anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Montag, 4. Juli 2016
Sonntagsputz
Bis 8h schlafen, dann bis 11h im Bett liegen und lesen, was für ein wunderbarer Start in einen Sonntag, der ansonsten vorwiegend aus Aufräumen, Aktenablage und ganz viel Saubermachen bestand. Immer wieder erstaunlich in welchem Tempo sich größere Stapel an Papieren in meiner privaten Posteingangskiste sammeln, die ich gefühlt alle zwei Wochen, tatsächlich aber wohl nur alle sechs Monate in die passenden Ordner ablege. Und noch viel erstaunlicher, welche Mengen an Belegen, Rechnungen, Schreiben, - Papierzeug eben - ich nur rein privat, unabhängig von jedem Beruf, so bekomme und aufbewahren muss.
Ich frag mich oft, wie das andere Leute machen, weil ich immerhin den Vorteil habe, dass ich aus rein beruflicher Erfahrung weiß, wie ich damit umzugehen habe und es im Zweifel deshalb einigermaßen effizient und zeitsparend erledigen kann. Aber wenn ich schon finde, der private Papierkram braucht viel Zeit, wie geht es dann wohl anderen Menschen, die sonst nix mit Bürokram am Hut haben?
Plötzlich war es also schon wieder 17h und ich habe noch schnell die von Joscha im letzten Jahr so sehr vermisste Spinatsuppe gekocht und Knoblauchbrot geröstet. Deshalb habe ich den Heißluftofen in der Kombi-Mikrowelle vorgeheizt, der kurz danach begann, gewaltig zu qualmen und ungeheuerlich zu stinken. Da muss wohl vorher mal irgendwas in der Mikrowelle explodiert sein, was jetzt an den Heizstäben klebte und dort erst viel Qualm und dann sogar offenes Feuer produzierte. Jedesmal wieder ein Abenteuer, so eine brennende Mikrowelle. (Passiert so alle zwei Jahre einmal, was die Schweinerei nicht kleiner macht, aber inzwischen reagieren wir einigermaßen gelassen und rufen nicht mehr sofort die Feuerwehr.)
Um dieses Drama dann aber noch zu toppen, habe ich anschließend im Keller entdeckt, dass in dem alten Gefrierschrank, dessen Inhalt ich vor ein paar Wochen komplett in den neuen Gefrierschrank umgeräumt und dann abgeschaltet habe, leider noch zwei Tüten Gemüse lagen, die ich einfach vergessen hatte umzuräumen. Das hatte sich jetzt wirklich zu einer Riesensauerei entwickelt, aber immerhin habe ich so endlich den Grund für den seltsamen Geruch im Keller gefunden.
Jetzt ist der Keller grundgereinigt, das ganze Haus riecht nach Sagrotan und ich werde wohl einen dicken Muskelkater haben morgen, stöhn
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Donnerstag, 30. Juni 2016
Noch ein Stück mehr
Heute mit Fußleisten:

Komplett fertig

Sieht auf dem Foto kaum anders aus als gestern, aber heute ist der weiße Strich überm Boden nicht ein Stück weißgebliebene Tapete, sondern echte Fußbodenleiste. Die Reststücke liegen noch dekorativ vorne im Bild.

Fußbodenleisten sind ein Dauerstreitthema zwischen K. und mir. Er möchte sie möglichst gut zum Boden passend haben und ich finde "möglichst ähnlich" ganz schrecklich. "Exakt gleich" finde ich gut, also Fußboden und Fußbodenleisten aus dem gleichen Material, aber nur "fast gleich" verursacht mir optische Schmerzen. Das ist einfach nur ein klarer Fall von "gewollt, aber nicht gekonnt". Jeder sieht, dass man zu geizig war, sich passende Leisten maßanfertigen zu lassen und stattdessen das billige Zeug von der Stange nimmt. Finde ich so peinlich wie flache Schuhe zum Abendkleid. Sich obenrum aufdonnern und dann in den passenden Schuhen nicht laufen können.
Ne, dann kann man sich auch das Abendkleid schenken, finde ich.

K. und ich stritten also heute ausführlich beim Kauf der Fußleisten. Er wollte mal wieder welche aus der Kategorie: "guck mal, die passen doch schon ganz gut"
Und ich habe nur schaudernd verweigert.
Bis ich mir das Bild von gestern noch mal anschaute und plötzlich bemerkte wie hübsch das aussieht wenn die graue Wand rundum von weißen Streifen eingerahmt ist.Deshalb habe ich darauf bestanden, weiße Holzleisten zu kaufen. K. War darüber zunächst so grummelig wie ich über die fast passenden: "Weiße Fußbodenleisten, wie sieht das denn aus, passt ja gar nicht." -Aber jetzt wo es fertig ist, ist er ganz angetan. Er findet, der leere Raum mit den weißgerahmten Wänden und dem einzelnen Bild sieht aus wie eine Galerie.
Ich finde, da hat er recht und bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis
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Dienstag, 28. Juni 2016
Immer fertiger
So, der Boden ist komplett verlegt, jetzt fehlen nur noch die Fußleisten, allerdings ist K. jetzt auch komplett k.o. - Den hat's einfach hingestreckt, in dem Moment wo der Boden so weit fertig und sauber war, dass er zum Hinstrecken taugte.

Fertig

Das wunderschöne Stadtbild hängt auch schon wieder, jetzt kommt es viel besser zur Geltung, Wand und Boden passen perfekt dazu.

Ach Mensch, ich freu mich so, ich finde es so toll, dass die Zimmer jetzt endlich fertig werden und vernünftig genutzt werden können.

Und sonst noch so:
Heute den ganzen Tag in Vorstellungsgesprächen verbracht, morgen das gleiche Programm noch mal, dann haben wir 10 Bewerber durchgeschleust und ich drücke uns fest die Daumen, dass morgen die Kandidaten etwas mehr "Grundwissen" mitbringen als die heutige Truppe. Was mich immer wieder aufs Neue fasziniert ist die fröhliche Unbekümmertheit, mit der die Leute als Bewerber bei einem Vorstellungsgespräch aufschlagen. Ich meine, wenn ich mich auf eine Stelle bewerbe, die für "Beteiligungscontrolling und Steuern" ausgeschrieben ist, dann würde ich mir doch wenigstens vorher die Mühe machen, mal zu googeln, welche Beteiligungen mein zukünftiger Arbeitgeber denn überhaupt so hat und welche steuerlichen Themen für ihn wohl besonders relevant sein könnten.
Scheint aber eine exotische Idee zu sein, zumindest ist keiner der fünf Bewerber, die wir heute da hatten, vorher auf diese komplexe Idee gekommen.
Als ich das in der Besprechungsrunde kritisierte, meinte der Vertreter des Personalrats, dass der Beteiligungsbericht ja nun auch sehr schwer zu finden wäre im Internet, so auf den ersten Blick zumindest würde der nicht präsentiert.
Ich habe ihm dann vorgemacht, dass es genau drei Klicks und die korrekte Sucheingabe "Beteiligungen" braucht, bis man sich bis zur Beteiligungsstruktur durchgeklickt hat; wahrscheinlich hält er mich jetzt für einen Sklaventreiber oder zumindest für jemanden aus der Führungsetage, der eindeutig zu hohe Ansprüche hat.
Ich sach ja, ich hoffe, morgen ist wenigstens einer dabei, der diesem mörderischen Leistungsdruck gewachsen ist, sonst weiß ich auch nicht. Sonst stellen die wieder jemanden ein, der zwar eine schicke Ausbildung mit einem schicken Titel hat und dazu große Mengen an unbekümmertem Selbstbewusstsein gepaart mit der festen Überzeugung, das kriege ich schon hin, macht ja nichts, wenn ich das jetzt noch nicht weiß - aber ganz ehrlich: Davor graut mir schon etwas. Denn die letzten Exemplare dieser Gattung, die so eingestellt wurden, haben während der Probezeit erst den ganzen Laden aufgehalten und anschließend wurde die Stelle neu ausgeschrieben.......
Na, schaumama, morgen kommen ja noch fünf
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Samstag, 25. Juni 2016
Geht wieder bergauf
Heute war der Tag zwar randvoll gepackt, aber in Summe ausgesprochen erfolgreich.
Es ging los mit dem Brexit, den ich, im Gegensatz zu vielen professionellen Experten mit einer höheren Wahrscheinlichkeit erwartet hatte, so dass ich auch weniger überrascht war.
Ab acht Uhr waren dann die Börsentelefonate dran, es passierte aber nicht sehr viel, da die meisten Produkte, die wir so haben wollten, vom Handel ausgesetzt waren.
Zwischendurch ein Gerichtstermin, um den renitenten Türken, den CW sich vor Jahren als Aufpasser ins Haus geholt hatte, wieder loszuwerden. Sehr erfolgreicher Ausgang.
Mittagessen dann als ebenfalls sehr gut gelaufener Businesslunch, am Nachmittag schließlich noch eine Besprechung mit dem Anwalt, der den Geschäftsführern von CWs Hauptgesellschaft Feuer unterm A.... machen soll. Sieht aus, als ob es hier auch voran geht.
Ich reagiere hier wie die meisten Brexit-Befürworter: ich habe nichts mehr zu verlieren, da kann ich wenigstens meinen Stolz behalten. Entscheidungen, die wirtschaftlich unklug ist, sind nur für diejenigen unklug, die Geld haben, was sie verlieren können. Dass aber jemand anderes daran verdient, dass ich mich "klug" verhalte, nun, warum soll ich ihm das gönnen, wenn ich grundsätzlich das Gefühl habe, der nimmt mich eh nicht ernst. Deshalb habe ich ja auch ernsthaft mit dem Brexit gerechnet.
Und morgen ist Wochenende mit der Idee, endlich das zweite Dachzimmer weiter zu renovieren
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Montag, 20. Juni 2016
Putz- und Aufräumtag
Ein Blick auf den Kalender ließ mich zusammenzucken - morgen ist der 20.6., das heißt, in zwei Tagen ist der Frühling Geschichte und dann wird es schwierig mit dem Frühjahrsputz. Optional bietet sich dann ein Sommerputz an, aber - mal ehrlich - das ist selbst für sehr freigeistige Hausfrauen nur noch ein Alternativbegriff für "dahatwohllängerkeinermehrgeputzt".

Also war heute Frühjahrsputz angesagt und ich kann auch erfolgreichen Vollzug vermelden.
Das gesamte Haus ist gestaubsaugt - und wenn ich sage "das gesamte", dann meine ich "das gesamte", also inklusive Keller und Garage.
Die Herausforderung im Keller und der Garage waren nicht nur die kilometerlangen Spinnweben, sondern vor allem auch die Spinnen, die recht entspannt und wohlgenährt in ihren Spinnwebprunkpalästen saßen. Die haben sie sich im Laufe der Jahre dort zu bewundernswerter Größe ausbauen können, ich fürchte, ich habe sie schon länger nicht mehr dabei gestört. Zumindest nicht im Keller und in der Garage.
Aber heute war der Tag der Tage, Spiderkillingwoman folgte dem Ruf des Frühjahrsputzes und saugte alles hinweg. Wenn der Staubsauger dann hörbare Knackgeräusche von sich gibt, wenn man eine besonders fette Spinne eingesaugt hat, dann hat so eine Aktion auch wirklich etwas von Abenteuer und Großwildjägertum.

Am Ende blinkte die Beutelfüllanzeigelampe des Staubsaugers rot, was ich mit Erleichterung registrierte, denn so kam ich um eine Begründung herum, weshalb ich den Staubsaugerbeutel sofort nach dem Einsaugen der letzten Spinne samt Spinnweb aus dem Staubsauger holte und postwendend in der (außerhalb des Hauses stehenden) Mülltonne entsorgte. Denn natürlich weiß ich, dass Spinnen nicht wieder rausklettern, wenn man sie einmal eingesaugt hat, aber erstens hatten diese Spinnen teilweise Ponygröße hörbare Klappergeräuschgröße und zweitens war der Beutel ja sowieso voll, man muss das also nicht diskutieren.

Anschließend habe ich noch meinen Kleiderschrank aussortiert, zwei große blaue Müllsäcke warten jetzt auf die Altkleidersammlung, witzig nur, dass man das im Schrank kaum merkt.

Außerdem noch: Den (mittlerweile immer grauer werdenden) Ansatz mal wieder nachgefärbt. Da es meine bisherige Farbe nicht mehr gibt (oder zumindest habe ich sie nirgendswo mehr gefunden) habe ich eine andere Farbe von einem anderen Hersteller gekauft und heute ausprobiert. Der Name der Farbe war derselbe (aschblond), nur insgesamt bin ich plötzlich deutlich erdunkelt. Auch gut, mir gefällt der neue Farbton sehr gut, bin mal gespannt, wann es der erste bemerkt
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Samstag, 11. Juni 2016
Bürokram
Im Büro heute ganz viele Berichte, Verträge und Gutachten zu und über alles mögliche gelesen und mit Anmerkungen an die jeweiligen Verfasser zurückgeschickt. Insgesamt dadurch das Gefühl, richtig was geschafft zu haben und wie immer ein verständnisloses Kopfschütteln über die bescheuerten Sicherheitsvorschriften einzelner Firmen. Noch abgedrehter finde ich aber einzelne Positionen in einem der Gutachten, das ich heute bearbeitet habe.
Wir haben Firma A beauftragt, einen Bericht mit Gutachten über einen bestimmten Sachverhalt zu schreiben, zu dem wir selber auch eine eigene Stellungnahme fertigen, die ebenfalls von Firma mitgeprüft wird. Firma A schreibt also ein mehrseitiges Gutachten, in dem sie auch auf unsere Stellungnahme eingeht und dann einen separaten Absatz einfügt, in dem sie rügt, dass unsere Stellungnahme deutlich nach der vorgegebenen Frist erstellt wurde. Ich wundere mich sehr, weil ich weiß, wie stolz das gesamte Team war, dass wir mit diesem Bericht so besonders schnell und früh war. Auf unserem Server ist unser Original mit Datum 10.2. gespeichert und unterschrieben. In dem Gutachten der Firma erscheint unser Bericht als Anlage X - und da steht plötzlich 25.4. - Jetzt frage ich mich, wer hier spinnt.

Überhaupt frage ich mich, weshalb die Firma A mir den Entwurf eines Vorabexemplares zur Durchsicht und Abstimmung von Änderungswünschen schickt - das allerdings als geschütztes PDF-Dokument. Wie genau stellen die sich vor, dass ich meine Änderungswünsche bekanntgebe? Ich drucke das geschützte PDF-Dokument aus, trage handschriftliche meine Anmerkungen ein, scanne es dann wieder ein und schicke es zurück? Oder doch lieber gleich per Post zurück? Ach ne, muss ja schnell gehen, also per Boten? Manchmal frage ich mich echt, was bei den Machern solcher Aktionen im Kopf vorgeht.
Ich drucke deshalb grundsätzlich jedes geschützte PDF-Dokument aus und scanned es sofort wieder ein, dann wird es durch die Texterkennung gejagt, so dass ich anschließend ein ungeschütztes PDF-Dokument habe, in das ich meine Änderungswünsche bequem am PC eintragen kann. Was der Zirkus mit der Schützerei soll, ist mir schon seit Jahren ein Rätsel. Aber jedes Jahr dasselbe
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Dienstag, 7. Juni 2016
Sofawäsche
Wir haben das Sofa gewaschen!



Noch liegen die Einzelteile einzeln im Wohnzimmer rum, aber der komplizierteste und problematischste Teil ist schon geschafft, denn die Einzelteile sind alle sauber, lochfrei und geruchstechnisch durchbehandelt.
Aber von Anfang:
Wir renovieren ja die beiden Dachzimmer im Festlandhaus. Und haben dabei auch J.s großen Wunsch erfüllt und sein Wasserbett nach Borkum geschafft. Dort haben wir sein Zimmer dann auch gleich renoviert, aber das ist eine andere Geschichte.
Da hier im Festlandhaus jetzt ein Bett fehlt, das wir zwar auch nicht ständig brauchen, aber das doch sinnvoll ist, wenn mal alle Kinder hier im Haus sind, kam ich auf die Idee, dass ein Gästebettsofa eine gute Alternative ist.
Nach ein bisschen Suchen und ein bisschen Glück habe ich dann bei eBay ein Multi-Sofa von meinem Lieblingshersteller für einen zweistelligen Betrag (statt gehobenem vierstelligen Listenpreis) kaufen können.
An Selbstabholer.
Seit April steht dieses Sofs jetzt schon bei uns in der Garage. Der Haken bei diesem günstigen Preis war der Allgemeinzustand und der Geruch. Es war schon ziemlich abgenutzt und fleckig und: es stank!
Es stank ganz gottserbärmlich nach Rauch. Und für einen nichtmehrrauchenden Exraucher gibt es kaum einen widerlicheren Geruch.
Jetzt hatte ich mir gedacht, dass abgenutzt und fleckig nicht so schlimm ist, den Bezug kann man waschen, die Löcher stopfen und anschließend legt man im Zweifel trotzdem noch eine große Decke über das Sofa, es wird ja als Gästebettsofa nicht so häufig genutzt, da reicht auch ein Sofa mit Überwurf. Hatte ich mir so gedacht, bevor ich es bei eBay kaufte und mir weiter keine Gedanken gemacht.
Aber dann habe ich es auseinander gebaut und festgestellt, dass nicht nur der Bezug schmutzig ist und stinkt, sondern leider auch die Matratzen. Der Bezug war außerdem so groß, dass er gar nicht in meine Waschmaschine passte. Ich habe ihn dann trotzdem mit roher Gewalt reingepresst, aber es war für die Maschine dann sehr schwierig, ihn vernünftig zu waschen. Wirklich sauber und geruchsfrei ist er nicht geworden.
Dann fiel mir ein, dass mein Onkel auf Borkum ja eine Großraum-Waschmaschine hat, also habe ich den Bezug einmal nach Borkum transportiert, dort waschen lassen und dann wieder mit zurückgenommen. Mein Onkel hat sich sehr amüsiert, dass man vom Festland Dinge auf die Insel bringt, um sie dort waschen zu lassen.
Die Matratzen habe ich aus der Matratzenhülle geschält und in den Garten gestellt. Ich dachte, wenn sie dort längere Zeit auslüften, geht der Rauchgeruch weg.
Hat nicht geklappt. Nach vier Wochen Dauerbelüftung im Garten, stanken sie noch genauso wie vorher.
Ich habe dann eine Flasche Febr**se für Matratzen gekauft, das hat gut gewirkt, nachher stanken die Matratzen nicht mehr nach Rauch, sondern nach Parfum und ganz vielen anderen Gerüchen, nur "sauber" noch immer nicht.
K. kam dann auf die Idee, die Matratzen unter der Dusche mit ganz viel Waschmittel auszuwaschen, dann müsste doch auch der Geruch gekillt sein.
Gedacht, getan. Wir kauften ein wohlriechendes Flüssigwaschmittel und ich brachte K. die erste Matratze in die Dusche als er sich dort Freitag Nachmittag nach der Arbeit erfrischen wollte. War wohl eine ziemliche Ochserei, denn so eine Matratze nimmt ganz enorm viel Wasser auf und wiegt dann schon mal drei Zentner und mehr und ist nur noch eklig schlecht zu bändigen und auszuwringen. K. verweigerte deshalb das Duschen mit der zweiten Matratze.
Wir haben sie dann in die Badewanne gesteckt und sind dort drauf rumgehopst. Das ging ganz gut.
Und jetzt sind alle Einzelteile sauber, wohlriechend und gestopft. Den Oberbezug habe ich von Hand gestopft, den Matratzen Bezug habe ich in eine Näherei gebracht, die haben mit der Nähmaschine die auf geplatzten Nähte repariert.
Jetzt müssen wir nur noch das zweite Zimmer fertig renovieren, dann das Sofa wieder zusammen bauen und dann ist alles schön
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Freitag, 3. Juni 2016
Die Feedbacknummer
Meinungsumfragen und Feedbackanrufe finde ich genauso überflüssig wie diese lästigen Kaltacquiseanrufe von Eismann oder allen möglichen Zeitungsverlagen. Ich habe mich da letztes Jahr schon mal gründlich drüber aufgeregt, inzwischen habe ich noch ein paar zusätzliche funktionierende Gegenmaßnahmen entdeckt und ergriffen.
So habe ich zB neulich in der Fritzbox die gesamte Anruferliste, die ca. 24 Monate zurückreicht, Anruf für Anruf bearbeitet und jedem Anrufer einen Namen bzw. eine Bezeichnung zugewiesen. Die allermeisten Anrufe, die hier in den letzten zwei Jahren eingegangen sind, konnte ich dabei zusammenfassend als "Spam" benennen und habe so endlich mein E-Mail Problem gelöst. Denn bisher habe ich mich geärgert, dass mir die Fritzbox auch die gesperrten Anrufe immer noch brav als E-Mail gemeldet hat und einer E-Mail konnte ich ja nicht ansehen, ob das Telefon dafür geklingelt hat oder nicht, so dass die Klingelsperre der Fritzbox nur eingeschränkt nützlich war, da ich bei jeder E-Mail mit mir unbekannter Nummer ja doch immer noch mal hinterher gegoogelt habe, wer das wohl gewesen sein könnte.
Seitdem die Spamnummern nun auch alle optisch als Spam gekennzeichnet sind, ist dieses Problem für mich gelöst. Die Fritzbox sendet jetzt E-Mails in denen steht: Anruf von "Spam" - das finde ich völlig in Ordnung, drücke anschließend einmal auf löschen und alles ist gut.
Meine internen Rachegedanken wünschen sich jetzt noch eine Funktion, wo man die Fritzbox so programmieren kann, dass man einzelne Anrufernummern nicht nur auf stumm schalten kann, sondern dass automatisch mit einem vorher aufgezeichneten Text geantwortet wird.
Bspw: "Guten Tag, Sie sind grade im Spamfilter der Fritzbox gelandet. Weitere Anrufe können Sie sich sparen, Sie werden immer wieder nur hier landen."
So eine automatische Anrufbeantwortung wünsche ich mir ja auch für unterdrückte Rufnummernanrufer. Der bekäme dann zu hören: "Guten Tag, Sie senden keine Anruferkennung. Anonyme Anrufe werden hier grundsätzlich nicht entgegengenommen. Schreiben Sie einen Brief."

Heute hatte ich jedoch einen Feedbackanruf auf dem Handy. Handyanrufe werden nicht von der Fritzbox abgefangen und da ich mit meiner Handynummer sehr sparsam umgehe, was das Weitergeben angeht, kommen da fast nie ungewollte Anrufe an. Also bin ich drangegangen, 90% meiner Handyanrufe sind zudem dienstlich. Es war das Feedbackcallcenter von VW, die wissen wollten, wie ich mit meiner Werkstatt zufrieden bin.
Grundsätzlich bin ich mit meiner VW Werkstatt super gut zufrieden, weil ich den zuständigen Kundenbetreuer persönlich kenne und der immer dafür sorgt, dass alles ganz problemlos läuft ujnd genauso, wie ich das gut finde. Deshalb habe ich mich auch bereit erklärt an dieser Feedbackaktion teilzunehmen, weil er sagte, ich täte ihm damit einen Gefallen. Na klar, der Mensch ist echt nett, mache ich doch gerne.
Jetzt rief dieses Feedbackcallcenter neulich auf dem Handy an als ich in einer Besprechung war. (Handy, weil das die Nummer ist, die ich auch der Werkstatt gegeben habe). Da die Besprechung fast zu Ende war und wir uns nur noch in der höflichen Smalltalk-Phase vor der endgültigen Auflösung befanden, bin ich kurz zur Seite gegangen, habe den Anruf angenommen, dem Fragemensch fünfmal bestätigt, dass alles ganz superduper gelaufen ist, tolle Werkstatt, toller Service, jederzeit wieder, 100 Punkte. Dann war es auch schon erledigt, okay, das war easy.
Da habe ich mir noch gedacht, dass das ja wohl diesmal eine entspannte Feedbackabfrage war - aber Pustekuchen, heute riefen die schon wieder an. Diesmal wollte die Abfragedame es auch noch ganz genau wissen:
Feedbackdame (FBD) Guten Tag, Sie haben zugestimmt, dass wir Sie anrufen dürfen, um Sie nach Ihren Erfahrungen mit Ihrem VW zu befragen.
Ich Habe ich? Noch mal? Habe ich doch schon erledigt.
FBD Zunächst ein paar Fragen zur Verifizierung des Sachverhaltes.
Stimmt es, dass Sie am 6.5. mit Ihrem VW in der Werkstatt waren?

Ich Keine Ahnung, ich habe mir das Datum nicht gemerkt.
FBD Sie können nur mit Ja oder Nein antworten
Ich Aber wenn ich es doch nicht weiß?
FBD Also ja. Stimmt es außerdem, dass die von Ihnen aufgesuchte VW-Werkstatt "Müller" heißt?
Ich Ja
FBD Ist diese VW Werkstatt auf der XY-Straße 127 in 41234 M-Stadt ansässig?
Ich Keine Ahnung, ich merke mir die Anschrift der Firma nicht
FBD Aber Sie müssen doch wissen, wo Sie hinfahren.
Ich Die Adresse ist im Navi gespeichert
FBD Also ja?
Ich Sie tragen die Verantwortung
FBD Sie können nur mit Ja oder Nein antworten
Ich Dann möchte ich diese Frage auslassen
FBD Hat Ihnen der Mitarbeiter bei Auftragsannahme genau erklärt, welche Dinge gemacht werden müssen und was das kostet?
Ich Das brauchte er nicht, das war ein Versicherungsschaden und ich habe meine Ansprüche abgetreten. Mir war egal, was da alles gemacht wurde
FBD Aber die einzelnen Punkte wurden mit Ihnen besprochen?
Ich Es gab ein Gutachten von der Versicherung und die Werkstatt sollte genau das machen, was da drin stand. Das Auto hat einfach nur eine neue Tür bekommen.
FBD Und das wurde Ihnen detailliert erklärt?
Ich Ich wollte das gar nicht wissen. Ich will auch bei einer BlinddarmOP nicht wissen, was die Ärzte da alles im Einzelnen machen, Hauptsache nachher bin ich wieder gesund.
FBD Aber der Mitarbeiter wollte es Ihnen erklären?
Ich Nein, der Mitarbeiter kennt mich, der weiß, dass ich das nicht wissen will.
FBD Also hat der Mitarbeiter es Ihnen nicht erklärt?
Ich Bekommt der Mitarbeiter dann Minuspunkte?
FBD Ja, dann hat er gegen die Vorschriften verstoßen
Ich Na, dann hat er mir das selbstverständlich erklärt.
FBD Ja, was denn jetzt?
Ich Kreuzen Sie ja an.
FBD Wurde die Rechnung detailliert mit Ihnen besprochen?
Ich Ich habe keine Rechnung bekommen
FBD Sie müssen doch eine Rechnung bekommen haben?
Ich Nein, sagte ich doch schon, war ein Versicherungsschaden, die Rechnung hat die Versicherung bekommen und mir war das egal, wie hoch die war
FBD Schweigt - man hört wie sie bewusst atmet. Dann:
Ist das Auto in der vereinbarten Zeit repariert worden?
Ich Keine Ahnung, ich habe es in der Werkstatt abgegeben, bin in Urlaub gefahren und als ich wiederkam war das Auto fertig. Wie lange die gebraucht haben weiß ich nicht
FBD So geht das nicht, Sie können nur mit ja oder nein antworten
Ich Aber wenn ich es doch nicht weiß?
FBD Warum nehmen Sie dann überhaupt an dieser Umfrage teil?
Ich Na hören Sie mal, Sie haben doch mich angerufen, ich habe Sie nicht darum gebeten
FBD Dann beende ich dieses Gespräch jetzt hier, das macht keinen Sinn mit Ihnen

legt auf

Na so was, immerhin habe ich jetzt gegoogelt und gefunden, wie man Nummern auch im Handy sperren kann, ich glaube, das macht wirklich keinen Sinn mit mir und solchen Frageaktionen
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Donnerstag, 2. Juni 2016
Formulare
Von der Wiege bis zur Bahre,
Formulare, Formulare.

Unglaublich, diese Formularberge, die da grade alle abgearbeitet werden müssen.
Kindergeldantrag, neu, weil ein Kind 18 wird,
Waisenrentenantrag, muss aus demselben Grund für dasselbe Kind neu gestellt werden
Bafögantrag, jedes Jahr neu, für drei Kinder, außerdem
Verlängerung Anwohnerausweis und natürlich meine eigene Steuererklärung (die mich extra nervt, weil ich noch nicht mal dafür bezahlt werde)

Und natürlich sind alle Formulare komplett neu und anders aufgebaut als im Vorjahr, wär ja viel zu langweilig, wenn man einfach vom letzten Mal abschreiben könnte.
Seufz
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Freitag, 27. Mai 2016
Zwar anders als geplant
aber letztlich auch sehr schön, war heute die Pendeltour auf die Insel.
Ich wollte schon seit langem mal einen ausführlichen Ausflug nach Appingedam machen und heute erschien die Gelegenheit günstig. Ich hatte mal wieder vergessen die Fähre zu reservieren, mit dem Erfolg, dass die Mittagsfähre ausgebucht war, um 4h aufzustehen, um die Morgenfähre zu erreichen, erschien mir nicht attraktiv, also blieb nur die Abendfähre, und wenn wir den Tag eh komplett frei haben, können wir auch Vormittags schon losfahren und haben dann genug Zeit, Appingedam zu begucken.
Hätte geklappt, wenn auch 12.15h als letztlicher Abfahrtszeitpunkt schon entschieden später war als geplant.
Aber dann war die A31 rappelvoll mit Staus und Baustellen, so dass wir komplett auf Nebenstraßen ausgewichen sind, und die brauchen deutlich mehr Zeit, so dass wir erst um 15h in Appingedam waren, was nicht sehr viel Zeit für Appingedam bedeutet, wenn man die Fähre um 16.45h erreichen muss,also spätestens um 16.15h weiter fahren sollte.
So kam es, wir liefen 60 Minuten durch Appingedam, davon 30 durch Intertoys, was wir beim Stadtrundgang entdeckten, ich glaube also, zum Stadtangucken sollten wir noch mal einen neuen Anlauf nehmen.
Der Rest klappte dafür wie geplant, inklusive malerischem Sonnenuntergang.


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