anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Samstag, 21. Mai 2016
Ganz viel Auto-Content
K. hatte heute Abend einen Termin in der Nähe von Bielefeld und ich bin mitgefahren, weil ich gerne mit ihm zusammen bin, denn so hatten wir rund fünf gemeinsame Stunden, in denen ich nichts weiter zu tun hatte als einfach da zu sein und mich daran zu freuen, dass K. auch da war.
Ich mag diese gemeinsamen Autofahrten. Meistens fährt K., weil ich es angenehm finde, mich von ihm chauffieren zu lassen. Ich bin ein entsetzlich schlechter Beifahrer, weil ich zu den 90% der Autofahrer gehöre, die der festen Überzeugung sind, dass die allermeisten Menschen deutlich schlechter Auto fahren als sie selbst, weshalb ich es üblicherweise eben auch lieber selber mache als angstverkrampft daneben zu sitzen und das Bodenblech bremsend durchzutreten. Aber K. kann tatsächlich gut Auto fahren und außerdem ist es mir dann auch egal, ich sitze ja auch im Flugzeug neben ihm und da wäre es viel zu anstrengend, sich ständig aufzuregen. Also kann ich neben ihm entspannt die Landschaft beobachten und mich einfach daran freuen, dass wir zusammen sind und uns keine fremden Leute stören.
Auf der Hinfahrt bin aber diesmal ich gefahren. Hat sich einfach so ergeben, denn wir sind auch mit meinem Auto gefahren, weil ich es noch durch die Waschstraße fahren wollte und tanken musste ich auch noch.
Ich fahre gerne schnell und achte dann nur sehr untergeordnet auf den Spritverbrauch.
Nach dem Tanken, auf der Rückfahrt, ist dann K. gefahren. Er schaltete die Reichweitenanzeige ein und meldete alle 10km die neuen Werte.
Bei der Abfahrt, mit vollem Tank, zeigte der Wagen eine Reichweite von noch 620km an. Ich finde das okay, schließlich ist es ein Benziner mit über 200PS und er hat auch nur einen 55l Tank. Also bitte, kann man doch wohl nicht meckern.
Aber K. hatte auf der Rückfahrt natürlich Spaß daran, westfälisch gelassen stur gleichmäßig und am besten ohne zu bremsen maximal spritsparend zu fahren.
Mit dem Erfolg, dass die Reichweitenanzeige kontinuierlich hochging. Als wir 70km später zu Hause waren, waren wir nicht nur diese 70km gefahren, sondern könnten jetzt laut Anzeige auch noch weitere 700km mit dieser Tankfüllung fahren.
Phhhft, braucht er sich gar nichts drauf einzubilden, denn das lag einzig und allein nur am Fußball.
Weil heute alle Welt vorm Fernseher sitzt und Fußball guckt, war sozusagen kein anderes Auto auf der Straße.

Fußballabend

Deshalb musste er keinmal bremsen und konnte einfach mit gleichmäßiger Geschwindigkeit über die Landstraße segeln.

Aber weil ich grade beim Auto bin, kann ich auch noch schnell erzählen, dass ich grade gestern endlich das Teil bekommen habe, das ich mir schon seit vielen, vielen Jahren wünsche. Dieser Wunsch ist genauso alt wie das piepsende "dubistnichtangeschnallt" Gedudel, das irgendwann in jedem Auto eingeführt wurde.
Ich will einen Gurtschlosseinstecker, um dieses Gepiepse abzustellen.
Grundsätzlich schnalle ich mich ja an, aber für meine Handtasche finde ich es unnötig. Stelle ich die jedoch auf den Beifahrersitz, piept es. Allein nur wegen der Handtasche wollte ich schon seit Jahren so eine Gurtschnalle haben.
Früher kannte ich mehrere Schrottplätze. Die musste man kennen, weil dort alle notwendigen Ersatzteile für das jeweils eigene, noch fahrende Automobil verfügbar waren. Wer hatte als Student schon so viel Geld, dass er das Auto in eine echte Werkstatt bringen konnte? Also Schrottplatz, klappte immer. Klappte auch, wenn man gar kein Teil mehr zum Anschrauben, wohl aber einen passenden Schrauber zum Schrauben brauchte, weil man sich mit dem bisherigen Schrauber irgendwie entzweit hatte. War ja auch eine schwierige Nummer, mit den Schraubern damals. Einer hielt mir mal vor, ich wolle ja doch immer nur das eine von ihm, womit er unzweifelhaft recht hatte, aber was soll man als Mädchen, das Physik schon in der achten Klasse abgewählt hatte, sonst auch tun?
Ich kannte also früher viele Schrottplätze und ich kannte auch viele Schrauber, war eben notwendig und irgendwie auch sehr praktisch. Früher hätte ich mir so eine Gurtschnalle also völlig problemlos besorgen können, denn sie mit einem scharfen Messer aus einem Schrottauto herauszuschneiden, das hätte sogar ich ganz alleine geschafft.
Aber früher brauchte ich so eine Schnalle nicht, denn früher piepsten die Autos noch nicht, wenn man eine unangschnallte Handtasche auf dem Beifahrersitz mit sich führte.

Aber seitdem die Autos piepen, habe ich keinen einzigen Schrauber mehr in meinem privaten Umfeld - und wo ein Schrottplatz ist, weiß ich auch nicht mehr.
Wollte ich mich immer mal drum kümmern, aber wie das so ist. Es blieb beim Wollen und beim Jammern, dass ich es nervig finde, meine Handtasche anzuschnallen.

Aber jetzt ist es endlich soweit - ich habe mein Problem gelöst.
Tadaaa, darf ich vorstellen:
Anti-Piep-Einrichtung

eine Hundeanschnallleine. Passt perfekt. Nicht nur ins Schloss, sondern auch farblich zum Auto und das beste ist: Das Teil hat sogar einen Doppelnutzen, denn ich habe ja ein Cabrio und da war es mir schon immer etwas ungeheuer, mit offenem Verdeck und auch von oben griffbereiter Handtasche auf dem Beifahrersitz durch die Stadt zu gondeln. Aber jetzt kann ich meine Handtasche tatsächlich sinnvoll anschnallen, dann piept der Sitz nicht - und niemand kann mal eben so im Vorbeihuschen die Tasche abgreifen.
Ist das nicht sagenhaft praktisch?
Und das allerabgedrehteste ist der Preis: Ganze 1,27 € habe ich dafür bezahlt. Mit Versand aus China. Sofortkauf bei eBay.
Wie die das machen für den Preis ist mir ein Rätsel, denn allein die Verpackung ist schon so viel wert, aber es scheint zu funktionieren, sonst gäbe es nicht so viele ähnliche Angebote
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Sonntag, 15. Mai 2016
Haarspange
Schmuck fand ich schon als Kind toll.
Ich mag es, schönen Schmuck zu tragen und wähle ihn gerne passend zur Kleidung aus.
Ich habe auch Modeschmuck, aber eigentlich ist mir "echter" Schmuck lieber. So wie ich lieber Naturmaterialien statt Synthetik trage, so mag ich auch bei Schmuck lieber Edelmetall als Blech und lieber echte Steine statt Glas oder Kunststoff.
Im Laufe der Jahre habe ich eine ansehnliche Sammlung an Ketten, Anhängern, Ringen und Ohrringen zusammengetragen, das meiste davon auf dem Flohmarkt erworben, denn hier findet man nicht nur oft sehr ausgefallene Teile, sondern meist auch sehr akzeptable Preise.
Ein große Liebe habe ich für Bernstein und deshalb besitze ich natürlich auch eine ganze Dose nur mit Bernsteinschmuck, einiges von meiner Tante geerbt, vieles aber auch gezielt gesucht und selber gekauft. Ein Teil, was ich schon seit langem haben möchte, ist eine Haarspange aus Bernstein, aber zu einem bezahlbaren Preis habe ich so etwas noch nie gesehen.
Letztes Jahr habe ich aber relativ günstig zwei große Stücke Bernstein einfach als polierten Stein kaufen können und habe die hier zu einer örtlichen Schmuckdesignerin gebracht, die mir eine Haarspange auf die Rückseite montiert hat.
Den dunklen hatte sie heute fertig, den hellen bekomme ich die Tage.

Ich bin damit jetzt schon ziemlich zufrieden
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Samstag, 14. Mai 2016
Ferryflug
Heute war es mal wieder ein typischer Ferryflug, den wir da für das lange Wochenende kurzfristig beschlossen haben. Um 16h habe ich noch rumgenörgelt, weil mir grade alles zuviel ist, jetzt noch in den Reiseverkehr stürzen, wenn halb Deutschland auf den Beinen Rädern unterwegs ist, wie nervig, aber ich habe so eine Riesenmenge Kram, der rüber muss, da bleibt nur Auto. Aber es ist alles so voll, und damit ist es einfach nur stressig.
Um 16.05h habe ich dann K. gesagt, wir könnten doch einfach fliegen, um 17.15h waren wir am Platz und K. hat mich mitsamt dem Gepäckberg auf der Vereinsseite abgesetzt, um den Flieger aus dem Sicherheitsbereich zu holen. Mit diesem ganzen Pröddelkram durch die Sicherheitsschleuse zu gehen, hätten meine Nerven nicht mitgemacht.

Die Sicherheitsvorschriften der Flughäfen verbieten das Betreten der "gesicherten" Zone, ohne Securitycheck. Wenn man die gesicherte Zone aber "aus der Luft kommend" betritt, dann ist alles safe. Solche Sicherheitszonen gibt es jetzt aber nur an großen Verkehrsflughäfen, kleine Flugplätze für Hobbypiloten haben solche Sicherheitszonen nicht, dort steigt man so einfach in ein Flugzeug wie in ein Auto. Mit allem, was man eben so mitnehmen möchte. Ohne diese Sicherheitskontrollalbernheiten.
Also muss der Flieger von der Hochsicherheitszone Verkehrsflughafen in den offenen Vollzug des Segelflugplatzes rüberrollen, hier wird er frei und unkontrolliert beladen und alle Passagiere steigen ein und dann rollt man wieder rüber, um auf der großen Piste zu starten.
Denn die Regel heißt: Alles, was schon in einem Flugzeug ist, ist grundsätzlich safe. Deshalb darf ein Flugzeug mit Inhalt in die Sicherheitszone, will aber der Inhalt ohne Flugzeug rein, muss erst alles kontrolliert werden.
So logisch.
Und so safe
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Sonntag, 8. Mai 2016
Weiß keine Überschrift
Schräger Tag heute.
Okay, ein Tag, der im Büro beginnt, kann eigentlich nur besser werden, aber er hat sich schwer damit getan.
Gegen 1h wurde ich so müde, dass es keinen Sinn mehr machte, noch weiter irgendwelche Akten zu lesen, ich verstand eh nicht mehr, was ich da las.
Auf dem Weg zum Auto muss ich immer um das Gebäude herum auf so einer Art Rampe bis zum Parkplatz gehen. Die Beleuchtung ist dabei so seltsam eingestellt, dass ich unterwegs von meinem eigenen Schatten überholt werde. Heute Nacht war ich bereits so übermüdet, dass ich nicht mehr realisierte, dass es mein Schatten ist, sondern ich hielt es für irgendetwas Schwarzes, Gefährliches, dass sich völlig geräuschlos von hinten angeschlichen hatte und sich jetzt bereit machte, mich anzuspringen. Da ich grundsätzlich sowieso schon zu einer gewissen Schreckhaftigkeit neige, sind solche Situationen natürlich bestens geeignet, alle meine Spontanreaktionen auf einen Schlag zu aktivieren, was bedeutete, dass ich also nicht nur einen Schreck bekam und zusammenzuckte, nein, so reagiere ich eigentlich eher selten nie, wenn ich einen Schreck bekomme, sondern ich machte einen ca. 2m weiten Satz zur Seite und schrie dabei wie irre. Jetzt war ich über die Uhrzeit doch wieder sehr froh, denn immerhin konnte ich sicher sein, dass es niemand mitbekommen hatte.
Meine Schreckhaftigkeit geht mir regelmäßig selber auf den Wecker, ich habe nur leider überhaupt keine Idee, was ich dagegen tun kann. Die Kinder haben sich längst angewöhnt, schon von ganz weitem zu rufen und "Hallo, ich komme jetzt ins Zimmer" zu schreien, wenn sie sich mir nähern und ich ihnen den Rücken zu drehe. Es gab da schon diverse wilde Szenen, weil die Nachbarn dachten, bei uns wird jemand abgestochen. Dabei habe ich nur vorm Herd gestanden, wegen der laut brummenden Dunstabzugshaube die gebrüllte Ankündigung nicht gehört und dann stand da plötzlich ein Mensch mit einem Messer in der Hand hinter mir. Ich meine, wer schreit da nicht? Kann ich ahnen, dass sich ein Familienmitglied einfach nur ein Butterbrot schmieren will?

Nun ja, den gefährlichen Angriff auf der Bürorampe habe ich auch unverletzt überstanden, zum Glück ist da gerade diese Woche ein Geländer rundrum angebracht worden, sonst hätte mich mein Schrecksprung locker in größeres Unglück stürzen können.

Heute morgen bin ich dann schon wieder relativ früh (gegen 8h) wach geworden und resigniert aufgestanden. Lange im Bett rumlümmeln, Internet lesen und den Samstagvormittag vergammeln macht alleine einfach keinen Spaß. Also war ich früh unterwegs und dementsprechend produktiv. Ich habe
alle Nähsachen zusammengepackt und in einer Näherei abgegeben, die fertigen Hemden aus der Reinigung abgeholt, meine Brille beim Optiker richten lassen, eine lange Tour übern Flohmarkt gemacht und die Wocheneinkäufe erledigt. Gegen 13.30h war ich schon wieder zu Hause und sehr stolz auf meine Produktivität.
Allerdings bin ich jetzt auch der festen Überzeugung, dass Leute, die regelmäßig so produktiv am Wochenende sind, entweder Single sind oder einfach nur eine schlechte Beziehung führen. Warum sollte man sonst an einem Samstag so früh aufstehen?

Anscheinend hat mich meine eigene, ungewohnte Produktivität aber so gestresst, dass ich schreckliche Kopfschmerzen bekam, so dass ich um 14.30h schon wieder im Bett lag, um 18h eine Aspirin nachschob und erst seit einer halben Stunde halbwegs beschwerdefrei wieder gucken kann.
Per Saldo bringt es also nichts, so einen Raketenstart hinzulegen.

Alle sonstigen Vorhaben (der Wochenputz ist überfällig und der Garten wartet auch schon länger) sind damit grandios gescheitert. Morgen kommt mein Westfalenmann wieder, wird aber auch Zeit. Ich tauge nicht für ein produktives Singleleben, erschrecke mich vor meinem eigenen Schatten, höre seltsame Geräusche im Haus und bekomme Kopfschmerzen, weil ich zu früh aufgestanden bin und keinen Kaffee getrunken habe (Ich glaube, in den letzten 26 Jahren habe ich mir höchsten fünfmal morgens selber Kaffee gekocht. Das ist so ein Ding, was sich selber ausschließt: Ohne Kaffee bin ich morgens absolut nicht fit genug, um Kaffee zu kochen.)

Was mir heute gut gefiel: Ich habe eine wunderhübsche Tulpenvase auf dem Flohmarkt gefunden, hier können sie jetzt in aller Ruhe rauswachsen


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Samstag, 30. April 2016
Shoppingrausch
Normalerweise kaufe ich Kleidung nur gebraucht. 70% meines Kleiderschrankinhaltes stammt vom Flohmarkt, ca. 25% aus Secondhandläden und von eBay und höchstens 5% kaufe ich als Neuware in einem Laden.
Das liegt vor allem daran, dass ich einen ausgeprägten Marken- und Qualitätstick habe, den ich beim Kauf von Neuware nur sehr kurzfristig ausleben könnte, weil ich dann innerhalb von kürzester Zeit pleite wäre oder nackicht bleiben müsste.
Naja, so nackicht wie eine Frau eben ist, die dann ganz bestimmt nichts vernünftiges mehr zum Anziehen hat.
Mein Glück dabei ist, dass ich einen arg praktischen, weil sehr zeitlosen Geschmack habe. Ich meine, nicht mein Geschmack ist zeitlos (oder doch?, kann ich gar nicht beurteilen), sondern die Moderichtung, die ich am liebsten trage. Keine Experimente, kein wilder Schischi, sondern möglichst schlicht und edel, aus hochwertigen Materialien und perfekt geschnitten. Dabei nicht vornehm, sondern lässig leicht, lieber sportlich als elegant.
Erfahrungsgemäß gibt es solche Teile eher selten bis gar nicht bei Aldi/Lidl, Kik oder Ernstings Family - und wenn man sich einmal an Flohmarktpreise gewöhnt hat, dann findet man auch 7,99 für ein T-Shirt schon teuer.
Deshalb kaufe ich Kleidung fast ausschließlich gebraucht.

Gestern gab es aber einen Lagersonderverkauf von meiner Lieblingsdesignerin Annette Görtz. Und wenn man dann für ein Shirt nicht mehr 149,- sondern nur noch 10,- € bezahlt, dann sind auch die Neuteile nicht mehr komplett uninteressant.
Gestern habe ich also schon einen akuten Shoppingtrip nur mit Neuware ausgelebt.
Und heute war ich dann bei TK - Maxx.
Was soll ich sagen?
Kannte ich noch nicht.
Lohnt sich aber.....

Und morgen ist endlich wieder Flohmarkt.
Wurde aber auch Zeit!
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Dienstag, 26. April 2016
Blindduscher
In Sachen Kosmetikprodukte bin ich nur bei Parfüms anspruchsvoll, denn da lasse ich einfach meine Nase entscheiden und die scheint eine ganz eindeutige Stilrichtung vorzugeben: Hauptsache teuer.
Ab und zu gibt es auch bei Aldi ganz akzeptable Parfüms, zumindest finde ich sie nicht spontan stinkig, aber beim nochmaligen Hinriechen stelle ich dann fest, dass mir das Urteil "riecht nicht schlecht" nicht reicht, um ein Parfum auch nach dem Kauf noch zu benutzen. Aus diesem Grund fristen mindestens 5 bis 7 Billigparfüms ein traurig verstaubtes Leben in meinem Badezimmerschrank. Es gibt halt immer (mindestens) ein Parfüm, was mir noch besser gefällt und so werden diese Discounterparfüms von mir zwar gekauft, schließlich bemühe ich mich stets, nicht eingebildet und neureich snobby zu sein, aber nach dem Kauf dann nicht mehr benutzt. Wenn ich so darüber nachdenke, ist ein Kauf zur Nichtverwendung noch viel mehr neureich snobby, aber das ist ein anderes Thema.
Zu meinen Lieblingsparfüms gehören einige der "Un Jardin-Parfüms" von Hermes und seit fast 30 Jahren mein Dauerliebling "Sun" von Jil Sander.

Bei sonstiger Kosmetik bin ich dagegen im preislichen Bereich total anspruchslos. Muss nix Teures sein.
Bei Shampoos allerdings mag ich kein Schauma. Das fühlt sich dann doch zu billig an, das hatte ich als Kind schon und da waren wir arm. Da wurde wirklich immer das Preiswerteste gekauft und so arm, dass ich auch heute noch Schauma Shampoo kaufen müsste, so arm will ich nie wieder sein.
Aber ich kaufe die nächst teurere Kategorie, das ist dann irgendwas von L'Oreal oder Nivea oder Pantene oder so etwas ähnliches und immer, immer, immer brauche ich Shampoo UND Conditioner.
Da alle Firmen Wert auf CorporateDesign legen, sehen Shampoo- und Conditionerflasche meist sehr ähnlich aus. Und ob in einer Flasche dann Shampoo oder Conditioner ist, kriegt man nur raus, wenn man den aufgedruckten Text liest. Und da beginnt mein Problem: Ich dusche nämlich ohne Lesebrille.
Und ich kann mir vorstellen, dass ich da nicht die einzige bin.
Früher konnte man Shampoo und Conditioner auch immer an der Konsistenz unterscheiden, Shampoo war meist durchsichtig und flüssig und Conditioner eher trüb und pastös. Heute fühlt sich das eine an wie das andere und der Unterschied ist wirklich nur am Text auf der Flasche auszumachen.
Nur genau den kann ich nicht lesen, unter der Dusche, ohne Lesebrille.
Ich habe mir die Flaschen jetzt gekennzeichnet

und frage mich, wann Firmen von selbst so simple Dinge einfallen
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Freitag, 22. April 2016
Nur unterwegs
Schon wieder den ganzen Tag nur unterwegs, aber heute mit spannenden Erlebnissen und Eindrücken.
Die erste Sitzung heute fand im Heinz Nixdorf Museumsforum statt.
Ziemlich überflüssige Sitzung mit sehr seltsamen Menschen, zwischendurch habe ich mehrfach geprüft, ob irgendwo Leute mit einer versteckten Kamera zu sehen waren, weil ich nicht mehr glauben wollte, dass es tatsächlich Menschen gibt, die ohne Schauspiel-Auftrag so viel Unsinn erzählen, aber es gibt wohl mehr Irre auf der Welt als man sich gemeinhin so vorstellen kann.
Aber das Museum ist toll. Absolut spannend und ich habe mir fest vorgenommen, dort demnächst mal für einen ganzen Tag hinzufahren.
Und lustig fand ich, dass sie dort die Ausstattung meines ersten Büros komplett ausgestellt hatten.



Man fühlt sich ja immer wie ein Dinosaurier, wenn man erklärt, dass man noch mit Lochstreifenmaschinen gearbeitet hat, dabei waren die damals eine ganz fortschrittliche Sache....
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Freitag, 22. April 2016
Bericht
Als ich heute morgen aufwachte war es schon nach 7Uhr. Leider war ich noch müde wie 5Uhr.
Ich habe mich dann angezogen und bin ins Büro gefahren. Dort habe ich einen Bericht geschrieben, der schon lange hätte geschrieben sein sollen, habe nach Zahlen für eine Tabelle gesucht, die schon lange hätte fertig gerechnet sein sollen und habe mit Menschen telefoniert, die mir alle erklärten, warum die Arbeit, die sie schon lange hätten abgeben sollen, immer noch nicht getan ist.
Als es schon fast wieder dunkel war, bin ich zurück nach Hause gefahren.
Mehr ist eigentlich nicht passiert.
Was für ein Tag
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Mittwoch, 13. April 2016
Doppeltrick mit Ausfallschritt
Bei den meisten online Shops werden Neukunden mit den tollsten Rabatten und Geschenken umworben, Bestandskunden haben dagegen kaum Vorteile, außer, dass man erst Bestandskunde sein muss, um Prämien für geworbene Neukunden zu erhalten.
Da ich ja nun über zwei Haushalte und damit über zwei Adressen verfüge, ist es für mich ein großer Spaß, mich regelmäßig selber zu werben.
Neulich kam ich dazu auf die grandiose Idee, mir auch noch einen Zusatznamen zuzulegen, schließlich wohnen unter meiner Festlandsadresse auch noch einige von CWs Gesellschaften, die kann man doch personalisieren.
So wurde Herr Vitus Park geboren, Geburtstag 1.4.1963, und war dann auch interessierter Kunde von DocMorris. Herr Park bekam 5 Euro Neukundenrabatt und ich 10 Euro Werbeprämie, wenn Herr Park für über 20 Euro einkauft. Also kaufte Herr Park für über 20 Euro ein, gab (meine) Kreditkartennummer an und ich fand mich ganz schön schlau.
Bis ich die Paketabholkarte im Briefkasten fand und lernte, das DocMorris seine Medikamente niemals beim Nachbarn zustellen lässt und ich plötzlich vor dem Problem stand, dass ich ein Paket an Herrn Vitus Park mit meinem Personalausweis, auf dem natürlich ein anderer Name steht, bei der Postausgabestation abholen
muss.
Dumm, daran hatte ich einfach nicht gedacht.
Letztlich habe ich es mit viel Gerede, einem Anwaltsschreiben an Herrn Vitus Park und einer Vollmacht, die er mir erteilt hat, geschafft, bin aber schon etwas ins Schwitzen gekommen.
Fast hätte ich mich mit meiner Superschläue also selber ins Knie geschossen. Wir lernen: Zu viel Trickserei kann daneben gehen
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Montag, 11. April 2016
Wegwerfen ist toll
Morgen ist Sperrmüll. Die perfekte Gelegenheit, den gesamten Müll, den wir beim Renovieren des ersten Dachzimmers bisher auf der Terrasse gesammelt hatten, loszuwerden.
Und damit von dem zweiten Dachzimmmer der Kram ohne Zwischenlagerung auf der Terrasse sofort entsorgt wird, haben wir heute das zweite Dachzimmer ausgeräumt.
Stand bis heute Mittag war so, dass das erste Dachzimmer komplett fertig renoviert und der Kleiderschrank aufgebaut und im Wesentlichen auch gefüllt war. Aber sehr viel mehr war nicht passiert. Außer dem Kleiderschrank stand sonst kaum etwas in dem Zimmer an seinem endgültigen Platz, Regale, Tische, Schränke und Stühle waren einfach nur wahllos in das Zimmer geräumt worden, damit man im zweiten Dachzimmer wenigstens wieder treten konnte, trotzdem war das zweite Dachzimmer immer noch recht voll und es war klar, dass das auch alle noch ausgeräumt werden musste.
Und das ist dann heute Nachmittag geschehen. Alles wurde rausgeräumt, viele Kisten (mit Kram von den Kindern) wurden auf den Dachboden geschafft, aber einige Regale fanden auch schon ihren endgültigen Platz im ersten Dachzimmer, so dass einige Kisten mit Kram von K. auch schon wieder in diese Regale ausgeräumt werden konnten. Insgesamt war es eine rundum erfolgreiche Räumaktion, denn nicht nur haben wir den Teppichboden samt Fußbodenleisten aus dem zweiten Dachzimmer komplett rausgeholt und zum Sperrmüll auf die Straße gestellt (Halleluja, das finde ich einfach nur toll, dass dieses Problem jetzt schon komplett erledigt ist), nein, wir sind in einen wahren Wegwerfrausch geraten und haben die Gelegenheit genutzt, gleich mal gründlich auszusortieren.
Eigentlich gehört Elektroschrott ja nicht auf den Sperrmüll, und davon hatten wir eine ganze Menge, aber wir haben die Sachen trotzdem einfach mal rausgestellt - und keine Viertelstunde später waren sie auch schon weg. Wenn hier Sperrmüll ist, kreisen jede Menge polnische, rumänische und seit neuestem auch diverse holländische Autos hier ständig im Kreis und beobachten genau, was rausgestellt wird. Unser Elektroschrott war also gar kein Problem, der wurde schon vorher privat abgefahren. Sehr fein.
Eigentlich wird alles mitgenommen, was noch irgendwie nutzbar sein könnte, so dass vom offiziellen Sperrmüllauto jetzt tatsächlich nur noch der rausgerissene Teppichboden, die Fußbodenleisten und der zerhackte alte Kleiderschrank morgen abgefahren werden müssen.
Und ich bin die alten Gartenstühle und einen Schreibtischstuhl los, ein Riesenfaxgerät, zwei alte Drucker, diverse Telefone, eine große Wohnzimmerlampe und jede Menge weiteren Krimskrams, den ich schon wieder vergessen habe, den ich aber so nach und nach beim Durchgehen aus dem Haus gesammelt und den holländischen Polen zum Abtransport hingestellt habe.
Mit jedem Stück, was verschwindet, stellt sich ein Stück gefühlte Befreiung ein. Endlich wieder Luft, Platz, Ordnung, Übersichtlichkeit.
Das Tollste am Wegwerfen ist aber eindeutig der viele freie Platz, den man dadurch gewinnt, so dass man endlich wieder entspannt und ohne schlechtes Gewissen einkaufen gehen kann.
Darauf freue ich mich jetzt schon
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