir fehlt, so dass ich grundsätzlich nur mit Menschen arbeiten kann, die von sich aus schon eine Erklärmethode haben, die zu meiner Lernmethode passt und vor allem müssen diese Menschen bereit sein, sich von meinen teilweise sicherlich abstrusen Fragen nicht zu schnell nerven zu lassen. Meine Lebenserfahrung hat mich gelehrt, dass diese Menschen selten sind, aber es gibt sie und das erste Gespräch heute war zumindest aus meiner Sicht ausgesprochen vielversprechend.
Im Anschluss an das Telefonat war ich so beschwingt, dass ich mit ganz viel Schwung noch mal einen großen Berg an to-dos abgearbeitet habe und darüber fast vergessen hätte, mein Auto wieder abzuholen. Als mir um 16.14h einfiel, dass die Werkstatt Freitags ja um 16.15h schließt, schwang ich mich auf mein Fahrrad - und erwischte den Meister grade noch als er die Tür abschließen wollte. Ich brauchte ja auch nur meinen Schlüssel und die Papiere, das Auto stand mit frischer TÜV-Plakette vor der Tür (und diesmal hatte er es niemand anderem vorher mitgegeben, der die Rechnung bezahlen wollte ;-), fuhr mit dem Fahrrad wieder heim und wartete dort auf K, der etwas später kam und dann noch mal mit mir losfuhr, um das Auto selber auch noch heimzubringen.
Den geplanten Flug nach Borkum haben wir auf morgen früh verschoben, K kam spät, es drohte Gewitter und überhaupt war ich noch im Dinge-erledigen-Rausch und wollte nicht unterbrechen.
Aber jetzt habe ich die gesamte Buchführung für den Vater und alle Krankenkassen- und Beihilfeabrechnungen à jour (bei zweien musste ich hinterhertelefonieren und aushandeln, dass sie mit Nachzahlung korrigiert werden), meine eigene Buchführung ist ebenfalls aktualisiert, ich habe ganz viele Fotos sortiert (weil ich die Fotos von den Ferienwohnungen vom Onkel gesucht habe, die ich irgendwann letztes Jahr mal gemacht habe) und ich habe mich mit privater Geldanlage beschäftigt, denn das Geld für die Immobilie in MG liegt immer noch einfach so auf dem Konto rum, was zwar hübsch aussieht, aber auf Dauer irgendwie blödsinnig ist.
Ich habe ja beruflich sehr viel mit Vermögensverwaltung zu tun, allerdings meist so in der Größenordnung von zwei- bis dreistelligen Millionenbeträgen. Heute habe ich festgestellt, dass es deutliche Unterschiede gibt, wenn man Beträge unter einer Millionen versucht anzulegen, da ist man nämlich im privat banking unterwegs und da funktioniert doch einiges anders.
Wenn man sich die aus meiner Sicht völlig überteuerten Ausgabeaufschläge sparen will, die die Bank kassiert, wenn man einen Fonds kauft, muss man schauen, welche Bank die gewünschten Fonds grade als special offer ohne diese Gebühren anbietet. Ich habe einige der von mir ausgesuchten Fonds bei der Commerzbank gefunden, wo ich sie ohne Ausgabeaufschlag kaufen kann, wenn ich sie als online-Sparplan abschließe.
Grundsätzlich sind Sparpläne ja nicht schlecht, nur in meinem Fall Quatsch, weil das Geld ja schon da ist, aber wenn man die Fonds nur als Sparplan gebührenfrei bekommt, nun denn, dann schließe ich halt einen Sparplan über einen hohen Betrag ab und kündige ihn nach der ersten Ausführung wieder. Dachte ich. Habe ich auch probiert, leider weigerte sich das Programm, die Order anzunehmen, Maximalbetrag für einen Sparplan sind 2.000 €.
Das war dann der Moment, wo ich froh war, dass ich doch keine zweistelligen Millionenbeträge anlegen muss, denn nur für 100.000€ muss man schon fünfzig Sparpläne anlegen. Ich kann bestätigen, es ist eine mühsame Klickerei, ich bin auch noch nicht fertig, weil mich die Lust verließ, aber immerhin ist ein Anfang schon mal gemacht
.
554 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
Weil ich mich so freute, dass der Tag heute keine Hitzedepression versprach, musste ich spontan eine Runde frische Luft im Garten genießen und konnte mich dort gleich wieder freuen, denn ich finde, dort sieht es schön aus.
Weil wir die letzten Wochen entweder krank oder nicht da waren, konnte alles, was sich da im Garten so angesiedelt hat, in Ruhe und ungestört vor sich hinwachsen, ein Garten, in dem kein Gärtner störend herumfuhrwerkt, entwickelt eine ganz eigene Schönheit.
Weil es heute ja kühl ist, ist der Himmel auch trüb und bedeckt, damit kein perfektes Fotowetter für Garten, ich fand aber, macht nix, ich musste es trotzdem alles hochbeglückt knipsen, weil ich nicht weiß, wie lange der Mohn noch blüht.

Außerdem ist heute noch ein weiterer positiver Termin, denn heute ist CW genau 5 Jahre und einen Tag tot, und das heißt, die Verschweigungseinrede greift ab sofort und bei dem Durcheinander, was CW hinterlassen hat, finde ich das eine absolut beruhigende Sicherheit. Betroffen gewesen wären die Kinder, aber ich denke, jetzt können wir alle beruhigt aufatmen.
Im Büro tobte dafür heute der Irrsinn, ein Kollege kommentierte es mit "wer hat denn all diese Memmen gleichzeitig losgelassen?" und es mag böse und diskriminierend sein, aber ich musste ihm aus vollem Herzen recht geben. Es gibt Menschen, die vor lauter Vorsicht und Besorgnis, irgendetwas falsch zu machen, ständig und ohne Pause alles falsch machen, bzw. der Grund sind, warum wirkliche Dramen passieren, nämlich weil sie anderen Leuten mit ihrer Vorsicht so auf die Nerven gehen, dass die dann zwischendurch mal kurz durchdrehen und damit dann einen Großschaden anrichten.
Wobei ich meist mehr Sympathie für den Amokläufer habe als für die vorsichtigen Hosenscheißer, weil ich eindeutig verstehen kann, dass man die Hasskappe aufzieht, wenn man zuviel Mimimigejammer an einem Tag verarbeiten muss.
Beispiele:
Ein Kollege schreibt eine Mail, er wäre beim Arzt gewesen und er würde leider über Wochen, wenn nicht Monate ausfallen, weil er ganz schlimm krank wäre. Die gesamte Abteilung wird umorganisiert, eine Vertretung für seinen Arbeitsplatz organisiert, alles rotiert und sortiert neu, nach zwei Tagen erscheint er wieder zur Arbeit, alles nicht so schlimm, er war beim MRT, kein Befund, genaugenommen ist gar nichts, aber hätte ja sein können.
Die Sekretärin ist im Urlaub und der tiefbegabte Assistent der Geschäftsführung wurde
Ich habe heute mindestens 10 Kopien aus dem Buchhaltungsordner gefischt (dem Ordner, wo grundsätzlich ALLE Originale abgelegt werden, und wegen Buchhaltung und Belegfunktion und so auch NUR Originale). Wo die Originale jetzt sind, weiß keiner, ich fürchte, der Kerl hat die Original vorsorglich kopiert und dann gut weggepackt.....
Ein Kollege einer Tochtergesellschaft braucht dringend sofort einen neuen Computer und will ihn online kaufen, die Firma versendet aber nur nach Vorabüberweisung - oder sofort bei Zahlung mit Kreditkarte oder PayPal. Jetzt wird er wohl keinen Computer bekommen, da die Tochtergesellschaft weder PayPal noch Kreditkarte hat - und der nächste Zahlungsverkehr erst in einer Woche freigegeben wird. Die Idee, seine eigene Kreditkarte zu benutzen, gefällt ihm nicht, wie soll er denn das bloß abrechnen nachher?
Ein anderer Kollege, Ingenieur und Projektleiter in der Immobilienabteilung, soll bestätigen, dass ein Zaun an einem Grundstück baufällig ist und ersetzt werden muss. Schriftlich will er sich dazu aber nicht äußern, weil er das dann doch nicht so genau und selbstständig beurteilen kann.
Und dann waren da noch ein paar Themen mit Verwendungsnachweisen für Kulturprojekte. Ich bin mittlerweile der Überzeugung, Kulturmenschen sollte man kein Geld geben, das endet immer im Desaster
.
685 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
Wenn man so frei am Strande steht,So oder so ähnlich dichtete einst Erich Kästner, er stand wohl im Wald als ihm das auffiel, ich stand gestern am Strand, als ich ähnliche Überlegungen hatte und tröstete mich damit, dass ich mit meiner Bürounlust nicht alleine bin, und dass es schon vor 70 Jahren Menschen gab, denen es ähnlich ging.
begreift man nur sehr schwer,
weshalb man in Büros und Meetings geht
- und plötzlich will man das nicht mehr.
Und weil trotz aller Unlust ein Rest Disziplin mich doch immer noch regelmäßig ins Büro treibt, bin ich dort also heute ordnungsgemäß erschienen und habe auch ein-zwei Dinge geregelt, die grade drohten, anzubrennen, aber energiegeladen geht ganz bestimmt anders.
Was für ein Glück, dass Montag war, da merkt das keiner.
******
Seit einiger Zeit habe ich eine akute "Grauphase". Ich schätze, 80% aller Kleidungsstücke, die ich in den letzten zehn Monaten gekauft habe, sind grau, wobei es so unendlich viele verschiedene Grauschattierungen gibt, dass ich es ganz natürlich finde, dass ich jetzt acht graue Hosen und mindestens 20 graue T-Shirts besitze. Dazu diverse Pullover, Blusen und Jacken, außerdem natürlich Schuhe, Gürtel und Taschen, die Garderobe einer Frau ist komplex und wenn man eine neue Lieblingsfarbe entdeckt, dann verlangt es eine detailreiche Einkaufsliste, um auch Kleinigkeiten passend kombinieren zu können.
So fiel mir auf, dass ich gerne noch eine graue Armbanduhr hätte, also nicht die Uhr selber, sondern das Armband, die Uhr, deren bisheriges schwarzes Armband ich austauschen wollte, besaß ich schon.
Nach viel Rumgesuche im Netz fand ich dann bei ebay einen Händler, der recht hübsche und noch einigermaßen bezahlbare Uhrenarmbänder anbot, dort bestellte ich eines in grau, 22mm Stegbreite.
Drei Tage später war das Uhrenarmband in der Post, leider war es nicht grau und 22mm, sondern beige und 19mm breit.
Ich beantragte die Rückgabe, weil ich damit ja nun wirklich nichts anfangen konnte. Antwort des Händlers: "Das graue Armband war ausverkauft, da habe ich Ihnen ein anderes geschickt."
Manchmal frage ich mich, was die Leute denken, was ich so denke, wenn ich Dinge bestelle.
Als ich darauf bestand, dass ich nur ein graues Armband mit 22mm Breite haben wolle, bekam ich weitere drei Tage später noch ein Armband, eine Preisklasse höher, dafür in grau und in passender Breite, mit der Bitte, jetzt aber das verkehrte Armband auf eigene Kosten zurückzuschicken.
Das fiel mir leicht, denn die Briefmarke war nicht abgestempelt worden ;-)
************
K hat letzten Monat seine Winterreifen gegen Sommerreifen in der Werkstatt wechseln lassen. Da letztes Jahr, als die Sommerreifen runterkamen, ein Reifen ständig Druck verlor, hat er sich diesen Reifen mitgeben lassen und hat ihn in einer Spezialwerkstatt reparieren lassen. Den reparierten Reifen brachte er jetzt zum Sommerreifenwechsel natürlich im Kofferraum wieder mit.
Als er am Abend sein Auto abholte, bzw. als er zu Hause in den Kofferraum schaute, fand er dort einen Winterreifen.
Die von der Werkstatt haben tatsächlich angenommen, dass er grundsätzlich nur drei Reifen einlagern möchte, um den vierten immer noch als Reserve im Kofferraum rumzufahren, oder so. Haben sie zumindest als Begründung angegeben, als sie gefragt wurden, weshalb sie einen Reifen wieder in Kofferraum gelegt hätten.
Am besten fragt man sich nicht, was die Leute so denken, dass man selber denkt.
...
581 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
C wollte aber trotzdem unbedingt schwimmen gehen und wünschte sich zum Geburtstag, dass wir gemeinsam zum Strand gehen.
Wir haben uns dann darauf geeinigt, dass wir erst das Haus abreisesauber machen, dann Strand, wir hatten die Fähre um 17.40h gebucht, also Zeit satt.

Ich bin nicht ganz so weit ins Wasser gegangen wie C,
unten links schwimmt C (der kleine schwarze Punkt weit draußen), unten rechts bin ich, Strandzeltvermietervollbad heißt das auf der Insel, ich fand, das reicht.
Am Strand rumliegen und die Sonne genießen konnten wir dann beide gleich gut

Die 17.40h Fähre hatte schreckliche Verspätung, wir haben erst gegen 18.30h abgelegt und waren deshalb auch dementsprechend spät erst in Eemshaven, was unseren Zeitplan etwas anstrengte, denn der letzte Zug für C ging um 22.14h ab Rheine, wir wollten aber vorher noch beim Vater vorbei.
An solchen Tagen bin ich dann immer sehr zufrieden, dass mein Golf die GTI-Ausführung ist, die paar mehr PS sind durchaus praktisch, wenn man es eilig hat.
Der Besuch beim Vater klappte, er freute sich, seine Enkelin zu sehen, K reparierte sein Telefon und ich steckte seine Uhr ein, die eine neue Batterie braucht.
Punkt 21h saßen wir wieder im Auto, das Navi sagte, Ankunft Bahnhof Rheine 22.17h, K sagte nur „ach was, das schaffen wir locker“ und gab Gas.
Tatsächlich waren wir so früh in Rheine, dass wir noch entspannt zusammen zu McDov gehen konnten, K hatte gute Laune. Wir sind zwar nicht geflogen, aber fast.
Auf dem Weg von Rheine nach Greven entdeckte ich einen wunderbaren Sonnenuntergang/Abendhimmel im Rückspiegel. Gar nicht so einfach zu fotografieren, aber schließlich gelang es doch, die Aufnahme unten rechts zeigt ziemlich genau das, was ich knipsen wollte.

In Greven lag erfreuliche Post, die Immobilie in MG ist jetzt auch offiziell im Grundbuch umgeschrieben, wir feiern das grade mit Schaumwein, jetzt ist es wirklich endgültig abgeschlossen, uffff
.
592 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
Klappte fast, K ist, weil er pünktlich sein wollte, einfach schon mal losgefahren, aber als er fertig war, waren wir auch schon unterwegs und trafen uns dann vorm Schuhladen. Timing perfekt.
Wir fanden ein Paar Schuhe, das C gefiel und passte, was ich ganz wunderbar fand, denn C hat morgen Geburtstag und ich noch kein Geschenk für sie.
K fuhr dann nach Hause, weil er noch eine Verabredung mit dem Kantenschneider hatte, C und ich strolchten noch eine Weile durchs Dorf, stellten fest, dass an der Kulturinsel Flohmarkt ist, liefen dort auch zweimal hoch und runter, kauften eine Hose für C und zwei Blusen für mich und fuhren dann ebenfalls heim.
Dort schmiss ich die schon vorsortierte Waschmaschine an, die Neuerwerbungen vom Flohmarkt passten noch rein, jetzt ist der Wäschekorb komplett leer, kommt auch selten vor.
Am Nachmittag ging C zum Vaterhaus und mähte dort den Rasen, ich schnibbelte ein wenig Gemüse, machte ein paar Dips und las dann ausführlich Internet, denn in meiner Filterblase ist grade richtig was los, ich fand es hochspannend.
Eine recht bekannte Bloggerin ist damit aufgekippt, dass sie sich ihre Biographie wohl sehr frei erfunden hat, was zwar grundsätzlich nicht dramatisch ist, aber diese Dame hat es dann doch ein wenig übertrieben, weil sie als Deko ihrer eigenen (real nicht existenten) Biographie noch gleich ein paar mehr Leute erfunden hat, die sie auch noch als Holocaustopfer an die entsprechenden Stelle meldete und das war den meisten Leuten dann wohl doch zuviel literarische Freiheit.
Ich hatte ihr Blog auch in meiner Blogroll verlinkt, weil ich ihren Schreibstil zunächst ganz interessant fand, im letzten halben Jahr wurde es mir aber immer öfter "too much" und ich habe immer weniger dort mitgelesen, in den letzten Wochen gar nicht mehr - und ich hatte sie auch auf Twitter und Instagram entfolgt, weil mir ihr immergleiches Thema langweilig geworden war, so dass ich die Aufregungen, die sich um diese Person entwickelten, erst mit Verspätung mitbekommen habe und dann auf Informationen von der Seitenlinie angewiesen war, weil sie alle ihre Konten auf privat gestellt hatte und das Blog ist offline.
Ich mag ja solche Dramen, ich bin dann immer schrecklich neugierig und klicke solange im Internet rum, bis ich möglichst viele Infos zusammen habe, so dass ich den Nachmittag heute sensationslüstern am Handy verbrachte.
Aber nu ist auch gut. Die Dame hat ihren Biographiefake wohl wirklich sehr zielstrebig durchgezogen und sogar Leute aus ihrem privaten Umfeld glaubten an die ausgedachten Hintergründe, sowas kommt vor, oder, wie es ein Kollege gerne sagt: Shit happens.
Meine Reaktion war, dass ich meine Blogroll überarbeitet habe, damit ist das Thema für mich abgehakt.
Als ich grade mit Abendessen kochen beschäftigt war, schellte das Telefon und ich machte den Fehler, mir einzubilden, ich könnte Multitasking. Kann ich nicht, sollte ich aber langsam auch wissen, konnte ich nämlich noch nie.
Brot im Backofen rösten und Telefonieren ist nicht kompatibel, sieht dann so aus:

Nach dem Essen noch eine Fahrradtour mit K, einmal bis zum östlichsten Strandrestaurant der Insel, ist ein wunderschöner Weg immer am Wasser lang und hat den besonderen Vorteil, dass man unterwegs an verschiedenen großen Mülleimern vorbeikommt, mission accomplished, sowas befriedigt mich ja auch immer sehr
.
1612 x anjeklickt (6 mal hat hier schon jemand geantwortet) ... ¿selber was sagen?
Der Rasen ums Haus besteht nur noch zu 10% aus Gras, der Rest ist irgendetwas anderes, überwiegend Moos, (also grün) und dazwischen langsam wachsendes Unkraut, was den Vorteil hat, dass man auch bis Ende Mai warten kann mit dem ersten Schnitt.
Mich stört ein Rasen ohne Gras gar nicht, ich habe da keinerlei gärtnerische Ordnungsansprüche, im Gegenteil, je pflegeleichter desto gut und alles, was gleichmäßig grün aussieht, das gilt als Rasen.
Am Vormittag waren wir mit den Rädern unterwegs, das Wetter war akzeptabel genug, um für die Fahrt ins Dorf nicht die kürzeste Strecke zu wählen, sondern die schönste (sprich am Wasser lang), unser Ziel war der örtliche Drogeriemarkt.
Auf dem Festland habe ich keinen problemlosen Zugang zu Drogeriemärkten, weil alle Drogeriemärkte in Greven in der Fußgängerzone liegen, was bedeutet, ich kann nicht mit dem Auto vorfahren und damit ist keiner für einen schnellen Einkauf zwischendurch geeignet, und sowas wie "shoppen gehen" mache ich ja normalerweise auch nicht, deshalb ist das Besorgen von Drogerieartikeln immer mit extra Aufwand verbunden.
Hier auf Borkum liegt der Drogeriemarkt auch in der Fußgängerzone, aber hier fahre ich ja auch regelmäßig Fahrrad, hier stört es mich also nicht und deshalb kommt es häufiger vor, dass wir hier einen Großeinkauf tätigen, den wir dann zu 80% wieder aufs Festland schleppen, eben weil es per Saldo die bequemste Logistik ist.
Diesmal hatte ich auch noch jede Menge Rabatt-Coupons, die ich einlösen konnte, das verleitet dann natürlich dazu, mehr zu kaufen als nur vier Deos, die fest auf der Einkaufsliste standen.
Was ich schon lange mal haben wollte, ist so ein Tangle Teezer, als typisches Mitglied der late majority wird es für dieses Produkt jetzt langsam Zeit, fand ich. Ausprobiert habe ich es noch nicht, aber jetzt ist mein Kaufbedürfnis gestillt, das ist das wichtigste.
Überhaupt hatte ich viel Spaß beim Rumgucken in dem Drogeriemarkt, an einer Regalwand waren neben den Kondomen auch diverse Sextoys im Angebot - und direkt daneben wurden dann die Tapes für Sportverletzungen angeboten. Ich fand's lustig.
Lustig fand ich auch den Ponypuffin, den ich wegen des hübschen Namens und wegen der schrägen Optik dringend kaufen musste

Und nein, er hing nicht bei den Sextoys, sondern bei den Haarbürsten, den steckt man sich nämlich in den Pferdeschwanz, damit der endlich mal großräumig voluminös wirkt.
C hat es sofort ausprobiert und ich finde den Unterschied tatsächlich beeindruckend.

Nach dem Drogeriemarkt, der mitten im Dorf liegt, mussten wir noch zu Lidl, das am Ortsausgang Richtung Hafen liegt, auch diesmal wählten wir den längeren, aber dafür schöneren Weg und fuhren über den innenliegenden, alten Sommerdeich, einer meiner Lieblingsfahrradwege, weil ich mir immer so verwegen vorkomme, wenn ich dort fahre. Der Weg ist so schmal, dass bei Gegenverkehr beide absteigen und vorsichtig umeinanderherum balanzieren müssen, rechts links geht es nämlich recht steil abwärts, Deich eben.
Früher war der Weg nicht gepflastert und die Deichseiten nicht gemäht, sondern mit einem sehr hohen Brennnessel- und Brombeergestrüpp bewachsen, da war es noch mehr Abenteuer dort zu fahren, weil ein Sturz noch unangenehmer gewesen wäre, früher waren dort aber auch weniger Gäste unterwegs und solange man alleine dort unterwegs ist, ist alles gut.

Das Foto zeigt die Enge des Weges genausowenig wie die Steilheit der abfallenden Seiten, keine Ahnung, wie man das fotografieren müsste, damit es besser rauskommt, aber es ist wirklich recht eng und recht steil und es macht auch heute noch Spaß, dort zu fahren
.
599 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
Um 15h das Büro verlassen und den Wagen vollgetankt.
Zu meiner großen Überraschung war der Sprit heute so günstig wie schon lange nicht mehr, ich hatte ja eigentlich damit gerechnet, dass die Spritpreise heute extra anziehen wegen des langen Wochenendes und der erwarteten Reisewelle, aber vielleicht war das auch nur diese eine Tankstelle, die da was verschlafen hat.
Denn Reisewelle war durchaus. Das Radioprogramm bestand eigentlich nur noch aus Verkehrs- bzw. Staumeldungen, dazwischen kurz Programm, in dem sich die Moderatoren dann darüber unterhielten, wie viel Stau heute überall erwartet wird und dass Experten sagen, dass heute der verkehrsreichste Tag des Jahres sein soll.
Aber so wie die hohen Spritpreise hielt sich auch die Stauwelle heute nicht dort auf, wo wir grade waren, wir sind vollkommen störungsfrei durchgefahren, im Gegenteil, unterwegs sahen die Straßen so aus:

K hatte soviel Spaß daran, dass wir auf den freien Straßen fuhren, während es sich sonst überall staute, dass er die Verkehrsdurchsagen extra lauter stellte, um die Staus, die uns alle nicht betrafen, ausgiebig zu genießen.
Wir hatten also auch noch genug Zeit für den Stopover bei McDo in Appingedam, damit war das Essensthema für heute auch schon abgehakt, alles sehr praktisch.
Jetzt haben wir eben die losen Teile ausgepackt und eingeräumt (im wesentlichen den mitgebrachten Kühlschrankinhalt) und dann festgestellt, dass wir alle beide völlig k.o. sind und nur noch ins Bett wollen.
K hatte genau wie ich auch diese elende Erkältung und genau wie ich ist er auch immer noch nicht wieder richtig fit. Wir schleppen uns hier also alle beide wie zwei Zombies durch die Tage, immer in der Hoffnung, dass es doch mal irgendwann besser werden muss, aber noch hält es sich zäh wie Kleister.
Deshalb laden wir das Sesselgestell auch jetzt nicht mehr aus, das kann ruhig noch eine Nacht im Auto verbringen, morgen haben wir hoffentlich wieder ein bisschen frische Kraft, dann gehen wir dieses Thema an.
Oder wir warten bis C. ankommt, die kann dann mithelfen rausheben.
Jetzt erst mal Bett
.
618 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
Ich weiß nicht, welchen Eindruck ich sonst vermittele, aber ich hätte mir eingebildet, ich jammere im Büro oder bei Geschäftspartnern nicht über Montage oder andere allfällige Unlustattacken, das mache ich höchstens hier im Blog, das wiederum liest aber doch hoffentlich kein Mensch aus meinem beruflichen Umfeld, zumindest ist mir das nicht bekannt und es hat auch noch nie jemand angedeutet.
Beim ersten Anrufer habe ich noch ganz normal, formal reagiert mit: "Danke gut, wieso sollte ich keine Lust haben, ist etwas passiert?"
Beim zweiten war ich schon etwas besser vorbereitet und habe geantwortet: "Ja, hier ist alles okay, trotz Montag. Und bei Ihnen?"
Der dritte hat mich dann allerdings wieder komplett aus dem Konzept gebracht, denn wer rechnet denn damit, dass man von jedem Anrufer mit demselben Fragenset begrüßt wird, was man ansonsten noch nie gefragt wurde? Da habe ich also gezielt zurückgefragt, wie er auf die Fragen käme, weil er heute halt schon der dritte sei und langsame begänne ich mir Sorgen zu machen über eine Verschwörung oder ähnliches, die komplett an mir vorbeigelaufen sein muss.
Tatsächlich haben mir alle drei Anrufer jeweils einzeln bestätigt, dass sie persönlich heute einen akuten Montagsdurchhänger hätten - und ich hatte etwas zum Grübeln.
Hat die Europawahl die Menschen derart umgehauen, dass sie spontan alle Energie verloren haben?
Seltsame Koinzidenzien gibt es manchmal.
Die Wahlergebnisse fand ich jetzt nicht sehr überraschend, sie waren einigermaßen umfragekonform, mich überrascht vielmehr, welche geballte Menge an Arroganz und Inkompetenz sich sowohl bei der CDU als auch bei der SPD in der Parteispitze tummelt. Wenn man da mal ausführlich drüber nachdenkt, kann man richtig Angst bekommen, denn die regieren wirklich unser Land. Gruselig ist das.
Ein bisschen Hoffnung entsteht allerdings, wenn man sich die Wahlbeteiligung der unter 25jährigen ansieht, scheint so, als ob die Jugend aufgewacht ist. Jetzt müssen sie nur noch durchhalten und systematisch fortfahren, die verknöcherte Rentnertruppe, die momentan noch die oberen Posten besetzt, immer weiter zu demontieren.
Ich persönlich bin übrigens für ein Wahlrecht mit 16 und einen Entzug der Wahlberechtigung ab 70. Weil, warum sollten alte Leute noch wählen? Die haben keine Zukunft mehr, die gestaltet werden müsste, die haben ihr Leben im Wesentlichen gelebt und können es jetzt langsam entspannt auslaufen lassen. Und vor allem müssen sie den jungen Leuten aus reinem Altersstarrsinn nicht immer weiter die Zukunft zerstören.
Ich habe dieses Rezo-Video schon gleich am ersten Tag gesehen als es online war und ich war spontan hell begeistert und sehr gespannt, wie die etablierten Parteien darauf reagieren.
Und dann kam dieses Totalversagen. Frau AKK ist sich nicht zu schade, eine volle Breitseite überhebliche Nichtwisserarroganz abzusondern und der Rest der Truppe ist auch einfach nur peinlich.
Der Generalsekretär der CDU ist nicht nur zweimal durchs juristische Staatsexamen gefallen, er hat auch noch nicht mal begriffen, wie man auf Twitter einen Thread postet und, in meinen Augen das schlimmste dabei, er lässt dann auch keine Experten ran.
Es kann einen in Summe wirklich nur gruseln.
Dafür endete der Tag heute mit einer äußerst erfreulichen Erkenntnis: Das Untergestell des Schlafsessels passt in mein Cabrio und wir konnten sogar das Dach wieder schließen.
Genial!
Jetzt bleibt es da bis Mittwoch drin, ich wollte es nur unbedingt heute schon wissen, ob es überhaupt ins Auto passt, denn sonst hätte ich mir einen Transportplan B ausdenken müssen, aber das ist ja nun nicht mehr nötig.
Ich freu mich sehr. Das hat alles richtig rundum perfekt funktioniert und solche Aktionen machen mich dann auch ausgesprochen glücklich und zufrieden.
C selber kommt am Donnerstag auch nach Borkum, dann kann sie gleich das neue Möbelstück in ihrem Zimmer bewundern, da freue ich mich auch schon drauf
.
600 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
So weit so trivial.
Da ich heute den ganzen Tag auf einer Konferenz war, hatte ich ausreichend Gelegenheit, die skurrilsten Unterschiedlichkeiten der einzelnen Redner zu beobachten, aber eines hatten sie dann doch alle wieder gemein, und, wie drücke ich es aus, aber ich sag mal so: Alte weiße Männer gehen mir zunehmend auf die Nerven.
Zugegeben, die gewählte Location befeuerte das alte-weiße-Männertum enorm und verleitete nicht nur den Moderator zu teilweise schon arg dümmlichen Sprüchen. Die Veranstaltung fand statt in der Classic Remise, und ein riesiger Ringlokschuppen voll mit übermotorisierten Oldtimern ist wohl vor allem für alte weiße Männer etwas ganz Tolles, aber nach acht Stunden menspreading war ich zum Schluss nur noch genervt, wobei es mich am meisten nervte, dass die Jungs selber das wirklich gar nicht wahrnehmen. Schon eine faszinierende Spezies, diese alten Männer.
Darüberhinaus waren heute aber auch wirklich schräge Redner am Start.
Neulich war ich auf einer Veranstaltung, wo eine Frau ständig "genau" sagte, ca. alle 10 Sekunden sagte sie "genau", es war schon sehr witzig. Zum Glück nahm sie aber nur als einer von sechs Gästen an einer Podiumsdiskussion teil, deshalb hatte sie nicht so viel Redezeit und es war insgesamt nicht ganz so nervig. Heute war aber ein Redner dabei, der einen Vortrag von 45 Minuten hielt und leider unter einer bösen Form von "Sag-ich-mal"-Tourette litt.
Nach 10 Minuten bemerkt man als Zuschauer, dass man bei sag ich mal leicht beginnt zu zucken, nach 20 Minuten kramt man verzweifelt nach Ohrstöpseln und nach einer halben Stunde gibt man auf und geht aufs Klo, sag ich mal. Es war wirklich ganz außerordentlich übel, und dabei dachte ich, dass die Genau-Frau neulich schon eine Hardcorenummer aus der Kategorie unbehandelte Sprach-Tics gewesen sei, es geht aber wohl immer noch schlimmer, genau, scheint es, sag ich mal.
Als nächster Redner kam dann ein Mann, der ganz besonders cool, locker und witzig sein wollte und nach den unvermeidbaren, platten Autosprüchen zur Begrüßung aber auch in seinem Fachvortrag hintereinander weg irgendwelche dämlichen Bemerkungen machte, jede gefolgt von einem "Spaß beiseite". Nach 10 Minuten begann ich eine Strichliste zu führen für jedes Spaß beiseite, eine halbe Stunde später sah das dann so aus

Ne im Ernst, jetzt mal Spaß beiseite, sowas darf man doch nicht als Fachreferenten vor einem Fachpublikum sprechen lassen, oder habe ich da falsche Erwartungen?
Dafür war das Essen gut, soweit ich es schmecken kann, denn meine Geschmacksnerven sind immer noch nur sehr eingeschränkt aktiv, es hatte aber eine angenehme Konsistenz und war warm.
Außerdem wurden beim Dinner mit ein paar interessanten Menschen Visitenkarten getauscht, wenn die Redner auch nichts taugten, unter Netzwerkaspekten war der Tag ein voller Erfolg
.
726 x anjeklickt (4 mal hat hier schon jemand geantwortet) ... ¿selber was sagen?
Es gab keine besonderen Vorkommnisse, nichts, was man ins Logbuch eintragen könnte, außer so Spitzfindigkeiten wie: Der Kapitän erschien nüchtern zum Dienst.
Wobei der Satz bei uns in Büro heißen würde: Der technische Prokurist erschien am Morgen zur Arbeit.
Das tut er nämlich nicht mehr regelmäßig, weil er ans Mutterhaus ausgeliehen ist, aber wir behelfen uns halt so gut es geht.
Sonst gibt es nichts zu erzählen, ich war zu meiner üblichen Zeit im Büro, also so gegen 9.30h und bin gegen 18h wieder nach Hause gefahren, N. war heute selbstständig mobil, weil sein Auto ja wieder funktioniert, um den musste ich also nicht mehr kümmern.
K hatte gestern grünen Spargel mitgebracht und ich habe heute noch schnell ein paar frische Tortellini mit Steinpilzfüllung gekauft, dazu ein großer gemischter Salat, in den ich dann den gebratenen Spargel und die Tortellini geworfen habe, sehr leckeres Abendessen, wenig Arbeit, wenig Dreck aber viel Geschmack, so mag ich das.
Morgen bin ich den ganzen Tag auf einer Bankveranstaltung in Düsseldorf, es kommen ein paar recht bekannte Redner, ich glaube, morgen wird ein interessanter Tag
.
552 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?