anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Samstag, 10. März 2018
Anstrengende Wellness
Na klasse, Wellness ist noch anstrengender als Shopping.
Es ist jetzt 21h, wir sind grade von unserem Wellnessausflug zurück gekommen und ich bin noch platter als gestern.
Mental note to myself: Sauna is nix für mich, mein Körper ist da nicht für konditioniert. Künftig Sauna nur noch machen, wenn stundenlanges Schlafen vor Ort möglich ist.
Und so ne Massage in so einem Sauna-Wellnessschuppen ist auch was für‘n Eimer, zumindest wenn man sonst vernünftige, zweckgerichtete Physiotherapeutenmassagen gewöhnt ist.

Ich glaube, die Organisation für so einen „Wellnesstag“ ist noch schwer verbesserungsfähig
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Donnerstag, 8. März 2018
Noch mal DSGVO
Den Tag über habe ich einfach nur gearbeitet. Keine Besprechung, kaum Telefonate, keine Personalführung, keine Probleme für andere gelöst, sondern tatsächlich produktiv gearbeitet und einen wichtigen Punkt auf meiner to-do-Liste erledigt.
Das ist schon ein gutes Gefühl.
Am Abend dann erneut eine Veranstaltung zu dieser unglückseligen DSGVO, diesmal war der Referent aber erfrischend pragmatisch, so dass er den Irrsinn dieser Verordnung ganz klar ansprach und damit den Zuhörern immerhin das Gefühl gab, dass man sich zwar völlig berechtigt darüber aufregen darf, dass es unterm Strich aber nun mal nichts hilft. Sein Tipp war, einfach die nach außen sichtbaren Anforderungen formell zu erfüllen und ansonsten zu versuchen, sich möglichst unauffällig zu verhalten.
Ein Ansatz, ganz nach meinem Geschmack
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Dienstag, 6. März 2018
Juristenirrsinn
Mein Tag heute bestand aus drei Stationen: Als erstes war ich auf einer Fortbildung der NRW-Bank, in der die Teilnehmer lernten, mit einer von der NRW-Bank entwickelten Excel-Tabelle zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit verschiedener Immobilienlösungen umzugehen. Die NRW-Bank hat diese Excel-Tabelle in Kooperation mit dem Landeswirtschafts- oder -finanzministerium (welches es nun letztlich war, habe ich mir nicht gemerkt, ist aber ja auch egal, auf alle Fälle irgendein passendes Landesministerium) entwickelt, und setzt damit so etwas wie den Goldstandard, wenn es um die Ermittlung der Wirtschaftlichkeit von Immobilien geht.
Grundsätzlich war das eine interessante Veranstaltung, ich hatte mich schon vorher mit der Excel-Tabelle beschäftigt und fand die Veranstaltung heute wirklich hilfreich, weil ich ein paar grundsätzliche Verständnisprobleme klären konnte, gleichzeitig fand ich aber die anderen Teilnehmer bei dieser Veranstaltung mal wieder so, wie ich Teilnehmer mit kommunalem Ursprungshintergrund meistens finde: mich schaudert. Wenn ich mir vorstelle, dass diese hilflosen Schmalspurakademiker diese im Grunde sehr fragile Excel-Tabelle fehlerfrei bedienen sollen, dann weiß ich jetzt schon, dass das nur daneben gehen kann. Die Ergebnisse werden derart grottenfalsch sein, dass es besser wäre, sie benutzten lieber gleich eine Glaskugel und ein Kopftuch, dann würde wenigstens jeder kritisch mit den gefundenen Informationen umgehen und die Trefferquote, dass auch mal was Richtiges dabei ist, wäre bestimmt höher.

Wie auch immer, das war Teil 1 meines Tages und immerhin war er im Wesentlichen zufriedenstellend. Ich kann jetzt mit dieser Excel-Tabelle umgehen und muss nun nur noch dafür sorgen, dass die Kollegen im Büro das ebenfalls lernen.

Teil 3 des Tages kann ich schon mal vorziehen, denn der war auch zufriedenstellen, ich war mit K. bei unserem Griechen und außer unserer immer gleichen und superleckeren Standardbestellung (einmal Delphiteller mit Fritten statt Reis und einem doppelten Salat und einem leeren Extrateller, denn wir teilen uns das mit zwei Personen) gab es mal wieder je einen Ouzo vor und nach dem Essen und ein großes Bier, was heißt ich bin jetzt grade im Moment entspannt vollgefressen und leicht angetüdelt.

Aber trotz eines gehobenen Alkoholpegels ist meine Empörung/Aufregung/Schimpftirade zu Punkt 2 des Tages noch nicht abgeklungen, denn am späten Nachmittag bis Abend war ich noch auf einer Veranstaltung der IHK Nord Westfalen, die einen Vortrag zum Thema "Neue Regeln für den Datenschutz: Die EU-Datenschutzgrundverordnung" anbot und als Referentin immerhin eine Juristin aus dem Ressort der Landesdatenschutzbeauftragten aufbot.
So einen gequirlten Juristenschwachsinn habe ich wirklich schon lange nicht mehr gehört, es ist dermaßen unglaublich, dass mir komplett die Worte fehlen.

Mein Westfalenmann, der auch bei dieser IHK-Veranstaltung dabei war, kommentierte den Abend grinsend mit: "Na, da hast du jetzt wenigstens toll was zum Bloggen." - aber ehrlich, ich habe tatsächlich gar nicht zum Bloggen, denn mir fehlen so sehr die Worte, dass ich vor lauter Sprachlosigkeit über diesen Schwachsinn und diese unverschämte Juristenselbstherrlichkeit (Schwerpunkttenor auf alle Fragen: "Nein, das kann man nicht pauschal beantworten, aber so wie Sie das vorschlagen, reicht das sicher nicht aus.") ganz im Ernst nicht weiß, was man dazu noch sagen könnte.
Okay, die DSGVO ist eine neue EU-Verordnung und gilt deshalb pauschal ab Ende Mai ohne dass ein lokaler Politiker da irgendetwas dran ändern könnte bzw. daran Schuld ist - aber von einer Juristin aus dem Büro der Landesdatenschutzbeauftragten (wieso ist das eigentlich ein weiblicher Titel, sind wir schon so weit, dass die weibliche Form auch flächendeckend generell gilt?), egal, also von einer Beamtin aus dem Büro der Kontrollbehörde, die immerhin mit Bußgeldern bis zu 20 Mio. € drohen kann, hätte ich auf einem Vortrag der IHK, zu dem natürlicherweise vorwiegend KMU (klein und mittelständische Unternehmer) gekommen waren, schon etwas mehr Beruhigung und vor allem praktische Anwendbarkeit erwartet, aber stattdessen wurde von der Behörden-Dame nur höchst ausgiebig (und für alle juristisch unverbildeten Menschen im gleichen Maße höchst unverständlich) referiert, was man künftig alles beachten und dokumentieren und vor allem nachweisen müsse, wolle man nicht Opfer dieser mit nicht grade zimperlichen Bußgeldern bewehrten Verordnung werden.
Im Ergebnis habe ich mitgenommen: Man kann es unmöglich schaffen, dass man alles richtig macht, irgendwelche formalen Fehler werden grundsätzlich nachweisbar sein (und sei es, dass man WhatsApp nutzt, was nach der DSGVO verboten ist, weil dabei personenbezogene Daten auf bösartigen verbotenen drittstattlichen Servern gelagert werden.)Im Ergebnis heißt das also, ich kann Verstöße eh nicht verhindern, was für mich wiederum bedeutet, nun, dann ist es ja auch egal und ich lege den Schwerpunkt aller meiner Datenschutzbemühungen lieber darauf, nicht erwischt zu werden.
Ich kann gar nicht beschreiben, wie schwachsinnnig ich derartigen juristischen Irrsinn finde.

Zur Beruhigung musste ich anschließend dringend zum Griechen und ganz viel Ouzo trinken. Das hat dann wunderbar geklappt
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Samstag, 3. März 2018
Vereist
Obwohl der Hafen voll mit Packeis war

hat sich die Fähre ihren Weg freigeruckelt und ich bin gut nach Hause gekommen.
Da ich mir heute bürofrei genommen habe, konnte ich die Mittagsfähre erreichen, stressfrei und ohne Gehetze, sehr angenehm.

Hier auf der Insel ist der Schnee auf der Straße plattgefahren, die Bürgersteige sind dafür alle ordentlich freigeschippt

Fahrradfahren ist eine Herausforderung, der hintere Garten ist eine unberührte weiße Pracht, der vordere ist schon wieder ein schäbig freigetauter Garten .

Mehr morgen, jetzt hat erst mal der Onkel Geburtstag
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Freitag, 2. März 2018
Erledigt!
Heute Abend habe ich es endlich geschafft, für eine Bekannte die Steuererklärung fertig zu stellen, deren Unterlagen ich tatsächlich schon seit Anfang September jeden (JEDEN!) Tag in meiner Laptoptasche mit mir rumschleppe.
Okay, es ist auch tatsächlich eine sehr umfangreiche Steuererklärung, und obwohl ich die jetzt schon seit mehr als zwanzig Jahren mache, so brauche ich doch immer noch mindestens fünf-sechs Stunden bis alles fertig ist. Mindestens, denn diesmal war es insgesamt noch länger, weil ich dreimal angefangen habe, nur um dann jedesmal festzustellen, dass mir noch Unterlagen oder Informationen fehlen.
Doch das Problem sind dabei nicht die Stunden, die ich für die Fertigstellung brauche, sondern das Anfangen. Dieser unglaublich schwer zu überwindende Berg der Selbstverweigerung, der steht mir da am allermeisten im Weg. Ich weiß gar nicht, an wie vielen Abenden ich mir vorgenommen habe, dass ich jetzt aber endlich und heute mache ich das, verdammt, das muss doch nun wirklich erledigt werden - nur um mich zu Hause dann dreimal um mich selber zu drehen, dabei ausreichend Abwechslung, Ablenkung und Ausreden gefunden zu haben, um es ausgerechnet heute nicht, sondern morgen zu machen. Mit solchen Manövern rauscht ein halbes Jahr wie nix an einem vorbei und jeden Tag nimmt man sich aufs Neue vor, dass heute endlich, um dann jeden Abend erneut an sich selber zu scheitern.
Das verursacht natürlich außer großer Unzufriedenheit mit sich selber auch einen latenten Dauerstress, weil man ja nie frei hat, sondern immer einen Berg an Aufgaben vor sich her schiebt und mit sich rumschleppt, der sich auf Dauer aufs Gemüt schlägt, weil einem alles so hoffnungslos erscheint.
Eigentlich ist es eine Kleinigkeit, man muss sich nur einmal zusammenreißen und einen Abend durcharbeiten und es ist geschafft - aber wenn man 180mal die Erfahrung gemacht hat, dass man es nicht schafft, sich einen Abend zusammenzureißen, weil man einfach VERDAMMT NOCHMAL KEINEN BOCK hat, abends (oder am Wochenende) noch weiterzuarbeiten, weil man sich schließlich schon jeden Tag acht Stunden im Büro mit so einem Kram beschäftigt hat und dann muss es doch auch mal gut sein, wenn man also irgendwann ganz klar erkennt, dass man überhaupt nicht der coole Typ ist, der man so gerne wäre, sondern ein schmieriger, alter Jammerlappen, der nichts mehr gebacken bekommt, weil er sich ständig nur selber leid tut, genau dann ist der Moment gekommen, wo man es schaffen kann, aus diesem Teufelskreis aus Selbstmitleid und gelähmter Passivität auszusteigen und mit einem kleinen Schwung "ichschaffedas" und einer großen Portion Trotz (jetzt reicht's, ich lasse mich doch nicht ständig von mir selber verarschen) derartige uralt Aufgaben doch noch zu erledigen.

In den letzten 14 Tagen habe ich ja schon eine ganze Menge dieser Selbstüberwindungshormone freigesetzt und zunächst mal all die gruseligen Abschlussarbeiten von CW's Horrorhinterlassenschaft seit 2014 aufgearbeitet, so dass ich heute Abend in einem letzten Rest "jetzt will ich auch alles fertig haben" es geschafft habe, auch diese letzte Steuererklärung endlich fertigzustellen.

Jetzt fühle ich mich unglaublich frei und erleichtert und habe tatsächlich das erste Mal seit Monaten das Gefühl, es ist doch noch nicht alles verloren.

Trotzdem lauern natürlich schon die nächsten üblen Zwangsaufgaben, die ebenfalls dringlichst erledigt werden müssen, irgendwas ist eben immer, aber wenigstens ist der alte Müll jetzt zunächst komplett und rückstandsfrei erledigt.
Hossa
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Donnerstag, 1. März 2018
Burg, Blumenkohl, Bett
Viel passiert ist heute nicht, Büro eben.
Abwechslung bot eine Anlageausschusssitzung auf der Burg, wobei, die Hauptabwechslung war der Ausflug zur Burg, die Sitzung selber war genauso langweilig wie solche Sitzungen eben üblicherweise sind.
Aber bei diesem Wetter sah nicht nur die Burg toll aus,

sondern auch der zugefrorene Burggraben (oder ist das eher ein Burgsee?) egal, sah auf alle Fälle toll aus

Nach der Sitzung gab es noch ein paar Stunden Büro, dann ein Zwischenstopp bei Lidl, die frischen Blumenkohl im Angebot hatten, aus dem Zuhause eine Blumenkohlcremesuppe wurde, jetzt gehe ich ins Bett
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Dienstag, 27. Februar 2018
Festgefrorene Mülltonnen
Auch wenn wir hier im Münsterland im Moment verglichen mit dem Rest von Deutschland extrem wenig Schnee haben und die Minustemperaturen sich auch nur im einstelligen Bereich bewegen, so haben wir doch seit 3-4 Tagen tatsächlich nachts regelmäßig Minustemperaturen und alles, was draußen steht, friert langsam ein.
Bei uns werden Restmüll– und Biotonne nur alle 14 Tage geleert. Da ich vor 14 Tagen die Mülltonnenleerung verpasst habe, da ich ja spontan einen Tag länger auf Borkum blieb, waren die Tonnen nach vier Wochen jetzt ziemlich voll und ich war sehr gespannt, wie die Leerung heute funktionieren würde, denn ich hatte die letzten Tage schon beobachtet, dass der Mülltonneninhalt immer mehr festfror.
Tatsächlich ist die schwarze Restmülltonne komplett leer geworden, aber die Biotonne ist noch halb voll. Stecken geblieben ist natürlich vor allem der untere, mittlerweile vier Wochen alte, gut durchgeweichte Ekelabfall, den ich ja eigentlich am allerliebsten als erstes los geworden wäre. Wenn jetzt nächste Woche plötzlich der Frühling mit demselben Schwung über uns und die Biotonne herein bricht, wie diese Woche der Winter, werde ich wohl meine Biotonne heimlich irgendwo aussetzen müssen, weil sie geruchlich dann wahrscheinlich deutlich meine olfaktorische Leidensgrenze übersteigt.
Unter diesem Aspekt wäre es mir tatsächlich sehr lieb, wenn der Winter jetzt noch mal zwei Wochen bleibt. D.h. nein, genau zwei Wochen wäre besonders schlecht, nur noch zwölf Tage, dann kann noch alles in Ruhe auftauen, damit es in genau 14 Tagen endlich komplett geleert wird.

Müllentsorgung bleibt für mich ein Dauerthema, grade frisch (und vollständig!!) geleerte Mülltonnen lösen durchaus größere Glücksgefühle weil mir aus
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Montag, 26. Februar 2018
Mein Vormittag mit dem Techniker
Heute sollte der Techniker von Unitymedia kommen und überprüfen, ob die Störungen in unserer Internetleitung Störungen in unserer Internetleitung sind oder bloße Einbildung oder ob es an den Endgeräten liegt.

Ein konkreteres Zeitfenster als "Montagmorgen zwischen acht und zwölf Uhr" konnte man uns nicht geben, aber angeblich wären wir der erste Kunde, der am Montag auf der Arbeitsliste des Technikers stände. (oder heißt das stünde? diese indirekte Rede mit dem Verschwurbeln der Verben war ja noch nie meine Stärke. Man sehe es mir nach.)

Nun denn, ich hatte im Büro Bescheid gegeben, dass ich später käme, weil wegen s.o. und habe schon mal jede Menge Telefonate erledigt, die sowieso hätten erledigt werden müssen, dazu muss ich nun wirklich nicht im Büro sitzen.
Eigentlich hätte ich dringend Staubsaugen wollen, weil ich das am Wochenende wegen der blöden Steuersachen nicht getan hatte, und davor war ich krank und davor war auch ein Wochenende mit Steuersachen gewesen und davor war ich auf Borkum und davor - also, der Staub begann langsam Urenkel zu bekommen und wenn ich das Gefühl habe, ich werde vom Unrat aus meinem eigenen Haus verdrängt, dann macht mich das nervös und ich bekommen dringenden Handlungsbedarf. Eigentlich wäre also heute beim Warten eine perfekte Gelegenheit gewesen, endlich das Haus zu saugen - aber ich traute mich nicht, weil ich Sorge hatte, ich höre dann die Klingel nicht. Ich hatte mich ja um 8.05h noch nicht mal getraut, mir die Zähne mit der elektrischen Zahnbürste zu putzen, aber K. war noch da und hatte sich bereit erklärt, während meiner Zahnputzsession auf die klingel zu achten. Aber dann ging er, weil er um 10h in Düsseldorf sein musste und ich war allein mit meinem "ich überhöre bestimmt die Klingel und dann gibt es den nächsten Technikertermin erst im Jahr 2024-Problem" und schlich also auf Zehenspitzen durchs Haus und schielte immer mit einem Auge nach draußen, um bloß um Himmelswillen nicht das Klingeln zu verpassen.
Als ich so aus dem Küchenfenster auf die Straße vorm Haus blickte, fiel mir auf, dass ich das Klingeln gar nicht hören muss, wenn ich den Mensch einfach nur sehe, wenn er auf unser Haus zu kommt. In unserer Reihenhaussiedlung ist Montagvormittags bei Minustemperaturen draußen eh nicht viel los, da fällt so ein Techniker ausreichend auf, man muss einfach nur aus dem Fenster gucken.
Und deshalb habe ich telefoniert, denn dabei kann man prächtig aus dem Fenster gucken, aber es lief niemand auf der Straße rum, der aussah wie ein Techniker von Unitymedia.
Gegen halb zehn bekam ich eine SMS, dass der Techniker in drei Minuten einträfe und man bat mich, dann zu Hause zu sein.
Das fand ich eine geniale Idee von Unitymedia, hätte ich das vorher gewusst, dass die ihren Techniker so zielgenau ankündigen, hätte ich ja sogar Staubsaugen können.
Nur leider erschien der Techniker nach drei Minuten nicht, und auch nicht nach 10 Minuten, nicht nach 20 Minuten und auch eine halbe Stunde später war immer noch niemand gekommen. Ich saß mittlerweile im Flur hinter der Eingangstür, bewachte die Klingel und starrte durchs Haustürfenster nach draußen. Er konnte sich nicht unbemerkt wieder entfernen. Als nach einer dreiviertel Stunde immer noch kein Techniker aufgetaucht war, begann ich mir Sorgen zu machen. Dem Kerl war bestimmt etwas passiert. Ein Unfall, oder er war überfallen worden, die Zeiten werden ja immer schlimmer.
Ich schrieb Unitymedia eine Antwort-SMS

und dreißig Sekunden später näherte sich ein kleines Männchen unserer Haustür und wollte klingeln, da hatte ich die Tür aber schon offen. Diese SMS hatte wirklich übernatürliche Kräfte entfaltet.

Der kleine Mann war tatsächlich der ersehnte Unitymedia-Techniker. Er war sehr nett und hat alle Anschlüsse im Haus sorgfältig durchgemessen - nur leider lief die Leitung derart ruckel- und störungsfrei, dass ich mir schrecklich blöd vorkam, jemals etwas anderes behauptet zu haben.

Ich habe ihm dann einen Kaffee gekocht und im Wohnzimmer ein wenig mit ihm geplaudert, was ihn veranlasste, sich wenigstens maximal zuständig zu fühlen und irgendwas zu machen, von dem er sicher war, dass es zumindest nicht schaden kann. So tauschte er dann mehrere Anschlussverbindungen und einen kompletten Verteilerkasten, außerdem schraubte er hier und schraubte da - die Internetleitung lief unverdrossen und unverändert super stabil.

Nach zwei Stunden verabschiedete er sich, mehr könne er leider nicht für mich tun - und noch funktioniert das Internet ganz prächtig.
Aus welchem Grund das Internet sonst so viel hakt - gegen den Service von Unitymedia kann man nun wirklich nichts sagen
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Montag, 26. Februar 2018
Immer noch am Schreibtisch
und deshalb habe ich auch nichts Neues zu erzählen, außer: es geht voran. Morgen früh geht die gesamte Post ans Finanzamt auf einen Schlag raus - und dann liegt es nicht mehr in meiner Hand. Aber ich bin guten Mutes, insgesamt fand ich das jetzt alles einigermaßen schlüssig, warten wir einfach ab, wie das Finanzamt das beurteilt.

Aktuell formuliere ich noch an dem letzten Schreiben rum, in dem ich all die komplizierten Zusammenhänge versuche zusammenzufassen und zu erläutern, aber auch da bin ich schon ziemlich weit. Alles andere ist fertig, alle Unterlagen, die per Post versendet werden sollen, sind ausgedruckt, alles, was ich elektronisch übermitteln konnte, habe ich elektronisch übermittelt, jetzt kann ich nur hoffen, dass es nicht zu viele Rückfragen gibt.

Mehr ist mit mir grad nicht los, diese aufwändige Büroarbeit am Wochenende bzw. in meiner Freizeit deprimiert mich ungeheuer, weil ich ja ganz ursprünglich mit diesem gesamten Theater überhaupt nix zu tun haben wollte und CW von Anfang an gesagt habe, dass er das alleine machen muss, aber dann verstirbt der einfach und hinterlässt dieses Chaos.

Nun ja, irgendwann ist auch das geschafft, dann kommt zwar ganz bestimmt irgendetwas anderes, denn irgendwas ist ja immer, aber bis dahin hoffe ich eben einfach das beste
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Dienstag, 20. Februar 2018
Die Sonne bringt es an den Tag
Als ich heute morgen so durchs Haus wuselte und die Hinterlassenschaften des verzettelten Wochenendes beseitigte (also vor allem jede Menge Akten, Papiere und Zettel wieder zusammengeräumt und ordentlich auf einen Stapel geschichtet, dann sieht es zwar nicht mehr nach Arbeit aus, dafür aber wieder mehr nach Wohnzimmer, was ja nun so schlecht auch nicht ist), also, beim Aufräumen heute morgen wurde es plötzlich richtig hell im Zimmer, weil die Sonne mit voller Kraft durch die Fenster schien. Ich hatte grade die Tulpen auf den Flügel gestellt, weil ich fand, da kommen sie besonders gut zur Geltung, als die Sonne gnadenlos enthüllte, dass Staubwischen nicht unbedingt zu meinen Stärken gehört.


Schnell habe ich die Vase wieder auf den Esstisch gestellt und den Flügel mit Papierbergen zugedeckt, ist zwar nicht so dekorativ, dafür sieht man den Dreck aber auch nicht so deutlich.
Die Tulpen sehen auch auf dem Esstisch gut aus


Anschließend bin ich ins Büro gefahren und wurde in den Rieselfeldern durch einen LKW ausgebremst. Der Kerl schlich doch tatsächlich mit unter 10 km/h über den Feldweg. Okay, die Straße ist wirklich nicht sehr breit, aber sooo sehr muss man sich da nun nicht anstellen, finde ich.

Richtig gefreut habe ich mich allerdings als ich bemerkte, dass der LKW meine Lieblingsfeindin, die Edelmami in dem schwarzen Touareg, zwang, nicht nur ganz weit in den Seitenmatsch auszuweichen, sondern sie musste auch noch ein gutes Stück wieder rückwärts fahren, bis sie überhaupt weit genug in den Matsch ausweichen konnte, um die Straße komplett frei zu machen.
Dort stand sie dann und wartete, dass der LKW an ihr vorbeifuhr - und direkt hinter dem LKW kam ich und fuhr natürlich auch mitten auf der Straße.
So mag ich das
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