Ich hatte einen Gutschein für einen Calligraphy Cut zum Geburtstag geschenkt bekommen und konnte mir nichts darunter vorstellen, habe aber heute gelernt, dass es eine neue Technik ist, die irgendjemand in der Höhle der Löwen vorgestellt hat und jetzt viel Geld mit Seminaren und dem Verkauf von passenden Messern verdient.
Das Ergebnis sieht so aus:

und ich denke, es hätte schlimmer ausgehen können.
Ob es den Wirbel wert ist, der um diese Technik gemacht wird, möchte ich nicht beurteilen, da ich aber auch nur maximal zweimal im Jahr zum Friseur gehe, bin ich da sicher kein Experte.
Sonst ist heute nicht viel passiert, zum Abendessen gab es wieder Quinoa, diesmal mit Ratatouille und Hähnchenschnitzel und wir waren gemeinsam der Überzeugung, dass wir das viel öfter machen sollten, es ist wirklich ungewöhnlich lecker.
Vom Kochaufwand vergleichbar mit Reis - riecht aber nicht so stark (ich finde, wenn ich Reis gekocht habe, riecht das gesamte Haus immer intensiv nach Reis, wenn ich nicht konsequent die Küchentür geschlossen halte) und damit ist Quinoa schon wegen der fehlenden Geruchsproblematik eindeutig zu bevorzugen.
Morgen ist wieder Werksverkauf bei Annette Görtz und ich habe mir den Vormittag wieder freigenommen, diese Termine sind mittlerweile zu einem festen Einkaufstermin für mich geworden.
Am frühen Nachmittag habe ich Termine im Büro, um dann aber auch pünktlich Schluss zu machen, denn am Abend bin ich zu einer 100-Jahr Feier in Wuppertal eingeladen und wenn ich jetzt schon passend beim Friseur war, dann will ich das sonstige Outfit drumherum auch noch etwas aufpimpen, da freue ich mich schon seit drei Monaten drauf
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Zwischendurch war ich sehr genervt und stark versucht, einigen Leuten mal ganz klipp und klar zu sagen, dass ihr Narzissmus einfach nur anstrengend ist und es doch sicher für alle Beteiligten von Vorteil wäre, sie würden sich mal einen Therapeuten ihres Vertrauens suchen, aber dann siegte doch wieder die Vernunft, ich habe einfach nur die Klappe gehalten, innerlich (und vielleicht ein ganz klein wenig auch äußerlich sichtbar) die Augen verdreht und abgewartet, dass es vorbei geht.
Es geht ja auch immer vorbei, aber Menschen mit einer Narzissmusstörung finde ich regelmäßig sehr schwer zu ertragen.
Liegt vielleicht auch an meiner familiären Vorbelastung, aber genau solche Definitionen finden sich in meiner Familie sehr häufig:
(Zitat aus der oben verlinkten Seite): Schon als Kind und Jugendlicher hatte er geglaubt, dass ihm eigentlich mehr zustand als er bekam
Das mit dem "zustehen", das macht mir ja fast grundsätzlich Probleme.
Aber egal, anderes Thema.
Am Nachmittag war ich am Kaiser. Der ist übrigens erst kürzlich gekärchert worden und das Reinigungsgerüst ist noch nicht komplett wieder abgebaut.

Wie man aus den Fotos unschwer ableiten kann, war ich sogar bis abends am Kaiser, als ich fuhr, war es schon arg dunkel, der Nebel wallte hinter dem Denkmal hervor und Porta Westfalica lag wunderbar illuminiert im Wesertal.

Das, was auf dem unteren Foto so hell leuchtet, habe ich auf dem oberen Foto mal rangezoomt, es ist der örtliche Puff in Porta, der aber wegen seiner exponierten Lage über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist.
Obwohl ich solche Etablissements ja schon wegen ihrer unbestreitbaren Verruchtheit immer wieder faszinierend finde, (und das ist auch ein Punkt auf meiner ewigen Bucketlist, von dem ich fast fürchte, ich werde unerfüllter Dinge versterben, aber was soll ich machen, ich möchte halt schon schrecklich gern mal einen echten Puff von innen live begucken, bisher habe ich aber noch keine Möglichkeit gefunden, dieses Verlangen umzusetzen.) Also, obwohl ich Puff immer spannend finde, war der Weg vom Kaiser zum Parkplatz heute Abend so rein vom optischen Erlebnisfaktor her auch schon ganz weit vorne

Nacht, Wald, Nebel und Lichter - eine unschlagbare Kombination.
Für morgen habe ich einen Friseurtermin.
Mit meiner Friseurphobie wird das bestimmt lustig, aber ich habe zum Geburtstag einen Gutschein für "einen Kalligraphiecut" bekommen und obwohl ich nicht weiß, was Schönschreiben mit Haareschneiden zu tun hat, bin ich doch neugierig genug, es wenigstens auszuprobieren. Viel passieren kann ja auch nicht, ich bin inzwischen so alt und hässlich, da kommt es nun wirklich auf eine mehr oder weniger misslungene Frisur auch nicht an, Hauptsache ich kann nachher noch immer alles zum Knoten zusammenbinden, der Rest ist egal
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Noch fünf Jahre und dieses, ich bin ja mal sehr gespannt, ob ich diese Zeit noch durchhalte oder vorher einfach feige Fahnenflucht begehe.
Wir werden sehen.
Was genau ich in den letzten drei Tagen eigentlich alles so gemacht habe, weiß ich gar nicht, ich glaube, den Großteil der Zeit habe ich mit viel Vergnügen damit vertüdelt, dass ich nichts Produktives, damit also nichts Erzählenswertes getan habe. Ich fand das prima, ich könnte damit den Großteil meiner Zeit verbringen, langweilig würde mir auf alle Fälle nicht.
Aber okay, ein bisschen was Produktives ist auch passiert, Freitag wurde das Haus geputzt, das war auch wirklich bitter nötig, Samstag wurde es dafür wieder in Unordnung versetzt, weil wir die Ikea-Einkäufe ausgepackt haben, heute wurde es dann aber wieder aufgeräumt, weil mittlerweile alle Schubladen montiert sind und die Verpackungspappe ist auch schon zusammengerollt und wartet auf die Papiermüllabfuhr.
Der Inhalt der Kleiderschränke wurde einmal ausgeräumt, durchsortiert und in die neuen Schubladen wieder eingeräumt, jetzt ist alles komplett anders einsortiert, ich fürchte, es wird eine Zeit dauern, bis ich mich daran gewöhnt habe, aber ich habe es ja nicht anders gewollt.
Dann habe ich noch sehr ausführlich Wolle sortiert, es kam nämlich eine schriftliche Bestellung einer Blogleserin ein, was ich ziemlich genial finde, weil dieses Blog nun weiß Gott keinen nennenswerten Bekanntheitsgrad hat, aber trotzdem gab es jemanden, der hier von meinen Erzählungen über die Wollvorräte der Onkelfrau gelesen hat und nun auch Wolle haben möchte. Läuft, würde ich sagen.
Vielleicht möchte ja noch jemand auf Borkum Urlaub machen und beim Onkel eine Ferienwohnung mieten? Der hat nämlich Ferienwohnungen und würde die auch gerne vermieten, allein es fehlt ihm an Bekanntheit und damit an Kundschaft.
Ich soll mich ja um die Bekanntheitsverbreitung via Internet bemühen, was ich auch in einem ersten Schritt mal angeschoben habe, aber aus der Ecke des anvisierten, künftigen webmasters habe ich jetzt seit drei Monaten, also seit dem ersten und damit bisher letzten Kontakt nichts mehr gehört und nu weiß ich auch nicht.
Ich fände die Idee ja prima, wenn man für die Ferienwohnungen des Onkels eine eigene website bastelt - aber genau an dieser Stelle bin ich technisch überfordert und auf die Hilfe anderer angewiesen.
Mir ist gar nicht ganz genau klar, was ich falsch gemacht habe, denn wir haben uns so verabschiedet, dass er sich meldet, wenn er eine Idee hat, was er halt bis heute nicht getan hat, er hat aber auch ausgesprochen seltsam auf Borkum als solches reagiert und auf das Angebot, er könne sich gerne jederzeit vor Ort ein Bild von den Ferienwohnungen machen, sehr, sehr! ablehnend reagiert. Ich fürchte, ich habe mir einen webmaster ausgesucht, der irgendein persönliches Problem mit Borkum hat und das muss so schräg sein, dass er da nicht drüber reden kann und irgendwie bin ich samt Onkel und seinen Ferienwohnungen jetzt mit in diesen "wir reden da nicht drüber Strudel" geraten.
Nun denn, muss ich mir was anderes ausdenken. Jetzt ist zum Glück erst mal Winter und damit auch keine Saison für Ferienwohnungen, aber damit auch die perfekte Zeit, sich darum zu kümmern, dass die für nächstes Jahr bekannt und gebucht werden.
Damit habe ich aber auch schon die wesentlichsten Aktivitäten der letzten drei Tage beschrieben, Haus putzen, Schubladen kaufen und Schubladen einbauen samt Kleidung komplett durchsortieren, alles, was ich mir an privater Büroarbeit vorgenommen habe, habe ich dafür komplett nicht gemacht.
Heute Abend ging das auch nicht mehr, weil ich heute Abend dafür leider schon zu betrunken war, wir haben nämlich ein spontanes, privates Biertasting gemacht und danach war dann jede Grundlage für ergebnisorientierte Büroarbeit durch Suff zerstört.
Das Bier war dafür sehr lecker

klarer Gewinner nach unserem Geschmack: Rolinck.
Dass es mein Gewinner sein würde, ahnte ich schon fast, als ich sah, dass es das Bier überhaupt noch gibt und sich bei mir nur wegen des Namens große Mengen sehr angenehme
Dass K das auch am leckersten fand, hat mich erstaunt, aber auch erfreut, dann werden wir das demnächst wohl mal öfter kaufen
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Ich bin ja nun bekennender "Nichtsüßfan", das bedeutet, dass sich das Jahr über hier regelmäßig Überbleibsel von eklig süßen Schokoladenprodukten ansammeln. Da kann ich gar nichts gegen machen, dieses Schokoladenzeug flutet den Haushalt von ganz alleine. Werbegeschenke, Zugaben beim Bierkistenkauf, Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke von Menschen, die meinen, mit Schokolade macht man nie was falsch (Anmerkung: DOCH! Es gibt wirklich Leute, die mögen keine Schokolade, wann geht das endlich in Eurer geschrumpftes Kleinhirn, ihr blöden Werbefuzzis. Ich fände es nur eine Geste der Respektfulnes, oder wie auch immer das in Eurem Werbedenglisch heißt, wenn ihr neben den ewigen Schokoladen künftig auch Chipstüten als Alternative anbietet.)
Wie auch immer, hier gibt es immer größere Mengen an Süßkram, den keiner mag und Tage wie Halloween bieten da DIE Gelegenheit, den Kram endlich loszuwerden. Verkleidete Monsterkinder klingeln, machen boohoo und öffnen freiwillig ihre Tüten für meine Schokireste. Perfekt.
Heute lief allerdings irgendetwas nicht rund.
Heute hat hier keiner geklingelt, dabei hatte ich die Schokireste schon strategisch passend direkt neben der Tür platziert

Ob es das Schild auf meiner Flurgarderobe war, was mir mal beweisen wollte, dass die Realität in echt dann eben doch ganz anders ist als von mir erhofft?
Ich habe jetzt Schokireste über - Vorschläge., was ich damit tun kann, anyone?
Am Nachmittag habe ich mich über die Kommentare zu J.s "irgendwann mal kaufen" Liste gut unterhalten.
Ich kann die App nur empfehlen: Wunderlist (jeder selber googeln, gibt es für android und für iOS und für Windows), synchronisiert sich geräteübergreifend (für mich sehr wichtig), ist enorm simple, aber genau das ist ja der Clou: Man begreift sofort, was die App kann und sie tut, was sie soll. Nämlich Listen erstellen mit Listenunterpunkten, die man abhaken kann, wenn erledigt. Außerdem kann man jede Liste mit beliebig vielen Leuten teilen (behaupte ich jetzt grade mal ungeprüft, aber für eine Familienteilung reicht es), es gibt Push-notifications und E-Mail Benachrichtigungen, jeder wie er mag, in Summe wirklich eine ganz prima App, ideal geeignet als App für to-do.-Listen, aber auch perfekt für (geteilte) Einkaufslisten und eben jede weitere Liste, die man für sich selber erstellen möchte.
J hat also eine Wunschliste namens "J irgendwann kaufen", wo er alles aufschreibt, was er gerne hätte.
Ich habe schon im Januar darüber berichtet, und mindestens so viel Spaß, wie ich im Januar hatte, habe ich jetzt wieder, denn inzwischen hat J die Liste auch mit C geteilt und wir haben heute zu dritt die einzelnen Wünsche auf der Liste kommentiert, auch das ein Feature dieser App, wir haben die Kommentarfunktion kurzerhand als Familienchat umgenutzt, ich sach ja, die App kann was.

Wir hatten auf alle Fälle viel Spaß damit und ich finde es prima, wenn die Kinder eine Wunschliste veröffentlichen, an der ich mich dann orientieren kann, wenn ich sie mit Geschenken überfluten will.
Ich habe nämlich festgestellt, dass das, was mir am besten gefällt am Reichsein, die Möglichkeit ist, meine Kinder schrankenlos mit Geschenken zu überhäufen.
J kriegt auf alle Fälle noch eine extra häßlichauffällige Picknickdecke zu Weihnachten, einfach, weil das so ein besonders toller Wunsch ist
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Der Mutterkonzern hat sich bereits vor zwei Jahren eine Selbstverpflichtung zur Verwendung von einfacher Sprache auf allen öffentlich zugänglichen Veröffentlichungen auferlegt.
Das fand ich schon lustig.
Für die deutsche Sprache ist das zwar eine Katastrophe, aber wenn man den Inklusionsgedanken konsequent auslebt, gibt das schwächste Glied in der Kette das maximale Anforderungsprofil vor, was man der Gesamtgruppe abverlangen kann und dann kommt da eben auch einfache Sprache als offizielles Kommunikationsmittel bei rum.
Jetzt soll das Ganze aber auch noch genderneutral formuliert werden und jetzt wird es wirklich schräg.
In der Organisationslehre würde man von konkurrierenden Zielen sprechen, denn genderneutral und einfach Sprache schließen sich meiner Meinung nach gegenseitig aus, aber es wurde beschlossen, dass genderneutral jetzt das Oberziel schlechthin ist, und wenn nun irgendwelche Satzungen oder Verträge,die im Zweifel schon seit Ewigkeiten existieren und deshalb natürlich selbstverständlich weder in einfacher Sprache noch genderkorrekt formuliert sind, wenn also an solchen Texten irgendetwas inhaltlich geändert werden soll, dann soll in dem Zusammenhang auch gleich alles auf genderneutral ergänzt werden.
Vorgabe aus dem Mutterhaus.
Machste nix dran.
Ich habe ja vor ein paar Jahren schon rumgewitzelt, als zwingend überall reingeschrieben werden musste "Die Gesellschaft trägt bei ihrer Tätigkeit der Gleichstellung von Frauen und Männern Rechnung.", dass ich bei den Vermögensverwaltungsgesellschaften, für die ich zuständig bin, reinschreiben werde "Die Gesellschaft trägt dafür Sorge, dass männliche und weibliche Aktien gleich behandelt werden."
Wurde mir nicht gestattet, aber alle Gesellschaften, auch die reinen Beteiligungsgesellschaften, die überhaupt keine Mitarbeiter beschäftigten, sondern nur Aktien hielten, auch die mussten ihre Satzung um die Betonung der Gleichstellung von Mann und Frau ergänzen.
Ich finde, es muss sich keiner wundern, wenn es mir schwer fällt, so etwas ernst zu nehmen, aber gegen die Verherrlichung von Ideologien anzutreten ist eh meist ein Himmelfahrtskommando.
Nun, heute war ich dran mit genderneutral. Eine von mir betreute Gesellschaft (Vermögensverwaltung, keine Mitarbeiter) soll ein paar neue Regeln bekommen und in dem Zusammenhang jetzt auch genderneutral werden.
Ich habe brav die gesamte Satzung durchgegendert, bis ich zu der Stelle kam, die mich grammatikalisch schlicht überforderte. Wie macht man das mit der Deklination von Possessivpronomen, wenn mehrere Kombinationen möglich sind?
Hier zum Beispiel, wobei das hier noch die einfache Version ist:
Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder ordnungsgemäß zur Sitzung geladen und mehr als die Hälfte der Mitglieder, darunter die/der Vorsitzende oder ihre/seine Stellvertreterin/ Stellvertreter, anwesend sind. Ist der Aufsichtsrat nicht beschlussfähig, so soll binnen vier Wochen eine neue Sitzung mit gleicher Tagesordnung einberufen werden. Der Aufsichtsrat ist in dieser Sitzung beschlussfähig, wenn die/der Vorsitzende/Vorsitzender oder ihre/seine Stellvertreterin/Stellvertreter und mindestens zwei weitere Mitglieder des Aufsichtsrates anwesend sind.
Spannender wird es, wenn die Kombinationen multipler werden, wenn es also zum Beispiel zwei Geschäftsführer und zwei Geschäftsführervertreter gibt, weil es dann ja sein kann, dass ganz viele Kombinationen möglich sind:
Eine weibliche Geschäftsführerin und ein männlicher Geschäftsführer sowie eine weibliche stellvertretende Geschäftsführerin und ein männlicher stellvertretender Geschäftsführer.
Es kann aber auch zwei weibliche Geschäftsführerinnen geben und zwei männliche stellvertretende Geschäftsführer, oder
zwei männliche Geschäftsführer und zwei weibliche stellvertretende Geschäftsführerinnen.
Oder zwei weibliche Geschäftsführerinnen und zwei weibliche stellvertretende Geschäftsführerinnen, oder
zwei männliche Geschäftsführer und zwei männliche stellvertretende Geschäftsführer, oder
eine weibliche Geschäftsführerin und ein männlicher Geschäftsführer mit zwei weiblichen stellvertretenden Geschäftsführerinnen, oder
eine weibliche Geschäftsführerin und ein männlicher Geschäftsführer mit zwei männlichen stellvertretenden Geschäftsführern - und das sind nur die Möglichkeiten, wenn nicht ein einzelner Geschäftsführer oder eine einzelne Geschäftsführerin eine konkrete stellvertretende Geschäftsführerin oder einen konkreten stellvertretenden Geschäftsführer hat.
Dann gibt es noch mehr Möglichkeiten.
Bei Genderneutralität müssen alle Möglichkeiten durchdekliniert werden, weil einfach nur "Geschäftsführer" maskulin, Singular wie Plural ist nicht mehr und "Stellvertreter", maskulin, Singular wie Plural ebenfalls nicht.
Wenn möglich das Ganze am liebsten in einfacher Sprache.
Es ist völlig unmöglich dabei ernst zu bleiben.
Als ich die gesamte Satzung durchgegendert und verschickt hatte, kam eine Antwort vom Chef erster Ordnung, der meinte, ob wir nicht auch noch das diverse Geschlecht mit einbinden müssten.
Spätestens dann wird es bei Mitgliedern interessant. Das Mitglied, der Mitgliederich, die Mitgliederin -
oder so
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Ich habe meinen Tag also überwiegend mit Gesprächen verbracht, ab 14.15h war ich dann in aushäusigen Terminen unterwegs, gegen 19h zurück im Büro, dort festgestellt, dass der Server nicht läuft, weil es Wartungsarbeiten gibt, also noch schnell ein paar analoge, manuelle Aufgaben erledigt (Unterschriftsmappen), gegen 20h zu Hause.
K baute den zweiten Teil der Ikea-Einkäufe ein, jetzt wissen wir, was wir noch brauchen und freuen uns sehr, dass die Ausziehregalböden ausverkauft waren und wir deshalb Schubladen genommen haben. Wir haben einen Ausziehregalboden - und sind sehr froh, dass wir nur einen haben, Schubladen sind tatsächlich die deutlich bessere Variante.
Für den Rest des Tages bleibt jetzt nur noch ganz viel Müdigkeit
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Durch die zurückgegebene Stunde hatten wir das Gefühl, wir haben Zeit ohne Ende, weil es beim Aufwachen um 10h ja erst 9h war, die viele Zeit haben wir aber genauso schnell auch wieder verdröselt, denn wenn man sich erstmal im Bett festgelesen hat, dann ist auch ein 25 Stunden Tag schnell um.
Zu Mittag gab es Obstsalat mit Vanillepudding (für mich) und mit Sahne (für meinen Westfalenmann), ich war erstaunt, wie satt so eine Schüssel Obst macht.
Dann haben wir den neuen Lautsprecher installiert und erfreut festgestellt, dass die deutlich preiswerteren Ikea-Lautsprecher tatsächlich komplett kompatibel sind mit dem Sonos-System und bereits das neue Airplayfeature beherrschen. Über die Ikeaboxen können wir jetzt also wieder Musik abspielen, die direkt auf dem Handy gespeichert ist, mit den alten Boxen kann man ja nur noch gestreamte Musik wiedergeben*. Sehr positive Entdeckung, der wird also bestimmt nicht zurückgegeben, im Gegenteil, wir werden noch einen kaufen.
*Als Sonos ankündigte, dass man künftig nur noch Musik von Streamingdiensten über die Boxen der ersten Generation abspielen kann, habe ich gedacht, ich habe mich verlesen. Wir kaufen für richtig viel, sauteures Geld das gesamte System von Sonos - und nach zwei Jahren ist es so veraltet, dass man es im Grunde nicht mehr nutzen kann. Das hat man davon, wenn man sich die neuste Technik kauft, die Halbwertzeit entspricht ungefähr dem eines geschmacksintensiven Kaugummis.
Anschließend begann K mit dem Aufbau der neu erworbenen Schubladen, um die in seinem Schrank einzubauen, musste natürlich erst mal der bisherige Inhalt raus. Das führt dann automatisch zu einer aufwändigen Gesamtsichtungsaktion des Kleiderbestandes mit ausführlichem Anprobieren, Aussortieren und überraschenden Entdeckungen. (u.a. hat K eine Tüte mit Weihnachtgeschenken aus dem Jahr 2010 gefunden, also Geschenke, die er selber verschenken wollte, dann aber vergaß. Bei ihm kommt ja nie was weg, es ist nur eine Zeitlang an einem ihm unbekannten Ort.)
Im Gesamtergebnis ist die Lösung mit den Schubladen jetzt gar nicht so schlecht, wir brauchen allerdings noch mehr, weil feste Einlageböden wirklich deutlich unpraktischer sind. Irgendwann nächste Woche gibt es also noch einen Besuch bei Ikea, wir brauchen ja auch noch einen Lautsprecher. Wenn man einmal angefangen hat, in ein bestimmtes System zu investieren, hängt man an der Nadel und muss bei jeder Technikveränderung nachkaufen, weil, sonst wäre ja alles nutzlos.
Am Abend haben wir seit Ewigkeiten mal wieder einen Tatort geguckt, der höchst erstaunlicherweise so normal war, dass wir nicht nach fünf Minuten schon abgeschaltet haben. Geht also doch noch
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Ich war sehr mit mir zufrieden.
Deshalb habe ich auch früh Schluss gemacht, weil ich noch einkaufen fahren wollte, bevor die nächsten Wollkundinnen kamen.
Jetzt sind die Kühlschrankvorräte wieder aufgefüllt, das Wolllager oben im Kinderzimmer dafür gründlich dezimiert. Fast 300 Knäuel Wolle haben die beiden Kundinnen gestern und heute zusammen mitgenommen. Im Verhältnis zum Gesamtvorrat, der noch im Onkelhaus liegt, ist das zwar nichts, aber die erzählen jetzt auch weiter, dass man bei mir ganz tolle Wolle bekommen kann und so hoffe ich mal, dass mein Kundenstamm langsam immer größer wird.
Außerdem habe ich ein neues Gericht entdeckt, was äußerst einfach in der Zubereitung ist, aber ausgesprochen lecker schmeckt.
Im Ofen gebackener Kürbis mit Quinoa als Beilage.
Alle Welt erzählt ständig was von Superfood, überall stehen Rezepte mit Zutaten, von denen ich noch nie etwas gehört, inzwischen bin ich gar gekocht (scnr) und musste auch mal was von dem Zeug ausprobieren.
Meine Wahl fiel auf Quinoa, der (das?) wird zubereitet wie Reis, schmeckt mir aber deutlich besser, auch K war sehr davon angetan. Wird es jetzt öfter geben bei uns, haben wir beschlossen.
Der Aufwand für die Zubereitung von im Ofen gebackenem Kürbis ist ungefähr so viel Arbeit wie ein Butterbrot schmieren, das Umständlichste dabei ist das etwas Schälen des Kürbisses, aber wenn man einen scharfen Sparschäler hat, kriegt Mann* das gut hin.
*Mein Westfalenmann ist ein sehr guter Kürbisschäler, ich habe diese etwas anstrengende Arbeit vertrauensvoll in seine Hände gelegt. Dadurch wird die Zubereitung eines gebackenen Kürbisses mit dem Schmieren eines Butterbrotes vergleichbar - für mich.
Zusammen mit Quinoa ergab das eine vollwertige Mahlzeit, genau genommen zwei Mahlzeiten, weil es so viel war, dass wir gestern nur die Hälfte geschafft haben. Heute habe ich den Rest vom Kürbis und den fertig gekochten Quinoa in der Pfanne erwärmt, noch ein paar Kräuter und Eier drüber gehauen - und es war wieder richtig lecker. Dringende Nachkochempfehlung
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Ich stellte nämlich fest, dass das Programm, mit dem ich die meisten Erklärungen letztes Jahr erstellt habe, nicht mehr funktionierte, also war erst mal eine ausführliche Computer- und Softwarereparatur angesagt.
So als Computer- und IT-Techniker tauge ich ja mal gar nicht.
Das dauert alles.....
Mich macht das ganz hibbelig, dass ich dann tatenlos vor meinem Computer sitzen muss, um ihm dabei zuzusehen, wie er irgendwelche Dinge installiert, denn weggehen und in der Zeit etwas anderes machen, geht leider nicht, da er alle fünf Minuten irgendeine Handlung oder Entscheidung von mir verlangt.
Aber irgendwann war das blöde Programm erst de- und dann neu installiert, dazu konnte ich die ProgrammDVD benutzen, die ich sowieso alle Vierteljahr mit einem Update bekomme.
Weil ich für diese Reparatur kein Internet brauchte, war ich schon ganz froh und stolz, wie gut das alle geklappt hat, nur eine Stunde verdröselt und Programm läuft wieder - bis ich an die Stelle kam, wo die Schnittstelle zum Finanzamt verifiziert werden musste - die kann nicht von der DVD geladen werden, die muss man sich in der aktuellsten Version aus dem Internet, von der Elster-Seite holen. Blöd nur, dass unsere Firmenfirewall die Elster-Seite als bedrohlich einstuft (kann ich zwar irgendwie verstehen, andererseits: Hilft ja nix.) Bedeutet aber, dass an der Stelle im Büro für mich Schluss war, solche gefährlichen Dinge muss ich immer in meinem privaten W-LAN installieren, wir nehmen das sehr genau mit der Sicherheit.
Deshalb habe ich jetzt eben die Elsterschnittstelle nachinstalliert, ich hoffe, die läuft auch noch, wenn ich den Rechner morgen wieder ins Firmennetz einlogge.
Am Abend kam eine neue Wollkundin, so langsam verbreitet sich die Kunde von meinen schier unerschöpflichen Wollvorräten, diese nahm auch noch ein paar Stoffe mit, läuft.
Morgen kommt noch eine Kundin, die war schon mal als Begleitung einer anderen Kundin da, jetzt will sie morgen mit einer weiteren Freundin kommen, wenn das so weiter geht, dann muss ich demnächst ein größeres Auto haben, um genug Nachschub rüberholen zu können.
Leider ist aber das, was ich hier schon losgeschlagen habe, nur ein Bruchteil dessen, was noch beim Onkel lagert, die war echt durchgeknallt, diese Ex-Tante, im Grunde kann er froh sein, dass er die los ist
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Wenn man es aktiv ablehnen würde, dann müsste man sich ja trotzdem damit beschäftigen, um belastbare Argumente parat zu haben, weshalb man es ablehnt, wenn man Dinge aber einfach nur komplett ignoriert und sich weigert, irgendetwas davon auch nur so weit wahrzunehmen, dass man Begriffe kennt, dann fällt es in die Kategorie "ich verstehe nicht, was daran interessant sein könnte."
So geht es meinem Westfalenmann mit Fußball, was ihn mir sehr sympathisch macht, weil wir das Thema deshalb einfach gar nicht behandeln müssen. Ich selber pflege speziell bei Fußball ja eher akute Abneigungen und kann mich sehr gut ereifern, weshalb ich es so überflüssig finde. Für das entspannte Miteinander ist es aber definitiv förderlicher, wenn man einzelne Reizthemen von vornherein gleich komplett beiseite lässt.
Ein Gebiet, was mir dafür einfach nur komplett egal ist, sind Computerspiele.
Ich habe nichts dagegen - aber auch nichts dafür. Ich langweile mich sehr schnell dabei und mir fehlt komplett jede Vorstellung, was Leute daran spannend finden, ich habe allerdings auch überhaupt gar kein Wettkampfgen, vielleicht ist das schon die Schlüsselerklärung, weshalb mich Computerspiele in keiner Form je interessiert haben.
Weil mir diese Spiele so komplett egal sind, habe ich aber auch nichts dagegen. Das heißt, dass ich auch die allgemeine Hysterie aller besorgten Eltern, ihre Kinder würden verblöden, vereinsamen oder sonst wie Schaden nehmen, wenn sie sich zu viel mit Computerspielen beschäftigen, konnte ich nie teilen. Meine Kinder durften sich mit dem Kram ohne besondere Auflagen beschäftigen so viel sie wollten, ich hatte allerdings auch nie das Gefühl, sie verlieren selber die Distanz oder die Kontrolle. (Außer vielleicht beim jüngsten Kind, aber der war eh in vielen Dingen besonders.)
Aufgescheucht von allerlei Elternratgebern bzw. -warnhinweisen habe ich immerhin versucht, wenigstens pro forma zu verfolgen, welche Spiele die Kinder denn da besonders spannend finden und womit sie sich intensiv beschäftigen.
So habe ich trotz meines Desinteresses ein paar Begriffe und Namen gelernt, allerdings fällt den Kindern noch viele Jahre nach der akuten Intensivphase auf, dass ich in echt eben doch eigentlich gar keine Ahnung habe.
Weil, vor ca. 15-16 Jahren hat irgendein Kind mal diesen Schlüsselanhänger gefertigt.
Die näheren Umstände, also welches Kind, wann genau, wo, wie und warum sind nicht mehr bekannt, aber ich wusste immer, es handelt sich um ein Pokémon.

Seit dem wir hier in Greven wohnen hängt der Tiefgaragenschlüssel an diesem Schlüsselanhänger, früher war es der Schlüssel zur Eingangstür, und wie man dem guten Stück unschwer ansieht, wurde es viel benutzt und im Zweifel hat sogar früher auch der Hund mal draufrumgekaut, es ist auf alle Fälle ein festes Bestandteil unserer Familie.
In den letzten Wochen ergab es sich nun zweimal, dass ich erst J und dann N auffordern wollte, jeweils den Tiefgaragenschlüssel mitzunehmen, um aber sicherzugehen, dass sie genau diesen Schlüssel mitnahmen und nicht etwas den anderen Tiefgaragenschlüssel, den ich benutze, wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, habe ich jedesmal gesagt: "Nimm den Pikachu-Schlüssel mit."
Weil, Pikachu ist der einzige Pokémonname, den ich kenne.
Und jedesmal hat erst J dann N sofort und spontan erwidert: "Das ist ein Glumanda!"
Ich fand es schon witzig, als J es als erster sagte, weil ich es bis heute eh völlig skurril finde, wie man diese seltsamen Comicfiguren alle auseinanderhalten kann, als aber N genauso spontan und selbstverständlich diese Korrektur vorbrachte, wurde mir klar, dass die Skurrilität im Zweifel bei mir zu finden ist, denn was sind das nur für seltsame Menschen, die ein Glumanda nicht von einem Pikachu unterscheiden können?
Wahrscheinlich sollte es mir peinlich sein
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