anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Sonntag, 5. Januar 2020
Rückfahrt
Alles verlief heute plangemäß.
Am Vormittag haben wir das Haus geputzt, aufgeräumt, winterfest vobereitet und die laufenden Systeme runtergefahren, alle verderblichen Lebensmittel eingepackt, den Müll entsorgt, dem Onkel auf Wiedersehen gesagt und sind mit der Mittagsfähre zum Festland gefahren.
Auf dem Rückweg haben wir noch den Vater besucht und weil die Spritpreise in Leer so teuer waren, haben wir mal wieder die "wir-schaffen-das-locker" Nummer durchgezogen, Restreichweite an der Tankstelle in Rheine: 10km.
Da war also noch reichlich Luft für mehr Strecke, aber die Tankstelle, wo wir dann getankt haben, hatte den mit Abstand niedrigsten Spritpreis der Umgebung, es war also insgesamt alles prima abgestimmt.

Die Angewohnheit, immer nach der Tankstelle mit dem niedrigsten Spritpreis zu gucken, ist erst richtig akut geworden, seitdem es diese relativ zuverlässigen Tankstellenpreis-Apps gibt und man dort ganz bequem nachgucken kann, wie sich das Preisgefüge der an der Strecke liegenden Tankstellen entwickelt. Grade weil es diese Preisübersicht-Apps gibt, faszinieren mich die teilweise enorm hohen Preisunterschiede der Tankstellen im Umkreis von wenigen Kilometern schon sehr.
Ich verfahre keinen extra Sprit, nur um billiger zu tanken, soweit kann ich auch rechnen, aber wenn ich eh unterwegs bin und auf meinem Weg an 10 Tankstellen vorbeikomme, nun, dann ist es doch eine Kleinigkeit auf dieser App nachzusehen, wie viel der Sprit wo kostet, und heute waren zwischen Tankstelle 1 und Tankstelle 10 über 15 cent Differenz, bei 50l Benzin für eine Tankfüllung macht das 7,50€, ich finde, dafür lohnt es sich dort einfach mal reinzugucken.

Unterwegs haben wir den Debattenpodcast von Sascha Lobo gehört, zunächst die heute aktuell veröffentlichte Folge über seinen Kolumnentext zum Generationenkonflikt. Ich fand seinen Text zu diesem Thema schon sehr interessant und stimme ihm hier in fast allen Punkten zu, es macht aber auch immer wieder Spaß, ihm zuzuhören, wie er einzelne Kommentatoren genüsslich in der Luft zerpflückt und als gescheiterte Möchtegernintellektuelle gründlich bloßstellt.
Danach folgte noch der Anfang der Folge von letzter Woche: Er kommentierte die 12 schönsten Kommentare des Jahres 2019.

Mein persönliches Highlight war der Begriff "Allgäuer Haiku", den habe ich mir sofort notiert und warte jetzt auf eine Gelegenheit, ihn irgendwo einzusetzen.

Morgen habe ich noch einen Tag Urlaub, das entspannt mich sehr, weil sich so der Übergang von kompletter Faulifreiheit zu geregeltem Büroalltag deutlich weicher und fließender gestaltet
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