Wir haben uns tatsächlich den gesamten Tag lang nicht gestritten, keiner war beleidigt, keiner eingeschnappt oder mit irgendwelchen Dingen nicht einverstanden - zumindest hat es keiner gezeigt und das ist allemal das Wichtigste.
Ich denke, jeder war mit seinen Gescheinken zufrieden und hat sich außerdem darüber gefreut, dass die anderen auch jeweils damit zufrieden waren, was jeder selber so verschenkt hatte, insgesamt also eine win-win-Situation, besser kann es ja wohl kaum laufen.
K. bekam sein erstes Geschenk schon gleich am Morgen zum Frühstück von mir - ich habe ihm eine Philadelphia-Torte mit Crystal Crack (Knallbrause) zusammengerührt und damit ziemlich genau seinen Geschmack getroffen. Das Komplizierte an diesem Geschenk war das Beschaffen der Knallbrause, die musste ich nämlich aus dem Ausland importieren, hat aber alles wunderbar geklappt und K. hat viel Spaß an den Explosionen, die da heute bereits zum Frühstück durch seinen Mund knallten.
Den Rest des Tages (der ja erst nach 13h begann wegen lange schlafen und noch länger im Bett rumgammeln und so), am Nachmittag also habe ich erst einen Nudelsalat, dann noch einen Kartoffelsalat hergestellt, den Kartoffelsalat mit Original Emder Matjes, sehr lecker im Ergebnis, und als Abschluss noch ein Brot gebacken.
Die Kinder haben den Weihnachtsbaum aufgestellt und geschmückt, jeder war also mir irgendetwas beschäftigt, was den Tag insgesamt abrunden sollte, hat wunderbar funktioniert.
Das Abfallpapier der Geschenkeschlacht wurde noch an Ort und Stelle entsorgt (verbrannt), mittlerweile ist alles wieder aufgeräumt und satt sind auch alle.
Sehr schönes Weihnachtsfest, so können wir das jetzt jedesmal machen, komplett stressfrei und dann auch noch ohne hausgemachten Streit
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Alles hat einfach nur perfekt geklappt.
Letztes Jahr begann die Weihnachtsanreise ja mit einer ziemlichen Katastrophe, weshalb ich dieses Jahr mehrfach und sehr laut erwähnte, dass es jedem unter Kopfabhackenandrohung auf das ausdrücklichste untersagt ist, das Cabriodach zu öffnen, denn selbstverständlich musste ich die "Hutablage" mitbenutzen (die bei einem Cabrio außergewöhnlich tief ist, da sich ja genau dort das gesamte Dach reinfaltet, wenn man es öffnet) - also auf alle Fälle habe ich auf die Hutablage ganz viele Geschenke gelegt, denn sonst hätten wir wirklich nicht alles verstauen können.
Aber mit Hutablage klappte alles prächtig, nachher hatte ich das Gefühl, dass das Auto von innen doppelt so groß ist wie von außen. Eigentlich ist der Golf ein LKW, sieht nur nicht so aus.
Und nicht nur das Packen des Autos verlief reibungslos, auch alle anderen Vorhaben des Tages fluppten wie am Schnürchen.
Das Haus in Greven ist jetzt blitzblank sauber, alles pikobello geputzt und tiptop hinterlassen, die Kühlschränke sind leer und ihr Inhalt vollständig nach Borkum transportiert. J. hat hier vor Ort alles eingekauft, was darüberhinaus noch fehlte, der Fisch war reserviert und musste nur abgeholt werden, es gab keinerlei Stau oder Stockung unterwegs, weshalb wir über eine Stunde zu früh an der Fähre waren.
Also konnten wir vor Abfahrt noch schnell einmal Pommes spezial essen gehen und ein paar Brötchen kaufen, die wir mit auf die Fähre nahmen, deutlich besseres Essen als der eklige Fährenfraß, und preiswerter auch noch.
Eigentlich standen wir in Reihe 1 für das Beladen der Fähre, hätten also als eines der ersten Autos auffahren können, wenn ganz vorne in Reihe 1 nicht irgend so ein
Ich habe mich ja schon wieder begonnen gepflegt aufzuregen, aber dann kam der Typ doch vom Fahrkartenschalter zurück gerannt und auch Reihe 1 konnte endlich auf die Fähre fahren.
Unterm Strich war die Reihenfolge aber völlig perfekt, denn so bekamen wir die wunderbare Poleposition ganz vorne in der mittleren Reihe. Die Autos, die als erste aufgefahren waren, mussten erstmal die Seitentaschen ganz rechts und ganz links auffüllen und als wir endlich dran waren, waren die Seitentaschen grade komplett voll, so dass wir ganz nach vorne vor fahren konnten.

Dann war die Fähre heute auch noch turboschnell unterwegs, weniger als 1:45h, das ist echt Rekord verdächtig.
Insgesamt also ein komplett rund gelaufener Tag, alles hat geklappt, keine Katastrophe, keine spontane Improvisation, so könnten Tage eigentlich immer verlaufen
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Auf der Rückfahrt vom Büro vergessen, den Wagen voll zu tanken, deshalb nach Ankunft zu Hause gleich noch mal losgefahren, dabei auch noch mal zwei Aldis abgeklappert, immer noch keine Tomaten – Basilikum – Butter, statt dessen zwei Flaschen Gin gekauft, N. meint, das sei ein gleichwertiger Ersatz.
Im Geschenkeeinpackzimmer ist Gedrängel, erst hat N. sich dort verbarrikadiert, jetzt ist K. drin. Ich war klug und habe die Einpackerei schon am Wochenende erledigt. Wie wir diese Berge an Paketen morgen alle ins Auto kriegen, dazu noch den Kühlschrankinhalt und was sonst eben so mitmuss, ist mir schleierhaft, aber es wird wohl klappen. Es hat bisher noch immer geklappt.
J. ist schon auf Borkum und geht morgen einkaufen, wir haben eine Einkaufsliste in die Familien Wunderlist gestellt und die wird ständig länger. J. sagt, er nimmt den Fahrradanhänger.
K. hat morgen noch allerlei Termine, ich mache mir mal wieder Sorgen wegen Stau und letzte Fähre und zu spät losgefahren, es ist also alles wie immer
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Keine ungebührliche Hetze vor dem Aufstehen, vor der Abfahrt ins Büro habe ich sogar daran gedacht, die bereits geleerte Mülltonne wieder rein zu räumen, und war damit erster Mülltonnenreinräumer auf unserer Reihenhausseite. Solche Erfolge beflügeln.
Unterwegs habe ich dann noch mit meiner Schwester telefoniert, die mir die lustige Geschichte vom Auto ohne Schlüssel erzählte.
Moderne Autos haben heute ja alle Zündschlüssel ohne Schlüssel, weshalb es auch kein Zündschloss mehr gibt.
Das Auto erkennt, wenn sich der Schlüssel in der Nähe befindet, dann kann man es mit einem Start-An-Aus-Knopf starten und losfahren. Der lässige Autofahrer von heute hat deshalb seinen Autoschlüssel grundsätzlich tief unten in seiner Hosentasche vergraben und lässt ihn dort für immer, denn es gibt keinen Grund mehr, ihn dort rauszuholen.
Soweit war mir das alles bekannt, denn K. hat auch so ein Auto mit schlüssellosem Zündschlüssel.
Wo ich aber noch nie drüber nachgedacht habe, ist die Frage, was das Auto macht, wenn man es startet, (der Schlüssel befindet sich ordnungsgemäß in der Nähe), und dann losfährt, es fährt aber nicht der Mensch mit dem Schlüssel in der Hosentasche, sondern jemand anderes. Dem Auto ist das an der Stelle völlig egal, die Hauptsache, der Schlüssel ist irgendwo in der Nähe und jetzt kommt die disruptive Idee: Der Fahrer hält wieder an und der Mensch mit Schlüssel in der Hosentasche steigt wieder aus. Wie gesagt, genau über so eine Situation habe ich noch nie nachgedacht. Dafür hat mir heute meine Schwester erzählt, wie es dann weitergeht. Denn das Auto braucht diesen Schlüssel tatsächlich nur zum Starten. Wenn dann der Schlüssel aussteigt, fährt das Auto trotzdem weiter, zeigt aber irgendwann im Display an, dass ihm der Schlüssel fehlt.
So ging es meiner Schwester, die erstmalig mit dem neuen Auto des Mannes unterwegs war, der vorher zwecks allgemeiner Einweisung in das neue Auto eine kurze Runde mit ihr gemeinsam gedreht hatte, (und dabei natürlich den Autoschlüssel tief unten in seiner Hosentasche gelassen hat, wo moderne Autoschlüssel nunmal hingehören), dann aber wieder ausgestiegen war, da sie eigentlich alleine weiter bis nach Düsseldorf fahren wollte.
Nach ungefähr 50 km Fahrt ging ihr das dauernde Geblinker auf dem Display auf die Nerven: „Schlüssel fehlt“ stand dort, aber was will einem das Auto damit sagen? Bis sie einen bösen Verdacht hatte und vorsichtshalber mal ihren Mann anrief, ob er eventuell noch den Autoschlüssel in der Hosentasche habe, was natürlich genau der Fall war.
Im Ergebnis ist sie also wieder umgedreht und musste die ganze Strecke zurückfahren, um den Schlüssel, der zu dem Auto gehört, abzuholen, denn sonst wäre das Auto, nachdem es einmal ausgeschaltet worden wäre (also spätestens, wenn der Sprit alle ist) nie wieder angesprungen. Einmal Düsseldorf oneway.
Ich fand die gesamte Vorstellung ausgesprochen skurril, wie bekloppt ist denn so eine fortschrittliche Erfindung? Wo ist der Vorteil, dass ein Auto auch ohne Schlüssel fährt, wenn es bedeutet, dass man deshalb immer extra noch daran denken muss, auch wirklich den Schlüssel im Auto zu haben?
Ich bin auf alle Fälle sehr zufrieden, dass mein Auto noch einen ganz normalen Zündschlüssel mit Zündschloss hat, so kann ich wenigstens nie den Autoschlüssel beim Autofahren vergessen
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Geschenke für dieses Jahr: Check ✔
Nach einem gründlichen Powershopping heute habe ich jetzt für jeden ein Geschenk.
Wenn man erst mal genug genervt ist von der Tatsache, dass man kein Geschenk haben noch blöder findet als ein blödes Geschenk haben, wird man relativ locker und dann kauft es sich eigentlich ganz gut, habe ich heute festgestellt.
Am Vormittag habe ich noch entsetzlich rumgejammert, weil ich wirklich so überhaupt gar keine Idee hatte, was ich K. zu Weihnachten schenken könnte. Er hatte grade erst Geburtstag und da habe ich das gesamte Pulver verballert, in meinem Alter wird auch die Phantasie langsamer, so schnell fällt mir da nix Neues ein.
Und außerdem ist es gräßlich, jemandem etwas schenken zu wollen, der sich sowieso alles selber kauft, was ihm einfällt und das natürlich auch noch hochbequem mit ein paar Klicks immer im selben Shop mit einem großen A am Anfang nebenher erledigt.
Seitdem das online Angebot in diesem Männereinkaufsparadies sozusagen grenzenlos ist, ist bei uns K. der Hobbyshopper geworden.
Dagegen kann man gar nicht kreativ andenken, knapp hat man eine Idee, was ihm vielleicht gefallen könnte - klick - schon hat er es sich selber bestellt.
Und deshalb bin ich heute einfach in echt in echte Läden gegangen und habe mich dort umgesehen und dann eben einfach irgendetwas gekauft, was mir grade so ins Auge stach. Die Bons dazu habe ich sofort weggeworfen, umgetauscht wird nicht, jetzt muss jeder mit dem leben, was er kriegt.
Basta!
Absolut ist diese Art des Einkaufens allerdings deutlich anstrengender als das Einkaufen per Klick vom Schreibtisch aus, ich bin deshalb jetzt auch entsprechend k.o., aber auch zufrieden.
Alles, was ich jetzt noch finde, gilt als add on, aber der Druck ist aus dem Kessel, ab jetzt wird es entspannt
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Ich war gebeten worden, an Vorstellungsgesprächen teilzunehmen, in diesem Fall nicht für den fachlichen Part, sondern für den Verwaltungspart. Ausgeschrieben war eine Stelle in der Abteilung „Kultur und Soziales“ des Mutterhauses und ich denke, jedes größere Unternehmen hat so eine „Kuschelabteilung“, wo die Leistung nicht in Stück Fällen oder Euro messbar ist, sondern vornehmlich in „Gutes tun“ besteht und dann natürlich auch darüber reden.
Die Mitarbeiter in dieser Abteilung schreiben in E-Mails grundsätzlich „Liebe/r xy“, duzen sich alle untereinander und sind ansonsten Weltmeister im Bullshitbingo. Logisch, 90 % ihres Jobs besteht ja auch darin, möglichst hoch geschraubt darüber zu berichten, was sie den ganzen Tag für tolle Dinge tun.
Da es sich um ein sehr großes Unternehmen handelt, gibt es natürlich auch in dieser Abteilung eine Verwaltung, die eben dafür zuständig ist, all diese guten Taten zu verwalten. Und natürlich selber wiederum auch darüber zu berichten, wie positiv die Verwaltung dafür gesorgt hat, dass noch mehr gute Taten geschehen können.
Und in dieser Abteilung sollte jetzt eine halbe, befristete Teilzeit Stelle besetzt werden, weil eine fest angestellte Mitarbeiterin wegen ihrer kleinen Kinder ihre volle Stelle vorübergehend auf 50% reduziert hat.
Genau genommen gibt es schon jemanden, der sie im letzten Jahr während ihrer Elternzeit vertreten hat und dieser Jemand würde jetzt auch gerne für die freien 50% weitermachen, nur leider ist dieser Jemand derart unfähig, dass es selbst in dieser sonst wenig anspruchsvollen Kuschelmuschel-Abteilung aufgefallen ist.
Ich habe da gar kein Problem gesehen. Er hatte einen befristeten Vertrag, der lief jetzt aus und man hätte einfach für die neu anstehende Vertretung jemand neuen suchen können.
Grundsätzlich hat man das auch so gemacht, die Stelle wurde neu ausgeschrieben und man hat ihm gesagt, er müsse sich dann halt neu bewerben und entsprechend im Ranking bestehen.
Ich persönlich hätte ihn ja schon gar nicht erst zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, sondern ihm gleich beschieden, dass seine Papierform einfach nicht gut genug ist. Denn es haben sich wirklich sehr viele sehr hoch qualifizierte Menschen beworben. In diesen Kultur-/Kommunikations-/sonstige Künste - Fächern gibt es nach wie vor eine große Anzahl hoch studierter, oft promovierter Menschen, die sich etwas jämmerlich von Aushilfsjob zu Aushilfsjob hangeln, weil es eindeutig mehr Menschen gibt, die unbedingt diese edlen Künste studieren mussten als es tatsächlich nachher in unserer Gesellschaft echte Jobs für eine derartige Ausbildung gibt.
Dementsprechend hoch war die Bewerberanzahl, nicht nur mengenmäßig, sondern eben auch hoch qualifiziert und der bisherige Vertreter fiel schon alleine von der Papierform her gewaltig dagegen ab. Ich habe übrigens keine Ahnung, wie er es letztes Jahr geschafft hat, überhaupt an diesen Job zu kommen. Da war aber nicht ausgeschrieben worden, so dass ich davon ausgehe, hier ist irgendetwas über Beziehungen gemauschelt worden.
Nun denn, rein formal wäre es also eine Kleinigkeit gewesen, ihn nur aufgrund der Papierform schon abzulehnen. Aber, wir sind ja in der Abteilung „wir lieben uns alle“, deshalb wurde er zum Vorstellungsgespräch eingeladen.
Und das war dann heute.
Die anderen Bewerber waren soweit alle völlig normal, für meinen Geschmack benutzen die zwar alle viel zu viele Imponiervokabeln, aber sie haben ja sonst nichts, an dem sie sich hervortun können, es sei ihnen also gegönnt.
Nur dieser eine, der, von dem eigentlich alle wussten, dass ihn keiner mehr will, der fiel tatsächlich durch ungewöhnlich dämliches Rumgeschwafel auf, der Unterschied war frappierend. (Und das will was heißen, da ich dem Buzzwordgeschwafel der entsprechenden Akademikerelite ja sowieso sehr kritisch gegenüber stehe.)
Bis dahin fand ich aber noch alles ganz normal, ich habe innerlich ein wenig die Augen verdreht, weil ich die für ihn reservierte Zeit im Vorstellungsgespräch schlicht als verschwendete Zeit bewertet habe, aber mein Gott, was soll’s, ich habe heimlich unterm Tisch meine Mails gelesen und gleichzeitig den Fall für mich als erledigt betrachtet. Sein Auftritt im Vorstellungsgespräch war wirklich dermaßen unterirdisch, dass man es meiner Meinung nach einfach gar nicht mehr besprechen musste.
Aber genau das geschah.
Und genau das ist es, was ich dann überhaupt nicht mehr verstanden habe.
Statt dass man einfach klipp und klar sagte, der taugt nicht für diesen Job und wir nehmen lieber jemanden, der da besser rein passt, denn es ist doch weder für den Job noch für den Arbeitnehmer gut, wenn Job, Kollegen und einzelner Mitarbeiter nicht zusammenpassen, das ist doch besser für alle Beteiligten.
Genau das tat man nicht, sondern jeder formulierte lang und breit, dass er ihn ganz bestimmt auf Platz zwei sehen würde und eigentlich wäre er ja auch ganz toll, wenn da nicht dieser eine einzige Bewerber wäre, der eben vielleicht doch diesen leichten Tick besser sei und dass man deshalb auch im Interesse der Sache eben den nehmen solle, der halt diesen einen kleinen Minitick besser ist.
Mich macht so etwas immer komplett sprachlos. Warum darf man eine Realität, die nun mal ist wie sie ist, nicht einfach benennen, sondern muss mit unglaublich viel Getue und Geeiere drum herum fabulieren, um die negative Realität so positiv wie es nur geht darzustellen.
Aber vielleicht muss ich das auch gar nicht verstehen, denn ich arbeite ja nicht in dieser Abteilung, ich bin nur für die Vermögensverwaltung und Lohnabrechnung zuständig, und in meinem Bereich arbeiten die Menschen mit klaren und eindeutigen Zahlen, da geht alles viel straighter zu
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Es wird besser.
Im Büro sieht es so aus, als würde es mir gelingen, den Füllstand der Inbox bis zum Jahresende (was bürotechnisch bei mir schon nächste Woche Donnerstag stattfindet) auf Null zu setzen.
Damit wäre ich ganz weit vorne, so gut war ich die letzten Jahre nicht.
Dafür stagnieren die Vorbereitungen für den privaten Teil des Lebens.
Heiligabend an einem Sonntag bringt schon das inzwischen traditionelle Familien-Weihnachts-Sushi-Essen durcheinander, denn frischen, rohen Fisch kann ich nur am Freitag vom Festland mitbringen, und ob man den dann am Sonntagabend noch als Sushi verarbeiten bzw. essen sollte, fühlt sich zumindest unsicher an. ( an dieser Stelle kann ich auch gleich mit der Vorstellung aufräumen, dass es auf einer Insel besonders guten frischen Fisch gibt. Völliger Unsinn. Außer, man hat ihn selber gefangen oder kennt jemanden, der ihn selber gefangen hat. Was bei Thunfisch für Sushi auf einer Nordseeinsel per se ungewöhnlich sein dürfte. Die Fischhändler auf der Insel beziehen ihren Fisch genauso vom Festland, wie jeder andere Fischhändler auf dem Festland auch. Und damit ist der Fisch hier auf der Insel nicht frischer, sondern älter, denn er muss ja immer noch extra wieder auf die Insel transportiert werden)
Aber vielleicht machen wir dann einfach am 23.12. schon Sushi und Heiligabend dann, - , tja, ich weiß auch nicht was, vielleicht Milchreis?
Oder wir betrinken uns einfach nur gepflegt und gehen um Mitternacht in die plattdeutsche Mitternachtsmesse, dann fällt es den Kindern gar nicht so auf, dass sie kein Wort verstehen und mir ist es nicht so peinlich, dass sie kein Wort verstehen.
Ich verstehe einfach nicht, warum sie plattdeutsch nicht verstehen können, aber ich schätze, ich habe verkehrte Schwerpunkte bei der Spracherziehung der Kinder gesetzt. Der Große kann Chinesisch und versteht dafür Plattdütsch nicht, wie peinlich. Aber nun ja, so ist das wohl, hilft ja nix.
Das nächste Problem sind die Geschenke, hier ist der aktuelle Erledigungsgrad auch eher noch nur so mittelgut bis ziemlich
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Die Erwartungen, vor denen ich immer wieder versuchte, mich durch eine laut tönende Verweigerungshaltung zu entziehen, sind die Vorstellungen, die eben dadurch entstehen, dass gerade diese Zeit so besonders kuschelig, entspannt, geborgen und besinnlich soll. Das dann live umzusetzen, stresst mich.
Stresst mich so sehr, dass ich grundsätzlich in dieser Zeit die schlechteste Laune des ganzen Jahres habe.
Dabei gibt es überhaupt gar keinen Anlass dafür, dass ich mich in irgend einer Weise von diesen allgemeinen gesellschaftlichen Vorstellungen beeinflussen lassen sollte oder müsste. Seitdem die Kinder aus dem Haus sind, interessiert sich wirklich niemand mehr dafür, ob ich hier irgendetwas dekoriere, Plätzchen backe oder einen Adventskranz aufstelle, aber trotzdem gelingt es mir nicht, das Thema einfach komplett zu ignorieren.
Im Büro trudeln täglich Berge von Weihnachtskarten ein, einige Geschäftspartner schicken Geschenke, manche davon sogar wirklich schön und brauchbar, mein Weinkeller füllt sich wieder mit Flaschen, für die ich selber viel zu geizig wäre, sie zu kaufen und eigentlich will wirklich niemand etwas von mir - und trotzdem.
Und trotzdem finde ich das alles schrecklich anstrengend und bin heilfroh, wenn das alles wieder vorbei ist
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Genau wie Rosen, die einerseits wunderbar riechen andererseits aber auch schrecklich pieksen, tragen auch Montage diese Zwiespältigkeit in sich. Einerseits sind sie der Beginn von etwas Neuem und damit frisch und rein und unverbraucht und voller Hoffnung. Andererseits sind sie aber eben auch einfach nur ein Montag, der Wiedereinstieg in die immer gleiche Tretmühle, der Tod des Wochenendes und die Quälerei des sich Wiedererhebenmüssens nach zwei grundsätzlich viel zu kurzen Tagen des Ausruhens.
Jeden Montag nehme ich mir vor, das Positive des Neuanfangs in den Vordergrund zu stellen, neue Woche, neues Spiel, neues Glück, faites vos jeux, es kann doch nur gut werden, warum sollte man an etwas anderes glauben.
Und dann beginnt der Montag mit Aufstehen und der gesamte Schwung der positiven Vorsätze ist auf einen Rutsch verschwunden, in der trübsinnigen Erkenntnis, dass auch diese Woche wird wie die vorangegangene, dass auch diese Woche gar nichts neu sein wird, sondern alles wie immer, denn was kann man von einer Woche schon positives erwarten, die mit aufstehen beginnt?
Der Tag ist rum und mir ist müd zu mute,
was hilft es schon, dass ich so sicher weiß:
Auch morgen wird wie heute, nur halt Dienstag,
doch immerhin gestorben wurde heute nicht
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Egal, in meinem Traum hatte ich diesen Rucksack auf alle Fälle schon, und ich hatte ein passendes Kleinkind, aber eben nicht genug mütterliche Fürsorge, um diesem Kind zeitnah die Windeln zu wechseln.
Mitbekommen haben das dann ungefähr 5 Trillionen Mama-/Elternbloggerinnen, die alle durch diesen unglücklicherweise gesetzten Link bei Frau Brüllen auf mich aufmerksam wurden und deren geballte Verachtung sich nun als nicht zu bremsender Shitstorm auf meinem Haupt entlud.
Vorgeworfen wurde mir dabei nicht nur das, was ich schon vor 26 Jahren alles falsch gemacht habe und was mir deshalb auch vor 26 Jahren schon alles vorgeworfen worden ist, sondern auch Dinge, die ich heute alle falsch mache, denn - und das habe ich in diesem Traum auf die harte Tour gelernt - heute ist es tatsächlich ungleich herausfordernder, eine gute Mutter zu sein, als es vor 26 Jahren war.
Heute müssen außer all dem Kram, der vor 26 Jahren schon verlangt wurde auch noch so Begriffe wie geborgen, achtsam, nachhaltig und hygge oder lagom und überhaupt eben viel mehr Tüddelü beachtet werden und ich habe das Windelwechseln im Traum nur deshalb vergessen, weil ich mich von all dem Kram einfach komplett überfordert fühlte und wie eine Irre den ganzen Tag mit Kind im Buggy und Windel-Rucksack auf dem Rücken durch irgend einen nachhaltig achtsamen
Ich war im Traum schon völlig groggy und dann fielen diese Mamabloggerinnen über mich her.
Gegen 3:00 Uhr bin ich schweißgebadet aufgewacht und habe dann circa 1 Stunde darüber gegrübelt, wie ich meine Kinder in meinem Blog nennen könnte, denn so profane Dinge wie einfach den Vornamen zu benutzen (den man sich als Eltern für sein Kind doch extra mit viel Mühe ausgesucht hat, um ihn anschließend aber anderen Leuten gegenüber auf alle Fälle zu 100 % geheim zu halten, ich habe den Grund nicht verstanden, wohl aber dass das eine zwingende Vorschrift ist) also, einfach das Kind beim Namen nennen geht nicht, den Vornamen aus Bequemlichkeitsgründen dann nur mit dem ersten Buchstaben abzukürzen, erscheint aber auch nicht ausreichend hyggelig und deshalb brauche ich dringend alternative Blognamen -Begriffe.
Ungefähr
Prima, Secundo, Tertia
Pusteblume und Wildkraut
Mutzelchen und Winterkind
Das Kleinchen und das Sternenkind
Schnupsido und Wemmelinchen
Junior, Midi und Mini
Monsieur, Mademoiselle und Madame
Mini-Monsieur, Midi-Madame etc.
Wurzelpeter und Heidimaus
Das Schnuffelchen
Herr Schnuffel und Frau Grummel,
Frau Mini, Frau Miniklein, Frau Klein,
Schnuppi, Knupsi,
Mini X und Maxy Y,
Das Löwenmädchen, der Tigerjunge,
Schmettermaus und Drachenling
Gegen 4h hatte ich immer noch keine akzeptablen Blognamen für meine Kinder erdacht, ich glaube, die sind auch schon alle verbraucht, weshalb ich aufstand, mir einen heißen Grog mit Honig machte und danach endlich traumlos und zufrieden bis morgens um 10h schlafen konnte
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