anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Samstag, 4. Januar 2020
Technik, Internet und seltsame Vertragsdetails
Besondere Ereignisse des Tages: K hat es geschafft, das Internet hier im Haus erst zu töten und dann wiederzubeleben.

Aktuell läuft also alles wieder ganz normal, es waren aber ein paar aufregende Stunden am späten Nachmitag/Abend, weil die Störungshotline bei Vodafone um 17h am Samstag Feierabend macht und K erst nach 17h realisierte, dass er unser Internet selbstverschuldet zum Absturz gebracht hatte, aber zunächst nicht genau wusste, wie er das wieder reparieren kann.

Es war so: Im Vaterhaus gibt es ja jetzt auch Vodafoneinternet, aber das lief nicht, weil wir natürlich aus Sparsamkeitsgründen nur einen Router ohne W-Lan, damit also einen Router ohne Aufpreis bestellt hatten und dachten, wir könnte einfach die Fritzbox, die aktuell noch am Vater-Telekomanschluss hängt, einfach an den Vodafone Router klemmen und dann macht die Fritzbox das W-Lan.
Grundsätzlich funktioniert die Idee, wenn man eine Fritzbox hat, die jünger ist als die, die am Telekomanschluss im Vaterhaus hängt. Die ist zugegeben schon ziemlich alt, genau genommen ist es unsere alte Fritzbox, die wir bis 2010 in Greven hatten, dann haben wir in Greven auf Kabelanschluss umgestellt, konnten die Fritzbox nicht mehr benutzen - und haben sie dann irgendwann im Vaterhaus angeschlossen, als der seinen Anschluss zwangsläufig auf VoIP umstellen musste. Die Telekom hat ja ihre alten Kunden so nach und nach gezwungen von analog auf digital umzustellen, irgendwann kam halt analog nichts mehr aus der Wand. Deshalb brauchte der Vater eine Fritzbox, wir hatten ja noch eine, alles war gut.

Mit dem neuen Kabelanschluss im Vaterhaus ist es jetzt aber so, dass da diese antike Fritzbox nicht mehr dran läuft. Wenn man an den Kabelrouter eine Fritzbox hängen will, muss die etwas moderner sein.

Die hatten wir nicht, aber wir haben noch den alten Router, den wir selber mal von Vodafone bekommen haben, als wir hier in unserem eigenen Haus auf Kabelanschluss umstellten. Hinter dem funktionierte die alte Fritzbox problemlos.
Deshalb kam K auf die Idee, unseren alten Kabelrouter einfach mal im Vaterhaus anzuschließen und dann zu testen, ob dahinter dann die alte Fritzbox noch läuft.
Die Idee war an sich nicht verkehrt, er hat dabei nur übersehen, dass unser alter Kabelrouter für unseren aktiven Anschluss in unserem Haus konfiguriert ist. Wir haben uns vor einiger Zeit einen neuen Kabelrouter gekauft und den alten, der Vodafone gehört, einfach auf den Dachboden gelegt.

Als K jetzt unseren alten Router am neuen Kabelinternet im Vaterhaus anschloss, brach die gesamte Vodafone-Kabelwelt zusammen, weil, so war das nicht vorgesehen. Da passte nichts mehr so zusammen, wie Vodafone meinte, dass es zusammenpassen müsste - und vorsichtshalber sperrte Vodafone deshalb mal alle Anschlüsse.
Nur leider war Wochenende und die einzige Reaktion, die K Vodafone entlocken konnte, war die Information: Ein Techniker wird sich bei Ihnen melden.

Grundsätzlich nicht ganz so schlimm, wenn wir nicht morgen, Sonntag, um 13.30h die Fähre nehmen müssten. Wenn sich der Techniker bis dahin nicht gemeldet hat, und die Chancen dafür stehen offensichtlich nicht gut, haben wir für die nächsten Wochen erst mal kein Internet mehr, weder hier noch im Vaterhaus.

Im Vaterhaus ist das nicht schlimm, aber bei uns im Haus ist es blöd, schließlich ist das hier ein Smart Home Haus und wird komplett übers Internet gesteuert. Ich war von der Gesamtsituation also nur mittelwenig bis gar nicht begeistert.

Aber K hat es wieder hinbekommen, er hat unseren alten Router im Vaterhaus wieder abgeklemmt, dann hat er den alten Aktivierungscode für unseren neuen Kabelrouter wiedergefunden - und damit konnte er das Systemj wieder ans Laufen kriegen.

Uff. Das waren aufregenden Minuten/Stunden.
Wir haben jetzt aber auch ausführlich gelernt, wie so ein Vodafone-Internet funktioniert. Teufel, sind die umständlich.

Gestern haben wir schon angefangen, hier so nach und nach die Saubermachaktivitäten anzuwerfen. Wir haben deshalb gestern schon die Betten neu bezogen, damit die benutzte Bettwäsche gewaschen werden kann und ausreichend Zeit hat, um auch noch zu trocknen.
K hatte mir zu Weihnachten ein neues Spannbettlaken für das Wasserbett geschenkt - klingt nicht sehr romantisch, war aber ein sehr gutes Geschenk, denn er hat es in einem Wasserbetten-Fachgeschäft gekauft, es war höllenhöllenteuer - und es ist jeden Cent wert, den er dafür bezahlt hat, weil es das erste Spannbettlaken auf diesem Wasserbett ist, was wirklich richtig gut sitzt und hält und nicht verrutscht.
Ich gebe es zu, es macht tatsächlich Sinn, für wirklich schöne Bettlaken auch mal mehr Geld auszugeben, ich selber wäre aber ganz bestimmt und ausdrücklich zu geizig gewesen, so viel Geld für ein schnödes Bettlaken auszugeben. Mag ja sein, dass ich reich bin, aber deshalb muss ich das Geld ja jetzt nicht sinnlos verplempern, sitzt bei mir immer noch sehr fest als Grundüberzeugung.
Aber ich bin ja bekehrbar - und diese neuen Bettlaken sind wirklich toll.
Und weil ich plötzlich das Gefühl hatte, dass wir das Bett jetzt auch richtig pimpen können, ich meine, wenn wir schon solche Edelluxusfachgeschäftlaken haben, dann kommt es jetzt auch nicht mehr drauf an.
Weil ich also grade im entspannten Geldausgabemodus war, habe ich dann mal im Internet geschaut, was es für Kissen gibt, die man ans Kopfteil des Bettes stellt, um gemütlich im Bett zu sitzen und zu lesen.
Wir haben natürlich welche, habe ich vor ca. 12 Jahren für je 1,-€ auf dem Flohmarkt gekauft, sie erfüllen ihren Zweck, aber ich sag mal so: Da geht noch was.

Ich habe also ausführlich gegoogelt und Kissen gefunden, die zwischen 8,-€ (inklusive Versand) und 159,-€ (zuzüglich Versand) kosteten, die für mich aber im wesentlichen gleich waren.
Und weil ich wirklich auch nach längerem Suchen keinen Unterschied fand (und auch K sah keinen Unterschied), beschloss ich natürlich, dass die für 8€ inklusive Versand zunächst mal ausreichen. Zumindest ist es einen Versuch wert, sie zu bestellen.

Gab es bei Amazon, aber Versand aus China, Verkäufer war Rui Chen, oder so.
Bei 8€ inklusive Versand ist das Risiko, dass die Ware nichts taugt oder gar nie geliefert wird, überschaubar, ich wollte allerdings wenn schon, dann gleich zwei Kissen kaufen.
Interessante Entdeckung: Wenn ich die Menge im Warenkorb auf zwei erhöhte, kosteten sie 16€ - und plötzlich 10€ Versand. Das fand ich sehr skurril, weshalb ich erst mal nur eines bestellte und K sagte, dann müsse er auch eines bestellen.
Ich schickte K den Link, wo ich das Kissen bei Amazon bestellt hatte - und als K die Seite aufrief, kostete das Kissen für ihn 12 €. Man muss dazu wissen: K hat ein funkelnagelneues iPhone 11Pro (Firmenhandy, sieht aber der Algorhythmus nicht) und er hat einen ziemlich neuen, sehr teuren Laptop (auch Firmenausstattung, er arbeitet einfach in einer prima Firma).

Es endete natürlich so, wie es enden musste: Ich kaufte einfach selber noch ein zweites Kissen, in dem ich auf den "nochmal Kaufen-Knopf" in meinem Amazonkonto drückte, es wurde mir auch immer noch für 8€ angeboten, allerdings war jetzt der Verkäufer nicht mehr Rui Chen, sondern MiRi EU, die Lieferzeit dafür identisch mit 2-3 Wochen wohl aus demselben Versandort stammend und ich hatte wieder eine Lektion "Online-Handel, die Mafiastrukturen von Big Data" gelernt und werde mir jetzt noch irgendein uralt Billiggerät zulegen, dass ich unter einem ausgedachten Namen registriere, um zu überprüfen, welche Preise bei solch einem Internetzugang aufgerufen werden.

Zwischen all diesem Tech-Gehampel habe ich noch drei Maschinen Wäsche gewaschen und getrocknet und wir waren beim Onkel und haben dort aktuelle Aufträge abgeholt. Er wird jetzt doch nicht auf Vodafone umstellen, weil in der schriftlichen Auftragsbestätigung alles ganz anders aussieht, als man K am Telefon zusicherte, also Widerruf und Mittelfinger, wir finden da sicherlich auch noch eine andere Lösung.
Außerdem muss ich seine ADAC Mitgliedschaft ändern - er bezahlt immer noch den Partnertarif, obwohl er seit zwei Jahren rechtskräftig geschieden ist, die telefonische Änderung hat der ADAC wohl nicht so ernst genommen. Jetzt werde ich es komplett kündigen, wenn man auf Borkum wohnt, braucht man keinen ADAC.
Habense jetzt davon
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