anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Samstag, 11. Januar 2020
Duschcreme, Orangensaft und TV
Über die Tatsache, dass K sich fast eine Woche lang mit Duschgel eingecremt hat, musste ich heute morgen immer noch kichern, er meinte allerdings, dass er jetzt besonders gut gepflegt werden müsse, um die falsche Behandlung wieder wettzumachen. Ich bestand dann darauf, dass ich dabei wenigstens selber entscheiden darf, wie viel (echte) Bodylotion ich dafür verwende und wo ich sie auftrage und dass ich dafür zur Belohnung einen frisch gepressten Orangensaft bekomme.



Nach dem er eingecremt war, verschwand er also in der Küche, um Orangen zu pressen und kam mit zwei großen Gläsern wieder, jedes zu rund 7/8 voll mit Orangensaft.
Er stellte mir ein Glas auf meinen Nachtisch (weil, natürlich lag ich noch im Bett) und fragte, ob das genug sei, das wären jetzt genau 2,5 Orangen.
Ich fand, es sei absolut genug, eigentlich würden auch zwei Orangen reichen, vor allem, weil dann das gerechte Teilen der halben Orange nicht so kompliziert sei, schließlich sei in seinem Glas eindeutig mehr Saft gelandet als in meinem.
Er bestritt das vehement, musste sich aber dem klassischen Gläservergleich (beide Gläser nebeneinander an den Rand vom Tisch, dann in die Hocke gehen und auf Augenhöhe den Füllstand vergleichen) geschlagen geben, in meinem Glas war sichtbar weniger drin.
Er meinte dann aber als Erklärung, das läge nicht daran, dass er die fünfte Orange nicht gleichmäßig verteilte hätte, sondern nur daran, dass er aus meinem Glas schon mal einen großen Schluck abgetrunken habe.
Tja, Westfalenmänner, immer ehrlich, machste nix.

Ansonsten waren wir heute relativ produktiv: K hat endlich die allerletzten LED-Lampen aufgehangen, jetzt sind auch in der Waschküche und in der Tiefgarage die bisherigen Neonröhren gegen LED-Paneele getauscht, die machen ein deutlich helleres und schöneres Licht.

Ich habe mal wieder ein paar Maschinen Wäsche sortiert und gewaschen, und anderem habe ich heute auch mal eine Lederhose gewaschen, die ich seit über drei Jahren besitze und in diesen Jahren viel und gerne getragen habe, so dass ich nun das dringende Bedürfnis verspürte, auch diese Hose mal zu waschen.

Im Wollwaschgang mit Feinwaschmitel, ich denke, die Hose sieht nachher aus wie neu.
Noch ist sie etwas feucht, aber ich bin ziemlich sicher, dass sie ganz problemlos und gleichmäßig trocknet. Die Speziallederreinigung, nach der das Etikett so ausdrücklich verlangt, habe ich jetzt einfach selber erledigt.

Dann habe ich noch die Mikrowelle gereinigt, mit Backofenspray, ging auch ganz wunderbar, auch die ist jetzt fast wie neu.

Am Abend haben wir dann Wilsberg geschaut, heute aus Bielefeld, ich habe allerdings den Eindruck, dass die Sendungen aus Bielefeld noch deutlich klamaukiger sind als die aus Münster. So nach und nach entwickelt sich auch diese Serie in eine Richtung, die ich langweilig finde.

Ich bin ja nun wirklich kein großer Film- oder Fernsehgucker, mir wird viel zu schnell langweilig, weil ich beim stumpf passiven Konsumieren ja sonst wenig zu tun habe, was soll ich also anderes tun als mich zu langweilen, weshalb ich auch wirklich nur sehr wenig Fernsehen gucke und so Dinge wie Netflix o.ä. schon mal gar nicht, weil ich einfach keinen Bedarf daran habe.
Noch habe ich das dauerlatente Gefühl, dass ich in meinem Leben nie genug Zeit habe, um das zu tun, was ich gerne tun möchte (i.e. vor allem unbegrenzt schlafen), da werde ich das bisschen freie Zeit nicht auch noch mit Dingen wie Netflix verdaddeln, irgendwo ist selbst für mich mal ein Punkt.
Was mich am meisten an Netflix stört, ist die komplett freie Verfügbarkeit. Man kann zu jeder Zeit alles gucken, was man will.
Gefällt mir gar nicht.
Am Fernsehen gefällt mir vor allem, dass ich mir 90% der theoretisch mit guten Fernsehfilmen gebundenen Zeit dadurch spare, dass ich nicht dran denke, den Fernseher rechtzeitig anzuschalten - und tja, verpasst ist verpasst. Besser kann es doch nicht laufen, finde ich.
So Sachen wie Mediathek verweigere ich in der Regel genauso hartnäckig wie Netflix, das wäre ja komplett kontraproduktiv ;-)

Aber Wilsberg fand ich bisher doch oft recht unterhaltsam und Freitagsabends ist eine Zeit, da bin ich auch noch häufig zu Hause und sitze entspannt auf dem Sofa, weshalb ich Wilsberg schon häufiger gesehen habe.
Aber diese Klamauknummer heute fand ich echt überflüssig, grundsätzlich gesehen aber auch wieder gar nicht so verkehrt, jede Serie, die mir nicht mehr gefällt, ist eine gute Serie
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