Wenn ich sonst früh im Büro bin, erscheine ich so gegen 9h, es gibt auch Tage, da ist es noch eine Stunde später, um 7h hat mich, glaube ich, noch nie jemand im Büro gesehen. Aber wenn ich doch nun schon einmal wach, angezogen und in Münster war, hätte ich es albern gefunden, wenn ich für eine Stunde Pause noch mal wieder nach Greven gefahren wäre.
Deshalb habe ich heute um 7h angefangen zu arbeiten und einige interessante Entdeckungen gemacht.
1. Es gibt sogar mehrere Kollegen, die um diese Zeit schon im Büro sind, ich glaube, denen habe ich heute den sonst sehr angenehmen, cheffreien Morgen verdorben. Als ich erschien saß zumindest keiner von ihnen an seinem eigenen Arbeitsplatz, sondern alle waren irgendwie anderswo im Haus unterwegs. Ich konnte aber förmlich spüren, wie sich die Kunde meiner Anwesenheit wie ein Lauffeuer verbreitete und alle leicht hektisch und so unauffällig wie möglich zurück an ihren Schreibtisch hasteten.
2. Die Zeit bis zur Mittagspause dauert deutlich länger - und insgesamt hatte ich heute den gesamten Tag das Gefühl, dass die Zeit auch sonst langsamer vergeht. Normalerweise beginnt die Uhr ab 15h nur so zu rasen und fünf Minuten später ist es schon 19h, heute war ich froh, als es endlich 16h war und ich mit gutem Gewissen wieder gehen konnte.
3. Ich fand die gesamte Bürozeit unangenehm anstrengend. Ich war gar nicht unbedingt müde, aber doch irgendwie wie in Watte gepackt. Alles fühlte sich beschwerlich und ausgebremst an.
4. Als ich um 16h Feierabend machte, bin ich erst noch an der Uniklinik vorbeigefahren, um N. einzusammeln - und bekam so die volle Schönheit des Berufsverkehrs zu spüren. Fünf Kilometer einmal quer durch die Stadt dauerten über eine halbe Stunde.
5. Meine sonst üblichen Arbeitszeiten halte ich seit heute endgültig überzeugt für zigmal sinnvoller. Alleine schon dieser Berufsverkehr, das ist ja gruselig. Millionen von Menschen schmeißen sich wie die Lemminge alle gleichzeitig auf die Straße, um sich gegenseitig zu blockieren, wie bekloppt können Menschen eigentlich sein?
Auf der Rückfahrt sind wir sofort zur Autowerkstatt gefahren, um Niks Auto abzuholen, allerdings wurde uns dort gesagt, dass das Auto grade vor 10 Minuten schon abgeholt worden sei.
Nik machte ganz runde Augen vor Erstaunen und meinte, das ginge doch gar nicht, das wäre doch sein Auto, aber der Werkstattmann sagte, der Mensch, der das Auto abgeholt hätte, hätte auch sofort die Rechnung bezahlt, deshalb sei er der Meinung gewesen, das sei schon alles so okay.
Ich fand die gesamte Situation völlig skurril, aber die Idee sehr gut; wenn ich mal ein neues Auto brauche, mache ich das demnächst auch so: Ich suche mir in einer Werkstatt ein hübsches Fahrzeug aus, sage, dass ich es abholen will, bezahle die Rechnung, die ja üblicherweise geringer ist als der Wert des Wagens, lasse mir Schlüssel und Papiere geben und voilà - so habe ich ein neues Auto.
Als wir dann aber nach Hause kamen, stand Ns Auto brav vor der Haustür, K war schon wieder zurück und hatte den Wagen als Überraschung abgeholt. Es dauerte allerdings noch eine Weile, bis ich aufhören konnte, leise vor mich hinzugiggeln. Vor allem auch über N, der noch mehrfach tiefgeschockt vor sich hingemurmelt hatte: "Aber das war doch mein Auto." - Ist ja dann grade noch mal gut gegangen
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In sechseinhalb Jahren hat sich sein Hausstand deutlich vergrößert, wenn alle drei Kinder gleichzeitig wieder zurückziehen würden, wäre das Haus definitiv zu klein.
So verteilt es sich aber ganz gut, vor allem weil mehrere Kisten unausgepackt im Keller warten können, bis er nächstes Jahr endgültig fertig ist mit seiner Ausbildung, vorher macht eine eigene Wohnung ja keinen Sinn.
Zusammen mit seinem Freund hatte N. den Sprinter relativ schnell ausgeräumt, erst stand alles unten im Wohnzimmer und ich war ernsthaft beeindruckt von der Menge Zeug, die N. ja vorher auch nur in einem WG-Zimmer untergebracht hatte - und in Hamburg waren noch Bett, Schrank, Schreibtisch und Kommode dabei, die er aber gar nicht mitgebracht, sondern gleich in HH weiterverkauft hatte.
K. meinte lapidar, Kinder kämen nicht auf andere Leute, und ich fürchte, da ist was dran. (Hat er natürlich überwiegend vom Vater, diese Sammelwut).
Während die Jungs Kisten und Kram die Treppen hoch und runter schleppten, schmiss K den Grill an, so bekam auch der Freund noch rasch etwas zu essen, bevor er aufbrach, um wieder zurück nach HH zu fahren.
Nun ist N also für die nächsten vier Monate wieder hier eingezogen, ich freu mich aber drauf, ich denke, wir werden gut klarkommen, wobei ich im Sommer ja vier Wochen auf Borkum sein werde, aber so steht dieses Haus hier nicht komplett leer, auch sehr praktisch.
Ab morgen dann für alle Bewohner wieder geregelte Arbeitszeiten mit frühem Aufstehen, N muss pünktlich in seiner Klinik erscheinen und solange sein Auto noch nicht wieder repariert ist, müssen wir eine rechtzeitig losfahrende Mitfahrgelegenheit für ihn sicherstellen, wird schon klappen
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Beschlossen, dass es Backofengemüse und Gemüsesuppe geben wird, dabei kriege ich den Feta auch gleich mit weg, eigentlich fehlte also nur ein Brot und Milch.
Frau Zuckerzimtundliebe hat grade ein Brotrezept auf ihrem Blog, das sich interessant liest (angeblich wird es ganz fluffig mit Kruste aber ohne Teigkneten, das hört sich doch ausprobierenswürdig an, oder?), Zutaten nur einfaches Mehl, Trockenhefe, Wasser und Salz, habe ich alles im Haus, mache ich, Milch reicht bestimmt noch bis morgen, ich muss also gar nicht einkaufen. Sehr gut.
Dann habe ich mich an den Rechner gesetzt und die Mails der letzten fünf Tage abgerufen. Ohjeh.
Außerdem habe ich die Wiedervorlageliste von Montag nachgearbeitet und festgestellt, dass halt doch eine Menge liegengeblieben ist. Noch mehr jeh.
Gegen elf hatte ich einen Durchhänger und überlegte, ob es nicht doch klüger wäre, wieder ins Bett zu gehen, aber dann beschloss ich rigoros, das jetzt durchzuziehen, ich habe schließlich lange genug geschlafen und am besten gehe ich endlich mal unter die Dusche und wasche mir die Haare.
Schon spannend, wie neu man sich nach so einer Dusche/Wäsche fühlt, auch hier ist halt fünf Tage nichts passiert.
Danach habe ich mit Schwung drei Stunden lang erst mal den privaten Kram abgearbeitet, der regelmäßig erledigt werden muss, fühlt sich deutlich besser an, wenn man hier einigermaßen à jour ist. Es ist zwar noch ein bisschen was übrig geblieben, aber das Wochenende steht ja an, da wird dann kurzfristig auch der Rest noch erledigt.
Anschließénd eine Stunde berufliche E-Mails und Telefonate, plötzlich war es 15h und mir fiel mein Brot ein.
Aus Mehl, Wasser, Trockenhefe und Salz einen Teig nur durch Rühren herzustellen gelang, leider habe ich dann erst den zweiten Teil der Rezeptanweisung gelesen, denn dieser Teig muss jetzt 12-16 Stunden gehen.
Tja dumm, ich nehme dann die 16 Stunden und lege noch ein paar Minuten drauf, denn ich werde nicht heute Nacht um 3h den Backofen anheizen und die große Bäckerei beginnen, vor 8h morgen früh wird das nichts und gleichzeitig hieß das aber auch, wir brauchen für heute doch wieder Brot.
N. schrieb, er ist gegen 17.30h mit einem voll beladenen Auto hier in Greven, packt aus, montiert die Anhängerkupplung, die hier liegt und fährt dann weiter nach Hannover, da kann er sich günstig einen Anhänger leihen, von Hannover dann wieder nach Hamburg und am Wochenende dann mit Anhänger und Sack und Pack wieder nach Greven, dann ist sein Zimmer in Hamburg leer.
Sein Job an der Uniklinik Münster beginnt am Montag um 9h.
Geplante Punktlandung würde ich sagen.
Hieß aber auch, dass ich bestimmt noch Brot besorgen solle und überhaupt wurde es Zeit, sich ums Essen zu kümmern.
Also kurz Einkaufen, dann Gemüse schälen und schnibbeln, hat aber alles gut geklappt.
N. kam mit einem Freund so gegen 17.30h, sie packten größere Mengen Kisten aus, die N. irgendwo im Haus verteilte, dann war die Suppe fertig und wir konnten essen. K. war inzwischen auch nach Hause gekommen und nach dem Essen montierten die drei Männer dann die Anhängerkupplung, was sich als unerwartet einfach erwies, N. und sein Kumpel stiegen wieder ins Auto - und das Auto sprang nicht mehr an.
Durch* die Montage der Anhängerkupplung hatte sich die Benzinpumpe verabschiedet.
* Ob diese Kausalität richtig dargestellt ist, weiß keiner, aber es liegt so nahe, oder nicht?
Eine andere Erklärung fand sich auf alle Fälle nicht, es ist auch eindeutig die Benzinpumpe, wie ein kundiger Schraubernachbar feststellte. Er konnte sie aber durch mehrfaches, kräftiges Draufhauen noch mal Reanimieren, also fuhr N. dann mit seinem Kumpel leicht verspätet doch los, vorsichtshalber aber erst mal Tanken, um zu schauen, was die Benzinpumpe dazu sagt, wär ja blöd, wenn sie sich irgendwo weit weg von jeder Homebase endgültig verabschiedet, denn dass bis Hamburg noch mal getankt werden müsse, war klar. Beim Anlassen nach dem Tanken zickte die Benzinpumpe wieder, aber N. wusste ja jetzt, wo er hauen musste, nach ein paar Schlägen sprang der Wagen an und die zwei fuhren weiter Richtung Hannover, drehten aber nach 10km dann doch wieder um, weil der Wagen ständig bockte, hustete und spuckte und sie ernsthafte Zweifel hatten, ob er wirklich bis Hamburg durchhält.
Jetzt steht der Wagen vor der Werkstatt hier in Greven, ich habe die zwei dort wieder eingesammelt und dann nach Münster zum Bahnhof gebracht (für den Zug ab Greven waren wir genau 1 Minute zu spät), was N. sich jetzt für ein Umzugsgefährt organisiert, muss er noch überlegen, auf alle Fälle ist Plan A wohl nicht mehr umzusetzen.
Spannend wird es, was die Werkstatt morgen zu den Reparaturkosten sagt und ob sich das bei der alten Kiste überhaupt noch lohnt. N. ärgert sich vor allem, dass er sie auch noch voll getankt hat. Der uralte Witzklassiker.
Nun, wir werden sehen.
Ich habe heute erstaunlich gut durchgehalten, für morgen habe ich eine Stippvisite im Büro angekündigt, weil der Zahlungsverkehr dringend raus muss und weil am Abend eine große Ausstellungseröffnung ist, für die ich eine Zutrittsberechtigung habe. Jaha, nicht einfach nur Einladung, sondern richtig personalisiert erteilte Zutrittsberechtigung nach Kontrolle meiner gesamten Biographie, die ich in einem ausführlichen Fragebogen vorab mitteilen musste, weil der Bundespräsident Schirmherr dieser Ausstellung ist und deshalb die Eröffnungsrede hält und da gelten dann ganz andere Sicherheitsvorschriften. Ich frage mich, ob die DSGVO auch für das Bundeskriminalamt gilt, aber wahrscheinlich haben die irgendwelche guten Ausreden.
Naja, auf alle Fälle möchte ich dort gerne hingehen, weil ich ja vorab schon mit allen meinen Daten bezahlt habe und wenn ich dorthin gehen kann, dann muss ich auch ins Büro gehen können, denn erstens liegt dort meine Zutrittsberechtigung und zweitens sähe das ja sonst schon etwas seltsam aus, wenn ich nur feiern gehe, aber nicht arbeiten kann.
Aber ich bin ja auch wieder fit und morgen bestimmt noch viel mehr
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Ganz grundsätzlich habe ich es ja nicht so mit Medikamenten, vor allem nicht mit Schmerztabletten, keine Ahnung wodran das liegt, aber ich habe eine sehr tiefsitzende Panik vor Drogen, weil ich in der ständigen Angst lebe, ruckzuck in eine unkontrollierbare Abhängigkeit zu rutschen, wenn ich das Zeug auch nur anrühre.
Ich kenne ja meine quasi nichtexistente Selbstdisziplin, wenn es darum geht, mir etwas nicht zu gönnen, auf das ich grade Lust habe, nur weil mir der Kopf sagt, dass es klüger wäre, darauf zu verzichten, wenn gleichzeitig irgendwas im Körper quengelt "ich will aber". Besser, dem Körper gar nicht erst zu zeigen, was es für pharmazeutische Wunderdinge gibt, dann kann er auch nicht quengeln.
Auch wenn das gar nicht zu meiner sonst eher neugierigen Grundhaltung passt, denn normalerweise bin ich allem Neuen gegenüber aufgeschlossenen und "man muss alles wenigstens einmal ausprobiert haben" eine meiner Lebensmaximen ist, so gibt es doch ein paar Dinge, die ich wirklich noch nie ausprobiert habe und auch nicht vorhabe, das zu ändern. Dazu gehört jede Sorte Drogen außer Tabak und Alkohol, wobei ich das mit dem Tabak erst recht lange rausgezögert habe und es endete dann ja auch so, wie ich es befürchtet hatte: es fiel enorm schwer, es wieder bleiben zu lassen. Die Zigaretten bin ich also zum Glück, aber auch erst nach langer Zeit und nur mit viel Anstrengung wieder losgeworden, gleichzeitig bin ich aber auch heilfroh, dass ich außer normalem Tabak nie was anderes probiert habe, obwohl ich viele Jahre in Cliquen war, wo Kiffen quasi zum Alltag gehörte.
Nun, wie auch immer, ich habe einen Heidenrespekt vor jeder Sorte Substanz, die mit meinen Körper Dinge macht, die ich vom Kopf nicht steuern kann, und grundsätzlich gehören dazu eben auch Schmerzmittel.
Gleichzeitig finde ich Schmerzen natürlich auch blöde, weshalb ich da immer dann einen Zwiespalt habe, wenn ich wirklich mal Schmerzen habe, die länger als nur ein paar Stunden halten oder durch konsequentes Istnichtsoschlimm nicht einfach wegignoriert werden können.
Diese blöde Schleimbeutelentzündung in den Hüften ist so ein Schmerzauslöserding, das sich grundsätzlich wunderbar mit Tabletten in Griff bekommen ließe, was ich aber nur in ganz akuten Notfällen ausnutze, eben weil ich der Überzeugung bin, dass es nicht gut ist, wenn ich ständig Schmerzmittel nehme.
Die aktuelle Erkältung nun kommt dafür mit Kopfschmerzen aus der Hölle daher.
Ich habe sehr selten Kopfschmerzen, wenn, weiß ich meist, warum (wenn ich den Abend vorher dann von der einzig anderen Droge, die ich nicht ablehne, doch zu viel konsumiert habe), diese Kopfschmerzen gehen fast immer weg, wenn ich einfach noch ein paar Stunden schlafe - oder, wenn das nicht möglich ist, hilft bei mir Aspirin. Mit Migräne habe ich bisher, toitoitoi, noch nie zu tun gehabt.
Diesmal aber habe ich nicht ignorierbare, nicht alkoholindizierte Kopfschmerzen, sehr unangenehm, sie legen mich so komplett lahm, wie schon lange nicht mehr irgendwas. Ich schlafe verzweifelt dagegen an, aber immer wenn ich aufwache, ist da noch dieser stechende Schmerz in der linken Kopfhälfte. Mit so einem Kopfschmerz kann ich schlicht gar nichts, nicht lesen, nicht fernsehen, geschweige denn in der Gegend rumlaufen und Dinge tun. Ich kann wirklich nur schlafen und wenn ich nicht schlafe, kann ich nur mit Augen zu im Bett liegen und warten, dass die Zeit rumgeht und ich dann doch wieder schlafen kann. Kein sehr angenehmer Zustand, vor allem in den Zeiten, wo ich nicht schlafe. Also sehe ich ein, dass Tabletten aktuell eine sinnvolle Alternative sind. Wenn ich denn die Sorte finde, die wirkt.
Witzigerweise wirkten bisher weder ASS noch Ibuprofen so, dass ich die Wirkung bemerkt hätte. Bis ich gestern diese komplett überalterten Grippostadtabletten fand, eine aß und schwupp - kopfschmerzfrei war. Hauptwirkstoff bei diesen Tabletten ist Paracetamol, ein Schmerzmittel, von dem ich bisher behauptet hätte, es wirkt bei mir gar nicht.
Nach dem ich mich heute bis Nachmittags wieder mit Kopfschmerzen schlafend rumgeplagt habe, habe ich wieder eine dieser Wunderpillen genommen - und wieder zack, Spontanheilung.
Alles sehr seltsam. Aber wenn es wirkt.
Jetzt bin ich mal gespannt, wie es morgen früh ist
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Die sind seit heute nämlich besser. Nicht weg, aber erträglich.
Ich habe den Medikamentenschrank noch mal komplett durchsucht und dabei eine Packung Gripostad gefunden. Das Preisschild zeigte noch einen DM-Betrag, war mir aber völlig egal, schlimmer konnte es eh nicht mehr werden. Ich erinnerte mich dunkel, dass mir früher (muss nachweislich vor 2002 gewesen sein) Gripostad mal sehr gut geholfen hat, also rein damit. Außerdem fand ich noch ein Paket Soledum, kann auch nicht schaden, davon auch eine. Dann drei Stunden schlafen und tadaa, die Kopfschmerzen hatten sich auf ein sehr erträgliches Maß reduziert.
Geht doch.
Das Soledum scheint den Schnodder mit Macht zu lösen, denn jetzt läuft meine Nase wie ein tropfender Wasserhahn. Aber solche Symptome kenne ich, da muss ich jetzt nur warten, bis der Schnodder wieder etwas andickt und dann wird es auch langsam besser. Ich tippe mal noch zwei Tage. Krankgeschrieben bin ich bis Freitag, das sollte ausreichen
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Gestern habe ich den Tag weitestgehend im Bett verbracht, war aber noch fit genug, wenigstens im Bett das Internet leerzulesen und Hunger hatte ich auch, weshalb ich ja sogar einkaufen gefahren bin.
Heute habe ich den Tag nicht nur komplett im Bett, sondern zu 80% auch schlafend verbracht.
Aufgewacht bin ich zwischendurch nur, um Pipi zu machen und noch eine Kopfschmerztablette zu nehmen, jedes Mal eine andere. ASS, Paracetamol, Ibuprofen, immer in der Hoffnung, dass doch eines der Mittel mal wirken muss, um diese Kopfschmerzen runterzuregeln.
Im Moment geht es jetzt grade etwas, aber im Grunde will ich nur schlafen, schlafen, schlafen.
Ich hoffe sehr, dass ich das Highlight dieser Krankheit heute verschlafen habe und dass es ab morgen langsam besser wird. Obwohl mich ein Leben mit 20 Stunden Schlaf am Tag auch nicht stören würde
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Durch akut mangelndes Konzentrationsvermögen, habe ich beim Nachdenken über Dinge schon wieder vergessen, worüber ich eigentlich nachdenken wollte.
Um meine Präsentation weiter zu entwickeln, habe ich Fachliteratur gelesen. Ab und zu kamen Begriffe vor, bei denen ich nicht sicher war, wie sie sauber zu definieren sind und wollte sie googeln.
Wenn ich dann Google geöffnet hatte, wusste ich aber nicht mehr, was ich googeln wollte.
Irgendwann gab ich das dran, mit der Präsentation, heute war kein Tag dafür.
Eine längere Telefonnummer konnte ich auch nach mehrfachen Versuchen nicht korrekt wählen, weil ich zwischen Zahl lesen und Zahl eintippen die Zahl schon wieder vergessen hatte. Ziemlich abstrus.
Gleichzeitig verfolgte mich den gesamten Tag über ein leichter panisches Gefühl, dass ich unbedingt bestimmte Dinge heute erledigen müsse, ich aber nicht sicher war, wirklich an alles gedacht zu haben, was echt lästig war.
Ich schicke den Tag jetzt einfach schlafen
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Gegen halb acht steige ich dann aus dem Bett aus, gehe unter die Dusche, putze die Zähne und suche mir etwas zum Anziehen zusammen.
Gegen acht bin ich fertig hergerichtet, packe meinen Laptop ein, schmiere mir ein paar Butterbrote und suche mir ein paar Stücke Obst als tagsüber-Büro-Essen. Dieses Rumgekrame dauert dann auch noch mal ca. 20 Minuten, so dass ich gegen 8.20h im Auto sitze, halbe Stunde Fahrtzeit (mit Parken und Fußweg), Ankunft im Büro dann kurz vor 9h.
Das sind die guten Tage.
Leider gibt es davon nicht sehr viele.
Heute wurde ich gegen 7h von Ks Wecker geweckt, der zwar dafür sorgte, dass ich vom Kopf her soweit wach war, dass ich wusste, dass ich nicht mehr schlafe, aber die Augen aufmachen konnte ich deshalb noch lange nicht. Eine halbe Stunde lang habe ich mich gequält, bis ich endlich wenigstens ein Auge öffnen konnte, mittlerweile war es halb acht und ich musste außerdem dringend Pipi. Also bin ich mit einem offenen und einem immer noch halb zuen Auge zur Toilette getapst, auf dem Rückweg ins Bett war immerhin auch das zweite Auge inzwischen offen und ich war wach genug, das Morgenmagazin einzuschalten und die Mails auf dem iPad zu checken. Dann brachte K mir einen Pott Kaffee und ich begann meine Lese- und Aufwachstunde. Aufstehen, Zähneputzen und Duschen war deshalb erst ab halb neun möglich, um zehn nach neun saß ich im Auto, um kurz nach halb zehn war ich im Büro.
Die ganz normale, reguläre Anwesenheitszeit im Büro beträgt achteinhalb Stunden, weil eine halbe Stunde für die Mittagspause mitgerechnet wird. Wenn ich also abends um 18h das Büro verlasse, habe ich keine Minute Überstunde gemacht, meist bleibe ich aber bis 19h, damit ich von Montag-Donnerstag vier Überstunden aufbauen kann, die mir die Gelegenheit geben, am Freitag schon mittags Schluss machen zu können. Wenn ich bis 19h im Büro bleibe, bin ich also erst gegen 19.30h wieder zu Hause - und irgendwie ist damit der Tag auch um und es ist nichts außer Aufstehen, Büro, nach Hause kommen, etwas essen und wieder ins Bett gehen passiert. Es bleibt gar keine Zeit übrig, damit außer diesem relativ ereignislosen Rhythmus noch etwas anderen passieren könnte.
So ein Tag war heute und überhaupt sind solche Tage wie heute in der Mehrzahl.
Die guten Tage, wo ich morgens nach dem Aufwachen die Augen öffnen kann, die sind so selten, dass ich sie schon fast im Kalender markieren kann.
Weshalb ich allerdings ständig so müde bin, das habe ich noch nicht raus
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Tagsüber halt Büro, allerdings ohne jeden Besprechungstermin und außerdem kaum telefoniert, damit wenig Gelegenheit, mich aufzuregen, außer über unseren tiefbegabten Assistenten der Geschäftsleitung, aber das gehört sowieso zum normalen Alltag, das fällt schon kaum noch auf.
Gestern Abend, als ich noch dringlich ein paar Überweisungen ausführen wollte, aber zu der Zeit nur noch der tiefbegabte GF-Assistent im Haus war, ergab sich die Situation, dass ich ihn zu für ihn völlig ungewohnten Aktivitäten gezwungen habe. Er hat eine B-Vollmacht für das Bankprogramm, so dass er Überweisungen in das Programm eingeben kann, die ich dann mit meiner A-Vollmacht zur Ausführung autorisiere, eine Tätigkeit, die ihm jedesmal sehr ungeheuer ist, wenn er nicht zusätzlich noch die Unterschrift vom Chef erster Ordnung hat (ausgedruckt auf Papier), der ihm schriftlich bestätigt, dass er das alles so machen darf. Weil der Chef erster Ordnung aber auch nicht mehr im Haus war, habe ich ihn gezwungen, auf eigene Mitverantwortung innerhalb des Konzernkreises siebenstellige Beträge hin und her zu überweisen - und er hat sich fast in die Hose gemacht deswegen.
Heute morgen hat er natürlich sofort kontrolliert, ob das auch alles richtig war, was er da mitunterzeichnet hat (war es), aber weil ich erst gegen 10h im Büro erschien, hatte er ausreichend Zeit, vorher zunächst zwei andere Kollegen damit zu nerven, indem er brühwarm berichtete, was er da gestern Abend für gefährliche, aber firmenintern notwendige Überweisungen ausführen musste, die aber dann doch tatsächlich auch heute morgen alle zusammen richtig verbucht wurden, nur der Chef erster Ordnung weiß immer noch nichts davon (weil ich den mit so einem organisatorischen Kleinkram sonst nie behellige).
Als ich heute Morgen also mit leichter Verspätung im Büro eintraf, wurde mir sofort von diversen Kollegen berichtet, dass tatsächlich alles ordnungsgemäß gebucht wurde, was ich nur mit einem dicken Fragezeichen quittierte, denn da ich derartige Überweisungen ständig veranlasse, normalerweise halt nur mit einer anderen Kollegin, komme ich nicht auf den Gedanken, dass auch nur irgendwie zu kommentieren. Wenn da also so viel drüber geredet wird, erscheint es mir sofort hoch suspekt, denn wenn es wäre wie immer, redet ja keiner drüber.
Es brauchte also eine Zeit lang bis ich begriff, dass genau NICHTS passiert war, aber wenn jemand so viel Wind um nichts macht, dann macht man sich ja zunächst mal Sorgen. Kein Rauch ohne Feuer, oder so, aber dieser tiefbegabte Oberidiot erzeugt ständig nur Rauch und niemals Feuer. Ich hätte es also wissen sollen.
Das war aber auch schon das hauptsächliche Aufregerhighlight des Tages, der Rest verlief wirklich komplett unaufgeregt, ich habe viele Urlaubsmails abgearbeitet und bin jetzt fast wieder à jour.
Morgen frei fühlt sich toll an, ich plane das Unkraut im Vorgarten zu bekämpfen und ansonsten viel am Rechner zu sitzen, weil noch so viel Privatkram zu erledigen ist
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N wird ja die erste Stage seines praktischen Jahrs in der Uniklinik Münster absolvieren und deshalb von Mitte Mai bis September wieder in seinem alten Kinderzimmer wohnen, allerdings gibt er sein Zimmer in Hamburg komplett auf und jetzt muss der Hausstand, den er sich in den letzten sieben Jahren zusammengesammelt hat, irgendwie komplett in dieses Kinderzimmer gequetscht bzw. auf den Dachboden und im Keller eingelagert werden. Die erste Fuhre hat er am Wochenende schon gebracht, im Keller stapeln sich jetzt die größere Mengen an Winterreifen (J hat seine ja auch hier geparkt, weil es die Einlagerungsgebühr spart.) Und das Wohnzimmer sieht jetzt aus wie ein botanischer Garten, denn seine Pflanzen hat er auch gleich als erste aus dem untergehenden Zimmer in Hamburg evakuiert.
Herr Buddenbohm hatte vor einiger Zeit mal von einem Apfelketchup geschwärmt, was mich so beeindruckt hat, dass ich das auch unbedingt probieren wollte und deshalb meinem in Hamburg lebenden Sohn aufgetragen habe, dort mal hinzugehen und mir das Zeug zu kaufen.
N ist in so einem Feinkostladen immer gleich rettungslos verloren, es gibt dort so viel wunderhübschen Unsinn zu erwerben, da brechen bei ihm alle Einkaufsgene seines Vaters durch und es braucht viel Überredungskraft, ihn davon abzuhalten, nicht gleich von jedem Produkt "nur ein kleines Gläschen zum Probieren" mitzubringen, aber er hat natürlich neben dem bestellten Apfelketchup doch noch zwei bis fünf andere Teile mitgebracht, wobei ich das aber auch verstehen kann, diese handgemachten Ökoprodukte sehen halt wirklich toll aus und nur die Beschreibung klingt schon so verführerisch, dass man meint, es entgehen einem die himmlischsten Genüsse, wenn man nicht doch wenigstens einmal probiert.
So ging es mir ja mit diesem Apfelketchup, da hat mich nur die Empfehlung von Herrn Buddenbohm schon so angefixt, dass ich meinte, das Zeug dringend haben zu müssen.
Also, okay, jetzt habe ich es und es sieht optisch echt sehr stylisch aus und der Geschmack ist……… nun, es schmeckt wie Apfelmus mit Ketchup und ich schätze, genau das wird es sein.
Wer Apfelmus mit Ketchup mag, wird wahrscheinlich begeistert sein, weil es aus irgendwelchen ganz besonderen Äpfeln gemacht ist, eine Sorte, die älter ist als das Alte Land und überhaupt alles eben sehr speziell - aber für Leute, die von solchen Feinheiten nichts verstehen, schmeckt es eben einfach nur wie Apfelmus mit Ketchup und dafür ist mein Geschmack schlicht zu langweilig durchschnittlich, als dass mich so schräge Kombinationen begeistern könnten. Oder vielleicht bin ich auch einfach nur zu alt, um mich noch für neue, schräge Kombinationen begeistern zu können, das hat CW ja immer benörgelt, weil ich fast alles, was er als mögliche Erweiterung/Abänderung meiner klassischen Rezepte vorschlug, stets kategorisch abgelehnt habe. Aber ich mag weder Rouladen mit Zitronengras noch Sushi mit Minze. Und Apfelmus mit Ketchup ist halt auch nicht meins.
Aber immerhin habe ich das jetzt auch mal ausprobiert.
Dann war da noch der Morning Briefing Podcast von Herrn Steingart, der heute nicht von Herrn Steingart gemacht wurde, sondern von Udo van Kampen - und ich weiß, ich bin eine verknöcherte, krückstockfuchtelnde Nörgeloma, aber nein danke, Herrn van Kampen brauche ich nicht als Urlaubsvertretung.
Ich habe mir ja angewöhnt, diesen Podcast jeden Morgen auf der Fahrt ins Büro zu hören, doch heute wurde mir klar, dass ich wirklich nur Herrn Steingart so gut finde, ein Vertreter kann ihn nicht ersetzen, oder auf alle Fälle zumindest dieser Herr van Kampen nicht.
Ich bin nach wie vor Rheinland geschädigt und Leute, die keinen lautlichen Unterschied machen zwischen "ch" und "sch", bei denen man also nie genau weiß, ob sie Kirsche oder Kirsche meinen, solchen Leuten gehe ich gerne maximal weit aus dem Weg und wenn ich doch zuhöre, dann bin ich nur noch auf Ablehnung und Geläster gebürstet. Herr van Kampen hatte also allein schon wegen seiner Sprechweise keine Chance auf Gnade oder Akzeptanz. Ich war nach vier Minuten mit dem 24minütigen Podcast durch, künftig schalte ich an van Kampen-Tage dann gleich ab.
Dafür habe ich aber mit Begeisterung ein Interview mit Gabor Steingart gehört, in dem er genau das bestätigt, was ich schon vermutete, er hat wirklich einen ganzen Stab von Mitarbeitern - und er bezahlt die alle aus privaten Mitteln. Chapeau, Herr Steingart und ich hoffe sehr, dass es Ihnen gelingt, Ihr Gesamtprojekt auch irgendwann rentabel zu machen. Ohne Werbung. (Und hoffentlich auch ohne Herrn van Kampen)
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