Mittwoch, 20. Mai 2026
Good attitude
anje, 22:50h
Felix hat den Text zu seiner Session auf der republica online gestellt und er gefällt mir erwartungsgemäß sehr, denn ich hatte mir ja bereits schon vorher nur aus der Überschrift seines Beitrages: "Die Welt ist scheiße - und das ist auch gut so" zusammengereimt, dass seine Kernthese sein wird, dass man sich doch einfach nicht so darüber aufregen solle, wie schlimm alles grade ist, weil es dadurch ganz sicher nicht weggeht.
Da der Titel zwangsläufig Assoziationen zu dem bekannten Spruch von Klaus Wowereit hervorruft, ist die Ableitung, dass Felix ein starkes Plädoyer für mehr Gelassenheit vortragen wird, sehr naheliegend, denn was bringt es, sich über etwas aufzuregen, was man eh nicht ändern kann und ist es nicht viel konstruktiver, nach den positiven Aspekten der Situation zu schauen und daraus dann das Beste zu machen?
Genau das führt Felix dann auch sehr anschaulich und vor allem unterhaltsam aus, ich finde seinen Text und seinen Vortrag (also den inhaltlichen und den "optischen" Teil) super, weil es natürlich auch exakt meiner Lebensphilosophie entspricht.
Mein Lebensmotto ist seit fast 50* Jahren
Love it, leave it or change it.
* Unfassbar, aber so lange ist es schon her, dass ich damals diesen Spruch auf einem T-Shirt in London sah, der seitdem nachhaltig mein Leben prägte
"Leave it" beinhaltet auch "ignore it", was die beste Voraussetzung ist, sich nicht aufzuregen, denn: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.
Ich bin genau wie Felix der Meinung, dass die Welt zur Zeit auch nicht scheißiger ist als sie immer schon mal war und fokussiere mich deshalb lieber auf das, was heute viel besser ist als früher, bin aber gleichzeitig auch froh, schon so alt zu sein wie ich bin.
Wenn die Welt in den 80ern schon so gewesen wäre wie sie heute ist, hätte ich andere Prioritäten in meinem Leben setzen müssen und da ich alles in allem mit meinem Leben, so wie es bisher verlaufen ist, sehr zufrieden bin, habe ich kein Interesse daran, dass es anders hätte sein müssen.
Andererseits: Wenn die Welt schon in meiner Jugend so gewesen wäre, oder, anders ausgedrückt, wenn ich heute in meinen Zwanziger wäre, dann würde ich eben heute versuchen, aus der aktuellen Situation das Beste zu machen und ich bin fest davon überzeugt, dass das gelingen kann.
Ich denke, es kommt vor allem auf die richtige Einstellung an und nicht so sehr auf die Begleitumstände.
Klar fährt es sich mit Rückenwind bequemer, wenn der Wind aber nun mal von vorne kommt, dann lebe ich halt damit und suche mir die passenden Vorteile, die es mir erlauben, zufrieden zu sein.
Denn auch Gegenwind hat Vorteile, man trainiert seine Ausdauer und sein Lungenvolumen und spart sich so die lästige Cardio-Fitness im Studio. Nur als Beispiel.
Ich mag es, glücklich zu sein und weil ich Team "Glück ist eine Entscheidung" bin, freue ich mich regelmäßig nicht nur darüber, wie gut es mir geht, sondern vor allem auch darüber, was als theoretisch schlimme Möglichkeit bisher alles nicht passiert ist und dass es mir mit jeder Minute, die vergeht, eine Minute länger gut geht und alleine das ist doch so grandios, dass man es gar nicht oft genug feiern kann.
Und je älter ich werde, umso länger halte ich die Bälle schon fehlerfrei in der Luft und das ist doch wirklich phantastisch.
Felix nutzt das Bild des halbvollen Glases, das den Vorteil hat, dass da noch was reinpasst. Da ist noch Platz für Verbesserungen, das ist doch super.
Das kann ich sehr gut nachvollziehen, denn ich ärgere mich regelmäßig darüber, wenn mein Glas ganz voll ist und nichts mehr reinpasst, dabei macht doch grade das Nachfüllen besonders viel Spaß. Wenn ich also auf dem Flohmarkt stehe und es tolle Sache für sozusagen kein Geld zu kaufen gibt, ich aber einfach nichts mehr brauche, weil ich wirklich schon alles habe. Wie gemein kann das sein.
Wenn man dagegen nur ein halbleeres Glas sieht und sich ärgert, dass die Hälfte fehlt, steht man sich selber gnadenlos im Weg. Das ist nicht nur dumm, sondern raubt einem auch die Energie, sich um Verbesserungen zu bemühen, weil Ärger entsetzlich viel Energie kostet und überhaupt keinen sonstigen Vorteil hat.
Ich teile also Felix Einstellung absolut, die Zeiten könnten noch viel, viel schlimmer sein, lass uns das Beste aus dem machen, was grade möglich ist. Und das Beste erreicht man nur, wenn man eine "good attitude" hat (einer dieser englischen Begriffe, für den ich noch nie das perfekte deutsche Äquivalent gefunden habe.)
Aber "good attitude" meint so ziemlich exakt das, was Felix auch versucht zu beschreiben: sich nicht ständig über Dinge aufregen, die man eh nicht ändern kann, sondern stattdessen lieber mit Energie die Dinge in Angriff nehmen, bei denen man mit einer guten Wahrscheinlichkeit eine Chance hat, sie zu verbessern
.
Da der Titel zwangsläufig Assoziationen zu dem bekannten Spruch von Klaus Wowereit hervorruft, ist die Ableitung, dass Felix ein starkes Plädoyer für mehr Gelassenheit vortragen wird, sehr naheliegend, denn was bringt es, sich über etwas aufzuregen, was man eh nicht ändern kann und ist es nicht viel konstruktiver, nach den positiven Aspekten der Situation zu schauen und daraus dann das Beste zu machen?
Genau das führt Felix dann auch sehr anschaulich und vor allem unterhaltsam aus, ich finde seinen Text und seinen Vortrag (also den inhaltlichen und den "optischen" Teil) super, weil es natürlich auch exakt meiner Lebensphilosophie entspricht.
Mein Lebensmotto ist seit fast 50* Jahren
Love it, leave it or change it.
* Unfassbar, aber so lange ist es schon her, dass ich damals diesen Spruch auf einem T-Shirt in London sah, der seitdem nachhaltig mein Leben prägte
"Leave it" beinhaltet auch "ignore it", was die beste Voraussetzung ist, sich nicht aufzuregen, denn: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.
Ich bin genau wie Felix der Meinung, dass die Welt zur Zeit auch nicht scheißiger ist als sie immer schon mal war und fokussiere mich deshalb lieber auf das, was heute viel besser ist als früher, bin aber gleichzeitig auch froh, schon so alt zu sein wie ich bin.
Wenn die Welt in den 80ern schon so gewesen wäre wie sie heute ist, hätte ich andere Prioritäten in meinem Leben setzen müssen und da ich alles in allem mit meinem Leben, so wie es bisher verlaufen ist, sehr zufrieden bin, habe ich kein Interesse daran, dass es anders hätte sein müssen.
Andererseits: Wenn die Welt schon in meiner Jugend so gewesen wäre, oder, anders ausgedrückt, wenn ich heute in meinen Zwanziger wäre, dann würde ich eben heute versuchen, aus der aktuellen Situation das Beste zu machen und ich bin fest davon überzeugt, dass das gelingen kann.
Ich denke, es kommt vor allem auf die richtige Einstellung an und nicht so sehr auf die Begleitumstände.
Klar fährt es sich mit Rückenwind bequemer, wenn der Wind aber nun mal von vorne kommt, dann lebe ich halt damit und suche mir die passenden Vorteile, die es mir erlauben, zufrieden zu sein.
Denn auch Gegenwind hat Vorteile, man trainiert seine Ausdauer und sein Lungenvolumen und spart sich so die lästige Cardio-Fitness im Studio. Nur als Beispiel.
Ich mag es, glücklich zu sein und weil ich Team "Glück ist eine Entscheidung" bin, freue ich mich regelmäßig nicht nur darüber, wie gut es mir geht, sondern vor allem auch darüber, was als theoretisch schlimme Möglichkeit bisher alles nicht passiert ist und dass es mir mit jeder Minute, die vergeht, eine Minute länger gut geht und alleine das ist doch so grandios, dass man es gar nicht oft genug feiern kann.
Und je älter ich werde, umso länger halte ich die Bälle schon fehlerfrei in der Luft und das ist doch wirklich phantastisch.
Felix nutzt das Bild des halbvollen Glases, das den Vorteil hat, dass da noch was reinpasst. Da ist noch Platz für Verbesserungen, das ist doch super.
Das kann ich sehr gut nachvollziehen, denn ich ärgere mich regelmäßig darüber, wenn mein Glas ganz voll ist und nichts mehr reinpasst, dabei macht doch grade das Nachfüllen besonders viel Spaß. Wenn ich also auf dem Flohmarkt stehe und es tolle Sache für sozusagen kein Geld zu kaufen gibt, ich aber einfach nichts mehr brauche, weil ich wirklich schon alles habe. Wie gemein kann das sein.
Wenn man dagegen nur ein halbleeres Glas sieht und sich ärgert, dass die Hälfte fehlt, steht man sich selber gnadenlos im Weg. Das ist nicht nur dumm, sondern raubt einem auch die Energie, sich um Verbesserungen zu bemühen, weil Ärger entsetzlich viel Energie kostet und überhaupt keinen sonstigen Vorteil hat.
Ich teile also Felix Einstellung absolut, die Zeiten könnten noch viel, viel schlimmer sein, lass uns das Beste aus dem machen, was grade möglich ist. Und das Beste erreicht man nur, wenn man eine "good attitude" hat (einer dieser englischen Begriffe, für den ich noch nie das perfekte deutsche Äquivalent gefunden habe.)
Aber "good attitude" meint so ziemlich exakt das, was Felix auch versucht zu beschreiben: sich nicht ständig über Dinge aufregen, die man eh nicht ändern kann, sondern stattdessen lieber mit Energie die Dinge in Angriff nehmen, bei denen man mit einer guten Wahrscheinlichkeit eine Chance hat, sie zu verbessern
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