Montag, 18. Mai 2026
Haushaltswechsel auf Festland mit Aufregungen
anje, 23:16h
Wir hatten ja gehofft, dass das Wetter heute besser fliegbar ist als gestern und grundsätzlich wäre es das auch gewesen, wenn man nicht ausgerechnet ganz weit im Westen von Norden aus runterfliegen wollte. Genau da sammelten sich nämlich die Gewitterzellen. Und genau da mussten wir lang.
Wir warteten deshalb bis zum späten Nachmittag, immer in der Hoffnung, dass dann das Meiste durchgezogen ist, aber irgendwann mussten wir los und dann hilft das ja auch alles nichts, morgen sind Termine, das wird schon klappen, wir hangeln uns da durch.
Also haben wir uns zunächst mal damit beschäftigt das Haus abreisebereit zu machen, sprich, wir haben gründlich geputzt. Da wir die letzten zwei Wochen wirklich immer nur das allernötigste gemacht haben, hat es sich gelohnt.
Eine lustige Situation gab es zwischendurch: Ich war in den Fahrradschuppen gegangen, weil dort auch die Mülltonnen stehen, um den Papierkorb auszuleeren.
Der Hund war mir gefolgt, sah dort den Hundeanhänger und sprang rein. Soweit, so normal, nur blieb sie dann eisern in diesem Hundeanhänger sitzen und weigerte sich, wieder auszusteigen.

Ich rief, lockte, schob und zog an dem Hund - keine Chance, sie rührte sich nicht von der Stelle.
Also zuckte ich mit den Achseln und sagte, dass sie dann eben in dem Anhänger sitzen bleiben soll, mir doch egal, und ging wieder ins Haus. Dort hörte ich, wie der Hund laut jaulte. Also ging ich wieder zurück, rief sie wieder, aber nein, sie blieb in diesem Anhänger sitzen und wenn ich weg ging, fing sie an zu heulen.
Das ging über 10 Minuten so, bis ich K rief und ihm sagte, er solle bitte den Hund aus dem Anhänger heben, mir ginge das Gejaule auf die Nerven.
K verschob daraufhin erst mal den Anhänger, um besser dran zu kommen und machte so den hinteren Ausstieg für den Hund frei - und knapp war dieser Ausstieg frei, sprang der Hund blitzschnell aus dem Anhänger und rannte ins Haus.
Ich schaute erst etwas fassungslos, bis mir dämmerte, wo das Problem gewesen war: Ich selber hatte dem Hund auf sehr eindrückliche Weise beigebracht, dass es extrem unklug ist, vorne aus dem Anhänger auszusteigen. Immer, wenn sie das versuchte, habe ich den Anhänger vorsätzlich weitergeschoben., so dass sie im wahrsten Sinne des Wortes unter die Räder kam und so sehr schnell lernte, dass vorne kein Ausstieg ist.
Als sie heute nun von vorne in den Anhänger reingesprungen war, stellte sie fest, dass sie hinten nicht mehr rauskam und vorne traute sie sich nicht, sie war also tatsächlich gefangen. Deshalb das Gejaule.
Muss man ja auch erst mal drauf kommen, so als Mensch.
Am Nachmittag kam der Onkel, um uns zum Flugplatz zu bringen, er schellte, ich öffnete die Tür und Bixa nutzte die Gelegenheit, sich zwischen den Beinen hindurch zur offenen Tür hinaus zu winden und jagte dann schnurstracks Richtung Strand. Da wollte sie schon den ganzen Tag hin, wenn wir keine Zeit haben, mit ihr zu gehen, dann macht sie das eben alleine.
Ich lief hinterher, was grundsätzlich ein Fehler ist, denn wenn sie sieht, dass man immer in der Nähe ist und mitkommt, dann läuft sie immer weiter. Irgendwann gelang es mir aber doch, ihre Aufmerksamkeit soweit zu gewinnen, dass sie mich anschaute und als ich sie dann rief, kam sie auch.
Das war die erste Aufregung noch vor der Abfahrt.
Am Flugplatz angekommen, luden wir alles ein, K checkte die Maschine und sagte dann sowas wie "o-o-o" - die Batterie war alle, das heißt, sie sprang nicht an.
Zum Glück gibt es aber ein fahrbares Starthilfeset am Flugplatz und der Towerlotse sagte, dass wir das benutzen dürften. Ich zerrte also die Karre mit der Starterbatterie bis zum Flieger, K klemmte die Kabel an, dann stieg er ein und startete die Maschine, die sofort problemlos ansprang.
Nun konnte er aber nicht mehr aussteigen, also habe ich die Kabel wieder abgeklemmt, das Batteriefach verschlossen, die Karre zurück in den Hangar gezerrt und bin dann mit laufendem Propeller eingestiegen, was als solches schon eine aufregende Sache ist.
Aber es hat alles gut funktioniert und wir konnten endlich starten.
Knapp in der Luft fragte uns der Towerlotse, ob wir das Wetter im Blick hätten, da wären zwei dicke Gewittercluster direkt vor uns, es gäbe allerdings eine schmale Lücke dazwischen, wenn wir die sehen, könnten wir ja versuchen, da durch zu fliegen.
Und so war es dann auch, wir sahen ein kleines, helles Loch zwischen ansonsten dicken schwarzen Wolken und dieses Loch steuerten wir dann an.

Es war wirklich nur ein kleines Loch und auch nicht sehr hoch, aber für ein kleines Flugzeug reichte es und so flogen wir mutig zwischen den beiden Fronten durch.
Mitten drin sah es dann so aus:

Wirklich sehr dicht neben mir ging rechts zwischendurch ein wenig die Welt unter, wir aber hatten beste Sichten in unserem kleinen Wetterloch.
Im Saterland stehen Funkmasten, in der Fliegerwelt auch als "VFR-Fänger" bekannt, weil sie so hoch sind und man aufpassen muss, dass man hoch genug fliegt, um nicht plötzlich an so einem Mast hängenzubleiben.
Ich habe immer ein wenig respekt vor den Dingern, heute sind wir aber nicht darüber, sondern nebenher geflogen, für oben drüber waren die Wolken zu tief und wenn man unter den Wolken bleibt, dann sieht man die Masten ja und kann entsprechend ausweichen.

Als wir ca. die Hälfte der Strecke geschafft hatten, sprang plötzlich das Stormscope an. Das ist eine Anzeige, die Gewitter bzw. Blitze in der Umgebung anzeigt.
In der Gewitterfront rechts von uns, neben der wir schon die ganze Zeit herflogen, ging plötzlich ziemlich die Post ab.
Der Blick aus dem Fenster war beeindruckend.
Kurz vor der Landung wurde es noch mal spannend, denn die beiden Gewitterfronten begannen, sich immer weiter aufeinander zuzubewegen, aber unser Zielflughafen lag genau in dem hellen Punkt dazwischen.

Und so hielten wir weiter stur auf den hellen Punkt zu und landeten schließlich komplett trocken und wohlbehalten in Osnabrück.
Wirklich gefährlich war der Flug nicht, denn wenn sich die Front vor uns geschlossen hätte, dann wären wir eben woanders gelandet oder wieder umgedreht, aber es war spannend, ob wir am Ende auch wirklich da landen, wo unser Auto steht und so waren wir dann doch etwas erleichtert, dass alles gut funktioniert hat
.
Wir warteten deshalb bis zum späten Nachmittag, immer in der Hoffnung, dass dann das Meiste durchgezogen ist, aber irgendwann mussten wir los und dann hilft das ja auch alles nichts, morgen sind Termine, das wird schon klappen, wir hangeln uns da durch.
Also haben wir uns zunächst mal damit beschäftigt das Haus abreisebereit zu machen, sprich, wir haben gründlich geputzt. Da wir die letzten zwei Wochen wirklich immer nur das allernötigste gemacht haben, hat es sich gelohnt.
Eine lustige Situation gab es zwischendurch: Ich war in den Fahrradschuppen gegangen, weil dort auch die Mülltonnen stehen, um den Papierkorb auszuleeren.
Der Hund war mir gefolgt, sah dort den Hundeanhänger und sprang rein. Soweit, so normal, nur blieb sie dann eisern in diesem Hundeanhänger sitzen und weigerte sich, wieder auszusteigen.

Ich rief, lockte, schob und zog an dem Hund - keine Chance, sie rührte sich nicht von der Stelle.
Also zuckte ich mit den Achseln und sagte, dass sie dann eben in dem Anhänger sitzen bleiben soll, mir doch egal, und ging wieder ins Haus. Dort hörte ich, wie der Hund laut jaulte. Also ging ich wieder zurück, rief sie wieder, aber nein, sie blieb in diesem Anhänger sitzen und wenn ich weg ging, fing sie an zu heulen.
Das ging über 10 Minuten so, bis ich K rief und ihm sagte, er solle bitte den Hund aus dem Anhänger heben, mir ginge das Gejaule auf die Nerven.
K verschob daraufhin erst mal den Anhänger, um besser dran zu kommen und machte so den hinteren Ausstieg für den Hund frei - und knapp war dieser Ausstieg frei, sprang der Hund blitzschnell aus dem Anhänger und rannte ins Haus.
Ich schaute erst etwas fassungslos, bis mir dämmerte, wo das Problem gewesen war: Ich selber hatte dem Hund auf sehr eindrückliche Weise beigebracht, dass es extrem unklug ist, vorne aus dem Anhänger auszusteigen. Immer, wenn sie das versuchte, habe ich den Anhänger vorsätzlich weitergeschoben., so dass sie im wahrsten Sinne des Wortes unter die Räder kam und so sehr schnell lernte, dass vorne kein Ausstieg ist.
Als sie heute nun von vorne in den Anhänger reingesprungen war, stellte sie fest, dass sie hinten nicht mehr rauskam und vorne traute sie sich nicht, sie war also tatsächlich gefangen. Deshalb das Gejaule.
Muss man ja auch erst mal drauf kommen, so als Mensch.
Am Nachmittag kam der Onkel, um uns zum Flugplatz zu bringen, er schellte, ich öffnete die Tür und Bixa nutzte die Gelegenheit, sich zwischen den Beinen hindurch zur offenen Tür hinaus zu winden und jagte dann schnurstracks Richtung Strand. Da wollte sie schon den ganzen Tag hin, wenn wir keine Zeit haben, mit ihr zu gehen, dann macht sie das eben alleine.
Ich lief hinterher, was grundsätzlich ein Fehler ist, denn wenn sie sieht, dass man immer in der Nähe ist und mitkommt, dann läuft sie immer weiter. Irgendwann gelang es mir aber doch, ihre Aufmerksamkeit soweit zu gewinnen, dass sie mich anschaute und als ich sie dann rief, kam sie auch.
Das war die erste Aufregung noch vor der Abfahrt.
Am Flugplatz angekommen, luden wir alles ein, K checkte die Maschine und sagte dann sowas wie "o-o-o" - die Batterie war alle, das heißt, sie sprang nicht an.
Zum Glück gibt es aber ein fahrbares Starthilfeset am Flugplatz und der Towerlotse sagte, dass wir das benutzen dürften. Ich zerrte also die Karre mit der Starterbatterie bis zum Flieger, K klemmte die Kabel an, dann stieg er ein und startete die Maschine, die sofort problemlos ansprang.
Nun konnte er aber nicht mehr aussteigen, also habe ich die Kabel wieder abgeklemmt, das Batteriefach verschlossen, die Karre zurück in den Hangar gezerrt und bin dann mit laufendem Propeller eingestiegen, was als solches schon eine aufregende Sache ist.
Aber es hat alles gut funktioniert und wir konnten endlich starten.
Knapp in der Luft fragte uns der Towerlotse, ob wir das Wetter im Blick hätten, da wären zwei dicke Gewittercluster direkt vor uns, es gäbe allerdings eine schmale Lücke dazwischen, wenn wir die sehen, könnten wir ja versuchen, da durch zu fliegen.
Und so war es dann auch, wir sahen ein kleines, helles Loch zwischen ansonsten dicken schwarzen Wolken und dieses Loch steuerten wir dann an.

Es war wirklich nur ein kleines Loch und auch nicht sehr hoch, aber für ein kleines Flugzeug reichte es und so flogen wir mutig zwischen den beiden Fronten durch.
Mitten drin sah es dann so aus:

Wirklich sehr dicht neben mir ging rechts zwischendurch ein wenig die Welt unter, wir aber hatten beste Sichten in unserem kleinen Wetterloch.
Im Saterland stehen Funkmasten, in der Fliegerwelt auch als "VFR-Fänger" bekannt, weil sie so hoch sind und man aufpassen muss, dass man hoch genug fliegt, um nicht plötzlich an so einem Mast hängenzubleiben.
Ich habe immer ein wenig respekt vor den Dingern, heute sind wir aber nicht darüber, sondern nebenher geflogen, für oben drüber waren die Wolken zu tief und wenn man unter den Wolken bleibt, dann sieht man die Masten ja und kann entsprechend ausweichen.

Als wir ca. die Hälfte der Strecke geschafft hatten, sprang plötzlich das Stormscope an. Das ist eine Anzeige, die Gewitter bzw. Blitze in der Umgebung anzeigt.
In der Gewitterfront rechts von uns, neben der wir schon die ganze Zeit herflogen, ging plötzlich ziemlich die Post ab.
Der Blick aus dem Fenster war beeindruckend.
Kurz vor der Landung wurde es noch mal spannend, denn die beiden Gewitterfronten begannen, sich immer weiter aufeinander zuzubewegen, aber unser Zielflughafen lag genau in dem hellen Punkt dazwischen.

Und so hielten wir weiter stur auf den hellen Punkt zu und landeten schließlich komplett trocken und wohlbehalten in Osnabrück.
Wirklich gefährlich war der Flug nicht, denn wenn sich die Front vor uns geschlossen hätte, dann wären wir eben woanders gelandet oder wieder umgedreht, aber es war spannend, ob wir am Ende auch wirklich da landen, wo unser Auto steht und so waren wir dann doch etwas erleichtert, dass alles gut funktioniert hat
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