Ich glaube, das, was mich am meisten stört am Büroalltag ist die Tatsache, dass dort so viele andere Menschen sind und ich zu denen wenigstens formal freundlich/höflich sein muss, was ich tatsächlich enorm anstrengend finde.
Ich finde es vor allem deshalb anstrengend, weil die meisten Menschen so komplett anders denken als ich, aus meiner Sicht denken sie in der Regel ziemlich konfus und wenig strukturiert, aber genau das darf man ihnen nicht sagen, denn die meisten Menschen sind fest davon überzeugt, dass sie ihr Leben selber ausgesprochen vernünftig und reflektiert führen. Was, wenn man mal vernünftig und reflektiert von außen drauf schaut, ein echter Treppenwitz ist - aber was will man machen?
Wie auch immer, das, was mich am meisten stört an der Tatsache, dass ich diesen Bürojob noch fünf Jahre und dieses ausüben muss, sind im Wesentlichen die anderen Menschen, mit denen ich mich in dieser Zeit noch herumschlagen muss.
Wenn ich irgendwann (in fünf Jahren und dieses) nicht mehr offiziell arbeiten gehe, kann ich dem Rest der Welt einen Dauerstinkefinger zeigen, aber bis dahin muss ich mich irgendwie mit dem Rest der Welt arrangieren. Hrrmmgpf.
Den Tag heute habe ich ansonsten überwiegend mit Klimperkram am PC verbracht. Um die Sachen vom Vater zu ordnen, müssen eine Menge Briefe geschrieben werden, alle möglichen Dinge müssen gekündigt oder geändert werden. Eigentlich ist es eine Kleinigkeit, einen kurzen Brief mit fünf Zeilen zu schreiben, wenn man diesen Brief aber für fünf verschiedene Absender mit jeweils leicht geändertem Inhalt, der aber genau zu dem jeweiligen Absender passen muss, sauber einzeln erst abspeichern und dann ausdrucken will, dann braucht es plötzlich doch wieder eine Menge Zeit. Ich weiß nicht, wie es passieren konnte, aber gefühlt habe ich heute kaum etwas gemacht als nur am PC zu sitzen und diesen Klimperkram zu erledigen - und plötzlich war es 19h und der Tag fast um.
Ich habe allerdings u.a. auch die Steuererklärung für den Vater vorbereitet und dabei gelernt, wie ich Daten von Elster Formular (was ich bisher benutzt habe) in Elster online (was künftig genutzt werden muss, weil Elster Formular abgeschaltet wird) exportieren kann, das wollte ich schon länger mal ausprobiert haben, war aber zu feige, das mit meinen Daten zu machen, die Daten vom Vater kamen mir dafür also grade recht.
Nun, im Ergebnis ist es gar nicht aufregend, es funktioniert ziemlich problemlos, aber bis man das raus hat, dauert es dann doch wieder eine Weile.
Überhaupt dauert alles eine Weile und viele Weilen hintereinander addieren sich plötzlich zu einem kompletten Tag, der sich verplempert anfühlt, weil man nur Klimperkram erledigt hat.
Aber so soll das wohl sein, ich weiß zumindest keine spannendere Alternative.
Vielleicht bietet der morgige Tag mehr beruhigenden Output, we will see
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Ich finde diese staatlich verordnete Zwangsruhe widerlich, in mir sträubt sich alles gegen diese übergriffige Bevormundung, habe aber leider keine Ahnung, was ich dagegen tun könnte, außer mich mit schlechter Laune maximal zu verkriechen.
Heute also endlich wieder normaler Arbeitstag mit echtem Urlaub, an den Feiertagen hat man ja keinen Urlaub, sondern einfach pauschal frei, noch so ein Manko dieser Tage.
Vormittags Massage, dann Besuch beim Onkel, er möchte einen günstigeren Mobiltarif, gar nicht so einfach, so etwas umzustellen, K hat noch den gesamten Nachmittag immer wieder mit der Telekom telefonisch verhandelt. Ich habe derweil die Daten für die Abrechnung nach dem Verkauf des Grundstücks in MG zusammengetragen und ein Konto/Depot bei Fintego eröffnet. Ich halte diese ETF-Vermögens-Verwaltungen für eine sehr vernünftige Methode der Geldanlage.
Dann habe ich noch ein wenig die Konten des Vaters sortiert, was für ein Glück, dass ich durch CWs Hinterlassenschaften hier bereits viel Übung habe
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Am Nachmittag hat mich der Aufräumwahn gepackt und ich habe diverse Dinge, die hier schon länger rum und im Weg standen, kurzerhand fotografiert und in der lokalen Facebookgruppe zum Verschenken angeboten - und schwupp, waren sie auch schon weg. So mag ich das.
Zwei Teile werden morgen noch abgeholt, aber das Tempo, in dem sich Leute bei Dingen, die zu verschenken sind, melden, ist schon sehr positiv und die Insellage hat zudem den Vorteil, dass jede Adresse für jeden erreichbar ist.
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K ist bekennender Musikfan. War er schon als Kind und er besitzt eine beachtliche Sammlung an Tonbändern, die er alle selber per Mitschnitt aus dem Radio aufgenommen hat. Vom Tonband ist er dann direkt auf die CD gewechselt und irgendwann hat er begonnen, seine gesamte Musik als MP3 Dateien organisieren und die Tonbändern zu digitalisieren, so kann er grundsätzlich ganze Abende mit einem Kopfhörer auf den Ohren damit verbringen, seine Musik zu sortieren.
Zu meiner großen Faszination weiß er von den meisten Stücken nicht nur den Namen, sondern auch den (Original)interpreten und das Erscheinungsjahr. Manchmal weiß er auch gleich noch eine ganze Geschichte dazu.
Ich bin immer schon sehr stolz, wenn ich von einem Stück überhaupt den Titel weiß, mehr ist bei mir nicht zu erwarten, Interpreten so gut wie nie, die meisten Sänger kann ich auch gar nicht auseinanderhalten. So habe ich zB jahrelang geglaubt, dass Robbie Williams der ist aus dem Film "Der Club der toten Dichter" und habe nie verstanden, was der mit Take That zu tun hat. Das nur mal so als Beispiel wie wenig Interesse und Wissen ich hier vorbringen kann.
Aber K kennt alle Sänger und Gruppen (zumindest so von 1960-2000, bei den ganz modernen schwächelt er inzwischen auch etwas) und es ist sein Lieblingsspiel, bei einer Musik, die irgendwo angespielt wird, schon nach dem ersten Takt den Titel, den Sänger und das Erscheinungsjahr zu sagen, wie so ein alter Wetten Dass Kandidat.
Neulich bin ich durch Zufall auf eine CD von den Erdmöbeln gestoßen, auf der nur gecoverte Nr. 1 Hits sind, K kennt die Stücke also alle, aber eben nicht in der Erdmöbelversion. Damit habe ich ihn dann ein wenig wahnsinnig machen können, weil er verzweifelt versuchte, auf die Originaltitel zu kommen, die Erdmöbel ihm aber beständig auf deutsch dazwischen quatschten. Das war schon recht witzig - für mich.
Dabei weiß ich grade sehr genau, wie es sich anfühlt, wenn man nach dem Titel eines Liedes sucht, das man genau kennt, aber man kommt halt nicht drauf.
Am Sonntag wurde im Tatort ein Kinderlied angespielt, in mehreren Einstellungen hörte man im Hintergrund immer wieder diese eine Melodie und ich wusste ganz genau, dass ich das Lied kenne - aber ich kam nicht drauf. Ich habe es dann Sonntagnacht noch auf dem Klavier vor mich hingeklimpert, aber mir fiel doch ums Verrecken der Titel nicht ein.
Als C. heute da war, fiel mir ein, dass ich sie danach fragen könnte, denn sie muss das Lied ja bestimmt auch kennen, also haben wir den Tatort aus der Mediathek geladen und die passende Stelle gesucht - und im selben Moment fiel mir endlich ein, wie das Lied hieß:
Schon ein angenehmes Gefühl, wenn so eine Suche erfolgreich abgeschlossen werden kann
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Das Wasser ist so ruhig, dass es schon fast unheimlich ist

aber ich finde die Dünen ja sowieso schöner als den Strand

vor allem mag ich die Bänke an der Dünenkante, dort kann ich stundenlang sitzen und einfach nichts tun, noch nicht mal denken.
Die sonstigen Highlights des Tages: Die Müllabfuhr hat den Müll abgeholt und ich hatte rechtzeitig dran gedacht, ihn rauszustellen, so was macht mich ja auch immer glücklich.
Dann brachte der Postbote die neue Mikrowelle, die ist bereits ausgepackt und eingeweiht und gefällt mir gut, es ist jetzt eine von Panasonic mit Inverter-Technologie, d.h. die verringert tatsächlich die Leistung, wenn man eine geringe Wattzahl einstellt und verkürzt nicht einfach nur die Strahlungsintervalle, wie das die meisten anderen Mikrowellen machen. - Die alte ist dafür sofort in dem neuen Karton verstaut worden, die nimmt J jetzt mit nach Berlin, klassischer Familienrundtausch.
Eigentlich brauchte J eine Mikrowelle, aber bevor er sich eine einfache neu kauft, fand ich es eine gute Idee, diese Situation als Vorwand zu benutzen, um mir eine neue zu kaufen und er bekommt dann meine alte, die im Zweifel immer noch besser ist als eine billige neue.
Winwin, alles gut.
Sonst ist nicht viel los mit mir, aktuell werde ich von einer akuten Müdigkeitsphase verfolgt, ich gehe jetzt einfach wieder ins Bett.
Gut Nacht
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Ich glaube, das Beste an der Nordsee ist ihre Verlässlichkeit, sie ist auch dann da, wenn man sie nicht kontrolliert.
Eigentlich gehe ich sonst schon regelmäßig gucken, ob das Wasser noch da ist, wenn man nur 150m vom Strand entfernt wohnt, ist das auch keine große Anstrengung, aber diesmal bin ich tatsächlich noch nicht dazu gekommen.
Sonntag, nach der Ankunft, war ich zu müde, gestern den ganzen Tag mit allerlei anderen Dingen beschäftigt und heute eben einfach nur zu Hause.
Dabei habe ich gar nichts Besonderes gemacht, ein wenig meine laufende Buchhaltung aktualisiert und anschließend die Buchhaltung vom Vater erledigt. Das war deutlich mehr Arbeit, weil jede Menge Rechnungen hier angekommen waren, die nicht nur bezahlt werden müssen, sondern auch bei der Krankenkasse und bei der Beihilfe einzureichen sind, in dem Zusammenhang habe ich dann auch mal wieder mit der Beihilfe telefoniert und mir noch mal ausführlich erklären lassen, wie das mit den Kosten bzw. der Erstattung für stationäre Pflege funktioniert - manchmal habe ich das Gefühl, wenn ich das irgendwann wirklich komplett verstanden habe, spätestens dann verstirbt der Vater an natürlicher Altersschwäche. Nun ja.
Dann habe ich noch ein wenig sonstigen Kram hier im Haus aufgeräumt und repariert, in so einem alten Haus gibt es immer irgendetwas zu basteln.
K hat bei der Lampe im Treppenhaus die Glühbirne gewechselt und ich habe es schon wieder nicht mitbekommen, wie er es gemacht hat, denn eigentlich kommt man an die Lampe nicht dran, weil man keine Leiter auf die Treppe stellen kann.
Als das Haus 2010 von der großen Flut unter Wasser gesetzt wurde (das war nicht das Meer, das war ein geplatztes Wasserrohr, aber wenn das oben im Dachboden platzt und über Tage keiner im Haus ist, dann hat das Wasser genug Zeit, das gesamte Haus zu fluten. Es war ein kapitaler Großschaden.) Als also damals das Haus absoff, ging auch diese Glühbirne kaputt und als alle Handwerker nach den Sanierungsarbeiten wieder verschwunden waren, hatten wir immer noch kein Licht im Treppenhaus und ich keine Ahnung, wie ich an diese Lampe drankommen könne. Damals hat das K. das Problem irgendwie gelöst, mir aber nicht verraten, WIE er das gemacht hat.
Jetzt war die Lampe wieder kaputt, nach neun Jahren finde ich das legitim, aber leider hatte K nach 9 Jahren auch vergessen, wie er das damals gelöst hatte, das Problem und ich konnte ihm auch keinen Hinweis geben, weil er mir das damals ja nicht verraten wollte.
Deshalb hatten wir jetzt fast drei Monate kein Licht im Treppenhaus, ich begann langsam, mich ernsthaft zu ärgern und machte Anstalten, das Problem selber zu lösen. Ich hatte zwar auch keine Ahnung, wie ich das lösen könne, aber da es ja schon mal gelöst worden war, würde es wieder gehen. Ich bin bei solchen Dingen immer sehr zuversichtlich, da ich ja auch grundsätzlich alles alleine kann.
Dieser Aktionismus gepaart mit einigen schlechten Erfahrungen, was passiert, wenn ich Probleme alleine löse, hat K dann auf Trapp gebracht - jetzt haben wir wieder Licht im Treppenhaus, allerdings weiß ich immer noch nicht, wie er es gemacht hat.
Dann habe ich noch ein wenig Wäsche gewaschen, eine Suppe gekocht und diverse Dips angerührt.
Neulich habe ich bei dem Gewürzhändler auf dem Flohmarkt ja eine Riesenmenge vorgemischter Gewürze erworben, die Hälfte davon gaben als Einsatzmöglichkeit "Dip" an. Einfach einen Teelöffel Gewürzmischung in ein Schälchen Creme Fraiche rühren und Dip ist fertig.
Ich mag ja so komplexe Rezepte und heute habe ich mal fünf Dips ausprobiert.
Ergebnis: Alles sehr lecker, nur Aglio e Olio war so scharf, dass ich es unessbar fand, K dagegen meinte, das wäre das allerbeste und er wolle davon jetzt ganz viel. Tja nun
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Wenn so ein Urlaub aber dann gleich mit einem Montag beginnt, ist das auch irgendwie komisch.
Ich weiß, ich weiß, wie man's macht und mir ist ja nie was recht, aber............. ach was, egal, ich bin auf alle Fälle jetzt gründlich müde, typischer Montagabend eben, vielleicht auch nicht verkehrt, den Urlaub mal so rum zu beginnen.
Wir haben heute allerlei Dinge erledigt, waren im Dorf, einkaufen, haben Termine für Massagen und Fahrradinspektion gemacht, den Onkel besucht und die Halterung des neuen Staubsaugers an die Wand geschraubt.
Außerdem habe ich zweieinhalb Flaschen Rhabarbersirup eingekocht und bin jetzt ganz gespannt, ob der diesmal sauer genug ist. Der letzte, den ich gemacht habe, war mir im Ergebnis viel zu süß, so teste ich mich durch die Rezepte.
Irgendwann so um Weihnachten herum hatten wir hier im Haus mal Wassermangel. Ich meine Mineralwassermangel. Seitdem ich diese blöde Sprudelmaschine aussortiert habe, weil sie mich nur genervt hat, kaufen wir offiziell und ohne schlechtes Gewissen Mineralwasser in Flaschen - aber daran muss man halt rechtzeitig denken und wenn man das vergisst, dann ist halt blöd, wenn man nur Wasser mit Sprudel mag.
Weil in diesem Haus also ungefähr einen halben Tag lang kein Sprudelwasser verfügbar war, kaufen wir seitdem jedesmal Sprudelwasser, wenn wir bei Lidl sind. Dummerweise sind wir öfter bei Lidl als dass wir sechs Liter Sprudelwasser trinken, denn so viel kaufen wir ja jedesmal, wenn wir in dem Laden sind. Immer in der festen Überzeugung, besser was mitbringen, bevor wir wieder Not leiden müssen.
Heute kauften wir also wieder Sprudelwasser - jetzt sind hier vierundzwanzig Literflaschen Sprudelwasser im Haus, ich schätze, wir sollten mehr Sprudelwasser trinken. Aber deshalb habe ich heute ja auch Rhabarbersirup gekocht, den kann man nämlich hervorragend mit Sprudelwasser aufgießen und hat dann eine Rhabarberschorle, ab morgen wird also alles gut
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K schief schlecht und turnte schon um halb sieben in der Gegend rum, ich verweigerte das Aufwachen um diese Uhrzeit und war erst gegen 8h einigermaßen aufwachbereit. Da hatte K seinen Kaffee schon getrunken und ich musste betteln, dass ich noch einen nachträglichen bekomme. Klappte aber.
Gegen 9h bin ich dann richtig aufgestanden, weil Sonntag war, wurden Haare gewaschen, dann Hose und T-Shirt anziehen und Sachen packen.
Erst habe ich im Büro kontrolliert, was ich noch mitnehmen will, dann in der Küche.
Die Kühlschränke wurde fast komplett geleert und in zwei Kühltaschen verstaut, außerdem habe ich alles, was an frischem Obst und Gemüse und Kartoffeln im Haus war eingepackt und das Brot. Obwohl wir ja nur noch ein Zwei-Personen-Haushalt sind, ist es dann doch immer noch recht viel. Aber wir hatten auch ein bisschen auf Vorrat eingekauft.
Passte auch alles gut ins Auto, gegen halb 12h Abfahrt und K hatte es tatsächlich geschafft, noch eine günstige Tankstelle zu finden, dafür war nur ein kleiner Umweg nötig, aber lieber für 10€ Sprit verfahren als für 2 cent zu teuer tanken. Mann hat da Prinzipien.
Um kurz nach eins waren wir beim Vater, zwei Stunden Pläuschchen und dann weiter nach Eemshaven mit Stopover bei McDo. Perfektes Timing, wir standen genau so lange in der Warteschlange für die Fähre, wie wir brauchten, um unsere McDo Tüten leer zu essen, so dass wir den Müll gleich auf der Fähre entsorgen konnten. Ich habe ja dieses Dauer-Müll-Thema als Psychomacke und freue mich deshalb immer über jedes Stück Müll, was ich schon mal endgültig los bin.
Ankunft im Haus mit Einräumen des Kühlschrank, K installiert den neuen Fritzbox-Repeater und freut sich über die Leistung, das Teil
Ich packe den neuen Staubsauger aus und freue mich über die Leichtigkeit der Installation. Kein Wunder, wir haben seit Weihnachten genau den gleichen in Greven, wenn man einmal weiß, wie es funktioniert, sind auch neumodische Gerätschaften nicht mehr sehr kompliziert.
K möchte noch dringend an Strand, um zu kontrollieren, ob das Wasser noch da ist - ich falle vor Müdigkeit um und beschließe, dem Wasser Frist bis morgen zu geben, heute kontrolliere ich nix mehr.
Außerdem ist mir kalt, also gehe ich nach oben und werfe den Ofen an - und stelle durch einen Blick aus dem Fenster fest, dass zumindest die Dünen noch unverändert da sind
Sagte ich schon, dass ich die Dünen fast mehr mag als den Strand?
Außerdem hat der Nachbar seine Hecke geschnitten, wir haben April und wirklich ordentliche Nachbarn.
Dann versinke ich mit einem Glas Rotwein vorm Tatort.
Es mag der Rotwein schuld sein oder mein seit Monaten fehlendes Tatorttraining, vielleicht auch die Tatsache, dass ich zwischendurch aufstand, um mir im Erdgeschoss noch mehr Rotwein zu besorgen, so entstehen natürlich Filmlücken - aber plötzlich war der Tatort aus und ich habe gar nicht begriffen, wer denn nu der Mörder war. So was. Ich glaube zwar, es war dieser seltsame Dr.Dr. - aber warum und wo war der die letzten fünf Minuten? Irgendwas habe ich da auf den letzten Metern komplett verpasst. Aber vielleicht ist es auch nur eine Fortsetzung der sich immer stärker manifestierenden Überzeugung, dass ich für die neuen Tatorts definitiv nicht intellektuell genug bin, ich verstehe den ganzen zweideutigen Psychokram nicht, der wohl die wesentliche Erklärung für den Handlungsstrang liefert.
Egal, denn eigentlich gucke ich schon seit Monaten keinen Tatort mehr, ich sagte es, weil ich heute einmal mehr die Erfahrung gemacht habe, dass ich die Filme einfach nicht begreife.
Mein Plan für die nächsten zwei Wochen:
- Ich möchte das neue Fotomanagementprogramm begreifen und bedienen können und am allerliebsten auch schon auf den aktuellen Fotobestand anwenden
- Einen Handwerker finden, der eine neue Mauer baut und in dem Zusammenhang auch einen Stellplatz für das Auto auf dem Grundstück
- und den Fahrradschuppen möchte ich auch erneuern, also auch dafür Handwerker finden
- diverse private Abrechnungen und Verträge fertigstellen bzw. vorbereiten
- meine Steuererklärung machen
- die Steuererklärung vom Vater machen
- mit der örtlichen Sparkasse das Gebührenmodell verhandeln
- alle Fenster im Haus putzen
- die Lampe im Treppenhaus ersetzen
- und eine Liste machen, um dort all die anderen wichtig zu erledigenden Dinge zu notieren, die mir nur grade alle nicht einfallen
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Rückwirkend beglückwünsche ich mich ausdrücklich zu dieser Idee - nicht, weil ich den Vater jetzt auf dem Hinweg noch besuchen kann, sondern weil ich heute noch einen ganzen Tag hier in Greven hatte und ganz entspannt und ohne jede Hetze hier alles aufräumen und saubermachen konnte. Das war schon sehr angenehm, es war auch dringend nötig.
Am Vormittag sind wir erst noch mal einkaufen gefahren, Auto waschen (und vergessen zu tanken, wahrscheinlich müssen wir jetzt morgen zu den teuren Sonntagspreisen tanken, K ist schon ganz unglücklich) und einmal durch den Mediamarkt gelaufen, dabei einen kabellosen Staubsauger für Borkum gekauft und einen neuen Fritz-Repeater und eine neue Kamera und ein Photo-Management-Programm. Es war ein teurer Ausflug, hat aber Spaß gemacht.
Anschließend ist K arbeiten gefahren (er war gestern nicht fertig geworden) und ich habe das Haus geputzt.
Am Abend gab es Ofengemüse und Schnitzel, insgesamt ein ausgesprochen erfolgreicher Tag, ich bin sehr zufrieden mit allem, was ich geschafft und eingekauft habe, morgen fahren wir geruhsam erst nach Leer und dann nach Eemshaven, mit genug Zeit für den traditionellen McDo Abstecher in Appingedam, das wird bestimmt auch schön - und dann zwei Wochen kein Büro. Ich freu mich so
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Heute war grundsätzlich ein normaler Bürotag, aber ohne besondere Highlights oder Vorkommnisse.
Ich habe friedlich vor mich hingearbeitet und war um kurz vor acht zuhause, zu schlapp und zu uninteressiert, um etwas zu essen zu kochen, gleichzeitig auch zu schlapp und zu uninteressiert, um überhaupt irgendetwas zu tun, also bin ich mit einer Tüte Chips auf dem Sofa gelandet und habe irgendetwas im Fernsehen geguckt.
Plötzlich ist es dann doch wieder ganz spät, beim aktiven Nichtstun vergeht die Zeit am schnellsten.
Morgen letzter Tag vor zwei Wochen Osterferien, es wird Zeit.
Ach, es gab doch etwas Besonderes: N. hat seine Klausuren fürs zweite Staatsexamen erledigt, inzwischen wird er wahrscheinlich betrunken in irgendeiner Ecke liegen, weil so ein Ereignis, auf das man so lange hingelernt hat, natürlich gründlich begossen werden muss. Ich sitze einfach nur zu Hause auf dem Sofa und bin stolz auf meinen Sohn
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Im Moment diskutieren die Leute ja mal wieder über Sommer- oder Winterzeit und ob man eine von beiden abschafft, damit die Zeitverstellerei wegfällt und es gibt Leute, die sind da richtig engagiert unterwegs, so meinungstechnisch und geben sich enorm viel Mühe, ihre Meinung auch noch mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu untermauern, denn es kann ja nur eine geben. Eine richtige Meinung meine ich natürlich.
Ich habe dazu selbstverständlich auch eine Meinung, bin mir aber sehr sicher, dass diese Meinung weder richtig noch falsch ist, sondern nur meine, bin mir gleichzeitig aber auch sehr sicher, dass sie genau für mich dann doch wiederum sehr richtig ist. Es ist also kompliziert, denn ich bin weder für die in Deutschland geltende Winterzeit noch für die hier geltende Sommerzeit, ich bin für die Dubai-Zeit. Dort ist die Zeit nämlich im Sommer zwei und im Winter drei Stunden weiter als hier in Deutschland, d.h. dort ist es jetzt, wo bei uns aktuell die Sommerzeit gilt und ich genau jetzt um 22:30h schon seit anderthalb Stunden zu Hause bin, dort ist es jetzt also schon 0:30h, dort wäre ich also schon seit dreieinhalb Stunden zu Hause, und das finde ich eine passende Zeit.
Grundsätzlich würde ich meine Bürozeiten ja gar nicht verändern, aber ich könnte dann morgens um 8h anfangen und nicht immer erst um 10h, weil ich dann ja auch schon zwei Stunden eher ausgeschlafen wäre.
Und dann müsste ich nicht bis 20h arbeiten, sondern könnte um 18h schon wieder gehen, da bleibt dann noch richtig viel vom Tag.
Mir gefiele das ausgesprochen gut und ich würde sofort dafür stimmen.
Ansonsten wäre ich, wenn diese perfekte Lösung nicht zur Wahl steht, ganz sicher mindestens und ohne Diskussion wenigstens für eine dauerhafte Sommerzeit, denn jede Stunde, die man mir morgens schenkt, bietet mir abends etwas mehr vom normalen Leben.
Und wenn sich am Ende dann doch niemand nach meinen Wünschen richtet - nun, dann lebe ich eben weiter gegen jeden offiziellen Wach-Schlaf-Arbeitsrhythmus, denn letztlich sind mir persönlich die Uhrzeiten, die außen drauf stehen, immer ziemlich egal, ich fange immer erst dann an zu arbeiten, wenn ich wach bin und wenn jemand morgens um 8h, also zu meiner besten Schlafenszeit, einen Termin mit mir machen will, dann kann es durchaus sein, dass ich erst deutlich später erscheine.
So what
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