Ich meine, ich habe nichts dagegen, dass manche Menschen ihr Leben lang damit hadern, dass sie nicht als Pferd auf die Welt gekommen sind und dieses Problem damit versuchen zu kompensieren, dass sie ständig wie irre in der Gegend rumrennen oder andere, seltsame Aktivitäten betreiben, die meiner Meinung die Natur ganz sicher nicht für den Menschen vorgesehen hat - alles gut, jeder soll tun, was ihm gefällt.
Warum ich (oder überhaupt irgendjemand) aber jemandem dabei zusehen sollte, wenn er einen psychotisch indizierten Bewegungsschub auslebt, das will mir nicht in Kopf.
Mit diesem Unverständnis stehe ich jedoch recht isoliert und alleine außerhalb der allgemeinen menschlichen Gesellschaft. Gemeinhin scheint es eher ein weit verbreitetes und hoch angesehenes Hobby zu sein, anderen Leuten beim Sport treiben zuzusehen.
Sei's drum, ich habe längst aufgehört, mich darüber zu wundern, dass es so viele Leute gibt, die passives Sporttreiben wichtiger finden als selber etwas mit ihrem Leben anzufangen, normalerweise denke ich da gar nicht mehr drüber nach.
Liegt natürlich auch daran, dass ich üblicherweise mit dem Thema gar nicht konfrontiert werde, denn in meinem persönlichen Umfeld gibt es niemanden, der Sport guckt. (Wenn es jemand täte, würde er wahrscheinlich nicht sehr lange zu meinem persönlichen Umfeld gehören, denn auf Dauer könnte ich so jemanden einfach nicht vollumfänglich ernst nehmen, und mangelnder Respekt ist keine gute Basis für einen Umgang unter Freunden.)
Insgesamt heißt das aber natürlich auch, dass ich ausgesprochen wenig "Allgemeinbildung" besitze, was irgendwelche sportlichen Themen angeht.
Heute war ich eingeladen, in der Veltins Arena in Gelsenkirchen fand eine größere Veranstaltung einer Bank statt und ich habe doch tatsächlich nicht gewusst, dass das Fussballstadion in Gelsenkirchen jetzt Veltins Arena heißt und das "Heimatstadion" von einem Fussballverein namens Schalke 04 ist.
Ich dachte, das ist sowas wie die Westfalenhalle in Dortmund - eben irgendeine große Halle, in der sonst Messen stattfinden - und ganz ehrlich, ich fand, man konnte es auch nicht erkennen, ich meine, dass diese seltsame Arena grundsätzlich ein Fußballstadion sein soll, denn es gibt dort gar keinen Rasen:

Als ich dann entdeckte, dass auf den Sitzen überall "FC Schalke 04" steht, habe ich mich gewundert und zwei Männer vom örtlichen Wachpersonal gefragt, was das zu bedeuten hat. Denn immerhin wusste ich, dass Schalke 04 ein Fussballverein ist, aber warum sollte ein Fussballverein Werbung auf den Sitzen eines Bierarena machen?
Die zwei Wächter haben mich fasziniert angestarrt und gefragt, von welchem Stern ich komme, oder ob ich sie einfach nur verschaukeln wolle. Es war das klassische Zusammentreffen von zwei Welten, die sich jeweils vorher noch nicht begegnet waren. Die beiden konnten sich nämlich einfach überhaupt nicht vorstellen, dass jemand den Mittelpunkt ihrer Welt nicht kennt. Es war schon sehr lustig.
Als sie dann begriffen, dass ich meine Frage absolut ernst gemeint hatte, tauten sie aber auf und meinten, dann bekäme ich jetzt das volle Programm, was bedeutet, ich erhielt eine private Rund- und Einführung in das Gelsenkirchener Fußballstadion, bei dem der Rasen tatsächlich draußen wohnt und für ein Fußballspiel jedes mal extra reingeholt wird.
Sachen gibt's.
Und 62.000 Leute passen da rein, kann man sich erst vorstellen, wenn man unten in der Arena steht. Von oben sieht sie wesentlich kleiner aus, war auch ein interessanter Perspektivwechsel.
Am meisten begeistert war ich aber von der Speisekarte

Wat Süßes bevor fettich - die sind schon süß, die Leute aus'm Pott
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Und heute war ein schöner Tag.
Der ganze Tag hat hintereinanderweg einfach nur Spaß gemacht, deshalb bin ich auch nicht dazu gekommen, hier eher etwas zu schreiben.
Ich habe seit unendlich langer Zeit mal wieder meine Bastel- und Stempelsachen rausgekramt und vor allem jemand anderem gezeigt, was ich früher so gemacht habe. Die meisten Dinge lagen seit 10 Jahren unberührt im Regal und als ich sie jetzt selber noch mal gesehen habe, fand ich das meiste tatsächlich sehr hübsch.
Vor allem diese altered books haben mir gut gefallen, ich glaube, damit sollte ich mich endlich mal wieder beschäftigen.
Jetzt muss ich nur noch darauf achten, dass eine gute Idee nicht ungelebt als guter Vorsatz verkümmert
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Jahresanfänge sind geprägt von umfangreichen Abschlussarbeiten, alles muss abgeschlossen werden.
Da es immer mehr Firmen werden, die zu meinem Zuständigkeitsgebiet gehören, werden es auch immer mehr Jahresabschlüsse, die erstellt werden müssen und jedes Jahr wird die Regulatorik noch einen Ticker wilder und bekloppter. Erst muss jede Firma ihren Jahresabschluss einzeln aufstellen, dann muss das Gesamtgebilde wieder konsolidiert werden, nicht, ohne jede Firma vorher noch mal einzeln zu bewerten und die durch die Bewertung gefundenen Zahlen dann wieder zusätzlich einzupflegen.
Wenn man versucht, das jemandem zu erklären, der keine umfangreiche Spezialausbildung in Buchhaltung und Bilanzierung hat, sondern nur über ganz normalen, gesunden Menschenverstand verfügt, wird man auf wenig Verständnis stoßen und sollte, wenn man nicht klug genug ist, einfach die Klappe zu halten, dann wenigstens die Tür jederzeit im Auge behalten. Denn wenn irgendwann ein Trupp weiß gekleideter Menschen das Zimmer betritt, dann weiß man, dass der Mensch ohne Buchhaltungsausbildung, dafür aber mit ausreichend gesundem Menschenverstand das einzig vernünftige getan hat: Er hat Hilfe gerufen.
Deshalb werde ich auch nicht weiter erläutern, welche Dinge ich in meinem Job speziell zum Jahresanfang immer als Großaufgabe zu erledigen habe, aber es ist viel.
Und trotzdem habe ich mir heute einen kurzen Freitag gegönnt, was bedeutet, dass ich um 16h das Büro verlassen habe, denn J. hatte sich angekündigt und kam mit J2 übers Wochenende nach Greven.
Also bin ich erst einkaufen gefahren, habe dann das gröbste Durcheinander im Haus beseitigt und anschließend begonnen, etwas zu essen herzustellen.
Da ich ja frische Lebensmittel eingekauft habe, mussten vorher die alten aus dem Kühlschrank geräumt werden, sonst hätte nicht alles reingepasst, wie's halt immer so ist, in 90% der Fälle verkoche ich Lebensmittel, die dringend weg müssen, denn wenn sie frisch sind, kann ich sie nicht verkochen, da müssen ja erst die alten weg.......
Deshalb gab es heute mal wieder Zufallsgemüsesuppe.
Solche Suppen gibt es häufig bei mir, doch nie zweimal die gleiche, sondern immer individuell zusammengestellt aus allem, was grade was weg muss.
Die Zutaten für die heutige Suppe sahen so aus:

Seitdem ich neulich irgendwo gelesen habe, dass man Radieschen auch wunderbar verkochen kann, landen meine Restradieschen jetzt auch immer im Topf und nicht mehr im Mülleimer. Sehr praktisch und schmeckt prima. Irgendwann probiere ich auch mal das Grünzeug zu verwerten.
Ansonsten habe ich heute den ganzen Tag über immer wieder mental von meinem Aktivitätsschub gestern gezehrt und mich selber dafür bewundert, dass ich es endlich getan habe und - meiner Meinung nach - auch gar nicht schlecht gemacht habe. Es ist ein seltsames Gefühl, wenn man einerseits rotzestolz auf sich selber ist und sich gleichzeitig, wenn man die Vernunftsgene zu Wort kommen lässt, eingestehen muss, dass es erstens eine Kleinigkeit war, denn der gesamte Arbeitseinsatz hat nicht länger als dreieinhalb Stunden gedauert, und dass man den ganzen Kram auch völlig problemlos schon vor drei Jahren hätte erledigen können, dann wären deutlich weniger Straf-, Verspätungs- und Bußgelder fällig geworden. Aber vor drei Jahren war CW grade erst gestorben und ich längst noch nicht so weit, dass ich auch nur im Entferntesten einen Überblick über das Chaos gehabt hätte, was er da hinterlassen hat.
Und die Psychoseite ist dann ja auch noch im Spiel: Bis heute treibt mich dieser stumpfe "Ich will das alles nicht" Dauerschleifengedanken immer wieder in eine Sackgasse, in der ich dann verzweifelt festsitze und zugucke, wie sich draußen auf der Umgehungsstraße grade jede Menge fremder Leute mit CWs Wertsachen aus dem Staub machen.
Sicher ist das blöd, aber eine Möglichkeit, das grundsätzlich zu ändern, habe ich noch nicht gefunden. Einiges (vieles!) hat K. gerettet, ohne ihn wäre ich wirklich aufgeschmissen gewesen, aber natürlich kann er all die fachlichen Dinge nicht und die muss ich dann halt nach und nach abarbeiten. Gestern Nacht bin ich wieder ein Stückchen weiter gekommen
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Dabei schlafe ich mindestens 8h pro Nacht, aber ich weiß ja schon lange, dass das zu wenig ist, zumindest zu Bürozeiten.
Ohne Büro komme ich locker mit 6h-7h klar (wenn ich die ersten Tage ohne Büro den aufgelaufenen akuten Schlafmangel mit 12h-14h durchschlafen befriedigt habe), aber wie gesagt, knapp gehe ich wieder ins Büro, setzt auch das Gefühl der Dauermüdigkeit wieder ein und ich gähne mich trist durch die Tage.
Doch vielleicht ist auch hier nur eine gewisse Anpassungsphase erforderlich, ich gehe fest davon aus, dass es bald wieder besser wird und ich außer Büro und Schlafen auch noch etwas anderes unternehmen kann
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Hat aber alles geklappt, nur nach Rückkehr vom Griechen bin ich traditionell nicht nur ausgesprochen schläfrig satt, sondern auch gründlich angeschickert, denn das normale Griechenmenue beginnt und endet mit je einem Ouzo und dazwischen gibt es ein großes Bier, von dem ich heute anderthalb getrunken habe, weil ich erstens gewaltig Durst hatte und zweitens fand, K. solle besser nicht soviel trinken, schließlich musste einer von uns noch das Auto wieder zur Basisstation zurückfahren und da schmeiße ich mich doch gerne schon mal zum Erhalt seines Führerscheins in die Bresche. K. sah das anders, aber während er noch protestierte, hatte ich sein Bier schon ausgetrunken.
Naja, und deshalb jetzt Huch, denn eben fiel mir ein, dass da doch noch ein Blogeintrag für heute fehlt, ich aber wegen Grieche zum Schluss des Tages und Putzen und Fähre und Autofahrt während des restlichen Teil des Tages absolut und gar nicht dazu gekommen bin, mir irgendeinen klugen Eintrag für heute zu überlegen.
Also schließe ich heute einfach mit einem Sonnenaufgang von heute morgen, denn J. wollte aus Liebesgründen schon unbedingt mit der 8.30h Fähre fahren und ich musste deshalb ebenfalls aus Liebesgründen (schließlich liebe ich meinen Sohn) ebenfalls gewaltig früh aufstehen, um ihn zur Fähre zu bringen, was dann dazu führte, dass ich die Chance hatte, einen Sonnenaufgang zu knipsen. (Kommt bei meinen Schlaf- bzw. Aufstehgewohneheiten ja sonst eher selten vor.)
Damit, Voilà:

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Die Herausforderung bei diesem Geschenk war das Auswählen des Kameratyps und die Überlegung, wie und womit man die Kamera nachher am Flieger befestigen kann.
Da es natürlich auf das allerstrengste verboten ist, so eine Kamera außen an einem Flugzeug anzubringen, denn das Verändern der ausgeklügelten und vor allem behördlichen genehmigten aerodynamischen "Aussenhaut" eines Flugzeugs führt selbstverständlich zu einem sofortigen Absturz, aber auf alle Fälle zu gewaltig Ärger mit der Luftaufsicht, wenn das rauskommt, deshalb gibt es im Netz so gut wie keine öffentlich sichtbaren Foren, wo diskutiert wird, welche Kamera für diese schwer verbotenen "Aussenaufnahmen" am besten geeignet ist und vor allem, wie man sie am besten am Flieger befestigt.
Interessanterweise gibt es aber jede Menge YouTube Videos, die eindeutig von einer Außenkamera gedreht wurden - weshalb ich es auf einigen Umwegen dann doch schaffte, hier ein paar brauchbare Insidertipps abzugreifen, so dass ich im Ergebnis schließlich keine GoPro kaufte, sondern eine Sony Actioncam, die wegen ihrer schlanken Form viel weniger Luftwiderstand bietet und vor allem eine sehr gute Bildstabilisierung haben soll. Außerdem kam das Teil gleich mit einer wasserfesten Außenhülle und einem Fernbedienungskit mit Armband, so dass man sie auch steuern kann, wenn man keinen direkten Zugriff auf die Kamera selber hat. Natürlich wird auch mein Westfalenmann niemals so etwas verbotenes tun, wie eine Kamera außen am Flugzeug zu befestigen und damit dann während des Fluges zu filmen, nein, wäre ja auch viel zu gefährlich, aber wenn er zum Beispiel mal so auf einem Flugplatz rumsteht und draußen regnet es und er möchte trotzdem das Geschehen auf dem Flugplatz filmen, dann ist so ein Fernbedienungskit ja einfach praktisch, nicht wahr? Und damit in so einem Fall die Kamera dann nicht runterfällt, habe ich auch gleich entsprechendes Zubehör erworben (von RAM-Mount, diese Halterungen sind wirklich extrem vielseitig und vor allem stabil und bombenfest), mit dem er die Kamera, wenn er möchte, unterm Flügel in dem Loch für die "Anbindseile" befestigen kann.
Ich dachte also, ich hätte an alles gedacht, hatte dabei aber übersehen, dass die Kamera eine Micro-SD-Karte als Speichermedium benötigt, weil irgendwie ist bei dieser Technik ja schon alles superwinzig und deshalb passt keine normale SD-Karte rein.
Blöd, ohne SD-Karte läuft die Kamera gar nicht und so konnte K. sein Geschenk auch nicht ausprobieren.
Deshalb musste noch eine Micro-SD-Karte bei Amazon bestellt werden, die erst diese Woche geliefert wurde.
Und weil wir hier ja auf- und um- und überhaupt geräumt hatten, bestellte K. auch gleich neue Lampen, die alten hatten wir wegen zu viel Kabelgewirr und vor allem wegen nutzlos und zu dunkel ja letztes Jahr noch entsorgt. (naja, richtig entsorgt noch nicht, aber immerhin schon mal abgebaut und in Schuppen geräumt. Entsorgung kommt noch.)
Geliefert wurden die Bestellungen in drei Paketen.
Am schnellsten war die Micro-SD-Karte, was ich auch logisch fand, denn sie war ja am kleinsten, passt ja problemlos in einen Brief. Dachte ich.

Die große Karte linke ist übrigens nur der Adapter, der auch gleich mitgeliefert wurde. Trotzdem immer noch kleiner als eine Postkarte.
Sie kam aber nicht in einem Brief, sondern in einer Art "Maruschkapaket"
, das tatsächlich so groß war, dass es nicht in den Briefkasten passte und wir eine Hinterlegungsnachricht bekamen und es bei der Post abholen mussten. (Wenn man mal fünf Minuten nicht zu Hause ist, kann man drauf wetten, dass genau dann der Paketbote kommt.)Die erste Lampe kam heute um 7.30h mit der Post, der Postbote entschuldigte sich für den "nächtlichen" Termin, aber irgendwo müsse er ja anfangen mit ausliefern.
Gegen 12h bekam ich eine SMS von DHL, die mir mitteilte, dass die Lampe heute Abend ausgeliefert wird. Das war etwas verwirrend, denn wir warteten ja nur noch auf die zweite Lampe und die sollte gar nicht mit DHL, sondern mit DPD kommen. Deshalb dauerte es auch etwas, bis ich begriff, dass die Zustellungsankündigung nur leicht verspätet eintraf und das Paket selber schon längst da war.
Die zweite Lampe ist aber immer noch nicht da und das ist jetzt blöd, da wir morgen wieder aufs Festland fahren.
Bei Bestellung der Lampe sagte die website, dass die Lampe auf Lager ist, umgehend verschickt wird und spätestens am 4.1. eintreffen wird.
Die Sendungsverfolgung funktionierte gut und wir konnten live miterleben, wie die Lampe am 4.1. dem Frachtführer übergeben wurde und am 5.1. um 7.18h zugestellt wurde.
DPD wird hier auf der Insel von einer örtlichen Spedition ausgeliefert, da gelten alle Sendungen immer als zugestellt, wenn sie bei der Spedition auf der Insel angekommen sind.
Nur leider haben die Flegel die Lampe dann nicht weiterbefördert, weder gestern noch heute und jetzt haben wir ein Problem.
Also werde ich einen großen Zettel auf den Postkasten kleben und dort schriftlich die Weiterlieferung der Lampe an den Onkel beauftragen - aber ärgerlich finde ich es schon.
Ansonsten haben wir uns heute Nachmittag mit den Mietern der zweiten Wohnung getroffen, sehr nette Leute, wir haben besprochen, welche Instandhaltungen am Haus und in der Wohnung dringend erledigt werden müssen, wie wir gemeinsam vorgehen werden, um einen Nachfolgemieter für die freiwerdende Wohnung im Erdgeschoss zu finden und ich denke, das entwickelt sich alles sehr positiv
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Ich habe allerdings noch bürofreie Zeit und das bedeutet, dass ich das Alltagsleben eher anarchisch betrachte.
Zwar bin ich heute schon vor 12h aufgestanden, denn noch klappt das mit den guten Vorsätzen zu Beginn des Tages, im weiteren Verlauf lässt das aber schwer nach, so dass ich über Aufstehen und so tun als ob nicht wirklich weit hinausgekommen bin.
Aber der Weihnachtsbaum ist abgeschmückt und weggeräumt, außerdem hat K. den Dachboden aufgeräumt. Der Dachboden ist jetzt genau drei Jahre alt und drei Jahre sind ausreichend Zeit, um solche Flächen ausreichend vollzumüllen.
Deshalb hat K. heute durchgegriffen, - jetzt ist dafür der Schuppen draußen vollgemüllt, aber nur bis zur nächsten Sperrmüllabfuhr (die ich zwar noch anmelden muss und das wird wahrscheinlich dauern, aber trotzdem und immerhin sind wir schon gewaltig viel weiter, findet K.)
Nun, wie auch immer, ganz grundsätzlich war hier heute Sturm. Gegen Mittag stellte die AG Ems den Fährverkehr ein, für Borkum ist das relativ ungewöhnlich, dementsprechend abenteuerlich fühlte sich das weitere Überleben hier auf der Insel an. J. hatte Sorge, ob wir genug zu Essen im Haus haben - ich konnte ihn beruhigen, das reicht auch ohne weiteren Nachschub locker bis Februar. Von da an entspannte sich die Lage im Haus spürbar.
Draußen begann sich der Fahrradschuppen in Einzelteile aufzulösen, ich denke, dieses Jahr sollten wir ganz unbedingt eine Lösung für den Umbauder Außenanlagen finden.
Der Cousin, der in der Erdgeschosswohnung des Hauses wohnt, was ich letztes Jahr gekauft habe, kündigte an, zum 1.4. auszuziehen, einerseits große Freude, denn nun kann ich problemlos einen neuen Mieter suchen, der dann auch eine angemessene Miete bezahlen wird, gleichzeitig erklärte der Cousin aber auch, dass er vor 10 Jahren ja die gesamte Renovierung der Wohnung bezahlt habe, dass also Böden, Türen und Fenster von ihm bezahlt wurden, deshalb seiner Meinung nach auch ihm gehören und er sie deshalb bei seinem Auszug beabsichtigt mitzunehmen.
Ich habe das dumpfe Gefühl, das gibt noch Ärger.....
Ansonsten haben wir heute Abend Ferngesehen (ich weiß nie, wie man das schreibt. Ist das ein Wort? Oder zwei? Dann das erste klein? Sieht so falsch aus.) Ach egal, wir haben eben den Fernseher angeschaltet und dann lief ARD und dort kam Zur Hölle mit den anderen und K. und ich waren uns einig, dass wir seit langem keinen so guten Film mehr gesehen haben.
Okay, wir gucken jetzt nicht so wirklich häufig Filme und die letzten war auch alle eher Flops oder Flops , aber erstens war dieser ja keine extra erworbene DVD, so dass unsere Erwartungshaltung schon eine andere war und zweitens war dieser Film wirklich von Anfang bis Schluss nur außergewöhnlich lustig, weil herrlich bösartig, wie eben so richtig real mitten aus dem Leben gegriffen.
Wenn auch der Rest des Tages eher improvisiert gestückelt dahergekam - dieser Film heute Abend hat alles rausgerissen.
Morgen stehen Behördengänge an und außerdem sind immer noch einige Schreibtischarbeiten dringlichst zu erledigen, aber heute war ja quasi sturmfrei - mal sehen, wie es morgen so wird
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Das Wetter ist einfach nur durchgängig derart mies, dass ich seit über einer Woche das Haus nur zu den allernotwendigsten Erledigungen verlassen habe.
Dabei bin ich dem Wettergott auf das tiefste dankbar, dass es nicht auch noch Minustemperaturen gibt, denn wenn all diese Hektoliter Regen, die da seit Wochen täglich vom Himmel fallen, wenn das alles als Schnee runtergekommen wäre, dann wäre ein Verlassen des Hauses auch für notwendige Erledigungen nicht mehr möglich, dann wären wir einfach nur komplett eingeschneit.
So kann man immerhin die Dinge erledigen, die erledigt werden müssen und da ich das Auto ja hier auf der Insel habe, ist der echte Draußen-Aufenthalt tatsächlich sehr kurz, eigentlich gibt es also keinen Grund zu jammern.
Außer, dass es draußen eben wirklich so ungemütlich ist, dass man freiwillig (und wegen des Wetters auch immerhin ohne schlechtes Gewissen) den ganzen Tag drinnen bleibt.
Im Ergebnis heißt das aber auch, dass es viel komplizierter ist, eine Ausrede zu finden, weshalb man die dringend notwendige Schreibtischarbeit trotzdem nicht erledigt.
Heute habe ich zwar eine weitere Sache geschafft, aber eben nur eine, der Rest liegt immer noch und wartet.
Wie ich ansonsten die restliche Zeit des Tages verplempert habe, weiß ich gar nicht; als ich eben feststellte, dass es schon wieder 23h ist, war ich maßlos erstaunt. Gefühlt ist es erst früher Nachmittag, denn ich habe wirklich noch nicht viel getan heute, aber wahrscheinlich ist das der Grund, dass die Zeit dann besonders schnell fliegt.
Ich könnte ja mal eine Liste machen, was ich dieses Jahr zwischen den Jahren alles nicht mache bzw. gemacht habe, aber wahrscheinlich stünde die Liste dann als erstes auf der Liste - also lasse ich es gleich sein
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Leider nur eines. Allerdings das, wovor mir am meisten bange war, weil ich mich dabei deutlich am unsichersten fühlte. Aber das ist jetzt schon mal weg und ich habe sogar ein Lob dafür bekommen, weil ich den Sachverhalt deutlich schlanker und effizienter erledigt habe, als das ein klassisch ausgebildeter Jurist getan hätte. Mein altes
Aber eines habe ich ja heute erledigt, Halleluja.
Vier wirklich wichtige weitere Dinge müssen jedoch immer noch erledigt werden, aber das Jahr hat ja noch drei ganze Tage....Und so kompliziert, mit so schrecklichen Folgewirkungen, wenn man etwas falsch macht, wie die Sache heute, sind die alle nicht, wird also schon alles klappen.
Ansonsten:
Habe ich mir heute immer mal wieder zwischendurch Gedanken zum Thema "Jahresrückblick" gemacht, weil man im Moment ja mal wieder von Jahresrückblicken erschlagen wird.
Dabei ist mir aufgefallen, dass ich nichts sehe, wenn ich zurückblicke. Will sagen: Ich habe das Jahr 2017 sozusagen schon vergessen. Weder der glücklichste noch der schrecklichste oder irgendein anderer superlativer Moment sind mir in Erinnerung geblieben.
Natürlich könnte ich mir etwas einfallen lassen und ein wortgewaltiges Tüdelüü darumherum erfinden, wie zB:
Mein schönster Moment im Jahr 2017 bestand aus ganz vielen Momenten, nämlich immer dann, wenn ich wieder zu Hause auf Borkum war und meinen Standardspaziergang zum Strand und zum Wasser gemacht habe. Dieses Gefühl von Heimat und zu Hause, gepaart mit Freiheit, Weite und Vertrautheit, gleichzeitig aber auch die enge, ausgrenzende Sicherheit einer Insel, die ruhige, immer gleiche Ewigkeit der Natur und das sichere Wissen um meine eigene Zugehörigkeit zu all dem, das mir regelmäßig die Bedeutungslosigkeit meiner lächerlichen, kleinen Alltagsproblemchen verdeutlicht hat - diese Momente mit diesem Gefühl haben mich immer wieder durch das Jahr begleitet.
Hört sich toll an, nicht wahr? Und stimmt natürlich auch - war aber 2016 und 2015 und 2014 - ach, und überhaupt all die Jahre vorher auch schon so, weshalb es mir im Rückblick auf 2017 längst aus dem Fokus geraten ist. Auch schöne, ja selbst wunderschöne Momente rutschen in einen inflationären, nicht mehr wahrnehmbaren Elitealltag, wenn sie zur Gewohnheit werden.
Natürlich genieße ich meinen Standardspaziergang zum Strand und ans Meer - jedes Mal aufs Neue und jedes Mal freue ich mich darüber, wie gut es mir geht, dass ich genau dieses Leben erwischt habe, was mir diese Möglichkeiten bietet - aber im Rückblick auf 2017 ist mir nicht ein einziger als Besonderheit in Erinnerung geblieben, sondern höchstens die Tatsache, dass auch 2017 sich angemessen neutral in die Reihe der Jahre ohne besonderes Highlight, dafür aber auch ohne besondere Katastrophen einreiht.
Wirklich geschafft oder vorangetrieben habe ich in diesem Jahr nichts, zumindest nichts, was ich als derart auffällig empfinde, das ich es in einzelner Erinnerung behalten hätte. Hat halt alles irgendwie funktioniert, "hätte schlimmer kommen können", würde mein Westfalenmann wahrscheinlich dazu sagen, und damit meinen, dass 2017 insgesamt eigentlich ein wirklich gutes Jahr war. Denn das, was mir ganz nachdrücklich zu 2017 einfällt, ist vor allem die Tatsache, dass mir nichts Schreckliches zu diesem Jahr in Erinnerung geblieben ist.
Und das, after all, ist doch wohl wirklich was Positives, isn't it
?
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Zwischendurch erschien auch noch der Vater, der aber zum Glück überwiegend von K. unterhalten wurde.
Die Kinder haben sich endlich wieder wie ganz normale Kinder benommen, das heißt es gab reichlich Türengeknalle, Gebrüll und Beleidigtsein, die Furcht, sie könnten tatsächlich langsam erwachsen und vernünftig werden, muss ich also sicher nicht haben.
Fürs Essen war dann mal wieder der Tisch zu klein - 2,20m sind auch wirklich zu kurz, erst passte nicht alles drauf und dann kam keiner an irgendwas dran, es wurde also etwas stressig, zum Schluss war aber fast alles aufgegessen und inzwischen ist schon alles wieder sauber.
Ab morgen dann wieder halbwegs normaler Alltag, nach drei Feiertagen am Stück reicht es dann auch.
Für morgen habe ich mir vorgenommen, spätestens gegen 9h aufzustehen und mich dann konsequent an den Schreibtisch zu setzen, es bleiben noch drei Arbeitstage in diesem Jahr, die sollten genutzt werden, um die 2017er Fristen zu halten
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